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27. November 2025

Hamburg-Harburg: ADFC beklagt benutzungspflichtige Fakeradwege der Buxtehuder Straße und fordert "sofortige Sanierung und Neuplanung"

 

Aktualisiert um 18.36 Uhr 

Buxtehuder Straße: Unbenutzbarer Fakeradweg im Dooringbereich mit Radwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda

 

 

Benutzungspflichtige unbenutzbare Fakeradwege in der Buxtehuder Straße

In der Buxtehuder Straße sind Radfahrende gezwungen, die Fahrbahn zu benutzen. Denn trotz einer angeordneten Radwegbenutzungspflicht können die baulich vorhandenen "Radwege" nicht benutzt werden, da diese im Dooringbereich angrenzender Stehzeuge platziert sind. Das Einhalten eines Sicherheitsabstands von einem Meter zu den Stehzeugen zur Vermeidung der Dooringgefahr ist beim Befahren der Fakeradwege unmöglich. 

 

Buxtehuder Straße: Unbenutzbarer Fakeradweg im Dooringbereich mit Radwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda

Buxtehuder Straße: Unbenutzbarer Fakeradweg im Dooringbereich mit Radwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda

 

 

Hochbordradwege im Dooringbereich eine jahrzehntelange Hamburger Tradition

Eigentlich müsste dieser Umstand Interesse bei der CDU Hamburg finden. Diese stellte nach den tödlichen Unfällen durch Dooring am Bahrenfelder Kirchenweg und An der Verbindungsbahn eine kleine Anfrage an den Senat (Drucksache 23/1821 - Betreff: Fahrradunfälle Fahrzeugtür - wie viele "Dooring"-Unfälle gab es in den letzten Jahren?) bezüglich Dooringgefahr für Radfahrende. Die kleine Anfrage läßt vermuten, dass die CDU eine Dooringgefahr nur im Zusammenhang mit Radfahr- und Schutzstreifen sieht. Doch auch Hochbordradwege, wie sie gerade die CDU präferiert, können im Dooringbereich verlaufen. Viele der älteren Hamburger Hochbordradwege verliefen im Dooringbereich (z.B. Alsterdorfer Straße, Alsterkrugchaussee, Bebelallee, Behringstraße, Beim Schlump, Bellevue, Borgweg, Bundesstraße, Erdkampsweg, Eulenkamp, Fuhlsbütteler Straße, Harvestehuder Weg, Hofweg, Jungiusstraße, Landwehr, Langenhorner Chaussee, LeinpfadMaienweg, Mundsburger Damm, Osterstraße, St. Benedictstraße, Stormarner Straße). Die meisten Radfahrenden nutzten allerdings regelwidrig neben den unbenutzbaren Fakeradwegen angrenzende Gehwege und gerieten in Konflikt mit Gehenden. Viele der schmalen Fakeradwege neben Stehzeugen wurden mittlerweile durch andere Radverkehrsführungen ersetzt, je nach Situation in Abhängigkeit von Straßenbäumen, Straßenbreite, Autoverkehrsmenge und Stehzeugen z.B. durch Schutzstreifen, Radfahrstreifen, Protected Bike Lanes oder Fahrradstraßen, in der Langenhorner Chaussee allerdings durch gemeinsame Geh-/Radwege unter Fortbestand der Dooringgefahr. Einige der älteren Hochbordradwege sind allerdings noch vorhanden, wie z.B. an Buxtehuder Straße, Carl-Cohn-Straße, Rathenaustraße, RodigalleeSierichstraße. oder Walddörferstraße.

 

Bundesstraße / ETV: Fakeradweg im Dooringbereich (historischer Zustand) - © Stefan Warda

Bundesstraße / Kaifugymnasium: Fakeradweg im Dooringbereich (historischer Zustand) - © Stefan Warda

Bundesstraße / Kaifugymnasium: Fakeradweg im Dooringbereich (historischer Zustand) - © Stefan Warda

Alsterdorfer Straße: Fakeradweg im Dooringbereich (historischer Zustand) - © Stefan Warda

St. Benedictstraße: Ehemaliger Fakeradweg im Dooringbereich (historischer Zustand) - © Stefan Warda

 

 

 

Der ADFC fordert nun "die sofortige Sanierung und Neuplanung der Radverkehrsanlagen entlang der B73". 

