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28. Dezember 2025

Egoistisch und rücksichtslos!

 

 

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Straße 51 - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Straße 51 - © Stefan Warda

Budapester Straße - © Stefan Warda

Thedor-Heuß-Platz / Bahnhof Dammtor - © Stefan Warda

Thedor-Heuß-Platz / Bahnhof Dammtor - © Stefan Warda

Gorch-Fock-Wall - © Stefan Warda

Große Bergstraße - © Stefan Warda

 

 

 

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15. Juli 2025

Hamburg-Mitte: Sanierung des Recha-Lübke-Damms (vormals Högerdamm) abgeschlossen

  


Recha-Lübke-Damm: Radwegzustand nach dem Umbau - © Stefan Warda

 

 

Die Mobilitätswendebehörde meldete Ende des letzten Monats den Abschluss der Sanierung des Recha-Lübke-Damms (ehemals Högerdamm). Statt des sehr schmalen Fakeradwegs neben einem sehr schmalen Gehweg gibt es nun für Gehende und Radfahrende mehr Platz. 

Die bis zu einem Meter breiten benutzungspflichtigen Fakeradwege des früheren Högerdamms sind Geschichte. Der während der Baumaßnahme in Recha-Lübke-Damm umbenannte Straßenzug weist nun teils einen Radweg angelehnt an Kopenhagener Vorbilder sowie einen bis zu 3,25 Meter breiten Radfahrstreifen auf, der allerdings durch Bushaltestellen unterbrochen ist. 

 

Amsinckstraße / Recha-Lübke-Damm: Zustand nach Umbau - © Stefan Warda

Amsinckstraße / Högerdamm: Zustand vor Umbau - © Stefan Warda

Amsinckstraße / Recha-Lübke-Damm: Zustand nach Umbau - © Stefan Warda

Amsinckstraße / Högerdamm: Zustand vor Umbau - © Stefan Warda

 

Der sanierte Abschnitt des Radwegs beginnt stadtauswärts in der Amsinckstraße hinter den Bahnbrücken. Der Radweg verschwenkt im weiteren Verlauf an den Fahrbahnrand. Der neue Radweg hat eine Breite von 2,5 Metern, ist im Gegensatz zu einem Kopenhagener Radweg jedoch nicht mit Asphalt befestigt, sondern wie in Hamburg fast immer noch üblich mit roten Betonsteinsteinen (Format 25x25 Zentimeter). Zuvor gab es im Bereich des "Kopenhagener Radwegs" einen 1,1 Meter breiten Radweg, der von der Fahrbahn durch einen ein Meter breiten Sicherheitsstreifen abgesetzt war. Im Sicherheitsstreifen waren u.a. Ampelmasten, Laternenmasten und Schilderpfosten untergebracht. Der neue Radweg geht im Recha-Lübke-Damm im Bereich der früheren Bushaltestelle hinter dem Stellwerk der Deutschen Bahn in einen Radfahrstreifen über.  

 

Recha-Lübke-Damm 1: Zustand nach Umbau - © Stefan Warda

Högerdamm 1: Zustand vor Umbau - © Stefan Warda

Recha-Lübke-Damm 1: Zustand nach Umbau - © Stefan Warda

Högerdamm 1: Zustand vor Umbau - © Stefan Warda

Recha-Lübke-Damm 1: Zustand nach Umbau - © Stefan Warda

Högerdamm 1: Zustand vor Umbau - © Stefan Warda

 

Vor dem Umbau gab es für Radfahrende, die weiter der Amsinckstraße Richtung Nordkanalstraße folgen wollten, keine Aufstellfläche an der Ampel zwischen Stellwerk und Hostel. Wartende Radfahrende blockierten somit den schmelen "Radweg" für andere Radfahrende auf dem ehemaligen Högerdamm. Seit dem Umbau gibt es nun eine Abbiegespur für Radfahrende, damit nachfolgende Radfahrende nicht mehr behindert werden. 

