22. August 2019

Hamburg-Eimsbüttel: Neue Kreisverkehre im Verlauf von Velorouten

Hamburg: New roundabouts at cycle routes


Veloroute 2, Kreisverkehr Tornquiststraße / Heußweg - © Stefan Warda

Zwei neue Kreisverkehre wurden im Verlauf von Eimsbüttels Velorouten eingerichtet. Die Kreuzung Heußweg / Sillemstraße / Torquiststraße wurde umgestaltet. Der neue Kreisverkehr erleichtert Radfahrenden im Verlauf der Veloroute 2 den Heußweg zu queren.


Veloroute 2, Kreisverkehr Tornquiststraße / Heußweg - © Stefan Warda

Heußweg / Tornquiststraße, Kreisverkehr - © Stefan Warda

Kreuzung Heußweg / Tornquiststraße vor Umbau mit Fakeradweg - © Stefan Warda


Völlig neu gestaltet wurde auch die Kreuzung Harvestehuder Weg / Krugkoppel. Radfahrende im Verlauf der Veloroute 4 kommen nach Abbau der Ampeln ohne lange Wartezeit zügig über die Kreuzung. Stadtauswärts wurde Radfahrenden ein Bypass eingerichtet, um vom Harvestehuder Weg an der Kreisfahrbahn vorbei direkt zur Krugkoppel abzubiegen.


Veloroute 4, Kreisverkehr Harvestehuder Weg / Krugkoppel - © Stefan Warda

Veloroute 4, Kreisverkehr Harvestehuder Weg / Krugkoppel - © Stefan Warda

Veloroute 4, Kreisverkehr Harvestehuder Weg / Krugkoppel mit Bypass - © Stefan Warda

Veloroute 4, Kreisverkehr Krugkoppel / Harvestehuder Weg  - © Stefan Warda


Mehr . . . / More . . . :

.

17. August 2019

Hamburg: Neues Radfahrverbot in der Esplanade

Hamburg: Cycling forbidden in part of Esplanade

Aktualisiert am 18.08.2019
Esplanade: Neues Radfahrverbot - © Stefan Warda


Seit diesem Jahr gibt es ein Radfahrverbot (Verkehrszeichen 254) in der Esplanade. Es betrifft die Fahrbeziehung aus Richtung Stephansplatz in Richtung Kennedybrücke bzw. Alsterufer.


Esplanade: Linksabbiegespuren in Richtung Neuer Jungfernstieg. Bislang war Radfahren hier erlaubt - © Stefan Warda

Esplanade / Neuer Jungfernstieg: Seit neuestem müssen Radfahrende, die links abbiegen wollen, den rechts kurz vor der Kreuzung beginnenden Stummelradweg benutzen - © Stefan Warda


Radfahrende, die an der Kreuzung Esplanade / Neuer Jungfernstieg links abbiegen wollen, müssen auf den Fahrspuren Richtung Lombardsbrücke bleiben und anschließend vor der Kreuzung den kurzen benutzungspflichtigen Stummelradweg nutzen. Dann sollen sie den linken Fakeradweg des Neuen Jungfernstiegs befahren (Veloroute 4).


Veloroute 4, Neuer Jungfernstieg / Esplanade - © Stefan Warda


Mehr . . . / More . . . :
.

13. August 2019

Hamburg: Landesbetrieb Verkehr erwägt Parkraumbewirtschaftung für Schanze und Karoviertel

Hamburg: Finally less free car parking
Aktualisiert um 19:45 Uhr

Bartelsstraße ganz ohne "Parkdruck": G20-Großversuch machte es vor zwei Jahren möglich - © Stefan Warda


Der Landesbetrieb Verkehr (LBV) erwägt die Einführung der Parkraumbewirtschaft im Schanzen- und Karolinenviertel in den Bezirken Altona und Mitte. Seit gestern werden Anwohnende der Gebiete über die Pläne des LBV per Briefpost informiert.


