30. März 2021

Hamburg-St. Pauli: Ausbau der Veloroute 1 soll nächsten Monat starten

Hamburg: Cycle route between City Center and Altona to be upgraded

 

Veloroute 1, Thadenstraße / Beim Grünen Jäger - © Stefan Warda

 

Pendler zwischen Altona und dem Stadtzentrum können sich freuen: Ab nächsten Monat soll der Engpass im Verlauf der Veloroute 1 in der Thadenstraße beseitigt werden. Zwischen Neuem Pferdemarkt und Wohlers Allee soll die Thadenstraße zwanzig Jahre nach Einrichtung der Veloroute endlich veloroutengerecht ausgebaut werden. Dazu soll der Abschnitt Fahrradstraße werden mit einer insgesamt breiteren Fahrgasse als bislang. Die behindernden Stehzeugeplätze, die einen problemlosen Gegenverkehr verhindern oder erschweren, sollen nach Umbau entfallen. Zukünftig soll der Gegenverkehr zwischen Autofahrenden und Radfahrenden ohne Ausweichen und Warten möglich sein. Die Arbeiten sollen bis Dezember andauern.

 

Zukünftige Veloroute 1, Thadenstraße / Schule - © Stefan Warda

Veloroute 1, Thadenstraße: Nadelöhr wegen Stehzeuge - © Stefan Warda

 

 

 

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28. März 2021

Hamburg: Neuerdings Radwegbenutzungspflicht für den Steintorwall am Hauptbahnhof

Hamburg: Mandatory fake cycle track at Central Station
 

Steintorwall / Steintordamm - © Stefan Warda

 

Der bislang unsichtbare Fakeradweg auf dem Wallring neben dem Hauptbahnhof war seit vielen Jahren ohne Benutzungspflicht versehen. Nun, seitdem er mit Markierungen nachgebessert wurde, gilt eine Radwegbenutzungspflicht. Versteckt an der Gebäudeecke des historischen Bahnhofsgebäudes wurde ein Verkehrszeichen 241 aufgestellt - ein Versehen? 

 

Steintordamm / Steintorwall: Neue Radwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda

 

Bislang war Radfahrenden erlaubt, den Konfliktparcour mit Gehenden zumindest auf der Fahrbahn zu umgehen.

 

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25. März 2021

Hamburg: Pop-up-Radfahrstreifen Am Sandtorkai / Brooktorkai soll Montag in Betrieb gehen

Hamburg to get a new pop-up bike lane

 

Am Sandtorkai: Abschnitt ohne jegliche Radverkehrsanlagen - © Stefan Warda

 

Nach den Pop-up-Radfahrstreifen Beim Schlump und Max-Brauer-Allee soll nun Am Sandtorkai und am Brooktorkai ein weiterer Pop-up-Radfahrstreifen entstehen. Ab Morgen bis einschließlich Sonntag sollen die Markierungsarbeiten andauern. Ab Montag soll auf der Nordseite des Straßenzugs Am Sandtorkai - Brooktorkai eine breite Pop-up-Radspur zur Verfügung stehen. 

 

Pop-up-Radfahrstreifen in Hamburg - © Stefan Warda

 

 

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19. März 2021

Hamburg-Dulsberg: Zukünftige Veloroute 6 soll "ausgewogene Radwegeplanung" erhalten

Hamburg-Dulsberg: Future cycle route to get "balanced cycling planning"

Aktualisiert um 18:37 Uhr

Zukünftige Veloroute 6, Stormarner Straße: Aus diesem Gefährdungsstreifen soll ein sicherer (?) Radfahrstreifen werden - © Stefan Warda

 

Am Montag sollen die Bauarbeiten für die Umgestaltung der Stormarner Straße, eines kurzen Teilstücks der Walddörferstraße (Bezirk Wandsbek) und dem Teilstück des Eulenkamps zwischen Elsässer Straße und Nordschleswiger Straße starten. Die Bauarbeiten sollen für die geplante Veloroute 6 erfolgen.

