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2. Dezember 2022

Hamburg-Eimsbüttel: Bettelampel im Verlauf des Isebekkanal-Radwegs aufgehoben

 

 

Kaiser-Friedrich-Ufer / Bundesstraße: Warten an der Bettelampel - © Stefan Warda

 

 

Der stark frequentierte Radweg neben dem Isebekkanal in Eimsbüttel wird von der Bundesstraße sowie der Bogenstraße unterbrochen. Radfahrende mussten sich an beiden Kreuzungen per Taster an den Ampelmasten das Grün erbetteln. Die Mobilitätswendebehörde meldet nun die Umkehrung des bisherigen Bettelprinzips für die Kreuzung Bundesstra0e / Kaiser-Friedrich-Ufer. Nun gibt es Dauergrün im Verlauf des Radwegs (und Gehwegs) neben dem Isebekkanal. Der Fahrbahnverkehr auf der Bundesstraße erbettelt sich Grün per Wärmebildkamera. 

 

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20. Mai 2022

Hamburg: Weitere Grüne Welle bei 18 km/h im Verlauf der zukünftigen Veloroute 1 in Ottensen

 

Zukünftige Veloroute 1, Keplerstraße / Arnoldstraße - © Stefan Warda

 

In Ottensen wurde ein weiterer Straßenzug mit Grüner Welle für den Radverkehr bei 18 km/h eingerichtet. Profitieren sollen Radfahrende im Verlauf der zukünftigen Veloroute 1. Für die Grüne Welle wurden sechs Ampeln im Straßenzug Bleickenallee - Keplerstraße - Arnoldstraße - Lobuschstraße im Verlauf der geplanten Veloroute 1 stadteinwärts aufeinander abgestimmt.

Infrarotbasierte Verkehrszählungen in der Bleickenallee und der Lobuschstraße aus dem Mai zeigten, dass dort im Schnitt täglich 5.000 Radfahrende unterwegs seien. Für diese Strecke sollen noch bis Juni Daten bezüglich der Auswirkungen auf andere Verkehrsarten gesammelt werden und daran eruiert, ob die Schaltzeiten optimiert werden könnten.

Die erste Grüne Welle für den Radverkehr in Hamburg mit insgesamt fünf neu getakteten Ampeln wurde auf der Veloroute 3 in der Bogenstraße in Harvestehude eingerichtet (zwischen Kaiser-Friedrich-Ufer und Beim Schlump). Dort geht es stadteinwärts zwischen 5 und 13 Uhr und stadtauswärts ab 13 Uhr flüssig voran - im Schnitt wurden im Mai täglich 3300 Radfahrende auf der Bogenstraße gezählt. Eine Evaluation der Maßnahme soll gezeigt haben, dass die neue Ampelschaltung, die zuvor nicht aufeinander abgestimmt war, keine negativen Auswirkungen auf den Kfz-Verkehr habe.


Weitere Strecken für den Einsatz einer „grünen Welle“ für den Radverkehr sollen in Planung sein:

  • Lobuschstraße – Bleickenallee (zukünftige Veloroute 1 stadtauswärts)
  • Ballindamm – Alstertor (Velorouten 5 und 6)
  • Eppendorfer Weg – Eppendorfer Landstraße
  • Ehrenbergstraße – Königstraße
  • Museumsstraße – Platz der Republik – Ottenser Marktplatz

Die angepasste Ampelschaltung wird im Rahmen des bundesgeförderten Projektes „PrioBike-HH“ eingerichtet, das zum Ziel hat mittels digitalen Technologien den Komforts und die Sicherheit im Radverkehr zu verbessern.

Das Projekt PrioBike-HH wird vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) bis 2024 gefördert, das Gesamtbudget beträgt rund 8 Millionen Euro. Am Projekt beteiligt sind neben der Freien und Hansestadt Hamburg auch die Technische Universität Dresden, sowie die INAVET GmbH.

