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4. Januar 2020

Zürich: Velostreifen sollen breiter werden

Zurich: Wider cycle lanes


Zürich, Rudolf Brun-Brücke: Velostreifen - © Stefan Warda


Das Zürcher Stadtparlament hatte Ende letzten Jahres beschlossen, Velostreifen künftig breiter zu gestalten. Laut einer Meldung des SRF hatte das bisherige Standardmaß für Velostreifen bei 1,25 Meter Breite gelegen. Zukünftig soll das Standardmaß für die Velostreifenbreite 1,80 Meter betragen.


Zürich, Bucheggplatz - © Stefan Warda

Mit breiteren Velostreifen könnte das Engüberholen, das auch in der Schweiz sehr weit verbreitet ist, zumindest abgemildert werden. Messungen des Tagesspiegels (Radmesser) hatten ergeben, dass Autofahrende in Zürich Velofahrende in der Regel mit einem Seitenabstand von weniger als 1,5 Meter überholen. Nur zwanzig Prozent der Autofahrenden hielten bei den Stichproben einen Abstand von wenigstens 1,5 Metern ein. Das Verkehrsklima in Zürich ist demnach eher rau als herzlich.


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15. September 2018

Zürich: Rechtsgutachten zwingt zu neuen Radverkehrsführungen

Legal opinions in Zurich: Cycle traffic on sidewalks no more allowed
Aktualisiert um 23:10 Uhr

Zürich, Langstrasse / Neufrankengasse: Radwegzwang für das Hochbord. Im weiteren Verlauf fehlt allerdings eine Trennung zwischen Geh- und Radbereich. Nach dem neuen Rechtsgutachten fällt diese Lösung voll durch - © Stefan Warda


Gemeinsame und getrennte Geh- und Radwege auf den Hochbordflächen dürfen in Zürich nicht mehr angelegt werden. Dies ist das Ergebnis eines Rechtsgutachtens.

Fuß- und Radverkehr auf engen Raum führt oftmals zu Ärger, Konflikten und schlimmstenfalls zu Unfällen. Dennoch hat es in Zürich relativ viele Radverkehrsführungen auf dem Hochbord - entweder in Mischform, in getrennter Form oder in unklar geführter Form.


Zürich, Langstrasse / Neufrankengasse: Unzulässiger Altbestand - © Stefan Warda

Zürich, Langstrasse / Lagerstrasse: Unzulässiger Altbestand - © Stefan Warda

Zürich, Langstrasse / SBB-Unterführung: Die fehlende Trennung von Geh- und Radbereich steht im Widerspruch zum Verkehrszeichen - © Stefan Warda

Zürich, Langstrasse / SBB-Unterführung: Die fehlende Trennung von Geh- und Radbereich steht im Widerspruch zum Verkehrszeichen - © Stefan Warda

Zürich, Nordstrasse  / Kornhausstrasse: Diese Gehwegradel-Variante darf laut Gutachten weiterhin in begründeten Ausnahmefällen zur Anwendung kommen - © Stefan Warda


Ein Gutachten im Auftrag der Stadt hat nun ergeben, dass "dass die Anordnung von Rad- und Fusswegen auf Trottoirs nicht zulässig ist." Damit muss sich die Stadt der Herausforderung stellen, wie sie mit dem Altbestand an Radverkehrsführungen auf dem Hochbord umgehen will. Zwar erlaubt das Gutachten, den Radverkehr in Ausnahmefällen auf dem Gehbord mit dem Zusatz "Velo gestattet" (entsprechend der in Deutschland bekannten Variante mit dem Zusatz "Radfahrer frei") zuzulassen, aber dies kann ja nicht die zukünftige Lösung für alle bisherigen Varianten sein.


Quelle: Stadt Zürich


Die Stadt Zürich wird also eine deutlichere Trennung zwischen Fuß- und Radverkehr einrichten müssen. Soll es mehr Mischverkehr auf der Fahrbahn geben oder aber Velospuren zum Nachteil von Fahrspuren und Stehzeugflächen? Die Verwaltung will nun eine Bestandsaufnahme durchführen und darauf nach Lösungen suchen. "Gemeinsam mit dem Tiefbauamt werden wir die konkreten, bestehenden Situationen prüfen sowie adäquate und sichere Lösungen für den Veloverkehr suchen. Die neue Praxis darf nicht zu negativen Auswirkungen bei der Sicherheit der Velofahrenden führen", sagte Esther Arnet, Direktorin der Dienstabteilung Verkehr in Zürich.


