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12. Juli 2026

Ahrensburg: Weniger Benutzungspflicht für Fakeradwege

 

 

Ahrensburg, "Veloroute" 7 in der Lübecker Straße: Fahrbahnradeln soll zukünftig nicht beanstandet werden - © Stefan Warda

 

Trotz Aufhebung der Benutzungspflicht weiterhin keine baulichen Verbesserungen für die "Veloroute" 7 

Der Straßenzug Große Straße - Am Alten Markt - Lübecker Straße zwischen den Kreuzungen Große Straße / Bei der Doppeleiche / Woldenhorn und Lübecker Straße / Ostring / Am Weinberg soll demnächst ohne die blauen Verkehrszeichen 241 (Radwegbenutzungspflicht) auskommen. Dem Widerspruch eines Ahrenburger Bürgers gegen die Anordnung der Radwegbenutzungspflicht für das Befahren der Fakeradwege wurde entsprochen. Rund 10.000 Autos befahren den Abschnitt am Tag. Laut Widerspruchsbegründung lasse die Verkehrsstärke eine Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn zu. Die Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht war seit der Änderung der Straßenverkehrs-Ordnung von 1997 geboten, wurde jedoch seitens der Stadt Ahrensburg bis 2026 jahrzehntelang blockiert. Viele weitere regelwidirge Anordnungen real unbenutzbarer "Radwege" wie z.B. in der Hamburger Straße bestehen seit heute. Dort verlaufen benutzungspflichtige etwa ein Meter schmale Fakeradwege unmittelbar neben Stehzeugen im Dooringbereich. Das einhalten eines notwendigen Seitenabstands zu den Stehzeugen ist nur möglich, wenn Radfahrende die Fahrbahn benutzen - trotz regelwidriger Radwegbenutzungspflicht!

 

 

Ahrensburg, "Veloroute" 7 Große Straße / Woldenhorn: Radwegbenutzungspflicht 2018 - © Stefan Warda

Ahrensburg, "Veloroute" 7 in der Großen Straße stadtauswärts: Radwegbenutzungspflicht 2018 - © Stefan Warda

Ahrensburg, "Veloroute" 7 in der Großen Straße 2: Radwegbenutzungspflicht 2018 - © Stefan Warda

Ahrensburg, "Veloroute" 7 in der Großen Straße 2: Radwegbenutzungspflicht 2012 - © Stefan Warda

Ahrensburg, "Veloroute" 7 in der Großen Straße 6: Radwegbenutzungspflicht 2026 - © Matthias Christen

Ahrensburg, "Veloroute" 7 in der Großen Straße 6: Radwegbenutzungspflicht 2012 - © Stefan Warda

Ahrensburg, "Veloroute" 7 in der Großen Straße 6: Radwegbenutzungspflicht 2026 - © Matthias Christen

Ahrensburg, "Veloroute" 7 in der Großen Straße / Bei der Alten Kate: Radwegbenutzungspflicht 2018 - © Stefan Warda

 

 

Entlang des betroffenen Straßenzugs verläuft die Ahrensburger "Veloroute" 7, der geplante Radschnellweg nach Hamburg soll ein Teilstück des Abschnitts nutzen. Trotz Ausweisung als "Veloroute" hat die Stadt Ahrensburg bislang keine wesentlichen Verbesserungen der desolaten Fakeradwege vorgenommen. Im Abschnitt Große Straße existieren die Fakeradwege als mit weißen Linien abmarkierte Bereiche auf dem Gehweg. Es kommt zu Konflikten mit Gehenden. Im weiteren Verlauf bestehen die schmalen Fakeradwege überwiegend aus einer alten holprigen Asphaltoberfläche. Viele Radfahrende fahren dort regelwidrig neben den schadhaften Fakeradwegen auf den Gehwegen. Zudem berücksichtigt die vorhandene signalisierte Querungsmöglichkeit an der Kurve zwischen Am Alten Markt und Lübecker Straße nicht die angedachten Radverkehrsverbidnung von der Großen Straße stadtauswärts Rictung Bagatelle. Das dazu notwendige Befahren des linken Radwegs ist nicht erlaubt, der Radweg ist mangaels erforderlicher Breite dazu auch nicht hergerichtet. Dies führt zu massenhaften Regelverstößen (Geisterradeln). Auch die Radfahrbeziehung aus Schulstraße Richtung Am Weinberg über Lübecker Straße ist an der besagten Querung nicht sinnvoll eingerichtet und führt daher zu massenhaftem Geisterradeln auf der linken Seite der Lübecker Straße Richtung Am Weinberg.

