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17. November 2025

Kampfparken auf Gehwegen: VCD-Aktion will für stehzeugefreie Gehwege sorgen

 

 

Oderfelder Straße: Kampfparken auf dem Gehweg, Restgehwegbreite noch etwa 1,25 Meter - © Stefan Warda

 

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) möchte im Rahmen einer Aktion Kommunen auf Gehwegabschnitte hinweisen, auf denen regelmäßig die Nettogehwegbreite durch Stehzeuge weniger als 1,80 Meter beträgt. Dadurch sind Begegnungen unter Gehenden erheblich eingeschränkt, insbesondere bei Kinderwagen, Traglasten, Rollstühlen, usw. 

 

© VCD

 

 

 

 

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17. Februar 2024

Hamburg: Kampagne soll auf Dooringgefahr aufmerksam machen

Hamburg launched a campaign to make people make more aware of the risk of dooring

Aktualisiert am 18.02.2024

Achtung, Dooring! - © Stefan Warda

 

Hamburgs Mobilitätswendebehörde (BVM), das Hamburger Taxengewerbe und der Hamburger ADFC beteiligen sich an einer Kampagne des Bundesverkehrsministeriums (BMDV) und des Verkehrssicherheitsrats (DVR) für mehr Rücksichtnahme und Verständnis im Straßenverkehr.

 

Achtung, Dooring! - © Stefan Warda

 

Im Rahmen der Kampagne sollen über 750 Taxen mit Kopstützenüberzügen und Slogans mit Hinweisen zur Dooringproblematik ausgestattet werden. Mobilitätswendesenator Anjes Tjarks möchte mit der Kampagne zu mehr Miteinander im Straßenverkehr beitragen.

"Durch gegenseitige Rücksichtnahme und Achtsamkeit können häufige Unfallquellen, wie beispielsweise Dooring-Unfälle vermieden werden. Die bundesweite Kampagne #mehrAchtung schärft ab heute auch das Bewusstsein aller Verkehrsteilnehmenden in Hamburg für ein harmonisches Miteinander im Straßenverkehr. Dazu werden wir über 750 Taxis mit auffälligen Kopfstützen-Überzügen und Slogans ausstatten."

 

 

Achtung, Dooring! - © Stefan Warda

 

Der ADFC Hamburg begrüßt die Kampagne, mahnt jedoch weitere Maßnahmen an.

"Die Aufmerksamkeit auf das grundsätzliche Risiko von Dooring-Unfällen zu lenken begrüßen wir außerordentlich, kommt es hierbei doch in der Regel zu schweren Verletzungen bei den Radfahrenden. Für ein besseres Miteinander im Straßenverkehr setzen wir uns als ADFC seit Jahrzehnten ein, die Kampagne #mehrAchtung zielt genau darauf ab. Es darf aber nicht vergessen werden, dass für ein gerechtes und sicheres Miteinander auf den Straßen zunächst die gesetzlichen Grundlagen geschaffen werden - insoweit darf die Kampagne nicht davon ablenken, das es zeitnah eine Novellierung des StVG und der StVO braucht, um genau das zu erreichen: ein faires Miteinander aller Verkehrsteilnehmenden!"

 

 

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9. September 2023

Hamburg gibt acht: Kampagne zum Seitenabstand bei Schutzstreifen

 

 

Zukünftige Veloroute 1, Lobuschstraße: Plakate der Kampagne Hamburg gibt acht - © Stefan Warda

 

Im Rahmen der Kampagne "Hamburg gibt acht" macht die Polizei Hamburg auf die Einhaltung des Seitenabstands beim Überholen von Radfahrenden aufmerksam. U.a. sind entlang der zukünftigen Veloroute 1 in Ottensen (Lobuschstraße, Klausstraße) mehrere Plakate aufgehängt worden, die zur Beachtung des Seitenabstands auch an Schutzstreifen auffordern.

 

Zukünftige Veloroute 1, Klausstraße: Plakate der Kampagne Hamburg gibt acht - © Stefan Warda

Zukünftige Veloroute 1, Klausstraße: Plakate der Kampagne Hamburg gibt acht - © Stefan Warda

 

 

Bei gelegentlichen Kontrollaktionen stellte die Hamburger Polizei bislang Seitenabstandsverstöße an Schutzstreifen fest.