 

 

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11. August 2025

Verkehrsunsicherheit in Hamburg: Masterplan Vision Zero statt Masterplan Parken?

 

 

Sievekingsallee / Hammer Steindamm: Ghostbike erinnert an tödlichen Unfall mit Lkw-Fahrer - © Stefan Warda

 

Laut Abendblatt [€] kritisiert ADFC-Sprecher Dirk Lau die Entwicklung der Unfalltoten beim Radverkehr in Hamburg. Der Erhalt von Stellplätzen seien Senat und CDU wichtiger als die Sorge um die Gesundheit der Verkehrsteilnehmer, so Dirk Lau im Abendblatt. 

"Ganz offensichtlich schafft es der Senat trotz seiner ‚umfassenden Analyse‘ der Unfälle und des Straßenverkehrs in Hamburg nicht, sein Ziel von null Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr – ,Vision Zero‘ – umzusetzen. Zynisch gesagt, sind dem Senat – und der CDU sowieso – im politischen Alltag der Kampf um den Erhalt einzelner Kfz-Stellplätze wichtiger als die Sorge um den umfassenden Schutz von Leben und Gesundheit der Verkehrsteilnehmer:innen. Sonst hätte er statt einem ‚Masterplan Parken‘ längst einen ‚Masterplan Vision Zero‘ aufstellen müssen." 

Laut Polizeiangaben starben 2025 bislang sechs Radfahrende. Drei dieser Radfahrenden wurden von Lkw-Fahrenden verursacht, als diese beim Rechtsabbiegen die Radfahrenden "übersahen" und dann töteten.

 

Sievekingsallee / Hammer Steindamm: Ghostbike erinnert an tödlichen Unfall durch Lkw-Fahrer - © Stefan Warda

 

 

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27. Oktober 2024

Fehlplanung an der Elbchaussee: "Schutzstreifen" sollen beseitigt werden - ADFC kritisiert Polizei

 

 Aktualisiert um 22.54 Uhr

Elbchaussee: "Schutzstreifen" und korrekter Überholvorgang in den Gegenverkehr - © Stefan Warda


 

Elbchaussee: Schutzstreifen sollen durch Piktogrammketten ersetzt werden

Nach der Sanierung der Elbchaussee im Abschnitt zwischen Masnteuffelstraße und Parkstreife soll nachgebessert werden. Laut Abendblatt [] hätten Mitarbeitende von Polizei und Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) festgestellt, dass die Maße in den Plänen offenbar nicht stimmen würden und die Fahrbahnbreite der Elbchaussee nicht ausreichend sei, um dort einen "Schutzstreifen" auf der Fahrbahn zu installieren. Daraufhin habe die Polizei als Straßenverkehrsbehörde die Anordnung für die Schutzstreifen zurückgezogen. Die schon aufgetragenen Schutzstreifen in Richtung Westen sollen entfernt werden, die geplanten Schutzstreifen in Richtung Osten wurden nicht aufgetragen. 

 

Elbchaussee, Hotel Louis C. Jacob : Piktogrammketten - © Stefan Warda

Elbchaussee: Piktogrammkette und korrekter Überholvorgang in den Gegenverkehr - © Stefan Warda

 

Als Ersatz für die vormals geplanten Schutzstreifen sollen Piktogrammketten dienen, die schon an anderer Stelle der umgebauten Elbchaussee (z.B. beim Jenischpark in Richtung Westen) zur Anwendung gekommen sind. Darauf hätten sich laut Abendblatt [] Innenbehörde und Mobilitätswendebehörde verständigt. 


