20. Juli 2018

"Fahrradstadt" Hamburg: Gaga-Baustelle am Stephansplatz führt seit vier Jahren zu Konflikten

Hamburg: Bad solution with construction site at Stephansplatz since four years


Gorch-Fock-Wall / Stephansplatz: Baustelle im derzeitigen Zustand mit Wildradler - © Stefan Warda


Seit etwa vier Jahren beeinträchtigt eine Baustelle am Stephansplatz den Rad- und Fußverkehr im Verlauf des Gorch-Fock-Walls Richtung St. Pauli. Eine sinnvolle Radverkehrsführung ist bis heute nicht eingerichtet worden. Radfahrende müssen bis heute zusehen, wie sie mit der unbefriedigenden Situation allein fertig werden. Eine regelkonforme Radverkehrsführung fehlt bis heute.

2014 tauchte am Stephansplatz im Verlauf des Gorch-Fock-Walls eine Baustelle auf dem Radweg auf. Der Radweg, der ab der Kreuzung mit dem Stepahnsplatz / Dammtordamm benutzungspflichtig ist, endet nach wenigen Metern neben der Bushaltestelle. Mitten auf dem Radweg hat sich eine Baustelle breit gemacht, an der für Radfahrende keine Radverkehrsführung eingerichtet wurde. Anfangs blieb es bei der Sperrung des benutzungspflichtigen Radwegs. Folglich mussten Radfahrende vor der Baustelle im Bereich der Bushaltestele über das Hochbord auf die Fahrbahn wechseln und dort die Baustelle passieren. Fast ausnahmslos alle Radfahrenden machten sich aber nicht diese Umstände und fuhren auf dem angrenzenden Gehweg weiter. Im Verlauf der vergangen vier Jahre änderte sich das Baufeld bezüglich seiner Breite. Mal wurde der Gehweg besonders schmal, mal wieder weniger schmal, und so änderten sich zwischenzeitlich auch die Bedingungen für den Radverkehr. In ganz seltenen Fällen gab es die Anordnung für einen gemeinsamen Geh- und Radweg. Also durften bzw. mussten Radfahrende währenddessen den Gehweg nutzen. Meistens wurde aber gar nichts angeordnet. Somit handelte es sich dann immer um einen reinen Gehweg. Um die Bedeutung des Gehwegs besonders hervorzuheben, wurde zeitweise auch das Verkehrszeichen 239 (Gehweg) mit dem besonders unbeliebten Zusatzzeichen "Radfahrer absteigen" angezeigt. Dieses Zusatzzeichen kommt immer dann zur anwendung, wenn die Baustellenverantwortliche versagt haben.


Gorch-Fock-Wall / Stephansplatz: Baustelle 2014 nach Einrichtung - © Stefan Warda

Gorch-Fock-Wall / Stephansplatz: Baustelle 2014 mit Wildradlerin - © Stefan Warda


Derzeit wird die Widmung als Gehweg mit dem Verkehrszeichen 239 (Gehweg) und dem Zusatzzeichen "50 m" betont - Gehweg auf einer Länge von fünfzig Metern. Für Radfahrende hat es die gleiche Bedeutung wie die Baustelle ohne ein Verkehrszeichen. Der Radweg bleibt versperrt, Radfahrende bleiben sich selbst überlassen. Ihnen wird keine Hilfe angeboten, wie sie vom benutzungspflichtigen Radweg kommend das Baufeld passieren sollen.


Gorch-Fock-Wall / Stephansplatz: Ab der Kreuzung gilt Radwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda

Gorch-Fock-Wall / Stephansplatz: Radweg und somit Radwegpflicht enden an der Baustelle. Radfahrende müssen anschließend auf die Fahrbahn wechseln - ohne eingerichtete Aufleitung - © Stefan Warda

 
Was fehlt in dieser "Fahrradstadt" Hamburg? Kein Verkehrsfunk, keine Zeitung berichtet über den nun schon vier Jahre andauernden Missstand für den Individualverkehr. So gesehen bleibt Hamburg immer noch eine Autostadt, in der jede noch so kleine Autoverkehrsverstopfung an Baustellen endlos beklagt wird. Katastrophale Zustände an Baustellen, die Radfahrende betreffen, werden leider nicht thematisieret. Radfahrende müssen sich in der Autostadt Hamburg weiterhin unterordnen.