 

 

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24. März 2023

Hamburg wirbt für elterntaxifreie Schulwege

 

 

© FHH / Polizei Hamburg

 

 

Im Rahmen einer am kommenden Montag beginnenden hamburgweiten Verkehrssicherheitskampagne soll für elterntaxifreie Schulwege geworben werden.


"Die selbstständige Mobilität von Kindern auf dem Schulweg hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich abgenommen. Dies liegt auch an Eltern, die ihre Kinder aus Angst vor Unfällen oder anderen Gefahrensituationen, aus Gewohnheit oder Bequemlichkeit mit dem Auto direkt bis vor das Schulgebäude fahren. Hierdurch können gefährliche Situationen für die jungen Verkehrsanfängerinnen und Verkehrsanfänger vor den Schulen entstehen. Typische, sogenannte "Elterntaxidelikte" sind unachtsames Rangieren oder Wenden, Geschwindigkeitsüberschreitungen sowie die Sichtbehinderung der Kinder aufgrund haltender bzw. parkender Autos.

Kinder können nur zu sicheren Verkehrsteilnehmenden heranwachsen, wenn sie selbst den täglichen Schulweg zu Fuß oder später auch mit dem Fahrrad bewältigen."


 

 

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14. Dezember 2021

Kampagne "Fahr ein schöneres Hamburg" wird beendet

 

Aktualisiert um 20:32 Uhr

© Stefan Warda

 

 

Die Kommunikationskampagne "Fahr ein schöneres Hamburg" wird zum Jahresende beendet. Wie die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) mitteilt, habe die Kampagne viele Hamburgerinnen zum Radfahren motiviert, die Bekanntheit der städtischen Fahrradservices deutlich erhöht und so einen wichtigen Anteil am gesteigerten Radverkehr in Hamburg geleistet. In einer Umfrage der Gfk (Gesellschaft für Konsumforschung) hätten im Oktober 2021 über die Hälfte der Hamburgerinnen angegeben, dass für sie das Fahrrad durch die Kampagne präsenter geworden sei. Die Kampagne startete im Mai 2019. 

 

© Stefan Warda

© Stefan Warda

 

CDU empfahl schon 2008 Werbekampagne zum Radverkehr - jetzt sei sie offenbar nicht notwendig gewesen

Schon im Maßnahmenkatalog der von CDU-Stadtentwicklungssenator Axel Gedaschko 2008 vorgestellten Radverkehrsstrategie für Hamburg war eine Kommunikationskampagne zum Radfahren vorgesehen. Diese sollte ursprünglich bis 2015 durchgeführt worden sein. Kritik an der nun durchgeführten Kampagne kommt überraschenderweise von der CDU. Laut Richard Seelmaecker, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, bräuchten die Bürgerinnen keine teuren Werbekampagnen, um vom Fahrradfahren überzeugt zu werden, sondern sichere und komfortable Radwege - wie der NDR berichtet. 

"Über zwei Millionen Euro Steuergelder pro Jahr hat Rot-Grün in den letzten drei Jahren rausgehauen, um festzustellen, dass die Hamburgerinnen und Hamburger gerne das Rad benutzen. Sensationell!"

 

 

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12. Oktober 2020

Hamburg gibt Acht: Gut gemeinte Kampagne ersetzt keine schlechte Infrastruktur

Hamburg: Campaigns do not compensate bad infrastructure

 Aktualisiert um 16:26 Uhr

© Stefan Warda

 

Die laufende Sicherheitskampagne "Hamburg gibt Acht!" der Behörde für Inneres und Sport und der Behörde für Mobilitätswende und Verkehr widmet sich dem richtigen Seitenabstand beim Überholen von Radfahrenden. Bekanntlich ist innerorts ein Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern notwendig, je nach Fahrzeugart. Entsprechende Plakatmotive schmücken derzeit Linienbusse, aber auch Lastenfahrräder.

Eigentlich ist es gut, dass die Stadt Hamburg auf den richtigen Seitenabstand aufmerksam. Schließlich hatte sich der letzte Senat sogar vorgenommen, Hamburg zu einer "Fahrradstadt" zu entwickeln. Doch vieles von dem, was unter dem letzten und dem derzeitigen Senat an Radverkehrsinfrastruktur geboten wird, führt dazu, dass Radfahrende ohne ausreichenden Seitenabstand überholt werden. Die gut gemeinte Kampagne kann aber nicht die schlechte Radinfrastruktur ersetzen. Es allen recht zu machen, wie die Radverkehrskoordinatorin Kirsten Pfaue es immer wieder betonte, hilft Radfahrenden nicht, wenn für sie dabei schlechte und somit verkehrsgefährdende Kompromisse entstehen. Der jetzige Senat muss umso sorgfältiger darauf achten, dass zukünftig nur noch Wege für Radfahrende angelegt werden, auf denen keine Dooringgefahr besteht und auf denen die Überholabstände eingehalten werden können.

