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6. März 2023

Verkehrsminister Wissing gibt 110-Millionen-Förderprogramm für Fahrradparkhäuser bekannt

 

 

Utrecht, Einfahrt zum weltgrößten Fahrradparkhaus an der Centralstation - © Stefan Warda

 

 

Mit einem bundesweitem Förderprogramm soll das Pendeln mit Rad und Bahn gefördert werden. Laut ZEIT stellt Bundesverkehrsminister Volker Wissing 110 Millionen Euro bis 2026 für Fahrradstellplätze an Bahnhöfen in Aussicht. Mit dieser Fördersumme könnte in den Jahren 2023 bis 2026 pro Jahr nahezu je ein Fahrradparkhaus nach Utrechter Vorbild gebaut werden. Das größte Fahrradparkhaus der Welt mit 12.500 Stellplätzen soll 30 Millionen Euro gekostet haben.

Eines der beiden neuen Unterwasserfahrradparkhäuser am Amsterdamer Hautptbahnhof mit 4.000 Stellplätzen kostete 25 Millionen Euro. Das Förderprogramm des Verkehrsministeriums würde ebenso für je ein solches Parkhaus pro Jahr reichen.


 

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21. September 2021

Hamburg: Vorzeigeradweg der zukünftigen Veloroute 5N am Pergolenviertel bleibt weiterhin gefährlich

Future cycle route in Hamburg: Residents worried about traffic safety

Aktualisiert am 22.09.2021 

Zukünftige Veloroute 5N, Pergolenviertelradweg - © Stefan Warda
 
 

Vor zwei Jahren wurde der Radweg am Pergolenviertel in Winterhude für die zukünftige Veloroute 5N feierlich mit einer Balloninstallation eingeweiht. Der etwa 1,2 Kilometer lange Radweg verknüpft Saarlandstraße und Sengelmannstraße und unterquert dabei die stark befahrene Jahnbrücke (Ring 2) wie auch die Hebebrandstraße auf der Trasse einer Jahrzehnte zurvor geplanten Stadtautobahn Richtung Norderstedt. Die zuständige Verkehrsbehörde verkündete zur Eröffnung damals, dass der neue Radweg "Maßstäbe für den Radschnellwegestandard und künftige Fahrradinfrastruktur" setzen würde.

"Das neue Teilstück der Veloroute 5 ist eine selbständig geführte Wegeverbindung für den Radverkehr, separiert vom Fußverkehr und von den stark befahrenen Straßen Hebebrandstraße und Jahnring. Auf rund 1,2 Kilometern Länge und mit vier Metern Breite ist es die ideale städtebauliche Einbindung zwischen dem neuen Wohnquartier Pergolenviertel und der Bürostadt City Nord in landschaftlich attraktiver Kulisse und setzt so Maßstäbe für den Radschnellwegestandard und künftige Fahrradinfrastruktur." 

 

Zukünftige Veloroute 5N, Unterführung an der Jahnbrücke - © Stefan Warda

 

Zwar lässt es sich auf dem Neubauabschnitt des Radwegs zwischen Saarlandstraße und Sengelmannstraße, der innerstädtische Zulaufstrecke für den geplanten Radschnellweg Hamburg - Norderstedt - Kaltenkirchen - Bad Bramstedt werden soll, zügig radeln. Jedoch gibt es etwa auf der Hälfte der Strecke eine Kreuzung, an der Radfahrende auf dem Radweg der zukünftigen Veloroute keine Vorfahrt genießen. Im Juli geschah dort ein Unfall mit einem Radfahrer, der mit einem vorfahrtberechtigten Pkw kollidierte und schwere Verletzungen erlitt (laut Polizeibericht Armfraktur, Schulterverletzung, lebensgefährliche Kopfverletzung).   

Radschnellwegenetz für Hamburg: Pergolenviertelradweg Teil der Radschnellnetzplanungen - © Behörde für Verkehr und Mobilitätswende

 

Anwohnende an der zukünftigen Veloroute 5N am Pergolenviertel sind trotz des Maßstäbe setzenden Radschenllwegstandards besorgt um die Sicherheit der Radfahrenden - insbesondere an der genannten Kreuzung Limaweg / Dakarweg. Erschwerend komme hinzu, dass aufgrund der Bautätigkeiten im Pergolenviertel im Dakarweg bis dicht an die Kreuzung mit dem Radweg Stehzeuge abgestellt werden, wodurch die Sicht auf die Kreuzungssituation erheblich beeinträchtigt sei.

