28. Januar 2020

Hamburg: Schwerer Rückschlag für Verkehrsversuch "Ottensen macht Platz"

Hamburg: Successful against pedestrian zone in Ottensen

Aktualisiert um 15:08 Uhr
© Stefan Warda


Der Verkehrsversuch Ottensen macht Platz scheint gescheitert. Ein Anlieger in der temporären Fußgängerzone war vor dem Verwaltungsgericht mit einer Widerspruch erfolgreich. Das Gericht stellt fest, dass die Anordnung der Fußgängerzone höchstwahrscheinlich rechtswidrig sei.

Die probeweise Einrichtung der Fußgängerzone ist mit hoher Wahrscheinlichkeit rechtswidrig, weil es für die hiermit verbundenen Eingriffe in Anliegerrechte keine tragfähige gesetzliche Grundlage gibt.


Bahrenfelder Straße: Verkehrsversuch "Ottensen macht Platz" - © Stefan Warda


Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts sei die probeweise Einrichtung der Fußgängerzone mit hoher Wahrscheinlichkeit rechtswidrig, weil es für die hiermit verbundenen Eingriffe in die Rechte der Anlieger keine tragfähige gesetzliche Grundlage gäbe. Gemäß Straßenverkehrs-Ordnung können Verkehrsbeschränkungen zu Erprobungs- und Forschungszwecken bisher nur bei Vorliegen einer qualifizierten Gefahrenlage für Personen oder Sachgüter angeordnet werden. Eine solche Gefahrenlage liege im Projektgebiet aber nicht vor. Das Verwaltungsgericht vermag auch nicht zu erkennen, dass ein vorzeitiges Ende der voraussichtlich rechtswidrigen Erprobungsmaßnahme unerträgliche Erschwernisse zur Folge hätte oder eine Evaluation des bisherigen Projekts unmöglich machen würde. 

 
Ottenser Hauptstraße: Verkehrsversuch "Ottensen macht Platz" - © Stefan Warda


Die Verkehrszeichen werden somit abgeräumt werden, der Verkehrsversuch vorzeítig beendet werden müssen.
 
Gegen die Entscheidung kann die Freie und Hansestadt Hamburg Beschwerde bei dem Hamburgischen Oberverwaltungsgericht erheben.


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24. Januar 2020

Hamburg: Neuer Anlauf zur "Fahrradstadt"

Hamburg: New approach to a city of cyclists


Kopenhagen: Breiter asphaltierter echter Radweg  - © Stefan Warda


Hamburgs Grüne versprechen zur bevorstehenden Bürgerschaftswahl weitaus ehrgeizigere Ziele als zu Anfang der letzten Legislaturperiode.


Kopenhagen: sichere Radverkehrsführung an Kreuzungen - © Stefan Warda

Hinwendung zu einer menschengrechten Stadt

  • MIV-Anteil auf 20 Prozent reduzieren
  • Stehzeuge: Ausdehnung der Parkraumbewirtschaftung auf ganz Hamburg

Kopenhagen: Breiter asphaltierter echter Radweg - © Stefan Warda


Ziel Vision Zero: Null Verkehrstote

  • Umbau von Kreuzungen 
  • Trixispiegel
  • Sichere Radverkehrsführungen an Baustellen


Bisheriger Hamburger Radwegebau - © Stefan Warda

Entwicklung zur "Fahrradstadt"

  • Steigerung des Radverkehrsanteils auf 25 Prozent
  • Velorouten fertigstellen
  • 100 Kilometer neue oder erneuerte Radverkehrsanlagen je Jahr
  • Protected Bike Lanes
  • Abkehr vom Betonsteinpflaster bei baulichen Radwegen hin zu komfortableren Oberflächenmaterialien
  • Ausbau Bike&Ride-Angebot
  • Ausbau des StadtRAD-Systems
  • Innerhalb des Ring 2 Priorität für Fuß- und Radverkehr bei Umbau von Nebenstraßen
  • Weiterentwicklung der Radverkehrsstrategie mit regelmäßigen Evaluationsberichten


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20. Januar 2020

Hamburg-Harburg: Grüne fordern Radverkehrsanlagen für Winsener Straße

Hamburg: Better cycling along Winsener Straße?


Winsener Straße - © Stefan Warda


Nach einem Bericht des Abendblatts fordern die Grünen im Bezirk Harburg eine radverkehrsfreudlichere Umgestaltung der Winsener Straße. Die Winsener Straße ist (im Abschnitt Hannoversche Straße / Reeseberg bis Jägerstraße) eine der ganz wenigen Hauptverkehrsstraßen der "Fahrradstasdt" Hamburg ohne jegliche Radverkehrsinfrastruktur. Die Grünen schlagen eine Reduzierung der Fahrspuren vor: die mittlere von zukünftig nur noch drei Spuren solle dem Linksabbiegeverkehr dienen. Dadurch könnten beidseitig Radspuren markiert werden.


Winsener Straße - © Stefan Warda


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