9. November 2020

Hamburg: Immer noch kein autofreier Jungfernstieg

Hamburg: Still no car free Jungfernstieg

 Aktualisiert um 19:44 Uhr

Velorouten 3 und 4, Jungfernstieg / Große Bleichen: Weiterhin Wildfahrende - © Stefan Warda

 

Mit der Umgestaltung des Jungfernstiegs noch vor dem Weichnachtsgeschäft will der neue Senat ein Zeichen für die geplante Mobilitätswende setzen. Schon seit vier Wochen ist der Jungfernstieg für den MIV gesperrt - Ausnahmen für Buslinenverkehr und E-Scooter sowie zu bestimmten Tageszeiten Liefer- und Entsorgungsverkehre. Doch weiterhin gibt es auffallend viele Wildfahrende, die regelwidrig im Zehn-Sekunden-Takt über den Jungfernstieg fahren - vor allem in hochpreisigen Fahrzeugen.

 

Velorouten 3 und 4, Jungfernstieg / Große Bleichen: Weiterhin Wildfahrende - © Stefan Warda

Velorouten 3 und 4, Jungfernstieg: Weiterhin Wildfahrende - © Stefan Warda

Velorouten 3 und 4, Jungfernstieg: Weiterhin Wildfahrende - © Stefan Warda

Velorouten 3 und 4, Jungfernstieg / Alsterpavillon: Weiterhin Wildfahrende - © Stefan Warda
 

Alle zehn Sekunden Wildfahrende auf dem Jungfernstieg

Mittlwerweile wurde ein Mittelstreifen mit Pop-up-Bepflanzung angelegt. Das erleichtert Gehenden das Queren der Fahrbahn erheblich. Die Fahrspuren wurden so breit angelegt, dass auch an Haltestellen wartende Busse bequem überholt werden können. Die Ampeln an Große Bleichen und Neuer Wall wurden abgeschaltet. Würden nicht so viele Wildfahrende die Straße zum Teil regelrecht verstopfen, könnte es für Radfahrende sehr angenehm sein.

Schilder werden "übersehen"

Aus allen Richtungen mehrfach wiederholt und zum Teil sogar mit gelben Blinklichtern ausgestattet weisen große Hinweistafeln auf die neue Verkehrsführung hin. Doch Autofahrende "übersehen" weiterhin den Schilderwald rund um den Jungfernstieg und träumen scheinbar vor sich - wie lange noch?  


Velorouten 3 und 4, Jungfernstieg / Ballindamm: Weiterhin Wildfahrende - © Stefan Warda

Ballindamm: Wenige Meter vor dem obigen Bild - © Stefan Warda

Ballindamm: Einige Meter vor dem obigen Bild - © Stefan Warda

 

 

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Kommentare:

  1. Wenn das so weiter geht, dann sollte der Erste Bürgermeister ernsthaft die Entlassung seines Innensenators (Andy Grote, SPD) erwägen, wenn dessen Behörde (Polizei) offenbar unfähig bzw. unwillig ist, die eindeutige Rechtslage durchzusetzen. In einem Segment, für das sie primär zuständig ist und das sie immer gerne für sich reklamiert, nämlich Verkehrssicherheit.
    Die Unfähigkeit von Senator und Behörde manifestiert sich nicht irgendwo am Stadtrand, sondern praktisch direkt unter dem Rathausfenster. Kann jeder im Rathaus täglich sehen.
    Beim Thema G20 schwadroniert diese Gurkentruppen übrigens ständig irgendwas von Durchsetzung von Recht und Gesetz.
    Ist eine Polizei, bei der es zwei Arten von Recht und Gesezt gibt glaubwürdig, oder gar vertrauenserweckend? Äh... nein.

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  2. Ich heute (10.11) gegen 11 Uhr mit dem Fahrrad da längs gefahren und die Polizei hat kontrolliert. Es waren so ungefähr 8-9 Autos, die angehalten wurden.

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