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7. November 2024

Hamburg: Weniger Lärmschutz mit der CDU?

 

 

Budapester Straße: Tempo 30 als Lärmschutzmaßnahme - © Stefan Warda

 

Laut Abendblatt [€] wolle die Hamburger CDU Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen ausschließen. Dies sei Teil des Wahlprogramms für die Bürgerschaftswahl 2025.

"Tempo 30 soll es nur noch vor Schulen, Kitas, Alten- und Pflegeheimen, aber nicht mehr auf Hauptverkehrsstraßen geben."

Entlang vieler Hauptverkehrsstraßen gilt allerdings mittlerweile zumindest nachts Tempo 30, um Anwohnende vor Autolärm zu schützen. Diese Maßnahmen sind Teil des Lärmaktionsplans, zu dem die Stadt verpflichtet ist. Wird es - falls die CDU den Hamburger Senat stellen wird - ab 2025 zur Aufhebung von Tempo 30 an Budapester Straße, Holstenstraße, Winsener Straße und anderen oder auch der Stresemannstraße kommen? Anwohnende mit geringerem Einkommen, die überwiegend an von Verkehrslärm belasteten Straßenzügen wohnen, sind eher nicht die CDU-Stammwähler.

Tenor der CDU-Verkehrspolitik: Anreize und Angebote statt Verbote. Es sollen also mehr Anreize und Angebote für den Autoverkehr und weniger für den Radverkehr geschaffen werden - mehr Platz für Stehzeuge, Radverkehrsanlagen nur dort, wo kein Platz für Stehzeuge verloren geht. Ideologisch handele allerdings nur der bisherige Senat.

Gegenüber dem NDR stellte Dennis Thering mehr Verkehrssicherheit in Aussicht.

"Wir wollen einen Politikwechsel in den Hamburg zu mehr Sicherheit im fließenden Verkehr"

 

Leider bietet die CDU Hamburg auf ihrer Internetseite keine Einsicht in das gestern der Presse vorgestellte Wahlprogramm an.

 

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11. Juli 2023

Hamburg: Lärmpause an Wandsbeker Chaussee wieder aufgehoben

 

 

Wandsbeker Chaussee: Ruhe wegen Straßensperrung - © Stefan Warda

 

Anwohnende der in der Regel stark befahrenen Wandsbeker Chaussee hatten das Glück, eine mehrtägige Lärmpause zu genießen. An der Kreuzung mit der Ritterstraße waren unbekannte Hohlräume unter der Fahrbahn entdeckt worden. Die Kreuzung war für einige Tage komplett gesperrt worden. Ungewohnte Ruhe kehrte im Abschnitt zwischen Maxstraße und Hirschgraben ein. Nachts ruhig schlafen, kein Poserlärm - ein kaum vorstellbarer Traum wurde wahr. 

 

Wandsbeker Chaussee: Straßensperrung - © Stefan Warda

Wandsbeker Chaussee: Straßensperrung - © Stefan Warda

Wandsbeker Chaussee / Ritterstraße: Straßensperrung - © Stefan Warda

 

Die Lärmpause ist mittlerweile wieder aufgehoben. Seit einigen Tagen rollt der Autoverkehr wieder - wenn auch nur auf einer Fahrspur je Fahrtrichtung im von Hohlräumen betroffenen Abschnitt.

 

Wandsbeker Chaussee 119: Straßensperrung - © Stefan Warda

Wandsbeker Chaussee 119: Straßensperrung aufgehoben - © Stefan Warda

 

 

 

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25. Juni 2022

Lärmaktionsplan Hamburg: Nachts mehr Tempo 30 geplant

 

© Stefan Warda

 

Nach einem Bericht des Abendblatts wolle der Senat an weiteren Straßen nachts Tempo 30 anordnen. In der Auswahl der nächsten Streckenabschnitte seien u.a. der Kopfsteinpflasterabschnitt des Schulterblatts, aber auch Abschnitte der Budapester Straße, Bramfelder Straße, Bergedorfer Straße, Bremer Straße, Eiffestraße, Herderstraße, Stader Straße.

