1. Juni 2020

Berlin: Pop-Up-Radspuren sollen vorläufig bis Jahresende bleiben

Berlin: Pop-up bike lanes should remain until the end of the year

Aktualisiert am 02.06.2020

Kieler Straße: Pop-Up-Radspuren wegen Baustelle - © Stefan Warda


Die zunächst bis Ende Mai befristeten Pop-Up-Radfahrstreifen in Berlin sollen nunmehr bis Ende des Jahres Bestand bleiben. Zudem strebt die Senatsverwaltung sogar an, die Radspuren in dauerhafte Radverkehrsanlagen umzuwandeln, so die taz. Die Pop-Up-Radspuren entstanden zur Hochphase der Corona-Pandemie, um Radfahrenden und zu Fuß Gehenden sichere Abstandsmöglichkeiten zu gewähren. Weitere temporäre Radspuren sind bei einigen Berliner Bezirken noch in Planung.

Radfahrende in Hamburg, und solche, die es noch werden wollen, müssen auf vergleichbares in der Hansestadt weiterhin warten. Während der Koalitionsverhandlungen wurde verkündet, dass es in der Hafencity zukünftig eine Pop-Up-Radspur geben soll. Näheres dazu dürfte morgen veröffentlicht werden. Solange bleibt den Hamburgern nur, sich an der vor drei Jahren eingerichteten Pop-Up-Radspur in Jungiusstraße und Caffamacherreihe zu erfreuen oder an einer der zahlreichen Pop-Up-Radspuren im Rahmen von Straßenbauarbeiten, wie zum Beispiel an der Kieler Straße, der Behringstraße und der Walderseestraße.


Kieler Straße, Baustelle: Radfahrende werden auf Pop-Up-Radspuren ohne Sinn und Verstand regelwidrig in den Gegenverkehr gelenkt - © Stefan Warda

Behringstraße / A7: Pop-Up-Radspuren wegen Baustelle - © Stefan Warda


ADFC und Greenpeace warben letzten Monat für Pop-Up-Radspuren in Hamburg. Zudem sammelt der ADFC noch Unterschriften im Rahmen einer Petition für Pop-Up-Radspuren in Hamburg.


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31. Mai 2020

Hamburg: Mehr Platz für Radfahrende auf dem Mittelweg

Hamburg: Cycle lanes at Mittelweg

Aktualisiert um 15:37 Uhr

Mittelweg / Klosterstieg: Radfahrstreifen - © Stefan Warda


Seit wenigen Tagen hat der Mittelweg auf einer Länge von rund einem Kilometer beidseitig Radfahrstreifen erhalten.

Die neuen Radspuren reichen vom neuen Kreisverkehr an der Kreuzung mit dem Harvestehuder Weg bis südlich der Kreuzung mit Milchstraße / Bei St. Johannis.



Für die Anlage der Radspuren wurden abgesehen vom Umbau der Kreuzung mit dem Harvestehuder Weg keine baulichen Veränderungen an der Straße vorgenommen. Der letzte Um- bzw. Ausbau der Straße erfolgte 2005 bzw. 2006. Damals wurde u.a. das Kopfsteinpflaster beseitigt, welches noch aus der Straßenbahnära übrig geblieben war. Die zuständigen Behörden sahen damals jedoch keine Möglichkeit, gesonderten Platz für den Radverkehr zu schaffen. Als besonderes Feigenblättchen wurde daher das Gehwegradeln bei Schritttempo erlaubt, obwohl die Gehwege nicht sonderlich breit waren und Nutzungskonflikte insbesondere vor den zahlreichen Geschäften bestanden.


Mittelweg: Umbau im Jahr 2005 - © Stefan Warda

Mittelweg nahe Pöseldorf-Center, noch ohne Radfahrstreifen - © Stefan Warda

Mittelweg nahe Pöseldorf-Center, mit Radfahrstreifen - © Stefan Warda

Mittelweg nahe Pöseldorf-Center, noch ohne Radfahrstreifen - © Stefan Warda

Mittelweg nahe Pöseldorf-Center, mit Radfahrstreifen - © Stefan Warda

Mittelweg / Milchstraße, 2005 nach Umbau - © Stefan Warda

Mittelweg / Milchstraße, ohne Radspuren - © Stefan Warda

Mittelweg / Milchstraße, 2020 mit Radspuren - © Stefan Warda

Mittelweg / Milchstraße, 2005 nach Umbau - © Stefan Warda

Mittelweg / Milchstraße, 2020 mit Radspuren - © Stefan Warda

Mittelweg / Bordersweg, 2005 nach Umbau - © Stefan Warda

Mittelweg / Brodersweg, 2020 mit Radspuren - © Stefan Warda

Mittelweg 125, 2009 war Gehwegradeln gestattet bei zwei Meter Gehwegbreite vor Geschäften - © Stefan Warda

Mittelweg 125, ohne Radspuren - © Stefan Warda

Mittelweg 125, 2020 mit Radspuren - © Stefan Warda

Mittelweg / Böhmersweg, 2005 nach Umbau - © Stefan Warda

Mittelweg / Böhmersweg, ohne Radspuren - © Stefan Warda

Mittelweg / Böhmersweg, 2020 mit Radspuren - © Stefan Warda

Mittelweg / Alsterchaussee, 2009 ohne Radspuren - © Stefan Warda

Mittelweg / Alsterchaussee, 2020 mit Radspuren - © Stefan Warda

Mittelweg 49, 2009 mit gestattetem Gehwegradeln unter fragwürdigen Bedingungen - © Stefan Warda

Mittelweg 49, 2020 mit Radspuren - © Stefan Warda

Mittelweg, Radfahrstreifen - © Stefan Warda

Mittelweg: Radfahrstreifen: Inklusive Breitstrich über 2,2 Meter breit, an wenigen Stellen jedoch auch schmaler - © Stefan Warda


Nun aber wurde ein Mittelweg für den Mittelweg gefunden, allerdings fünfzehn Jahre verspätet. Die durchgehenden Radspuren verlaufen dort, wo in der Regel in zweiter Reihe gehalten oder geparkt wurde. Für Radfahrende war es vormals z.T. sehr beschwerlich sich einen Weg im Autostau neben Zweite-Reihe-Parkenden zu bahnen. Nun müssen Ordnungskräfte dafür sorgen, dass die Radspuren gerade auch von denen akzeptiert werden, für die Bußgelder Peanuts sind. Leider hat es davon überdurchschnittlich viele am Mittelweg. Vor fünfzehn verwiesen Politiker und Verwaltung Radfahrende auf die Veloroute 4 am Alsterufer. Die Geschäfte am Mittelweg sollten vorzugsweise und bestmöglichst für Autofahrende erreichbar sein, für Radfahrende blieb der Mittelweg ein Minenfeld.


Mittelweg: Wildparker auf Radfahrstreifen - © Stefan Warda

Mittelweg: Wildparker auf Radfahrstreifen - © Stefan Warda

Mittelweg: Wildparker auf Radfahrstreifen - © Stefan Warda



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