Nach Aufhebung der Sperrung der Stresemannstraße unterhalb der Sternbrücke wurde letzten Donnerstag auch die Sperrung der Max-Brauer-Allee (zukünftige Radroute 14) rund um die Sternbrücke aufgehoben. In Fahrtrichtung Altona müssen Radfahrende auf der Fahrbahn radeln, in Fahrtrichtung Eimsbüttel steht Radfahrenden zwischen Bei der Johanniskirche und der Stresemannstraße eine neue Protected Bike Lane zur Verfügung. Unterhalb der Sternbrücke werden Radfahrende im weiteren Verlauf auf einen Radweg und anschließend auf eine temporäre Baustellenführung geleitet. Ab der anschließenden Tankstelle können Radfahrende den herkömmlichen alten Radweg nutzen. Der östliche Abschnitt der Max-Brauer-Allee zwischen Sternbrücke und Schulterblatt mit den alten Radwegen soll demnächst umgestaltet werden.
Aufgrund Instandhaltungsarbeiten an den Eisenbahnbrücken über die Julius-Leber-Straße ("Lessingtunnel") hat die Deutsche Bahn den Straßenverkehr einschränken lassen. Die Bauarbeiten haben im September begonnen und sollen laut Deutscher Bahn bis Ende des Jahres andauern.
Eine "Vollperrung" sei vom 17. November bis 1. Dezember notwendig, während der der Gehweg allerdings weiterhin nutzbar sein soll. Ein "Radweg" soll dann auch passierbar sein, jedoch nicht für Radfahrende: Fußgänger sollen diesen nutzen dürfen - das Schieben von Fahrrädern soll dabei erlaubt sein.
"Für die Arbeiten ist es erforderlich, ab Samstag, 6. September, die
Julius-Leber-Straße im Bereich des Lessingtunnels den Kfz-Verkehr
hauptsächlich einspurig an der Baustelle vorbeizuführen, um die
Verstärkung der Brückenkonstruktion herzustellen. Eine vollständige
Sperrung ist lediglich vom 17. November bis 1. Dezember notwendig. In dieser Zeit wird die Verstärkung der Brückenkonstruktion mit der bestehenden Brücke verbunden.
Der
Geh- und Radweg wird über die gesamte Bauzeit, auch während der
Vollsperrung passierbar sein. Radfahrende werden gebeten, ihre Räder zu
schieben."
Der Autoverkehr darf derzeit die südliche Fahrspur Richtung Innenstadt nutzen. Der begleitende Radfahrstreifen stadteinwärts wäre zwar uneingeschränkt nutzbar, allerdings wurde unverständlicherweise ein Radfahrverbot verhängt. Umleitungen für Radfahrende wurden nicht eingerichtet. Der "Lessingtunnel" soll Teil der zukünftigen Radroute 7 in Richtung Osdorf werden.
Bei DB Call a Bike sind ab sofort bis zum Ende des GDL-Streiks die ersten dreißig Minuten frei. Dies gilt jedoch nur für registrierte Nutzer von Call a Bike oder RegioRadStuttgart.
Laut Abendblatt plant die Deutsche Bahn die Erneuerung bzw. den Ersatz der Eisenbahnbrücken am Ferdinandstor, die die Velorouten 5 und 6 überspannen. Die Brückenbauarbeiten sollen 2022 beginnen und bis 2025 andauern. Vorbereitende Baumaßnahmen an der Bahnstrecke und den Böschungen wurden schon eingeleitet. Radfahrende werden sicherlich auch von den Baumaßnahmen betroffen sein.
ÖBB in partnership with DB, SBB/CFF/FFS and SNCF for European night train network
Aktualisiert am 14.12.2020
Quelle: Deutsche Bahn
Gestern verständigten sich die Bahnchefs von DB, ÖBB, SBB und SNCF auf eine Kooperation im europäischen Nachtreiseverkehr. In ihrem Memorandum of Understanding erklärten die Bahnen den schrittweisen Ausbau des Nachtzugverkehrs, der von den ÖBB unter der Marke "Nightjet" betrieben wird.
