30. November 2020

Hamburg: Entwarnung an der Baustelle St. Pauli Hafenstraße

Hamburg: Pedestrians get back sidewalk at St. Pauli Hafenstraße

Aktualisiert am 01.12.2020

Baustelle St. Pauli Hafenstraße / Davidstraße: Der gestern noch angeordnete Radweg ist wieder Gehweg - © Stefan Warda

 

Gehende müssen nicht mehr auf die Fahrbahn ausweichen

Die Verkehrsschikane an der Baustelle St. Pauli Hafenstraße ist heute aufgehoben. Gehende müssen an der Baustelle nicht mehr auf die Fahrbahn ausweichen. Der zuvor angeordnete Radweg dient wieder als Gehweg. Radfahrende fahren stadtauswärts auf der Fahrbahn, stadteinwärts besteht auch die Möglichkeit, den Gehweg bei Schritttempo zu beradeln.

 

Baustelle St. Pauli Hafenstraße / Davidstraße gestern mit Wildgehenden: Der vorherige Gehweg wwar als Zweirichtungsradweg angeorndet. Gehende mussten daher auf die Fahrbahn wechseln - © Stefan Warda

Baustelle St. Pauli Hafenstraße: Radfahrende nutzen heute wieder in beide Fahrtrichtungen die Fahrbahnen - © Stefan Warda

 

Mangelndes Fachwissen bei der Hamburger Poliezi?

Grund für die schnelle Beseitigung der nicht regelkonformen Anordungen war die hartnäckige Beschwerde eines fachkundigen Bürgers. Die Polizei, die zunächst kein Problem in der sonderbaren Verkehrsführung entdeckt haben wollte (Gehende sollten die Fahrbahn benutzen), will die Anordnungen noch am Sonntag geändert haben. Offenbar besteht noch erheblicher Schulungsbedarf bei den Polizeidienststellen, wo auch die örtlichen Straßenverkehrsbehörden angesiedelt sind.

 

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29. November 2020

Verkehrsschikane auf der St. Pauli Hafenstraße: Baustelle zwingt Gehende auf die Fahrbahn

 Construction site in Hamburg: Pedestrians to use road lane

Aktualisiert am 30.11.2020

St. Pauli Hafenstraße / Davidstraße: Baustelle - © Stefan Warda

 

Im Bereich einer Baustelle auf der St. Pauli Hafenstraße werden Gehende derzeit gezwungen die Fahrbahn zu benutzen. Die Baustelle von Hamburg Wasser befindet sich neben dem Alten Elbtunnel. Der Gehweg stadtauswärts ab Davidstraße wurde zum benutzungspflichtigen Radweg deklariert. Da somit kein Gehweg mehr vorhanden ist, müssen Gehende gemäß StVO auf die Fahrbahn ausweichen. 

"(1) Wer zu Fuß geht, muss die Gehwege benutzen. Auf der Fahrbahn darf nur gegangen werden, wenn die Straße weder einen Gehweg noch einen Seitenstreifen hat. Wird die Fahrbahn benutzt, muss innerhalb geschlossener Ortschaften am rechten oder linken Fahrbahnrand gegangen werden; außerhalb geschlossener Ortschaften muss am linken Fahrbahnrand gegangen werden, wenn das zumutbar ist. Bei Dunkelheit, bei schlechter Sicht oder wenn die Verkehrslage es erfordert, muss einzeln hintereinander gegangen werden."

Die neue Regelung wird allerdings nicht akzeptiert. Ausnahmslos alle Gehenden nutzen regelwidirg den Radweg. Durch die Wildgehenden kommt es zu Konflikten mit Radfahrenden.

 

St. Pauli Hafenstraße (Alter Elbtunnel) mit Wildgehenden: Durch Baustelle verlieren Gehende den Gehweg, da dieser nun ein reiner Radweg ist. Gehende müssen daher auf die Fahrbahn ausweichen - © Stefan Warda

St. Pauli Hafenstraße: Rechter Radweg gesperrt, linke Straßenseite ein Radweg: Gehende werden auf die Fahrbahn gezwungen! - © Stefan Warda

Radfahrende stadtauswärts sollen ab Davidstraße auf den links eingerichteten Radweg wechseln. Dieser endet jedoch an der nächsten Einmündung von linksmit äußerst schlechten Sichtbedngungen. Ab dieser Ausfahrt vom Alten Elbtunnel müssen Radfahrende wiederum auf die Fahrbahn wechseln - trotz Baustellenberich. Der linksseitige Gehweg ist für Radfahrende nicht freigegeben oder verpflichtend zur Benutzung angeordnet.