Bartelsstraße mit "Parkdruck" - © Stefan Warda

Bartelsstraße ohne "Parkdruck" - © Stefan Warda

Bartelsstraße mit "Parkdruck" - © Stefan Warda

Bartelsstraße ohne "Parkdruck" - © Stefan Warda

Bartelsstraße mit "Parkdruck" - © Stefan Warda


Hintergrund der möglichen Einführung einer Parkraumbewirtschaftung für die Sternschanze und das Karolinenviertel sei eine Untersuchung, bei der festgestellt wurde, dass insbesondere werktags durch Pendelnde und Touristen der Großteil aller öffentlichen Stellplätze belegt seien. Dementsprechend häufig würden Stehzeuge ordnungswidrig abgestellt. Abends und am Wochenende würden Gastronomiebesuchende und Kulturinteressierte die öffentlichen Stellplätze belegen. Die Untersuchung habe im Karolinenviertel ergeben, dass zwischen 9.00 Uhr morgens und 4.00 nachts stets neunzig Prozent der Stellplätze ausgelastet seien. In der Sternschanze seien die Parkstände bis ca. 21.00 Uhr belegt. Die Parksituation für die Bewohnenden werde dadurch erheblich erschwert und ein vermeidbarer Parkplatzsuchverkehr erzeugt. Die geplante Maßnahme soll den "Parkdruck" verringern und dafür sorgen, dass Anwohnende sowie Kurzzeitparkende, wie z.B. Restaurantbesuchende, leichter einen Platz für Stehzeuge finden.

 
Susannenstraße ohne "Parkdruck" - © Stefan Warda


Susannenstraße mit "Parkdruck" - © Stefan Warda


Deshalb hat der LBV in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsausschuss Hamburg-Altona und Vertretern des selbigen Ausschusses im Bezirk Hamburg-Mitte ein Parkraumbewirtschaftungskonzept für die Sternschanze und das Karolinenviertel erarbeitet. Mit diesem Konzept wird vorgeschlagen, zwei Bewohnerparkzonen mit Parkscheinpflicht einzurichten.

Die Anwohnenden haben die Möglichkeit, an einer Online-Umfrage teilzunehmen. Dabei werde ein grundsätzliches Feedback zum Bewohnerparken abgefragt. Des Weiteren können die Anwohnenden eine persönliche Einschätzung zum "Parkdruck" zu verschiedenen Zeiten abgeben. Darüber hinaus sollen für die Anwohnenden Druckexemplare bei allen LBV-Standorten, im Tschaikowsky-Haus (Vor dem Holstentor 2) und in der Haspa-Filiale (Schulterblatt 58) bereit liegen. 


Schulterblatt ohne "Parkdruck" - © Stefan Warda

Schulterblatt mit "Parkdruck" - © Stefan Warda

Schulterblatt ohne "Parkdruck" - © Stefan Warda

Schulterblatt mit "Parkdruck" - © Stefan Warda

Schulterblatt ohne "Parkdruck" - © Stefan Warda

Schulterblatt mit "Parkdruck" - © Stefan Warda


Während des G20-Verkehrsversuchs vor zwei Jahren hatten die Anwohnenden des Schanzen- und Karolinenviertel ausreichend Gelegenheit die Straßenräume ohne "Parkdruck" zu erleben. Dieses einmalige Erlebnis mit stehzeugefreien Stadträumen wird sich durch das Parkraumbewirtschaftungskonzept allerdings nicht wiederholen. Erst der G20-Verkehrsversuch ließ die Schönheit der Straßenräume - eben ohne Stehzeuge - bestens zur Geltung kommen. Das wäre auch das einzige, was positiv an dem Großversuch war.


Turnerstraße ohne "Parkdruck": G20-Großversuch machte es vor zwei Jahren möglich - © Stefan Warda


Mehr . . . / More . . . :
.

Hamburg: Geplante U3-Baustelle in der Mönckebergstraße soll Velorouten beeinträchtigen

Hamburg: Construction site at subway station going to affect interruption of cycle routes via Mönckebergstraße

Aktualisiert um 13:53 Uhr
Velorouten 7, 8 und 9, Mönckebergstraße - © Stefan Warda


Vollsperrungen der Velorouten 7, 8 und 9 zu erwarten

Die Hamburger Hochbahn (HHA) will die historische U-Bahnstation Mönckebergstraße am Barkhof barrierefrei ausbauen. Dazu sollen die beiden vorhandenen Bahnsteige weitere Zugänge sowie Fahrstühle erhalten. Die Bauarbeiten sollen im September beginnen. Laut NahverkehrHAMBURG seien während der Bauarbeiten zeitweise Teil- und Vollsperrungen der Mönckebergstraßen notwendig.