Gorch-Fock-Wall / Stephansplatz: Baustellenzustand im Februar 2018 mit widersprüchlicher Doppenbeschilderung - © Stefan Warda

Gorch-Fock-Wall / Stephansplatz: Baustellenzustand im Februar 2018. Nur für schlanke Gehende gedacht, Radfahrer müssen auf die Fahrbahn ausweichen - © Stefan Warda

Gorch-Fock-Wall / Stephansplatz: Baustellenzustand im Februar 2018. Gehende haben keinen Platz auf dem Gehweg, um dort ein Rad zu schieben. Sie müssen dazu auf die Fahrbahn ausweichen - © Stefan Warda

Gorch-Fock-Wall / Stephansplatz: Baustellenzustand im März 2018. Radfahrer müssen auf die Fahrbahn ausweichen - © hamburgize / Frank Bokelmann

Gorch-Fock-Wall / Stephansplatz: Baustellenzustand im März 2018. Radfahrer müssen ab dem Ende des benutzungspflichtigen Radwegs den Gehweg befahren und dürfen nicht auf die Fahrbahn ausweichen - © Stefan Warda

Gorch-Fock-Wall / Stephansplatz: Baustellenzustand im Juni 2018. Der benutzungspflichtige Radweg endet unter der Baustelle. Radfahrer müssen auf die Fahrbahn ausweichen - © Stefan Warda

Gorch-Fock-Wall / Stephansplatz: Baustellenzustand im Juni 2018 - © Stefan Warda

Gorch-Fock-Wall / Stephansplatz: Baustellenzustand im Juli 2018: Es wird explizit auf die Gehwegsituation hingewiesen. Radfahrer müssen weiterhin auf die Fahrbahn ausweichen - © Stefan Warda



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Hamburg: Verkehrsbehörde stellt Ampelphasenassistent vor

Hamburg: Transport Authority introduces traffic light assistant
Aktualisiert um 22:05 Uhr

Sondermodell einer älteren Restlaufzeitampel am Ballindamm - © Stefan Warda


Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) stellte heute gemeinsam mit den Partnern Audi, HERE und SWARCO einen Ampelphasenassistenten vor. Entlang von Teststrecken mit insgesamt über 60 Ampeln im Stadtgebiet bekommen die Testfahrenden in ihren Wagen angezeigt, welche Geschwindigkeit sie für eine grüne Welle benötigen bzw. wie lange vor ihnen noch Rot ist. Vergleichbar mit einer „grünen Welle“ bekommen die Autofahrerenden angezeigt, in welchem Tempo sie am besten fahren sollten, um möglichst nicht an einer Ampel anhalten zu müssen. Sollte das im Rahmen der erlaubten Geschwindigkeit nicht möglich sein, zählt ein Countdown die Zeit bis zur nächsten Grünphase.

Nach den erfolgreichen Erkenntnissen des Pilotprojekts soll nun die stadtweite Bereitstellung der Daten erfolgen, so dass künftig die Grünzeitprognosen für über 1.000 Ampeln im Stadtgebiet möglich sein werden. Dazu wird der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) Fördermittel beim Bund beantragen. Da die Rohdaten über die vom Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung im Zuge der ITS-Strategie entwickelte „Urban-Plattform“ allen interessierten Nutzenden diskriminierungsfrei zur Verfügung gestellt werden sollen, können die Ampelzeitprognosen schon bald in weiteren Anwendungen genutzt werden. Dann sei auch der Einsatz von Apps möglich. Auch Radfahrende sollen künftig von dem Prognosedienst profitieren.

