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25. Oktober 2024

Hamburg-Harburg: Bezirk ruft zur Beteiligung am bezirklichen Radroutenkonzept auf

 


Hannoversche Straße, Bahnhof Harburg - © Stefan Warda

 

 

Im Bezirk Harburg soll die Fahrradinfrastruktur zur Stärkung des Radverkehrs und im Sinne der Mobilitätswende deutlich ausgebaut werden. Bislang lag der Schwerpunkt auf den bezirksübergreifenden Velorouten (Velorouten 10 und 11), über die der Bezirk Harburg an das Hamburger Stadtzentrum angebunden ist. Zukünftig sollen weitere innerbezirkliche Radrouten eingerichtet werden, die später ein Bezirksroutennetz bilden sollen. 

 

Lauenbrucher Straße / Bostelbeker Hauptdeich - © Stefan Warda

Zukünftige Veloroute 10, Gleisstieg / Francoper Straße - © Stefan Warda

 

Das Bezirksamt lädt Radfahrende ein sich mit Ideen und Wünschen an der Erstellung des Konzepts  zu beteiligen. Eine Auftaktveranstaltung soll am Mittwoch, 6. November 2024 stattfinden (19 Uhr im Harburger Rathaus, Harburger Rathausplatz 1, 21073 Hamburg - vorherige Anmeldung unter https://www.raum-energie.de/veranstaltungen/details/anmeldung-infoveranstaltungen-rad-hh-harburg/). Eine Onlinebeteiligung soll von Mittwoch, 6. November bis Mittwoch, 6. Dezember 2024 möglich sein. Unter radverkehr-harburg.beteiligung.hamburg/#/ sollen Wegstrecken markiert werden können, die für den Radverkehr besonders wichtig sind, Verbesserungsvorschläge eingereicht und Orte benannt werden können, die als besonders kritisch empfunden werden.

 

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18. Februar 2024

Nur wenn die A26-Ost kommt: Fakeradwege entlang der B73 könnten beseitigt werden

 

 

Buxtehuder Straße: Gehwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda

 

 

Das Bezirksamt Harburg arbeitet am Entwurf eines städtebaulichen Entwicklungskonzept für die Magistrale entlang der B73. Die Auftaktveranstaltung soll am 26. Februar stattfinden.

Entwicklung eines Magistralenkonzepts

Das bezirkliche Magistralenkonzept für die B 73 soll die Chance bieten, die Stadtentwicklung in diesem Bereich unter aktuellen Anforderungen wie z.B. Innenentwicklung, Klimaanpassung und Mobilitätswende voranzutreiben und damit die Lebens- und Aufenthaltsqualität für Einwohnerinnen und Einwohner sowie Nutzende zu erhöhen. Es soll sich zunächst um die erste von drei öffentlichen Veranstaltungen handeln. Interessierte sollen auch die Möglichkeit haben Anregungen und Ideen zum Magistralenkonzept bis zum 17. März online einzubringen. Erste Zielbilder für die zukünftige Entwicklung sollen in der zweiten Veranstaltung vorgestellt und diskutiert werden. Im Rahmen der dritten Veranstaltung soll die Vorstellung und Erörterung des Entwurfs des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes erfolgen. Die folgenden Veranstaltungen sollen entsprechend dem Planungsfortschritt terminiert werden.

 

© Bezirksamt Harburg

 

 

Magistralenkonzept mit Einschränkung

Laut Abendblatt [€] sollen Harburgerinnen und Harburger allerdings diese Kröte schlucken: Verbesserungen für Gehende und Radfahrende entlang der B73 soll es nur geben, wenn die A26-Ost über Moorburg nach Stillhorn gebaut wird.

"Sollte die Straße dagegen entlastet werden, ließen sich nach einem Entwurf der Deges zwei der vier Fahrspuren und einer der beiden Parkstreifen einsparen. Die Fußgänger hätten dann auf beiden Straßen 2,50 Meter (heute 1,5 Meter) Platz, die Radfahrer zwei statt eines Meters. Auf beiden Seiten könnte ein jeweils zwei Meter breiter Grünstreifen mit Bäumen Passanten und Radler vom motorisierten Verkehr trennen."

 

Fakeradwege im Dooringbereich

Radfahrende sollen im Bereich der Buxtehuder Straße noch weitere Jahre mit den überwiegend benutzungspflichtigen Fakeradwegen in Dooringbereich von Stehzeugen vorlieb nehmen, die faktisch jedoch unbenutzbar sind. Ein ausreichender Seitenabstand zu Stehzeugen ist auf den vorhandenen benutzungspflichtigen Fakeradwegen fast ausnahmslos nicht möglich. Deswegen müssen Radfahrende trotz der Benutzungspflicht die Fahrbahnen benutzen.

