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3. April 2019

Soest: Deutschlands einzig echter Schutzstreifen wird heute beseitigt

Soest: Cycle street should replace former cycle lane


Soest, Jakobistraße: ehemaliger Schutzstreifen - © Stefan Warda


Soester Schutzstreifen mit "Deutschem Fahrradpreis" ausgezeichnet

Der mit dem "Deutschen Fahrradpreis" ausgezeichnete Schutzstreifen in der Soester Jakobistraße wird heute beseitigt. Das berichtet der WDR. Der Schutzstreifen hätte nicht den geltenden Vorschriften entsprochen. Als Ersatz soll die betroffene Straße in eine Fahrradstraße umgewidmet werden. Bislang fungierte die Jakobistraße als Einbahnstraße innerhalb einer Tempo-30-Zone innerhalb des historischen Stadtkerns.


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6. Oktober 2016

Soest muss die ausgezeichneten Schutzstreifen bis zum 31. Oktober entfernen

Soest has to erase cycle lane this month


Soest, Jakobistraße: Schutzstreifen - © Stefan Warda


Laut Soester Anzeiger muss die Stadt Soest die einzig wahren Schutzstreifen bis Ende diesen Monats entfernen lassen. Für die Markierung von Schutzstreifen in der Jakobistraße wurde die Stadt 2013 mit dem "Deutschen Fahrradpreis" ausgezeichent. Das Bundesverkehrsministerium fordert die Beseitigung, mit der Folge, dass dann wohl auch wieder in Soest aggressive Drängler Radfahrer mit unzureichendem Abstand überholen werden.

Mittlerweile hat die Stadt Castrop-Rauxel abweichend von den ursprünglich nach Soester Vorbild geplanten Schutzstreifen herkömmliche Gefährdungsstreifen im Dooringbereich eingerichtet. Nach dem Veto des Bundesverkehrsministerium zum Soester Schutzsteifenmodell sollen in der Castroper Wittener Straße und am Biesenkamp Radfahrer ebenfalls in die Dooringzone gelockt werden.


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4. Juli 2016

Bedauerlich: Bundesverkehrsministerium stoppt Verkehrsversuch mit prämiertem Schutzstreifen in Soest

Soest has to eliminate awarded cycle lanes


Soest, Jakobistraße: Schutzstreifen - © Stefan Warda


Laut dem Soester Anzeiger muss die Stadt Soest die Schutzstreifen in der Jakobistraße und der Nöttenstraße unverzüglich entfernen lassen. Das Bundesverkehrsministerium ist nicht bereit einen vom Landesverkehrsministerium initiierten wissenschaftlich begleiteten Verkehrsversuch zu tragen und beruft sich auf das Rechtsfahrgebot für Radfahrer. Sicherheitsüberlegungen, die zur Einrichtung der in den Einbahnstraßen in der Soester Innenstadt aufgetragenen Schutzstreifen führten, können laut Bundesverkehrsministerium nicht getragen werden. Die in Fahrbahnmitte aufgetragen Schutzstreifen sollen verhindern, dass Radfahrer in den einspurigen Einbahnstraßen ohne ausreichenden Seitenabstand überholt und in die Dooringzone am Fahrbahnrand abgedrängt werden.

Freie Fahrt für aggressive Drängler

Das Veto des Bundesverkehrsministerium ist äußerst bedauerlich. Mit dem Wegfall der Schutzstreifen könnten aggressive Drängler in Soest wieder Oberhand gewinnen und unsichere Radfahrer vom Radfahren abhalten oder ggf. zum illegalen Gehwegradeln verleiten.



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9. April 2016

Ausgezeichneter Schutzstreifen in Soest: Ministerium und Stadt finden Lösung zum Erhalt

Controversial model cycle lanes in Soest: Ministry agrees to preservation


Soest, Jakobistraße - © Stefan Warda


Die mit dem "Deutschen Fahrradpreis" ausgezeichneten Schutzstreifen in Soest sind vorerst gerettet. Das Landesverkehrsministerium forderte die Beseitigung der in Straßenmitte markierten Schutzstreifen in der Soester Innenstadt, weil diese angeblich regelwidrig seien. Laut Presseberichten (Soester Anzeier / WAZ-Gruppe) haben sich das Landesverkehrsministerium in NRW und die Stadt Soest auf eine Lösung verständen können, wie die als vorbildlich ausgezeichneten Soester Schutzstreifen zunächst auf weitere zwei Jahre erhalten werden können.