 

 

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20. Februar 2026

Fakeradwegestadt Ahrensburg: Etwas weniger Rad- und Gehwegbenutzungspflicht

 

 

Ahrensburg, "Veloroute 3" in der Manfred-Samusch-Straße: Gehwegbenutzungspflicht jetzt aufgehoben (Aufnahme von November 2025) - © Stefan Warda

 

Nach Widerspruchsverfahren hat die Verkehrsaufsicht der Stadt Ahrensburg die Rad- bzw. Gehwegbenutzungspflichten in der Manfred-Samusch-Straße, der Fritz-Reuter-Straße und einem Teilabschnitt des Reeshoops aufgehoben. Radfahrende dürfen dort fortan die Fahrbahnen nutzen.

Die autogerechte Stadt Ahrensburg hat keine schönen Radverkehrsanlagen. Fast alle Radwege sind veraltet, holprig, z.T. schlecht erkennbar und überwiegend zu schmal. Viele verlaufen unmittelbar neben Stehzeugen im Dooringbereich. Die Benutzung solcher Fakeradwege wäre lebensgefährlich. Ein Mindestabstand von einem Meter zu Stehzeugen kann auf Ahrensburgs Fakeradwegen nicht eingehalten werden. Die Stadt hat sich seit der Novelle der Straßenverkehrs-Ordung von 1997 von sich aus nicht darum gekümmert, Veränderungen an bestehenden Fakeradwegen mit Radwegbenutzungspflichten vorzunehmen. Dennoch wurden vor wenigen Jahren sogenannte "Velorouten" eingerichtet: Die bestehenden schlechten Radverkehrsanlagen wurden mit Wegweisern ausgestattet, ohne diese baulich zu verbessern. Selbst die unbenutzbaren Fakeradwege der Hamburger Straße sind Teil der sogenannten "Veloroute 6", obwohl Radfahrende dort nur unter Lebensgefahr bzw. z.T. überhaupt nicht fahren können.

 

"Veloroute 3" in Ahrensburg, Manfred-Samusch-Straße / Klaus Groth-Straße: Radwegbenutzungspflicht jetzt aufgehoben - © Stefan Warda

"Veloroute 3" in Ahrensburg, Manfred-Samusch-Straße / Rathaus / Stadtbücherei: Radwegbenutzungspflicht jetzt aufgehoben - © Stefan Warda

"Veloroute 3" in Ahrensburg, Manfred-Samusch-Straße 9: Radwegbenutzungspflicht jetzt aufgehoben - © Stefan Warda

"Veloroute 3" in Ahrensburg, Manfred-Samusch-Straße / An der Reitbahn: Radwegbenutzungspflicht jetzt aufgehoben - © Stefan Warda



"Veloroute 3" in Ahrensburg, Manfred-Samusch-Straße / Rathausplatz: Gehwegbenutzungspflicht an Bushaltestelle jetzt aufgehoben - © Stefan Warda

"Veloroute 3" in Ahrensburg, Manfred-Samusch-Straße / Rathausplatz: Gehwegbenutzungspflicht jetzt aufgehoben - © Stefan Warda

"Veloroute 3" in Ahrensburg, Manfred-Samusch-Straße / Rathausplatz: Gehwegbenutzungspflicht an Parkscheinautomat jetzt aufgehoben - © Stefan Warda

