14. Februar 2019

Sicherheitswarnung: Obikes nicht benutzen

Warning: Do not use obikes


Obike in Hamburg - © Stefan Warda


Die eidgenössische Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) warnt vor dem Gebrauch von Obikes. Darauf weist das eidgenössische Büro für Konsumentenfragen (BFK) hin. Aufgrund ungenügender Bremskraft bestehe ein erhöhtes Unfallrisiko. Sicherheitstechnische Prüfungen hätten ergeben, dass die Bremskraft der Obikes ungenügend sei und auch bei korrekt eingestellten Bremsen nicht den Vorschriften entspreche. Benutzern wird geraten, Obikes nicht mehr zu verwenden.


In Schleswig-Holstein ist der Verkauf verboten: Obike in Hamburg - © Stefan Warda


Schon im letzten Jahr hatten das schleswig-holsteinische Verbraucherschutzministerium und die hamburgische Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Warnungen ausgesprochen bzw. den Verkauf verboten.


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8. Februar 2019

Hamburg: Vom Engagement gegen deplatzierte Werbeträger

Hamburg: Struggle against out of place bill boards


Hoheluftchaussee / Lehmweg: Deplatzierter Werbeträger - © Stefan Warda


Beharrlichkeit und Ausdauer haben dazu geführt, dass ein sichtbehindernder Werbeträger (bzw. Stadtinformationsdisplay) im Stadtteil Hoheluft immerhin leicht versetzt worden ist. An der Kreuzung Hoheluftchaussee / Lehmweg verdeckte ein beleuchtetes Werbedisplay die Sicht auf querende Gehende und Radfahrende. Die schwächeren Verkehrsteilnehmer waren vor allem durch nach rechts abbiegende Autos gefährdet.


Hoheluftchaussee / Lehmweg: Deplatzierter Werbeträger - © hamburgize

Hoheluftchaussee / Lehmweg: Deplatzierter Werbeträger - © hamburgize

Hoheluftchaussee / Lehmweg: Deplatzierter Werbeträger - © hamburgize

Hoheluftchaussee / Lehmweg: Deplatzierter Werbeträger - © Stefan Warda

Ein aufmerksamer Anwohner wandte sich letztes Jahr zunächst an die örtlich zuständige Straßenverkehrsbehörde, nachdem er zweimal fast von einem abbiegenden Kfz beim Überqueren der Hoheluftchaussee (aus Richtung Lehmweg in Richtung Bismarckstr) angefahren wurde. Er bat die örtlich zuständige Straßenverkehrsbehörde um Entfernung oder ggf. Versetzen der Werbetafel an einen Ort, wo sie nicht verkehrsgefährdend sei. 

Laut Straßenverkehrsbehörde wurde die Werbeanlage 1986 genehmigt. Beim späteren Umbau der Kreuzung sei der jetzige Standort von allen am Verfahren beteiligten Behörden überprüft worden. Aufgrund der Eingabe des Anwohners wurde die Werbeanlage erneut in Augenschein genommen. Der Bitte, die Werbeanlage zu entfernen, weil sie verkehrsgefährdend sei, konnte die Straßenverkehrsbehörde nicht folgen. Eine Sichtbehinderung möge "marginal gegeben sein, wird jedoch aus straßenverkehrsbehördlicher Sicht nicht als verkehrsgefährdend bewertet." Die Unfalllage sei unauffällig.

Anschließend schaltete der Anwohner die politischen Gremien ein. Auf eine gemeinsamen Antrag von SPD- und Grünen-Fraktion wurde der Bezirksamtsleiter Eimsbüttels aufgefordert, "falls nötig in Absprache mit dem zuständigen Polizeikommissariat die genehmigung für die sichtbehindernde Stadtinformationsanlage am Standort Hoheluftchaussee Ecke Lehmweg aufzuheben und für eine Versetzung zu sorgen." 


Hoheluftchaussee / Lehmweg: Werbeträgerstandort nach Eingaben im Dezember 2018 - © hamburgize

Hoheluftchaussee / Lehmweg: Werbeträgerstandort nach Eingaben im Dezember 2018 - © hamburgize


Einige Zeit später gab es Veränderungen an der Stelle. Die Werbeanlage war verschwunden - leider nur für kurze Zeit. Einige Tage später wurde die Werbeanlage wieder aufgebaut, jedoch ein wenig eingedreht. Die Sichtbehinderung wurde dadurch ein klein wenig gemindert, der Standort bleibt aber zum Nachteil der Gehenden und Radfahrenden auf dem Radweg.


