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7. Mai 2026

Hamburg-Wandsbek: Umbau des Kupferdamms hat begonnen

 

 Aktualisiert um 20.30 Uhr

Kupferdamm / Pulverhofsweg: aktuelle Baustelle - © Stefan Warda

 

Autogerechte Stadt: Jahrzehntelang geduldetes Kampfparken beeinträchtigte dauerhaft Nutzbarkeit des "Radwegs" 

Letzten Montag haben die Bauarbeiten der Grundinstandsetzung des Kupferdamms zwischen Pulverhofsweg und dem Kreisverkehr mit dem Sonnenweg im Bezirk Wandsbek begonnen. Der Kupferdamm hatte in diesem Abschnitt bislang nur in Richtung Süden einen unbenutzbaren 1,5 Meter breiten Fakeradweg, dessen Benutzung durch wildparkende Stehzeuge beeinträchtigt war. Radfahrende waren durch das jahrzehntelang geduldete Wildparken (halb auf dem durch Wildparken zerstörten Grünstreifen, halb auf der Fahrbahn bzw. halb auf dem Radweg und halb auf dem durch Wildparken zerstörten Grünstreifen) der Dooringgefahr ausgesetzt. Ein Mindestabstand von einem Meter zu den Stehzeugen war auf dem Fakeradweg nicht möglich. Zudem war der "Radweg" seit Jahrzehnten kaum noch instandgehalten worden. Der "Radweg" wies zahlreiche Unebenheiten und Belagswechsel auf. In Fahrtrichtung Norden hatte der Abschnitt zuletzt keine Radverkehrsanlagen. Angesichts des geduldeten Wildparkens mussten Radfahrende in beide Fahrtrichtungen die Fahrbahn benutzen.

 

Kupferdamm / Kroneweg: Benutzungspflichtiger "Radweg" und "Grünstreifen" Zustand 2007 - © Stefan Warda

Kupferdamm / Kroneweg: "Radweg" und "Grünstreifen" Zustand 2016 - © Stefan Warda

Kupferdamm / Kroneweg: "Radweg" und "Grünstreifen" Zustand 2026 - © Stefan Warda

Kupferdamm 59: Benutzungspflichtiger "Radweg" und "Grünstreifen" Zustand 2009 mit Kampfparken - © Stefan Warda

Kupferdamm 59: "Radweg" und "Grünstreifen" Zustand 2016 - © Stefan Warda

Kupferdamm 59: "Radweg" und "Grünstreifen" Zustand 2026 - © Stefan Warda

Kupferdamm 29: "Radweg" und "Grünstreifen" Zustand 2016 mit Kampfparken - © Stefan Warda

Kupferdamm 29: "Radweg" und "Grünstreifen" Zustand 2026 mit Kampfparken - © Stefan Warda

Kupferdamm 63: "Radweg" und Grünstreifen Zustand 2016 - © Stefan Warda

Kupferdamm 63: "Radweg" und Grünstreifen Zustand 2026 - © Stefan Warda

Kupferdamm / Barenkrug: in Fahrtrichtung Norden keine Radverkehrsanlage, gegenüber Blockade des Radwegs - © Stefan Warda

 

Der geplante Umbau sieht eine Beseitigung des Fakeradwegs vor. Stattdessen sollen auf dem Bereich des bisherigen "Radwegs" überwiegend Stellflächen für Stehzeuge entstehen. Insgesamt soll der umgebaute Kupferdamm fünf zusätzliche Stellplätze für Stehzeuge bieten. Dazu bemerkt das Bezirksamt Wandsbek, dass sich im Kupferdamm keine regelkonformen Radverkehrsanlagen anlegen ließen.

"Die Planung sieht die Führung des Radverkehrs im Mischverkehr bei Tempo 30 vor, da sich im Kupferdamm keine regelkonformen Radverkehrsanlagen anlegen lassen, ohne entweder den vorhandenen Baumbestand zu gefährden oder auf potenziellen Grunderwerb mit geringen Erfolgsaussichten zurückzugreifen. Auf die Anlage von eigenständigen Radverkehrsanlagen wird daher verzichtet." 