Kritik des ADFC

Planung und Umbau der Elbchaussee wurden stets kritisch vom ADFC begleitet. Ein Sprecher des ADFC kritisierte im Abendblatt [] insbesondere den Abschnitt der Elbchaussee zwischen dem Hotel Louis C. Jacob in Nienstedten und der Manteuffelstraße in Richtung Blankenese mit den noch vorhandenen "Schutzstreifen". 

"Ich kann es niemandem empfehlen, hier mit dem Rad zu fahren. Das macht keinen Spaß und braucht viel Selbstbewusstsein."

Viele Autofahrende würden den notwendigen Seitenabstand von 1,5 Meter beim Überholen nicht einhalten. In einer Pressemitteilung kritisiert der ADFC den geplanten Ersatz der Schutzstreifen durch Piktogrammketten als Aktionismus und Geldverschwendung. Der ADFC empfiehlt dagegen Tempo 30 auf der Elbchaussee für solche Abschnitte, auf denen Radfahrende auf der Fahrbahn fahren müssen (z.B. bei Piktogrammketten). In unübersichtlichen kurvigen Bereichen in Blankenese sollte ein Überholverbot von einspurigen Fahrzeugen gelten.  

Kritik richtet der ADFC insbesondere an die Hamburger Polizei. Diese habe als Begründung für die Rücknahme der "Schutzstreifen" u.a. darauf verwiesen, dass Autofahrende beim Überholen von Radfahrenden nicht den erforderlichen Seitenabstand einhalten könnten, ohne in den Gegenverkehr zu fahren. Zur Einhaltung des Seitenabstands von 1,5 Meter sind Autofahrende jedoch grundsätzlich verpflichtet, ob mit oder ohne Schutzstreifen, ob Elbchaussee oder jegliche andere Straße in Hamburg oder anderswo.   

"Die Polizei begreift das systematische Fehlverhalten von Autofahrenden aber offenbar als Naturgesetz. Statt diese Ursache für Gefahren im Straßenverkehr wirksam zu bekämpfen, betreibt sie mit der Wegordnung des Schutzstreifen auf der Elbchaussee reinen Aktionismus, der für die Sicherheit von Radfahrenden nichts leistet."

Aus der Berichterstattung im Abendblatt [] könnte gelesen werden, dass seitens der Polizeisprecherin die Auffassung bestünde, dass ohne Schutzstreifen Autofahrende nicht in den Gegenverkehr fahren müssten, um Radfahrende zu überholen - wie auch immer da der notwendige Seitenabstand ausfallen soll.

"Unabhängig von dem falschen Maß habe die Polizei bei wiederholten Kontrollen zudem festgestellt, dass immer wieder gefährliche Situationen entstünden, so Levgrün weiter. Die Autofahrer müssten beim Überholen der Fahrradfahrer auf dem einzigen Radweg stadtauswärts – in die andere Richtung war keiner möglich – einen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einhalten. Dies sei aber oft nicht möglich, ohne dass die Autos in den Gegenverkehr fahren. „Fakt ist: So kann die Situation aus Sicht der Polizei nicht bleiben“, macht Levgrün eine klare Ansage."

Der von der Polizeisprecherin beschriebene Abschnitt der Elbchaussee hatte nur auf einer Seite Platz für einen Schutzstreifen. Die Polizeisprecherin macht jedoch keine Aussage zu Überholvergängen auf der Gegenseite der Straße im gleichen Abschnitt, auf der kein Schutzstreifen vorhanden ist. Werden dort nach Logik der Polizeisprecherin keine Radfahrenden überholt, weil dort keine Radverkehrsanlagen vorhanden sind? Müssen "Schutzstreifen" (oder auch Radfahrstreifen) auch an anderen Straßen in Hamburg entfernt werden, weil Autofahrende zum Überholen von Radfahrenden in den Gegenverkehr ausweichen müssen?


