13. Januar 2022

Veloroute 3 in Hamburg: Auf der Bogenstraße Grüne Welle bei 18 km/h

Hamburg: First Green Wave for cyclists

 

Veloroute 3, Bogenstraße - © Stefan Warda

 

 

Im Bezirk Eimsbüttel wurde die erste grüne Welle für Radfahrende in Hamburg eingerichtet. Laut Abendblatt wurden die Ampeln entlang der Bogenstraße im Verlauf der Veloroute 3 an das Tempo von Radfahrenden angepasst. Vormittags soll die Grüne Welle bei Tempo 18 stadteinwärts, nachmittags stadtauswärts funktionieren. 

Mit dieser Maßnahme folgt Hamburg dem Beispiel Kopenhagen, wo seit Jahren an zahlreichen Einfallstraßen eine grüne Welle bei Tempo 20 eingerichtet ist.

Frühere Verkehrsversuche mit "grüner Welle" für Radfahrende im Bezirk Eimsbüttel wurden nicht weiter verfolgt.

 

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10. Januar 2022

Hamburg soll 1,5 Millionen Euro Förderung für Planung der Veloroute am Eppendorfer Weg erhalten

Hamburg: Cycle route along Eppendorfer Weg not before 2025

Aktualisiert um 17:35 Uhr

Zukünftige Veleroute 13 , Eppendorfer Weg - © Stefan Warda

 

Der überwiegende Teil des Eppendorfer Wegs soll Teil der geplanten Veloroute 13 werden. Hamburg soll für die Straßenumgestaltung 1,5 Millionen Euro Förderung vom Bund erhalten.  


Die Veloroute 13 soll als innerer Ring Altona über Eimsbüttel, Hoheluft, Eppendorf, Winterhude und Barmbek-Süd mit Hamm verbinden. Vorleistungen für diese geplante Veloroute wurden u.a. in der Alsenstraße, am Alsenplatz, am Iseplatz, der Loogestraße und der Sievekingsallee vorgenommen. Am Alsenplatz und Iseplatz entstanden Kreisverkehre. Derzeit wird die Waterloostraße umgebaut. Dieses Jahr soll der Umbau der Gertigstraße folgen.

Die Veloroute 13 soll vom südwestlichen Ende des Eppendorfer Wegs (Eimsbütteler Chaussee) bis Falkenried im Nordosten (Hoheluft-Ost) entlang des Eppendorfer Wegs verlaufen. In diesem Teilstück des Eppendorfer Wegs wird die geplante Veloroute 13 von den Velorouten 2 und 3 gequert. Zudem wird die für Radfahrende wichtige Osterstraße gequert.


Zukünftige Veleroute 13, Eppendorfer Weg: Breiter Straßenraum - © Stefan Warda

Zukünftige Veleroute 13, Eppendorfer Weg: Teilweise sehr breite "Nebenflächen" - © Stefan Warda

Zukünftige Veleroute 13, Eppendorfer Weg: Aufgrund eng aneinanandergereihter Stehzeuge kaum geeignete Querungsmöglichkeiten für Gehende - © Stefan Warda


Der Eppendorfer Weg wird geprägt von zahlreichen kleinen Geschäften, Cafés und Restaurants, Bäumen und teilweise sehr breiten Gehwegen, die allerdings in vielen Abschnitten von Stehzeugen genutzt werden dürfen, aber auch einer unendlichen Zahl an kreuz und quer abgestellten Stehzeugen. Als wichtiger Teil der Veloroute 13 soll der Eppendorfer Weg so umgestaltet werden, dass sich die Aufenthaltsqualität und Sicherheit für Gehende und Radfahrende demnächst erhöht. Der Eppendorfer Weg soll mit der Umsetzung dieses wichtigen Teilstücks der Veloroute 13 sowie insbesondere der Neuordnung von Abbiegebeziehungen zu den zwei weiteren, kreuzenden Velorouten zu einer zentralen Verteilerachse für den Radverkehr werden.  


Zukünftige Veleroute 13, Eppendorfer Weg / Goebenstraße: Einfache Querung der Veloroute 3 an einem Kreisverkehr - © Stefan Warda

Veleroute 3, Goebenstraße / Eppendorfer Weg: Der Kreisverkehr war vor mehr als zwanzig Jahren für die neu eingrichtete Veloroute 3 angelegt worden und damals heftigst kritisiert worden (angebliche Geldverschwendung im Zusammenhang mit dem Bau der Veloroute) - © Stefan Warda

Zukünftige Veleroute 13, Eppendorfer Weg / Henriettenweg: Komplizierte Querung der Veloroute 2 - Radfahrende dürfen hier aus ideologischen Gründen leider nicht rechts Richtung Norden auf die bestehende Veloroute 2 abbiegen - © Stefan Warda

Zukünftige Veleroute 13, Eppendorfer Weg / Henriettenweg: Komplizierte Querung der Veloroute 2 - Radfahrende dürfen hier aus ideologischen Gründen leider nicht rechts Richtung Norden auf die bestehende Veloroute 2 abbiegen. Ob dieser Fehler erst bis 2025 korrigiert wird? - © Stefan Warda

Zukünftige Veleroute 13, Eppendorfer Weg / Osterstraße: Vorgezogene Aufstellflächen für Radfahrende - © Stefan Warda

 

 Für dieses Vorhaben soll die Hansestadt Unterstützung vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) erhalten. Über das Bundesamt für den Güterverkehr (BAG) als Projektträger für das Förderprogramm ‚Innovative Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland‘ soll der Bund die weiteren Planungsphasen zunächst mit rund 1,5 Millionen Euro fördern. 