Laut Hamburg1 funktioniert das System bislang nur in Audi-Fahrzeugen. Ob das Projekt eine Spielerei für einen exklusiven Kundenkreis bleibt, bleibt abzuwarten.


Sondermodell einer älteren Restlaufzeitampel für Gehende am Gänsemarkt - © Stefan Warda

 
Das Projekt wurde initiiert von SWARCO und HERE Technologies und ist Teil der Mobilitätspartnerschaft zwischen dem Volkswagen Konzern und Hamburg. Ziel dieser Partnerschaften ist es, gemeinsam die urbane Mobilität der Zukunft zu gestalten und Hamburg als Modellstadt für zukünftige, nachhaltige und integrierte Mobilität zu entwickeln.



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19. Juli 2018

Hamburg: Großkontrolle der Fahrradstaffel für freie Geh- und Radwege

Hamburg cycle police against car parking on cycle tracks, cycle lanes and sidewalks
Aktualisiert um 15:12 Uhr

Gewöhnliches Wildparken auf einem gewöhnlichen Hamburger "Radweg" - © Stefan Warda


Die Fahrradstaffel der Hamburger Polizei führte vorgestern eine Großkontrolle zum Freihalten von Radverkehrsanlagen und Gehwegen im Hamburger Stadtgebiet durch.

Verkehrswidrig abgestellte Fahrzeuge auf Geh- und Radwegen bedeuten laut der Polizei für den jeweils berechtigten Verkehrsteilnehmer häufig ein Hindernis, welches durch Ausweichen auf andere Straßenteile umfahren werden muss. Hierbei komme es immer wieder zu Konflikten zwischen Radfahrenden und Gehenden oder Radfahrenden und Fahrenden in Pkws.


Gewöhnliches Wildparken auf einem gewöhnlichen benutzungspflichtigem "Radweg" in Hamburg - © Stefan Warda

Vorgestern kontrollierten Beamte der Fahrradstaffel auf ihren Rädern im Hamburger Stadtgebiet mit Unterstützung durch weitere Polizeibeamte der regionalen Polizeikommissariate Wildparker.
Es wurden insgesamt 336 Wildparker festgestellt und geahndet. Bei 30 Verstößen wurde ein Abschleppvorgang angeordnet.


Gewöhnliches Wildparken auf einem gewöhnlichen benutzungspflichtigem "Radweg" in Hamburg - © Stefan Warda


Die Polizei Hamburg will auch in Zukunft Großkontrollen mit dem Schwerpunkt des Freihaltens von Rad- und Gehwegen durchführen, um Fahrradfahrern und Fußgängern eine ungehinderte Nutzung der entsprechenden Wege zu ermöglichen.

Rotlichtkontrolle

Bei einer Rotlichkontrolle mit 74 Beamten unter Leitung der Verkehrsdirektion Ost stellte die Polizei gestern 161 Rotlichtverstöße durch Autofahrende und einen Rotlichtverstoß durch Radfahrende fest.


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13. Juli 2018

Hamburg: Endlich soll eine sichere Querung für die geplante Veloroute 6 am Lerchenfeld kommen

Hamburg: Finally shortcut for cycle rote at Lerchenfeld


Lerchenfeld bei Immenhof / Uferstraße - © Stefan Warda


Seit dieser Woche laufen die Bauarbeiten für eine signalgesteuerte direkte Querung des Lerchenfelds im Verlauf der zukünftigen Veloroute 6. Die Veloroute 6 soll zukünftig die Innenstadt mit Volksdorf verknüpfen und über Dulsberg, Farmsen und Berne verlaufen. Stadtauswärts soll sie über Schwanenwik, Mundsburger Brücke, Hartwicusstraße, Immenhof und weiter neben Eilbekkanal und Eilbek Richtung Dulsberg verlaufen. 2012 wurden für die geplante Veloroute der Straßenverlauf von Uferstraße, Von-Essen-Straße und Lortzingstraße zwischen Richardstraße und Friedrichsberger Straße, sowie der Friedrichsberger Park und die Straße Eilbektal bis zur Kreuzung mit der Krausestraße ausgebaut. Der Radverkehr hatte als Folge auf dem ausgebauten Abschnitt erheblich zugenommen. Leider fehlte bislang immer noch eine Querungsmöglichkeit über das Lerchenfeld zwischen Immenhof und Uferstraße.


