18. März 2026

Hamburg-Altona: Verkehrsversuch unter der neuen Sternbrücke geplant

 

 Aktualisiert um 20.06 Uhr

Stresemannstraße / Eifflerstraße, gemeinsamer Geh-/Radweg: Radfahrende und Gehende werden seit Jahrzehnten auf engstem Raum zusammengedrängt - © Stefan Warda

 

Trennung von Fuß- und Radverkehr im Bereich der Stresemannstraße vorgesehen 

Bislang werden Gehende und Radfahrende im Umfeld der Sternbrücke noch auf engstem Raum zusammengepfercht. Ein mögliches Ende dieses Umstands wurde diese Woche in Altona angekündigt.  

Die Deutsche Bahn wird diesen Sommer die neue Sternbrücke über der Kreuzung Stresemannstraße / Max-Brauer-Allee / Wohlers Allee einbauen. Die Hilfskabeltrasse, die entlang Max-Brauer-Allee, Stresemannstraße und Eifflerstraße aufgestellt wurde, soll noch mindestens bis Anfang 2028 stehen bleiben. 

 

Stresemannstraße mit Hilfskabeltrasse der Deutschen Bahn - © Stefan Warda

Max-Brauer-Allee mit Hilfskabeltrasse der Deutschen Bahn - © Stefan Warda

Max-Brauer-Allee mit Hilfskabeltrasse der Deutschen Bahn - © Stefan Warda

 

Bis dahin kann der Straßenraum unter der Sternbrücke noch nicht endgültig umgestaltet werden. Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) will den Zeitraum zwischen Einhub der neuen Brücke und dem Abbau der Hilfskabeltrasse für einen Verkehrsversuch nutzen. Zum Ende des Einhubs soll die Stresemannstraße entsprechend der Vorzugsvariante für den endgültigen Umbau angepasst werden. Der Umbau sieht eine provisorische Verlegung der Bushaltestellen jeweils vor die Sternbrücke, zusätzlich einige Hundert Meter Busspur sowie die Trennung von Fuß- und Radverkehr vor. Das Provisorium soll über einen längeren Zeitraum evaluiert werden, das Ergebnis in die endgültige Planung des Straßenraums unter der Sternbrücke sowie dem Umfeld einfließen. Das Konzept für den Umbau im Rahmen des Verkehrsversuchs sowie der anvisierte endgültige Zustand wurden diese Woche in Altona vorgestellt.  

 

© LSBG

 

Laut Abendblatt [€] übt der ADAC Hansa heftige Kritik an der derzeit geplanten Verkehrsführung unter der Sternbrücke.

 

 

 

Mehr . . . / More . . . :

17. März 2026

Hamburg: Autogerechte Radwegsanierung in Lokstedt und Eppendorf

 

 Aktualisiert am 17.03.2026

Osterfeldstraße 82: Radwegsanierung - © Stefan Warda

 

Radwege in Osterfeldstraße und Lokstedter Weg sollen bis Oktober 2026 aufgehübscht werden 

Derzeit läuft die Erneuerung der Geh- und Radwege im Verlauf von Osterfeldstraße und Lokstedter Weg. Zwischen Siemersplatz und Eppendorfer Landstraße sollen die sog. Nebenflächen saniert werden. Radfahrende sollten keine allzu großen Erwartungen an Verbesserungen stellen: Die Breite der Radwege soll auch nach Sanierung überwiegend nur 1,25 Meter betragen. Zwischen Höxterstraße und Corveystraße soll es allerdings einen Radwegabschnitt mit einer Breite von 2,50 Meter geben, zwischen Münsterstraße und Frickestraße von 1,5 Meter. 

 

Osterfeldstraße 83 / Siemersplatz: Vier Fahrspuren, beengte Radwege - © Stefan Warda

Osterfeldstraße 59: Vorrang für den Autoverkehr - © Stefan Warda

Osterfeldstraße 72, Radwegsanierung: Schmale Geh- und Radwege - © Stefan Warda

Osterfeldstraße 72, Radwegsanierung: Schmale Geh- und Radwege - © Stefan Warda

Osterfeldstraße 72, Radwegsanierung: Schmale Geh- und Radwege, Überholen auf dem Radweg unmöglich, Konflikte mit Gehenden einkalkuliert - © Stefan Warda