 

Fuhlsbütteler Straße: Gefährdungsstreifen - © Stefan Warda

Fuhlsbütteler Straße: Gefährdungsstreifen - © Stefan Warda

Fuhlsbütteler Straße: Gefährdungsstreifen - © Stefan Warda

Fuhlsbütteler Straße: Gefährdungsstreifen - © Stefan Warda

Fuhlsbütteler Straße: Gefährdungsstreifen - © Stefan Warda

 

Ein besonders treffendes Beispiel zu einem schlechten Kompromiss ist die Fuhlsbütteler Straße. An einer Engstelle für Radfahrende fallen die Radspuren inklusive durchgezogener Linie nur 1,4 Meter schmal aus. Autofahrende, auch Linienbusfahrende, überholen da oft und gerne ohne den notwendigen Seitenabstand. Solche schlechten Kompromisse dürfen auf keinen Fall mehr wiederholt werden. Noch bestehende Konfliktstellen sollten möglichst bald entfernt bzw. überplant werden.


Geplante "Veloroute" 13, Wagnerstraße: Noch vorhandener Gefährdungsstreifen aus der Ära der früheren Radverkehrsbeauftragten - © Stefan Warda



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12. Juni 2020

Aktion in Hamburg: Morgen sind Pop-Up-Radspuren auf der Stresemannstraße geplant

Hamburg: Stresemannstraße to have pop-up bike lanes tomorrow

Aktualisiert um 13:45 Uhr
Stresemannstraße, Blick von der Sternbrücke Richtung Neuer Pferdemarkt: Morgen sollen im Rahmen einer Aktion die jeweils rechten Spuren dem Radverkehr vorbehalten sein - © Stefan Warda


Die Stresemannstraße soll morgen im Zeitraum von 11 bis 17 Uhr Pop-Up-Radspuren zwischen Sternbrücke und Neuem Pferdemarkt erhalten. ADFC und Initiative Sternbrücke wollen diese in beide Fahrtrichtungen anlegen und auf die bislang problematische Verkehrsraumaufteilung aufmerksam machen. Zum Teil gilt im Bereich der Sternbrücke die Gehwegbenutzungspflicht auf zum Teil extrem schmalen Gehwegen.


Stresemannstraße, Blick auf Sternbrücke - © Stefan Warda

Stresemannstraße / Eifflerstraße: Gehwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda

Stresemannstraße: Gehwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda

Stresemannstraße: Gehwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda


Der ADFC setzt sich angesichts der Coronakrise und des damit verbundenen Abstandsgebots mittels einer Online-Petition für Pop-Up-Radspuren in Hamburg ein. Die Initiative Sternbrücke setzt angesichts der Planung einer gewaltigen neuen Sternbrücke sich für eine stadtteilverträgliche Planung ein. Zudem machen beide auf den Hamburger Klimaplan aufmerksam, der bis 2030 eine deutliche Reduzierung des Autoverkehrs im inneren Stadtbereich vorsieht.


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3. Mai 2020

Pop-Up-Radspur: Glückliche Menschen in Hamburg

Surprise: Temporary pop-up cycle lane in Hamburg

Aktualisiert um 22:39 Uhr
An der Alster (zukünftige Velorouten 5 und 6): Temporäre Radspur, mehr Platz für den Radverkehr - © hamburgize.com


Der örtliche ADFC überraschte die Hamburger heute mit einer Pop-Up-Radspur entlang An der Alster.

Freude bei den Radfahrenden über den zusätzlichen Verkehrsraum an einem extremen Nadelöhr im zukünftigen Veloroutennetz, längere Fahrzeit fürAutofahrende auf der Fahrbahn: Auf der Straße An der Alster war heute stadteinwärts eine Fahrspur als "pandemieresiliente temporäre Radinfrastruktur" - wie es in Berlin heißt - eingerichtet. Mittlerweile wurden in der Hauptstadt mehrere Kilometer Fahrspuren zu entsprechenden Radspuren umgewandelt, teilweise mit der Option auf dauerhafte Maßnahmen. Doch nicht nur in Berlin wurde auf die besonderen Belange der Pandemiesituation reagiert. Auch in Kiel gibt es eine Straßensperrung für Autos an der Kiellinie, um den Rad- und Fußverkehr wegen des Anstandsgebots zu entzerren. In Köln möchte die Oberbürgermeisterin Henriette Reker ebenso mehr Platz für Radfahrende und Passanten schaffen durch mehr Tempo 30 und Aufhebung von Radwegbenutzungspflichten. Auch in Düsseldorf sind Pop-Up-Radspuren geplant.





