13. Dezember 2018

Hamburg: Schneefall für Sonntag vorhergesagt

Weather forecast for Hamburg: Snow on sunday


© Stefan Warda


Der Hamburger Winterdienst wird voraussichtlich am Sonntag auf eine erneute Bewährungsprobe gestellt. Laut Wettervorhersage soll Sonntag Schneefall bei Minusgraden die Stadt in eine Winterwelt verzaubern. Angeblich sollen etliche Kilometer Velorouten, Radwege und Radfahrstreifen geräumt werden - aber erst, nachdem die Fahrbahnen für den Autoverkehr geräumt sind.


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10. Dezember 2018

Hamburg: App Nunav soll Belastung des Autoverkehrs gleichmäßig auf das gesamte Straßennetz verteilen

Happy car drivers in Hamburg: More traffic in residential roads with app nunav


Stau auf der Stresemannstraße - © Stefan Warda


Hamburgs Autofahrer sollen glücklicher gemacht werden. Statt genervter Autofahrer, die wegen Baustellen oder Unfällen in Staus stehen, sollen Anwohner von Nebenstraßen Tribut für einen besseren Autoverkehrsfluss leisten. Mit der App Nunav soll der Autoverkehr auf das gesamte Hamburger Straßennetz verteilt werden, damit an Nadelöhren keine Staus mehr entstehen. Somit würde die Autoverkehrsbalstung gleichmäßig auf das gesamte Straßennetz verteilt - aber eben auch auf ruhigere Wohnstraßen.

Das Navigationssystem, das Staus verhindert.

Mit Nunav bald zum engültigen Autoverkehrskollaps

Doch auch das beste Navigationssystem hat seine Grenzen. Ähnlich wie jede neue Straße, jede weitere Umgehungsstraße, zu einen kurzfristigen Entlastung führt, ist die Entspannung im Straßennetz Anreiz für weitere zusätzliche Fahrten - bis es wieder zum Kollaps kommt. Mit Nunav wird es aber bald zum endgültigen Kollaps kommen, wenn die Entspannung im Verkehrsnetz durch Umwegfahrten über "Schleichwege" und Nebenstraßen dazu führen wird, dass wegen der sich zunächst einstellenden Entlastung weitere zusätzliche Autofahrende bzw Autofahrten angelockt werden. Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten. Mit Nunav wird das Straßennetz als Ganzes bis ans Limit ausgereizt - bis nichts mehr gehen wird, und alles stehen wird. Es sei denn, die Zahl der heutigen Autofahrten würde gedeckelt, vielleicht ähnlich wie in Singapur.


Budapester Straße - © Stefan Warda



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7. Dezember 2018

Verkehrsinfo Hamburg: Veloroute 2 am Weidenstieg wieder geöffnet

Hamburg: Cycle route opened at Weidenstieg road works


Veloroute 2, Weidenstieg: Radfahrende dürfen wieder freie Fahrt im Baustellenbereich genissen - aber wie lange? - © Stefan Warda


Die Sperrung der Veloroute 2 am Weidenstieg ist seit Anfang dieser Woche endlich aufgehoben. Nach wiederholtem Hinweis an die örtlich zuständigen Behörden wurde das Verbot für Fahrzeuge aller Art im Baustellenbereich versetzt. Dadurch haben Radfahrende wieder freie Fahrt stadtauswärts über den Weidenstieg. Wochen zuvor war der Abschnitt für Radfahrende gesperrt, obwohl die Verkehrsbehörde eine durchlässige Veloroute während der Baumaßnahmen verkündete. Leider müssen in der "Fahrradstadt" Hamburg immer noch Radfahrende in ihrer Freizeit unendgeltlich das Baustellencontrolling übernehmen . . .


Veloroute 2, Weidenstieg 29b: Zustand der Baustelle nach erster Eingabe bei der Straßenverkehrsbehörde - © Stefan Warda

Veloroute 2, Weidenstieg 29b: Zustand vor Eingaben - © Stefan Warda




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2. Dezember 2018

Verkehrsinfo Hamburg: Veloroute 2 bleibt weiterhin gesperrt

Road works in Hamburg: Cycle route at Weidenstieg still closed
Aktualisiert am 02.12.2018

Veloroute 2, Weidenstieg 29b: Zustand der derzeitigen Sperrung - © Stefan Warda


Ist den Baustellenverantwortlichen die Bedeutung der Verkehrszeichennicht bekannt?