 

Zukünftige Veleroute 13, Eppendorfer Weg: Mühsames Slalomradeln - © Stefan Warda

Zukünftige Veleroute 13, Eppendorfer Weg: Noch ein weiter Weg bis zu einer Veloroute - © Stefan Warda

 
Zukünftige Veleroute 13, Eppendorfer Weg: Noch ein sehr weiter Weg bis zu einer Veloroute - © Stefan Warda

Zukünftige Veleroute 13, Eppendorfer Weg: Noch ein weiter Weg bis zu einer Veloroute - © Stefan Warda

Zukünftige Veleroute 13, Eppendorfer Weg: Seit Jahrzehnten geduldetes Wildparken in zweiter Reihe - © Stefan Warda

Zukünftige Veleroute 13, Eppendorfer Weg: Seit Jahrzehnten geduldetes Wildparken in zweiter Reihe - © Stefan Warda

Zukünftige Veleroute 13, Eppendorfer Weg: Seit Jahrzehnten geduldetes Wildparken in zweiter Reihe - © Stefan Warda

 

Der Hamburger Landesbetrieb für Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) soll fortan die Planung des Eppendorfer Wegs übernehmen. Ein intensiver öffentlichen Dialogprozesses steht bevor. Das jahrzentelang geduldete Wildparken in zweiter und dritter Reihe im Verlauf des Eppendorfer Wegs wird im Rahmen der geplanten Beteiligungsverfahren für Diskussionsstoff sorgen. Die Beteiligungen und Planungen sollen voraussichtlich Ende 2025 abgeschlossen werden. Bis zum Umbau des Eppendorfer Wegs werden also noch Jahre vergehen. Eigentlich sollten Hamburgs Velorouten schon 2015 fertiggestellt worden sein, später dann zum Ende der vorangegangen Legislaturperiode im Jahr 2020.

 

Zukünftige Veleroute 13, Eppendorfer Weg / Fruchtallee: Wer erinnert sich noch an die frühere Gehwegbenutzungspflicht vor der Kreuzung aufgrund nicht angepasster Räumzeiten zum Wohle des Autoverkehrs? - © Stefan Warda

Zukünftige Veleroute 13, Eppendorfer Weg / Moltkestraße: Wer erinnert sich noch an die frühere Gehwegbenutzungspflicht vor der Kreuzung mit der Hoheluftchaussee aufgrund nicht angepasster Räumzeiten zum Wohle des Autoverkehrs? Besonders konfliktträchtig war dies hier aufgrund von zahlreichen Geschäftsauslagen und Außengastronomie (Eiscafé) und hohem Fußverkehrsaufkommen - nicht einmal eine geeignete Bordsteinabsenkung war vorhanden - © Stefan Warda

 

 

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5. Januar 2022

Hamburg: Georg-Wilhelm-Straße soll abschnittsweise Protected Bike Lanes erhalten

Hamburg: Georg-Wilhelm-Straße to have protected bike lanes

Aktualisiert um 21.24 Uhr

Georg-Wilhelm Straße mit Piktogrammkette (ehemals Schutzstreifen) - © Stefan Warda

 

Die Planung für den Umbau der Georg-Wilhelm-Straße für den Abschnitt Mengestraße - Pollhornweg wurde überarbeitet. Nach den vom letzten Monat datierten Plänen sollen die geplanten Radfahrstreifen auf bis zu 2,25 Meter verbreitert und abschnittsweise durch Bordkanten geschützt werden (Protected Bike Lanes). 

 

Ausschnitt aus der Planung - © LSBG FHH

 

 

Die gegenüber der Planung aus dem Jahr 2017 vorgenommen Änderungen gehen u.a. auf eine Einigung des Senats mit der Initiative Radentscheid zurück. Soweit es der zu schützende Baumbestand zulässt, sollen die geplanten Radfahrstreifen auf 2,25 Meter verbreitert und dann mit Bordkanten (weiße Klebeborde) zur Fahrbahn begrenzt werden. In anderen Abschnitten soll es bei gewöhnlichen Radfahrstreifen in einer Breite von 1,85 Metern oder zwei Metern (inklusive Breitstrichmarkierung) bleiben. Die Radfahrstreifen bzw. Protected Bike Lanes sollen in Fahrtrichtung Süden zum Einsatz kommen, in Fahrtrichtung Norden soll es überwiegend bei einem Radweg bleiben. Der Radweg soll an der Einmündungen Kurdamm und Kuckuckshorn ähnlich Vorbildern aus den Niederlanden oder Kopenhagen baulich durchgezogen werden.