In Hamburg wird zur Gewährleistung der besonderen Abstandsregelungen der Alte Elbtunnel im Verlauf der Veloroute 11 an Wochenenden und Feiertagen gesperrt. Radfahrende zwischen Wilhelmsburg / Veddel und der inneren Stadt sind während dieser Sperrungen auf der Norderelbbrücke einem größeren Risiko ausgesetzt, da sie sich dort einen schmalen gemeinsamen Geh- und Radweg mit Passanten teilen müssen. Der erforderliche Mindestabstand von 1,5 Metern kann dort nicht eingehalten werden. Zudem wird an beliebten Laufstrecken, wie rund um die Alster und entlang des Isebekparks, auf Laufrichtungen und Abstände hingewiesen. Dennoch bleibt es dort auf den Gehwegen viel zu voll. Die auf diesen Hinweisschildern empfohlenen zwei Meter Abstand können nicht eingehalten werden.


Veloroute 3 im Isebekpark: Abstandshinweis und Laufrichtungsempfehlung - © Stefan Warda


Entlang an der Alster weichen Passanten regelmäßig auf den äußerst stark frequentierten Zweirichtungsradweg aus, der zukünftig Teil der Velorouten 5 und 6 werden soll.


Zukünftige Velorouten 5 und 6, An der Alster: Zur Entlastung des überlasteten Zweirichtungsradwegs gab es heute zwischen Lohmühlenstraße und Holzdamm eine "Corona-Bikelane" auf der Fahrbahn

Zukünftige Velorouten 5 und 6, An der Alster: Auf dem Gehweg wurden auch heute die vorgegeben Abstände nicht eingehalten. Passanten weichen mehr oder weniger notgedrungen auf den benutzungspflichtigen Zweirichtungsradweg aus - © hamburgize.com

Zukünftige Velorouten 5 und 6, An der Alster / Zählstelle: Immer wieder sind Radfahrende mit Passanten bzw. Joggenden auf dem Radweg konfrontiert - © hamburgize.com

Zukünftige Velorouten 5 und 6, An der Alster: Auch heute langsame, lange Kolonnen bei Slalomverlauf, die wegen potentiellem Gegeverkehr nicht überholt werden können - © hamburgize.com

Zukünftige Velorouten 5 und 6, An der Alster: Das übliche Gedränge auf dem überlasteten Radweg - mit Gegenverkehr ohne "Corona-Bikelane" - © Stefan Warda

Zukünftige Velorouten 5 und 6, An der Alster: Das übliche Gedränge auf dem überlasteten Radweg - © Stefan Warda


Der ADFC forderte vor wenigen Tagen in einem offenen Brief den Senat auf, mehr Maßnahmen zu ergreifen, damit Radfahrende und Passanten die geforderten Abstände wenigstens einhalten können.
Mit vielen Helfenden und nach vermutlich intensiver Vorbereitung demonstrierte der ADFC heute mit einer temporären Radspur für seine Forderungen und sorgte für glückliche Gesichter bei den Radfahrenden.


Zukünftige Velorouten 5 und 6, An der Alster: Stadteinwärts auch heute dichtes Gedränge auf dem Zweirichtungsradweg fünfzig Meter vor der Entlastungsspur - © hamburgize.com

Zukünftige Velorouten 5 und 6, An der Alster: Noch dreißig Meter bis zur Entlastungsspur - © hamburgize.com

Zukünftige Velorouten 5 und 6, An der Alster / Lohmühlensraße: Dank der freundlichen Einspurassistentin klappt der Wechsel auf die Entlastungsspur reibungslos - © hamburgize.com

Zukünftige Velorouten 5 und 6, An der Alster / Lohmühlensraße: Seitenwechsel auf die Entlastungsspur - © hamburgize.com

An der Alster: Freude über die "Corona-Bikelane" - © hamburgize.com


Etwas mehr Geduld mussten Autofahrende aufbringen. Statt zwei gab es heute nur eine Fahrspur stadteinwärts. Im Gegensatz zu Gehenden und Radfahrenden mussten Autofahrende sich allerdings keine Gedanken über Abstandsregeln machen.