 

 

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24. November 2021

Lärmaktionsplan Hamburg: Mehr Tempo 30 nachts geplant - ohne Erfolgskontrollen weiterhin absolut wirkungslos

 

Holstenstraße: Tempo 30 nachts angeordnet - © Stefan Warda

 

Im Rahmen des Hamburger Lärmaktionsplans soll es an vielen weiteren Straßenabschnitten zu Tempo 30 zwischen 22 und 6 Uhr kommen. Bislang gilt dies schon beispielsweise an der Wilstorfer Straße in Harburg oder der Holstenstraße in Altona. Gerade an der Holstenstraße scheint Autofahrende die seit einigen Jahren geltende Regelung nicht zu interessieren. Es wird in dem Zeitraum weiterhin mit Tempo 60 oder mehr über die Holstenstraße gebrettert - insbesondere Taxis sind dort extrem auffällig. Für Anwohnende sind solche Maßnahmen absolut wertlos. Lärmwerte, die nicht tatsächlich gemessen werden, sondern nur rechnerisch auf Karten ermittelt werden, geben den Anwohnenden keinen ruhigen Schlaf. Es bedarf regelmäßiger Kontrollen - die bislang offenbar ausbleiben.

 

 

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25. Mai 2021

Lärmaktionsplan Hamburg: Nachts mehr Tempo 30 geplant - auch auf zahlreichen Bundesstraßen

 Hamburg is supposed to be quieter at night

 Aktualisiert um 21:12 Uhr

Schulterblatt - © Stefan Warda

 

Die Umweltbehörde plant im Rahmen des Lärmaktionsplans auf weiteren Straßenabschnitten Tempo 30. Ab 2022 sollen 20 Straßenabschnitte hinzukommen, ab voraussichtlich 2024 sogar weitere 65 Abschnitte, auf denen nachts Tempo 30 gelten soll. 

Ab Mitte 2022 soll an 20 Straßenabschnitten mit einer nächtlichen Lärmbelastung von mehr als 60 dB(A) Tempo 30 von 22-6 Uhr umgesetzt werden. Voraussichtlich ab 2024 sollen 65 weitere Straßenabschnitte mit hohen Lärmbelastungen hinzukommen. An sechs bereits in der Lärmkartierung 2017 identifizierten Lärmbrennpunkten wurde zwischenzeitlich bereits Tempo 30 - z.T. ganztags  - angeordnet. Alle zuvor genannten Straßenabschnitte sollen in der Regel hoch ausgelastete, zum Teil mehrspurige Straßenabschnitte des Hauptverkehrsstraßennetzes sein, die auch Teil des Busliniennetzes sind.

Ab Mitte 2022:

  • Ahrensburger Straße (zwischen Ostende und Wandsbeker Zollstraße - B75) 
  • Barmbeker Straße (zwischen Ohlsdorfer Straße und Dorotheenstraße)
  • Bramfelder Chaussee (zwischen Bramfelder Dorfplatz und Steilshooper Allee)
  • Bramfelder Straße (zwischen Drosselstraße und Habichtstraße)
  • Bremer Straße (zwischen hohe Straße und Eißendorfer Mühlenweg - B75)
  • Buxtehuder Straße (zwischen Stader Straße und ca. 50 Meter östlich der Feuerwehr - B73)
  • Caspar-Voght-Straße (zwischen Sievekingsallee und Hammer Steindamm - Kopfsteinpflaster) 
  • Davidstraße (zwischen Spielbudenplatz und Bernhard-Nocht-Straße - Kopfsteinpflaster)
  • Eiffestraße (zwischen Grevenweg und Beltgens Garten - B5) 
  • Finkenwerder Norderdeich (zwischen Steendiek und Brunnenstieg)
  • Habichtstraße (zwischen Dennerstraße und Bramfelder Straße)
  • Hammer Steindamm (zwischen Caspar-Voght-Straße und Sievekingsallee)
  • Herderstraße (zwischen Grillparzerstraße und Mozartstraße - B5)
  • Lauensteinstraße 
  • Lokstedter Weg (zwischen Tarpenbekstraße und Eppendorfer Landstraße)
  • Mühlenkamp (zwischen Semperstraße und Körnerstraße - teilweise zukünftige Veloroute 13)
  • Ostfrieslandstraße (zwischen Dangaster Weg und Steendiek)
  • Ritterstraße (zwischen Wandsbeker Chaussee und Wagnerstraße - zukünftige Veloroute 13)
  • Schulterblatt (zwischen Schanzenstraße / Neuer Pferdemarkt und Bahnlinie - Kopfsteinpflaster)
  • Stader Straße (zwischen Eißendorfer Pferdeweg und Buxtehuder Straße - B73)
  • Wagnerstraße (zwischen Ritterstraße und Blumenau - zukünftige Veloroute 13)
  • Wandsbeker Zollstraße (zwischen Holzmühlenstraße und Ahrensburger Straße - B75)
  • Winterhuder Weg (zwischen Beethovenstraße und Mozartstraße - B5)


