12. November 2019

Es brauchte viel Mut für die Fahrradstadt Kopenhagen

It took a lot of courage to city of cyclists of Copenhagen


Kopenhagen, Havnegade: echter Radweg - © Stefan Warda


Vertretern von Städten aus aller Welt besuchen Kopenhagen. Sie wollen in praktischer Anschauung sehen, wie umweltfreundlicher Verkehr gut funktionieren kann. Ein ZDF-Team durfte dabei sein, wie Kopenhagens Stadtarchitektin Camilla van Deurs den Besuchern erklärt, dass es Mut und Entschlossenheit braucht, eine Stadt lebenswert und radverkehrsgerecht zu gestalten.

Der Ausbau unserer Fahrradwege war deswegen so erfolgreich, weil wir sie auf die Straße verlegt haben. Es ist einfach, sie in Parkanlagen anzulegen, wo sie keine Autos stören. Es braucht viel Mut bei Planern und Lokalpolitikern, Autos Platz wegzunehmen.

Kopenhagen, Gothersgade: Echter Radweg - © Stefan Warda

Kopenhagen, Nørrebrogade: Echter Radweg - © Stefan Warda


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11. November 2019

Hamburg-Harburg: Umbau der Veloroute 11

Hamburg: Redesign of cycle route in Harburg


Veloroute 11, Hannoversche Straße: Der Radweg auf der Ostseite (Bahnlinie) soll durch einen Radfahrstreifen ersetzt werden. Dieser soll mit einem Kantstein zur Fahrbahn geschützt werden - © Stefan Warda


Protected Bike Lane auf der Hannoverschen Straße

Die im Bezirk Harburg vor dem Regierungswechsel 2001 geplante und 2002 fertiggestellte Veloroute 11 soll ab kommender Woche erneuert werden. Die Bauarbeiten sollen die Hannoversche Straße im Abschnitt Seevestraße - Neuländer Straße betreffen und bis Juni 2020 andauern. Die vor rund zwanzig Jahren angelegten bzw. erneuerten Radwege sollen entfallen und durch mehr als zwei Meter breite Radfahrstreifen ersetzt werden. Als Besonderheit soll der Radfahrstreifen auf der Ostseite neben der Bahnlinie durch Kanststeine von der Fahrbahn getrennt werden. Somit wird es eine Protected Bike Lane geben, auf der das Nebeneinanderradeln möglich ist.


Auf der Westseite soll es keine Protected Bike Lane geben, weil der Radfahrstreifen überfahrbar bleibe soll. Es soll Stehzeugplätze rechts vom Radfahrstreifen geben.


Veloroute 11, Hannoversche Straße: Radweg auf der Westseite (HHA-Betriebshof) soll durch Radfahrstreifen ersetzt werden. Tempo 60 war nach 2001 von Innensenator Schill eingeführt worden - © Stefan Warda

Veloroute 11, Hannoversche Straße: Hinweise zur Baustelle an der Hannoverschen Brücke - © Stefan Warda


Die weitere Planung sieht auch den Umbau des nördlch anschließenden Teilstücks der Hannoverschen Straße bis zur Kreuzung mit der Nartenstraße vor. Auch dort sollen die bestehenden Radwege entfallen und durch Radfahrstreifen ersetzt werden. Die Kreuzung am Übergang zur Alten Harburger Elbbrücke soll zu einem Kreisverkehr umgestaltet werden (fünfarmige Kreuzung Nartenstraße / Hannoversche Straße / Neuländer Hauptdeich / Brücke des 17. Juni / Alte Harburger Elbbrücke).


Veloroute 11, Hannoversche Straße: Im Abschnitt bei Marschwinkel sorgt ein Gebrauchtwagenhändler für Konflikte - © Stefan Warda

Veloroute 11, Hannoversche Straße zwischen Nartenstraße und Neuländer Straße: Die Betonsteinoberfläche wurde durch Baumwurzeln beschädigt - © Stefan Warda

Veloroute 11, Hannoversche Straße / Nartenstraße: An dieser Kreuzung ist ein Kreisverkehr geplant - © Stefan Warda


Die Veloroute 11 war vor zwanzig Jahren hochmodern und hatte für die damalige Zeit mehrere Besonderheiten aufzuweisen. Es gab an der Kreuzung mit der Neuländer Straße eigene Lichtsignale für den Radverkehr, vorgezogene Haltelinien und einen Schutzstreifen in der Linksabbiegespur vor der Kreuzung mit der Nartenstraße. Die nun zur Anwendung kommende Lösung mit von der Fahrbahn durch Kantsteine abgetrennte Radfahrstreifen gab es schon in den 1990er Jahren in Paris - damals allerdings mit noch sehr schmalen Radspuren.


Paris, Quai de Jemmapes: Protected Bike Lane, 1999 - © Stefan Warda

Paris, Quai de Jemmapes: Protected Bike Lane, 2007 - © Stefan Warda

Paris, Boulevard de la Chapelle: Protected Bike Lane, 2014 - © Stefan Warda


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Hamburg: Pläne zur Umgestaltung der Eppendorfer Landstraße

Hamburg: Eppendorfer Landstraße to have a redesign


Eppendorfer Landstraße, Fakeradweg - © Stefan Warda


Die Eppendorfer Landstraße soll möglicherweise umgestaltet werden. Laut NDR beauftragte das Bezirksamt Nord mehrere Planer, verschiedene Planvarianten für den Abschnitt Gornestraße / Kümmellstraße - Martinistraße / Eppendorfer Marktplatz zu erstellen. Die Bezirksversammlung könnte im nächsten Jahr über eine mögliche Umgestaltung abstimmen.


Eppendorfer Landstraße, Fakeradweg - © Stefan Warda

Trotz einer Straßenraumbreite von etwa fünfzig Metern weist die Eppendorfer Landstraße im gennanten Straßenabschnitt äußerst wenig Platz für Rad- und Fußverkehr aus. Der Abschnitt beinhaltet trotz "Fahrradstadt" immer noch besonders unbenutzbare Fakeradwege. Die "Radwege" werden u.a. missbräuchlich als Fahrradstellplatz oder als Baumstandorte genutzt.



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