Nicht nur die Hamburger können unsichtbare "Radwege". Was in Hamburg der Design-"Radweg" am Jungfernstieg ist, ist in Zürich der Bürkliplatz: einer der konfliktreichsten "Radwege" der Bankenstadt. Jetzt nur noch unzulässiger Altbestand - © Stefan Warda

Zürich, Siehlstrasse: Unzulässiger Altbestand - © Stefan Warda

Zürich, Siehlstraaae: Unzulässiger Altbestand - © Stefan Warda

Zürich, Mythenquai: Unzulässiger Altbestand - © Stefan Warda

Zürich, Freiestrasse: Was wird aus dieser Einbahnstraßenfreigabe (leider auch noch im Dooringbereich)? - © Stefan Warda




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24. September 2016

Zürich: 1000 Velostellplätze am Bahnhof Stadelhofen geplant

Zürich: Parking for 1,000 bicycles at Stadelhofen station


© Stefan Warda


2020 soll am verkehrsreichen Bahnhof Stadelhofen in Zürich ein Fahrradparkhaus für 1.000 Stellplätze fertiggestellt sein. Der Architekt Santiago Calatrava hat ein Geschäftshaus entworfen, in dem auf drei Etagen verteilt ein modernes Veloparking eingerichtet werden soll. Mit Eröffnung des Fahrradparkhauses besteht die Hoffnung, dass sich die eher ungeordnete Fahrradabstellsituation rund um den Stadelhoferplatz verbessert.


© Stefan Warda

© Stefan Warda

Zürich, Stadelhoferplatz - © Stefan Warda



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19. September 2016

Zürich: Neues Leih-E-Bike-System im Pilotbetrieb

Zürich: New e-bike rental service
Aktualisiert um 23:41 Uhr

In Zürich geht es häufig bergauf - © Stefan Warda


Zürich will den Radverkehrsanteil innerhalb von zehn Jahren verdoppeln. Ein neues Leih-E-Bike-System befindet sich in der Testphase.

Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur

Auch in der bergigen Schweizer Metropole Zürich soll die Infrastruktur für den Radverkehr nach und nach ausgebaut werden. Aufgrund der besonderen Lage der Agglomeration entlang verschiedener Talachsen rund um den Zürichsee ergeben sich zum Teil sehr steile Strecken bis hinein ins Stadtzentrum, die auch als Velorouten dienen. Angesichts der enormen topographischen Herausforderungen ist der bisherige Radverkehrsanteil verständlich. Nach Veröffentlichungen der Stadt Zürich wurden 2015 vier Prozent der Wege mit dem Velo zurückgelegt, bei wachsendem Trend. Im Vergleich mit Stuttgart (5%) oder Wuppertal (1,5%) liegt Zürich etwa gleichauf. Bis 2025 will Zürich den bisherigen Radverkehrsanteil vedoppelt haben. Für den Ausbau der Infrastruktur steht ein Velorahmenkredit in Höhe von 120 Millionen Franken zur Verfügung.


Radfahrer in Zürich sind vergleichsweise sehr steigungsfreudig - © Stefan Warda

Bergan im Verlauf einer Veloroute - © Stefan Warda


Trotz des relativ niedrigen Radverkehrsanteils sind Velofahrende im Stadtbild der Quartiere rund den Hauptbahnhof jedoch allgegenwärtig. Die Zahl der rund um den Hauptbahnhof abgestellten Velos ist angesichts des niedrigen Radverkehrsanteuls erstaunlich. Geplant ist daher ein unterirdisches Fahrradparkhaus mit 1.100 Stellplätzen und eine Unterführung für den Veloverkehr unter dem Hauptbahnhof mit Anschluss an das Veloparking.