An der Alster / Schwanenwik: Statt zwei nur eine Fahrspur - © hamburgize.com
 


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27. Februar 2020

Kampagne in Hamburg: Für weniger Bildung und Kindergärten, mehr Trennungen?

Campaign in Hamburg: Less education and kindergartens, more divorces?
Aktualisiert um 20:21 Uhr

Kampagne "Fahr ein schöneres Hamburg" - © Stefan Warda


Im Rahmen der Kampagne "Fahr ein schöneres Hamburg" wirbt die Verkehrsbehörde für eine Mobilitätswende. Mit teilweise provozierenden Slogans werden derzeit Verkehrsteilnehmende in der Hansestadt konfrontiert.


Kampagne "Fahr ein schöneres Hamburg" - © Stefan Warda

Kampagne "Fahr ein schöneres Hamburg" - © Stefan Warda


Weniger Bildung von CO2, mehr Fahrradstellplätze an Kindergärten und bessere Trennung zwischen Rad- ud Gehwegen wird sicherlich kaum jemand infrage stellen. Doch wie sieht es aus mit mehr Trennungen zwischen Rad- und Autoverkehr? Viele (potentielle) Radfahrende werden sich sicherlich mehr als nur Schutzstreifen (Gefährdungsstreifen) und mehr oder weniger schmale Radfahstreifen wünschen. An der Glacischaussee ist jedenfalls eine maximale Trennung zwischen Rad- und Fußverkehr (siehe letztes Bild) erreicht worden: Radfahrende haben dafür kaum Trennung zum Autoverkehr.


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13. Februar 2020

Vom Neid im Straßenverkehr . . .








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25. November 2019

Hamburg: Crowdfunding für Buswerbung zum Überholabstand

Unsafety in Hamburg: Crowdfunding for bus advertisement


© startnext


Hamburger Radfahrende starten Crowdfunding zur Seitenabstand-Aufklärung auf Bussen. Beteiligung auf Startnext knackt in wenigen Tagen die 50 Prozent-Marke für die erste Überholabstand-Buswerbung Hamburgs. Innerhalb von vier Wochen wollen Radfahrende möglichst viele Busse finanzieren. 

Viele kennen das Problem: Knappes Überholen von Radfahrenden in einer zugeparkten Tempo-30-Zone, aber auch auf Straßen, die eigentlich breit genug für den beim Überholen notwendigen Spurwechsel wären. Das ist für Betroffene nicht nur unangenehm, sondern auch lebensgefährlich. Viele Radfahrende weichen in der Folge auf angrenzende oft sehr schmale Gehwege aus und gefährden dort Passanten und sich selbst, insbesondere an den Kreuzungen und Einmündungen.

1,5 Meter müssen es mindestens sein

Wer weiß schon, dass Fahrräder nur überholt werden dürfen, wenn wenigstens 1,5 Meter Überholabstand eingehalten werden? Bei Kindern sind es sogar zwei Meter Mindestüberholabstand, der von der Jahrzehnte alten Rechtsprechung klar definiert wird. Radfahrende wiederum sind gehalten einen ausreichenden Abstand von rund einem Meter zum Fahrbahnrand einzuhalten. Autofahrende müssen also einen Spurwechsel vollziehen, um mit rund drei Meter Abstand zum Fahrbahnrand zu überholen. 


© Stefan Warda

© Stefan Warda

© Stefan Warda


Obwohl die Rechtsprechung eindeutig ist und auch die Straßenverkehrs-Ordnung von „ausreichendem Seitenabstand zu anderen Verkehrsteilnehmern, insbesondere zu den zu Fuß Gehenden und zu den Rad Fahrenden sowie zu den Elektrokleinstfahrzeug Führenden“ spricht, sieht nun auch das Bundesverkehrsministerium – angesichts des in der Praxis oftmals hautnah erlebten Informationsdefizits – den Handlungsbedarf zur Präzisierung der Regelung. Der Referentenentwurf, der noch vom Deutschen Bundesrat geändert werden kann, sieht folgende Formulierung vor: 

Beim Überholen muss ein ausreichender Seitenabstand zu den anderen Verkehrsteilnehmern eingehalten werden. Beim Überholen mit Kraftfahrzeugen von zu Fuß Gehenden, Rad Fahrenden und Elektrokleinstfahrzeug Führenden beträgt der ausreichende Seitenabstand innerorts mindestens 1,5 Meter und außerorts mindestens 2 Meter. An Kreuzungen und Einmündungen kommt Satz 3 nicht zur Anwendung, soweit Rad Fahrende die Kraftfahrzeuge rechts überholen oder neben ihnen zum Stillstand kommen.