"Veloroute 3" in Ahrensburg, Reeshoop / Fritz-Reuter-Straße: Radwegbenutzungspflicht jetzt aufgehoben - © Stefan Warda

"Veloroute 3" in Ahrensburg, Reeshoop 3-1: Radwegbenutzungspflicht an Bushaltestelle jetzt aufgehoben - © Stefan Warda

"Veloroute 3" in Ahrensburg, Reeshoop 1-3: Radwegbenutzungspflicht an Bushaltestelle jetzt aufgehoben - © Stefan Warda

"Veloroute 3" in Ahrensburg, Reeshoop 1-3: Radwegbenutzungspflicht an Bushaltestelle jetzt aufgehoben - © Stefan Warda

"Veloroute 3" in Ahrensburg, Reeshoop / Klaus-Groth-Straße: Radwegbenutzungspflicht jetzt aufgehoben - © Stefan Warda

"Veloroute 5" in Ahrensburg, Fritz-Reuter-Straße / Reeshoop: Radwegbenutzungspflicht jetzt aufgehoben - © Stefan Warda

 

Aufgrund des Engagements eines Ahrensburger Bürgers konnten vor wenigen Wochen die Rad- bzw. Gehwegbenutzungspflichten in folgenden Straßen aufgehoben werden:

  • Fritz-Reuter-Straße (etwa 4.500 Autos / Tag)
  • Reeshoop zwischen Fritz-Reuter-Straße und Klaus-Groth-Straße (ca. 3.000 Autos am Tag)
  • Manfred-Samusch-Straße (ca. 2.900 Autos am Tag)

Eine außerordentliche Gefahrenlage, die für eine Rad- oder Gehwegbenutzungspflicht vorliegen muss, war also nicht vorhanden gewesen. 

 

 

Fakeveloroute 6 in Ahrensburg, Hamburger Straße 131: Unbenutzbarer Fakeradweg mit Benutzungspflicht im Dooringbereich - © Stefan Warda

Fakeveloroute 6 in Ahrensburg, Hamburger Straße 111: Unbenutzbarer Fakeradweg mit Benutzungspflicht im Dooringbereich - © Stefan Warda

Fakeveloroute 6 in Ahrensburg, Hamburger Straße 37: Unbenutzbarer Fakeradweg mit Benutzungspflicht im Dooringbereich - © Stefan Warda

Fakeveloroute 6 in Ahrensburg, Hamburger Straße 39: Unbenutzbarer Fakeradweg mit Benutzungspflicht im Dooringbereich - © Stefan Warda

Fakeveloroute 6 in Ahrensburg, Hamburger Straße 43-41: Unbenutzbarer Horrorradweg mit Benutzungspflicht im Dooringbereich - © Stefan Warda

Fakeveloroute 6 in Ahrensburg, Hamburger Straße 43-41: Unbenutzbarer Horrorradweg mit Benutzungspflicht im Dooringbereich - © Stefan Warda

 

 

 

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19. September 2022

Bürgerentscheid in der autogerechten Stadt Ahrensburg: Zahl der Stehzeugeplätze in der Innenstadt weiterhin festgeschrieben

 

 Aktualisiert am 21.09.2022

Ahrensburg, Hamburger Straße - © Stefan Warda

 

 

Ahrensburg hat abgestimmt: 51,6 % der am Entscheid teilgenommen Bürgerinnen haben entscheiden, dass bis auf weiteres die Zahl der Stehzeugeplätze in der Innenstadt beibehalten werden muss. Dies hat Auswirkungen auf Pläne der Stadt, die Straßenräume menschenfreundlicher statt möglichst stehzeugefreundlich zu gestalten. Insbesondere der geplante Umbau der Hamburger Straße wird sich vermutlich nun verzögern. Auch andere Maßnahmen, die z.B. der Verkehrssicherheit an Querungsstellen dienen sollten, sind von dem Bürgerentscheid nun betroffen (siehe Abendblatt [€]).