 

Buxtehuder Straße: Unbenutzbarer Fakeradweg im Dooringbereich mit Radwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda

Buxtehuder Straße: Unbenutzbarer Fakeradweg im Dooringbereich mit Radwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda

Buxtehuder Straße: Unbenutzbarer Fakeradweg im Dooringbereich mit Radwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda

Buxtehuder Straße: Unbenutzbarer Fakeradweg im Dooringbereich mit Radwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda

Buxtehuder Straße: Unbenutzbarer Fakeradweg im Dooringbereich mit Radwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda

Buxtehuder Straße: Konflikte mit Gehenden auf "Radweg" mit Radwegbenutzungspflicht wegen Kampfparken - © Stefan Warda

 

 

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27. September 2022

Eppendorfer Weg soll Veloroute 13 werden: Einladung zum öffentlichen Dialog

 

 

Zukünftige Veleroute 13, Eppendorfer Weg: Noch ein weiter Weg bis zu einer Veloroute - © Stefan Warda

 

 

Der Eppendorfer Weg soll Teil der zukünftigen Veloroute 13 werden. Die Mobilitätswendebehörde lädt zum Beteiligungsprozess ein.

Die geplante Veloroute 13 soll zwischen Eimsbütteler Chaussee und Falkenried über den Eppendorfer Weg verlaufen. Die Mobilitätswendebehörde hat zur Teilnahme an den Zukunftswerkstätten im Rahmen des Bürgerbeteiligungsprozesses aufgerufen. Interessierte registrieren sich unter www.lsbg.hamburg.de/eppendorfer-weg.

 

 

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24. Juni 2022

Hamburg: Bezirksamt Altona ruft zur Beteiligung am Radverkehrskonzept auf

 

 

© Stefan Warda

 

 

Das Bezirksamt Altona ruft zur Beteiligung an der Fortschreibung des bezirklichen Radverkehrskonzepts auf. Anregungen sollen bis 10. Juli angenommen werden.

Das Altonaer Radverkehrskonzept beinhaltet zukünftige Radschnellwege, zukünftige Velorouten und zukünftige Bezirksrouten. Die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) plant das Netz für Radschnellwege und Velorouten. Dieses Netz soll durch die Fortschreibung der Bezirksrouten verdichtet werden. Bislang ausgewiesen sind in Altona lediglich Fernradwege (Elberadweg, Nordseeküstenradweg) und Freizeitrouten ("R-Routen"). Die Ausstattung der in Planung befindlichen Velorouten mit einer Wegweisung soll erst noch erfolgen.

Interessierte können sich digital (unter: http://www.beteiligung.hamburg/fahrrad-altona) an der Radverkehrskonzeptfortschreibung beteiligen oder aber im Technischen Rathaus des Bezirksamts Anregungen und Ideen hinterlegen (jeweils donnerstags 8-18 Uhr, Servicezentrum WBZ, Jessenstraße 1).

Nach Abschluss der Beteiligung sollen die Anmerkungen gesammelt, sortiert und ausgewertet werden. Anschließend sollen die Verläufe der Bezirksrouten überarbeitet werden. Die Ergebnisse der Beteiligung sowie das Konzept sollen im Verkehrsausschuss der Bezirksversammlung Altona am 17. Oktober 2022 öffentlich vorgestellt werden. Beides soll zudem auf dieser Website sowie auf der Website des Bezirksamts Altona veröffentlicht werden.

 

 

 

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24. November 2018

Hamburg: Beginn der Bürgerbeteiligung zum Bau der Veloroute 13 entlang der Gertigstraße

Hamburg: Planning of cycle route along Gertigstraße
Aktualisiert um 19:16 Uhr

Zukünftige Veloroute 13, Gertigstraße: Reste noch vorhandener ehemals benutzungspflichtiger Fakeradwege - © Stefan Warda


Die Gertigstraße im Stadtteil Winterhude soll umgestaltet werden. Die lebendige Geschäftsstraße soll Teil der Veloroute 13 werden, die zukünftig gepant ringförmig von Altona bis Hamm verlaufen soll.