 

 

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13. Januar 2022

Veloroute 3 in Hamburg: Auf der Bogenstraße Grüne Welle bei 18 km/h

Hamburg: First Green Wave for cyclists

 

Veloroute 3, Bogenstraße - © Stefan Warda

 

 

Im Bezirk Eimsbüttel wurde die erste grüne Welle für Radfahrende in Hamburg eingerichtet. Laut Abendblatt wurden die Ampeln entlang der Bogenstraße im Verlauf der Veloroute 3 an das Tempo von Radfahrenden angepasst. Vormittags soll die Grüne Welle bei Tempo 18 stadteinwärts, nachmittags stadtauswärts funktionieren. 

Mit dieser Maßnahme folgt Hamburg dem Beispiel Kopenhagen, wo seit Jahren an zahlreichen Einfallstraßen eine grüne Welle bei Tempo 20 eingerichtet ist.

Frühere Verkehrsversuche mit "grüner Welle" für Radfahrende im Bezirk Eimsbüttel wurden nicht weiter verfolgt.

 

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8. Oktober 2020

Kopenhagen beschleunigt Radverkehr

 Copenhagen reached goals to reduce travelling times for cyclists


Kopenhagen, Amagerbrogade: Breitere Radwege seit dem jüngsten Umbau - © Stefan Warda


Die Fahrradstadt Kopenhagen ist ihrem Ziel näher gekommen, die auf Wegen mit dem Fahrrad zurückgelegten Reisezeiten innerhalb der Stadt zu reduzieren. Die durchschnittliche Fahrzeit mit dem Rad auf allen untersuchten Strecken ist von 15,7 Minuten im Jahr 2011 auf 14,1 Minuten im Jahr 2019 gesunken. Auf der Verbindung zwischen dem südlichen Stadtteil Amager und dem Stadtzentrum wurde die Fahrzeit sogar um 3,5 Minuten verkürzt. Der Erfolg auf dieser Strecke (zwischen Sundbyvester Plads und Kongens Nytorv) hängt mit der Einrichtung einer grünen Welle für Radfahrende und dem Umbau der Amagerbrogade zusammen, auf der die Radwege zuletzt deutlich verbreitert wurden. Dadurch können höhere Verkehrsmengen auf den Radwegen bewältigt und Konflikte zwischen langsameren und schnelleren Radfahrenden weitgehend vermieden werden.

 

Kopenhagen, Amagerbrogade: Breitere Radwege seit dem jüngsten Umbau - © Stefan Warda

Kopenhagen, Amagerbrogade: Breitere Radwege seit dem jüngsten Umbau - © Stefan Warda

 

2014 hatte die Stadt Kopenhagen sich das Ziel gesetzt, die Reisezeiten innerhalb der Stadt per Rad, Bus oder Auto zu reduzieren.


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1. Dezember 2019

Verkehrsversuch in Hamburg-Eimsbüttel: Grüne Welle für den Radverkehr geplant

Hamburg: Cyclists to have green wave in Eimsbüttel


Kopenhagen, Nørrebrogade: Grüne Welle bei Tempo 20 - © Stefan Warda



Die diesjährigen Bezirkswahlen führten in Eimsbüttel zu einer grün-schwarzen Koaliton. Das Programm dieses Bündnisses lautet: Eimsbüttel nachhaltig und lebenswert gestalten. In diesem Koalitionsvertrag festgeschrieben sind u.a. Verkehrsversuche mit grüner Welle für den Radverkehr - bislang ein Novum für Hamburg. Grüne Welle für Radfahrende gibt es schon in Berlin, aber auch auf einigen Hauptstraßen Kopenhagens, die dort ins Zentrum führen.

Laut Koalitionsvertrag soll die grüne Welle für Radfahrende auf drei Strecken getestet und ggf. dauerhaft eingerichtet werden:


Die grüne Welle für Radfahrende wurde in Kopenhagen schon vor mehr als zehn Jahren eingerichtet.
Drei wichtige Hauptstraßen, die zum Stadtzentrum führen, und eine, die dicht am Stadtzentrum vorbeiführt, bieten eine radverkehrsfreundliche grüne Welle. Als erstes wurde die grüne Welle entlang der Nørrebrogade installiert, es folgten Amagerbrogade, Østerbrogade und Farimagsgade. Tageszeitabhängig gilt dort für alle eine starre grüne Welle bei Tempo 20 - entlang der Nørrebrogade stadteinwärts zwischen 6.30 Uhr und 12 Uhr, stadtauswärts zwischen12 Uhr und 18 Uhr, entlang der Farimagsgade montags bis freitags zwischen 7 Uhr und 19 Uhr. Auf allen diesen Straßen gibt es Buslinenverkehr in teilweise sehr dichter Taktfolge.