Lärmschutz in Hamburg - © Stefan Warda


Ab 2024 vorgesehen:

  • Alsterdorfer Straße (zwischen Winterhuder Marktplatz und Lattenkamp)
  • Alsterkrugchaussee (zwischen Erdkampsweg und Ratsmühlendamm) 
  • Alter Teichweg (zwischen Nordschleswiger Straße und Krausestraße)
  • Augustenburger Straße
  • Bahrenfelder Steindamm (zwischen Stresemannstraße und Schützenstraße) 
  • Barnerstraße (zwischen Friedensallee und Gaußstraße)
  • Beethovenstraße (zwischen Winterhuder Weg und Bachstraße)
  • Behringstraße (zwischen Bahrenfelder Straße und Friedensallee, zwischen Griegstraße und Hohenzollernring)
  • Bergedorfer Straße (zwischen Schleusengrabenbrücke und Vierlandenstraße, zwischen Krusestraße und Sander Damm, zwischen Zufahrt Krankenhaus und Lohbrügger Landstraße - B5) 
  • Billstedter Hauptstraße (zwischen Schiffbeker Weg und Schleemer Weg - zukünftige Veloroute 8)
  • Binnenfeldredder (zwischen Habermannstraße und Stadtgrenze),
  • Bornkampsweg (zwischen Langbehnstraße und Stresemannstraße / Bahrenfelder Chaussee)
  • Breite Straße (zwischen Schleestraße und Kirchenstraße) 
  • Budapester Straße (zwischen Neuer Pferdemarkt und Simon-von-Utrecht-Straße - B4) 
  • Burgstraße (zwischen Bürgerweide und Grevenweg - teilweise zukünftige Veloroute 13 / B5)
  • Dockenhudener Straße (Witts Allee und Elbchaussee)
  • Dorotheenstraße (Barmbeker Straße und Krohnskamp - teilweise zukünftige Veloroute 13)
  • Georg-Wilhelm-Straße (zwischen Vogelhüttendeich und Neuhöfer Straße)
  • Grevenweg (zwischen Burgstraße und Eiffestraße - B5)
  • Elbchaussee (Dockenhudener Straße und Schenefelder Landstraße)
  • Elbgaustraße (zwischen Dammstraße und Kieler Straße - teilweise zukünftige Veloroute 14)
  • Friedensallee (zwischen Daimlerstraße und Barnerstraße)
  • Friedrich-Ebert-Damm (zwischen Gartenpark westlich Lesserstraße und Stephanstraße)
  • Fuhlsbütteler Straße (zwischen Rübenkamp und Hebebrandstraße, zwischen Hellbrookstraße und Drosselstraße)
  • Goetheallee (zwischen Julius-Leber-Straße und Max-Brauer-Allee)
  • Hellbrookstraße (zwischen Steilshooper Straße und Habichtstraße)
  • Heußweg (zwischen Eidelstedter Weg und Osterstraße)
  • Holtenklinker Straße (zwischen Justus-Brinkmann-Straße und Rotenhauschaussee - B5)  
  • Horner Landstraße (zwischen Horner Brückenweg und Washingtonallee)
  • Jarrestraße  
  • Kleiner Schäferkamp
  • Lange Reihe (zwischen Baumeisterstraße und Schmilinskystraße)
  • Langenfelder Damm (zwischen Kieler Straße und Steenwisch) 
  • Langenhorner Chaussee (zwischen Erdkampsweg und Flughafenstraße)
  • Lesserstraße (zwischen Pillauer Straße und Walddörferstraße)
  • Lohbrügger Landstraße (zwischen Ladenbeker Furtweg und Lohbrügger Markt - Veloroute 8)
  • Lokstedter Weg (zwischen Frickestraße und Tarpenbekstraße)
  • Mansteinstraße (zwischen Eppendorfer Weg und Bismarckstraße)
  • Max-Brauer-Allee (zwischen Friedenseiche und Holstenstraße - teilweise zukünftige Velorouten 1 und 13, Ehrenbergstraße und Klopstockstraße / Palmaille - teilweise zukünftige Veloroute 12) 
  • Mundsburger Damm (zwischen Winterhuder Straße und Papenhuder Straße - zukünftige Veloroute 5)
  • Osterstraße (zwischen Methfesselstraße und Heußweg)
  • Poelchaukamp (zwischen Gellertstraße und Mühlenkamp) 
  • Quickbornstraße (zwischen Eidelstedter Weg und Gärtnerstraße) 
  • Reclamstraße (zwischen Schiffbeker Weg und Öjendorfer Weg)
  • Rentzelstraße (zwischen Grindelallee und Schröderstiftstraße / An der Verbindungsbahn)
  • Rotenhauschaussee (zwischen Holtenklinker Straße und Curslacker Heerweg - B5)
  • Sander Damm (zwischen Ulmenliet und Lohbrügger Landstraße)
  • Schiffbeker Weg (zwischen Schiffbeker Brücke und Schiffbeker Höhe, zwischen Billstedter Hauptstraße und Reclamstraße)
  • Sierichstraße (zwischen Hudtwalckerstraße und Bellevue)
  • Sievekingsallee (zwischen Bahnlinie und Quellenweg)
  • Sportplatzring (zwischen Kieler Straße und Basselweg)
  • Steenwisch (zwischen Langenfelder Damm und Lutterothstraße)
  • Steilshooper Allee (zwischen Bramfelder Chaussee und Brücke über den Seebek)
  • Steilshooper Straße (zwischen Elligersweg und Habichtstraße)
  • Stresemannstraße (zwischen Tasköprüstraße und Ruhrstraße - B431)
  • Tonndorfer Hauptstraße (zwischen Wilsonstraße und Am Pulverhof)
  • Walddörferstraße (zwischen Stormarner Straße und Stephanstraße)
  • Wartenau (zwischen Bahnlinie und Eilenau - B5)
  • Wilstorfer Straße (zwischen Moorstraße und Hohe Straße)
  • Zur Seehafenbrücke (zwischen Schwarzenbergstraße und Seehafenbrücke)