Der LSBG lädt in Abstimmung mit dem Bezirksamt Hamburg-Nord zu einer öffentlichen Veranstaltung am 27. November ein. Dabei sollen die vorhandenen Möglichkeiten für den Abschnitt Gertigstraße vorgestellt und gemeinsam erörtert werden, um Hinweise auf eine tragfähige Lösung zu bekommen und Bürgeranliegen bei der weiteren Planung berücksichtigen zu können. Ziel sei es, gute Bedingungen für den Radverkehr zu schaffen. Gleichzeitig sollen die Situation für Fußgänger verbessert und der Baumbestand sowie die Park- und Liefermöglichkeiten erhalten bleiben - also die Quadratur des Kreises?


Zukünftige Veloroute 13, Gertigstraße: Beeindruckende Reste ehemals benutzungspflichtiger Fakeradwege - © Stefan Warda

Zukünftige Veloroute 13, Gertigstraße: Reste noch vorhandener ehemals benutzungspflichtiger Fakeradwege - © Stefan Warda

Die noch vorhandenen, beeindruckenden Fakeradwegereste, die sich um Baumscheiben, Poller und Absperrbügel winden, werden also bald der Vergangenheit angehören.


Bürgerbeteiligung: 27. November, Goldbekhaus, Moorfurthweg 9, 19 - 21.30 Uhr (Einlass ab 18.30)


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30. März 2018

Hamburg: Sanierung der Elbchaussee steht bevor

Hamburg: Elbchausse going to be renewed


Elbchaussee, Gehwegradeln - © Stefan Warda


Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) kündigt die Notwendigkeit der Sanierung der Elbchaussee an. Zwischen Altonaer Rathaus und Manteuffelstraße in Blankenese müsse die über die Stadt hinaus bekannte Straße erneuert werden. Neben der Straße an sich müssen auch Trinkwasserleitungen erneuert werden. Beide Vorhaben sollen aufeinander abgestimmt werden. 

Derzeit ist die Elbchausse bei unsicheren Radfahrern nicht gerade beliebt. Die Straße wird vom autoverkehr dominiert. Radwege sind nicht vorhanden. Gehwege sind streckenweise zum Radeln bei Schritttempo freigegeben, auch wenn diese die dafür notwendige Breite nicht aufweisen. Leider erschweren zahlreiche Wildparker die Benutzung der Gehwege. Die Elbchaussee könnte eine wichtige Rolle für den Radverkehr spielen, wenn sie für Alltagsradfahrer ansprechender gestaltet wäre. Das Bürgerbegehren zum Erhalt des Elbstrandes in Övelgönne zeigte erneut, wie wichtig bessere Bedingungen für Radfahrer entlang der Elbe sind. Die Initiative gegen die Veränderung des Elbstrandes forderte bessere alternative Radverkehrsbedingen, z.B. entlang der Elbchaussee.


Elbchaussee: Gehwegradeln erlaubt auch bei schmalen Gehwegen - © Stefan Warda


Nach den Bauarbeiten sollen alle Verkehrsteilnehmer von der neu gestalteten Elbchaussee profitieren  – ob Fußgänger, Rad- und Autofahrer sowie der Busverkehr. Um eine gute Lösung für alle zu erzielen, wurde der „Elbchaussee-Dialog“ gestartet. Er ist als mehrstufiges Beteiligungsverfahren vom LSBG und von HAMBURG WASSER organisiert.

Bereits seit Anfang Februar habe der LSBG Gespräche unter anderem mit lokalen Initiativen, Vereinen und Verbänden geführt, um einen ersten Eindruck von den vor Ort gesehenen Bedarfen zu bekommen.


Elbchaussee: Das gestattete Gehwegradeln ist leider nicht überall möglich wegen zahlreicher Wildparker. Auch Fußgänger haben das Nachsehen - © Stefan Warda


Online-Beteiligung
Am Montag, 26. März 2018, begann die erste Phase der Online-Beteiligung. Unter lsbg.hamburg.de/elbchaussee haben alle Interessierten die Möglichkeit ihre Ideen und Anregungen bis zum 16. April einzubringen.