 

St. Pauli Hafenstraße: Rechter Radweg gesperrt, linke Straßenseite ein Radweg: Radfahrende werden bis zur nächsten Querstraße links auf den linken Radweg, anschließend wieder im Baustellenbereich auf die Fahrbahn gezwungen - © Stefan Warda

Gefährliche Einmündung St. Pauli Hafenstraße / Bei den St. Pauli Landungsbrücken: Schlechte Sichtverhältnisse durch die Mauer; zudem müssen Radfahrende ab dieser Einmündung wieder auf die rechte Fahrbahn wechseln - © Stefan Warda

Bei den St. Pauli Landungsbrücken / St. Pauli Hafenstraße: Leider kein Hinweis auf den zu erwartenden querenden Zweirichtungsradverkehr - © Stefan Warda

St. Pauli Hafenstraße / Bei den St. Pauli Landungsbrücken: Radfahrende müssen vom linksseitigen Radweg wieder auf die Fahrbahn wechseln - © Stefan Warda

St. Pauli Hafenstraße / Bei den St. Pauli Landungsbrücken: Radfahrende müssen vom linksseitigen Radweg wieder auf die Fahrbahn wechseln - © Stefan Warda

 

Doch auch bei Radfahrenden führt der Zwang, für einen relativ kurzen Abschnitt ohne Not auf die linke Straßenseite, danach wiederum auf die rechte Straßenseite zu wechseln, auf Akzeptanzprobleme. Zahlreiche Radfahrende fahren dennoch im Bereich des angeordneten linken Radwegs auf der Fahrbahn weiter.

 

St. Pauli Hafenstraße / Davidstraße: Radfahrerin auf der Fahrbahn - © Stefan Warda

St. Pauli Hafenstraße / Bei den St. Pauli Landungsbrücken: Radfahrer auf der Fahrbahn - © Stefan Warda

 

 

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28. November 2020

27. November 2020

"So ist das stetig gewachsen mit den Lastenfahrrädern, und jetzt haben wir schon vier Stück insgesamt"

"The number of cargo bikes has grown steadily and now we already have four of them in total"

 

Mit Unterstützung der EU, der Stadt Graz und des Bundesministerium Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie

 

 

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26. November 2020

"Ich hab' kein Stress mit Parkplatz"

"I don`t have any stress searching for a parking space"

 

Mit Unterstützung der EU, der Stadt Graz und des Bundesministerium Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie

 

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25. November 2020

"Jetzt, seitdem ich das Lastenrad habe, brauch ich das Auto nur noch für ein Prozent ..."

"Now, since I got the cargo bike, I only need the car for one percent of the trips"

 

Mit Unterstützung der EU, der Stadt Graz und des Bundesministerium Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie

 

 

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"Transportradfahren ist lustig"

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24. November 2020

Hamburg, Hoheluftchaussee: Das lange, lange Warten auf den großen Wurf

Hamburg: Long waiting for a new street design

Aktualisiert am 25.11.2020

Unspektakulärer Umbau der Hoheluftchaussee: Der bestehende Radweg wird um eine Reihe Betonsteine verbreitert (von einem Meter auf 1,25 Meter Breite, zusätzlich erhält der Gehweg den Noppenstreifen für Mobilitätseingeschränkte - © Stefan Warda


Schon vor 29 Jahren gab es Visionen für eine grundsätzliche Umgestaltung der Hoheluftchaussee. Mit der Aktion "Zukunft Straße" wurde 2016 auf die autogerechte Stadt am Beispiel der Geschäfts- und Hauptverkehrsstraße aufmerksam gemacht. Seitdem hat sich in der Hoheluftchaussee allerdings kaum etwas geändert. Zunächst wurde das aggressive Wildparken ein wenig reduziert. Zudem wurden die schmalen "Radwege" an einigen wenigen Stellen - meist nur geringfügig - verbreitert oder ausgebessert. 2014 wurde die Radwegbenutzungspflicht aufgehoben. Dennoch fahren Radfahrende fast ausnahmslos weiterhin auf den z.T. sehr schmalen "Radwegen". 