Hohe Strafen und wenig Kontrollen 

Der Bußgeldkatalog sieht bei der Gefährdung eines Kindes, eines Hilfsbedürftigen oder älteren Menschen durch nicht ausreichenden Überholabstand ein Bußgeld von 80Euro vor, in allen anderen Fällen beträgt das Bußgeld mindestens 30 Euro. Wer im Straßenverkehr grob verkehrswidrig und rücksichtslos falsch überholt und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Die Polizei Hamburg führte in der Vergangenheit unter Beteiligung der Fahrradstaffel Kontrollen zum Überholabstand durch, beispielsweise auf Elbchaussee und Reeperbahn. Geahndet wurden Überholabstand-Verstöße von unter einem Meter.

Eine Armlänge ist quasi unser Werkzeug. Mein Arm ist so um die 70 Zentimeter lang. Wenn ich das Fahrzeug neben mir mit der Hand antippen kann, weiß ich definitiv, dass das Fahrzeug weniger als 1,5 Meter, sogar weniger als ein Meter von mir entfernt ist.



Um das Thema Überholabstand ins Bewusstsein zu rücken, haben Hamburger Radfahrende dieser Tage unter dem Hashtag #Überholabstand eine Crowdfunding-Aktion auf Startnext gestartet. Ziel ist es, innerhalb von einem Monat möglichst viele Buswerbungen zum Überholabstand zu finanzieren. Die täglichen Erlebnisse vieler Radler unter Hashtags wie #Anderthalbmeter und #Überholabstand zeugen davon, dass mehr Aufklärung im Straßenverkehr notwendig ist. Dies dürfte ein Grund dafür sein, dass innerhalb weniger Tage des Crowdfundings bereits 50 Prozent des Betrags für die ersten drei Monate Buswerbung zusammengekommen sind.


Elmshorn, Geschwister-Scholl-Straße: Verkehrszeichen zum Seitenabstand - © Stefan Warda

Elmshorn, Geschwister-Scholl-Straße: Verkehrszeichen zum Seitenabstand - © Stefan Warda

Elmshorn, Geschwister-Scholl-Straße: Verkehrszeichen zum Seitenabstand - © Stefan Warda
 


Aktion für besseres Verkehrsklima 

Ein erster Bus fährt als Anschauungsobjekt bereits seit einer Woche auf einer Linie der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) durch Hamburg, vorab finanziert von einem Hamburger Radfahrer. Auf der Internetseite der Crowdfunding-Aktion kann die Crowd einzelne Stunden, Tage oder ganze Wochen finanzieren. Drei Tage Buswerbung gibt es schon für einen Beitrag von 95 Euro. Mehr Informationen auf: www.startnext.com/abstand



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12. Mai 2019

Sonderbarer Kampagnen-Slogan: "Fahr ein schöneres Hamburg"

Strange slogan for campaign in Hamburg




Seit dieser Woche wirbt Hamburg mit der Kampagne "Fahr ein schöneres Hamburg" für das Radfahren. Damit wurde um einige Jahre verspätet eine Maßnahme der "Radverkehrsstrategie für Hamburg" umgesetzt, die 2008 unter dem CDU-Senat beschlossen worden war.