"As part of the overall efforts within the European Union to reduce carbon dioxide emissions and support sustainable travel, night trains can form an ideal supplement for cross border services.
DB, ÖBB, SBB and SNCF have joint forces to support the development of further night train services in Europe. We believe, that:
• Developing night trains helps to reduce CO2 emissions and supports the Paris Agreement of 2015 on climate protection
• Night trains can become a key element of a sustainable and environmentally friendly mobility and its integration in a global daily European rail network is important
• Cross-border night train services are operationally challenging and require a joint effort and political support
DB, ÖBB, SBB and SNCF have signed a Memorandum of Understanding to set the framework for a future collaboration for night train services. The parties plan to offer new night trains such as
December 2021: Vienna-Munich-Paris and Zurich-Amsterdam
December 2023: Vienna/Berlin-Brussels/Paris
December 2024: Zürich-Barcelona
Our efforts will be part of a larger scheme to work towards better international services within Europe."
Die Deutsche Bahn hatte bis Dezember 2016 schrittweise das europaweite Nachtzugnetz - zuletzt unter der Marke "Citynightline" - eingestellt. Es umfasste u.a. die Endpunkte Kopenhagen, Hamburg, Amsterdam, Paris, Zürich, Mailand, Rom, Venedig, München (Innsbruck), Wien, Prag und Berlin.
Quelle: dutch-it.eu
Nach Rückzug der Deutschen Bahn aus dem Nachtzugverkehr übernahmen
die ÖBB alle noch vorhandenen hochwertigen Schlafwagen sowie einen Teil
der Liegewagenflotte von der DB und bot die ehemals als Citynightline
bedienten Linien in ihrer Regie an: Hamburg / Berlin - Zürich, Hamburg -
München neu verlängert bis Innsbruck sowie Düsseldorf - München
ebenfalls verlängert bis Innsbruck, München - Rom und München - Venedig.
Derzeit
bedienen die ÖBB (abgesehen von den Einschränkungen durch die
Corona-Pandemie) folgende Linien, die Deutschland berühren: Hamburg -
Zürich, Hamburg - München - Innsbrück, Hamburg - Wien, Brüssel /
Düsseldorf - Köln - München - Innsbrück, Brüssel / Düsseldorf - Köln -
Wien, München - Venedig, München - Rom. Ohnehin wollen die ÖBB ab Februar 2021 ihre Linien Wien - Düsseldorf und Innsbruck - Düsseldorf über Düsseldorf hinaus bis Amsterdam verlängern. Damit wird die ehemals als Citynightline angebotene und im Dezember 2016 eingestellte Relation Amsterdam - München (- Innsbruck) wieder über eine regelmäßige Nachtzugverbindung verfügen.
Geplant sind nun laut
Vereinbarung der ÖBB mit den Partnerbahnen die Wiederaufnahme folgender
ehemaliger Citynightline-Verbindungen:
Amsterdam - Zürich (ab Dezember 2021 - von DB eingestellt 2016)
Paris - München - verlängert bis Wien (ab Dezember 2021 - von DB eingestellt 2014)
Brüssel - Berlin (ab Dezember 2023 - von DB eingestellt 2008)
Paris - Berlin (ab Dezember 2023 - von DB eingestellt 2014)
Ab
Dezember 2022 soll es die Wiederaufnahme der Linie Zürich - Rom geben,
die ehemals von den SBB betrieben wurde. Und ab Dezember 2024 soll es
die Wiederaufnahme der Linie Zürich - Barcelona geben, die ehemals mit
komfortablen Talgozügen der RENFE betrieben wurde. Für die Erweiterung des Angebots soll es ab 2022 neu entwickelte Zugkompositionen geben, die die ÖBB bei Siemens in Auftrag gegeben haben.