 

Kupferdamm / Pulverhofsweg: auf wenigen Metern Länge soll es ab der Kreuzung Radfahrstreifen geben (Zustand 2016) - © Stefan Warda

Kupferdamm / Pulverhofsweg: Zustand 2016 - © Stefan Warda

Kupferdamm 67: Zustand 2016 - © Stefan Warda

Kupferdamm 67: aktuelle Baustelle - © Stefan Warda

Kupferdamm / Pulverhofsweg: Blickrichtung Norden Zustand 2016 - © Stefan Warda

 

Richtig ist, dass sich bei der Anlage regelkonformer Radverkehrsanlagen auf beiden Straßenseiten lediglich "Schutzstreifen" herstellen lassen, ohne den Baumbestand zu gefährden. Die Fahrbahn soll zukünftig eine Breite von nur 6 Metern erhalten, um Radfahrenden im Mischverkehr mehr Sicherheit zu bieten. Nur im Kreuzungsbereich mit dem Pulverhofsweg soll der Kupferdamm 1,85 Meter breite Radfahrstreifen jeweils aus beiden Richtungen vor und hinter der Kreuzung erhalten. In diesem Bereich sind keine legalen Plätze für Stehzeuge vorgesehen. Das Bezirksamt Wandsbek erwägt, diese Radverkehrsanlagen in Richtung Rahlstedter Weg bei einer weiteren Grundinstandsetzung fortzusetzen. 

"Somit wird der Radverkehr zwischen dem Kreisverkehr Sonnenweg und dem Kroneweg auf etwa 320 Meter Länge bei Tempo 30 im Mischverkehr geführt, um die vorhandene Baumreihe zu schützen. Im Anschluss werden rund 100 Meter Radverkehrsanlagen vorgesehen, die gegebenenfalls im nächsten Ausbauabschnitt weiter nach Norden fortgeführt werden." 

Allerdings ist der nördlich anschließende Straßenquerschnitt deutlich schmaler, der Platz für eigenständige Radverkehrsanlagen ohne Grunderwerb unmöglich. 

 

Kupferdamm zwischen Pulverhofsweg und Rahlstedter Weg: beengter Straßenquerschnitt ohne Radverkehrsanlagen - © Stefan Warda

Kupferdamm zwischen Pulverhofsweg und Rahlstedter Weg: beengter Straßenquerschnitt ohne Radverkehrsanlagen - © Stefan Warda

 

 

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28. Februar 2026

Hamburg: Reeperbahn soll dauerhaft Rad-/Busspuren erhalten - Baubeginn am Montag

 

 

Reeperbahn: Verkehrsversuch mit Pop-up-Radspur im Verlauf der jetzigen Radroute 1 - © Stefan Warda

 

Die Verkehrsversuche mit Radfahrstreifen auf der Reeperbahn seien laut Mobilitätswendebehörde bsialng erfolgreich verlaufen. Montag sollen die Bauarbeiten für eine Verstetigung der Spuren beginnen. 

 

2023 wurde auf der Reeperbahn ein Radfahrstreifen (mit Freigabe für HVV-Busse) stadteinwärts und im Jahr 2024 ein Radfahrstreifen (ohne Freigabe für HVV-Busse) stadtauswärts eingerichtet. Ziel der Verkehrsversuche sei gewesen, die Sicherheit und Attraktivität des Radverkehrs deutlich zu erhöhen und zugleich die Verkehrsabläufe auf der vielbefahrenen Hauptverkehrsstraße zu prüfen.

 

Radroute 1, Reeperbahn: Radfahrstreifen mit Freigabe für HVV-Fahrzeuge - © Stefan Warda

Radroute 1, Reeperbahn: Radfahrstreifen mit Freigabe für HVV-Fahrzeuge - © Stefan Warda

Radroute 1, Reeperbahn: Radfahrstreifen mit Freigabe für HVV-Fahrzeuge - © Stefan Warda

 

Beobachtungen, Fahrzeitmessungen, Unfallanalysen sowie eine Online-Befragung hätten gezeigt, dass sich die neue Radverkehrsführung bewährt habe und der Verkehrsfluss für Kraftfahrzeuge nicht gravierend gestört wurde. Die Zahl der Radfahrenden sei überproportional gestiegen, Konflikte zwischen Verkehrsteilnehmenden blieben seien selten und meist geringfügig geblieben. Die neue Radverkehrsführung habe sich daher bewährt und soll dauerhaft eingerichtet werden. Mit der Verstetigung soll zusätzlich der Radfahrstreifen für den Busverkehr in Fahrtrichtung stadtauswärts freigegeben werden.  