5-1 Es wird eine professionell konzipierte Kommunikations- und Imagekampagne angeregt, die ein positives Bild vom Radfahren vermittelt und den Stellenwert und die Akzeptanz des Radverkehrs im Verkehrssystem verbessert. Die Kampagne soll hamburgspezifische Merkmale aufweisen und auch die Nahmobilität in den Stadtteilen berücksichtigen. Die BSU wird die Anforderungen und die Vorgehensweise zur Durchführung einer solchen Kampagne konkretisieren. Eine Möglichkeit ist das Einbeziehen von Hochschulen im Rahmen von Ideenwettbewerben. 
5-2 Weitere Empfehlungen aus dem Fahrradforum für eine solche Kampagne sind:
• Die Kampagne soll Lust auf das Radfahren machen. • Auch die Autofahrerinnen und Autofahrer sollen über die Vorzüge des Radfahrens informiert und zum Umsteigen motiviert werden. 
Zur Verzahnung mit den Verkehrssicherheitsaktivitäten soll die Botschaft transportiert werden: „Fahrt mehr Rad, aber sicher.“
• Radfahrende Spitzenpolitikerinnen und -politiker sowie sonstige Prominente sollen als Vorbilder integriert werden.
• Auch die vielen ehrenamtlich Tätigen (in den Verbänden) sollen einbezogen werden. 
• Durchführung von Wettbewerben, z.B. zum „Fahrradfreundlichsten Stadtteil“.
• Integration des Themas „Diebstahl-Prävention“ durch Einbeziehen der Spezialdienststelle „Kriminalprävention“ des Landeskriminalamtes (LKA).
5-3 Im Sinne einer „Produktmarke“ für die Öffentlichkeitsarbeit zum Radverkehr in Hamburg sollten ein Slogan und/oder ein Logo eingesetzt werden. Diese Produktmarke kann im Rahmen der Kampagne entwickelt werden, sollte aber auch darüber hinaus als Klammer der verschiedenen Informations- und Kommunikationsmaßnahmen dienen. 
5-4 Es soll eine kontinuierliche Information über die Umsetzung der Radverkehrsstrategie und der diesbezüglichen Maßnahmen entsprechend dem Motto „Tue Gutes und rede darüber“ gewährleistet werden. Hierzu können vor allem Presseartikel, Flyer (z.B. zu hergerichteten Radrouten) und das Internet dienen. 
5-5 Zur Abstimmung der Vielzahl der bereits laufenden und zukünftig möglichen Aktivitäten der Öffentlichkeitsarbeit, auch unterhalb der Ebene einer Kommunikationskampagne, soll ein Arbeitskreis unter Leitung der BSU gebildet werden.  Teilnehmer: Dienststellen und Verbände, die sich bereits in diesem Bereich engagieren. 
5-6 In den Bezirken können sich – entsprechend dem Hamburger Fahrradforum – „Bezirksforen“ bilden, die die Ansätze und Maßnahmen der Radverkehrsstrategie (Gesamtstadt) auf die Ebene der Bezirke und Stadtteile herunterbrechen und sie entsprechend ortsbezogen weiterentwickeln. 

Laut der "Radverkehrsstrategie für Hamburg" sollte die ehemalige Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) verantwortlich für die Imagekamagne sein. An der Festlegung der Anferderungen und Vergehensweise sollten die Behörde für Bildung und Sport (BBS) und die Behörde für Inneres (BfI) beteiligt werden. Verantwortlich für die Produktmarke (Slogan, Logo) sollte die BSU sein. Die Kampagne hätte gemäß der "Radverkehrsstrategie für Hamburg" spätestens bis 2015 durchgeführt werden sollen.

Der Koaltionsvertrag der jetzigen Landesregierung hat das Thema wieder aufgegriffen und auf einen Bürgerschafts-Antrag an den Senat umgesetzt.

Die Koalitionspartner möchten in Hamburg ein Willkommensklima für den Radverkehr schaffen und eine langfristige, facettenreiche, moderne Kampagne starten, die die Vorteile des Fahrrads als ideales städtisches Verkehrsmittel ins Gespräch bringt. Dabei soll das positive Image des Radfahrens verstärkt werden und identitätsstiftend wirken. Eine solche Kampagne kann Radfahren inszenieren und erlebbar machen. Damit können Mobilitätsgewohnheiten hinterfragt und zum Umsteigen motiviert werden.

Für die jetzige Kampagne "Fahr ein schöneres Hamburg" hatte die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) eine Werbeagentur beauftragt. Schade, dass dabei solch ein sperriger Slogan entstanden ist.

Auf der neu geschalteten Seite fahrrad.hamburg sind einige Informationen zum Radverkehr in Hamburg gebündelt, z.B. aktuell zum Winterdienst.

Zum Vergleich zu "Fahr ein schöneres Hamburg" das vor zehn Jahren entstandene Video zur Kampagne "City of cyclists" der Stadt Kopenhagen.


Copenhagen - City of Cyclists from Mikael Colville-Andersen on Vimeo.