Gemeinsam mit @SiemensMobility bauen wir für euch den Nightjet der Zukunft. Werft einen ersten Blick ins Innere unserer neuen Nachtzüge die ab 2022 für euch im Einsatz sein werden 😍#nightjetliebe#nightjet
Die jetzt bei den ÖBB im Einsatz befindlichen rund vierzig Schlafwagen, die 2016 von der DB übernommen wurden, waren ab 2003 in Dienst gestellt worden und wurden ebenfalls bei Siemens gebaut.
"Die ÖBB betreibt erfolgreich auch in Deutschland Nachtzüge. [...] Von der DB wurden sie vor wenigen Jahren eingestellt. Nicht wegen fehlender Nachfrage, sondern wegen zu alter Wagen, die man nicht erneuern wollte. Gute Nacht, liebe Deutsche Bahn"https://t.co/Tgz4db7Q5t
Auch die
schwedische Regierung plant ins internationale Nachtzuggeschäft
einzusteigen. Geplant sind Verbindungen von Stockholm / Malmö nach Hamburg,
Köln und Brüssel.
Weiterhin bietet das Unternehmen RDC unter
Beteiligung von BTE seit diesem Jahr unter der Marke "Alpen-Sylt-Nachtexpress"
die nicht täglich verkehrende Nachtzugverbindung Westerland - Hamburg -
Frankfurt - München - Salzburg an. Die Züge sind aus Liegewagen, die ehemals der DB gehörten, zusammengestellt. Schlafwagen werden nicht angeboten. Wegen der Corona-Pandemie ist der Service derzeit eingestellt. Weitere saisonal verkehrende Nachtzuglinien gibt es unter der Marke "Urlaubs-Express" mit Zielen in Österreich und Norditalien.
Welche Bedeutung internationale Nachtreiseverbindungen vormals - vor der Konkurrenz der heute gar äußerst billigen Fluglinien - hatten, kann einem Beitrag der NDR Nordschau von 1963 [Link nun korrigiert] entnommen werden, die im NDR-Retro-Archiv eingestellt wurde. Darin werden mehrere internationale Nachtzugverbindungen zu Zeiten der Deutschen Bundesbahn erwähnt, wie z.B. Paris-Skandinavien-Express, Holland-Skandinavien-Express, Nord-West-Express, Nord-Express, Alpen-Express (Kopenhagen - Rom), München-Express, Hispania-Express (Hamburg - Barcelona).
Für Radfahrende ergeben sich mit
Nachtzugverbindungen z.B. viele interessante Möglichkeiten, Radurlaube im In- und Ausland mit dem
eigenen Fahrrad zu unternehmen.
Düsseldorf: Deutsche Bahn beschränkt seit heute Call-a-Bike-Leihradsystem auf nur noch eine Station
Die Deutsche Bahn schränkt ab heute ihr Leihräderangebot in Düsseldorf auf nur noch eine feste Ausleihstation am Hauptbahnhof ein. Grund für den Rückzug des Leihradsystems ist ein Rechtsstreit mit der Stadt Düsseldorf, bei dem die Deutsche Bahn als Betreiber von Call-a-Bike eine Niederlage beim OVG Münster erlitt.