 

Hoheluftchaussee: Minimale Radwegverbreiterung um 25 Zentimeter, Konflikte mit Gehenden werden bestehen bleiben, Laternenmasten weiterhin im Radweg stehen - © Stefan Warda

Hoheluftchaussee: Minimale Radwegverbreiterung um 25 Zentimeter, Konflikte mit Gehenden werden bestehen bleiben - © Stefan Warda
 

 

Zwar wurde in den 1990er Jahren zwischen Theodor-Heuss-Platz und Lokstedt parallel zur Hoheluftchaussee die Veloroute 3 eingerichtet. Doch war und bleibt der Abschnitt unmittelbar parallel zur Hoheluftchaussee entlang von Stresemannallee und Grandweg bislang kaum veloroutengerecht. Zudem ist die Hoheluftchaussee als Geschäftsstraße auc für den Radverkehr ein wichtiges Ziel, für das die Veloroute keine Hilfe bietet. Die zahlreichen Geschäfte, Arztpraxen und anderen Einrichtungen liegen nicht entlang der Veloroute 3.

 

Hoheluftchaussee: Dieser Abschnitt mit einem schulterschmalen Fakeradweg wartet noch auf die Erneuerung - © Stefan Warda

Hoheluftchaussee: Dieser schon vor dem Umbau vom Gehweg mit einer Stufe und Geländer abgetrennte Radwegabschnitt nach der Erneuerung - Nebeneinanderradeln oder Überholen bleibt weiterhin wegen zahlreicher Einbauten und Slaomverlauf unmöglich, Stehzeuge sind nur in Längsaufstellung erlaubt - © Stefan Warda

Hoheluftchaussee: Im Vergleich zum vorherigen Bild Zustand vor dem Umbau mit Wildparkenden und Geisterradlerin (Stehzeuge sind nur in Längsaufstellung erlaubt) - © Stefan Warda

Hoheluftchaussee: Im Vergleich zum vorherigen Bild Zustand mit vorherigem Radwegdesign mit Wildparkenden und Geisterradlerin (Stehzeuge sind nur in Längsaufstellung erlaubt) - © Stefan Warda

 

Seit letztem Monat nun werden die Rad- und Gehwege erneuert. Die "Radwege" werden dabei minimal verbreitert von einem Meter auf 1,25 Meter, die Gehwege dementsprechend schmaler. Ein Überholen oder Nebeneinanderradeln wird auf den erneuerten Radwegen weiterhin nicht möglich sein. Konflikte mit Gehenden werden so weiterhin bestehen bleiben. Der Vorrang für Stehzeuge und dem MIV bleibt weiterhin bestehen. Auf einen großen Wurf werden Radfahrende und Gehende noch lange warten müssen. Wahrscheinlich erst nach Inbetriebnahme der geplanten U-Bahnlinie U5 wird die Politik bereit dazu sein, den Straßenraum grundlegend neu aufzuteilen. Von Mobilitätswendevorreitern wie Paris oder London bleibt Hamburg weiterhin zurück.

 

 

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"Transportradfahren ist lustig"

 "Using a cargo bike is fun"

Aktualisiert um 18:20 Uhr

Mit Unterstützung der EU, der Stadt Graz und des Bundesministerium Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie

 

"In Kopenhagen, da fahren ja 30.000 Lastenräder" - auf Hamburg übertragen wären das 90.000 Cargobikes.

 

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20. November 2020

Hamburg im Herbst

 Hamburg in autumn

 

Kieler Straße - © Stefan Warda


 
Kieler Straße - © Stefan Warda

 

 

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Wildparkendennotstand in Hamburg: Polizei empfiehlt den Notruf 110

 

Wildparkende in Hamburg - © Stefan Warda

 

Das Elbe-Wochenblatt berichtete im Zusammenhang mit der Einrichtung der Veloroute 11 auf der Denickestraße in Harburg über Probleme mit Wildparkenden. Die Polizei empfehle wegen Wildparkenden gern den Polizeiruf 110 zu nutzen.

 

"Wer sieht, dass die Autos den Gehweg zuparken, könne sehr gern die Polizei unter 110 anrufen."

 

 

Wildparkende in Hamburg - © Stefan Warda

 

 

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Hoher Sachschaden in Hamburger Tempo-30-Zone: Vermutlich wieder ein Kampffahrer

Hamburg: Again an idiot driver left battle field in residential street


Emilienstraße - © Stefan Warda


Erneut richtete ein Kampffahrer in einer Tempo-30-Zone hohen Sachschaden an, weil er sehr wahrscheinlich mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Vor zwei Tagen verlor ein 26-Jähriger in der Emilienstraße die Kontrolle über sein Auto und beschädigte bzw. zerstörte dadurch acht Stehzeuge und sein eigenes Auto. Verletzt wurde glücklicherweise niemand außer dem Verursacher selbst. Der Unfall ähnelt dem aus der Gilbertstraße, wo vor zwei Monaten ebenfalls ein Kampffahrer mehrere Stehzeuge zerstörte, dabei jedoch auch eine weitere Person schwer verletzte.