Weidestraße: "Schutzstreifen" - der Radfahrer hält einen zu geringen Abstand zu Stehzeugen, das überholende Auto wird korrekt in den Gegenverkehr gesteuert - © Stefan Warda



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1. September 2024

Fahrradklima-Test 2024: Wie radverkehrsfreundlich ist die Stadt?

 

 Aktualisiert um 19.45 Uhr

Louise-Schöder-Straße: Neue Radwege - © Stefan Warda

 

 

Seit heute sind Radfahrende in Deutschland aufgerufen, die Radverkehrsfreundlichkeit in Städten und Gemeinden zu bewerten. Der ADFC ermöglicht noch bis zum 30. November die Teilnahme an der bekannten Umfrage, die alle zwei Jahre erfolgt.

 

Louise-Schöder-Straße: Neue Radwege - © Stefan Warda

 

Hamburg wurde vor zwei Jahren von kritischen Radfahrenden mit der Note 4,4 bewertet. Allerdings hat sich in den letzten Jahren eine Menge zum Positiven getan, wenn auch nicht sämtliche Probleme angegangen worden sind. Eine Auswahl:

Defizite bestehen z.B. weiterhin bei Radverkehrsbelangen, für die die Innenbehörde bzw. die lokalen Straßenverkehrsbehörden bei den Polizeikommissariaten zuständig sind (z.B. Baustellen, gescheiterte Einbahnstraßenfreigabeversuche, illegale Radwegbenutzungspflichten, usw.)

 

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17. Februar 2024

Hamburg: Kampagne soll auf Dooringgefahr aufmerksam machen

Hamburg launched a campaign to make people make more aware of the risk of dooring

Aktualisiert am 18.02.2024

Achtung, Dooring! - © Stefan Warda

 

Hamburgs Mobilitätswendebehörde (BVM), das Hamburger Taxengewerbe und der Hamburger ADFC beteiligen sich an einer Kampagne des Bundesverkehrsministeriums (BMDV) und des Verkehrssicherheitsrats (DVR) für mehr Rücksichtnahme und Verständnis im Straßenverkehr.

 

Achtung, Dooring! - © Stefan Warda

 

Im Rahmen der Kampagne sollen über 750 Taxen mit Kopstützenüberzügen und Slogans mit Hinweisen zur Dooringproblematik ausgestattet werden. Mobilitätswendesenator Anjes Tjarks möchte mit der Kampagne zu mehr Miteinander im Straßenverkehr beitragen.

"Durch gegenseitige Rücksichtnahme und Achtsamkeit können häufige Unfallquellen, wie beispielsweise Dooring-Unfälle vermieden werden. Die bundesweite Kampagne #mehrAchtung schärft ab heute auch das Bewusstsein aller Verkehrsteilnehmenden in Hamburg für ein harmonisches Miteinander im Straßenverkehr. Dazu werden wir über 750 Taxis mit auffälligen Kopfstützen-Überzügen und Slogans ausstatten."

 

 

Achtung, Dooring! - © Stefan Warda

 

Der ADFC Hamburg begrüßt die Kampagne, mahnt jedoch weitere Maßnahmen an.

"Die Aufmerksamkeit auf das grundsätzliche Risiko von Dooring-Unfällen zu lenken begrüßen wir außerordentlich, kommt es hierbei doch in der Regel zu schweren Verletzungen bei den Radfahrenden. Für ein besseres Miteinander im Straßenverkehr setzen wir uns als ADFC seit Jahrzehnten ein, die Kampagne #mehrAchtung zielt genau darauf ab. Es darf aber nicht vergessen werden, dass für ein gerechtes und sicheres Miteinander auf den Straßen zunächst die gesetzlichen Grundlagen geschaffen werden - insoweit darf die Kampagne nicht davon ablenken, das es zeitnah eine Novellierung des StVG und der StVO braucht, um genau das zu erreichen: ein faires Miteinander aller Verkehrsteilnehmenden!"