Ein weiteres wichtiges Ziel der Lärmaktionsplanung für Hamburg soll die Ausweisung von Bereichen sein, in denen Erholungssuchende möglichst frei von Lärmbelästigungen „zur Ruhe kommen“ können. Dafür seien 15 "Ruhige Gebiete" mit einer Mindestgröße von 50 ha identifiziert worden, die erstmalig in Hamburg festgesetzt wurden. Zukünftig sollen sowohl innerhalb dieser Gebiete als auch in ihrem Umfeld keine Planungen erfolgen dürfen, die eine Lärmzunahme nach sich ziehen würden. Ergänzend sollen 26 kleinere, in der Regel innerstädtische Gebiete als "Ruheinseln“ gekennzeichnet werden. Diese würden zwar nicht die strengen Anforderungen "Ruhiger Gebiete" erfüllen, würden aber mit der Aufnahme in den Lärmaktionsplan in ihrer Bedeutung gestärkt.  

Für die Verbrennerindustrie nützliche Auto- und Motorradposer werden Lärmminderungsgebiete wohl kaum beeindrucken, wenn nicht deutlich drastischere Strafen für unnötiges Lärmen gelten und begleitend wesentlich mehr Kontrollen stattfinden. Seit Aufhebung der pandemiebedingten nächtlichen Sperrzeit in Hamburg ist es deutlich lauter geworden - leider.

 

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7. Juli 2020

StVO-Novelle auf Eis: Kommt nun ein Erpressungsversuch aus Berlin?

Aktualisiert um 12:45 Uhr
Hofweg, "Schutzstreifen" und vier Wildparkende - © Stefan Warda

Halten auf Schutzstreifen wieder erlaubt?

Wegen eines Formfehlers wird die seit April gültige StVO-Novelle von den Bundesländern außer Kraft gesetzt. Dazu hatte Andreas Scheuer aufgerufen, weil die StVO-Novelle schlampig auf den Weg gebracht worden war. Für einige Neuerungen fehlte der Bezug zu den entsprechenden Gesetzesgrundlagen. Das bedeutet: Die Ordnungskräfte wenden vorläufig den alten Bußgeldkatalog wieder an. Halten auf Schutzstreifen wird nicht mehr geahndet, es gibt keinen Tatbestand für das enge Überholen von Radfahrenden, es gelten wieder die für europäische Verhältnisse äußerst günstigen Bußgeldchen beim Wildparken auf Geh- und Radwegen oder Radfahstreifen, kein Schritttempo für Lkw beim Abbiegen an Kreuzungen mit Radverkehrsanlagen, usw.. 