Hoheluftchaussee / Lehmweg: Deplatzierter Werbeträger nach Eindrehen - © Stefan Warda

Hoheluftchaussee / Lehmweg: Deplatzierter Werbeträger nach Eindrehen - © Stefan Warda


Im Bezirk Mitte fielen dem Bürger sechs weitere Werbeträger auf, die die Verkehrsabläufe behindern oder gefährden. Dazu zählt u.a. der Werbeträger an der Kreuzung Simon-von-Utrecht-Straße / Kleine Seilerstraße. Ein antrag der Fraktion der grünen in der Bezirksversammlung Mitte blieb bislang ohne Ergebnis. Wahrscheinlich ist der Antrag zu weich formuliert worden:

Der Ausschuss für Verkehr und Umwelt möge daher beschließen:
1. Das Bezirksamt Hamburg-Mitte möge eine Verlegung der o.g.  Werbetafeln und -säulen prüfen und sie, wenn möglich, an andere, weniger störende oder gefährliche Standorte verlegen.
2. Über das Ergebnis wird dem Ausschuss für Verkehr und Umwelt Bericht erstattet

Wegen der Werbetafel an der Simon-von-Utrecht-Straße hatte sich hamburgize schon vor einigen Jahren an das Bezirksamt Mitte und die örtlich zuständige Straßenverkehrsbehörde gewandt. Da es erst schwere Unfälle geben muss, wird die Anlage wohl solange noch bleiben.


Simon-von-Utrecht-Straße / Kleine Seilerstraße: Deplatzierte Werbetafel - © Stefan Warda

Simon-von-Utrecht-Straße / Kleine Seilerstraße: Deplatzierte Werbetafel - © Stefan Warda

Simon-von-Utrecht-Straße / Kleine Seilerstraße: Deplatzierte Werbetafel - © Stefan Warda



Dangerous Cycle Track in Hamburg from hamburgize.com on Vimeo.


Schlechte Sichtbeziehungen verursacht u.a. auch der Werbeträger beim Hanseatic Trade Center Am Sandtorkai 40. Der Werbeträger erschwert die Sichtbeziehungen zwischen Autofahrenden (und Radfahrenden) und Passanten, die die Straße queren wollen.


Am Sandtorkai 40: Deplatzierter Werbeträger - © hamburgize

Am Sandtorkai 40: Deplatzierter Werbeträger - © hamburgize

Am Sandtorkai 40: Deplatzierter Werbeträger - © hamburgize

Am Sandtorkai 40: Deplatzierter Werbeträger - © hamburgize


Werbeträger behindern jedoch nicht nur die Sichtbeziehungen zwischen den Verkehrsteilnehmern, sie nehmen auch die Sicht auf entscheidende Verkehrszeichen.


Habichtstraße / Steilshooper Straße: Litfaßsäule verdeckt VZ 237 - © Stefan Warda

Barmbeker Straße / Eppendorfer Stieg: Werbeträger verdeckt VZ 237 - © Stefan Warda

Veloroute 11, Harburger Ring / Neue Straße: Werbeträger verdeckt VZ 237 - © Stefan Warda






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7. Februar 2019

Hamburg-Wandsbek: Hammer Straße soll breite Radfahrstreifen erhalten

Hamburg: Cycle lanes should replace fake cycle tracks at Hammer Straße
Aktuakisiert am 08.02.2019

Hammer Straße / Grenzknick: Fakeradweg mit Benutzungszwang - © Stefan Warda


Die Hammer Straße dient als wichtige Verkehrsverbindung zwischen Horn und Wandsbek. Die Radverkehrsanlagen laden allerdings kaum zum sicheren und komfortablen Radfahren ein. Nun soll ein weiterer Abschnitt umgestaltet werden. Geplant ist der Umbau zwischen Jüthornstraße und Grenzknick. Die überbreiten Fahrspuren sollen Platz abtreten für bessere Radverkehrsanlagen. Bislang sollen Radfahrende ziemlich schmale "Radwege" im Dooringbereich nutzen. Die 1,3 bis 1,4 Meter schmalen Radwege sind eingebttet zwischen Fahrbahn und Stehzeugen. Verkehrszeichen, die den Aufenthalt der Stehzeuge im Gehwegbereich erlauben, sind nicht vorhanden.