Ziel dieser Veloroutenplanung sei eine zukunftsweisende Radverkehrsverbindung, die den heutigen Anforderungen einer sicheren und komfortablen Radinfrastruktur gerecht werde, aber auch den Fußverkehr und den vorhandenen Baumbestand angemessen berücksichtige. Dadurch könne eine ausgewogene Radwegeplanung umgesetzt werden, der auch die politischen Gremien in Hamburg-Nord zugestimmt hätten.

 

Zukünftige Veloroute 6, Stormarner Straße / Walddörferstraße: Zukünftig geplant beidseitig Radfahrstreifen (anstelle Gefährdungsstreifen) und auch noch Stehzeuge - © Stefan Warda

 

Zukünftig soll es beidseitig Radfahrstreifen geben - trotz beidseitig verbleibenden Stehzeugen. Der Umbau soll im April 2022 abgeschlossen werden. 

 

Zukünftige Veloroute 6, Stormarner Straße / Lauenburger Straße: Bis 2015 galt dort Gehwegbenutzungspflicht - © Michael Prahl

Zukünftige Veloroute 6, Stormarner Straße / Lauenburger Straße: Nach Aufhebung der Gehwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda

Zukünftige Veloroute 6, Stormarner Straße: Radfahren im Dooringbereich - © Stefan Warda

Zukünftige Veloroute 6, Stormarner Straße: Radfahren im Dooringbereich - © Stefan Warda

Zukünftige Veloroute 6, Stormarner Straße / Walddörferstraße: Radfahren im Dooringbereich - © Stefan Warda

 

Noch bis 2015 war das Gehwegradeln in der Stormarner Straße vorgeschrieben (ab Lauenburger Straße stadteinwärts). Leider erst so spät wurde die Gehwegbenutzungspflicht für einen ca. zwei Meter breiten Gehweg aufgehoben (Nettogehwegbreite abzüglich Stehzeugen und Möblierung). Die bisherigen Gefährdungsstreifen im Dooringbereich haben eine Breite von 1,5 Metern oder weniger (inklusive Breitstrich und Abflussrinne).


Zukünftige Veloroute 6, Stormarner Straße / Walddörferstraße: Gefährdungsstreifenende - © Stefan Warda

 

An der Bezirksgrenze zu Wandsbek geht die Stormarner Straße in die Walddörferstraße über. Wo bislang der Gefährungsstreifen endet, gab es vormals einen Übergang auf einen Radweg.


Zukünftige Veloroute 6, Walddörferstraße / Stormarner Straße: Frühere Überleitung auf den Radweg, der quasi als Parkplatz diente - © Stefan Warda

Zukünftige Veloroute 6, Walddörfer Straße: Zweckentfremdeter Radweg - © Stefan Warda


 

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Bezirksamt Altona: Unbesetzte Stellen verzögern Radverkehrsplanungen

 

"Veloroute" 1, Thadenstraße: Soll von einem Stehzeugeparadies zu einem Eldorado für Radfahrende umgebaut werden - © Stefan Warda

 

Im Bezirk Altona sind derzeit zwei Stellen für Radverkehrsplanung unbesetzt. Das ergab laut Abendblatt eine Anfrage des Bezirkspolitikers Tim Schmuckall beim Bezirksamt.


"Da derzeit beide Stellen zur Radverkehrsplanung im Abschnitt Verkehrsprojekte unbesetzt sind, stehen bis auf Weiteres keine Kapazitäten zur Bearbeitung zur Verfügung."

 

Die Vakanz der Planstellen führt zu Verzögerungen bei der Bearbeitung von Radverkehrsprojekten. Tim Schmuckall wünscht sich die Einrichtung einer Fahrradstraße in der Bernadottestraße, um Radfahrenden eine Alternative zur viel befahrenen parallel verlaufenden Elbchaussee zu bieten. Die Prüfung dieses Vorschlags könne der Bezirk aufgrund der unbesetzten Stellen nicht leisten.