"Die “Call a Bike“-Mietfahrräder der Deutschen Bahn dürfen in Düsseldorf nicht weiter im öffentlichen Straßenraum, etwa auf Gehwegen, abgestellt werden. Dies hat das Oberverwaltungsgericht heute im Eilverfahren entschieden und den vorausgehenden Beschluss des Verwaltungsgerichts Düsseldorf geändert. Die Stadt Düsseldorf hatte der Antragstellerin, der Deutsche Bahn Connect GmbH, per Ordnungsverfügung aufgegeben, die “komplette Leihfahrräderflotte“ aus dem öffentlichen Straßenraum zu entfernen und das Abstellen der Fahrräder auch in Zukunft zu unterlassen, weil die dafür erforderliche Sondernutzungserlaubnis fehle. Auf Antrag des Unternehmens hatte das Verwaltungsgericht Düsseldorf mit Eilbeschluss vom 15. September 2020 die Nutzung des öffentlichen Straßenraums vorläufig weiter zugelassen, weil das Aufstellen und Anbieten der Mietfahrräder keine Sondernutzung sei. Die dagegen gerichtete Beschwerde der Stadt Düsseldorf hatte Erfolg. Zur Begründung seines Eilbeschlusses hat das Oberverwaltungsgericht ausgeführt: Die Ordnungsverfügung sei voraussichtlich rechtmäßig. Das stationsunabhängige Aufstellen der Fahrräder im öffentlichen Straßenraum zwecks Vermietung sei eine Sondernutzung, wofür die Antragstellerin nicht die erforderliche Erlaubnis habe. Die Nutzung des öffentlichen Straßenraums durch das Abstellen der Fahrräder sei kein Gemeingebrauch.Denn die Straße werde hier nicht vorwiegend zum Verkehr genutzt; insbesondere seien die Mieträder nicht nur zum Parken abgestellt. Nach dem Geschäftsmodell der Antragstellerin (“Call a Bike“) stünden sie zwar auch zwecks späterer Wiederinbetriebnahme im Straßenraum. Im Vordergrund stehe aber der gewerbliche Zweck, mit Hilfe des abgestellten Fahrrads den Abschluss eines Mietvertrags zu bewirken. Die Nutzung der Straße unterscheide sich insofern nicht von sonstigem Straßenhandel, der regelmäßig als Sondernutzung zu qualifizieren sei. Die deshalb erforderliche Sondernutzungserlaubnis liege nicht vor, die Antragstellerin habe eine solche auch nicht beantragt. Der Beschluss ist unanfechtbar."
Das Ergebnis des Rechtsstreits dürfte übertragbar sein auf andere Leihsysteme, wie z.B. E-Scooter.
Für Reisende, die längere Distanzen entspannt bewältigen und dabei ein Fahrrad mitnehmen wollen, ist der Nachtreisezug besonders geeignet. In komfortablen Schlaf- und praktischen Liegewagen träumen die Reisenden waagerecht liegend dem Reiseziel entgegen, während das Fahrrad sicher verstaut mitreist. Paris, Amsterdam oder Kopenhagen waren ehemals angenehm erreichbar - inklusive Mitnahme des eigenen Fahrrads.
Nachdem die Deutsche Bahn das einstmals dichte Netz von Nachtreisezügen quer durch Europa - zuletzt unter der Marke "CityNightLine" - aus angeblich wirtschaftlichen Gründen nach und nach bis 2016 komplett eingestellt hatte, blieb Liebhabenden dieser Reiseart nur noch das Angebot der Österreichischen Bundesbahnen. Diese betreiben bislang unter der Marke "Nightjet" auf den Strecken Hamburg - Hannover - Frankfurt - Mannheim - Basel - Zürich, Hamburg - Hannover - Würzburg - Passau - Linz - Wien, Hamburg - Hannover - München - Innsbruck täglich Nachtreisezüge mit Schlaf- und Liegewagen sowie Fahrradmitnahme. Die Relationen Berlin - Frankfurt - Basel - Zürich, Brüssel / Düsseldorf - Köln - München - Innsbruck, Brüssel / Düsseldorf - Köln - Passau - Linz - Wien, München - Venedig, München - Bologna - Florenz - Rom bieten laut Auskunft über die Deutsche Bahn keine Fahrradmitnahme an.
Der Anbieter "Urlaubs-Express" bietet saisonal verschiedene Verbindungen mit Schlaf- und Liegewagen sowie Fahradmitnahme im In- und ins Ausland an. In der Sommersaison verkehren an ausgewählten Tagen die Linien Hamburg / Düsseldorf - Villach / Innsbruck und Hamburg - Lüneburg - Hannover - Augsburg - München-Ost. Fahrräder werden auf den Autotransportwagen mehr oder weniger sicher befördert. Die Mitnahme kostet etwa 33 Euro.