 

Recha-Lübke-Damm 1: Radwegzustand nach Umbau - © Stefan Warda

Högerdamm 1: Radwegzustand vor Umbau - © Stefan Warda

Recha-Lübke-Damm, Bushaltestelle: Zustand nach Umbau mit Radfahrstreifen - © Stefan Warda

Högerdamm, Bushaltestelle: Zustand vor Umbau mit benutzungspflichtigem Fakeradweg sowie massive Einschränkung durch Kampfparken - © Stefan Warda

Recha-Lübke-Damm: Zustand nach Umbau - © Stefan Warda

Högerdamm 1: Zustand vor Umbau mit benutzungspflichtigem Fakeradweg - © Stefan Warda

Recha-Lübke-Damm: Zustand nach Umbau - © Stefan Warda

Högerdamm 1: Zustand vor Umbau mit benutzungspflichtigem Fakeradweg - © Stefan Warda

Recha-Lübke-Damm: Zustand nach Umbau - © Stefan Warda

Högerdamm 1: Zustand vor Umbau mit benutzungspflichtigem Fakeradweg sowie Gehwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda

 

Gäste des Hostels an der Ecke Amsinckstraße / Recha-Lübke-Damm greifen offenbar gerne auf E-Scooter und E-Roller von Sharinganbietern zurück. Leider werden auch nach dem Umbau der Straße diese nicht mehr benötigten Fahrzeuge kreuz und quer auf dem Gehweg vor der Kreuzung (jede Minute kostet!) abgestellt, so dass der Gehweg gegenüber dem Hostel oftmals unbenutzbar bleibt.  

 

 

Recha-Lübke-Damm 1: Zustand nach Umbau - © Stefan Warda

Högerdamm 1: Zustand vor Umbau - © Stefan Warda

Högerdamm 1: Zustand vor Umbau - © Stefan Warda

Högerdamm 1: Zustand vor Umbau - © Stefan Warda

 

 

Der Recha-Lübke-Damm soll nach der Sanierung zur sogenannten blau-grünen Infrastruktur gehören, die das Stadtklima verbessert, die Aufenthaltsqualität erhöht und die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmenden berücksichtigt und somit der Hamburgischen Klimaanpassungsstrategie entsprechen soll. Die Baumaßnahme wurde durch das Projekt BlueGreenStreets der HafenCity Universität Hamburg (HCU) wissenschaftlich begleitet. 

Um den städtischen Wärmeinseleffekt zu mindern und das Mikroklima nachhaltig zu verbessern, wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt:

  • 56 hydrologisch optimierte Straßenbäume sorgen künftig für deutlich mehr Verschattung und Verdunstung im Straßenraum. Besonders an heißen Tagen verbessert sich dadurch das Mikroklima spürbar. Die Maßnahme setzt die Ziele der Hamburgischen Klimaanpassungsstrategie direkt um.
  • Grüninseln, Retentionsflächen und begrünte Mulden erhöhen die Verdunstung, fördern die Grundwasserneubildung und tragen zur Abkühlung der Umgebung bei. Gleichzeitig wird das Sielsystem bei Starkregen entlastet.
  • Grünstreifen zwischen Fahrbahn, Rad- und Gehweg verbessern die Aufenthaltsqualität und unterstützen das lokale Mikroklima.
  • Regenwasserbewirtschaftung mit System:
    • Unbelastetes Regenwasser von Geh- und Radwegen wird gezielt den Mulden zugeführt und dient deren natürlicher Bewässerung.
    • Oberflächenwasser der Fahrbahn, das potenziell belastet ist (z. B. durch Reifenabrieb), wird weiterhin über die Kanalisation abgeleitet und vorgereinigt.
    • Das in die Mulden geleitete Oberflächenwasser wird zudem über belebte Bodenzonen gereinigt und zur Versickerung gebracht.
  • Flächenentsiegelung und wasserdurchlässige Beläge fördern die natürliche Versickerung und verbessern die Bodenfunktionen.
  • Neu geschaffene Retentionsräume erhöhen die Wasserspeicherkapazität im Straßenraum und tragen aktiv zum Überflutungsschutz bei. Sie stärken gleichzeitig die Vitalität des Straßenbegleitgrüns.

Abschließende Begrünungsarbeiten sollen im Herbst 2025 erfolgen. 

 

 

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1. Juli 2025

Bundesverkehrsministerium plant neue Reglementierung für gewerbliche Fahrräder und E-Scooter

 

 

Radroute 15, Budapester Straße: Wegen Kampfparken unbenutzbarer Gehweg - © Stefan Warda

 

 

Bald weniger Kampfparken auf Rad- und Gehwegen sowie an Fahrradbügeln? 