Die Veloroute 2 bleibt im Abschnitt Weidenstieg weiterhin für Radfahrende gesperrt. Trotz Hinweis an die örtlich zuständige Verkehrsbehörde wurde nun zwar die Verkehrsführung geändert, aber das Verbot für Fahrzeuge aller Art, wovon auch Radfahrende betroffen sind, beibehalten. Ist den Baustellenverantwortlichen die Bedeutung der verwendeten Verkehrszeichen nicht bekannt?

Stadtauswärts bleibt also weiterhin der Abschnitt zwischen Fruchtallee und Isebekpark für den Radverkehr gesperrt. Viele Radfahrende werden also die Sperrung ignorieren, Verkehrsregeln brechen und generell zu regeluntreuen Verkehrsteilnehmern erzogen. Aus Sicht von Radfahrenden sind Verkehrsanordnungen oftmals nicht sinnvoll und nachvollziehbar. Sie lernen die Verkehrsanordnungen selbst einschätzen zu müssen: Ist das Verbot sinnvoll oder nicht, ist die rote Ampel sinnvoll oder nicht.


Veloroute 2, Weidenstieg 29b: Zustand der derzeitigen Sperrung - © Stefan Warda

Veloroute 2, Weidenstieg 29b: Zustand der Sperrung am letzten Montag - © Stefan Warda


Für die Veloroute 2 wurde im Bereich Schanzenstraße nach Hinweis an die dort zuständige Straßenverkehrsbehörde zumindest eine Absperrung verschoben. Somit ist die Radspur zwischen Sternschanze und Weidenallee / Kleiner Schäferkamp nunmehr befahrbar.



Veloroute 2, Schanzenstraße / Sternschanze: Durchlass für die Radspur Richtung Weidenallee geöffnet - © Stefan Warda

Veloroute 2, Schanzenstraße / Sternschanze: Durchlass für die Radspur Richtung Weidenallee zuvor gesperrt - © Stefan Warda

Weiter südlich in der Schanzenstraße besteht weiterhin eine abweichend angeordnete Gehwegbenutzungspflicht. Die zuständige Straßenverkehrsbehörde hat bestätigt, dass das Verkehrszeichen entfernt werden muss. Eine Entfernung soll veranlasst worden sein, wurde aber noch nicht vollzogen. Solange nutzen Radfahrende dort weiterhin regelwidrig die Fahrbahn.


Schanzenstraße / Neuer Kamp: Weiterhin Gehwegbenutzungspflicht und Kampfradler - © Stefan Warda




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28. November 2018

Neues Kreuzungsdesign in Hamburg: Behördliche Warnung vor gefährlichen Unfällen

Fail: New but dangerous cross roads design in Hamburg


Theodor-Heuss-Platz / Dammtordamm: Achtung Radfahrer - © Stefan Warda


So richtig gelungen wirkt die neugestaltete Kreuzung an der Ecke Theodor-Heuss-Platz / Dammtordamm nicht. Die Straßenverkehrsbehörde behilft sich mit einer Unfallwarnung nach dem umbau der Kreuzjng. Radfahrende sollen die Radfahrsignale beachten, damit sie nicht unter abbiegende Lastwagen geraten. Dieses Zusatzzeichen ist das erste seiner Art in Hamburg und wird hoffentlich nicht weitere Anwendung finden. Kreuzungen sollten so gestaltet sein, dass sie auch für Radfahrende sicher und selbsterklärend sind.


Theodor-Heuss-Platz, Dammtorbahnhof: Neue Radspur - © Stefan Warda

Theodor-Heuss-Platz / Dammtordamm: Achtung Radfahrer - © Stefan Warda

Theodor-Heuss-Platz / Dammtordamm: Achtung Radfahrer - © Stefan Warda


Der Schilderbehelf erinnert an den unglücklichen Kreuzungsumbau Grindelberg / Isestraße.


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Hamburg-Altona: Initiative fordert reine Luft für die Stresemannstraße

Hamburg: Initiative calls for clean air in Altona


© Stefan Warda


Mit Stau(b)saugern rückte heute die Initiative Reine! Luft Altona! gegen die dreckige Luft in der Stresemannstraße an. "Placebos helfen nicht" stand auf einem Transparent. Damit richtet sich die Initiative gegen die offenbar wirkungslosen Maßnahmen des Luftreinhalteplans der Umweltbehörde. Trotz Durchfahrtsbeschränkungen für Dieselfahrzeuge werden die Schadstoffgrenzwerte an der Luftmessstation in der Stresemannstraße weiterhin gerissen.