Zürich, Velos am Hauptbahnhof - © Stefan Warda

Zürich, Velos am Hauptbahnhof - © Stefan Warda


In der inneren Stadt verläuft in nahezu jeder wichtigen Hauptstraße eine Straßenbahnlinie. Velofahrer müssen in Zürich daher gut geübt sein im Umgang mit Tramschienen. Die Radverkehrsinfrastruktur im Straßenbahn besteht zumeist aus den in der Schweiz üblichen schmalen "Radstreifen". Ansonsten hat es auch viele ungewöhnliche "Radverkehrsführungen" mit Piktogrammen auf Gehwegen, die zu Konflikten mit Fußgängern führen.


Zürich, Limmatquai - © Stefan Warda

Auf der Quaibrücke wurde mit dem Umbau der Brücke für eine verbesserte Trennung zwischen Gehweg und Velobereich gesorgt. Nach deutschen Vorstellungen war die vorherige Radverkehrsführung sehr befremdlich, da die zunächst angedeuteten Radspuren auf dem Gehwegbereich benutzungspflichtig waren, sich jedoch mitten auf der Brücke quasi in Luft auflösten.



Züriich, Quaibrücke: Vor dem Umbau - © Stefan Warda

Zürich, Quaibrücke: Nach dem Umbau - © Stefan Warda


Ein besonderes Nadelöhr bildet die Langstraße, die zwei Stadtquartiere diesseits und jenseits der weitläufigen Bahnanlagen nahe des Hauptbahnhofs verbindet. Im dicht bebauten Quartier südlich der Bahnanlagen ist die belebte Wohn- und Geschäftsstraße in eine Einbahnstraße umgewandelt worden. Eine der beiden Fahrspuren dient für den Fahrzeugverkehr, die andere Fahrspur für den dicht getakten Oberleitungsbusverkehr, der die Busspur in beide Fahrtrichtungen befährt. Gesonderte Radverkehrsanlagen sind nicht vorhanden. Um nicht auf Umwege über andere Straßen des Quartiers auszuweichen oder auf der Langstraße im alltäglichen Autostau festzustehen, weichen viele Radfahrer auf die Busspur aus - wohlwissend, dass dort gegenläufiger Busbetrieb stattfindet. Kommt ein Linienbus, weichen Radfahrer blitzschnell - oder im letzten Moment - auf den Gehweg oder den Gegenverkehr der Einbahnstraße aus - ein ungewöhnlicher Anblick. Die Langstraße zeigt aber deutlich, dass der Straßenraum den Verkehrsansprüchen nicht mehr gewachsen ist und eine Lösung für den Radverkehr gefunden werden muss.



Zürich, Langstraße: Zu jeder Jahreszeit sind viele Radfahrer auf der Langstraße unterwegs - © Stefan Warda

Zürich, Langstraße: Die linke Spur wird im Einrichtungsverkehr befahren, die rechte Spur ist eine Busspur, auf der Linienbusbetrieb signalgeschützt im Gegenverkehr abgewickelt wird. Radfahrer nutzen die Lücken im Buslinienverkehr, um auf den Stau auf der Fahrspur zu umgehen oder entgegen der Einbahnrichtung zu radeln  - © Stefan Warda

Zürich, Langstraße: Radfahrerin im Gegenverkehr auf der Busspur - © Stefan Warda

Zürich, Langstraße: Radfahrerin gegen Bus - © Stefan Warda

Zürich, Langstraße: Radfahrer gegen Bus - © Stefan Warda

Zürich, Langstraße: Radfahrer weicht auf den Gehweg aus - © Stefan Warda


Mit "smide" per E-Bike die Zürcher Steigungen erklimmen

Relativ neu ist das free floating E-Bike-System "smide". "smide" ist ein Pilotprojekt der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG. Zur Flotte des Leihsystems zählen zweihundert E-Bikes, die ähnlich dem deutschen Call-a-Bike-System in München oder Köln mehr oder weniger an jeder Straßenecke in einem definierten Gebiet abgestellt werden dürfen. Die allerersten zwanzig Minuten sind gratis, danach kostet jede Minute 25 Rappen. Für die Nutzung müssen vorab per Kreditkarte Guthaben geladen werden. Die Benutzung erfordert das Tragen eines Helms sowie den Besitz eines entsprechenden Führerscheins. Die E-Bikes fahren bis zu Tempo 45. Mit einer App lässt sich das nächste freie E-Bike in der Nähe finden.