Grüne-Welle-Prinzip für die Hauptstadtregion Kopenhagen




Zwar fahren im allgemeinen Radfahrende nicht alle mit dem gleichen Tempo, mit der grünen Welle bei Tempo 20 sollen jedoch alle zu einer gleichen Geschwindigkeit animiert werden. Die langsameren legen etwas an Tempo zu, die schnelleren drosseln ein wenig das Tempo. Dadurch gibt es in den Hauptverkehrszeiten weniger Staus auf den Radwegen. Radfahrende radeln entspannter, da sie nicht immer wieder kraftzehrend neu anfahren müssen.


Kopenhagen, Kennzeichnung der grünen Welle - © Stefan Warda


Grüne- und CDU-Fraktion brachten diese Woche einen Antrag in die Bezirksversammlung (Drucksache 21-0299), der auf immerhin zwei Strecken eine radverkehrsfreundliche grüne Welle favorisiert:

  • Müggenkampstraße - Osterstraße - Bundesstraße (als bezirkliche Veloroute)
  • Quickbornstraße - Borgenstraße - Mansteinstraße (als Teil der Veloroute 3)

Ein entsprechendes Pilotprojekt sei zur Präsentation im Rahmen der Ausrichtungen von Nationalem Radverkehrskongress und ITS-Kongress (World Congress on Intelligent Transport Systems) im Jahre 2021 besonders geeignet.


Kopenhagen, Nørrebrogade: Grüne Welle bei Tempo 20 - © Stefan Warda



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18. November 2017

Partei Die Linke fordert Kopenhagenisierung Norderstedts

Linke: Copenhagenize Norderstedt


Kopenhagen: Grüne Welle bei Tempo 20 - © Stefan Warda


Die norderstedter Linken wollen ihre Stadt kopenhagenisieren. Für den bevorstehenden Kommunalwahlkampf 2018 wurden diese Woche die Themenschwerpunkte bekanntgegeben. Demnach fordert Die Linke in Sachen Verkehr eine echte Kehrtwende: Mit Blick auf das Musterbeispiel Kopenhagen soll der Radverkehr massiv ausgebaut werden. Auf langen, zusammenhängenden Radstrecken will Die Linke eine „grüne Welle“ bei Tempo 20 und dort auch Vorrang vor dem Autoverkehr einführen. Außerdem strebt die Partei nach Angaben von Sprecher Olaf Harning ein günstiges „Norderstedt-Ticket“ für den ÖPNV und langfristig den fahrscheinlosen, heißt: kostenlosen Nahverkehr an. „Die Themen Nachhaltigkeit und ökologisches Handeln sollen aber in allen Arbeitsbereichen ganz nach vorne rücken“, betont Bilger einen weiteren Schwerpunkt der LINKEN. „Wir wollen die Stadt ja nicht nur für uns, sondern auch für unsere Kinder und Enkel gestalten!“


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22. Mai 2017

München: Verkehrsversuch mit grüner Welle bei Tempo 20 in der Schellingstraße

Munich: Pilot with green wave for cyclists along Schellingstraße

München, Kreisverwaltungsreferat - © Stefan Warda


Das Kreisverwaltungsreferat startete am Freitag auf der Schellingstraße den Pilotversuch Grüne Welle für den Radverkehr. Kreisverwaltungsreferent Dr. Thomas Böhle geht von einem Attraktivitätsgewinn für Münchens Stadtverkehr aus.
Bislang hat das in München noch keiner versucht. Wir wollen diesen Sommer unter realistischen Bedingungen ausprobieren, ob sich die Idee umsetzen lässt. Wenn Radlerinnen und Radler mit der Grünen Welle flotter durch den Stadtverkehr kommen, macht es das Fahrradfahren in der Landeshauptstadt attraktiver und München ein Stück fahrradfreundlicher.