Möglicherweise sind auch die Velorouten vom Personalmangel in Altona betroffen: Beim geplanten Umbau der Thadenstraße von der Stehzeugestraße zur Fahrradstraße ist es zu Verzögerungen gekommen. Ursprünglich war geplant den Abschnitt zwischen Wohlers Allee und Beim Grünen Jäger / Wohlwillstraße zwischen Mitte 2019 bis Anfang 2020 umgebaut zu haben. Später dann sollte der Umbau im Herbst letzten Jahres begonnen haben. Diese Planung sollte durch den Bezirk Altona vorgenommen werden.


 

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16. März 2021

Fahrradklima-Test-Ergebnis: Hamburg immer noch nicht Fahrradstadt

 

Aktualisiert um 12:44 Uhr

Radfahrende in Hamburg - © Stefan Warda

 

Heute wurde das Ergebnis des bundesweiten Fahrradklima-Tests vorgestellt. Mit der jetzigen Note 4,1 hat Hamburg immer noch nicht das Prädikat "Fahrradstadt" verdient. Hamburg liegt in der Gruppe der Städte mit mehr als 500.000 Einwohner knapp unter dem Durchschnitt von 4,02. Vor zwei Jahren wurde Hamburg mit der Note 4,2 bewertet - nun also eine hauchzarte Verbesserung für die Hansestadt. Für das Senatsziel Fahrradstadt müssen jedenfalls weitaus umfangreichere und tiefgreifendere Maßnahmen getroffen werden. Nach den bisherigen Bewertungsfortschritten beim Fahrradklima-Test wird Hamburg das Ziel "Fahrradstadt" in etwa zwanzig Jahren erreicht haben.

Mehr zum Ergebnis des Fahrradklima-Tests soll noch folgen . . .

 

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15. März 2021

Hamburg-Eimsbüttel: Erneuter Umbau am Theodor-Heuss-Platz

Hamburg-Eimsbüttel: Redesign of Theodor-Heuss-Platz

Aktualisiert um 12:25 Uhr

Radfahrendenlplonne am Theodor-Heuss-Platz / Dammtordamm - © Stefan Warda

 

Die Kreuzung Theodor-Heuss-Platz / Dammtordamm wird seit gestern erneut umgebaut. Ziel sei es, die Verkehrsabläufe zu verbessern und die Radverkehrsführung zu optimieren. Die Planenden stellten fest, dass nach dem letzten Umbau 2018 Radfahrende im Verlauf der Veloroute 3, die an der Kreuzung Richtung Innenstadt rechts abbogen, häufig das Rotlicht übersahen oder missachteten. Die nun geplante Verkehrsführung soll solche Irritiationen verhindern. Die Baumaßnahme soll im August abgeschlossen werden.


Veloroute 3, Theodor-Heuss-Platz / Dammtordamm: Die Radspur kommt an ihre Grenzen - © Stefan Warda

Veloroute 3, Theodor-Heuss-Platz / Dammtordamm: Während Radfahrende ein Rotlicht sahen, durften Autofahrende rechts abbiegen. Das soll sich zukünftig ändern - © Stefan Warda

Veloroute 3, Theodor-Heuss-Platz / Dammtordamm: Mit diesem Schild warnten die Behörden vor Konflikten - © Stefan Warda

Auch 2007 wurde der Theodor-Heuss-Platz schon umgebaut - © Stefan Warda



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Hamburg-Altona: Neue Parkplätze für E-Scooter sollen ab heute benutzt werden

Hamburg-Altona: Parking spots for e-scooter


E-Scooter-Parkplatz: Sollen die Spaßmobile mit dem Lenker nach rechts oder nach links abgelegt werden? - © Stefan Warda

 

Ab heute sollen E-Scooter im Schanzenviertel nur noch an vier Stellen abgestellt werden. Am Neuen Pferdemarkt, an der Kreuzung Sternschanze / Dänenweg, an der Schanzenstraße (Sportplatz) und am Schulterblatt (Max-Brauer-Allee) wurden entsprechend Parkflächen markiert. Die Leih-E-Scooter-Anbieter haben zugesagt, den Kunden bei anderswo geparkten E-Scootern den Leihvorgang nicht abzubrechen. Werden Kunden und Leih-E-Scooter-Anbieter nun mitziehen und für das neu geordnete Parken sorgen?