In einem Verkehrsversuch mit wissenschaftlicher Begleitung soll getestet werden, ob so die Verkehrssicherheit erhöht werden kann. Lässt sich das nachweisen, will das Land möglicherweise eine Änderung der Straßenverkehrsordnung anstoßen.

Die Beharrlichkeit der Soester bis hinauf zum Bürgermeister, die an ihre Schutzstreifen glauben, hat sich ausgezahlt. Das Land NRW will die nächsten zwei Jahre als Verkehrsversuch mit wissenschaftlicher Begleitung nutzen, um die Verkehrssicherheit der Soester Schutzstreifen zu belegen. Gelingt der Versuch, wolle das Land NRW eine Änderung der Straßenverkehrs-Ordnung bezüglich der Schutzstreifen anregen. Glückwunsch an die Stadt Soest.



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31. März 2016

Umstrittene Schutzstreifen in Soest: Werden sich Stadt und Ministerium einigen?

Cycle lanes in Soest: Can City of Soest and ministry reach an positive agreement?


http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/aktuelle-stunde/video-soest-streit-um-radweg-100.html


Der WDR berichtete gestern in seinem Fernsehprogramm über den Konflikt um die Schutzstreifen in Soest. Das Landesministerium will die mit dem "Deutschen Fahrradpreis" ausgezeichneten Schutztstreifen untersagen, die Stadt will sie beibehalten. Besteht noch Hoffnung für den Verbleib der Schutzstreifen?


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22. März 2016

Schutzstreifen in Soest: NRW-Verkehrsministerium blamiert sich

Cycle lane in Soest: Ministry in NRW disgraces itself
Aktualisiert um 21:20 Uhr

Herdecke, Hauptstraße: Regelwidriger Gefährdungsstreifen, Breite inklusive Gosse und Breitstrichmarkierung ein Meter. Erforderlich sind 1,25 Meter, neben Stehzeugen noch zzgl. Sicherheitstrennstreifen


Gefährdungsstreifen und Schutzstreifen

In Nordrhein-Westfalen gibt es Schutzstreifen und Gefährdungsstreifen. Gefährdungsstreifen sind grundsätzlich nicht zulässig, davon gibt es jedoch sehr viele. Schutzstreifen sind dagegen nützlich, allerdings gibt es davon weniger. Einen sinnvollen Schutzstreifen will das Landesverkehrsministerium nun beseitigen lassen. Bei den zahlreichen Gefährdungsstreifen sieht das Ministerium aber offenbar keinen Handlungsbedarf.
 

Soest, Jakobistraße: Schutzstreifen soll laut Verkehrsministerium entfernt werden, weil angeblich regelwidrig

Das NRW-Verkehrsministerium führt zwei angebliche Gründe gegen den Schutzstreifen in der Soester Jacobistraße an:
  • das Rechtsfahrgebot,
  • die grundsätzliche Unzulässigkeit von Markierungen in Tempo-30-Zonen (weil dort Verkehrsteilnehmer so fahren sollen, dass sie sich nicht gegenseitig gefährden).

Seitenabstände

Radfahrer sollen allerdings einen ausreichenden Abstand zu Stehzeugen einhalten. Es wird ein Seitenabstand von wenigstens einem Meter empfohlen, damit Radler nicht in der Dooringzone fahren. Wenn Radfahrer einen geringen Abstand zu Stehzeugen einhalten, müssen sie damit rechnen, dass sie bei einem Unfall von Gerichten an den Folgekosten beteiligt werden. Ist ein Radfahrer etwa 0,8 Meter breit und hält einen Abstand von einem Meter zum Fahrbahnrand, dann kann in einer 3,25-3,5 Meter breiten Straße kein Kfz einen Radfahrer mit dem notwendigen Seitenabstand von 1-1,5 Metern (in der Jakobistraße gilt Tempo 30) überholen. Dafür müsste die Straße bei einem etwa 2,2 Meter breitem Pkw wenigstens 5,8 Meter breit sein. Das Überholen wäre also immer unzulässig, vor allem, solange sich Stehzeuge am Fahrbahnrand befinden. Daher ist der Jakobistraßenschutzstreifen ein nützliche Einrichtung. Er verhindert, dass ängstliche Radfahrer in der Dooringzone fahren und dann von Drängler überholt werden. Falls dann eine Tür eines Stehzeugs einen Radfahrer erfassen würde und dieser stürzen würde, würde er von nachfolgenden Fahrzeugen überrollt und schwerst verletzt.