Informations- und Aktionsstände
Das vom LSBG beauftrage Büro SUPERURBAN führt eine Vor-Ort-Befragung an Informations- und Aktionsständen durch. An folgenden Tagen können sich alle Interessierten über das Projekt informieren und Hinweise abgeben:
  • Donnerstag, 5. April 2018, 14 bis 18 Uhr – Nienstedtener Kirche, Elbchaussee 410
  • Samstag, 7. April 2018, 10 bis 18 Uhr – Fischers Park / Zugang Elbchaussee
  • Sonntag, 8. April 2018, 10 bis 18 Uhr – Jenischpark/Parkwärterhaus am Kaisertor
Dialog-Veranstaltungen
Am Freitag, 4. Mai 2018, soll die erste öffentliche Dialog-Veranstaltung im Kollegiensaal des Rathauses Altona (Platz der Republik 1) stattfinden. Es sollen die Rahmenbedingungen der Planung und des Verfahrens erläutert und der Input aus der ersten Beteiligungsphase vorgestellt werden. Alle Teilnehmer sollen außerdem die Gelegenheit haben weitere Anliegen und Perspektiven einzubringen.
Im Anschluss an die erste Dialog-Veranstaltung sollen die Planer Lösungsmöglichkeiten für den Straßenraum der Elbchaussee entwickeln, die in einer zweiten Phase der Online-Beteiligung von Interessierten bewertet werden können. Auf einer zweiten Dialog-Veranstaltung nach den Hamburger Sommerferien 2018 sollen die Teilnehmenden die Lösungsvarianten erörtern können.
Weitere Informationen zum Beteiligungsverfahren gibt es unter lsbg.hamburg.de/elbchaussee.


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20. März 2018

Hamburg: Bezirk Altona will Bürgerbeteiligung zum Bau der Veloroute 1 in Ottensen starten

Hamburg: Informations for citizens about cycle route plans in Ottensen


Geplantes Veloroutennetz für Hamburg - © BWVI


Die bislang an der Bezirksgrenze Mitte / Altona endende Veloroute 1 soll bis zum Jahr 2020 bis Rissen und Osdorf verlängert werden. Zu den aktuellen Planungen im Bereich Ottensen können sich Bürger in den nächsten Tagen vor Ort an Infoständen informieren.

  • Freitag, 23. März, 15-17.30 Uhr: Eulenstraße / Mottenburger Twiete
  • Dienstag, 27. März, 9-11.30 Uhr: Arnoldstraße / Keplerstraße
  • Freitag, 6. April, 15-17.30 Uhr: Arnoldstraße / Bahrenfelder Straße
  • Dienstag, 10. April, 9-11.30 Uhr: Große Brunnenstraße / Eulenstraße

Im Mai soll eine öffentliche Informationsveranstaltung folgen.



Fehlplanung Keplerstraße im Verlauf der zukünftigen Veloroute 1: Benutzungspflichtiger Gefährdungsstreifen (Verkehrszeichen 237), der regelwidrig von Linienbussen überfahren wird - © Stefan Warda

Keplerstraße, zukünftige Veloroute 1: Benutzungspflichtiger Gefährdungsstreifen (Verkehrszeichen 237) - © Stefan Warda

Lobuschstraße, zukünftige Veloroute 1: Benutzungspflichtiger Gefährdungsstreifen (Verkehrszeichen 237) - © Stefan Warda

Bleickenallee, zukünftige Veloroute 1: Benutzungspflichtiger Gefährdungsstreifen (Verkehrszeichen 237) - © Stefan Warda




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18. September 2017

Hamburg nach dem Bürgerentscheid: Elbstrand soll Elbstrand bleiben

Hamburg: No way for cyclists along the Elbe beach


Elbstrand in Övelgönne bei Hochwasser - © Stefan Warda


Der Hamburger Elbstrand in Övelgönne soll so bleiben, wie er ist. Das ist das Ergebnis des Bürgerentscheids, welches gestern veröffentlicht wurde. 62.541 gültige Stimmen unterstützten die Initiative "Elbstrand retten!", die sich gegen jedliche Radwegplanung entlang des Elbeufers einsetzte.
Sind Sie dafür, dass der Strand von Oevelgönne bleibt, wie er ist und sämtliche Planungen für einen befestigten Rad- und/oder Gehweg auf oder über dem Elbstrand in Oevelgönne zwischen dem Museumshafen und dem Hans-Leip-Ufer am Schröders Elbpark durch das Bezirksamt Altona eingestellt und nicht umgesetzt werden?

Nur 21.000 Stimmen unterstützen die Initiative "Elbstrandweg für alle!", die sich für einen Weg für alle auf dem Elbstrand einsetzte.
Sind Sie dafür, dass es am Elbstrand in Övelgönne als wertvollem Naherholungsgebiet einen attraktiven und barrierefreien Strandweg für alle gibt, der Museumshafen und Hans-Leip-Ufer verbindet, und das Bezirksamt Altona diesen zusammen mit den zuständigen Behörden realisiert?

Animation des ADFC zum nun verworfenen Radweg



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4. Mai 2017

Initiative fordert Fahrradgesetz für Hamburg


© Stefan Warda


Die Initiative "Radentscheid Hamburg" sucht Mitstreiter zur Erlangung eines Fahrradgesetzes für Hamburg.