Osterfeldstraße / Frickestraße: Blick Richtung Lokstedter Weg - © Stefan Warda

Lokstedter Weg 100A: Straßenbreite im aktuellen Baustellenbereich - © Stefan Warda

Lokstedter Weg 102, Radwegsanierung: Radwegbreite 1,25 Meter - © Stefan Warda

Lokstedter Weg 102, Radwegsanierung: Vergleich vorherige und zukünftige Radwegbreite - © Stefan Warda


 

Vorrang für den Autoverkehr soll weiterhin Bestand haben

Das Überholen langsamer Radfahrender wird damit auch auf den erneuerten Radwegen weiterhin nahezu unmöglich bleiben. Der Autoverkehr soll schließlich auch zukünftig Vorrang haben auf dem West-Ost-Straßenzug zwischen Lokstedt und Eppendorf. An der Kreuzung Lokstedter Weg / Tarpenbekstraße soll es weiterhin bei sechs Fahrspuren für den MIV geben. Der schmale Radweg auf der Südseite bei Haus-Nr. 33 soll auf 1,25 Meter verbreitert werden, die Absperrbügel zwischen Radweg und Fahrbahn entfernt werden. Der 1,00 Meter schmale Radweg um das Eckhaus Lokstedter Weg / Tarpenbek Straße mit dem umlaufenden Gitter und angeschlossenen Fahrrädern soll beibehalten werden. Der 1,25 Meter schmale Radweg auf der Nordseite des Lokstedter Wegs bei Haus-Nr. 68 / 70  soll bestehen bleiben - inklusive Absperrbügel und abgestellte Fahrräder. Die abgesetzten Furten im Kreuzungsbereich Lokstedter Weg / Tarpenbekstraße sollen ebenfalls nicht verändert werden.

 

Autogerechte Kreuzung Lokstedter Weg / Tarpenbekstraße: Mit der Radwegsanierung soll sich hier fast nichts ändern. Dem MIV sollen weiterhin sechs Fahrspuren gewährt werden, Radfahrenden werden beiderseits schmale Fakeradwege gegönnt. - © Stefan Warda

Lokstedter Weg / Tarpenbekstraße: An der Hausecke soll der schmale Fakeradweg bestehen bleiben. - © Stefan Warda

Lokstedter Weg 33: Der Fakeradweg soll auf 1,25 Meter verbreitert werden, die Absperrbügel sollen entfernt werden. - © Stefan Warda

Lokstedter Weg / Tarpenbekstraße: Die verschwenkte Fakeradwegführung im Kreuzungsbereich soll bleiben. - © Stefan Warda

Lokstedter Weg / Tarpenbekstraße: Die verschwenkte Fakeradwegführung im Kreuzungsbereich soll bleiben. - © Stefan Warda

Lokstedter Weg / Tarpenbekstraße: Der Fakeradweg an der Hausecke soll bestehen bleiben. - © Stefan Warda

Lokstedter Weg 68-70: Dieser Abschnitt soll unverändert bleiben. - © Stefan Warda

Lokstedter Weg / Winzeldorfer Weg: Mit der Radwegsanierung soll sich hier kaum etwas ändern - © Stefan Warda

Lokstedter Weg 39: Mit der Radwegsanierung soll sich hier kaum etwas ändern - © Stefan Warda

Lokstedter Weg 39: Mit der Radwegsanierung soll sich hier kaum etwas ändern - © Stefan Warda

Lokstedter Weg 35A: Mit der Radwegsanierung soll sich hier kaum etwas ändern - © Stefan Warda

Lokstedter Weg 33: Mit der Radwegsanierung sollen die Bügel entfernt, der Radweg auf 1,25 Meter verbreitert werden. Ohne Poller oder andere Absperrungen wird der sanierte Radweg künftig Möglichkeiten zum Kampfparken bieten. - © Stefan Warda

Lokstedter Weg 33: Vor der Radwegsanierung beträgt die Radwegbreite nur 1,00 Meter - © Stefan Warda

Lokstedter Weg / Tarpenbekstraße: Mit der Radwegsanierung soll sich hier nichts ändern - © Stefan Warda

Lokstedter Weg / Tarpenbekstraße: Mit der Radwegsanierung soll sich hier kaum etwas ändern - © Stefan Warda
  

  

 

Weniger Poller und Absperrbügel geplant: Mehr Kampfparken als Folge? 