Die belebte Schellingstraße im Univiertel mit Linienbusverkehr, Autos und Radlern ist ein anspruchsvolles Testumfeld für den Pilotversuch. Teststrecke ist der rund einen Kilometer lange Abschnitt zwischen Luisenstraße und Ludwigstraße. Die Tests sollen bis Ende Oktober laufen und werden vom Lehrstuhl für Verkehrstechnik der TU München wissenschaftlich begleitet. Studierende werden die Teststrecke beobachten, Verkehrszählungen durchführen und messen, in welcher Zeit die Verkehrsteilnehmer die Strecke zurücklegen. Sie sollen auch Befragungen durchführen.

Weil Fahrradfahrer mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten unterwegs sind, ist es zentral, herauszufinden, auf welche Durchschnittsgeschwindigkeit die Grüne Welle programmiert sein sollte. Diese Frage wollen die Studierenden bei der Auswertung ihrer Daten klären. Zu Beginn des Testlaufs sind die Ampeln so aufeinander abgestimmt, dass sie bei einer Geschwindigkeit von 20 km/h eine Grüne Welle bilden.

In den Testmonaten will das KVR-Verkehrsmanagement zusammen mit der TU München verschiedene Versuchsreihen durchführen, um die Auswirkungen und den Einfluss der untereinander konkurrierenden Verkehrsarten Fahrrad, Auto und Linienbus feststellen zu können. Da die Beschleunigung der MVG-Buslinien 153 und 154 auch während des Verkehrsversuchs grundsätzlich erhalten bleiben muss, wird die Grüne Welle für Radler Unterbrechungen erfahren. Das ist auch bei Grünen Wellen für Autos so. Vermutlich wird es deshalb eher selten möglich sein, dass Fahrradfahrer ohne einen einzigen Stopp durch die Teststrecke kommen. Ziel ist es, die Zahl der Ampelstopps für Radlerinnen und Radler so weit es geht zu reduzieren. Die Ergebnisse des Verkehrsversuchs sollen bis Mitte 2018 vorliegen und werden öffentlich vorgestellt.


Vorbilder für grüne Welle für Radfahrer finden wir in Deutschland bislang in Berlin und Marburg.

In Berlin gibt es seit 2013 in der Belziger Straße grüne Welle für Radfahrer. Die nächste grüne Welle bei Tempo 20 soll in der Uhlandstraße umgesetzt werden.
 
In Marburg erprobte die Firma Siemens ihr Produkt "Sibike", mit dem nur registrierte smartphonebesitze Radfahrer bei der Lichtsignalanlagensteuerung berücksichtigt werden sollen.

Verkehrsversuche mit grüner Welle in Hamburg wurden wieder eingestellt.
 

Kopenhagen - © Stefan Warda

Am weitesten ist bislang Kopenhagen gelangt. Dort gibt es im Verlauf einiger Einfallstraßen ins Stadtzentrum tageszeitabhängig grüne Welle bei Tempo 20. Damit kommen die meisten Radfahrer über mehrere Kilometer hinweg ohne irgendwelche Stopps entspannt ins Stadtzentrum und nachmittags wieder entgegengesetzt. An manchen Straßen zeigen sogar grüne Lichter am Radwegrand an, ob man noch mit der grünen Welle mitschwimmt.



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23. April 2016

Modellversuch: München plant Grüne Welle für Radfahrer

Munich: Cyclists to have green wave


Grüne Welle auf Radwegen in Kopenhagen - © Stefan Warda


Nach einem Bericht der tz plant die Stadt München im Rahmen eines Modellversuch Radfahrern eine Grüne Welle einzurichten. Vorbehaltlich von Bundesfördermitteln will die Stadt gemeinsam mit der TU München das Pilotprojekt "RadAptiv" in der Schellingstraße in der Münchner Maxvorstadt durchführen. In der Schellingstraße fahren Radfahrer derzeit bei Tempo 50 im Mischverkehr auf der Fahrbahn.


