7. April 2020

"Übersehen" und ohne Abbiegeassistenten: Lkw-Fahrer überfährt mit einem für den Stadtverkehr ungeeigneten Fahrzeug Radfahrerin in Hamburg


Aktualisiert um 14:31 Uhr
© Stefan Warda


Ein für den Stadtverkehr ungeeignetes Fahrzeug überrollte heute in Hamburg eine Radfahrerin. Laut Polizeiangaben befuhr die Radfahrerin einen Radfahrstreifen. Der Fahrer des Lkw habe das Opfer beim Abbiegen wie gewöhnlich "übersehen". Das Fahrzeug soll nicht mit einem Abbiegeassistenten ausgestattet gewesen sein.

"Nach den bisherigen Erkenntnissen befuhr die 35-jährige Frau die Meenkwiese vom U-Bahnhof Lattenkamp kommend auf dem Radfahrstreifen und hielt an der Rotlicht zeigenden Ampel rechts neben dem Sattelzug auf Höhe der Sattelzugmaschine. Der aus gleicher Richtung gekommene Lastwagen stand zu diesem Zeitpunkt als erstes Fahrzeug an der Haltelinie des kombinierten Geradeaus- und Rechtsabbiegerfahrstreifens. Die Radfahrerin wollte die Kreuzung zur Weiterfahrt auf der Meenkwiese geradeaus passieren. Der 56-jährige Fahrer des Lastwagens übersah die Frau dann aber offenbar, als er nach rechts in die Bebelallee abbog. Die Radfahrerin geriet unter den Lastwagen und musste durch Rettungskräfte der Feuerwehr befreit werden. Trotz eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstarb die Frau noch an der Unfallstelle."








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6. April 2020

Coronakrise in Hamburg: Autofahrerpartei fordert Freigabe von Geh- und Radwegen für Stehzeuge - aus "gesundheitlichen Gründen"

Corona crisis in Hamburg: AfD for more illegal car parking


© Stefan Warda


Laut einer Mitteilung der SHZ fordert die Hamburger AfD während der Coronakrise die Parkraumüberwachung auszusetzen. Nach AfD sollen Autofahrende Geh- und Radwege zuparken dürfen, um ausschließlich deren Gesundheit zu schützen - und die anderer (die vermutlich nicht AfD wählen) zu gefährden. Schließlich sei es derzeit gesünder, statt mit dem ÖV ausschließlich mit dem Auto zu fahren. Die Afd vertritt den Anspruch, Hamburgs einzige "Autofahrerpartei" zu sein.


© Stefan Warda

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4. April 2020

Hamburg: Gefährdung durch krankhaften Überholzwang - Radspur Graumannsweg rot eingefärbt

Hamburg: Cycle lane colored red

Aktualisiert um 17:15 Uhr

Graumannsweg: Radfahrstreifen neuerdings rot markiert - © Stefan Warda


Vor fünf Jahren war der Graumannsweg im Stadtteil Hohenfelde umgestaltet worden. Für Radfahrende war entgegen der Einbahnrichtung eine Radspur eingerichtet worden. Somit wurde eine wichtige Netzlücke geschlossen. Jedoch hatten die meisten Autofahrenden nicht begriffen, dass die breite durchgezogene Linie, die Fahrspur und Radspur voneinander trennen, nicht überfahren werden darf. Sie litten an dem weit verbreiteten Krankheistbild Überholzwang. Das hatte bislang fatale Folgen für Radfahrende auf der neu eingerichteten Radspur: Ihnen kamen motorisierte Geisterfahrer oft äußerst unvermittelt entgegen. Denn diese Wildfahrer benutzten die Radspur, um vorausfahrende Radfahrende zu überholen - was selbstverständlich nicht erlaubt ist.


Graumannsweg, Radfahrstreifen zuvor ohne Roteinfärbung mit an Überholzwang leidendem Wildfahrer - © Stefan Warda

Graumannsweg, Radfahrstreifen zuvor ohne Roteinfärbung mit an Überholzwang leidendem Wildfahrer - © Stefan Warda


Mittlerweile wurde die Radspur mittels Roteinfärbung deutlich hervorgehoben. Zusätzlich wurde im Abschnitt der Radspur Tempo 30 angeordnet. Derzeit ist allerdings ohnehin weniger Verkehr auf dem Abschnitt des Graumannswegs, da die Kreuzung mit Buchtstraße und Barcastraße umgebaut wird. Die Bewährungsprobe für die Markierung wird also erst nach Abschluss der Bauarbeiten beginnen. Ob es dann weniger Geisterfahrer geben wird?


Graumannsweg / Papenhuder Straße: Tempo 30 und Roteinfärbung - © Stefan Warda

Graumannsweg - © Stefan Warda

Graumannsweg - © Stefan Warda

Graumannsweg: Autofahrende, die unter Überholzwang leiden, sollten diese Straße meiden - © Stefan Warda





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