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27. Juni 2015

Hamburger stellen Deutschlandrekord auf: 6.039 Radfahrer bei Critical Mass im Juni

Record in Hamburg: 6,039 cyclists participate at critical mass in June
Aktualisiert um 12:49

© hamburgize.com / Stefan Warda


Hamburg, die "Critical Mass-Hauptstadt"

Hamburgs Radler haben eine besondere Vorliebe für die Critical Mass. Gestern stellten sie einen deutschlandweiten Rekord für die Critical Mass-Teilnahme auf. 6.039 Radler wurden bei der Ausfahrt über Hamburgs Hauptstraßen gezählt.



Ob allein das gute Wetter, die gute Stimmung, die kritischen Töne des CDU-Politikers und Vorsitzenden der Polizeigewerkschaft Joachim Lenders an der Critical Mass oder aber ein Nachholbedarf nach der Teilnahme an der straff durchorganisierten Fahrradsternfahrt zu dem Rekordergebnis beitrugen?

Mit dem neuen Ergebnis ist Hamburg zwar noch nicht "Fahrradstadt" geworden, aber auf jeden Fall "Critical Mass-Hauptstadt".


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25. Mai 2014

Auf Spurensuche: Wann kommt der große Wurf?

Searching for Traces: The Cycling System of Hamburg


© hamburgize.com / Stefan Warda


Urs Willmann erforschte für die ZEIT Gründe, die der Hamburger Radverkehrsstrategie im Weg stehen. Eine gründliche Analyse des Hamburger Radverkehrssystems im Jahr 2014.


© hamburgize.com / Stefan Warda

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29. September 2013

Geheimnisvolle kritische Menge - "Critical Mass"

Mysterious Critical Mass

Aktualisiert am 02.10.2013
Critical Mass Hamburg, 27.09.2013
Etwa dreißig Kilometer lang war die abendliche Ausfahrt mit der Critical Mass

Einmal im Monat an einem Freitag abend finden an einem bestimmten Ort in Hamburg um die dreitausend Radfahrer zusammen. Vorgestern war dieser bestimmte Ort an den Magellan-Terrassen in der Hafencity. Schon auf dem Weg Richtung Hafencity gab es ungewöhnlich viele Radler auf den schmalen Radwegchen. Nach und nach trafen immer mehr Radler in der Hafencity ein, begutachteten die zahlreichen unterschiedlichst individuellen Räder, hier und da hatten einige für musikalische Untermalung des Abends gesorgt. Wie auf ein geheimes Zeichen begannen nach etwa zwanzig Minuten nach und nach quer durch die Menge Fahrradglocken zu läuten, zahlreiche Radler reckten ihre Räder in den Himmel. Die vielen Grüppchen, die vorher auf den Magellan-Terrassen lagerten und der untergehenden Sonne über der Elbe zuschauten, packten ihre Räder und es bildete sich ein langer Tross Radfahrer, der sich allmählich in Richtung Sandtorkai in Bewegung setzte.Von der Kehrwiederstegbrücke hatte es einen guten Blick über die kritische Masse, die sich zusammengefunden hatte.