Grüne Welle auf Radwegen in Kopenhagen - © Stefan Warda


München wäre damit neben Berlin eine der wenigen deutschen Städte, die Radfahrer mit einer Grünen Welle bedenken. Für Kopenhagens Radfahrer ist die Grüne Welle auf vielen wichtigen Einfallsstraßen ins Stadtzentrum seit einigen Jahren selbstverständlich. Die Grüne Welle ist dort starr auf Tempo 20 ausgerichtet.


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7. April 2014

"Das Fahrrad ist eine Technologie aus der Steinzeit"

"The Bike Is a Technology of Stone Age"


 © hamburgize.com / Stefan Warda

Seit Jahrzehnten hat es Grüne Welle für den Autoverkehr in unseren Städten. Angepasst an die Geschwindigkeit des MIV bei Tempo 50, 60 oder 70 brauchen Autos bei Geradeausfahrt auf längeren Strecken durch die Stadt kaum an Ampeln warten. Das war und ist bis heute das erklärte Ziel der Verkehrsplanung in Deutschland. An den Radverkehr wurde dabei nicht gedacht. Da Radfahrer nicht mit der Geschwindigkeit der Autos mithalten können hat es für den Radverkehr meistens stop and go - Halt an den meisten Ampeln. Das macht das Radfahren in den Städten vollkommen unattraktiv und ist mit ein Grund für Rotlichtverstöße von Radlern. Die Erhöhung des Radverkehrsanteils in unseren Städten ist mit unattraktiven Ampelschaltungen aber nicht zu erreichen.


 © hamburgize.com / Stefan Warda


Kopenhagen richtet seit einigen Jahren auf Einfallstraßen ins Stadtzentrum Grüne Welle für den Radverkehr bei Tempo 20 ein. Auf langen Strecken radelt es sich wesentlich angenehmer und entspannter. Es muss nicht an jeder Ampel erneut kraftaufwändig beschleunigt und anschließend wieder unnütz gewartet werden. Das sanfte Dahingleiten an vielen Ampeln vorbei ist kaum anstrengend. Kopenhagen sieht die Grüne Welle für Radler als einen Baustein noch mehr Pendler zum Umstieg auf das Rad zu bewegen. Es ist erklärtes Ziel die Reisegeschwindigkeit für den Radverkehr innerhalb der Stadt auf längeren Distanzen zu erhöhen. Bislang war Kopenhagen mit dem Ausbau der Infrastruktur für den Radverkehr auch recht erfolgreich. Der Radvekehr hat einen hohen Stellenwert.


http://hamburgize.blogspot.de/2014/04/berlin-vermutlich-erste-deutsche.html


In Deutschland wagte Berlin die Einrichtung einer Grünen Welle für Radler. Der Berliner Redakteur Gunnar Schupelius wettert nun vehement gegen dieses Experiment. Die Grüne Welle für Radler würde den "Verkehr" behindern - als wenn Radler nicht zum "Verkehr" dazugehören? Am Ende seinen Artikels wird er dann sehr, sehr deutlich - und es soll sich auch nicht um eine Satire handeln.
Die Zukunft gehört nicht dem Fahrrad. Das Fahrrad ist eine Technologie aus der Steinzeit. Deshalb wollen die Chinesen ihre Fahrräder loswerden.
Die Zukunft gehört dem Auto, wahrscheinlich dem Elektroauto. Die Zukunft gehört dem Tempo und nicht der Langsamkeit. Unser Leben läuft global und in Echtzeit und nicht mit Tempo 18. Die Verkehrsplaner in diesem Senat sind alle von gestern.
Unser Tipp: Herr Schupelius, fahren sie doch mal Rad in Kopenhagen, anstatt in Berlin im Stau zu stehen


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2. April 2014

Berlin vermutlich erste deutsche Metropole mit Grüner Welle für Radfahrer

Berlin as First German City with Green Wave for Cyclists 


© Stefan Warda


Berlin richtet derzeit erste Straßenabschnitte mit Grüner Welle bei 16-18 km/h ein, angepasst an eine typische Radlergeschwindigkeit. Auf der Belziger Straße im Bezirk Schöneberg hat es laut BZ schon seit letztem Jahr Grüne Welle für Radler.