 

Georg-Wilhelm Straße / Kuckuckshorn: Zustand mit Benutzungspflicht für Radgegenverkehr bei erheblich eingeschränkter Radwegbreite (ca. 80-90 cm) - © Stefan Warda

 

 Ursprünglich hatte die Georg-Wilhelm-Straße im nun überplanten Abschnitt einen einseitigen Radweg, der bei einer baulichen Breite von teilweise nur 1,6 Metern für den Zweirichtungsverkehr vorgeschrieben war. Der Radweg war mit 1,6 Metern Breite nicht für den Gegenverkehr geeignet, weil er mangels Unterhalt selten in voller Breite nutzbar war. Zudem gab es viele Jahre lang erhebliche Radwegoberflächenschäden. Der Radgegenverkehr war insbesondere an den querenden Straßen nicht ungefährlich. Der Radweg ist zudem während der Dunkelheit nicht besonders einladend, da die Straßenbeleuchtung nur die Fahrbahn ausleuchtet, die Straßenbäume bei voller Laubausbildung kein Licht auf den Rad- und Gehweg lassen.


Georg-Wilhelm Straße / Ziegelerstraße: Zustand nach Aufhebung der Benutzungspflicht mit Benutzungsrecht für Radgegenverkehr - © Stefan Warda

Georg-Wilhelm Straße / Ziegelerstraße: Zustand nach Aufhebung der Benutzungspflicht mit Benutzungsrecht für Radgegenverkehr - © Stefan Warda


Später wurde die Benutzungspflicht aufgehoben, auch die Möglichkeit, den Radweg in Gegenrichtung zu befahren. Als Alternative wurde ein Schutzstreifen auf den anderen Straßenseite eingerichtet. Dieser wurde aufgrund einer Klage bis auf die Piktogramme entfernt. Die Goerg-Wilhelm-Straße war somit Hamburgs erste Straße mit einer Piktogrammkette. Der überplante Abschnitt ist derzeit noch als Alternativroute für die bestehende Veloroute 11 ausgeschildert.


Georg-Wilhelm Straße / Kuckuckshorn: Zustand nach Aufhebung der Benutzungspflicht mit Benutzungsrecht für Radgegenverkehr - © Stefan Warda

Georg-Wilhelm Straße / Kuckuckshorn: Zustand nach Aufhebung der Benutzungspflicht mit Benutzungsrecht für Radgegenverkehr - © Stefan Warda

Georg-Wilhelm Straße / Kuckuckshorn: Zustand nach Aufhebung der Benutzungspflicht mit Benutzungsrecht für Radgegenverkehr - © Stefan Warda

Georg-Wilhelm Straße / Kuckuckshorn: Zustand nach Aufhebung der Benutzungspflicht mit Benutzungsrecht für Radgegenverkehr - © Stefan Warda

Georg-Wilhelm Straße / Trettaustraße: Zustand nach Aufhebung der Benutzungspflicht mit Benutzungsrecht für Radgegenverkehr - © Stefan Warda

Georg-Wilhelm Straße zwischen Hafenbahnund Hauländer Weg: Zustand nach Aufhebung der Benutzungspflicht mit Benutzungsrecht für Radgegenverkehr - © Stefan Warda

Georg-Wilhelm Straße zwischen Hauänder Weg und Kuckuckshorn: Dieser Schlenker um eine Bauminsel herum bei angrenzenden Stehzeugen war für den Radgegenverkehr vollkommen ungeeignet - © Stefan Warda

Georg-Wilhelm Straße zwischen Hauänder Weg und Kuckuckshorn: Dieser Schlenker um eine Bauminsel herum bei angrenzenden Stehzeugen war für den Radgegenverkehr vollkommen ungeeignet - © Stefan Warda

Georg-Wilhelm Straße zwischen Hauänder Weg und Kuckuckshorn: Bei Dunkelheit können Rad- und Gehweg nicht unterschieden werden, die Trennung ist dann unkenntlich, was zu Gehenden auf dem Radweg führt - © Stefan Warda


Mit der neuen Planung sollen achtzehn Pätze für Stehzeuge gegenüber dem Istzustand entfallen. Von den vorhandenen 396 Bäumen sollen 72 gefällt und 127 neu gepflanzt werden.


Georg-Wilhelm-Straße: Schutzsteifen in Fahrtrichtung Süden - © Stefan Warda

Georg-Wilhelm-Straße: Verbliebene Piktogrammkette in Fahrtrichtung Süden - © Stefan Warda

Georg-Wilhelm-Straße: Gefährdung beim Radfahren auf der Fahrbahn - © Stefan Warda


Die geplanten beiteren Radfahrsteifen mit Bordkanten werden im Vergleich zum jetzigen Zustand eine deutliche Verbesserung sein.


 

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