Stresemannstraße / Max-Brauer-Allee: Umstrittene Durchfahrtsbeschränk für Dieselfahrzeuge - © Stefan Warda


Die CDU fordert daher die Durchfahrtsbeschränkungen wieder aufzuheben. Ob dadurch die Schadstoffwerte an der Luftmessstation eingehalten werden, bleibt allerdings äußerst fraglich. Nach dieser Logik müssten beispielsweise alle Parkbeschränkungen aufgehoben werden, weil diese unter dem derzeitigen Parkraummanagement ohnehin kaum eingehalten werden, Tempolimits aufgehoben, weil auch diese trotz Kontrollen regelmäßig missachtet werden, das Fahren mit einem Mobiltelefon in der Hand erlaubt werden, weil trotz Kontrollen weiterhin Verstöße festgestellt und Unfälle verursacht werden und Durchfahrtsverbote über beschädigte Brücken (z.B. auf der Leverkusener Brücke) aufgehoben werden, weil es immer wieder Fahrer schaffen, diese zu umgehen.

Hamburg ist die erste Stadt bundesweit, die Durchfahtsbeschränkungen für dreckige Dieselfahrzeuge erlassen hat.




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27. November 2018

Hamburg: Unternehmensberatung rügt Baustellenmanagement für Radfahrende

Hamburg: Consulting complains lack of road works management for cyclists


Radverkehr wird an Baustellen in Hamburg häufig nicht berücksichtigt - © Stefan Warda


Laut einem Bericht des Abendblatts rügt die Unternehmensberatung P3 Group das Baustellenmanagement für Hamburgs Radverkehr.

Anders als in anderen Städten wird bei der Planung von Baustellen und Umleitungsstrecken in Hamburg nach unseren Erfahrungen nicht genügend an Radfahrer gedacht. Gerade angesichts der großen Zahl an Baustellen muss das besser werden.

Die Bewertung stimmt überein mit den von hamburgize seit vielen Jahren festgestellten Mängeln. Mehrfach hat hamburgize Kritik an den in der Regel nicht zutreffenden Baustellenführungen, die die Verkehrsbehörde den Radfahrenden bislang versprach, geübt. Regelmäßig verspricht die Verkehrsbehörde für Baumaßnahmen im Auftrag des LSBG, dass Radverkehrsführungen eingerichtet würden.
Fußgänger und Radfahrer kommen stets sicher durch den Baustellenbereich.

Veloroute 2 an zwei Stellen gesperrt

Tatsächlich aber halten die realen Baustellen nicht das ein, was die behördliche Baustellenpropaganda regelmäßig verkündet. Beispielsweise ist die Veloroute 2 derzeit an zwei Stellen unterbrochen. Am Weidenstieg gilt ein Verbot für Fahrzeuge aller Art (Verkehrszeichen 250), von dem auch Radfahrende betroffen sind. Durch diese Anordnung ist die Veloroute stadtauswärts zwischen Fruchtallee und dem Radweg am Isebekpark unterbrochen.


Veloroute 2, Weidenstieg 29b: Verbot für Fahrzeuge aller Art, auch für den Radverkehr! - © Stefan Warda

Veloroute 2, Weidenstieg 29b: Verbot als Anleitung für den Regelverstoß - © Stefan Warda


Eine zweite Unterbrechung besteht in der Schanzenstraße zwischen Sternschanze und Weidenallee / Kleiner Schäferkamp. Die örtlich zuständige Straßenverkehrsbehörde wurde unterrichtet und versprach vor fünf Tagen Abhilfe zu leisten. Solange werden Radfahrende dazu angehalten sich regelwidrig zu verhalten.