auf dem Weg zur Critical Mass Hamburg, 27.09.2013
Unterwegs zur Critical Mass

Critical Mass Hamburg, 27.09.2013
Sammeln an den Magellan-Terrassen

Critical Mass Hamburg, 27.09.2013


Critical Mass Hamburg, 27.09.2013


Critical Mass Hamburg, 27.09.2013


Critical Mass Hamburg, 27.09.2013


Critical Mass Hamburg, 27.09.2013


Critical Mass Hamburg, 27.09.2013


Critical Mass Hamburg, 27.09.2013


Critical Mass Hamburg, 27.09.2013


Critical Mass Hamburg, 27.09.2013


Critical Mass Hamburg, 27.09.2013
Blick von der Kehrwiederstegbrücke

Critical Mass Hamburg, 27.09.2013



Laut Mitradelnder sollen vorgestern 2.500 Radler quasi rein zufällig die Idee gehabt haben gemensam in die gleiche Richtung durch die Stadt zu fahren. Und bei dieser großen Zahl gemeinsam Radelnder gibt es bestimmte Spielregeln: Radwege und gemeinsame Geh- und Radwege müssen nicht benutzt werden, der Tross darf als ganzes über signalisierte Kreuzungen fahren. Für den Querverkehr bedeutet dies sich entspannt zurücklegen, für einige Minuten den Motor abstellen und die Pause im hektischen Abendverkehr geniessen. Nicht jeder motorisierte Verkehrsteilnehmer nahm gestern die nicht eingeplante Pause gelassen, so manches Mal waren hilfsbereite Mitradelnde dabei und halfen deeskalierend einzugreifen. Verhaltenshinweise für entsprechende Situationen finden sich in den sozialen Medien. Freundlicherweise begleitete die Polizei mit mehreren Motorrädern die Critical Mass und half an größeren Kreuzungen den Querverkehr abzuriegeln. Auch bei kleineren Reibereien mit Autofahrenden, die sich in die Critical Mass drängeln wollten, war die Polizei Dank der Motorräder schnell vor Ort und besänftigte professionell erhitzte Gemüter.


Critical Mass Hamburg, 27.09.2013
"Corken"

Critical Mass Hamburg, 27.09.2013
"Corken": Die CM lebt durch Eigenverantwortung und Gemeinsinn

Critical Mass Hamburg, 27.09.2013
Freundliche Begleiter


Im August und im Juli diesen Jahres sollen sogar mehr als dreitausend Radfahrer die kritische Menge gebildet haben. Was reizt so viele Radfahrer in Hamburg an der Critical Mass teilzunehmen? Hamburg hat die höchsten Critcal Mass-Teilnehmerzahlen in Deutschland. In Köln waren es im August um die dreihundert Radler, in Stuttgart (dort wird der Fahrtverlauf vorher angekündigt - ist das eine Critical Mass?) neunzig, in Bremen waren es achtzig, in Düsseldorf siebzig, in Wuppertal dreißig, in München 25, in Mainz 23, im Juli hatte es in Nürnberg dreihundert bis vierhundert Teilnehmende. Klappt in Hamburg die Verständigung besser? Ist die Internetseite ansprechender? Haben sich die richtigeren Leute gefunden? Haben die Hamburger mehr Spaß als anderswo oder ist der Leidensdruck als Radfahrer im Alltagsverkehr in Hamburg ein besonderer? Irgendetwas muss es schließlich sein, dass monatlich nahezu gleich viele Radler zusammenfinden wie einmal jährlich zur "großen" Hamburger Fahrradsternfahrt, der offiziell angemeldeten Demonstration für besseren Radverkehr in Hamburg.