 

Ahrensburg, Hamburger Straße - © Stefan Warda

Ahrensburg, Hamburger Straße - © Stefan Warda

 

 

 

 

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17. Mai 2021

Verkehrsunsicherheit in Ahrensburg: Grüne solidarisieren sich mit Heckenlobby

 

Illegaler Heckenwuchs im öffentlichen Verkehrsraum (Symbolbild hier mit benutzungspflichtigem Radweg) - © Stefan Warda

 

Die Stadtverwaltung Ahrensburg möchte die öffentlichen Wege von privatem Heckenwuchs grundsätzlich freihalten. Nach einem Fünf-Punkte-Regelwerk sollen laut Abendblatt Gehwege in voller Breite der befestigten Fläche freigehalten werden, bei Wanderwegen müsse eine Mindestbreite von 2,5 Metern frei bleiben. Bei öffentlichen Wegen, die schmaler als 1,5 Meter sind, soll keinerlei Heckenwuchs im öffentlichen Raum geduldet werden. Der Plan der Verwaltung wurde im Umweltausschuss mit Stimmen der Grünen abgelehnt - zum Nachteil der Verkehrssicherheit der Gehenden und Radfahrenden in der Stadt. Begegnungsfälle zwischen Gehenden untereinander oder Gehenden und Radfahrenden bleiben dadurch auf öffentlichen Wegen teilweise weiterhin unmöglich. Der nicht motorisierte Verkehr wird dadurch ausgebremst, eine Mobilitätswende behindert.

 

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Parklets für die Ahrensburger Innenstadt geplant

Little less car parking in Ahrensburg

 

Macht Ahrensburg bald Platz? - © Stefan Warda

 

Laut Abendblatt habe der Umweltausschuss der Stadt Ahrensburg die Anschaffung von Parklets für die Ahrensburger Innenstadt beschlossen. Mit 60.000 Euro sollen demnächst die Hagener Allee und Manhagener Allee von einigen Stehzeugen befreit werden. 

 

Ahrensburg, Hagener Allee: Fakeradweg mit Radwegbenutzungspflicht bei Tempo 30 - © Stefan Warda

Ahrensburg, Manhagener Allee: Fakeradweg mit Radwegbenutzungspflicht bei Tempo 30 - © Stefan Warda

 

Allerdings wäre es an der Zeit, auch bessere Bedingungen für Radfahrende in diesen beiden Straßen zu berücksichtigen. Noch immer sind in beiden Straßen die "Radwege", die baulich nicht vom Gehweg getrennt sind, als "getrennte Geh- und Radwege" benutzungspflichtig ausgewiesen - trotz Tempo 30.

 

 

 

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20. September 2020

Wat mutt, dat mutt: Ampelmasten auf Radwegen in Ahrensburg

Ahrensburg: Traffic light poles on cycle tracks

Aktualisiert um 17:38 Uhr

Ahrensburg, Lübecker Straße / Ostring: Benutzungspflichtiger "Radweg" - © Stefan Warda

 

Die Stadt Ahrensburg hat es offenbar zum Designprinzip gemacht, an Kreuzungen Ampelmasten auf Radwegen unterzubringen. Das Abendblatt berichtete vor zwei Tagen von einem solchen Fall an der Kreuzung Manhagener Allee / Bargenkoppelredder / Moltkeallee, den der örtliche ADFC anprangert. Dort steht ein Ampelmast mittig auf dem Radweg. Laut Verwaltung der Stadt Ahrensburg sei es aber notwendig, Ampelmasten auf Radwegen unterzubringen.

"Eine andere Platzierung der Ampelanlage wurde geprüft und ist nicht möglich."