 

 

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30. Januar 2024

Verkehrsunsicherheit in Hamburg: Mahnwache für getötete Radfahrerin an Holsteiner Chaussee geplant

 

Holsteiner Chaussee / A23: Zustand der Kreuzung im Jahr 2007 - © Stefan Warda

 

Letzten Freitag tötete ein Autofahrer eine Radfahrerin an der Holsteiner Chaussee. Der 74-jährige Autofahrer missachtete die Vorfahrt der 57-jährigen Frau, als er von der A23 kommend auf die Bundesstraße abbiegen wollte. Der Autofahrer musste laut Polizei seinen Führerschein abgeben.

Der ADFC ruft zu einer Mahnwache für die getötete Radfahrerin auf. Diese soll am folgenden Samstag um 14 Uhr an der Unfallstelle Holsteiner Chaussee / A23 stattfinden. 

 

 

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26. April 2023

Fahrradklima-Test 2022: Deutschland bleibt Autonation

 

 

 

Der ADFC veröffentlichte vorgestern die Ergebnisse des bundesweiten Fahrradklima-Tests. Mit der bundesweiten Durchschnittsnote 4 ist Deutschland weiterhin kein Fahrradland. Hamburg belegt mit der Note 4 einen Durchschnittsplatz.

 

Die Bewertung für Hamburg hat sich mittlerweile der bundesweiten Durchschnittsnote angenähert. Noch nie hatte Hamburg eine bessere Note als 2022 erreicht. 2012 lag Hamburg noch bei der Note 4,4. Dennoch: Hamburg ist mit der Note 4 im Bundesvergleich weder besonders schlecht, noch besonders gut, aber eben auch keine Fahrradstadt.

Die besten Einzelnoten erhielt Hamburg für das Leihradsystem StadtRAD (2), die Öffnung von Einbahnstraßen (2,3) und die Erreichbarkeit des Stadtzentrums (2,8). Schlecht schneidet Hamburg ab beim (geduldeten) Wildparken auf Radverkehrsanlagen, dem Fahrraddiebstahl sowie der (unzureichenden) Breite von Radverkehrsanlagen (jeweils 4,9). Gegenüber dem Jahr 2020 hat Hamburg sich verbessert bei der jüngsten Förderung des Radverkehrs (3,2 statt zuvor 3,6) sowie der Breite der Radverkehrsanlagen (4,9 statt 5,2)

Im Vergleich mit den Umlandkommunen schneidet Hamburg (Note 4) derzeit nicht auffallend schlecht ab: Wedel (4,3), Pinneberg (4,4), Schenefeld (4,2), Halstenbek (4,2), Rellingen (3,9), Norderstedt (3,6), Ahrensburg (4,2), Barsbüttel (4,1), Oststeinbek (4,2), Glinde (3,9), Reinbek (4,6), Wentorf (4,2), Geesthacht (3,5), Winsen (Luhe) (4), Seevetal (4,3), Neu Wulmstorf (4,3).

Im Vergleich mit vergleichbaren Metropolen mit mehr als einer Million Einwohnenden schneidet Hamburg durchschnittlich "gut" ab: Berlin (4,1), Köln (4,2), München (3,9).

Die besten Noten unter den Städten mit mehr als 200.000 Einwohnenden erhielten Münster (3), Karlsruhe (3,1), Freiburg (3,1), Kiel (3,4), Bremen (3,6), Frankfurt (Main) (3,6), Hannover (3,6), Braunschweig (3,8), Bonn (3,8), Leipzig (3,8), München (3,9), Bielefeld (3,9), Wiesbaden (4), Rostock (4), Hamburg (4).

Die schlechtesten Noten unter den Städten mit mehr als 200.000 Einwohnenden erhielten Krefeld (4,5), Duisburg (4,5), Magdeburg (4,4), Mönchengladbach (4,4), Gelsenkirchen (4,3), Halle (Saale) (4,3), Bochum (4,3), Wuppertal (4,3), Essen (4,3), Dortmund (4,3), Oberhausen (4,3), Lübeck (4,3), Köln (4,2), Stuttgart (4,2), Nürnberg (4,2).