Ab heute abend soll auch das Unternehmen RDC mit einem Nachtreisezug (keine Schlaf-, jedoch Liegewagen) duch Deutschland verkehren - zunächst zumindest bis November. Der Alpen-Sylt-Nachtexpress will die Relation Westerland - Husum - Hamburg - Frankfurt-Süd - München-Pasing - Prien/Chiemsee - Salzburg zweimal wöchentlich bedienen. Die Fahrradmitnahme kostet im Alpen-Sylt-Nachtexpress allerdings 49 Euro.
Immerhin bietet die Deutsche Bahn mittlerweile die Fahrradmitnahme in einigen ICE-Zügen an - jahnzehntelang ein Tabu. Die neueste Baureihe ICE4 bietet Platz für acht (nicht allzu große und breite) Fahrräder.
Die Deutsche Bahn ändert zum 1. September die Nutzungsbestimmungen für hre Leihradsysteme. Ob Call a Bike, StadtRAD, Lidl-Bike, FordPass Bike oder RegioRadStuttgart, für alle Leihradmarken gelten ab nächsten Monat neue Bestimmungen für das Abstellen der Räder. Vor allem dürfen die Räder der DB-Leihradsysteme nicht mehr an Fahrradbügeln oder anderen Abstellanlagen, die nicht zu den Leihradsystemen gehören, abgestellt werden.
1. Das Fahrrad darf insbesondere nicht geparkt oder abgestellt werden:
- an Bäumen,
- in Grünflächen (insbesondere Privatgrund und halböffentliche Flächen, wie Parkanlagen, Grünanlagen, Dauerkleingärten, Sport-, Spiel-, Zelt- und Badeplätze, Friedhöfe)
- an Denkmälern,
- in Innen- und Hinterhöfen,
- an Verkehrsamplen,
- an Parkuhren, Parkscheinautomaten, Briefkästen, oberirdischen Verteilerkästen, Telefonzellen und Bushaltestellen,
- auf Gehwegen, wenn dadurch eine Durchgangsbreite von 1,60 Meter unterschritten wird,
- vor, an und auf Feuerwehr- und Rettungsdienstanfahrtszonen,
- in Bereichen von Zebrastreifen und Mittelinseln,
- vor Zugängen oder Ein- und ausgängen von Gebäuden, vor U- und S-Bahneingängen einschließlich der Aufzüge, wenn diese dadurch versperrt oder der Zugang erheblich erschwert oder in seiner Funktion wesentlich gestört wird,
- an Wegen für Rollstuhl-Fahrende oder auf Leitsystemen für Blinde und sehbehinderte Menschen, wenn diese dadurch versperrt werden oder der Zugang erheblich erschwert oder in seiner Funltion wesentlich gestört wird,
- an Fahrradabstellanlagen (bspw. Anlehnbügel, Vorderradhalter, Fahrradboxen, überdachte Fahrradständer),
- im Abstand kleiner 30 Meter zu Flussufern und sonstigen Gewässern.
Berlin: Deutsche Bahn and Lidl as partner for rental bike system
Berlin, "LIDL-BIKE" (Bildquelle: DB Rent)
Die Bahntochter "DB Rent" und die Discounterkette "Lidl" wollen ab nächstem Jahr als Leihradsystemanbieter in Berlin kooperieren. Der bisherige Vertrag zwischen zwischen der Berliner Senatsverwaltung und der Bahntochter für das noch laufende "Call a Bike"-Angebot endet zum Jahresende. Berlin hat sich ab 2017 für den Anbieter "Nextbike" entschieden, der zukünftig mit 5000 Rädern an 700 festen Stationen Nachfolgemodell des jetzigen Systems werden soll.