 

 

Auch an zahlreichen weiteren Kreuzungen - auch bei benutzungspflichtigen "Radwegen" - finden sich Fälle mit Ampelmasten auf Radwegen. Z.B. stehen an den Kreuzungen An der Reitbahn / Manfred-Samusch-Straße, Lübecker Straße / Ostring und Hamburger Straße / Waldemar-Bonsels-Weg Ampelmasten auf dem Radweg, wodurch die Benutzbarkeit der jeweiligen "Radwege" z.T. erheblich eingeschränkt ist. Radfahrende in Ahrensburg wissen vermutlich, dass sie auf Radwegen jederzeit mit Ampelmasten rechnen müssen. Deswegen sind diese auch nicht mit Warnmarkierungen als Hindernisse - wie erforderlich, falls Ampeln mal ausfallen oder abgeschaltet werden - gekennzeichnet. Von Ampelmasten auf der Fahrbahn ist aus Ahrensburg hingegen nichts bekannt.


Ahrensburg, Hamburger Straße / Waldemar-Bonsels-Weg: Benutzungspflichtgiger Radweg (bis zum Ampelmast mit angeordnetem Radgegenverkehr) © Stefan Warda

Ahrensburg, Hamburger Straße / Waldemar-Bonsels-Weg: Benutzungspflichtgiger Radweg (bis zum Ampelmast mit Bettelzwang mit angeordnetem Radgegenverkehr) © Stefan Warda

Ahrensburg, Manfred-Samusch-Straße / Klaus-Groth-Straße - © Stefan Warda

Ahrensburg, An der Reitbahn / Manfred-Samusch-Straße - © Stefan Warda

 

Allerdings steht Ahrensburg mit der Aufstellung von Ampeln auf Radwegen nicht allein. Beispiele aus den ebenso autogerechten Städten Hagen und Mülheim sind bekannt. Aber wem sind Ampelmasten auf Radwegen in Amsterdam, Utrecht oder Kopenhagen bekannt?

 

Hagen, Eckeseyer Straße / Schwerter Straße: Benutzungspflichtiger "Radweg" - © Stefan Warda

Hagen, Eckeseyer Straße / Schwerter Straße: Benutzungspflichtiger "Radweg" - © Stefan Warda

Mülheim, Duisburger Straße: Benutzungspflichtiger Zweirichtungsradweg - © Stefan Warda

Mülheim, Duisburger Straße: Benutzungspflichtiger Zweirichtungsradweg - © Stefan Warda

Mülheim, Duisburger Straße: Benutzungspflichtiger Zweirichtungsradweg - © Stefan Warda

 

 

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25. Februar 2015

Absteiger beim Fahrradklima-Test: Ahrensburg wird stetig fahrradunfreundlicher

Cycling climate: Ahrensburg less cycle friendly
Aktualisiert am 25.02.2015


© hamburgize.com / Stefan Warda
Autostadt Ahrensburg - Hagener Allee: Gehwegbenutzungspflicht bei Tempo 30

Die Nachbargemeinde Ahrensburg (31.000 Einwohner) hat eigentlich ideale Bedingungen zum Radfahren. Keine großen Steigungen, kurze Wege ins Zentrum, verkehrsberuhigter Innenstadtbereich, Bahnhof nahe dem Stadtzentrum, Schnellbahn-Anschluss nach Hamburg. 2005 wurde Ahrensburg beim Fahrradklima-Test mit der Note 3,46 gewürdigt. Seitdem befindet sich Ahrensburg im freien Fall nach unten. 2012 gab es nur noch eine 4,01, und 2014 war es nicht mehr als eine 4,2. Der Mittelwert der Städte gleicher Größenklasse lag aktuell bei Note 3,6. Wofür wird Ahrensburg so abgestraft?


© hamburgize.com / Stefan Warda
Autostadt Ahrensburg - Gehwegbenutzungspflicht bei regem Fußgängerverkehr und Tempo 30!

© hamburgize.com / Stefan Warda
Autostadt Ahrensburg - Gehwegbenutzungspflicht im Stadtzentrum (VZ240 bei Tempo 30!)