Die Initiative hat neun Forderungen aufgestellt, wie Hamburg "Fahrradstadt" werden sollte:
  1. Dichtes, barrierefreies Radfahrnetz für alle Radfahrenden
  2. Für jede und jeden geeignete, sichere Fahrradrouten – mit Schulradwegprogrammen
  3. Fahrradfreundliche Ampelschaltungen und Kreuzungsdesign
  4. Schutz für Radfahrende an Hauptstraßen – mit Mindestbreite für Radwege und Fußwege
  5. Fahrradstraßen als Ergänzung in Wohngebieten zusammen mit Verkehrsberuhigung
  6. Kreuzungsfreie Radschnellwege zwischen Stadtgrenzen und Zentrum und zw. Stadtteilen
  7. Sicherstellung, dass Radinfrastruktur benutzbar bleibt
  8. Detaillierte, belastbare Verkehrserhebung
  9. Lernen von Kopenhagen und Berlin!


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16. Januar 2017

Hamburg-Eimsbüttel: Bürger wollen auf den Straßen mehr Platz für Fußgänger, Grün und Radfahrer

Hamburg-Eimsbüttel: Citicens want more space for pedestrians, trees and cyclists


Bürgebeteiligung am Isemarkt: Ergebnis gegen 12.20 Uhr - © Stefan Warda

Eimsbüttel 2040 - "Aufsuchende" Bürgerbeteiligung auf Eimsbüttels Wochenmärkten

Während der letzten Wochen ließ das Bezirksamt Eimsbüttel Bürger in den Stadtteilen befragen, wie sich ihr Bezirk zulünftig entwickeln soll. Noch bis übermorgen, den 18. Januar können Bürger sich auch unter eimsbuettel2040.de an den Zukunftsplänen für den Bezirk beteiligen.

Um auch weiterhin ein lebenswerter Bezirk zu bleiben und für die Zukunft vorbereitet zu sein, sollen jetzt die Weichen gestellt werden. Wie soll der Bezirk im Jahr 2040 aussehen? Eimsbüttel wird sich verändern - doch sein Charakter müsse erhalten bleiben, darin seien sich Planer und Politik einig.

Auch die Anforderungen veränderten sich: die Gesellschaft werde älter. Die Infrastruktur müsse ebenso mitwachsen wie das Angebot an bezahlbarem Wohnraum für unterschiedliche Bedürfnisse. Gewerbe und Arbeitsstätten bräuchten weiterhin Platz, Grün- und Erholungsflächen müssten allen zur Verfügung stehe. Eimsbüttel solle auch zukünftig ein lebenswerter Bezirk sein.

Um auf diese Veränderungen vorbereitet sein, will der Bezirk ein integriertes räumliches Leitbild und Konzept erstellen, an dessen Entwiclkung frühzeitig die Bürger einbezogen werden sollen. Der Prozess zum Leitbild startete im Sommer 2016. Nun sollten neben Politik und Verwaltung auch die Bürger auf unterschiedliche Weise eingebunden werden. Neben einer fünfwöchigen Online-Beteiligung wurde an sieben Informationsständen an verschiedenen Orten des Bezirks die Meinung der Bürger zur Straßenraumverteilung eingeholt.


Bürgebeteiligung am Isemarkt: Ergebnis gegen 12 Uhr - © Stefan Warda

Für wen brauchen wir in Zukunft mehr Platz auf den Straßen in Eimsbüttel?

Während der Befragungen konnten die Bürger abstimmen, ob auf Eimsbüttels Straßen mehr Platz für Fahrräder, Lastwagen, Straßengrün und Bäume, Autos, Elektroautos, Taxis und Busse, Fußgänger oder Raum zum Verweilen geschaffen werden soll. In fast allen Stadtteilen standen an den ersten drei Plätzen mehr Platz für Straßengrün, für Fußgänger und für Radfahrer.


Mehr Platz für Radfahrer auf der Hoheluftchaussee? - © Stefan Warda


Die Befragungen haben somit eindeutig ergeben, dass der Straßenraum in Eimsbüttel umverteilt werden müsse: Weniger Platz für den Autoverkehr, mehr Platz für Fuß- und Radverkehr sowie Straßengrün. Interessant war die Abstimmung an der Osterstraße, wo Fahrräder und Straßengrün sich den ersten Platz teilten, an dritter Stelle Fußgänger folgten. Der mit einer Anerkennung durch den "Deutschen Verkehrsplanungspreis" ausgezeichnete Umbau der Osterstraße scheint die Anwohner dort demnach nicht zu überzeugen. Trotz neuer Schutzstreifen als Ersatz für die vorherigen Fakeradwege fordern die Bürger an der Osterstraße eindeutig mehr Platz für Radfahrer.