Neuer Pferdemarkt - © Stefan Warda


Schanzenstraße (Sportpatz) - © Stefan Warda

Sternschanze / Dänenweg - © Stefan Warda

Schulterblatt (Max-Brauer-Alle) - © Stefan Warda



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11. März 2021

Hamburg: Alte Harburger Elbbrücke ab nächster Woche bis Jahresende gesperrt - Umleitung

Hamburg: Alte Harburger Elbbrücke to be closed due to construction

Aktualisiert um 17:31 Uhr

Velorouten 10 und 11, Alte Harburger Elbbrücke - © Stefan Warda

 

Ab nächsten Montag sollen die Velorouten 10 und 11 zwischen den Bezirken Mitte und Harburg umgeleitet werden. Die Vorlandbrücke der Alten Harburger Elbbrücke auf der Harburger Seite müsse saniert werden. Bis Ende des Jahres sollen Radfahrende auf die parallel liegende Brücke des 17. Juni ausweichen müssen.

 

Velorouten 10 und 11, Alte Harburger Elbbrücke - © Stefan Warda

 

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9. März 2021

Umbau Steinstraße: Kritik an Radverkehrsführung im Rahmen des neuen Verkehrsversuchs

 

 

Steinstraße / Jakobikirchhof: Radfahrende sollen sich zwischen die Busse einordnen - © Stefan Warda

 

Die Sperrung der Mönckebergstraße für den Straßenverkehr führt derzeit zu Umleitungen für Radfahrende. Die wichtigen Velorouten 7, 8 und 9 werden seit 1. März über Ballindamm / Glockengießerwall / Steintorwall oder über Bergstraße / Schmiedestraße / Domstraße / Speersort / Steinstraße umgeleitet. Die Mobilitätswendebehörde ließ wegen der Straßensperrung den Straßenzug Speersort / Steinstraße für einen sechswöchigen Verkehrsversuch umgestalten. Von vormals bis zu vier Fahrspuren sind nur noch bis zu zwei übrig geblieben. Stattdessen gibt es Busspuren und abschnittsweise auch Radspuren. Bei der Jakobikirche kommt es jedoch zu einer unglücklichen Konstellation: Radfahrende werden auf einer aufgeweiteten Busspur mitgeführt. Die Piktogramme geben vor, dass Radfahrende sich genau zwischen die Konvois der Stadtbuslinien begeben sollen. 


Hamburg für Deutschen Fahrradpreis in spezieller Sonderkategorie vorgeschlagen

Der bekannte Aktivist Heinrich Strößenreuther zeigt nun deutlich auf den wunden Punkt dieser Verkehrsführung. Er hat die Stadt Hamburg nun für einen eigenwilligen Preis vorgeschlagen: den Deutschen Fahrradpreis in der Sonderkategorie "kinderfeindlicher Adrenalin-Spender".

 

 

Steinstraße / Jakobikirchhof - © Stefan Warda

Steinstraße / Jakobikirchhof - © Stefan Warda

Steinstraße / Jakobikirchhof - © Stefan Warda

Steinstraße / Jakobikirchhof - © Stefan Warda

 

Wird die Mobilitätswendebehörde nachbessern?

 

 

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6. März 2021

Hamburg-Altona: Bezirk plant Einschränkungen für E-Scooter-Nutzende

Hamburg-Altona to have new parking rules for e-scooter

 

E-Scooter in Hamburg - © Stefan Warda

 

Im Rahmen eines Pilotprojekts sollen ab dem 15. März E-Scooter im Schanzenviertel nicht mehr wahllos abgestellt werden dürfen. In Abstimmung mit den E-Scooter-Verleihern, der Mobilitätswendebehörde, dem Stadtteilbeirat und dem örtlichen Polizeikommissariat wurden vier Standorte am Rande des Schanzenviertels defininiert, an denen die Elektroroller zukünftig noch abgestellt werden dürfen:

  • Neuer Pferdemarkt / Beckstraße
  • Sternschanze / U-Bahnhof
  • Altonaer Straße / Schanzenstraße
  • Altonaer Straße / Schulterblatt

Ab diesen Abstellplätzen sollen die Freund:innen der relativ neuen Mobilitätsform ihre Ziele im Schanzenviertel wohl auf altbewährte Weise zurücklegen müssen: mit den eigenen Füßen. Die E-Scooter-Anbieter sollen in ihren Systemen Abstellverbote für das zukünftig gesperrte Schanzenviertel hinterlegen, wodurch ein Ausleihvorgang bei Wildparken nicht beendet werden soll.