© hamburgize.com / Stefan Warda
Autostadt Ahrensburg - Gehwegbenutzungspflicht im Stadtzentrum bei Tempo 30


Die schlechtesten Einzelbewertungen gibt es für das Fehlen eines Leihradsystems (5,5), zu schmale Radwege (5,3) und Radverkehrsführung an Baustellen (5,2). Das Leihradsystem wird in Ahrensburg wohl deshalb so stark bemängelt, weil der Vergleich zum in Hamburg bekannten und beliebten StadtRAD leicht fällt. Auch in den benachbarten Randgemeinden zu Hamburg wird dies bemängelt, so z.B. in Reinbek (Note 5,4), in Wentorf (Note 5,7), in Pinneberg (Note 5,6), in Buxtehude (Note 5,4), in Winsen (Note 4,9), in Ammersbek dagegen nur mit einer Note 4,2. In Wedel hat es das stadteigene Leihradsystem Wedelecs, doch dafür gibt es nur die Note 4,1. In Norderstedt gibt es den Betreiber "nextbike", dafür die Note 2,2. Das StadtRAD in Hamburg wird mit 2,0 bewertet. Daneben hat es aber auch noch einige touristische Leihradanbieter in Hamburg.


"Schöne" Stealth-Radwege
 
© hamburgize.com / Stefan Warda
Hättest du es erkannt? Das soll ein Radwegmosaik sein (natürlich Benutzungspflicht - weil es so "schön" ist?)

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Hättest du es gewusst? Ein Stealth-Radweg vor dem Ahrensburger Rathaus - benutzungspflichtig (VZ241)!

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Hättest du es erkannt? Ein klassischer Stealth-Radweg in der Manhagener Allee

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Hättest du ihn erkannt? Der Zweirichtungs-Stealth-Radweg in der Manhagener Allee


Gegenüber dem vorangegangen Test gibt es Veränderungen zum Positiven und Negativen. Die Teilnehmer werten mehr Bemühungen für das Werben um den Radverkehr (+ 0,39 Notenpunkte), sowie mehr oder bessere Medienberichte rund um das Thema Radfahren (+ 0,3 Notenpunkte). Dagegen wird Ahrensburg abgewertet wegen Einbahnstraßen (- 0,69 Notenpunkte), Abstellanlagen und Baustellen (jeweils - 0,44 Notenpunkte), sicheres Radfahren für Jung und Alt auf Radverkehrsanlagen (- 0,34 Notenpunkte), Konflikte mit Kfz und Fahrradmitnahme beim HVV (jeweils - 0,32 Notenpunkte), Breite der "Radwege" (- 0,31 Notenpunkte), fehlender Winterdienst (- 0,28 Notenpunkte), schlechte Ampelschaltungen und Unsicherheitsgefühl (jeweils - 0,27 Notenpunkte), Kampfparker (- 0,25 Notenpunkte) und zügiges Radfahren (- 0,23 Notenpunkte).


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Autostadt Ahrensburg - Sowas gehört eigentlich verboten: Gefährliches Radeln in Ahrensburg. Zur eigenen Sicherheit sollten Radler hier lieber auf die Fahrbahn ausweichen. Nur gehört dazu Mut und Selbstbewußtsein angesichts ungeduldiger Autofaher, die Fahrbahnradler hier nicht mögen

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Autostadt Ahrensburg - Hamburger Straße: Wer fährt hier gerne Rad? (VZ241)

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Autostadt Ahrensburg - Manhagener Allee: Schmaler Zweirichtungsradweg (VZ241) im Dooringbereich


Auffällig ist die größte Veränderung bei den Einbahnstraßen. Während in den meisten Kommunen Einbahnstraßen für den Radverkehr geöffnet werden, scheint in Ahrensburg die Verkehrsführung nachteilig verändert worden zu sein. Die schlechtere Bewertung für den HVV ist nicht nachvollziehbar, das Angebot ist seit 2012 unverändert. Die anderen Bewertungen geben Auskunft über das allgeine Sicherheitsgefühl der Radler in Ahrensburg. Die "Radwege" werden noch schmaler empfunden, Konflikte mit Kfz machen den Radlern zu schaffen und allgemein scheint Radfahren in Ahrensburg unsicherer geworden zu sein.