Veloroute 2, Schanzenstraße / Sternschanze: Entgegen der Behördenpropaganda ist Durchfahrt nicht Radfahrende nicht erlaubt - © Stefan Warda

Veloroute 2, Schanzenstraße / Sternschanze: Verbot der Einfahrt - © Stefan Warda

Veloroute 2, Schanzenstraße / Sternschanze: Sperrung als Anleitung zum Regelverstoß - © Stefan Warda

Die Verkehrsbehörde will nun eine Baustellenbeschwerdehotline einrichten, so das Abendblatt. Ein konkreter Termin steht noch nicht fest. Hoffentlich wird dann der Widerspruch zwischen Ankündigungen und Wirklichkeit alsbald aufgelöst.



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24. November 2018

Hamburg: Beginn der Bürgerbeteiligung zum Bau der Veloroute 13 entlang der Gertigstraße

Hamburg: Planning of cycle route along Gertigstraße
Aktualisiert um 19:16 Uhr

Zukünftige Veloroute 13, Gertigstraße: Reste noch vorhandener ehemals benutzungspflichtiger Fakeradwege - © Stefan Warda


Die Gertigstraße im Stadtteil Winterhude soll umgestaltet werden. Die lebendige Geschäftsstraße soll Teil der Veloroute 13 werden, die zukünftig gepant ringförmig von Altona bis Hamm verlaufen soll.

Der LSBG lädt in Abstimmung mit dem Bezirksamt Hamburg-Nord zu einer öffentlichen Veranstaltung am 27. November ein. Dabei sollen die vorhandenen Möglichkeiten für den Abschnitt Gertigstraße vorgestellt und gemeinsam erörtert werden, um Hinweise auf eine tragfähige Lösung zu bekommen und Bürgeranliegen bei der weiteren Planung berücksichtigen zu können. Ziel sei es, gute Bedingungen für den Radverkehr zu schaffen. Gleichzeitig sollen die Situation für Fußgänger verbessert und der Baumbestand sowie die Park- und Liefermöglichkeiten erhalten bleiben - also die Quadratur des Kreises?


Zukünftige Veloroute 13, Gertigstraße: Beeindruckende Reste ehemals benutzungspflichtiger Fakeradwege - © Stefan Warda

Zukünftige Veloroute 13, Gertigstraße: Reste noch vorhandener ehemals benutzungspflichtiger Fakeradwege - © Stefan Warda

Die noch vorhandenen, beeindruckenden Fakeradwegereste, die sich um Baumscheiben, Poller und Absperrbügel winden, werden also bald der Vergangenheit angehören.


Bürgerbeteiligung: 27. November, Goldbekhaus, Moorfurthweg 9, 19 - 21.30 Uhr (Einlass ab 18.30)


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22. November 2018

Hamburg: Der etwas andere Blick auf den Propagandabericht der Verkehrsbehörde (1)

Hamburg: The different view on the cycling report


Jungiusstraße / Bei den Kirchhöfen - © Stefan Warda


Vorgestern wurde der neue "Fortschrittsbericht" zur Radverkehrsstrategie bzw. dem Bündnis Radverkehr vorgestellt. Einige der Maßahmen, die darin als vorbildlich dargestellt werden, haben jedoch massive Fehler bzw. werden falsch dargestellt.

So darf die neue Radspur in der Jungiusstraße zwischen Bei den Kirchhöfen und dem Gorch-Fock-Wall immer noch nicht benutzt werden (siehe Bild 73 im Anhang zum Fortschrittsbericht). Denn auch für Radfahrende gilt das Verbot der Einfahrt an der Kreuzung Jungiusstraße / Bei den Kirchhöfen. Und von Bei den Kirchhöfen dürfen Radfahrende nur nach links in die St. Petersburger Straße abbiegen, nicht jedoch nach rechts in die Jungiusstraße.


Bei den Kirchhöfen / Jungiusstraße: Radfahrende dürfen nur nach links in die St. Petersburger Straße abbiegen, nicht jedoch nach rechts in die Jungiusstraße - © Stefan Warda


Die Regeltreue beim Radfahren wird den Hamburgern im Rahmen des Bündnis Radverkehr sogar von Bürgermeister Peter Tschentscher besonders nahegelegt.

Mit einer Sicherheitskampagne soll auf die Bedeutung und Verpflichtung hingewiesen werden, mit Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer Rad zu fahren und sich an die Regeln der Straßenverkehrsordnung zu halten.

Somit wird nochmals deutlich, wie absurd einige der  "Fortschrittsbericht" aufgeführten Maßnahmen sind.