 

"... ich wohne mit meiner Familie im nördlichen Teil des neu gebauten Pergolenviertels mit direktem Blick auf die Veloroute 5.

An der Kreuzung der Veloroute mit dem Dakarweg (zur Zeit die einzige Zufahrtsstraße zum Viertel) ist es in der jüngsten Vergangenheit zu mehreren Beinahe-Unfällen und einem tatsächlichen Unfall gekommen. Das liegt vor allem daran, dass dem Fahrradverkehr hier keine Vorfahrt eingeräumt wird und außerdem keine ausreichende Kennzeichnung der Veloroute für Autofahrer besteht. 

Wir machen uns im Viertel große Sorgen, dass noch weitere Unfälle passieren und suchen gerade jeden Weg, damit sich da politisch etwas bewegt. Das Thema ist angeblich schon auf der Agenda der Bezirksversammlung, aber es bewegt sich dennoch bisher nichts."

Zukünftige Veloroute 5N, gefürchtete Kreuzung am Dakarweg - © Stefan Warda

Dakarweg / Limaweg, Kreuzung mit der zukünftigen Veloroute 5N - © Stefan Warda

 

Warum in Hamburg lediglich an ganz wenigen einzelnen Beispielen Radfahrenden im Verlauf von Radwegen oder Radverbindungen Vorfahrt gegenüber querenden Straßen einräumt wird, ist unverständlch. Eine bekannte Stelle gibt es für die Veloroute 11 (LOOP) im Verlauf des Gert-Schwämmle-Wegs an der Hermann-Westphal-Straße in Wilhelmsburg. 

 

Veloroute 11 / LOOP, Gert-Schwämmle-Weg / Hermann-Westphal-Straße: Vorfahrt auf der Veloroute - © Stefan Warda

 

Andere Städte sind da wesentlich fortschrittlicher. Nicht nur in Houten, wo der Radverkehr auf Radwegen an den meisten Kreuzungen Vorfahrt vor querenden Straßen hat, sondern auch in Großstädten wie Amsterdam oder Malmö haben Radfahrende auf wichtigen Hauptrouten Vorfahrt gegenüber Querstraßen, auch bei größeren Autoverkehrsmengen als an Hermann-Westphal-Straße oder Dakarweg. Für die "Fahrradstadt" Hamburg bleibt diesbezüglich noch sehr viel Luft nach oben.


Malmö

Malmö, Kungsgatan / Exercisgatan: Vorfahrt auf dem Radweg - © Stefan Warda

Malmö, Kungsgatan / Exercisgatan: Vorfahrt auf dem Radweg - © Stefan Warda

Malmö, Exercisgatan / Kungsgatan: Vorfahrt für den querenden Radweg - © Stefan Warda

Malmö, Exercisgatan / Kungsgatan: Vorfahrt für den querenden Radweg - © Stefan Warda

 

Amsterdam

Amsterdam, Arlandaweg / Kingsfordweg: Vorfahrt auf dem Radweg - © Stefan Warda

Amsterdam, Kingsfordweg / Arlandaweg: Vorfahrt auf dem querenden Radweg - © Stefan Warda

Amsterdam, Brettenpad / Velserweg: Vorfahrt auf dem Radweg - © Stefan Warda

Amsterdam, Brettenpad / Velserweg: Vorfahrt auf dem Radweg - © Stefan Warda

 

Beuningen

Radschnellweg in Beuningen, Burgermeester van Suchtelenstraat / Wilhelminalaan: Vorfahrt auf dem Radschnellweg nach Nijmegen - © Stefan Warda

Radschnellweg in Beuningen, Burgermeester van Suchtelenstraat / Wilhelminalaan: Vorfahrt auf dem Radschnellweg nach Nijmegen - © Stefan Warda

Radschnellweg in Beuningen, Burgermeester van Suchtelenstraat / Wilhelminalaan: Vorfahrt auf dem Radschnellweg nach Nijmegen - © Stefan Warda

Radschnellweg in Beuningen, Burgermeester van Suchtelenstraat / Wilhelminalaan: Vor dem Umbau Vorfahrt im Verlauf der Querstraße - © Stefan Warda