Die beste Note unter allen teilnehmenden Kommunen erzielte Wettringen (2), die schlechteste Lüdenscheid (5,2).

 

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26. Februar 2023

Hamburg-Ottensen: ADFC übt Kritik an bestehender Kopfsteinpflasterstrecke für zukünftige Veloroute 1

 

 

Zukünftige Veloroute 1, Bleickenallee: Kopfsteinpflaster zwischen Grünebergstraße und Am Rathenaupark - © Stefan Warda

 

 

Laut Abendblatt [€] übt der ADFC Hamburg Kritik am Zustand der Bleickenallee zwischen Grünebergstraße und Hohenzollernring. Die Bleickenallee soll auch in diesem Abschnitt zukünftig Teil der geplanten Veloroute 1 zwischen Hamburg Innenstadt und Rissen / Osdorf werden. Der Ausbau für die zukünftigeVeloroute im Stadtteil Ottensen hatte diesen Abschnitt bislang ausgespart. Auf gesamter Länge ist die Fahrbahn gepflastert. Zwischen Grünebergstraße und Am Rathenaupark müssen alle Radfahrenden die gepflasterte Fahrbahn nutzen. Zwischen Am Rathenaupark und Hohenzollernring dürfen Radfahrende auf den Gehweg im Mittelstreifen ausweichen und diesen als Gäste mit Schritttempo befahren. Doch auch dort gibt es Nutzungskonflikte, auch wegen der mangelhaften Oberflächenbeschaffenheit. Bei länger anhaltendem Regen bilden sich zahlreiche Pfützen, bei länger anhaltender Trockenheit gleicht der Gehweg einer Staubpiste.  

 

Zukünftige Veloroute 1, Bleickenallee / Am Rathenaupark: Gestattetes Gehwegradeln auf dem Mittelstreifen - © Stefan Warda

Zukünftige Veloroute 1, Bleickenallee: Mittelstreifen bei Trockenheit - © Stefan Warda

Zukünftige Veloroute 1, Bleickenallee: Mittelstreifen bei Nässe - © Stefan Warda

Zukünftige Veloroute 1, Bleickenallee: Konflikte auf dem Mittelstreifen - © Stefan Warda

 


Laut ADFC würde das Denkmalschutzamt den geplanten veloroutengerechten Ausbau der Bleickenallee bislang blockieren. Der jetzige Zustand entspricht jedenfalls nicht Veloroutenstandard.

 

 

 

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22. Januar 2023

Wedel: Wird der Tinsdaler Weg nach niederländischem Vorbild umgebaut?

 

 Aktualisiert um 21.16 Uhr

Fahrradstraße mit Buslinienverkehr in Nijmegen: Mögliches Vorbild für den Tinsdaler Weg in Wedel? - © Stefan Warda

 

 

Der Tinsdaler Weg in Wedel soll umgebaut werden. Zunächst soll der Abschnitt zwischen Doppeleiche und Galgenberg ein neues Gesicht erhalten. In dem Abschnitt gibt es keine Radverkehrsanlagen. Es gilt überwiegend Tempo 50, abgesehen von einem Abschnitt im Bereich einer Schule mit Tempo 30. Die Fahrbahnbreite beträgt sieben Meter. Laut Wedeler Mobilitätskonzept ist der Tinsdaler Weg ein wichtiger Teil des Radwegenetzes - bislang allerdings ohne bzw. ohne geeignete Radverkehrsanlagen.