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21. November 2018

"Fahrradstadt" Hamburg: Neuer "Fortschrittsbericht" vorgestellt

Hamburg: New cycling report published


Veloroute 4, Alsterufer - © Stefan Warda


Heute wurde der aktuelle "Fortschrittsbericht" zur Radverkehrsstrategie Hamburgs vorgestellt. Das Dokument beschreibt die wesentlichen Aktivitäten und Entwicklungen der Jahre 2015 bis 2017. Im Aufbau orientiert er sich an der Gliederung der Radverkehrsstrategie von 2008. Ein mehr als zweihundert Seiten umfassender Bildteil gibt einen Überblick über die Hamburger Radverkehrsmaßnahmen der letzten Jahre.


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Hamburg: Unsichtbarer Fakeradweg am Jungfernstieg soll 2020 beseitigt werden

Hamburg: Fake cycle track at Jungfernstieg to be eliminated in 2020
Aktualisiert am 26.11.2018

Velorouten 3 und 4, Jungferntieg: "Radweg" mit Stealth-Technologie - © Stefan Warda


Hamburgs Mahnmal für verfehltes Radwegdesign, der unsichtbare Fakeradweg auf der Wasserseite des Jungfernstiegs, soll übernächstes beseitigt werden. Dies berichtet das Abendblatt. Die Bauarbeiten sollen im August 2019 beginnen. Im November soll der Umbau vollendet sein.

Der unsichtbare Fakeradweg wurde 2005 unter einem CDU-geführten Senat angelegt. Ein Förderverein (Lebendiger Jungfernstieg e.V.)  sammelte damals Spendengelder für die Umgestaltung des Jungfernstiegs. Für den Fahrbahnbau war die Baubehörde verantwortlich, die Gestaltung der Gehwegfläche zwischen Fahrbahn und Binnenalster samt des unsichtbaren "Radwegs" wurde maßgebeblich von dem Förderverein bzw. der Stiftung Lebendige Stadt e.V. bestimmt.


Velorouten 3 und 4, Jungferntieg: "Radweg" mit Stealth-Technologie - © Stefan Warda


Behörde: "Deutliche Abgrenzung durch schwarze Steine"

Die damalige Baubehörde verteidigte den Bau des unsichtbaren "Radwegs". Auf Initiative von Stefan Warda wollte der Bezirk Mitte entgegen der ursprünglichen Landesplanung Radfahrstreifen anlegen. Dies wurde von der Baubehörde mit "mangelnder Verkehrssicherheit" und dem "hohen gestalterischen Anspruch" des Jungfernstiegs abgelehnt. Stadtentwicklungsbehördensprecher Volker Dumann verteidigte damals die Planung gegenüber dem Vorwurf mangelnder Erkennbarkeit: "Der Radweg wird aber deutlich durch schwarze Steine in der Breite eines Fahrbahnstreifens abgegrenzt."


Landesbehörde sah Ausbremsung des Radverkehrs vor

Zudem sollte der Radverkehr entlang des Jungfernstiegs deutlich ausgebremst werden, während für den restlichen Fahrzeugverkehr kein Tempolimit, sondern 50 km/h vorgesehen war: "Es soll erreicht werden, daß Radfahrer am Jungfernstieg langsam fahren. Daß das auf Radwegen wie dem geplanten funktioniert, ist wissenschaftlich erwiesen." Mit der Kritik am unsichtbaren "Radweg" konnte jedoch erreicht werden, dass die Radwegbenutzungspflicht mit Fertigstellung des neuen Jungfernstiegs 2005 aufgehoben wurde. Bis zum Umbau war der Radweg am Jungfernstieg ein einseitiger Zweirichtungsradweg, das Radfahren auf der Fahrbahn vor dem Alsterhaus verboten.


Velorouten 3 und 4, Jungfernstieg: Veranstaltung auf dem "Radweg - © Stefan Warda

Regelmäßige Veranstaltungen auf dem "Radweg"

Ein weiterer großer Nachteil des unsichtbaren "Radwegs" war die regelmäßige Fremdnutzung, wie z.B. für "Weihnachtsmärkte". Der "Winterzauber" belegt alljährlich mehrere Wochen lang den Radweg. Radfahrende müssen während solcher und anderer Sondernutzungen jeweils die Fahrbahn benutzen. Radfahstreifen galten bei Anlage des unsichtbaren "Radwegs" nicht als "verkehrssicher", das Fahrbahnradeln wegen regelmäßiger Sperrung des "Radwegs" von mehreren Monaten im Jahr wurde bei der Entscheidung für den "Radweg" vom damaligen CDU-geführten Senat in Kauf genommen.