 

Budapester Straße - © Stefan Warda

Neuer Pferdemarkt - © Stefan Warda

Budapester Straße - © Stefan Warda

Simon-von-Utrecht-Straße - © Stefan Warda

Paul-Roosen-Straße - © Stefan Warda

 

Anlass des Pilotprojekts sei, dass es seit Einführung der E-Scooter-Verleihsysteme zu vermehrten Nutzungskonflikten zwischen den Verkehrsteilnehmenden gekommen sei. Konkret gehe es dabei um das ungeordnete Abstellen von E-Scootern auf ohnehin schon schmalen Gehwegen, was in der Sternschanze als besonders konfliktträchtig wahrgenommen werde.

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4. März 2021

"Fairness Zone" in Hamburg-Eimsbüttel: Neue Versuchsanordnung

Hamburg-Eimsbüttel: New attempt for "Fairness Zone"

Aktualisiert um 17:45 Uhr

Hoheluftbrücke / Kaiser-Friedrich-Ufer: Verkehrsversuch "Fairness Zone" mit "Zweirichtungsradweg", der keiner ist - © Stefan Warda

 

Der seit vorletzter Woche laufende Verkehrsversuch "Fairness Zone" in Eimsbüttel hat eine neue Versuchsanordnung erhalten. An der Kreuzung Grindelberg / Hoheluftbrücke / Kaiser-Friedrich-Ufer wurden neue Markierungen aufgetragen: Für Radfahrende Richtung Innenstadt gibt es eine neue Haltelinie, für abbiegende Radfahrer, die auf die andere Straßenseite wechseln wollen, eine Pop-up-Aufstellfläche. Zudem wurden die Radwegeführungen ein wenig hervorgehoben.

 

Grindelberg / Kaiser-Friedrich-Ufer: Haltelinie auf dem Radweg - © Stefan Warda

Grindelberg vor dem U-Bahnhof: Pop-up-Aufstellfläche - © Stefan Warda

Grindelberg vor dem U-Bahnhof: Pop-up-Aufstellfläche - © Stefan Warda

Grindelberg vor dem U-Bahnhof: Wegeempfehlung für Gehende - © Stefan Warda

 

Die Maßnahmen zeigen deutlich: Radfahrenden und Gehenden steht an der Kreuzungssituation viel zu wenig Platz zur Verfügung. Der "Zweirichtungsradweg" entlang der Hauptstraße ist vollkommen unterdimensioniert. Seine Breite von zwei Metern ist lediglich für den Einrichtungsverkehr geeignet. Zudem ist der Gegenverkehr auf dem "Zweirichtungsradweg" bislang gar nicht erlaubt, denn dazu müsste er mit den entsprechenden Zusatzzeichen "Radfahrer frei" versehen sein. Fehlende oder unterdimsionierte Aufstellflächen - sowohl für Gehende als auch für Radfahrende - und unklare Vorfahrtregelungen auf den Nebenflächen erschweren den Verkehrsfluss erheblich. Warum muss es unbedingt an der schwierigsten Konfliktstelle noch eine Parkbucht geben?