Geplante Veloroute 6, Immenhof / Lerchenfeld / Wartenaubrücke: Wegweisung in Richtung Uferstraße - © Stefan Warda

Geplante Veloroute 6, Immenhof / Lerchenfeld / Wartenaubrücke: Blick in Richtung Uferstraße - © Stefan Warda

Geplante Veloroute 6, Immenhof / Lerchenfeld: Radfahrende versuchen auf direktem Weg die Straße zu kreuzen - © Stefan Warda


 Stadtauswärts wurden Radfahrende bislang angehalten einen Umweg über die Wartenaubrücke bis zur Eilenau zu nehmen. Stadteinwärts mussten Radfahrende an der Kreuzung Uferstraße / Lerchenfeld rechts in Richtung Mundsburg abbiegen und konnten somit dem Verlauf der geplanten Veloroute nicht weiter folgen. Viele Radfahrende und Gehende  versuchten dennoch das vierspurige Lerchenfeld auf kürzestem Weg zu queren - eine mitunter nicht ungefährliche Angelegenheit.


Geplante Veloroute 6, Uferstraße / Lerchenfeld: Radfahrende mussten bislang an der Kreuzung nach rechts Richtung mundsburg abbiegen. Die nächste signalgestütze Querungsmöglichkeit über das Lerchenfeld gab es erst am Schürbeker Bogen beim U-Bahnhof Mundsburg - © Stefan Warda

Geplante Veloroute 6, Uferstraße / Lerchenfeld: Radfahrende versuchen auf direktem Weg zum Immenhof zu gelangen - © Stefan Warda


Die neue Querungsmöglichkeit soll Immenhorst und Uferstraße auf kürzestem Weg verbinden. Allerdings wird auch zukünftig mit Beeinträchtigungen während der Wochenmarkttage am Immenhof zu rechnen sein. Stadteinwärts soll dazu eine Umleitung über Wartenaubrücke, Eilenau und Armgartstraße ausgeschildert werden.


Geplante Veloroute 6, Immenhof / Lerchenfeld: Wochenmarkt, keine Durchfahrt für Radfahrende gestattet - © Stefan Warda


Die Bauarbeiten sollen bis Oktober andauern. Für Radfahrende im Verlauf der geplanten Veloroute soll eine Umleitung eingerichtet sein. Radfahrende im Verlauf des Lerchenfelds sollen laut der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) angeblich sicher durch das Baufeld geführt werden.



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10. Juli 2018

Hamburg: Altonaer Fußgängerzonen teilweise für Radfahrende wieder freigegeben

Hamburg: Cycling allowed again in pedestrian zones in Altona


Ottenser Hauptstraße / Hahnenkamp: Freigabe für Radfahrende zwischen 20 Uhr und 8 Uhr - © Stefan Warda


Radfahren ist in Altonas Fußgängerzonen teilweise bzw. zeitweise wieder erlaubt. Neben der Freigabe der Ottenser Hauptstraße im Zeitraum von 20 Uhr bis 8 Uhr wurde das Radfahren auch in der Neuen Großen Bergstraße von Ost nach West für den gleichen Zeitrahmen erlaubt, ebenso für den Fußgängerzonenstummel der Bugdahnstraße.