Radschnellweg in Beuningen, Burgermeester van Suchtelenstraat / Wilhelminalaan: Vor dem Umbau Vorfahrt im Verlauf Wilhelminalaan. Immerhin gab es eine Aufpflasterung im Kreuzungsbereich - © Stefan Warda

 

 

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6. Oktober 2018

"Handshake" für fahrradfreundlichere Städte: Amsterdam, Kopenhagen und München wollen zehn europäischen Städten Hilfestellung geben

"Handshake": Amsterdam, Copenhagen and Munich to help ten European cities on their way to more cycle friendly cities


Kopenhagen, Dronning Louises Bro - © Stefan Warda


Vertreter von dreizehn europäischen Städten trafen diese Woche zum ersten Mal in Kopenhagen zusammen, um sich gegenseitig zu noch besseren Fahrradstädten zu inspirieren. Amsterdam, Kopenhagen und ausgerechnet München gelten im Rahmen des Projekts "Handshake" als Mentorenstädte für zehn ausgewählte euopäische Städte: Bordeaux, Brügge, Cadiz, Dublin, Krakau, Helsinki, Manchester, Rom, Riga und Turin. Neben den Städten sind auch Organisationen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen Teilnehmer des neu gegründeten Konsortiums, die den internationalen Wissensaustausch stärken und in den Städten noch mehr Menschen zu Radfahrenden zu verwandeln wollen.


München, Radverkehr auf der Hackerbrücke - © Stefan Warda

München: Typischer benutzungspflichtiger Fakeradweg im Dooringbereich (hier Arnulfstraße) - © Stefan Warda

München: Fakeradweg mit Benutzungszwang - © Stefan Warda



Das Projekt "Handshake" wird vollständig aus einem EU-Förderprogramm finanziert und soll in den nächsten dreieinhalb Jahren laufen. Die Stadt Kopenhagen hofft dabei von Amsterdams Erfahrungen im Umgang Fahrradstellplätzen, Fahrradstationen, verwaisten Fahrrädern bzw. Schrotträdern zu profitieren.


Amsterdam, Fahrradstellplätze am Hauptbahnhof - © Stefan Warda


Übrigens will die Stadt Kopenhagen für das Jahr 2019 rund zehn Millionen Euro für den Ausbau des Radverkehrs bereitstellen. Das entspricht etwa 16,40 Euro pro Einwohner.



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6. April 2014

Radverkehr in Deutschland, Kopenhagen und Amsterdam

Cycling in Germany, Copenhagen and Amsterdam


© hamburgize.com / Stefan Warda


Die Welt am Sonntag von heute beschäftigt sich ausführlich mit der Renaissance des Radverkehrs in Kopenhagen und anderen Städten. Ein sehr lesenswerter Artikel.

Today Welt am Sonntag reports about cycling in Germany, Copenhagen and Amsterdam. Focus is on the differences of cycle culture and the rebirth of cycling. An important article.


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28. Oktober 2013

Parken ohne Ende?

Parking Without End?


Hagen, Wehringhauser Straße - Legalisiertes Gehwegparken
Die autogerechte Stadt - Beispiel Hagen
Car City - Hagen

Neulich hatten die Grünen in Hamburg ein neues Wahlprogramm veröffentlicht. Sogleich haben Medien ein besonders heiß umstrittenes Detail herausgepickt: Das bislang kostenfreie Parken in Hamburg. Denn die Grünen möchten den Beispielen der Städte München, Kopenhagen oder Amsterdam, Groningen und ´s Hertogenbosch folgend Parken innerhalb des Ring 2 kostenpflichtig machen.


Hagen, Wehringhauser Straße - Legalisiertes Gehwegparken
Die autogerechte Stadt - Beispiel Hagen
Car City - Hagen

Wie schädlich Parken ohne Ende für unsere Städte ist zeigen unwirtliche Stadträume, die bis zum Anschlag mit Blechhüllen zahlloser Stehzeuge zugestellt sind. Stadträume wurden zu Unorten, die von Passanten gemieden werden. Für andere Verkehrsteilnehmer, wie Fußgänger und Radfahrer, bleibt wenig Platz, für Anwohner bieten diese Unorte kaum noch irgendeine Aufenthaltsqualität.