Velorouten 3 und 4, Jungfernstieg: Veranstaltung auf dem "Radweg - © Stefan Warda




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Verkehrsinfo für Hamburg: Veloroute 2 im Schanzenviertel mal wieder gesperrt - keine Umleitung, keine Hinweise

Hamburg: Interruption on cycle route at Sternschanze
Aktualisiert um 12:48 Uhr

Veloroute 2, Schanzenstraße / Sternschanze: Endstation für Radfahrende im Verlauf der Veloroute - © Stefan Warda


Die Veloroute 2 ist mal wieder unterbrochen. Im Schanzenviertel geht es nordwärts ab Sternschanze nicht weiter. Der Abschnitt der Schanzenstraße zwischen Sternschanze und Weidenallee ist Einbahnstraße und für den Radgegenverkehr nicht geöffnet. Auf dem Gehweg ist das Radfahren Richtung norden auch nicht erlaubt. Somit endet die Veloroute 2 stadtauswärts an der Kreuzung mit der Straße Sternschanze, denn eine Umleitung ist nicht eingerichtet. Auch vor zwei Jahren war die Veloroute 2 an gleicher Stelle - wiederholt - unterbrochen.


Sternschanze / Schanzenstraße: Der gesamte Fahrzeugverkehr wird Richtung Süden abgeleitet - © Stefan Warda

Auf dem Gehweg, der vormals für den Radverkehr freigegeben war, wird derzeit eine Art "Weihnachtsmarkt" aufgebaut. Der restliche schmale Gehweg zwischen Buden und Sportplatz hat keine Radfahrendenfreigabe.


Sternschanze / Schanzenstraße: Der Gehweg hinter dem "Weihnachtsmarkt" ist nicht für den Radverkehr freigegeben - © Stefan Warda

Sternschanze / Schanzenstraße: Gehweg hinter "Weihnachtsmarkt" - © Stefan Warda


Auch stadteinwärts gibt es eine Unterbrechung. Im Baustellenbereich am Weidenstieg ist der Gehweg für den Radverkehr bei Schritttempo freigegeben - jedoch sollen Radfahrende dort absteigen.


Veloroute 2, Weidensteig / Isebekpark: Baustelle - © Stefan Warda

Veloroute 2, Weidensteig / Isebekpark: Baustelle - © Stefan Warda


Die Verkehrsbehörde kündigte zuvor für die Bauphasen jedoch an, dass für den Radverkehr Führungen eingerichtet würden.

Fußgänger und Radfahrer kommen jederzeit sicher um das jeweilige Baufeld.
Die Umleitungen und Hinweisbeschilderungen werden rechtzeitig und weiträumig eingerichtet.

Trotz Unterbrechung der Veloroute gibt es entgegen der Ankündigung der Verkehrsbehörde weder eine Radverkehrsführung, noch eine Umleitung oder etwaige Hinweisbeschilderungen. Somit bleibt das Ziel "Fahrradstadt" Hamburg weiterhin in sehr weiter Ferne.


Auch im südlichen Teil der Schanzenstraße, der nicht zur Veloroute 2 zählt, gibt es Baustellenmurks. Richtung norden müssen Radfahrende zwischen Kampstraße und dem neuen Kreisverkehr an der Lagerstraße weiterhin den sehr schmalen durch Bauarbeiten eingeschränkten Gehweg mit Gehenden teilen, obwohl die Fahrbahn für den Fahrzeugverkehr freigegeben ist. Die generelle Radwegbenutzungspflicht war für die Schanzenstraße allerdings schon vor vielen Jahren aufgehoben worden.


Schanzenstraße 52-54, Gehwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda

Schanzenstraße 52-54, Gehwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda

Schanzenstraße / Lagerstraße, Gehwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda

Schanzenstraße / Lagerstraße, Gehwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda



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19. November 2018

Hamburg: Veloroute durch Alten Elbtunnel demnächst komplett gesperrt

Hamburg: Cycle route through Alter Elbtunnel to be closed


Veloroute 11, Alter Elbtunnel - © Stefan Warda


Pendler zwischen Wilhelmsburg und St. Pauli sollten sich den 28. November im Kalender ankreuzen. Nach Medienberichten soll der Alte Elbtunnel an dem Tag komplett gesperrt werden. Zwischen 10 und 16 Uhr soll die Veloroute dann unterbrochen bleiben. Grund sind Bauarbeiten im Rahmen der Sanierung der Tunnelröhren. Radfahrende werden sich in dem Zeitraum andere Routen suchen müssen.