Andreas Scheuer möchte nun die Gelegenheit nutzen, den Bundesländern eine neue, veränderte StVO-Novelle unterzujubeln, die hoffentlich juristisch einwandfrei sein wird, gleichzeitig jedoch nach seinen Worten "verhältnismäßig" ausfallen wird. Er möchte der Raserlobby entgegenkommen und temporäre Fahrverbote ab einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 21 km/h innerorts und 26 km/h außerorts aufheben. Denn nach Argumenten der Raserlobby haben viele Menschen ihre Existenz derart eingerichtet, dass sie beruflich davon abhängig seien, regelmäßig die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmenden zu gefährden, indem sie zu schnell mit Auto oder Motorrad unterwegs sind. Vorgebracht wurde, diese Gewohnheitsraser könnten ja versehentlich Tempo-30-Schilder übersehen und dann bei deutlich mehr als Tempo 50 in einem Tempo-30-Bereich ihre Fahrerlaubnis befristet abgeben. Verkehrsminister Scheuer missachtet nun alle Bemühungen um Vision Zero und menschengerechterer Städte in Deutschland.




Nun wird es spannend: Wer sitzt am längeren Hebel? Werden die Länder die Kröte schlucken und Geschwindigkeitsüberschreitungen in einer von Scheuer überarbeiteten StVO in bagatellisierter Form akzeptieren, um das restliche Reformwerk schnellstmöglich wieder in Kraft zu setzen? Oder fallen wir möglicherweise gar bis zu einem Verkehrsministerwechsel zurück auf die alte StVO-Fassung?


Lärmzeug - © Stefan Warda

Scheuer auch Anhänger von Lärmzeugen

Nebenbei ließ Scheuer andeuten, dass er die Initiative der Länder zur Minderung von Motorradlärm nicht unterstützen will. Laut der ZEIT sagte Scheuer:

"Die Biker zeigen bei den Protesten ihre Haltung gegen Verschärfungen und Verbote. Das ist auch meine Haltung. Ich werde die Beschlüsse des Bundesrates, also der Bundesländer, nicht umsetzen."


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10. März 2020

Hagen ist Straßenlärmhauptstadt Deutschlands

Hagen top in case of road noise


Hagen, Altenhagener Straße - © Stefan Warda


In keiner Stadt Deutschlands sind anteilig an der Bevölkerungszahl mehr Menschen von Straßenlärm betroffen wie in Hagen / Westfalen. Nach Daten der Europäischen Umweltagentur (European Environment Agency) sind sowohl tagsüber als auch nachts mehr als die Hälfte der Bevölkerung Hagens durch Straßenlärm belastet.


© European Environment Agency


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19. November 2019

Lärm macht krank: Hamburger klagt für Tempo 30 nachts an Hauptverkehrsstraße

Hamburg: Speed limit against traffic noise


Holstenstraße / Chemnitzstraße: Tempo 30 nachts - © Stefan Warda


Lärm macht krank: Ärzte warnen bei andauerndem Lärm vor Gefäßverkalkungen und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wegen andauerndem Verkehrslärm klagt ein Anwohner der Lübecker Straße für Tempo 30 in den Nachtstunden, so ein NDR-Bericht. Dem Hamburger sei Erfolg für sein Anliegen gewünscht. Für andere Hauptverkehrsstraßen, wie der Winsener Straße in Harburg oder neuerdings der Holstenstraße in Altona, gilt mittlerweile Tempo 30 zwischen 22 Uhr und 6 Uhr aus Lärmschutzgründen.


Holstenstraße 200: Tempo 30 nachts - © Stefan Warda



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13. November 2018

Hamburg: Ein besonderer Moment der Stille auf der Stresemannstraße

Hamburg: A moment of silence at Stresemannstraße


Stresemannstraße / Juliusstraße während der Bombenentschärfung - © Stefan Warda


Weder der Protest der Anwohner nach einigen schweren Verkehrsunfällen, noch "Durchfahrtsbeschränkungen" wegen illegaler Abschalteinrichtungen an Verberennungsmotorfahrzeugen konnten das erreichen, was heute den Anwohnern der Stresemannstraße geschenkt wurde. Zwischen der Sternbrücke und dem Neuen Pferdemarkt war es heute nachmittag äußerst ruhig. Grund war ein absolutes Fahrverbot im Abschnitt zwischen Neuer Pferdemarkt und Juliusstraße / Bernstorffstraße wegen einer Bombenentschärfung an der Ecke Neuer Pferdemarkt / Schulterblatt. Der Autoverkehr stadteinwärts wurde an der Sternbrücke auf die Max-Brauer-Allee abgeleitet. Für die dortigen Anwohner kam es leider zu erhöhtem Verkehraufkommen und erhöhtem Lärm wegen vermehrtem Hupens ungeduldiger Autofahrer.