Die Deutsche Bahn möchte jedoch weiterhin in Berlin am Leihradsystemmarkt teilhaben. Mit dem Start des "LIDL-BIKE" im Frühjahr 2017 sollen 3.500 Fahrräder zur Verfügung
stehen, die die Kunden innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings - ohne feste Stationen - flexibel ausleihen und zurückgeben können sollen.
Alle Kunden von "Call a Bike" sowie der
Fahrradverleihsysteme mit weiteren Kooperationspartnern der DB sollen auf
„LIDL-BIKE“ ohne gesonderte Anmeldung zugreifen können. Genauso soll
dann auch "LIDL-BIKE"-Kunden die gesamte Call a Bike-Familie
deutschlandweit ohne weitere Registrierung zur Verfügung.
Beim
neuen Angebot soll DB Rent weiterhin die Rolle des Systembetreibers
übernehmen und die Kunden betreuen. Lidl soll der Namensgeber des neuen
Fahrradverleihsystems sein und die Farbgestaltung der vollständig neuen
Radflotte prägen.
Auch in München hat die Deutsche Bahn Konkurrenz bekommen. Neben den "Call a Bikes" und "Nextbikes" stehen in München auch "MVG Räder" zur Verfügung. In München gab es jedoch bislang keine Kooperation von DB Rent mit der Kommune.
Wie berichtet werden die Nachtzüge der Deutschen Bahn unter der Marke "Citynightline" zum Fahrplanwechseln im Dezember eingestellt. Die Österreichischen Bundesbahnen wollen anschließend einige der Nachtzugverbindungen unter ihrer neuen Marke "Nightjet" anbieten. Laut einem Artikel der taz soll es aber künftig nur noch sechs Fahrradstellplätze in einem "Nightjet" geben statt bislang noch 8-30 Stellplätze in einem "Citynightline".
Auf den wichtigen Nord-Süd-Relationen wird es somit zukünftig ein Gerangel um die wenigen Plätze geben.
Gibt es bislang auf den Verbindungen Zürich - Berlin (-Binz) und Zürich - Hamburg insgesamt noch 28 Fahrradplätze, sollen es zukünftig insgesamt nur noch sechs sein. Für Schweizer, die nach Norddeutschland, Dänemark und Mecklenburg-Vorpommern reisen wollen, wird es sehr eng werden.
Auf der Relation Hamburg - München soll sich die Fahrradplatzzahl von zwanzig auf sechs reduzieren.
Die Relation Amsterdam - München bietet derzeit zwanzig Plätze an. Die ÖBB soll auf der Relation Düsseldorf - München - Innsbruck nur noch sechs Plätze anbieten. Für Radtouristen in die Niederlande wird es ohnehin schwieriger werden, weil sie ab Düsseldorf in Regionalzüge umsteigen werden müssen, um so ins Nachbarland zu gelangen. Die "ICE international", die einzigen grenzüberschreitenden Fernzüge, befördern keine normalen Fahrräder. Mit dem Wegfall des "Citynightline" Zürich - Amsterdam, der acht Fahrradplätze anbietet, wird es für Schweizer schwierig das fahrradfreundlichste Land mit Rad zu bereisen.
Die Fahrradmitnahme von München nach Italien soll bei den ÖBB komplett entfallen. Bislang gibt es auf den Relationen München - Rom und München - Venedig noch je acht Fahrradplätze.
Die Deutsche Bahn bietet derzeit noch eine Übersicht der Fahrradplätze in den "Citynightline"-Zügen an. Die ÖBB will für die Fahrradmitnahme ins Ausland 12 Euro berechnen.