 


Wedel, Tinsdaler Weg - © Stefan Warda

Wedel, Tinsdaler Weg - © Stefan Warda

Wedel, Tinsdaler Weg - © Stefan Warda

Wedel, Tinsdaler Weg - © Stefan Warda

Wedel, Tinsdaler Weg - © Stefan Warda

 

Letztes Jahr waren Anwohnende aufgerufen, ihre Meinung zum geplanten Straßenumbau beizutragen. Die von Anwohnenden vorgeschlagene Einbahnstraßenvariante wie auch die von der Verwaltung vorgesehene Planungsvariante konnte beim örtlichen ADFC nicht überzeugen. Vom ADFC wurde nun eine Variante nach niederländischem Vorbild vorgebracht, bei der es auch weiterhin Mischverkehr geben soll. Könnte sich die vom ADFC vorgeschlagene Variante durchsetzen, wäre es möglicherweise die erste Wohn- und Durchgangsstraße, die im Norden nach niederländischem Vorbild umgestaltet würde. Im Gegensatz zur ADFC-Variante benutzen die Niederlande meist jedoch keine Verschwenkungen zur Temporeduzierung, sondern "Drempel".


Wedel, Tinsdaler Weg: Vision des ADFC Wedel - © ADFC Wedel


 

Beispiel Laauwikstraat in Nijmegen

 

Nijmegen, Laauwikstraat: Fietsstraat - © Stefan Warda

Nijmegen, Laauwikstraat: Fietsstraat - © Stefan Warda

Nijmegen, Laauwikstraat: Fietsstraat - © Stefan Warda

Nijmegen, Laauwikstraat: Fietsstraat - © Stefan Warda

Nijmegen, Laauwikstraat: Fietsstraat - © Stefan Warda

Nijmegen, Laauwikstraat: Fietsstraat - © Stefan Warda

Nijmegen, Laauwikstraat: Fietsstraat - © Stefan Warda

 

 

Beispiel  Hulkesteinseweg / Klingelbeeksweg in Arnhem


Arnhem: Fietsstraat - © Stefan Warda

Arnhem: Fietsstraat - © Stefan Warda

Arnhem: Fietsstraat - © Stefan Warda

Arnhem: Fietsstraat - © Stefan Warda


Beispiel Platolaan in Utrecht

 

Utrecht, Platolaan: Fietsstraat - © Stefan Warda

Utrecht, Platolaan: Fietsstraat - © Stefan Warda

Utrecht, Platolaan: Fietsstraat - © Stefan Warda

 

 

 

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1. September 2022

ADFC ruft zur Teilnahme am Fahrradklima-Test 2022 auf

 

 

© ADFC

 

 

Der ADFC ruft zur Teilnahme am bundesweiten Fahrradklima-Test auf. Ab heute bis 30. November können die Teilnehmenden die Bedingungen für Radfahrende in ihren Städten und Gemeinden bewerten. Die Aktion wird gefördert vom Bundesministerium für Digitalisierung und Verkehr. Zur Umfrage . . .

 

 

 

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15. November 2021

Open Bike Sensor im Einsatz in Hamburg: ADFC macht Walddörferstraße als besonderen Ort für Wildfahrende aus

Hamburg: ADFC testing open bike sensor

Aktualisiert um 14:55 Uhr

Walddörferstraße: Wildfahren ohne ausreichenden Seitenabstand - © Stefan Warda
 

 

Unterlassener Seitenabstand: Viele Wildfahrende in der Walddörferstraße

Die Mopo berichtete über den Einsatz des Open Bike Sensors in Hamburg: Seit acht Monaten würden zwei Mitglieder des Hamburger ADFC den Seitenabstandsmesser nutzen. Die beiden seien vor allem in Hamburgs Osten damit unterwegs gewesen. Dabei seien etwa 5000 Messergebnisse angefallen. Eine Straße, bei der es zu Auffälligkeiten komme, sei die Walddörferstraße. Der notwendige Seitenabstand beim Überholen würde von Autofahrenden dort häufig nicht eingehalten.