Hagen, Augustastraße - Parken neben "Rad"- und "Gehweg"
Die autogerechte Stadt - Beispiel Hagen
Car City - Hagen

´s Hertogenbosch bietet nur noch wenige innerstädtische Parkplätze, die allerdings alle kostenpflichtig sind. Autofahrende können jedoch ihre Fahrzeuge auf großen zentralen Parkplätzen am Stadtrand abstellen und von dort bequem mit Bussen das Stadtzentrum anfahren. So konnte der Charakter der Altstadt bewahrt werden. Straßen dienen den Menschen als Stadträume, nicht aber als Verkehrsräume für abgestellte Fahrzeugen.


Hagen, Kurt-Schumacher-Ring - Dauerparkplatz auf dem Radweg
Die autogrechte Stadt - Beispiel Hagen
Car City - Hagen

In München greift innerhalb des Altstadtrings das Parkraum-Management. Bis 19 Uhr kostet Parken 2,50 € je Stunde, bis 23 Uhr sind noch 1 € zu bezahlen. Anwohner der Altstadt dürfen zeitlich unbefristet und unentgeltlich parken.


Kopenhagen: In der inneren Stadt gibt es nur Bezahlparkmöglichkeiten
Copenhagen: Car Parking in the city


In Kopenhagen ist das Parken in der Innenstadt und den angrenzenden Stadtteilen kostenpflichtig. Die Preise für das Parken sind gestaffelt. Je zentraler desto teurer das Parken. Parken in der roten Zone (rund um die Fußgängerzone) kostet 4 € (30 DKK) / Stunde, in der grünen Zone (innerhalb des Wallrings) kostet es 2,40 € (18 DKK) / Stunde  und in der blauen Zone (innerhalb Ring 2) 1,50 € (11 DKK) / Stunde in der Zeit von 8-18 Uhr, von 18-23 Uhr kostet Parken in allen Zonen 1,50 € (11 DKK) / Stunde und im Zeitraum 23-8 Uhr kostet es 0,40 € (3 DKK) / Stunde. Beim Falschparken innerhalb der Zonen sind 68 € (510 DKK) fällig.



Kopenhagen: Die Preisgestaltung der Parkmöglichkeiten richtet sich nach der Entfernung zum Stadtzentrum
Copenhagen: Price of car parking depends on distance to the center


In Amsterdam kostet das Parken im Zentrum 5 € je Stunde. Ähnlich wie in Kopenhagen reduziert sich die Parkgebühr mit der Entfernung zur Innenstadt. Wer außerhalb des Autobahnrings die P+R-Angebote nutzt bekommt für 8 € ein 24 Stunden-Ticket, das gleichzeitig als Tageskarte für den ÖV gültig ist.
In Basel wird es zukünftig kein freies Parken innerhalb der Innenstadt geben. Derzeit werden alle noch freien Parkplätze schrittweise umgewandelt in Bezahlparkplätze. In der Innenstadt kostet das Parken 2,45 € (3 CHF) je Stunde.


Stadtlandschaft wurde in Parkplatzlandschaft umgewandelt, deren Unwirtlichkeit nicht durch gut gestaltete Stadtparks aufgehoben werden kann, [. . . ]. (Prof. Dr. Hermann Knoflacher)


Es gilt heute mehr denn je eine Balance zu finden zwischen den Autolobbyisten, den Stadtbewahrern, den Mobilitätsbedürfnissen der Bewohner und Anliegerinteressen.  Heute ist klar, dass das Modell der autogerechten Stadt nicht funktioniert. Zu viele Parkplätze fördern nicht die Mobilität, sondern blockieren den gesamten Verkehr, zerstören das Stadtbild und fördern die Suburbanisierung. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung und das Land NRW zeigen in einer neuen Broschüre die Konflikte zwischen Nahmobilität und Autoparken auf.

Ansätze einer zeitgemäßen Parkraumpolitik mit dem erklärten Ziel, für andere Nutzungen, z.B. Nahmobilität, zurückzugewinnen, sind in Deutschland bislang kaum existent. Stattdessen entspricht es der kommunalen Praxis, dass bei Nutzungskonflikten das Autoparken Vorrang erhält. Die folge: verstopfte Straßen, die mehr und mehr zu einem Hemmnis für alle Verkehrsarten werden.