Emilienstraße - © Stefan Warda

Emilienstraße - © Stefan Warda

Emilienstraße - © Stefan Warda

Emilienstraße - © Stefan Warda



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16. November 2020

Hamburg-Altona: Neue Pop-up-Radspuren auf der Max-Brauer-Allee in Betrieb

Hamburg-Altona: New Pop-up cycle lanes at Max-Brauer-Allee in service

Aktualisiert am 17.11.2020

Max-Brauer-Allee: Pop-up-Radspur - © Stefan Warda


Seit gestern Nachmittag sind die neuen Rad-up-Radspuren auf der Max-Brauer-Allee in Betrieb. Zwischen Mumsenstraße und Stresemannstraße stehen Radfahrenden erstmalig breite gesonderte Verkehrsräume zur Verfügung.

Die neuen Radspuren sollen laut Mobilitätswendebehörde eine Breite von 2 - 2,66 Metern haben. An zwei Abschnitten sind die Radfahrstreifen sogar von der Fahrbahn mittels Absperrelementen getrennt, um beispielsweise das in Hamburg so gern praktizierte Wildparken zu verhindern.

 

Max-Brauer-Allee / Johanniskirche: Ohne Pop-up-Radspur - © Stefan Warda

Max-Brauer-Allee / Johanniskirche: Mit Pop-up-Radspur - © Stefan Warda

Max-Brauer-Allee 185: Ohne Pop-up-Radspur - © Stefan Warda

Max-Brauer-Allee 185: Mit Pop-up-Radspur - © Stefan Warda

 

Eine Verkehrszählung im Querschnitt der Max-Brauer-Allee auf der Höhe der Johannis-Kirche im August soll 5.471 Radfahrende und demgegenüber 10.345 motorisierte Fahrzeuge ergeben haben. Dies entspricht einem Radverkehrsanteil am Gesamtverkehr von rund 35 Prozent zum damaligen Zeitpunkt.

Parallel zum auf ein Jahr befristeten Verkehrsversuch soll eine Evaluation die Auswirkungen auf den Radverkehr und etwaige Rückstauungen für den KfZ-Verkehr untersuchen.


Max-Brauer-Allee / Mumsenstraße: Pop-up-Radspur - © Stefan Warda

Max-Brauer-Allee / Johanniskirche: Pop-up-Radspur - © Stefan Warda

Max-Brauer-Allee: Pop-up-Radspur - © Stefan Warda

Max-Brauer-Allee: Pop-up-Radspur - © Stefan Warda

Max-Brauer-Allee: Pop-up-Radspur - © Stefan Warda

 

Aussichten: Im Frühjahr soll die Hallerstraße Pop-up-Radspuren erhalten.


Hallerstraße: Noch ohne Pop-up-Radspuren - © Stefan Warda



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15. November 2020

Hamburg: Neue Pop-up-Radspuren in Altona

Hamburg: New pop-up cycle lanes being built in Altona

Aktualisiert um 13:01 Uhr

Max-Brauer-Allee: Pop-up-Radspuren - © Stefan Warda


In der Max-Brauer-Allee entstehen derzeit neue Pop-up-Radspuren. Im Abschnitt Mumsenstraße - Stresemannstraße erhalten Radfahrende vorläufig separierte, z.T. mit Leitboys abgetrennte, Radfahrstreifen. Bislang hat es in dem Abschnitt überwiegend keine gesonderten Radverkehrsanlagen. Die Maßnahme soll laut Mobilitätswendesenator den Radverkehr auf der Verbindung Altona - Universität stärken. Die bislang schon markierten Pop-up-Radspuren am Schlump, die als einjähriger Verkehrsversuch mit begleitender Evaluation angekündigt wurden, werden von Radfahrenden gut angenommen. 


Max-Brauer-Allee: Pop-up-Radspuren - © Stefan Warda

Max-Brauer-Allee: Pop-up-Radspuren - © Stefan Warda

Max-Brauer-Allee: Pop-up-Radspuren - © Stefan Warda

Max-Brauer-Allee: Pop-up-Radspuren - © Stefan Warda

Max-Brauer-Allee: Pop-up-Radspuren - © Stefan Warda

Max-Brauer-Allee: Pop-up-Radspuren - © Stefan Warda

Max-Brauer-Allee: Pop-up-Radspuren - © Stefan Warda

Max-Brauer-Allee: Pop-up-Radspuren - © Stefan Warda

Max-Brauer-Allee: Pop-up-Radspuren - © Stefan Warda


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