Versagen der Verkehrspolitik

Die Walddörferstraße sollte als bezirkliche Veloroute zu einer Fahrradstraße umgestaltet werden, wobei der Durchgangsverkehr für Autofahrende unterbunden werden sollte. Dagegen gab es Widerstand von Gewerbetreibenden, der Hochbahn und der CDU. Letztere forderte indirekt, den Radverkehr auf Freizeitzwecke zu begrenzen. Die CDU wollte die bezirkliche Veloroute über den Wandsewanderweg legen, obwohl die Grünanlagen entlang der Wandse nicht für den schnellen Alltgasradverkehr geeignet sind. Zudem versagte die Innenbehörde die Einrichtung einer Fahrradstraße. Radfahrenden bleibt somit weiterhin nur die Möglichkeit, die Fahrbahn der Walddörferstraße zu nutzen und dabei oftmals zu eng überholt zu werden oder Umwege über andere Straßen (z.B. die schlechte Radinfrastruktur am Friedrich-Ebert-Damm) oder entlang des Wandsewanderwegs inklusive Konflikten mit Gehenden zu wählen. Die noch vorhandenen "Radwege" der Walddörferstraße sind unbenutzbar, weil Wildparkende diese seit Jahrzehnten guduldet blockieren, legalisierte Stehzeugeplätze unmittelbar am "Radweg" Dooringgefahr verursachen, die "Radwege" ansonsten wegen unterlassener Instandhaltung kaum noch nutzbar sind. Zudem wurden andere Radwegabschnitte mittlerweile in Stehzeugeplätze umgewandelt - Autostadt statt Fahrradstadt.

 

"Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer geht vor"

Dennis Thering (CDU) fordert laut Abendblatt vom Senat gerade neue Maßnahmen für den Radverkehr, "denn die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer geht vor". Wenn dem so sei, müsste die CDU entweder der Entfernung nahezu aller Stehzeugeplätze an der Walddörferstraße zustimmen, damit die den heutigen Regelwerken nicht entsprechenden Fakeradwege halbwegs benutzbar wären oder andere alternative Maßnahmen auf den Weg bringen.

 

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29. September 2021

Hamburg: Ab heute je zwei Klara-Cargobikes zum Verleih bei Alnatura Ottensen und Schanze

Coorporation in Hamburg: Four cargobikes to be borrowed at Alnatura markets Ottensen and Schanze

 

Bahrenfelder Straße (FABRIK), Alnaturamarkt: Cargobikeübergabe - © Alnatura, Fotograf: Volker Hämmerling

 

Hamburger Alnatura Super Natur Märkte bekommen Lastenräder: Im Schanzenviertel und in Ottensen jetzt Cargo-Bikes zum Verleih - Kooperation mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club ADFC und Fahrradhersteller Riese & Müller

Seit heute ist die Klara-Lastenrad-Flotte des ADFC um vier weitere E-Lastenräder verstärkt worden: An den Alnatura Märkten im Schanzenviertel und in Ottensen (FABRIK) sind jetzt dauerhaft je zwei neue E-Cargobikes zum kostenlosen Verleih stationiert. Nach einer Online-Registrierung auf der Webseite www.klara.bike kann man sich das Lastenrad bis zu drei Tage ausleihen.

Durch die Kooperation der lokalen Alnatura Super Natur Märkte mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club ADFC Hamburg und dem Hersteller von E-Bikes und Cargobikes, Riese & Müller, werde das nachhaltige und kostenfreie Transportangebot in Hamburg mit bisher sieben Lastenrädern erneuert und erweitert.  

 

Bahrenfelder Straße (FABRIK), Alnaturamarkt: Cargobikeflotte - © Alnatura, Fotograf: Volker Hämmerling

 

Die E-Cargobikes des Typ Packster transportieren neben Einkäufen auch bis zu zwei Kinder und werden an den Ladestationen der Hamburger Alnatura Märkte mit 100 Prozent Ökostrom der Elektrizitätswerke Schönau aufgeladen. 

 

Standorte und Namen der Lastenräder

Alnatura Super Natur Märkte:

Schanzenviertel, Ludwigstraße 12:                           Schanzen-Bike / Schanzen-Shopper

Ottensen, Bahrenfelder Str. 242-244:                       Bio-Laster / Heimatfrachter

 

 

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