Neue Große Bergstraße / Max-Brauer-Allee: Zeitlich befristete Freigabe des Radverkehrs - © Stefan Warda

Neue Große Bergstraße - © Stefan Warda


Bei der Altonaer Poststraße ist teilweise unklar, ob es sich weiterhin um eine Fußgängerzone handeln soll.  Ab Lawaetzweg Richtung Goetheplatz ist die Fußgängerzone aufgehoben. Der Autoverkehr nutzt den Abschnitt, um weiter in die Bugdahnstraße zu fahren. In umgekehrter Richtung aus der Bugdahnstraße handelt es sich jedoch weiterhin um eine Fußgängerzone - auch wenn dies seit Einrichtung der Fußgängerzone sehr häufig von Autofahrer missachtet wird. Ab der Bugdahnstraße bleiben Altonaer Poststraße und Goetheplatz weiterhin Fußgängerzone. Radfahren ist dort auch nicht im Zeitrahmen von 20 Uhr bis 8 Uhr erlaubt, dagegen jedoch der Lieferverkehr zwischen 23 Uhr und 11 Uhr.


Altonaer Poststraße / Lawaetzstraße: Aufgabe der Fußgängerzone - © Stefan Warda

Altonaer Poststraße / Lawaetzstraße: Aufgabe der Fußgängerzone - © Stefan Warda

Altonaer Poststraße / Bugdahnstraße: Fußgängerzone ohne Freigabe für Radverkehr - © Stefan Warda


Das Verbot des Radfahrens in Altonas Fußgängerzonen hatte die örtlich zuständige Straßenverkehrsbehörde beim PK21 vor drei Jahren durchgesetzt. Die erste Rücknahme des Radelverbots erfolgte letztes Jahr mit der Einrichtung einer Radtrasse auf dem Paul-Nevermann-Platz zwischen Max-Brauer-Allee und Hahnenkamp / Ottenser Hauptstraße.


Bugdahnstraße / Altonaer Poststraße: Weiterhin Fußgängerzone mit zeitweiser Freigabe für den Radverkehr - © Stefan Warda



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30. Juni 2018

Hamburg: Veloroute 2 bleibt in der Weidenallee weiterhin gesperrt

Hamburg: Cycle route at Weidenallee still closed due to mismanagement
Aktualisiert am 01.07.2018

Kampfradler auf der Veloroute 2 an der Baustelle Weidenallee 60 - © Stefan Warda


Die Veloroute 2 bleibt in der Weidenallee weiterhin gesperrt - zeitweise sogar für beide Fahrtrichtungen. Trotz Unterrichtung der örtlich zuständigen Verkehrsbehörde (PK17) wurde die Sperrung stadtauswärts kurz vor der Kreuzung mit der Schäferkampsallee und der Fruchtallee immer noch nicht aufgehoben.

Zeitweise gilt die Unterbrechung der Veloroute 2 auch in Richtung stadteinwärts, verursacht durch Stehzeuge. Diese blockieren die Überleitung vom für den Radverkehr freigegeben Gehweg auf die Fahrbahn. Im weiteren Verlauf ist der Gehweg jedoch nicht für Radfahrer freigegeben, wodurch für den Radverkehr eine Sperrsituation entsteht. Bei Einfahrt in die Weidenallee an der Kreuzung mit der Fruchtallee und der Bellealliancestraße ist die Fahrbahn wegen der Baumaßnhme gesperrt. Radfahrer dürfen für einen kurzen Abschnitt den Gehweg benutzen, um anschließend auf die Fahrbahn zu wechseln.


Veloroute 2, Weidenallee / Bellealliancestraße: Gehwegradeln an der Baustelle erlaubt - © Stefan Warda

Velroute 2, Weidenallee 67: Radfahrer sollen auf die Fahrbahn wechseln - © Stefan Warda

Veloroute 2, Weidneallee 67: Wegen Kampfparkern bleibt die Veloroute häufig unterbrochen - © Stefan Warda

Veloroute 2, Weidneallee 67: Wegen Kampfparkern bleibt die Veloroute häufig unterbrochen - © Stefan Warda

Veloroute 2, Weidneallee 67: Wegen Kampfparkern bleibt die Veloroute häufig unterbrochen - © Stefan Warda

Veloroute 2, Weidneallee 67: Aufleitung vom Gehweg auf die Fahrbahn, falls mal nicht versperrt - © Stefan Warda


 
Fehlinformation seitens der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation
Die Sperrung der Veloroute widerspricht den Ankündigen der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI). Die Behörde ließ kurz vor Beginn der Baumaßnahme verlauten, dass Radfahrer die Straße weiterhin sicher durchqueren könnten.
Fußgänger und Radfahrer können die Straße weiterhin sicher durchqueren.