Kleine Auswahl regelwidriger Gefährdungsstreifen in NRW

Herdecke, Hauptstraße: Gefährdungsstreifen

Herdecke, Hauptstraße: Gefährdungsstreifen

Herdecke, Hauptstraße: Gefährdungsstreifen

Herdecke, Hauptstraße: Gefährdungsstreifen

Schwelm, Hauptstraße: Gefährdungsstreifen

Schwelm, Hauptstraße: Gefährdungsstreifen. Hier sind die Stellplatzbuchten inklusive Kantstein nur 1,75 Meter breit. Die ERA sieht aber das Mindestmaß von 1,25 Meter Schutzstreifen zzgl. mind. 0,25 Meter Sicherheitsraum nur bei Längsparkständen von wenigstens 2,00 Metern vor.

Schwelm, Hauptstraße: Gefährdungsstreifen

Hagen, Kölner Straße: Gefährdungsstreifen

Hagen, Kölner Straße: Gefährdungsstreifen

Hagen, Enneper Straße: Gefährdungsstreifen

Sog. "fahrradfreundliche Stadt" Kleve, Tiergartenstraße: Gefährdungsstreifen

Sog. "fahrradfreundliche Stadt" Kleve, Tiergartenstraße: Gefährdungsstreifen

Sog. "fahrradfreundliche Stadt" Kleve, Tiergartenstraße: Gefährdungsstreifen




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21. März 2016

Soest: Der mit dem "Deutschen Fahrradpreis" ausgezeichnete Schutzstreifen soll beseitigt werden

Soest: Awarded bike lane should be eliminated





Laut einem Bericht der WAZ soll der mit dem "Deutschen Fahrradpreis 2013" ausgezeichnete Schutzstreifen in der Soester Jacobistraße entfernt werden. Das Landesverkehrsministerium ist der Ansicht, dass der fahrbahnmittige Schutzstreifen unzulässig sei.

Die Stadt Soest hatte in einer verkehrsberuhigten Einbahnstraße einen Schutzstreifen in Fahrbahnmitte anlegen lassen, damit Radfahrer nicht ohne ausreichenden Sicherheitsabstand von aggressiven Dränglern überholt werden können.


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5. Mai 2014

"Deutscher Fahrradpreis" für den Neuen Wiesendamm?

"German Biycycle Award" for New Wiesendamm?

© hamburgize.com / Stefan Warda
Neuer Wiesendamm mit Soester Schutzstreifen unter Beibehalt der Kampfparker

2013 heimste die Stadt Soest für die Anlage eines Schutzstreifens in der Jakobistraße den "Deutschen Fahrradpreis" ein. Diese Art von Schutzstreifen würde sich hervorragend für den Neuen Wiesendamm eignen, wenn der Bezirk und die örtliche Polizei möglichst viele Kampfparkplätze legalisieren möchte. Die Auszeichnung mit dem "Deutschen Fahrradpreis" wäre der Stadt Hamburg 2015 sicher - und verdient. Am 12. Mai müssen nun die Ausschußmitlgieder bei der Abstimmung um den Umbau des Wiesendamms die Hosen runterlassen. Fühlen sie sich tatsächlich zur "Radverkehrsstrategie für Hamburg" verpflichtet?


Vorbild Schutzstreifen in der Soester Jakobistraße

Aus dem Leitbild der "Radverkehrsstrategie für Hamburg":
Radfahren soll sicher, zügig und bequem sein und unter verkehrlichen Bedingungen stattfinden können, die sowohl von erfahrenen Radlerinnen und Radlern als auch von Kindern und Erwachsenen, die bisher nur selten das Rad genutzt haben, als angenehm empfunden werden. Um dies zu erreichen, ist eine fahrradfreundliche Infrastruktur der Verkehrswege für den Radverkehr eine Grundvoraussetzung.