Ahrensburg - Stadt der schmalen Fakeradwege

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Schöne Aussichten am "Radweg"

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"Radweg" mit Kampfsteher

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Bildrätsel: Das Bild zeigt vier Fehler - wer entdeckt sie und findet eine Erklärung?

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Fakeradweg im Dooringbereich

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Lübecker Straße / Am Weinberg - Überdimensionierte Kreuzung, kaum Platz für Radfahrer

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Autostadt Ahrensburg - Hamburger Straße mit Fakeradweg


Gegen die Planung eines angemessen breiten Radwegs gab es letztes Jahr eine Demonstration aufgebrachter Bürger, die darin einen "Luxus-Radweg" sahen. Ursprünglich sollte neben einem zwei Meter breitem Gehweg ein 2,25 Meter breiter Radweg angelegt werden. Die Politiker beschlossen mehrheitlich parteienübergreifend stattdessen einen drei Meter breiten gemeinsamen Geh- und Radweg zu bauen.

Die Wege sind unverhältnismäßig breit und passen nicht in die Landschaft (Hartmut Möller, SPD Ahrensburg)


"Luxus-Radwege" in Ahrensburg unerwünscht

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Ahrensburg: Schmale Grünradwege sollen in Ahrensburg genügen

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Breite Radwege wie hier in Glostrup bei Kopenhagen sind für Ahrensburger dagegen "unverhältnismäßig"

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Geht nicht in der Autostadt Ahrensburg, weil "unverhältnismäßig" (Albertslund / DK)

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Geht auch nicht - "unverhältnismäßig" (Albertslund / DK)


Nun ist es an der Zeit, dagegen zu steuern. Die Autostadt Ahrensburg leistet sich seit 1998 leider immer noch widerrechtliche Gehwegbenutzungspflichten in der verkehrsberuhigten Innenstadt bei Tempo 30, viele Kilometer an Fakeradwegen im Dooringbereich an Hauptstraßen mit Benutzungspflicht, und selbst in neuen Wohngebieten setzt Ahrensburg auf Verkehrstrennung mit Gehwegbenutzungspflicht bei Tempo 30. Die Novellierung der StVO von 1997 und die damit einhergehende Rechtssprechung seitdem scheint in Ahrensburgs Straßenverkehrsbehörde immer noch nicht angekommen zu sein. Viele Straßenräume werden vom Kfz-Verkehr dominiert. Dem Radverkehr fällt nur ein mageres Almosen ab, zahlreiche Kreuzungen sind überdimensioniert ausgelegt mit freien Rechtsabbiegern und damit einhergehenden komplizierten Radverkehrsführungen. Fast alle "Radwege" sind auf Diät gesetzt und genügen nicht den Anforderungen an einen normalen und sicheren Radverkehr. Wie wäre es mal mit einer Exkursion in die Niederlande, um sich vor Ort bei Radverkehrs-Experten beraten zu lassen? Aber selbst ein Blick auf vergleichbare deutsche Städte kann sich lohnen wie z.B. Soest oder Lörrach.



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"Luxus-Radweg" an Hauptstraße in Beuningen (NL), 25.000 Einwohner

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Fakeradweg an Hauptstraße in Ahrensburg (D), 31.000 Einwohner

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Innenstadtstraße in Venlo/NL

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Innenstadtstraße in Autostadt Ahrensburg

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Venlo/NL - Einkaufsstraße

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Autostadt Ahrensburg - Einkaufsstraße

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Ahrensburger Rathaus, Sitz der Straßenverkehrsbehörde: Das Übel muss hier an der Wurzel gepackt werden


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