Diese Fehlinformation reiht sich ein in regelmäßige Fehlinformationen der BWVI zu angeblichen Radverkehrsführungen an Baustellen. Das ist sehr ärgerlich und passt nicht zu einer Stadt, die für sich das Ziel in Anspruch nimmt, "Fahrradstadt" werden zu wollen. Solche Falschinformationen führen unwillkürlich zu Regelverstößen und genereller Nichtbeachtung von Verkehrszeichen und Anordnungen. Radfahrern wird durch solche Propaganda das Kampfradeln nahegelegt.


Sperrung der Nebenfahrbahn der Schäferkamspallee für den durchgehenden Radverkehr aufgehoben
Die Nebenfahrbahnen in der Schäferkampsallee sind mittlerweile für den Radverkehr freigegeben worden. Nicht nur Anlieger, sondern auch ganz normale Radfahrer dürfen dort wieder in Richtung Innenstadt radeln.


Schäferkampsallee / Weidenallee, freigegebene Nebenfahrbahn - © Stefan Warda

Schäferkampsallee / Schäferstraße, freigegebene Nebenfahrbahn - © Stefan Warda



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Hamburg: Leihradsystem StadtRAD soll ausgebaut werden

Hamburg: Bike rental system StadtRAD gets new bikes


Leihräder von StadtRAD - © Stefan Warda


Nach Neuausschreibeung des Leihradsystems wird das StadtRAD weiterhin von der Deutschen Bahn betrieben. Es soll jedoch einige Änderungen geben.

Deutschlands wohl erfolgreichstes Leihradsystem StadtRAD soll vollkommen erneuert werden. Mit der Neuauschreibeung will die Deutsche Bahn im nächsten alle Räder austauschen. Zudem soll die Flotte auf 4.500 Räder aufgestockt werden. Die Zahl der Ausleihstationen soll auf 350 erhöht werden. Unter den Leihrädern soll es 70 e-unterstützte Cargobikes geben. Für alle Leihräder soll der Ausleihvorgang vereinfacht werden. Die Freischaltung soll nicht mehr am Hinterrad erfolgen, sondern am Lenker der Räder. Die Ausleihe soll auch über das e-Ticket des HVV möglich sein. Auch zukünftig sollen die ersten dreißig Ausleihminuten kostenlos bleiben.


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29. Juni 2018

Immer weniger Hamburger nutzen das Auto als Verkehrsmittel - Deutliche Zunahme bei ÖV, und Rad

Fewer Hamburgers prefer cars as a means of transport

Aktualisiert am 01.07.2018
Veloroute 1, Neuer Pferdemarkt: Radfahrendenkolonnen - © Stefan Warda


Radverkehrsanteil liegt mittlerweile bei fünfzehn Prozent, Transport mit dem Auto nur noch bei 36 Prozent

Die Hamburger haben ihr Verhalten bezüglich der Verkehrsmittelwahl angepasst. Sie fahren weniger mit dem Auto, dafür mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad. Dies ergibt die neueste Befragung Mobilität in Deutschland (MiD) mit den aktuellen Zahlen für 2017. Rückläufig ist der Anteil der Wege, die mit dem Auto zurückgelegt werden. 2002 wählten noch 47 Prozent der Hamburger das Auto, 2009 noch 42 Prozent, 2017 dagegen nur noch 36 Prozent. Der Radverkehrsanteil ist von neun Prozent im Jahr 2002 über zwölf Prozent im Jahr 2009 auf fünfzehn Prozent im Jahr 2017 gestiegen. Auch der öffentliche Nahverkehr ist gegenüber der letzten Erhebung um drei Prozentpunkte beliebter geworden und liegt nun bei 22 Prozent. Letztendlich bewegen sich viele Bürger im Fußverkehr, dessen Anteil 27 Prozent ausmacht.