Die Bürgerbefragung auf dem Tibarg erbrachte ein ähnliches Ergebnis wie an der Osterstraße. Den ersten Platz teilten sich Radfahrer und Straßengrün, an dritter Stelle folgten die Fußgänger. Raum für Autos rangierte überall auf den hinteren Plätzen.



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20. November 2016

Onlinedialog in Kopenhagen: 10.000 Bürgervorschläge sollen in Radwegeprioritätsplan 2017-2025 einfließen

Kopenhagen: 10,000 inputs from citizens for future cycle track priority plan
Aktualisiert am 21.11.2016

Kopenhagen, Søtorvet - © Stefan Warda


Für den zukünftigen Radwegeprioritätsplan 2017-2025 will die Stadt Kopenhagen Vorschläge aus rund 10.000 Bürgerzuschriften berücksichtigen.
City of Copenhagen proofs around 10,000 inputs from citizens for future cykle track priority plan 2017-2025.

Kopenhagens Bürger haben in einem Onlinedialogverfahren rund 10.000 Verbesserungsvorschläge an die für den Radverkehr zuständige Technikverwaltung gesendet. Die Vorschläge betreffen u.a. die Neuanlage von Radwegen, die Verbreiterung vorhandener Radwege, sowie Optimierung von Ampelanlagen an stauanfälligen Radwegen. Die Technikverwaltung will nun die Bürgereingaben mit Stellungnahmen des Radfahrerverbands und eigener Untersuchungen abgleichen. Die Zusammenfassung aller Ergebnisse soll in den Radwegepriorätsplan einfließen, der im kommenden Frühjahr den Politikern als Beschlußvorlage vorgestellt werden soll.



 

Neue Radwege

Unter den Vorschlägen für die Neuanlage von Radwegen wurden u.a. Kvægtorvsgade, Mimersgade, Strandboulevarden und Tietgensgade genannt.


Tietgensgade / Kvægtorvsgade

Kopenhagen, Tietgensgade / Ingerslevsgade: Ende des Radwegs aus Richtung Tietgensbro. Bürger wünschen sich eine Verlängerung bis Halmtorvet - © Stefan Warda

Kopenhagen, Tietgensgade / Kvægtorvsgade - © Stefan Warda

Kopenhagen, Tietgensgade / DGI-Byen: Neue Radwege würden den Wegfall von Stehzeugeplätzen bedeuten - © Stefan Warda


Verbreiterung vorhandener Radwege

Unter den Vorschlägen für eine Verbreiterung von Radwegen wurden u.a. folgende Straßen genannt:

Gothersgade, Nørrebrogade und Vesterbrogade haben in den letzten Jahren schon abschnittsweise breitere Radwege erhalten, sodass dort seitdem drei- bis vierspuriges Radfahren möglich ist. Für sechs hochbelastete Straßenkorridore hatte die Stadt Kopenhagen letztes Jahr ein Gutachten erstellen lassen. Gegenstand der Untersuchung waren die Korridore Torvegade / Knippelsbro (44.400 Radfahrer), H. C. Andersens Boulevard / Jarmersplads (24.700 Radfahrer), Jagtvejkorridor (21.200 Radfahrer), Korridor Tagensvej / Fredensbro (20.100 Radfahrer), Vesterbrogade (15.700 Radfahrer) und Nørregade (12.300 Radfahrer). Vor allem entlang der Torvegade kann es in der Hauptverkehrszeit zu langen Radlerpulks kommen. Zum Vergleich: Hamburgs Zählstelle an der Außenalster passieren bis zu 11.000 Radfahrer am Tag.

 

Amagerbrogade

Kopenhagen, Amagerbrogade: Bis 2018 soll die geplante Straßenumgestaltung abgeschlossen sein. Zukünftig sollen die Radwege statt 2,2 Meter bis zu drei Meter breit sein, um dreispuriges Radfahren zu ermöglichen - © Stefan Warda

 

Bremerholm 

Kopenhagen, Bremerholm: Bis vor drei Jahren war die Straße eine Einbahnstraße ohne jegliche Radverkehrsanlagen. Seit dem Umbau gibt es weniger Fahrspuren, dafür auf beiden Seiten Radfahrstreifen oder Radwege, die Radfahrern das Befahren der Straße in beide Richtungen ermöglichen - © Stefan Warda

 

Kopenhagen, Bremerholm: Trotz des 2014 neu hinzugewonnenen Raums für den Radverkehr wünschen sich Radfahrer eine Verbreiterung der Radwege - © Stefan Warda