Fünfundzwanzig Jahre nach Aufnahme des ICE-Betriebs will die Deutsche Bahn die Fahrradmitnahme in ihren Hochgeschwindigkeitszugprodukt etablieren. Bislang sollte der schnellste Zug der Deutschen Bahn nur Fahrgästen vorbehalten sein, die schnell ein- und aussteigen. Der Stolz der Deutschen Bahn, der neue ICE 4, soll bis zu acht Fahrräder transportieren können. 130 Zuggarnituren will die Deutsche Bahn laut Abendblatt bis 2023 bestellen. Die neuen Züge sollen demnächst auf der Relation Hamburg - München eingesetzt werden und dort den ICE 1 ersetzen. Schon im Oktober sollen die ersten Züge zum Einsatz kommen. Bis Ende des Jahres sollen schon sieben neue Zuggarnituren auf der Nord-Süd-Verbindung die ältere ICE-Baureihe ersetzen.
Bei der Reiseauskunft der Deutschen Bahn ist die Fahrradmitnahme im ICE bis kurz vor dem Fahrplanwechsel auf der Relation Hamburg - München derzeit noch nicht eingepflegt. Einen Tag vor dem Fahrplanwechsel, am 10. Dezember, sind derzeit die ersten ICE-Verbindungen mit Fahrradmitnahme buchbar. Die Fahrt mit dem Rad von Hamburg nach München wird dann innerhalb von 5 Stunden und vierzig Minuten möglich sein. Ab 4.56 Uhr geht es dann nahezu stündlich mit Fahrrad im ICE gen Süden - eine kleine Revolution.
Eine Umrüstung der bisherigen ICE-Baureihen auf Fahrradmitnahme scheint nicht vorgesehen zu sein. Auf den Relationen über die Schnellfahrstrecke Köln - Frankfurt wird es somit keine Fahrradmitnahme geben, abgesehen von Falträdern.
Nachtreisezugverkehr wird eingestellt
Mit dem Fahrplanwechsel wird der "Citynightline"-Verkehr der Deutschen Bahn eingestellt. Die bei Langstreckenreisenden wegen ihres Komforts beliebten Züge mit Schlaf- und Liegewagen lassen lange Distanzen im Schlaf bequem überwinden - inklusive Fahrradtransport. Von Hamburg gibt es derzeit noch zwei Verbindungen, und zwar Richtung Zürich und Richtung München. Die Österreichische Bundesbahnen haben allerdings angekündigt ab Fahrplanwechsel unter dem Produkt "Nightjet" von Hamburg aus drei Nachtreisezuglinien (Schlaf-, Liege-, Sitzwagen und Fahrradtransport) anzubieten: Hamburg - Nürnberg - Passau - Linz - Wien, Hamburg - Würzburg - München - Innsbruck und Hamburg - Berlin - Erfurt - Frankfurt - Basel - Zürich. Somit bleibt für Freunde des entspannten Langstreckenreisens mit Fahrradmitnahme zumindest ein Eratzangebot bestehen.
Less cycle-friendly connections to Copenhagen and Amsterdam
Seit wenigen Tagen haben Radler es schwerer mit dem Rad bequem nach Amsterdam oder Kopenhagen zu reisen. Die Nachtreisezugverbindungen mit Ziel Kopenhagen wurden leider alle eingestellt. Der Nachtreisezug ermöglichte die bequeme Anreise nach Kopenhagen, wo sogleich ohne nervenaufreibende Suche nach Leihrädern am Bahnhof der Tag mit dem eigenen Rad auf breiten Radwegen gestartet werden konnte.
Von Hamburg nach Kopenhagen können Räder in der Bahn derzeit nur noch in Zügen mit Umstieg in Flensburg oder Niebüll mitgenommen werden. Die Direktverbindung über Puttgarden bietet keine Fahrradmitnahme an. Im Dezember werden auch die Nachtreisezugverbindungen von Berlin, Hamburg und München nach Paris eingestellt. Damit geht die große Ära der europäischen Nachtreisezüge dem Ende entgegen. Ist Fliegen wirklich schöner?
BILD berichtet aktuell von der Entfernung eines Fahrrades aus dem ICE von Wien nach Deutschland. An der Grenze musste das Kinderfahrrad aus dem Zug entfernt werden.