Laut ZEIT plant das Bundesverkehrsministerium eine Änderung der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung. Gewerblich angebotene Fahrräder und E-Scooter sollen zukünftig beim Abstellen nicht mehr privaten Fahrrädern oder E-Scootern gleichgestellt sein. Sharingfahrzeuge sollen zukünftig "nicht als Teil des ruhenden Verkehrs im Sinne der Straßenverkehrsrechts" behandelt werden. Die Sharingdienste würden dadurch ihre Geschäftsmodelle bedroht sehen.

 

 

 

Mehr . . . / More . . . :

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24. Februar 2025

Kampfparken in Hamburg: Neue Spielregeln für Leihtretrollersysteme

 

 

Budapester Straße / Gymnasium: Blockade des Gehwegs durch Kampfparken - © Stefan Warda

 

 

Die Mobilitätswendebehörde hat mit den Betreibenden der Leihtretrollersysteme Rahmenverträge abgeschlossen. Diese sollen vor allem das bislang praktizierte Wildparken zurückdrängen. Sharing-E-Scooter und Sharing-E-Bikes sollen zukünftig als Sondernutzungen gelten .

 

Budapester Straße / Gymnasium: Massive Einschränkung des Gehwegs durch Kampfparken - © Stefan Warda

 

 

Die vereinbarten Maßnahmen:

  • Ab sofort wird eine Sondernutzungsgebühr je angebotenem Sharing-E-Scooter und -E-Bike in Höhe von zwei Euro pro Monat erhoben. Auf dem Ring 2 werden zusätzlich 4,50 EUR pro Monat und Fahrzeug erhoben.
  • Klare Regeln für falsch abgestellte E-Scooter: Wenn die Polizei oder der Landesbetrieb Verkehr (LBV) falsch abgestellte Scooter auffinden, werden die Anbieter kontaktiert, die die falsch abgestellten E-Scooter ordnungsgemäß umstellen bzw. einsammeln müssen.
  • Die Stadt kann falsch abgestellte Scooter jederzeit selbst umstellen bzw. auch einsammeln und an einen Verwahrort bringen. Ein Abschleppen der Sharing-Fahrzeuge erfolgt, wenn zum Beispiel kein Platz zum Umstellen vorhanden ist, wenn eine Verkehrsgefährdung bzw. -behinderung droht oder wenn es sich um große Ansammlungen von E-Scooter handelt.
  • Nutzerinnen und Nutzer müssen bei eingeleiteten Ordnungswidrigkeitsverfahren durch die Polizei und den Landesbetrieb Verkehr die Verwarnungsgelder für verkehrswidrig abgestellte E-Scooter und E-Bikes voll selber zahlen. Zusätzlich zum Verwarnungsgeld wird gegenüber den Anbietern eine Gebühr von 30 Euro je E-Scooter beim Umstellen und 100 Euro beim Abschleppen erhoben, um den Verwaltungsaufwand der Stadt Rechnung zu tragen.
  • Feedback und schnelle Reaktion: Anbieter sind verpflichtet, ein digitales Meldesystem bereitzustellen, über das falsch abgestellte Fahrzeuge unkompliziert gemeldet werden können. Mit dem Scooter-Melder der Plattform Shared Mobility www.scooter-melder.de existiert bereits eine zentrale Meldeplattform.
  • Sensibilisierung und Sicherheit: Zu besonderen Anlässen, wie z. B. Großveranstaltungen werden Maßnahmen wie Reaktionstests in den Apps durchgeführt, um das Bewusstsein für sicheres Verhalten im Straßenverkehr zu stärken, insbesondere im Hinblick auf Alkoholkonsum. Die bereits vorher vereinbarten Regeln wie das After-Ride-Picture, anbieterorganisierte Fußpatrouillen an hochfrequentierten Abstellorten (u. a. im Umfeld des Hauptbahnhofs) oder die Begrenzung der E-Scooter im Ring 2 bleiben weiterhin bestehen.