Frederiksborggade

 
Kopenhagen, Frederiksborggade: Die notwendige Verbreiterung dieses Radwegs würde zum Nachteil der Bäume oder der Abstellmöglichkeiten auf dem Gehweg führen - © Stefan Warda

 

Kopenhagen, Frederiksborggade: Sowohl für Fußgänger, als auch für Radfahrer ist die heutige Situation unbefriedigend - © Stefan Warda

Kopenhagen, Frederiksborggade / Nørre Farimagsgade - © Stefan Warda

Gothersgade

Kopenhagen, Gothersgade / Kongens Have: Dieser Radwegabschnitt soll noch verbreitert werden - © Stefan Warda

 

Kopenhagen, Gothersgade / Botanisk Have: Dieser Radwegabschnitt ist schon verbreitert worden - © Stefan Warda

 

Kopenhagen, Gothersgade / Nansensgade: Dieser Radwegabschnitt ist schon verbreitert worden - © Stefan Warda

 

Hans Christian Andersens Boulevard

Kopenhagen, Hans Christian Andersens Boulevard - © Stefan Warda

 

 Jagtvej

Jagtvej / Assistens Kirkegård: Der Jagtvej-Straßenkorridor wurde bezüglich Radwegeverbreiterungen letztes Jahr gutachterlich untersucht - © Stefan Warda

 

Nørrebrogade

Kopenhagen, Nørrebrogade: Der Nordast vor dem Umbau - © Stefan Warda


Kopenhagen, Nørrebrogade: Der Nordast vor dem Umbau - © Stefan Warda


Kopenhagen, Nørrebrogade: Die im nördlichen Ast bis letztes Jahr verbreiterten Radwege - © Stefan Warda



Nyhavn
 

Kopenhagen, Nyhavn: Vor der Umgestaltung ohne Radweg - © Stefan Warda


Kopenhagen, Nyhavn: Seit der Umgestaltung für den Anschluß an die neue Inderhavnsbroen gibt es einen Radweg entgegen der Einbahnrichtung. Dafür wurden Stehzeugflächen geopfert. Dennoch steht dieser neue Radweg in der Kritik der Radfahrer - © Stefan Warda

Kopenhagen, Nyhavn: Vor der Ummarkierung viel Platz für Stehzeuge - © Stefan Warda


Kopenhagen Nyhavn: Nach der Ummarkierung mehr Platz für Radfahrer - © Stefan Warda


 Østerbrogade

Kopenhagen, Østerbrogade: Auch für diesen Straßenzug wird eine Radwegeverbreiterung gewünscht - © Stefan Warda

 

 Stormgade

Kopenhagen, Stormgade: Vor dem Umbau 2010 gab es vier Fahrspuren und keine Radverkehrsanlagen - © Stefan Warda


Kopenhagen, Stormgade: Nach dem Umbau 2010 gab es beidseitig Radwege und nur noch drei Fahrspuren - © Stefan Warda


Kopenhagen, Sormgade / Vester Voldgade: Vor dem Umbau 2010 - © Stefan Warda


Kopenhagen, Stormgade / Vester Voldgade: Nach dem Umbau 2010 - © Stefan Warda


Kopenhagen, Stormgade / Vester Voldgade: Vor dem Umbau 2010 - © Stefan Warda


Kopenhagen, Stormgade / Vester Voldgade: Nach dem Umbau 2010 - © Stefan Warda


Kopenhagen, Stormgade / Hans Christian Andersens Boulevard: Vor dem Umbau 2010 - © Stefan Warda


Kopenhagen, Stormgade / Hans Christian Andersens Boulevard: Nach dem Umbau 2010 - © Stefan Warda

 

 Tietgensgade

Kopenhagen, Tietgensgade: Radwegeverbreiterung gewünscht - © Stefan Warda

Torvegade

Kopenhagen, Torvegade: Derzeit je Fahrtrichtung ein Radweg, eine Busspur, eine Spur für den MIV - © Stefan Warda


Vesterbrogade

Kopenhagen, Vesterbrogade / Trommesalen: Vor dem Umbau 2014 - © Stefan Warda

Kopenhagen, Vesterbrogade / Trommesalen: Nach dem Umbau 2014 - © Stefan Warda

Kopenhagen, Vesterbrogade / Viktoriagade: Nach dem Umbau 2014 - © Stefan Warda

Kopenhagen, Vesterbrogade / Viktoriagade: Nach dem Umbau 2014 - © Stefan Warda

Kopenhagen, Vesterbrogade / Bagerstræde: Dieser Straßenabschnitt soll noch umgestaltet werden - © Stefan Warda

 

In der Nachbarkommune Frederiksberg wurden die Radwege des Gammel Kongevej als zu eng benannt. Dort sind die Radwege eindeutig schmaler als das in Kopenhagen übliche Standardmaß von 2,2 Metern und schon seit vielen Jahren der Radverkehrsbelastung nicht mehr gewachsen.