 

Grindelberg / Kaiser-Friedrich-Ufer vor Verkehrsversuch "Fairness Zone": Wartende Radfahrende - © Stefan Warda

 

 

 

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3. März 2021

Etikettenschwindel in Hamburg: Initiative "Platz für alle!" will keinen Platz für alle

Hamburg: Initiative fights against cycle lanes

 

Tangstedter Landstraße: Fakeradweg - © Stefan Warda

 

Die Initiative "Neue TaLa - Platz für alle!" strebt ein Bürgerbegehren gegen die geplanten Radspuren in der Tangstedter Landstraße an. Damit will sie die geplanten Radfahrstreifen verhindern, die die bislang zu schmalen Fakeradwege im Dooringbereich der Stehzeuge ersetzen sollen. Bislang dürfen Radfahrende zwar auch auf der Fahrbahn radeln, doch wer die auseinandersetzungen mit Engüberholenden und Drängelnden nicht mag, zieht eher noch den schmalen "Radweg" zwischen Bäumen und Stehzeugen vor, auf dem sich jederzeit eine Stehzeugtür quer in den Weg stellen kann.

Die Initiative verweist auf den Bau der parallel geplanten Veloroute 4 hin, die Radfahrende nutzen sollten. Die Tangstedter Landstraße solle dem MIV und Stehzeugen vorbehalten bleiben - auch wenn Einkaufsmöglichkeiten und andere wichtige Einrichtungen nicht an der zukünftigen Veloroute, sondern der Tangstedter Landstraße gelegen sind. Um möglichst viele Menschen für dieses Anliegen zu gewinnen, nennt sie sich fälschlicherweise "Platz für alle!". Platz für alle - naja, aber bitte nicht in "unserer" Straße.

 

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2. März 2021

Hamburg: Umbau Esplanade, Stephansplatz und Dammtordamm

New protected cycle lanes for Hamburg: Redesign at Esplanade, Stephansplatz, Dammtordamm

Aktualisiert um 13:20 Uhr

Autogerechte Esplanade: Richtung Hauptbahnhof nahezu ohne Radverkehrsanlagen - © Stefan Warda


Seit gestern laufen die Umbauarbeiten an Esplanade, Stephansplatz und Dammtordamm. Erstmals sollen in der Hamburger Innenstadt echte Protected Bike Lanes eingerichtet werden. Die Esplanade soll zukünftig beidseitig durch Bordkanten geschützte Radfahrstreifen mit einer Breite von 2,25 - 2,5 Metern erhalten, auf dem Dammtordamm im Verlauf der Veloroute 3 soll es stadteinwärts (Planten un Blomen) eine solche Spur geben.


Klosterstern: Radspur wurde 20217 als "Protected Bike Lane" angekündigt - © Stefan Warda

Velooruten 10 und 11, Hannoversche Straße: Zwischen rechtem Kantstein und der Entwässerungsrinne links soll die Protected Bike Lane entstehen - © Stefan Warda

 

Weitere Protected Bike Lanes entstehen derzeit in der Hannoverschen Straße in Harburg im Verlauf der Velorouten 10 und 11 (zukünftig nur noch Veloroute 10). Die 2017 zum Umbau des Klostersterns angekündigte "Protected Bike Lane" kann nicht als solche bezeichnet werden, da sie nicht ausreichend gegen das Überfahren von Autos geschützt ist.


Esplanade: Gefährdungsstreifen - © Stefan Warda

Esplanade: Ende des Gefährdungsstreifens - © Stefan Warda


Die Esplanade ist eine der wenigen mehrsprigen Straßen Hamburgs, die teilweise gar keine Radverkehrsanlagen aufweist. Bislang galt hier Vorrang für den Autoverkehr. Für Radfahrende wurde erst vor wenigen Jahren eine Gefährdungsspur in Fahrtrichtung Stephansplatz eingerichtet, die jedoch nicht auf ganzer Straßenlänge vorhanden ist. Auf der anderen Straßenseite gibt es einen kurzen benutzungspflichtigen Radwegstummel vor der Kreuzung mit dem Neuen Jungfernstieg, um Radfahrende nicht auf der Fahrbahn über die Kreuzung zu führen.

 

Veloroute 3, Stepansplatz: Designradweg mit eingebautem Kreuzungskonflikt - © Stefan Warda

 

Im Verlauf der Veloroute 3 wird am Stephansplatz ein misslungener Fakeradwegabschnitt aus Kleinpflaster im sehr seltenen Streifendesign verloren gehen.



Die Bauarbeiten sollen Ende Oktober 2021 abgeschlossen sein.


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