Besonders lang ist die Strecke nicht. Doch das, was dort geschehen ist, ist revolutionär. Heimlich, still und leise ist in Schöneberg die erste grüne Welle für Fahrradfahrer in Betrieb genommen worden. Jeweils zwei Ampeln wurden so programmiert, dass Radler nicht mehr bei Rot anhalten müssen.

Die Belziger Straße ist Teil der Wannsee-Route, einer der Velorouten für den Alltagsverkehr in Berlin. Weitere Straßen sollen derzeit beim Senat in Prüfung sein. Die Grüne Welle für den Radverkehr zählt in Berlin zu den Modellprojekten der Radverkehrsstrategie. Demnach sollen auf mindestens fünf Verkehrsampeln umfassenden Abschnitten Lichtsignalanlagen fahrradfreundlich koordiniert werden, damit es spürbare Verbesserungen für Radler gibt.


Kopenhagen: Grüne Welle an Hauptstraßen - scheint Radfahrer stark zu machen - © Stefan Warda

Vorbild für Grüne Welle für Radler ist die Fahrradstadt Kopenhagen. Dort hat es auf zahlreichen Hauptstraßen Grüne Welle bei Tempo 20. Mit der grünen Welle konnte Kopenhagen die Reisezeiten für Radler auf diesen Relationen deutlich senken. Grüne-Welle-Radler fahren auf dem Weg zur oder von der Arbeit in großen Pulks ohne Stopp an Ampeln - ohne kräftezehrendes Anfahren an Zwischenampeln. Mit verschiedenen technischen Einrichtungen wird in Kopenhagen erprobt, wie die Grüne Welle den Radlern angezeigt werden kann. Es gibt Geschwindigkeitsanzeigen am Radweg, Count-Down-Ampeln für die Sekunden bis zum Grün an der folgenen Ampeln oder unmittelbar neben der Ampel - damit Radler das Tempo bis zur nächsten Ampel anpassen können - oder aber grüne Leuchten am Radwegrand. Wer mit den grünen Lichtern radelt muss an der nächsten Ampel nicht halten. Sind die erleuchteten Lichter einige Meter voraus kann der Radler ein wenig Gas geben, um an der nächsten Ampel nicht halten zu müssen.


Grüne Welle in Kopenhagen

Geschwindigkeitsanzeige - © Stefan Warda

Frederiksberg: Count-Down-Ampel vor der Kreuzung - © Stefan Warda

Frederiksberg: Count-Down-Ampel an der Kreuzung - © Stefan Warda

Grüne Lichter am Radwegrand - © Stefan Warda

Vor allem auf den Super-Radwegen, den Velorouten, die das Zentrum Kopenhagens mit den Kommunen in der Hauptstadtregion verknüpfen, sollen nach und nach Grüne Wellen eingerichtet werden. Damit sollen Pendler vom Auto auf das Rad gelockt werden. Wer auf langen Strecken mit dem Rad schnell und bequem  voran kommt wird gerne Rad fahren, so die Strategie der Planer in Kopenhagen.


Grüne Welle-Prinzip in der Hauptstadtregion Kopenhagen


via supercykelstier


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24. Februar 2012

Kritik an Rotlichtverstößen - Hamburg steuert mit Verkehrsversuch nach

Rule-violating at red lights - Hamburg gives red lights free exclusively for cyclists

Verkehrsversuch in Hamburg: Um Rotlichtverstöße zu vermeiden dürfen Radfahrer Rotlicht "missachten"


Der ADAC deckte mit einer Studie die Zunahme der Rotlichtverstöße durch Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger in Hamburg auf. Auf heftige Kritik der Radfahrer wegen schlechter bzw. nicht angepasster Ampelschaltungen reagiert die Stadt nun mit neuen radfahrerfreundlichen Regelungen. Radler werden nun versuchsweise an einigen ausgewählten Kreuzungen von der Ampelregelung ausgenommen. Dort brauchen Radfahrer sich fortan nicht mehr um die oftmals unbeliebten Ampelzeichen kümmern, was viele von ihnen ohnehin nicht mehr taten. Die Verkehrsdirektion will den Verkehrsversuch "Hamburg macht Ampeln frei für Radler" in Kürze auswerten und bei Erfolg an weiteren geeigneten Kreuzungen einführen. Bei Erfolg des Ampel-Modell-Versuchs könnte eine Auszeichnung des deutschen Fahrradpreises best for bike winken und wenigstens diese Bemühungen der Hansestadt um vorbildlichen Radverkehr krönen.