 

Frederiksberg, Gammel Kongevej

Frederiksberg, Gammel Kongevej - © Stefan Warda

Frederiksberg, Gammel Kongevej - © Stefan Warda

 

 

Radverkehrsgerechtere Ampelschaltungen

Für einen gleichmäßigeren Radverkehrsfluss mit weniger Staus wurden zahlreiche Ampelkreuzungen benannt, u.a.:
  • Søtorvet
  • Tietgensgade / H. C. Andersens Boulevard
  • Torvegade


Kopenhagen, Dronning Louises Bro / Søtorvet: An dieser Kreuzung müssen Radfahrer morgens in der Hauptverkehrszeit zum Teil zwei Rotphasen abwarten, bis sie über die kreuzung kommen - © Stefan Warda



Kopenhagens Radverkehrsförderung geht zulasten des MIV

Die endgültige Entscheidung für die Aufnahme der jeweiligen Strecken für Radwegeneubau, Radwegeausbau und Ampeloptmierungen in den Radwegeprioritätsplan wird sicherlich mit Spannung erwartet. Schon die bisherigen Straßenumgestaltungen zur Einbettung neuer oder breiterer Radwege waren sehr ambitioniert. Deutsche Kommunen, Bürgermeister und Lokalpolitiker sollten sich ein Beispiel daran nehmen. Gerne erzählen deutsche Amtsleiter und Politiker das Märchen von den überaus breiten Straßen in Kopenhagen, die den Bau besserer Radwege als in Deutschland ermöglichten. Dabei sind die Straßen Kopenhagens nicht breiter, sondern in Kopenhagen werden andere Prioritäten gesetzt: Weniger Flächen für Stehzeuge, weniger Fahrspuren, mehr und breitere echte Radwege.

Auch Kopenhagens Straßen sind relativ eng, zum Teil sogar sehr eng. Insbesondere das Beispiel um den Einbau von Radwegen in der Stormgarde im Jahr 2010 zeigt, dass auch in Kopenhagen der MIV Flächen abtreten muss, wenn der Radverkehr gefördert werden soll. Von zuvor vier Fahrspuren ohne Radverkehrsanlagen wurde damals eine Fahrspur aufgelöst, dafür je Fahrtrichtung ein Radweg angelegt. Heute wünschen sich die Bürger eine Verbreiterung dieser Radwege. Wird die Stadt Kopenhagen diesem Wunsch entsprechen? Wie würde der zukünftige Straßenquerschnitt bei noch breiteren Radwegen aussehen? Schon vor dem Umbau 2010 staute sich der Verkehr in der Stormgarde weite bis zur Schloßkirche in der Vindebrogade zurück. Durch den Umbau hat sich die Situation für den MIV nicht vereinfacht. Radfahrer können jedoch in der Hauptverkehrszeit relativ bequem am Stau vorbeifahren. Immerhin könnte die im Bau befindliche Ringlinie der Metro eine Entlastung für die Stormgade schaffen. Die zukünftige Metrolinie würde einige der Buslinien entlasten, die derzeit noch gebündelt durch die Stormgade geführt werden und durch den alltäglichen Stau betroffen sind.

Auch der Fall des Bremerholm-Umbaus zeigt, dass neue Radverkehrsinfrastruktur angenommen wird. Noch vor drei Jahren gab es in der Einbahnstraße keinerlei Radverkehrsanlagen. Seit dem Umbau hat die Straße für beide Fahrtrichtungen Radwege oder Radfahrstreifen. Der MIV musste Flächen abtreten. Auch für Bremerhom wurde nun eine Radwegeverbreiterung gewünscht.

Die Bemühungen um den Ausbau Kopenhagens zu einer der weltbesten Fahrradstädte würden von manchen deutschen Politikern oder Lobbyisten - sei es derzeit in Berlin, oder ansonsten auch in Hamburg - sicherlich mit Bevormundung, Fahrradwahn, Ideologisierung oder Schikanierung beschimpft. Wer das Radfahren jedoch ernsthaft fördern will, muss Flächen des MIV dem Radverkehr zuführen, damit die Bürger gerne Fahrrad fahren. Die Straßenräume sind endlich.




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