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4. Januar 2019

Hamburg: Abendblatt kritisiert geplante Radverkehrskampagne

Hamburg: Abendblatt criticizes campaign to promote cycling
Aktualisiert um 20:51 Uhr

Radlust auf der Velo-City in München - © Stefan Warda


Das Hamburger Abendblatt kritisierte zum Jahreswechsel die vom Senat geplante Radverkehrskampagne. Laut Landespolitikressortleiter Peter Ulrich Meyer würde sich der Verdacht aufdrängen, "dass der Senat mit den Mitteln der Werbung eine politisch aufgeheizte Debatte beeinflussen will." Dazu seien Steuermittel jedoch nicht vorgesehen.

Eine solche Kommunikations- und Imagekampagne war Teil der Radverkehrsstrategie für Hamburg, die der Senat unter CDU-Führung beschlossen hatte und 2008 von Senator Axel Gedaschko vorgestellt wurde.

Es wird eine professionell konzipierte Kommunikations- und Imagekampagne angeregt, die ein positives Bild vom Radfahren vermittelt und den Stellenwert und die Akzeptanz des Radverkehrs im Verkehrssystem verbessert. Die Kampagne soll hamburgspezifische Merkmale aufweisen und auch die Nahmobilität in den Stadtteilen berücksichtigen. Die BSU wird die Anforderungen und die Vorgehensweise zur Durchführung einer solchen Kampagne konkretisieren. Eine Möglichkeit ist das Einbeziehen von Hochschulen im Rahmen von Ideenwettbewerben.
• Die Kampagne soll Lust auf das Radfahren machen.
• Auch die Autofahrerinnen und Autofahrer sollen über die Vorzüge des Radfahrens informiert und zum Umsteigen motiviert werden.
• Zur Verzahnung mit den Verkehrssicherheitsaktivitäten soll die Botschaft transportiert werden: „Fahrt mehr Rad, aber sicher.“
• Radfahrende Spitzenpolitikerinnen und -politiker sowie sonstige Prominente sollen als Vorbilder integriert werden.
• Auch die vielen ehrenamtlich Tätigen (in den Verbänden) sollen einbezogen werden. 
• Durchführung von Wettbewerben, z.B. zum „Fahrradfreundlichsten Stadtteil“.
• Integration des Themas „Diebstahl-Prävention“ durch Einbeziehen der Spezialdienststelle „Kriminalprävention“ des Landeskriminalamtes (LKA).

Das Fahrradforum, welches an der Ausarbeitung der Radverkehrsstrategie beteiligt war, stand unter dem Eindruck der Kampagne "Radlust", die Studenten der Universität Trier am Lehrstuhl von Prof. Heiner Monheim entwickelt und 2007 auf der Velo-City in München präsentiert hatten. Zudem standen die Mitglieder des Hamburger Fahrradforums vor zwölf Jahren unter den Eindrücken eines weit geringeren Radverkehrsanteils, weitaus schlechterer Radinfrastrukturverhältnisse einem schlechterem Verkehrsklima als heute.

Die Radverkehrsstrategie von 2008 war für den Zeitraum bis zum Jahr 2015 geplant. Die Kommunikatiosnkampagne war als Maßnahme hoher Priorität vorgesehen, wurde bislang jedoch nie umgesetzt. 2016 stellten Bürgerschaftsabgeordnete von SPD und Grünen dem Senat einen Antrag, die bis dahin versäumte Kampagne umzusetzen. Ähnliche Kampagnen oder Aktionen gab es in München ("Radlhauptstadt"), aber auch in Amsterdam, Utrecht oder Kopenhagen ("city of cyclists").


"Radlhauptstadt" München - © Stefan Warda

"Radlhauptstadt" München - © Stefan Warda

Dennoch: Es erscheint nun befremdlich, dass laut Abendblatt der Senat eine angeblich "aufgeheizte Debatte beeinflussen will". Bleibt die Frage, wer die Debatte negativ aufgeheizt haben soll. Und was, wenn die Kampagne unter einem CDU-Senat umgesetzt worden wäre? Hätte ein CDU-Senat die Kampagne ebenfalls zur Durchsetzung seiner Politik nutzen wollen - wie nun dem jetzigen Senat vorgeworfen?

Neben der bislang nicht umgesetzen Kommunikationskampagne sollte laut Radverkehrsstrategie von 2008 das gesamte Veloroutennetz bis zum Jahr 2015 vollständig verwirklicht worden sein. Dieses versucht der jetzige Senat nachzuholen. Es ist aber absehbar, dass bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode nicht alle Velorouten wie angekündigt nutzbar sein werden.



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