Entwicklung der Wege mit MIV und Rad - Datenquelle: Mobilität in Deutschland 2017


Das Ergebnis der Befragung belegt, dass es absolut notwendig ist, dem Radverkehr in Hamburg mehr Platz zu verschaffen. Ziel des Senats ist es, den Radverkehrsanteil bis spätestens 2029 auf 25 Prozent zu steigern. Dazu bedarf es noch enormer Anstrengungen. Die Radverkehrsanlagen, die heute mit den üblichen Standards geschaffen werden, werden in zehn Jahren dem heute geplanten Bedarf überwiegend nicht mehr gerecht werden.


Anteile der Verkehrsmittel an allen Wegen - Datenquelle: Mobilität in Deutschland 2017




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28. Juni 2018

Hamburg: Neue Radspur am Theodor-Heuss-Platz

Hamburg: New bike lane at Theodor-Heuss-Platz


Edmund-Siemers-Allee, neuer Radspurabschnitt Richtung Theodor-Heuss-Platz - © Stefan Warda


Radspur neben der Verbindungsbahn stadteinwärts nun durchgängig zwischen Rentzelstraße und Dammtordamm über An der Verbindungsbahn, Bundesstraße, Edmund-Siemers-Allee und Theodor-Heuss-Platz befahrbar

Vor dem Dammtorbahnhof wurde eine neue Radspur eingerichtet. Die vor wenigen Wochen eingerichtete Radspur entlang der Edmunds-Siemers-Allee wurde somit weiter zum Bahnhof Dammtor verlängern. Dadurch gibt es nun stadteinwärts eine durchgehende Radspur parallel zu Verbindungsbahn zwischen Rentzelstraße und Dammtordamm im Verlauf des Straßenzugs An der Verbindunsgbahn, Bundesstraße, Edmund-Siemers-Allee und Theodor-Heuss-Platz.



Theodor-Heuss-Platz, neue Radspur - © Stefan Warda

Theodor-Heuss-Platz, neue Radspur - © Stefan Warda





Für den Radverkehr stadteinwärts entfällt nun dadurch der lästige und zeitaufwändige Straßenseitenwechsel und das Befahren des desolaten Zweirichtungsradwegs vor dem Uni-Hauptgebäude. Dort gab es erhebliche Konflikte, weil der stark frequentierte Gehweg neben dem viel befahrenen Radweg mit 1,5 Metern Breite vollkommen unangemessen ist.


Edmund-Siemers-Allee / Theodor-Heuss-Platz, provisorische Bushaltestelle - © Stefan Warda



Radfahrende werden allerdings noch bis Ende der Bauarbeiten vor dem Bahnhof Dammtor mit Konflikten rechnen müssen, da die Bushaltestelle vorläufig aus der Mittellage an den Rand verlegt zur Radspur wurde.


Edmund-Siemers-Allee, Radspur - © Stefan Warda

Edmund-Siemers-Allee, Radspur - © Stefan Warda

Edmund-Siemers-Allee, Radspur - © Stefan Warda


Der ADFC Hamburg kritisiert allerdings scharf die neue Radspur entlang der Edmund-Siemers-Allee. Tatsächlich erfüllt diese nicht die Mindestbreite für Radfahrstreifen. Erforderlich sind demnach 1,85 Meter inklusive der Markierung. Die Radspur ist leider etwas schmaler.



Leider müssen Radfahrende auch auf der neuen Radspur mit Geisterradlern rechnen.


Edmund-Siemers-Allee, Radspur und Geisterradler - © Stefan Warda

Edmund-Siemers-Allee, Radspur und Geisterradler - © Stefan Warda



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