Stresemannstraße, Blick auf die Sternbrücke während der Bombenentschärfung - © Stefan Warda


Mit Einbruch der Dunkelheit wurde das absolute Fahrverbot wieder aufgenommen. Der alltägliche Wahnsinn bahnte sich wieder seinen Lauf.


Stresemannstraße / Juliusstraße während des absoluten Fahrverbots - © Stefan Warda

Stresemannstraße / Juliusstraße nach Aufhebung des absoluten Fahrverbots - © Stefan Warda


Von der Bombenentschärfung waren auch die Velorouten 1 und 2 betroffen. Der Abschnitt der Veloroute 1 im Bereich Neuer Pferdemarkt und Neuer Kamp war während der Entschärfung gesperrt, ebenso ein Abschnitt der Veloroute 2 in der Sternstraße. Radfahrende mussten derweil Umwege fahren.


Veloroute 1, Wohlwillstraße / Neuer Pferdemarkt: Sperrung wegen Bombenentschärfung - © Stefan Warda



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28. September 2018

Straßenverkehrslärm in Hamburg: Kontrollgruppe "Autoposer" will auch zweirädrige Lärmzeuge kontrollieren

Hamburg: Finally police to control manipulated motorcycles


Bitte schön laut: Hinweisschilder bei den Lärmtagen in Hamburg - © Stefan Warda


Anlässlich des einjährigen Bestehens der Kontrollgruppe "Autoposer" stellte Polizeipräsident Ralf Martin Meyer, Kontrollgruppenleiter Matthias Hänsch und Verkehrsdirektionsleiter Ulf Schröder gestern Medienvertretern eine erste Bilanz vor.

Die Polizei Hamburg gründete im September 2017 die Kontrollgruppe "Autoposer" mit dem Ziel, die mit dem exzessiven Fahrverhalten einiger Gruppen von Autofahrenden einhergehenden Rechtsverstöße konsequent zu verfolgen und damit die Sicherheit auf Hamburgs Straßen zu erhöhen. Seit der Gründung der Spezialeinheit führen die Beamten zielgerichtete mobile Verkehrskontrollen durch. Hierbei stehen insbesondere hochmotorisierte Fahrzeuge, die zum Zwecke des Lärmtunings manipuliert wurden, im Fokus der Beamten. Neben der Lärmbelästigung kommt es außerdem häufig zu erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitungen und vereinzelten illegalen Fahrzeugrennen, die zu Gefährdungslagen und Verkehrsunfällen führen.


Lärmzeug in Hamburg - © Stefan Warda


Laut eines Berichts des NDR will sich die Kontrollgruppe nun auch lärmenden Motorradfahrenden zuwenden. Nicht erst bei den nächsten offiziellen Lärmtagen ("Harley Days") haben die Beamten Gelegenheit, manipulierte Lärmgeräte aus dem Straßenverkehr zu ziehen. Letztes Wochenende waren Besucher der eher harmlosen Norddeutschen Apfeltage beim Gut Wulksfelde in Tangstedt dem donnernden Lärm der Besucher des Duvenstedter Harley-Treffens ausgesetzt. Einige Besucher dieses Lärmfetischistentreffens wollten bei der Vorbeifahrt am Gut den dortigen Besuchern demonstrieren, wie abgebrüht und unverschämt rücksichtslos sie sind und drehten ihre Lärmzeuge bis zur Schmerzgrenze auf.


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30. September 2017

Hamburg: Lärmumverteilungsplan zeigt Wirkung

Hamburg: Noise redistribution plan effectively


Hinweis zur Sperrung der Bahrenfelder Chaussee: Radweg Bahrenfelder Steindamm wirkungsvoll gesperrt - © Stefan Warda


Der neue Lärmumverteilungsplan der Umweltbehörde zeigt Wirkung. Für etwa drei Wochen können Anwohner der Bahrenfelder Chaussee und Von-Sauer-Straße nachts durchschlafen. Für diesen Zeitraum wird der Straßenverkehrslärm auf andere Straßenzüge umverteilt.