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17. November 2018

Der Winter steht vor der Tür

Winter is coming


EBO-Bahntrassenradweg - © Stefan Warda


Der Winter steht vor der Tür. Schon nächste Nacht soll es in Hamburg Frost geben. Der goldene Herbst wird somit ein Ende haben. Naturfreunde sollten den heutigen Tag für einen Ausflug nutzen, denn Frost wird das letzte Laub von den Bäumen rieseln lassen. Während der nächsten Monate werden sich nur noch kahle Holzgerippe gen Himmel strecken. Passend zum letzten schönen Herbsttag gibt es Eindrücke vom Bahntrassenradweg entlang der ehemaligen Bahnlinie Elmshorn - Bramstedt - Bad Oldesloe zwischen Henstedt-Ulzburg und Bad Oldesloe.


EBO-Bahntrassenradweg Henstedt-Ulzburg - Bad Oldesloe

© Stefan Warda

© Stefan Warda

© Stefan Warda

© Stefan Warda

© Stefan Warda

© Stefan Warda

© Stefan Warda

© Stefan Warda

© Stefan Warda

© Stefan Warda

© Stefan Warda



Laut Wetterbericht soll es kommende Woche erste Schneefälle geben. Radfahrende in Hamburg werden sich wieder mit dem unzureichenden "Winterdienst" einstellen müssen. Wie in all den Jahren zuvor hat der Radverkehr letzte Priorität in der Hansestadt. Radfahrstreifen an wichtigen Routen werden wie gewohnt erst mit einer Verzögerung von einigen Tagen berücksichtigt werden. Der Winterdienst für Hochbordradwege wird wie üblich an vielen Straßen nicht die Radwege freiräumen, sondern Gehwegflächen neben den Radwegen, die selbstverständlich nicht befahren werden dürfen. Falls die Radwege dennoch vom Winterdienst getroffen werden, wird in der Regel ein zu schmaler Streifen freigeräumt, der bei Zweirichtungsradwegen keinen Gegenverkehr erlaubt. Gehwegradeln bleibt aber auch im Winter verboten. Letztendlich werden viele Hamburger angesichts der miserablen "Winterdienst"-Bedingungen das Radfahren aufgeben - und das ist sehr schade. Eine Fahrradstadt sollte ganz anders aussehen.


"Winterdienst"-Ergebnisse vom Januar 2018

Gorch-Fock-Wall, Wallanlagen - © Stefan Warda

Grindelallee, "geräumter" Radfahrstreifen - © Stefan Warda

Grindelallee, "geräumter" Radfahrstreifen - © Stefan Warda

Grindelallee / Rentzelstraße, "geräumter" Radfahrstreifen - © Stefan Warda

Grindelallee / Rentzelstraße, "geräumter" Radfahrstreifen - © Stefan Warda

Veloroute 3, Bogenstraße: "geräumter" Radfahrstreifen - © Stefan Warda

Veloroute 3, Bogenstraße: "geräumter" Radfahrstreifen - © Stefan Warda

Veloroute 3, Isebekpark: "geräumter Zweirichtungsradweg" - © Stefan Warda

Veloroute 3, Goebenbrücke: "geräumter Zweirichtungsradweg" - © Stefan Warda

Veloroute 8, Thoerls Park / Hammer Steindamm: "geräumter" Zweirichtungsradweg - © Stefan Warda

Veloroute 8, Thoerls Park: "geräumter" Zweirichtungsradweg - © Stefan Warda

Veloroute 8: "geräumter" Zweirichtungsradweg - © Stefan Warda

Veloroute 8: "geräumter" Zweirichtungsradweg - © Stefan Warda

Geplante Velorouten 5 und 6, An der Alster: "geräumter" Zweirichtungsradweg - © Stefan Warda

Veloroute 4, Hudtwalckerstraße: "geräumter" benutzungspflichtiger Radweg - © Stefan Warda



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