Mehrere Poller sollen entfernt werden, wie auch die Absperrbügel am Haus Lokstedter Weg 33. Zwischen Erikastraße und Tarpenbekstraße sollen alle Poller und Bügel auf der Nordseite des Lokstedter Wegs entfallen. Pfosten sollen im Bereich der Einmündungen Wendloher Straße und Im Tale beseitigt werden. 

 

Lokstedter Weg: Poller im Abschnitt Erikastraße - Tarpenbekstraße sollen entfernt werden - © Stefan Warda

Lokstedter Weg: Poller im Abschnitt Erikastraße - Tarpenbekstraße sollen entfernt werden - © Stefan Warda

Lokstedter Weg 33: Bügel sollen entfernt werden - © Stefan Warda

Lokstedter Weg / Im Tale: Pfosten im Einmündungsbereich sollen entfernt werden - © Stefan Warda

Lokstedter Weg / Wendloher Weg: Pfosten im Einmündungsbereich sollen entfernt werden - © Stefan Warda

 

Die Verpollerung des Lokstedter Wegs erfolgte jedoch nicht ohne Grund. Zuvor wurden Gehwege und ehemals benutzungspflichtige Radwege von Kampfparkenden missbräuchlich genutzt. "Radwege" waren entweder vollständig unbenutzbar oder es gab Konflikte mit Gehenden, die wegen unbenutzbarer Gehweg regelwidrig auf Radwege auswichen. Eine landesweit flächendeckende Wildparkendenüberwachung könnte auch Abhilfe schaffen, beschränkt sich bislang jedoch nur auf bewirtschaftete Gebiete wie Bewohnerparkgebiete oder andere kostenpflichtige Bereiche. Außerdem wäre eine Wildparkendenüberwachung von vielen (u.a. Verursacher, Politik) nicht gewollt, da das landesweit geduldete Kampfparken bei Wildparkenden mittlerweile als Gewohnheitsrecht verstanden wird. Schwacher Trost für Osterfeldstraße und Lokstedter Weg: Die Radwegbenutzungspflicht wurde vor mehr als zehn Jahren aufgehoben. 

 

Lokstedter Weg / Wendloher Weg: Heutiger Zustand nach Verpollerung - © Stefan Warda

Lokstedter Weg / Wendloher Weg: Früherer Zustand vor Verpollerung - © Stefan Warda

Lokstedter Weg 45: Heutiger Zustand nach Verpollerung - © Stefan Warda

Lokstedter Weg 45: Früherer Zustand vor Verpollerung - © Stefan Warda

Lokstedter Weg 51: Heutiger Zustand nach Verpollerung - © Stefan Warda

Lokstedter Weg 51: Früherer Zustand vor Verpollerung - © Stefan Warda

Lokstedter Weg 61: Heutiger Zustand nach Verpollerung - © Stefan Warda

Lokstedter Weg 61: Früherer Zustand vor Verpollerung - © Stefan Warda

Lokstedter Weg 82: Zustand nach Verpollerung - © Stefan Warda

Lokstedter Weg 82: Früherer Zustand vor Verpollerung - © Stefan Warda

Lokstedter Weg 100: Zustand nach Verpollerung - © Stefan Warda

Lokstedter Weg 100: Früherer Zustand vor Verpollerung - © Stefan Warda

Lokstedter Weg 102: Heutiger Zustand nach Verpollerung - © Stefan Warda

Lokstedter Weg 102: Früherer Zustand vor Verpollerung - © Stefan Warda

 

  

Kopfsteinpflaster an Grundstückszufahrten soll entfernt werden

Die hauptsächliche Verbesserung soll dem Austausch von Kopfsteinpflaster an den Grundstückszufahrten durch rotes Betonsteinpflaster gelten. Dadurch würde zumindest der Fahrkomfort verbessert und das Radfahren vor allem bei Nässe insgesamt sicherer. Außerdem soll die bislang noch weit abgesetzte Furt über den Appener Weg zwischen Lokstedter Weg und Osterfeldstraße begradigt werden. 

 

Osterfeldstraße 6-8: Im Rahmen der Radwegesanierung soll das Kopfsteinpflaster entfernt werden - © Stefan Warda

Lokstedter Weg / Appener Weg: Furt soll begradigt werden - © Stefan Warda

 


 

 

Mehr . . . / More . . . :