Bahrenfelder Chaussee / Von-Sauer-Straße während der Maßnahme - © Stefan Warda


Drei Wochen Ruhe an der Bahrenfelder Chaussee 55 - © Stefan Warda


Mit Mehrbelastungen müssen solange vor allem Anwohner von Friedensallee, Barnerstraße, aber auch vielen Nebenstraßen in Ottensen leben. Ziel des Lärumumverteilungsplan ist es besonders stark von Verkehrslärm belastete Bewohner zeitweise zu entlasten, damit diese sich in regelmäßig wiederkehrenden Abständen erholen können. Hohe Lärmbelastungen können ansonsten zu erheblichen Gesundheitsschäden führen. Das Umweltbundesamt weist auf ein erhöhtes Bluthochdruckrisiko sowie Herzinfarktrisiko hin.


Bahrenfelder Chaussee 52 vor der Maßnahme - © Stefan Warda

Bahrenfelder Chaussee 52 während der dreiwöchigen Maßnahme - © Stefan Warda

Bahrenfelder Chaussee: die dreiwöchige Straßenvollsperrung soll für erholsamen Schlaf sorgen - © Stefan Warda

Friedensallee: Der Lärm wird erfolgreich umverteilt - © Stefan Warda


Im Mai diesen Jahres wurde der neue Lärmumverteilungsplan erstmals erfolgreich an der Kreuzung Max-Brauer-Allee / Holstenstraße erprobt. Die weiter geplanten Maßnahmen werden von der Umweltbehörde noch geheim gehalten. Es soll aber gewähleistet sein, dass alle Hamburger, die besonders stark durch Lärm belastet sind, regelmäßig entlastet werden. Dafür sollen dann im Rahmen des Soldaritätsprinzips Anwohner, die lagebegünstigt weniger von Lärm betroffen sind, regelmäßig zu Kompensationsmaßnahmen herangezogen werden.


Max-Brauer-Allee / Holstenstraße: Bürgerfest zur Lärmumverteilungsmaßnahme - © Stefan Warda



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25. März 2017

Norderstedt: Tempo 30 auf der Ohechaussee als Lärmschutz und zur Luftreinhaltung?

Norderstedt: 30 km/h along Ohechaussee?


Norderstedt, Ohechaussee - © Stefan Warda


Nach einem Bericht des Abendblatts werden die Luftschadstoffgrenzwerte entlang der Ohechaussee dauerhaft überschritten. Derzeit werde der Norderstedter Luftreinhalteplan überarbeitet. Der Umbau der Kreuzung am Ochsenzoll zu einem großen Kreisverkehr habe nicht zu der erhofften Luftschadstoffreduktion geführt. Nun müssten andere Maßnahmen ergriffen werden, um die Grenzwerte zukünftig dauerhaft einzuhalten. Eine Maßnahme, um auch dem Lärmschutz entgegen zu kommen, könnte ein Tempolimit sein.


Norderstedt, Ohechaussee - © Stefan Warda


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14. März 2017

Hamburg: Raser unterlaufen Lärmaktionsplanmaßnahmen

Hamburg: Speeder against noise protection


Winsener Straße, Tempo 30 aus Lärmschutzgründen - © Stefan Warda


Nach einer Meldung des Abendblatts sollen die Lärmaktionsplanmaßnahmen für die Winsener Straße und Moorstraße in Harburg ohne Wirkung zu sein. Das dort angeordnete Tempolimit von 30 km/h zwischen 22 und 6 Uhr würde überwiegend überschritten.


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20. August 2016

Lärmschutz: Mehr Tempo 30 an Hauptverkehrsstraßen in Hamburg

Noise: More speed limits along main roads in Hamburg


Winsener Straße, Tempo 30 aus Lärmschutzgründen - © Stefan Warda


Laut dem Abendblatt soll es in Hamburg noch im Jahr 2016 mehr Tempo 30 an Hauptverkehrsstraßen aus Lärmschutzgründen geben. In einem Interview hat Umweltsenator Jens Kerstan für weitere zehn Hauptverkehrsstraßen Tempo 30 angekündigt. Bislang gilt u.a. für Moorstraße und Winsener Straße in Harburg nachts Tempo 30.


Winsener Straße, Tempo 30 aus Lärmschutzgründen - © Stefan Warda



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22. Januar 2016

Berlin: Nach Klage Tempo 30 wegen Lärmschutz und Verkehrssicherheit in der Kastanienallee

Berlin: Speed limit for Kastanienallee


© hamburgize.com / Stefan Warda


Laut der Berliner Zeitung war die Klage eines Anwohners der Kastanienallee in Berlin-Prenzlauer Berg erfolgreich. Zwischen Schönhauer Allee und Oderberger Straße soll zukünftig Tempo 30 gelten, trotz Straßenbahnlinienverkehr.