Velorouten 7, 8 und 9, Mönckebergstraße - © Stefan Warda


Durch die Mönckebergstraße verlaufen die Velorouten 7 (Richtung Wandsbek), 8 (Richtung Bergedorf über Hamm, Horn und Billstedt), und 9 (Richtung Bergedorf über Rothenburgsort). Sie wird von zahlreichen Radfahrenden genutzt. Daher ist es nicht nur wünschenswert, sondern auch notwendig, während der Baumaßnahmen Umleitungen für den Radverkehr einzurichten.


Amsterdam: Baustellenbedingte Umleitungswegweisung für den Radverkehr - © Stefan Warda

Entlastungsroute für Velotrasse Mönckebergstraße dringend notwendig

Langfristig sollte die Verkehrsbehörde eine zusätzliche leistungsfähige Radverkehrsverbindung in Ost-West-Ausrichtung in Veloroutenqualität berücksichtigen. Denn durch zahlreiche Veranstaltungen ist die Mönckebergstraße mehrere Tage im Jahr für den Radverkehr gesperrt. Umleitungen wurden bislang während solcher wiederkehrender Veranstaltungen wie Advents- oder Weihnachtsparaden, Sportveranstaltungen, Harley Days oder anderer Events nicht eingerichtet.

Die Velorouten sollen das Rückgrat für Hamburgs Radverkehr sein. Wenn dieses Rückgrat regelmäßig unterbrochen ist und keine Alternativen geboten werden, dann ist das Veloroutenkonzept gescheitert.


Mehr . . . / More . . . :
.

9. August 2019

Verkehrsversuch Altstadt für alle: Fußgängerzone auf Zeit im Rathausquartier

Hamburg: Test for life sized city close city hall


Kleine Johannisstraße / Rathausstraße: Verkehrsversuch Fußgängerzone - © Stefan Warda


Auf Initiative von "Altstadt für alle!" wurde gestern das fußgängerfreundliche Rathausquartier eingeweiht.

Straßenteile der Schauenburgerstraße und Lleinen Johannisstraße sind nun frei von Stehzeugen. Die neue Fußgängerzone ist als Verkehrsversuch angelegt und befristet bis Ende Oktober. Nach gemeinsamer Prüfung des Konzepts durch die zuständigen Behörden konnten Rahmenbedingungen für das ursprünglich umfangreicher geplante Modellprojekt vereinbart werden.


© Stefan Warda

© Stefan Warda

© Stefan Warda

© Stefan Warda

© Stefan Warda

© Stefan Warda


Die Szene im Verkehrsversuchsfeld mutet an wie ein groß ausgedehnter "Parking Day". Schon 2016 wurde für die Aktion "Parking Day" in der Kleinen Johannisstraße Fläche als lebendiger Stadtraum genutzt, der üblicherweise Stehzeugen vorbehalten ist.


Parking Day 2016 in der kleinen Johannisstraße: Die Initiatoren hatten sozusagen den Verkehrsversuch mit der Fußgängerzone vorweggenommen - © Stefan Warda


Ein weiterer Verkehrsversuch soll noch dieses Jahr in Ottensen starten: Ottensen macht Platz! Falls sich die Verkehrsversuche bewähren, könnte es hoffentlich in Hamburg auch dauerhaft weitere Straßenzüge geben, die nicht von Stehzeugen dominiert werden.


© Stefan Warda



Mehr . . . / More . . . :
.

8. August 2019

Hamburg: Radspuren in der Rothenbaumchaussee sollen bis Moorweide verlängert werden

Hamburg: Cycle lanes at Rothenbaumchaussee to be extended


Rothenbaumchaussee im südlichen Abschnitt: Radverkehr zwischen Wildparkern und MIV - © Stefan Warda


Rothenbaumchaussee baufällig

Im Rahmen des Erhaltungsmanagements soll die Rothenbaumchaussee zwischen Hallerstraße und Moorweide grundsaniert werden. Der Zustand der Straße soll sich derzeit in einem schlechtem Zustand befinden. Bei der Gelegenheit sollen auch durchgängig Radverkehrsanlagen ergänzt werden, um die Sicherheit für Radfahrende zu verbessern.