Versuchsampeln
Experimental traffic lights





Das Gebiet mit dem Verkehrsversuch wurde eigens gekennzeichnet


Weitere Anwendungsmöglichkeiten
Other possible applications



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Andere Kommunen versuchen allerdings Regeltreue durch bessere Radverkehrsführung an Kreuzungen, eigene Radfahrerampeln und grünen Wellen zu fördern. So haben Kopenhagens Radfahrer auf vielen Ausfallstraßen grüne Welle bei Tempo 20.


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14. Mai 2011

Radverkehrsstrategie: Grüne Welle für Deutschlands Radfahrer?

Bicycle Strategy Paper: Green Wave for German Cyclists?


Vorbild Kopenhagen: Grüne Welle für Radfahrer bald auch in Deutschland?
Model Copenhagen: Green wave soon in Germany?

Vorbild für Hamburgs Radverkehrsstrategie von 2008 war die Berliner Radverkehrsstrategie von 2004. Diese war angelegt für den Zeitraum bis zum Jahr 2010 mit dem Ziel, den Radverkehrsanteil von 10% auf 15% zu erhöhen. Mittlerweile beträgt der Radverkehrsanteil leider nur 13%. Berlin möchte nun aber die Radverkehrsstrategie erneuern und an die heutigen Gegebenheiten anpassen. Im neuen Stadtentwicklungsplan Verkehr (2011) sind weitere Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs festgeschrieben, so die Fortschreibung der Radverkehrsstrategie bis 2016. U.a. sollen Kapazitätserweiterungen für hochbelastete Radverbindungen vorgenommen werden und in einem Modellversuch "Grüne Welle Radverkehr" soll das Kopenhagener Grüne-Welle-Modell in Berlin getestet werden.


Unzeitgemäß und gefährlich: Enger Radweg an riesig breiter Straße in Berlin
Old school design and dangerous: Small cycle track along wide street
Berlin muss schnell handeln, denn die Radfahrer bereiten der Stadt mittlerweile Kopfschmerzen. Auch wenn Berlin nicht einmal die Zielzahl von 15% Radverkehrsanteil erreicht hat, so hat Berlin zunehmend Probleme mit der Leistungs- und Funktionsfähigkeit der vorhandenen Infrastruktur. Die Radwege sind zu schmal für die Anzahl der Radfahrer, die dort heute rollen. Radfahrer weichen mittlerweile aus Kapazitätsgründen auf angrenzende Gehwege aus, es gibt Akzeptanzprobleme und Nutzungskonkurrenzen. Die Stadtverwaltung hat dieses Jahr bei der METROMOBILE Konferenz in Berlin Verbesserungen versprochen.

Hamburg: Überlasteter Zweirichtungsradweg an der Außenalster
Congested two-way cycle track along Alster lake
Auch Hamburg hat mittlerweile Probleme mit den viel zu schmalen Radwegen. Die Radverkehrsstrategie von 2008 hat sich nach drei Jahren aber noch nicht auf den aktuellen Fahrradboom eingestellt. Weiterhin sollen Radwege nur nach den Mindestbreiten gebaut werden und an Kreuzungen behindern sich Radfahrer gegenseitig. Radfahrer werden mehr oder weniger gezwungen die ihnen zugedachten benutzungspflichtigen unbenutzbaren Radwege gar nicht erst zu benutzen. In Kreuzungsbereichen fahren viele Radfahrer angesichts der bis heute durchgeführten veralteten Bauweise illegal über Gehwege statt der neuen unbrauchbaren Radwege. Im Fortschrittsbericht zur Hamburger Radverkehrsstrategie von 2010 werden solche Lösungen auch noch als "Fortschritt" dargestellt. Und die schon seit Jahren hochbelasteten Radverbindungen wie an der Alster drohen in Kürze zu kollabieren. Außerdem werden weiterhin neue Radwegbenutzungspflichten angeordet, die ungesetzlich sind, um einzig und allein Radfahrer von der Fahrbahn fernzuhalten und dadurch den Autoverkehr zu beschleunigen. Die Stadt muss schnellstens reagieren und das Ruder endlich umlegen.