Zweite-Reihe-Parker behindern Bus- und Straßenbahnverkehr, Parkbuchten machen aus Radwegen engkurvige Geschicklichkeitsparcoure und schränken die Sichtbeziehungen an Kreuzungen und Einmündungen erheblich ein. Auch in Hamburg erdrückt die Überzahl an Parkplätzen die Entwicklungsmöglichkeiten der Stadt. Selbst bei aktuellen Radverkehrsprojekten gibt es immer noch Konflikte mit dem Autoparken. In der Adenauerallee werden Radfahrer im Verlauf der zukünftigen Veloroute 8 über Parkplätze geführt. Im Parkplatzsuchverkehr der Autofahrer müssen Radfahrer auf ihrem Weg auf der Veloroute absteigen und warten, während der Autoverkehr auf der Adenauerallee parallel dazu auf gesonderten breiten Fahrspur zügig und ungehindert fließt. In Tempo 30-Zonen, duch die Velorouten geführt werden, können Radfahrer und entgegenkommende Autofahrer sich nur schwer oder gar nicht begegnen, weil wie üblich beidseitig so viel Parkplätze wie gerade noch möglich eingerichtet sind. In sehr vielen Hamburger Straßen, wie z.B. der Langenhorner Chaussee und der Alsterkrugchaussee oder der Heimfelder Straße, sind die sogenannten "Radwege" wegen der ausgewiesenen "Parkplätze" zwischen "Radweg" und Fahrbahn nicht befahrbar. Die Politik ist bis heute überwiegend nicht bereit realen Platz für den Radverkehr bei unbenutzbaren, aber benutzungspflichtigen "Radwegen" zu schaffen. Die Novellierung der StVO von 1997 ist bis heute noch immer nicht umgesetzt, dank zahlreicher Politiker, die für den Vorrang für den Autoverkehr plädieren.

Die Reduzierung des Parkraums im öffentlichen Stadtraum ist eine der zentralen Aufgaben der Stadt- und Verkehrsplanung der nächsten Jahre und Jahrzehnte.




Autoparken und Radverkehr in Hamburg

Veloroute 8, Adenauerallee - Führung über Parkplätze
Neue Veloroute 8, Adenauerallee - Radverkehr auf Parkplätzen
New cycle route No. 8, Adenauerallee - Cycling through car parkings

Neue Veloroute 8, Adenauerallee - Radverkehr auf Parkplätzen

Veloroute 8, Adenauerallee - Führung über Parkplätze
Neue Veloroute 8, Adenauerallee - Radverkehr auf Parkplätzen: Im Parkplatzsuchverkehr der Autos müssen Radfahrer absteigen und warten

Veloroute 8, Adenauerallee - Führung über Parkplätze
Neue Veloroute 8, Adenauerallee - Radverkehr auf Parkplätzen: Im Parkplatzsuchverkehr der Autos müssen Radfahrer absteigen und warten

Veloroute 8, Adenauerallee - Führung über Parkplätze
Neue Veloroute 8, Adenauerallee - Radverkehr auf Parkplätzen: Im Parkplatzsuchverkehr der Autos müssen Radfahrer absteigen und warten

Veloroute 8, Adenauerallee - Führung über Parkplätze
Neue Veloroute 8, Adenauerallee - Radverkehr auf Parkplätzen: Im Parkplatzsuchverkehr der Autos müssen Radfahrer absteigen und warten. Die gelbe Linie zeigt den Weg der Veloroute an

Veloroute 8, Adenauerallee - Führung über Parkplätze
Neue Veloroute 8, Adenauerallee / Kreuzweg mit Autos und zum Vergleich . . . .

Veloroute 8, Adenauerallee - Führung über Parkplätze
. . . . ohne Autos

Veloroute 8, Horner Weg - Führung über Parkplätze
Zukünftige Veloroute 8 im Horner Weg: Das beidseitige Parken macht das Radeln bei stetem Autogegenverkehr äußerst unangenehm. Viele Radler werden in dieser Tempo 30-Zone lieber regelwidrig auf den Gehwegen fahren als auf der Fahrbahn angesichts der schmalen Fahrgasse zwischen Gegenverkehr und Parkplätzen
Narrow gap for cyclists between cars in the dooring zone - the future cycle route no. 8

Veloroute 1, Thadenstraße - Bei Gegenverkehr müssen Radler absteigen
Veloroute 1, Thadenstraße: Platz für Auto und Rad bei Gegenverkehr bleibt zwischen den Parkplätzen nicht - Radler müssen dann absteigen und entgegenkommende Autos passieren lassen - und das auf einer Veloroute, die den Radverkehr bündeln soll in einem radaffinen Stadtteil