© Stefan Warda


Ein Handicap bei "smide" ist die Helmpflicht. Alle Räder sollen eigentlich mit einem Helm, der für alle Kopfgrößen passend sein soll, ausgerüstet sein. An dem vorgefundenen E-Bike am Limmatplatz war kein Helm vorhanden. Folglich durfte das E-Bike nur mit einem mitgebrachten Helm gefahren werden. Ob sich ein solches System wegen der Helmpflicht bewähren wird? Vielleicht hätten es auch Pedelecs getan, für die keine Helme obligatorisch sind. Unklar scheint auch, wie die Akkus der Räder geladen werden, da keine festen Leihstationen installiert sind.


© Stefan Warda


Vorerst soll "smide" bis Ende Oktober in Betrieb bleiben, als Pilotprojekt.

Wir gehen davon aus, dass du smide auf jeden Fall bis Ende Oktober nutzen kannst, vielleicht sogar etwas länger.

Gratis-Veloverleih

Die Stadt Zürich betreibt den Veloverleih "Züri rollt". Am Hauptbahnhof können ganzjährig täglich im Zeitraum 8 bis 21.30 Uhr verschiedene Fahrradtypen gegen Vorlage eines Ausweises und Kaution von zwanzig Franken für einen Tag gratis entliehen werden. Die Rückgabe muss am Ausleihort erfolgen. Saisonal gibt es noch sechs weitere Ausleihstandorte.


Gratisleihräder "Züri rollt" - © Stefan Warda

Gratisleihräder "Züri rollt" - © Stefan Warda

Zürich, Gratisleihräder "Züri rollt" - © Stefan Warda

Zürich, Velostation Nord - © Stefan Warda


Neben dem Gratisverleih hält die Stadt Zürich auch andere kleine Aufmerksamkeiten, wie Luftpumpstationen, bereit.


Zürich, Limmatquai: Luftpumpstation - © Stefan Warda


Für bessere Radverkehrsbedingungen wollen Zürcher am 22. September im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche zu einer "Velodemo" gemeinsam auf die Straßen gehen.



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17. Juni 2015

Zürich soll radverkehrsfreundlicher werden

Zurich should become more cycle-friendly
Aktualisiert um 17:41


Am Wochenende wurde in der Schweiz abgestimmt. In Zürich stand die Zukunft des Stadtverkehrs zur Wahl. Die Zürcher wollen, dass 120 Millionen Franken in den nächsten zwanzig Jahren für bessere Veloinfratruktur bereitgestellt werden. Das ist auch bitter nötig, denn die Velospuren in Zürich sind sehr schmal und häufig sollen Radler gemeinsam auf hochfrequentierten Gehwegen radeln, ohne für Fußgänger deutlich erkennbare Markierungen. Sogar für deutsche Radler sind die Radverkehrsführungen an Kreuzungen sehr gewöhnungsbedürftig.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Oftmals sind "Radwege" nur Linienfragmente auf den Gehwegen, die unvermittelt irgendwo anfangen und wieder verschwinden


Im Vergleich mit anderen Städten kann sich der bewilligte Radverkehrsetat von umgerechnet 14,80 € pro Einwohner und Jahr durchaus sehen lassen. Kaum eine deutsche Stadt kommt an diese Summe heran. Berlin will dieses Jahr immerhin vier € je Einwohner und Jahr aufwenden. In den Niederlanden sind allerdings Aufwendungen von über 20 € je Einwohner jährlich nicht unüblich. Das Bundesverkehrsministerium empfiehlt im Nationalen Radverkehrsplan Ausgaben in Höhe von mindestens acht € je Einwohner und Jahr für Städte mit geringem Radverkehrsanteil, für Städte mit höherem Radverkehrsanteil 13-18 € je Einwohner und Jahr.


© hamburgize.com / Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda

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© hamburgize.com / Stefan Warda

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© hamburgize.com / Stefan Warda


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