Rothenbaumchaussee im nördlichen Abschnitt: Radspuren sollen das Radfahren erleichtern - © Stefan Warda


Bislang wurden nur im nördlichen Teil der Rothenbaumchaussee Radspuren angelegt. Diese reichen etwa vom Klosterstern bis zur U-Bahnstation Hallerstraße. Stadteinwärts bestehen erst ab der Moorweidenstraße wieder reguläre Radverkehrsanlagen - in Form eines Radweges bis zur Kreuzung am Theodor-Heuss-Platz. Dazwischen sind die Gehwegflächen überwiegend so eng, dass wegen Stehzeugen und Bäumen für den Radverkehr kein Platz ist.


Rothenbaumchaussee im südlichen Abschnitt: Stehzeuge schränken das Flanieren ein - © Stefan Warda

Rothenbaumchaussee, Universität: Die Verhältnisse für den Fußverkehr auf den Gehwegen sind extrem eingeschränkt - © Stefan Warda

Rothenbaumchaussee / Johnsallee: Noch vor einigen Jahren wurden Radfahrende und Gehende gegenseitig ausgespielt - zum Wohle der freien Fahrt für freie Autofahrende - © Stefan Warda


Unzureichende Radverkehrsanlagen

In Gegenrichtung werden Radfahrende ab Theodor-Heuss-Platz auf die Fahrbahn geleitet. Schmale kaum benutzbare Fakeradwege gibt es zwischen Theodor-Heuss-Platz und der Binderstraße. Zwischen Binderstraße und der Turmstraße ist das Radeln bei Schritttempo auf dem Gehweg erlaubt. Am Medienzentrum zwischen Turmstraße und Hallerstraße folgt ein Abschnitt mit Radweg, der sogar immer noch benutzungspflichtig ist. Hinter der Kreuzung mit der Hallerstraße erfolgt eine Aufleitung auf die folgende Radspur.


Rothenbaumchaussee beim Theodor-Heuss-Platz: Richtung Norden werden Radfahrende auf die Fahrbahn geleitet - © Stefan Warda

Rothenbaumchaussee / Turmweg: Radfahrende werden auf einen Radweg gezwungen - © Stefan Warda

Rothenbaumchaussee / Medienzentrum (Hallerstraße): Der benutzungspflichtige Radweg kreuzt die Nebenfahrbahn. Radfahrende werden dort wegen schlechter Sichtverhältnisse und schlechter Radverkehrsführung sehr oft "übersehen" - © Stefan Warda


Radverkehrsanlagen sollen auf ganzer Länge ergänzt werden

Die jetzt veröffentliche Planung sieht mit Ausnahme eines kurzes Radwegabschnittes vor dem Medienhaus zwischen Turmweg und Hallerstraße durchweg Radspuren vor. Um den Erhalt der Straßenbäume nicht zu gefährden müsse aus sicht der Verkehrsplaner in einigen Abschnitten statt Querparken auf Längsparken umgestellt werden. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich im Jahr 2020 durchgeführt werden und etwa 14 Monate andauern.


Mehr . . . / More . . . :
.

7. August 2019

Zurück in die 1960er: AfD will Hamburgs einzige "Autofahrerpartei" sein

Back to the sixties: AfD to be Hamburg´s only motorists party

Aktualisiert um 19:04 Uhr
Wahlplakat mit Ex-Innensenator Dirk Nockemann: Populismus statt Verkehrspolitik - © Stefan Warda


Im Sommerinterview des NDR bekennt sich Ex-Innensenator und Hamburgs AfD-Partei- und Fraktionsvorsitzender Dirk Nockemann weiterhin zum Leitbild der autogerechten Stadt. Die AfD will - ähnlich wie früher schon die ehemalige Partei rechtsstaatlicher Offensive (auch "Schill-Partei" genannt) - Autofahrerinteressen gegen alle anderen Verkehrsteilhabenden durchsetzen.

[...] dass wir auch die Politik, die im Moment gegen den Autofahrer in dieser Stadt gerichtet ist, dass wir diese ins Programm aufnehmen und diese Politik korrigieren wollen, also dass wir deutlich machen, dass wir in Hamburg die einzige Autofahrerpartei sind, die es noch gibt.