 

Barmbeker Straße: Zwischen benutzungspflichtigem Radweg und wildgeparktem E-Scooter weniger als ein halber Meter Nutzbreite des Gehwegs - © Stefan Warda

Kaiser-Friedrich-Ufer / Bundesstraße 107B: Wild abgestellte E-Scooter blockieren Fahrradstellplätze - © Stefan Warda

 

 

 

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28. Januar 2025

Rotlichtverstöße: Stichprobenartige Erhebung des ADAC in Hamburg

 

 

© Stefan Warda

 

Laut Abendblatt [] habe der ADAC im Oktober 2024 an vier vielbefahrenen Hamburger Kreuzungen  jeweils über einen Zeitraum von vier Stunden Rotlichtverstöße gezählt. Prozentual sollen E-Scooter-Fahrende besonders aufgefallen sein. Die Rangfolge: E-Scooter-Fahrende (16%), Gehende (13%), Radfahrende (8%), MIV-Fahrende (1%). Unbestritten gehen von Rotlichtverstößen der MIVler weitaus größere Gefahren aus als beispielsweise von Gehenden.

"In Hamburg ignorierten zehn der 64 gezählten E-Scooter-Fahrer rote Ampeln (rund 16 Prozent). Von 5.625 Fußgängern liefen 719 (rund 13 Prozent) trotz Rotlichts über die Kreuzung. 111 der 1.422 Radfahrer (rund 8 Prozent) missachteten das Lichtzeichen ebenso wie 100 der 7.525 gezählten Kraftfahrer (etwas mehr als 1 Prozent)."

 

© Stefan Warda

 

Der ADAC führte die Stichproben neben Hamburg auch in Berlin, Köln, Leipzig und München durch. Die niedrigere Hemmschwelle bei E-Scooter-Fahrenden begründet ein Verkehrspsychologe des ADAC mit der Tarifgestaltung der Leih-E-Scooter-Systeme und dem besonderen Fahrgefühl.

"E-Scooter-Fahrende sind meist sorgloser als andere Verkehrsteilnehmer unterwegs. Das besondere Fahrgefühl kann den unbekümmerten Eindruck noch verstärken. Hinzu kommt, dass meistens Leih-Scooter genutzt werden, bei denen man für jede Minute zahlt. Auf Kurzstrecken, wo sie überwiegend im Einsatz sind, sinkt dann die Hemmschwelle bei roten Ampeln."

 

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21. Januar 2025

Hamburg-Harburg: Maßnahmen gegen wild abgestellte Leih-E-Scooter geplant

 

 

Spaßmobil am Ampelmast - © Stefan Warda


 

Laut Abendblatt [] will der Bezirk Harburg den Gebrauch von Spaßmobilen strenger regulieren. Geplant sei ein Feldversuch mit Sperrzonen und ausgewiesen Abstellflächen im Bereich zwischen Bahnhof Harburg und S-Bahn-Station Heimfeld sowie um die S-Bahn-Stationen Neugraben, Neuwiedenthal und Fischbek. Ein Bezirksabgeordneter übte Kritik an dem Versuch. Nach ihm gebe es nicht nur rund um die Bahnhöfe Probleme, sondern auch in schmalen Wohnstraßen abseits der ÖV-Stationen.


"Die wahren Hotspots liegen doch im Phoenix-Viertel und im Quartier Marienstraße, wo die Roller oft die schmalen Gehwege so versperren, dass Menschen mit Kinderkarren oder Gehwagen nicht mehr hindurchkommen."

 

Annenstraße: Gehweg durch Spaßmobil stark beeinträchtigt - © Stefan Warda

Annenstraße: Gehweg durch Spaßmobil stark beeinträchtigt - © Stefan Warda

Kieler Straße: Gehweg durch Spaßmobile komplett blockiert - © Stefan Warda

Mainz, Wallstraße: Gehweg durch Spaßmobile komplett blockiert - © Stefan Warda

Neuer Pferdemarkt (B4): Benutzungspflichtiger Radweg durch Spaßmobil beeinträchtigt - © Stefan Warda

Neuer Pferdemarkt (B4): Benutzungspflichtiger Radweg durch Spaßmobil beeinträchtigt - © Stefan Warda

Ludwig-Erhard-Straße: Benutzungspflichtiger Radweg durch Spaßmobil beeinträchtigt - © Stefan Warda

Bahnhof Altona: Bahnsteig durch Spaßmobil beeinträchtigt - © Stefan Warda

Bahnhof Dammtor: Empfangshalle durch Spaßmobil beeinträchtigt - © Stefan Warda

Bahnhof Dammtor: Empfangshalle durch Spaßmobil beeinträchtigt - © Stefan Warda

 

 

 

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