Neuer "Vorzeigeradweg" nach Hamburger Radverkehrsstrategie: Die vorschriftsmäßig an der Kreuzung wartenden Radfahrer blockieren in der "Umwelthauptstadt" den kreuzenden Radverkehr, der Grün hat. Solche Radwege sind unbenutzbar und unsinnig. Die gültigen Regelwerke für den Radverkehr empfehlen andere Radwegführungen an Kreuzungen
New flagship cycle track á la bicycle strategy paper: The correctly at the crossing waiting cyclists block crossing cycle traffic in the "European Green Capital". Such cycle tracks are unusable and do not make any sense and do not go along with current regulations
Hamburger Radwegekreuzung á la Radverkehrsstrategie: Niemand würde auf die Idee kommen den Autoverkehr an einer Kreuzung so abzuwickeln und sich gegenseitig behindernde Autofahrer auf angrenzdende Gehwege "bitten"
Hamburg cycle track crossing á la bicycle strategy paper: No one would think to handle car traffic like this and let block car drivers against each other at intersections and "ask" them to pass along sidewalks

Hamburger Radwegkreuzung 2008 angeblich geplant für die Zukunft: Bei geplanter Zunahme des Radverkehrs stehen 2015 doppelt so viele Radfahrer an der Ampel und blockieren noch mehr den kreuzenden Radverkehr
Hamburg cycle track intersection designed for future: With the planned increase in cycling in 2015 twice as many cyclists waiting at the traffic light will block crossing cyclists




Wartender Radfahrer blockiert den kreuzenden Radverkehr, der illegal über den Gehweg fährt. Ein Fall für die Polizei? Im Bildband zum Fortschrittsbericht 2010 zur Radverkehrsstrategie unter Bild-Nr. 12 zu finden
A waiting cyclist blocks crossing cycle traffic, which passes illegally along the sidewalk. A case for the police? In the documentation on the progress report 2010 on the Hamburg cycle strategy paper this example corresponds to picture No. 12

Neuester Fall einer "vorbildlichen" autogerechten Radwegeführung auf der Strecke Hafencity - Innenstadt
Latest case of "best" car friendly cycle track along cycle route from Hafencity to city hall

Besonders merkwürdig an diesem Fallbeispiel ist die Anordnung der Radwegbenutzungspflicht. In Gegenrichtung gibt es aber nicht einmal irgendeine Radverkehrsanlage, Radfahrer müssen also in Gegenrichtung auf der Fahrbahn fahren. Das ist ein grober Verstoss gegen die VwV-StVO, trotz der den Behörden bekannten Prozesse gegen Radwegebenutzungspflichten auch in Hamburg.
Especially remarkable in this case example is the obligation to use the cycle track. In the opposite direction, there are not even any cycle tracks, in the opposite direction cyclists have to run on the roadway. This is a gross violation of traffic regulations, despite the known cases against the authorities against "illegal" cycle tracks even in Hamburg.


Zu Berlin:
METROMOBILE 2011: Vortrag von Dr. Friedemann Kunst, Senatsverwaltung Berlin
Stadtentwicklungsplan Verkehr 2011, Berlin

Berliner Morgenpost: Radboom führt zu Stau auf Berlins Fahrradwegen
Radverkehrsstrategie für Berlin, 2004


Zu Hamburg:
Wir sind Hamburg
Osteralsterradeln in der "Umwelthauptstadt"
Radverkehrstrategie für Hamburg, 2008
Bilddokumentation zum Fortschrittsbericht 2010 zur Radverkehrsstrategie


Zu Kopenhagen, grüne Welle für Radfahrer:
The Green Wave in Copenhagen