Beim Schlump, Beginn des benutzungspflichtigen Radwegs
Beim Schlump: Bis unmittelbar vor dem Beginn des benutzungspflichtigen Radwegs darf geparkt werden, sodass Radler, die im slalom von der Fahrbahn auf den Radweg wechseln, radikal ausgebremst werden

Langenhorner Chaussee, Fake-"Radweg"
Autostadt Hamburg: Benutzungspflichtiger unbenutzbarer Fake-"Radweg" in der Langenhorner Chaussee
Car city Hamburg: A fake "cycle track" next to car parkings along Langenhorner Chaussee

Langenhorner Chaussee, benutzungspflichtiger Fake-"Radweg"
Autogerechtes Hamburg: Benutzungspflichtiger unbenutzbarer Fake-"Radweg" und legalisiertes Geh- und Radwegparken (Verkehrszeichen 315) in der Langenhorner Chaussee



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29. April 2013

Hamburg unter den weltbesten Fahrradstädten

Hamburg among the World´s Best Bicycle Cities


copenhagenize index 2013 bicycle friendly cities


Hamburg soll unter den besten Fahrradstädten der Welt sein. Das ist das Ergebnis des Copenhagenize Index 2013 Bicycle Friendly Cities. Grundlage der Betrachtung ist anders als beim Fahrradklima-Test des ADFC eine Auswertung unter 150 weltweit ausgesuchten größeren Städten und Metropolen, die von vierhundert freiwilligen Helfern bewertet wurden. Das Bewertungssystem fördert Städte mit Bonuspunkten, die in jüngster Zeit besonders aktiv Radverkehrsförderung betrieben haben. Zu den Kriterien zählen unter anderem Radwegenetz, Fahrradleihsystem, Abstellmöglichkeiten, aber auch Gendermix, Fahrradkultur, Verkehrsmittelwahl, vollzogene Steigerung des Radverkehrsanteils, Sicherheitsgefühl, Verkehrsplanung und Verkehrspolitik sowie Bemühungen um Autoverkehrsberuhigung.


Amsterdam, Haarlemmerdijk
1. Platz: Amsterdam / Bild: Radfahren in Amsterdam

Beim Copenhagenize Index belegt Hamburg unter 20 Städten den letzten Platz auf Rang 14. Insgesamt zählen drei deutsche Städte zu den weltbesten Fahrradstädten, neben Hamburg noch Berlin auf Rang 8 und München auf Rang 11. Sieger ist Amsterdam, knapp gefolgt von Kopenhagen. Die Niederlande sind mit drei Städten vertreten, neben Amsterdam noch mit Utrecht auf Rang 3 und Eindhoven auf Rang 6. Die Niederlande zeichnen sich nicht durch eine erst jüngst begonnene Renaissance der Radverkehrsförderung aus, sondern haben im Gegensatz zu den meisten anderen ausgewählten Städten eine lange Tradition kontinuierlicher und integrierter Radverkehrsplanung. Auch Frankreich weist drei fahrradfreundliche Städte aus, Bordeaux auf Rang 4, Nantes auf Rang 5 und Paris auf Rang 13. Frankreich zählt mit den teilnehmenden Städten zu den Newcomern unter den Fahrradstädten. Mit den guten Platzierungen der einzelnen Städte liegen die Niederlande und Frankreich noch vor Deutschland.

Kopenhagen, Søtorvet
2. Platz: Kopenhagen / Bild: Søtorvet im Winter

Weitere Sieger sind Antwerpen auf Rang 5, Malmö auf Rang 7, Dublin auf Rang 9, Tokyo auf Rang 10 gefolgt von Montreal, Nagoya, Rio de Janeiro, Barcelona und Budapest.


Malmö, Veloroute Kaptansgatan
7. Rang: Malmö / Bild: Veloroute Kaptansgatan im Winter

Beim ADFC Fahrradklima-Test 2012 ist die Rangfolge der drei deutschen Städte jedoch anders - München liegt vorn, vor Berlin und Hamburg. Zumindest hat München einen höheren Radverkehrsanteil als Berlin und betreibt die bekannte Radlhauptstadt-Kampagne.


Paris, Boulevard de Magenta
13. Rang: Paris / Bild: Typischer "Radweg" in Paris

Hamburgs Radfahrer werden verwundert sein über das Ergebnis der dänischen Untersuchung, schätzen die Hanseaten an der Elbe ihre Stadt doch ganz und gar nicht fahrradfreundlich ein.


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