Hammer Straße / Grenzknick: Fakeradweg mit Benutzungszwang - © Stefan Warda

Hammer Straße: Der "Radweg" hat eine Breite von 1,3 Metern zzgl. Kantstein. Radfahrende sind der Dooringgefahr ausgesetzt. Wer wegen Dooring fällt, kann auf die Fahrbahn stürzen und anschließend überrollt werden - © Stefan Warda

Hammer Straße: Radwegzwang im Dooringbereich - © Stefan Warda

 

2,25 Meter breite Radfahrstreifen geplant

Zukünftig soll es nach derzeitigem Planungsstand breite Radfahrstreifen geben. Die etwa 5,5 Meter breiten Fahrspuren werden auf 3,25 Meter dezimiert. Die beidseitigen Radfahrstreifen sollen 2,25 - 2,4 Meter breit werden. Die vorliegende Planung resultiert aus der Überlegung, die zahlreichen Bäume zu schützen. Wegen der oberflächennah wurzelnden Bäume soll die Asphaltdecke nicht verändert werden. Die Umsetzung der Planung ist für das Jahr 2020 vorgesehen.

Die aktuelle Planung ist als Fortschritt anzusehen. 2014 wurde für den gleichen Straßenabschnitt eine Planung vorgestellt, die noch drei Fahrspuren für den MIV vorsah. Richtung norden sollte es zwei spren geben, Richtung Süden eine. Der Radverkehr sollte auf rund 1,6 Meter breiten Radwegen verlaufen. Rechts von den Radwegen im Bereich der Bäume sollte es Platz für Stehzeuge geben.

Der Abschnitt weiter nördlich Richtung Wandsbek zwischen Rantzaustraße und Pappelallee / Bärenallee hat mittlerweile schon eine Nachbesserung erhalten. Die zuvor extrem schmalen Radwege wurden überwiegend verbreitert.


Hammer Straße: Vergleich alter zu neuer Radweg - © Stefan Warda

Hammer Straße: Vergleich neuer zu alter Radweg - © Stefan Warda

Radfahrstreifen auch für den nördlichen Teilabschnitt geplant

Für den nördlichsten Abschnitt der Hammer Straße zwischen Wandsbeker Chaussee / Wandsbeker Mrktstraße und Pappelallee / Bärenallee ist weiterhin eine Grundsanierung geplant. Zukünftig soll es dann Radfahrstreifen antelle der heutigen Radwege geben. Für die Kreuzungssituation mit der B75 wären Radfahrstreifen auf jeden Fall von Vorteil, da die Nebenflächen dort vollkommen unterdimensioniert sind. Gehende und Radfahrende kommen sich beim Warten an der Kreuzung regelmäßig in die Quere. Für Gehende gibt es keine ausreichend bemessen Warteflächen, so dass diese die Radwege für den Querverkehr blockieren. Die Anlage von Radfahrstreifen muss allerdings mit einer Verstärkung der Parkraumüberwachung begleitet werden, denn schon heute werden die vorhandenen Radwege dort häufig durch Wildparker eingeschränkt oder blockiert.


Autogerechte Kreuzung Hammer Straße / Wandsbeker Chaussee: Radfahrende, die aus Richtung Brauhausstraße die Wandsbekcer Chaussee queren und geradeaus weiter die Hammer Straße nutzen wollen, haben große Probleme wegen des wartenden Querverkehrs auf dem "Radweg" - © Stefan Warda

Autogerechte Kreuzung Hammer Straße / Wandsbeker Chaussee - © Stefan Warda

Hammer Straße zwischen Wandsbeker Chaussee und Pappelallee: Der Radweg wird häufig von Wildparkern blockiert - © Stefan Warda

Hammer Straße zwischen Bärenallee und Wandsbeker Chaussee: Auch dort gibt es regelmäßig Konflikte mit Stehzeugen - © Stefan Warda




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