Critical Mass Hamburg, 27.09.2013
Kurt-Schumacher-Allee

Critical Mass Hamburg, 27.09.2013
Deichtortunnel

Critical Mass Hamburg, 27.09.2013
Deichtortunnel

Critical Mass Hamburg, 27.09.2013
Nordkanalbrücke

Critical Mass Hamburg, 27.09.2013
Altmannbrücke

Critical Mass Hamburg, 27.09.2013
Steintorwall

Critical Mass Hamburg, 27.09.2013
An der Alster

Critical Mass Hamburg, 27.09.2013
Drosselstraße

Critical Mass Hamburg, 27.09.2013
Fuhle

Critical Mass Hamburg, 27.09.2013
Ballindamm

Critical Mass Hamburg, 27.09.2013
Ballindamm

Critical Mass Hamburg, 27.09.2013
Hoheluftchaussee

Critical Mass Hamburg, 27.09.2013
City-Nord

Critical Mass Hamburg, 27.09.2013
City-Nord

Critical Mass Hamburg, 27.09.2013
Grindelallee

Critical Mass Hamburg, 27.09.2013
Holstenglacis

Critical Mass Hamburg, 27.09.2013
Holstenglacis

Critical Mass Hamburg, 27.09.2013
Fuhle


Es ist schon etwas besonderes mit mehreren tausend Gleichgesinnten auf dem Rad mitten auf der Straße die Stadt zu erleben - und seien dies lediglich Verbündete für das einzige Ziel, gemeinsam entspannt und vergnügt durch die Stadt zu radeln oder zu boarden. Kaum ein Warten an Ampeln, keine hoppeligen "Radwege", keine störenden Fußgänger und  - ja - auch keine nervenden Geisterradler. Es war schön zu erleben, wie Mitradelnde mitdachten und quasi wie "Ordner" gegenseitig auf sichere und freie Fahrt an Kreuzungen achteten. Wer statt Stop-and-go auf kümmerlichen "Radwegen" bequem mitten auf den Straßen durch die Stadt rauscht der erfreut sich tatsächlich eines besonderen Wir-Gefühls: Wir blockieren nicht den Verkehr. Wir sind der Verkehr. Wären die "Radwege" nicht so armselig wie in Hamburg, gäbe es breite Radwege wie in Kopenhagen, dann hätte es jeden Tag Critical Mass auf breiten angenehmen Radwegen und Radfahrstreifen, auf denen Radfahrer zwei-, drei- und vierspurig nebeneinander führen und viel Spaß dabei hätten.



Kopenhagen, Norrebrogade
Radweg in Kopenhagen

Kopenhagen, Norrebrogade
Keine Demo, nur Radfahren in Kopenhagen




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16. Juni 2013

Fahrradsternfahrt: Teilnehmerzahlen nehmen ab

Hamburg: Less cyclists on streets for better cycling


Archivbild

Nur noch 7150 Teilnehmer soll die Hamburger Fahrrad-Sternfahrt 2013 mobilisiert haben. Das sind nur 3x mehr als Ende Mai bei der Hamburger Critical Mass durch die Stadt radelten. Woran mag das geringe Interesse liegen? Hat Critical Mass den größeren Spaßfaktor? In den letzten Jahren konnte die Fahrradsternfahrt immer weniger Radfahrer für sich gewinnen. Zumindest am Wetter kann es heute nicht gelegen haben.

9. November 2012

Critical Mass - Warum gehen Radfahrer in Hamburg auf die Straße?

Critical Mass - Why do cyclists in Hamburg reclaim the street?


TIDE TV [via]

Jeden letzten Freitag im Monat treffen sich zumeist mehr als eintausend Radfahrer in Hamburg, um gemeinsam eine entspannte Fahrt auf Hamburgs Straßen zu geniessen. Doch es geht nicht nur um Genuss, sondern allein die Präsenz soll zeigen, dass Radfahrer in Hamburg Verkehrsteilnehmer sind.

Bessere Bedingungen für Radfahrer als die bislang üblichen Miniholperpisten, die die Behörden und Politiker zumeist "Radwege" nennen, lassen noch auf sich warten. Zumindest sollen nach und nach weitere Radwegbenutzungspflichten aufgehoben werden. Ohnehin sind viele der selbst benutzungspflichtigen "Radwege" unbenutzbar. Hamburgs Behörden und Politiker dulden stillschweigend, dass die Mehrzahl der Radler neben den unbenutzbaren "Radwegen" illegal auf angrenzenden Gehwegen fahren. Nur ein geringer Teil der Radler traut sich auf die Fahrbahnen auszuweichen.