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27. September 2013

Ärger um Schutzstreifen

Trouble about Bike Lane


Soest, Jakobistraße - Schutzstreifen
Preisgekrönter Schutzstreifen in Soest


Die Stadt Soest wurde dieses Jahr ausgezeichnet mit dem Deutschen Fahrradpreis für die Markierung eines Schutzstreifens mitten auf der Fahrbahn einer innerstädtischen Straße. So viel Mut einer Kommune war der Jury die höchste Auszeichnung in der Kategorie Alltagsmobilität wert.

Die Stadt Rheinberg im gleichen Bundesland wagte nun ebenfalls einen Schutzstreifen nahezu mittig auf der einzigen Fahrspur zu markieren, damit Radfahrer ebenso wie in Soest den aus Sicherheitsgründen notwendigen Abstand zu parkenden Autos beim radeln einhalten und von folgenden Autofahrern beachtet werden. Und prompt hagelt es Protest.

„Es kann doch wohl nicht sein, dass auf einer Straße mit nicht einsehbaren Kurven ein Fahrradweg so angelegt wird, dass der für die KFZ-Spur verbleibende Rest der Straße an einigen Stellen nur noch 1,9 Meter breit ist.“

Ein Streifen zu viel? | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-rheinberg-xanten-alpen-und-sonsbeck/ein-streifen-zu-viel-id8490537.html#plx1880739587
„Es kann doch wohl nicht sein, dass auf einer Straße mit nicht einsehbaren Kurven ein Fahrradweg so angelegt wird, dass der für die KFZ-Spur verbleibende Rest der Straße an einigen Stellen nur noch 1,9 Meter breit ist.“

Ein Streifen zu viel? | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-rheinberg-xanten-alpen-und-sonsbeck/ein-streifen-zu-viel-id8490537.html#plx1880739587
„Es kann doch wohl nicht sein, dass auf einer Straße mit nicht einsehbaren Kurven ein Fahrradweg so angelegt wird, dass der für die KFZ-Spur verbleibende Rest der Straße an einigen Stellen nur noch 1,9 Meter breit ist.“

Ein Streifen zu viel? | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-rheinberg-xanten-alpen-und-sonsbeck/ein-streifen-zu-viel-id8490537.html#plx1880739587
Es kann doch wohl nicht sein, dass auf einer Straße mit nicht einsehbaren Kurven ein Fahrradweg so angelegt wird, dass der für die KFZ-Spur verbleibende Rest der Straße an einigen Stellen nur noch 1,9 Meter breit ist.

Doch, in Soest kann dies sein. Aber dieses typische Revierhalten der Autofahrer ist bekannt: Mein Auto, meine Straße, mein Recht auf Parkplatz vor der Haustür. In Rheinberg braucht es wohl noch eine Eingewöhnungsphase. Selbst ohne Schutzstreifen müsste der Radfahrer ausreichend Abstand zu den parkenden Autos einhalten und nachfolgende Autos könnten ohnehin nie überholen, da für den Überholvorgang ein Seitenabstand von 1,5 Metern erforderlich ist. Dieser Platz fehlt nun einmal. Übrigens: Dürfen Autofahrer bei nicht einsehbaren Kurven mit unangepasster Geschwindigkeit fahren?

Wir wünschen der Stadt Rheinberg Durchhaltevermögen. Vielleicht winkt als Belohnung eine Auszeichnung . . .


„Es kann doch wohl nicht sein, dass auf einer Straße mit nicht einsehbaren Kurven ein Fahrradweg so angelegt wird, dass der für die KFZ-Spur verbleibende Rest der Straße an einigen Stellen nur noch 1,9 Meter breit ist.“

Ein Streifen zu viel? | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-rheinberg-xanten-alpen-und-sonsbeck/ein-streifen-zu-viel-id8490537.html#plx1880739587