In den ersten Märzhälfte soll in Fahrtrichtung stadteinwärts umgebaut werden, ab der zweiten Märzhäfte bis Ende März soll die nördliche Straßenseite stadtauswärts umgebaut werden.

 

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25. Januar 2026

Hamburg-St. Pauli: Radfahrstreifen auf Reeperbahn sollen im März verstetigt werden

 

  

Radroute 1, Reeperbahn / Spielbudenplatz: Rad-/Busspur - © Stefan Warda



Verkehrsversch erfolgreich - Radspuren sollen bleiben 

Im März 2026 sollen Bauarbeiten für die Radroute 1 auf der Reeperbahn anstehen. Die temporären Radfahrstreifen stadtauswärts Richtung Altona sollen für den HVV-Buslinienverkehr freigegeben und verstetigt werden. Die Pop-up-Radspuren stadteinwärts Richtung Osten sollen ebenfalls verstetigt. Die bislang gelben Markierungen im Rahmen des Verkehrsversuchs sollen durch weiße Markierungen ersetzt werden.

 

Reeperbahn vor Einrichtung der Radspuren - © Stefan Warda

Reeperbahn vor Einrichtung der Radspuren - © Stefan Warda

Reeperbahn / Detlev-Bremer-Straße vor Einrichtung der Radspuren - © Stefan Warda

Reeperbahn / Detlev-Bremer-Straße nach Einrichtung der Radspuren - © Stefan Warda

Reeperbahn / Hamburger Berg vor Einrichtung der Radspuren - © Stefan Warda

Reeperbahn / Hamburger Berg nach Einrichtung der Radspuren - © Stefan Warda

 

Hintergrund ist die Auswertung der Verkehrsversuche. Der Radfahrstreifen stadtauswärts sei "sehr gut" von Radfahrernden angenommen worden, stadteinwärts seien die Radverkehrsmengen überproportional angestiegen.

 

Reeperbahn / Talstraße nach Einrichtung der Radspuren - © Stefan Warda

 

Der vorhandene Hochbordradweg im Bereich Millerntorplatz bis Kleine Seilerstraße soll auf zwei Meter verbreitert werden. Ohne eine bauliche Trennung zum Gehweg werden Konflikte mit Gehenden jedoch weiterhin bestehen bleiben. 

 

Radroute 1, Reeperbahn 5-1: Hochbordradweg mit Konflikten mit Gehenden - © Stefan Warda

Radroute 1, Reeperbahn 1-5: Hochbordradweg mit Konflikten mit Gehenden - © Stefan Warda

 

Verbesserungen für die Kreuzung mit Zirkusweg / Helgoländer Allee / Millerntorplatz sind leider nicht geplant. Slalomführungen und Konflikte mit Gehenden werden somit bestehen bleiben.

 

Radroute 1, Reeperbahn / Zirkusweg: Hochbordradweg mit Konflikten mit Gehenden - © Stefan Warda

Radroute 1, Reeperbahn / Helgoländer Allee: Slalomradweg Richtung Millerntordamm mit Konflikten mit Gehenden - © Stefan Warda

 

 

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20. Januar 2026

Hamburg-Altona: Teilabschnitt der Friedensallee soll umgebaut werden

 

 

Friedensallee: Vorhandener Fakeradweg - © Stefan Warda

 

Laut Abendblatt [€] soll dieses Jahr ein Teilabschnitt der Friedensallee umgestaltet werden. Zwischen Friesenweg und Händelstraße soll eine Straßengrundinstandsetzung vorgenommen werden. Radfahrende sollen statt der bisherigen Fakeradwege komfortablere Radverkehrsanlagen erhalten, u.a. breitere Radwege, Protected Bike Lanes bzw. Radfahr- und Schutzstreifen. 

Ursprünglich sollte der Umbau für den Straßenabschnitt zwischen Friesenweg und Bahrenfelder Marktplatz / Von-Sauer-Straße erfolgen. Doch die Erarbeitung des "Masterplan Parken" führt landesweit zu Verzögerung von durchgeplanten Straßenbauprojekten.

 

 

 

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14. Januar 2026

Etikettenschwindel "Winterdienst": Das ewige Märchen vom Winterdienst auf Radwegen in Hamburg

 

 Aktualisiert um 22.16 Uhr

Radroute 7, Thadenstraße / Grundschule: Unbenutzbare Fahrradstraße trotz versprochenem "Winterdienst" - © Stefan Warda

 

Das ewige Märchen vom Winterdienst auf Radwegen in Hamburg 

Die Stadt Hamburg verspricht Radfahrenden einen Winterdienst auf "einem ausgewählten, zusammenhängendem Radwegenetz". Das ist ein schönes Versprechen, hat mit der Realität allerdings nichts zu tun. 