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27. Juni 2015

Lärm-Tage Hamburg: Polizei beanstandet mehr als die Hälfte der Lärmgeräte

Hamburg Noise Pollution Days: Police complains about more than half of noise mashines


© hamburgize.com / Stefan Warda


Seit gestern werden wieder mit dem Segen des Bezirks Hamburg Mitte die traditionellen Hamburger Lärmaktionstage abgehalten. In Abstimmung mit dem Lärmaktionsplan für Hamburg rasseln, donnern und böllern Lärmmaschinen durch Hamburger Wohngebiete, wie auch schon bei ähnlichen Veranstaltungen während der Vorjahre. Seit Donnerstag abends donnern bei hamburgize.com innerhalb eines reinen Wohngebiets in einer Tempo 30-Zone die Nächte hindurch Höllenmaschinen von vollkommen respekt- oder hirnlosen Personen gesteuert.

Bei Stichproben beanstandete die Polizei 51 von 97 Lärmgeräten, dass sind mehr als die Hälfte der überprüften Lärmquellen. Bei einer weiteren Stichprobe an der Autobahnraststätte wurde eine Lärmmaschine gar stillgelegt. Sie konnte sogar die Beamten nicht überzeugen. Hochgerechnet auf die erwartete Zahl von 50.000 Lärmmaschinen dürften vermutlich derzeit 25.000 illegale Lärmquellen in Hamburg sein.





Höhepunkt der Lärmtage soll die morgige Lärmparade sein, bei der auch Wohngebiete wie der Hexenberg zugelärmt werden sollen.

Die Tourismuszentrale ist leider so begeistert über die Lärmtage, dass an eine Abschaffung so schnell nicht zu denken ist. Viele Anwohner in den betroffenen Stadtteilen würden sicherlich gern auf die Huldigung des Lärm in Form der Hamburger Lärmtage verzichten.


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6. Juli 2014

Lärmaktionstage: Hamburg huldigt dem Lärm

Noise Action Days: Hamburg Pays Homage to Noisiness






Einmal jährlich veranstaltet Hamburg im Rahmen der Lärmaktionspläne ein ganz besonderes Lärmvergnügen. Dazu reisen Lärmfreunde aus aller Welt an. Die Stadt gewährt den Gästen sich für ein langes Wochenende mit ihren mitgebrachten Lärmmaschinen unter den Straßenverkehr zu mischen. Höhepunkt der Lärmaktionstage ist eine 33 Kilometer lange Lärmparade, die eine halbe Stunde andauert und auch durch Wohngebiete geleitet wird. Nicht bei allen Hamburgern stößt der Lärmfetisch auf Gegenliebe. An der Hamburger Hochstraße rief eine ältere Dame den Lärmenden vom Balkon offenbar ungehört entgegen: "Hört das bald endlich auf hier!? Das ist eine Unverschämtheit!" Was konnte diese Stimme schon gegen einen Lärmkonvoi anrichten, in dem sich die Lärmenden mit Helmen gegen den Lärm schützten?


"Das ist eine Unverschämtheit!"


Für alle Lärmliebhaber die Extended Version



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4. Juli 2014

Lärm-Tage Hamburg

Noise Pollution Days Hamburg
Aktualisiert

Der Bezirk Mitte hat auch für dieses Jahr die Lärmtage zwischen Großmarkt und Pepermölenbek sowie der Veddel genehmigt. Zehntausende nicht genehmigte oder manipulierte Lärmgeräte werden den Hamburgern das Wochenende versüssen. Denn den Betreibern der Lärmgeräte geht es nicht um Rücksichtnahme, sondern um Selbstdarstellung. Ich mache Lärm, also bin ich. Je lauter, desto geiler. Manchem Lärmer wünscht man einfach nur noch mehr Hirn unter den Helm angesichts des Höllenlärms - und den verantwortlichen Politikern und Vertretern des Bezirksamt mehr Fingerspitzengefühl. Die Anwohner in den betroffenen Stadtteilen finden unnötigen Lärm nicht unbedingt schön. Wozu macht Hamburg denn Lärmaktionspläne?

Ich mache Lärm, also bin ich - Je lauter, desto geiler


http://www.ardmediathek.de/tv/defacto/Machtlos-gegen-Motorradl%C3%A4rm/hr-fernsehen/Video?documentId=15863614&bcastId=3437388

© hamburgize.com / Stefan Warda



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