Populismus statt Verkehrspolitik

Dirk Nockemann war unter Bürgermeister Ole von Beust Büroleiter von Innensenator Ronald Schill. Später nach Schills Austritt aus dem Senat wurde er selbst Innensenator. Zu dieser Zeit verfolgte die Hamburger Innenbehörde das Ziel dem Autoverkehr Vorrang vor anderen Verkehrsträgern zu geben. So wurde beispielsweise eine "Pollerhotline" eingerichtet mit dem Ziel, Flächen für Stehzeuge zu gewinnen, die zuvor gegen das Wildparken geschützt waren.


Behringstraße: Die unter "Schill-Partei" entfernten Absperrelemente wurder später wieder angebracht, um den Radweg gegen Wildparker zu verteidigen - © Stefan Warda

Behringstraße - © Stefan Warda

Zahllose Absperrelemente auf Grünflächen und Gehwegen wurden damals entfernt, um illegales Kampfparken zu ermögliches. In der Behringstraße wurden damals zahllose Absperrelemente entfernt, die Jahre später wieder auf Klagen von Radfahrenden installiert wurden, um den dortigen Radweg gegen Wildparker zu schützen.

Auch wurden auf vormals abgepollerten Gehwegflächen neue legale Parkplätze geschaffen und dabei Gehwegflächenanteile für den Fußverkehr erheblich minimiert. Im Bezirk Altona wollte die Partei rechtsstaatlicher Offensive gegen die über Hamburgs Stadtgrenzen hinaus bekannten Fahrradhäuschen vorgehen, auf deren Flächen Platz für Stehzeuge zu schaffen.




Hamburg wurde unter Beteiligung der Partei rechtsstaatlicher Offensive Deutschlands "Grünpfeil"-Hauptstadt unter der Maßgabe, dass die verkehrsrechtlichen Voraussetzungen bzw. Anforderungen für die Anbringung von Grünpfeilen missachtet wurden. Mittlerweile wurden etliche der Grünpfeile wieder entfernt, um die Verkehrssicherheit für Gehende und Radfahrende, aber auch den MIV, an zahlreichen Kreuzungen wieder zu verbessern und die Regelwerke durchzusetzen.

Das Tempolimit auf etlichen innerstädtischen Hauptverkehrsstraßen wurde auf 60 km/h heraufgesetzt.

Die Innenbehörde unterstützte das Kampffahren in Hamburg, indem sie Geschwindigkeitsüberschreitungen erst ab einem erhöhtem Toleranzwert sanktionierte. Im Zusammenhang mit dem höheren Tempolimit ergaben sich dadurch erheblich höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten auf Hamburgs Hauptstraßen - mit allen Nebenwirkungen wie z.B. Lärm, Verkehrsunsicherheit, Schadstoffbelastung, Trennwirkung.

Die von Senator Mario Mettbach ("Schill-Partei") geleitete Baubehörde beendete den Bau der Velorouten und reduzierte den Hamburger Radverkehrsetat auf ein extremes Minimum. Der Begriff "Velorouten" wurde behördlicherseits nicht mehr verwendet. Die Stelle der Radverkehrsbeauftragten wurde aufgelöst.

Klimaschutz

Der jetzige AfD-Landesvorsitzende macht es sich auch zum Thema Klimaschutz sehr einfach. Zwar sei der Klimaschutz ein dringliches Thema, aber er hält Verbote und Abgaben wie eine mögliche CO2-Steuer für falsch. Er setzt dagegen auf irgendwelche nicht näher erläuterten visionäre Technologien.

Das Thema Klimaschutz ist ein sehr dringliches Thema. Wir brauchen technologischen Wandel. Wir brauchen massive Innovation. Wir müssen nicht die Kurzstreckenflüge verbieten. Das ist wieder so´ne Bevormundungsgesellschaft. Das schadet Airbus in Hamburg beispielsweise. Sondern was wir brauchen, das sind zum Beispiel klimaneutrale Treibstoffe auch für Flugzeuge, ja. Also wir setzen einfach auf Technik, auf Innovation und ´ne CO2-Abgabe halten wir also für - darf ich auch so offen sagen - für eine Abzocke.

Im Vergleich zu Grünen, SPD und CDU besetzt die AfD zum Wahlkampf ein noch leeres Feld. Denn die anderen Parteien wollen den Stadtverkehr mehr oder weniger anders verändern. Die CDU will den Autoverkehrsanteil in Hamburg auf nur noch 15 Prozent reduzieren, die Grünen auf lediglich 20 Prozent, die SPD will den ÖV massiv ausbauen.


Mehr . . . / More . . . :
.