Die Wahrheit über den "Winterdienst" in der "Fahrradstadt Hamburg": Es gibt keinen Winterdienst auf einem zusammenhängenden Radwegenetz. Viele der Radverkehrsanlagen, ob Hochbordradwege, Radfahrstreifen oder aber Fahrradstraßen, für die laut Winterdienstkarte im Geoportal Hamburg ein Winterdienst angegeben ist, erfahren seit Jahren keinen Winterdienst. Dies hat auch nichts mit dem angeblich außergewöhnlichen Winter im Januar 2026 zu tun. Auch bei gewöhnlichen milderen Wintern werden viele der auf der Winterdienstkarte verzeichneten Straßen keine Winterdienste gewährleistet.

 

Radroute 7, Thadenstraße / Grundschule: Unbenutzbare Fahrradstraße trotz versprochenem "Winterdienst" - © Stefan Warda

Radroute 7, Thadenstraße / Grundschule: Unbenutzbare Fahrradstraße trotz versprochenem "Winterdienst" - © Stefan Warda

Radroute 7, Beim Grünen Jäger / Neuer Pferdemarkt: Fahrradstraße hatte keinen Winterdienst gesehen - © Stefan Warda

Radroute 7, Beim Grünen Jäger / Neuer Pferdemarkt: Fahrradstraße hatte keinen Winterdienst gesehen - © Stefan Warda

Radroute 7, Neuer Pferdemarkt: Radweg hatte keinen Winterdienst gesehen - © Stefan Warda

Radroute 7, Neuer Pferdemarkt: Radweg hatte keinen Winterdienst gesehen - © Stefan Warda

Radroute 7, Neuer Pferdemarkt: Radweg hatte keinen Winterdienst gesehen - © Stefan Warda

Radroute 7, Neuer Pferdemarkt: Radweg hatte keinen Winterdienst gesehen (gilt auch für die Gegenrichtung!) - © Stefan Warda

 

48 Stunden nach Einsetzen des Tauwetters nach Schneefällen und Frosttagen sind zahlreiche der in der Winterdienstkarte angegebenen Strecken immer noch für Radfahrende unbefahrbar. Beispielsweise hat es auf der Radroute 7 zwischen Neuer Pferdemarkt und Max-Brauer-Allee keinen Winterdienst gegeben. Die Thadenstraße ist im Bereich der Grundschule bei der Wohlers Allee auch heute nicht befahrbar. Gleiches gilt für den Kreuzungsbereich am Neuen Pferdemarkt, den Sievekingplatz und Johannes-Brahms-Platz.

 

Radroute 15, Neuer Pferdemarkt: Radfurt hatte keinen Winterdienst gesehen - © Stefan Warda

Radroute 15, Neuer Pferdemarkt: Radweg hatte keinen Winterdienst gesehen - © Stefan Warda

Radroute 15, Neuer Pferdemarkt: Radweg hatte keinen Winterdienst gesehen - © Stefan Warda

Radroute 15, Neuer Pferdemarkt: Radfahrstreifen hatte keinen Winterdienst gesehen - © Stefan Warda

 

Ebenso immer noch unbenutzbar sind wesentliche Abschnitte des Gorch-Fock-Walls, Abschnitte der Radroute 15 am Neuen Pferdemarkt und der Schanzenstraße. Auch in anderen Stadtteilen sieht es nicht besser aus.

 

Zukünftige Radroute 15, Schanzenstraße: Für diesen Radweg ist ein Winterdienst vorgesehen, aber nicht erfolgt - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 15, Schanzenstraße: Für diesen Radweg ist ein Winterdienst vorgesehen, aber nicht erfolgt - © Stefan Warda

 

Radfahrende müssen also immer noch in Straßen, für deren Radverkehrsanlagen ein Winterdienst vorgesehen ist, auf der Fahrbahn fahren. Der "Winterdienst auf Radwegen" existiert leider nur virtuell auf der Winterdienstkarte im Geoportal, der Internetseite der Stadtreinigung und möglicherweise in Hochglanzbroschüren der Stadt Hamburg, nicht aber in der Realität auf Hamburgs Straßen.

 

 

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