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18. Juli 2013

Deutscher Fahrradpreis 2013 geht an Soest

"German Bicycle Price" 2013 for Soest


Soest - Schutzstreifen Jakobistraße


Für einen ungewöhnlichen Schutzstreifen erhielt Soest den Deutschen Fahrradpreis 2013 in der Kategorie Alltagsmobilität. Der Schutzstreifen in der Jakobistraße, einer Einbahnstraße im alten Stadtkern, liegt mittig in der Fahrspur. So sind Radfahrer nicht durch unachtsame Autoinsassen gefährdet, die in den neben der Fahrbahn parkenden Fahrzeugen die Türen öffnen. Nachfolgende Autofahrer haben zudem keine Chance Radfahrer mit nicht angemessenem Seitenabstand zu überholen und müssen sich bis zum Ende der Jakobistraße hinter den Radlern gedulden. Die Radler geben somit das Tempo in der Tempo 30-Zone an und sind Pulkführer. Der 2008 eingerichtete Schutzstreifen bietet optimale Sicherheit für Radfahrer und unterstützt gleichzeitig das Bemühen die Geschwindigkeit zu drosseln. Aus sicht der Stadt Soest hat sich der Schutzstreifen bewährt.


Soest - Schutzstreifen Jakobistraße / Jakobitor
Soest - Jakobistraße / Jakobitor
Soest - Schutzstreifen Jakobistraße
Soest - Jakobistraße
Soest, Jakobistraße
Jakobistraße in Soest

hamburgize fragte den Soester Fahrradbeauftragten Manfred Scholz.


Warum wurde die Jakobistraße nicht für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet?


Diese Frage ist ganz einfach zu beantworten: Es gibt hinter der Häuserzeile an der Jakobistraße und einer angrenzenden Häuserzeile am Gartengrundstück parallel dazu eine weitere Straße, die stadtauswärts führt (Höggenstraße / ca. 60 Meter entfernt), deshalb konnte auf die für den Gegenverkehr geöffnete Einbahnstraße verzichtet werden. Wenn diese Höggenstraße nicht existieren würde, wäre es auch nicht zu dem „Jakobistreifen“ gekommen und keiner hätte darüber berichtet . . .



Welchen Anteil hat der Radverkehr am Verkehr?



Seit einer aktuellen modal-split-Untersuchung aus dem Sommer 2011 weiß man, dass in Soest der Fahrradanteil etwa 23 % beträgt. Das deckt sich auch mit einer Zählung an der Jakobistraße, die zufälligerweise im Frühjahr 2011 wegen des Neubaus der dortigen Signalanlage durchgeführt wurde.


Die Belastung der Jakobistraße liegt bei etwa 4.000 Kfz, 200 LKW / Bussen und 900 Radfahrern. Die Straße selbst ist 450 m lang, deren Breite schwankt zwischen 3,80 m und 4,50 m und hat, wie Sie gesehen haben, einen rechts liegenden Parkstreifen, was zu Konflikten zwischen einem RF und einer geöffneten Autotür führen kann. Der Schutzstreifen wurde 2008 markiert.


Seit wann hat es einen Fahrradbeauftragten in Soest?



Zu einem hauptamtlichen Fahrradbeauftragten hat es in Soest bislang noch nicht gereicht, aber nebenamtlich gibt es ihn seit der Gründung der AGFS (Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW) in 1993. Dies ist ein von der Landesregierung initiierter eingetragener Verein mit einem hauptamtlichen Vorstand; der e.V. ist mittlerweile auf 69 Mitglieder angewachsen. Mitglied kann nur eine kommunale Körperschaft werden.


Soest ist in diesem Verein Gründungsmitglied, damals waren 13 Kommunen dabei.


Soest



Neben der ungewöhnlichen Jakobistraße bemüht sich Soest auch in anderer Form um den Radverkehr. Die meisten Einbahnstraßen bieten den Radfahrern in Gegenrichtung eine Fahrmöglichkeit. Ein großer Teil der Fußgängerzone ist unbegrenzt für den Radverkehr geöffnet, andere Teile der Fußgängerzone zumindest außerhalb der Geschäftszeiten. Trotz der zahlreichen schmalen Straßen innerhalb des Wallrings bietet die Stadt Soest Radfahrern nahezu ideale Bedingungen.
Beim Fahrradklima-Test 2012 wurde Soest mit der Note 3,25 bewertet, ein vergleichsweise guter Platz. Unter 252 teilnehmenden Städten unter 100.000 Einwohner belegte Soest den 31. Platz.  


Einbahnstraßen in Soest

Soest


Soest


Soest


Fußgängerzonen in Soest

Soest - Vreithof


Soest


Soest


Fahrradstraße in Soest

Soest - Fahrradstraße




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