Das Verständnis für die verfahrene Situation um die Bedingungen für Hamburgs Radfahrer ist noch lange nicht in allen Teilen der Bevölkerung angekommen. Leserbriefkommentare im Abendblatt auf die Ankündigung der Aufhebung weiterer Radwegbenutzungspflichten zeigen das Dilemma.
Wenn die Fahrradfahrer mehr die Fahrbahn benutzen dürfen, dann müssen sie sich aber im Verkehr auch wie Autofahrer verhalten. Pflicht müssten auf jeden Fall eine gelbe Weste oder blinkender Gurt und Helm mit Beleuchtung werden. Das dient doch allein ihrer Sicherheit! Ab 16 Uhr wird es dunkel, und wenn es dann regnet, ist es selbst einer umsichtigen Autofahrerin wie mir manchmal unmöglich, einen Radfahrer, der mich überholt, wahrzunehmen!
Als ich den Bericht über den Wegfall der Radwegbenutzungspflicht für Radfahrer gelesen hatte, dachte ich, ich wäre im falschen Film. Ich als Radfahrer bin froh, wenn ich nicht auf der Straße fahren muss, wo die Autofahrer scharf an mir vorbeifahren - ohne Sicherheitsabstand - da ja Gegenverkehr oder Verkehr in der zweiten Reihe herrscht. Wenn der Sicherheitsabstand eingehalten wird, bin ich als Radfahrer ein Verkehrshindernis - ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Außerdem wurde vor ein paar Wochen noch über den schlechten Zustand der Radwege lamentiert; dieses Problem würde sich dann erledigen. Eine logische Schlussfolgerung der Argumentation, dass Radfahrer auf Radwegen beim Abbiegen von Autofahrern häufig übersehen werden, wäre das Ausweichen der Fußgänger auf die Straße, damit auch sie beim Abbiegen nicht übersehen werden.
Autofahrer müssen zukünftig z.B. auch auf der Hoheluftchaussee, der Grindelallee und der Holstenstaße mit Radfahrern auf der Fahrbahn rechnen, so die Pläne der Verkehrsdirektion.


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26. Oktober 2012

Kritische Masse

Critical Mass



Heute treffen sich wieder viele Radfahrer zu einer gemeinsamen großen Ausfahrt - ganz ohne holperige, zugewachse, zugeparkte, schmale Radwege zu befahren und ohne lange Wartezeiten an schlecht geschalteten Ampeln. Du wirst viele andere Radfahrer treffen und viele schöne und ausgefallene Räder sehen. Wenn Du dabei sein willst werden es wahrscheinlich wieder deutlich mehr als eintausend fröhliche Radfahrer sein.
Treffpunkt 19 Uhr in Hamburg


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27. September 2012

Critical Mass

Critical Mass


hamburgize.com / Stefan Warda


Morgen um 19 Uhr treffen sich wieder zahlreiche Hamburger, um per Rad durch die Stadt zu cruisen. Der Clou: Sie fahren dann nicht auf engen,  holprigen und kurvigen Radwegen, sondern ganz entspannt und nebeneinander auf der Fahrbahn. Mehr . . .


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2. September 2012

NDR testet Critical Mass: "Kein Plan - aber viel Spaß"

NDR tests critical mass: "No plan - lot´s of fun"


hamburgize.com / Stefan Warda
Neulich im Biosupermarkt


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28. August 2012

Protest per Pedal: Critical Mass

Protest with pedal: Critcal Mass

hamburgize.com / Stefan Warda


Nächsten Freitag Abend treffen sich irgendwo in Hamburg vermutlich mehr als tausend Radfahrer, die alle das gleich wollen: Zusammen für ein bis zwei Stunden gemeinsam durch Hamburg radeln und einfach nur auf sich aufmerksam machen wollen. "Das Gefühl, von Rädern umgeben auf der Straße zu fahren, angstfrei, ist großartig", berichtete die taz über die letzte Ausfahrt Ende Juli. Und weiter: "Konkret geht es darum, von den Radwegen, die oft zu eng und meistens in einem erbärmlichen Zustand sind, wegzukommen, auf die Straße." 

 Critical Mass gibt es in Hamburg mit Unterbrechungen schon seit Ende der 1990er Jahre, doch mittlerweile sind die monatlichen gemeinsamen Touren durch die Stadt so beliebt wie nie zuvor. Der Treffpunkt wird am Freitag auf der Homepage von Critical Mass bekannt gegeben.

"Es ist nicht das Ziel einer Critical Mass, den motorisierten Straßenverkehr zu blockieren - dafür sorgt dieser tagtäglich selbst." (Critical Mass)

Ein ähnliches Anliegen wie die Anhänger der Critical Mass-Bewegung verfolgen die Freunde von Vélorution, die mehrere Ableger in Frankreich haben.


Vélorution in Paris

hamburgize.com / Stefan Warda

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