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22. Juni 2025

Fahrradklima-Test 2024: Hamburg behauptet Position, Berlin sackt ab

 

 

© ADFC

 

In dieser Woche wurde das Ergebnis des im letzten Jahr durchgeführten Fahrradklima-Tests bekanntgegeben. Laut ADFC hatten mehr als 200.000 Menschen ihre Stimme zum Fahrradklima in Deutschland abgegeben. Die Durchschnittsnote liegt für das Jahr 2024 bei 3,92. Hamburg liegt mit der Note 3,96 knapp unter der Durchschnittsnote.

 

 

© hamburgize

 

Hamburg konnte im Vergleich zur Befragung im Jahr 2022 die Note behaupten. Gegenüber 2022 hat sich Hamburg von Note 3,98 auf 3,96 geringfügig verbessert und hat damit das beste jemals erreichte Ergebnis erzielt. 2005 errang Hamburg nur Note 4,4. Im Vergleich mit den anderen Millionenmetropolen Berlin, Köln und München liegt Hamburg auf dem zweiten Platz hinter München mit der Note 3,90. Köln erreicht den dritten Platz mit Note 4,19,  Berlin erreicht als Schlusslicht noch Note 4,28. 

Im Vergleich zu den anderen Metropolen konnte Hamburg bei der "Fahrradförderung in letzter Zeit" punkten. Hamburg erreicht in dieser Kategorie die Note 3,2, Köln 3,5, München 3,6 und Berlin nur 4,5. Auch bei der Fahrradmitnahme im ÖV schneidet Hamburg gut ab: Hamburg erreicht die Note 3,3, Berlin 4,1, München 4,7, Köln nur 4,9. In der Kategorie "Spass oder Stress" führt München mit der Note 3,7, es folgen Hamburg mit 3,8, Berlin mit 4,2, Köln erreicht nur Note 4,3. Anders ausgedrückt: 55% der Befragten in München gaben an, Radfahren sei eher stressig, in Hamburg 58%, in Berlin 69% und in Köln 71%.

Weitaus bessere Ergebnisse erzielten Städte mit weniger Einwohnenden:

  • In der Größenklasse 500.000 bis 1.000.000 Einwohnende belegen Frankfurt (3,49), Hannover (3,52) und Bremen (3,54) die ersten drei Plätze. Schlusslicht ist Duisburg mit Note 4,46.   
  • In der Größenklasse 200.000 bis 500.000 Einwohnende belegen Münster (2,97), Freiburg (3,03) und Karlsruhe (3,05) die vorderen Plätze, Schlusslicht ist Krefeld mit 4,51.
  • In der Größenklasse 100.000 bis 200.000 Einwohnende belegen Erlangen (3,13), Darmstadt (3,55), Oldenburg (3,58) die vorderen Plätze - Hagen belegt mit 4,67 den letzten Platz. 
  • In der Größenklasse 50.000 bis 100.000 Einwohnende belegen Tübingen (2,77), Nordhorn (2,83) und Bocholt (2,92) die vorderen Plätze, Lüdenscheid bleibt Schlusslicht mit 4,94.

 

 

 

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1. September 2024

Fahrradklima-Test 2024: Wie radverkehrsfreundlich ist die Stadt?

 

 Aktualisiert um 19.45 Uhr

Louise-Schöder-Straße: Neue Radwege - © Stefan Warda

 

 

Seit heute sind Radfahrende in Deutschland aufgerufen, die Radverkehrsfreundlichkeit in Städten und Gemeinden zu bewerten. Der ADFC ermöglicht noch bis zum 30. November die Teilnahme an der bekannten Umfrage, die alle zwei Jahre erfolgt.

 

Louise-Schöder-Straße: Neue Radwege - © Stefan Warda

 

Hamburg wurde vor zwei Jahren von kritischen Radfahrenden mit der Note 4,4 bewertet. Allerdings hat sich in den letzten Jahren eine Menge zum Positiven getan, wenn auch nicht sämtliche Probleme angegangen worden sind. Eine Auswahl:

Defizite bestehen z.B. weiterhin bei Radverkehrsbelangen, für die die Innenbehörde bzw. die lokalen Straßenverkehrsbehörden bei den Polizeikommissariaten zuständig sind (z.B. Baustellen, gescheiterte Einbahnstraßenfreigabeversuche, illegale Radwegbenutzungspflichten, usw.)

 

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27. April 2023

Etikettenschwindel in Krefeld: "Fahrradfreundliche Stadt" tatsächlich fahrradfeindliche Stadt

 

 Aktualisiert um 17.32 Uhr

Wegweisung in Krefeld - © Stefan Warda

 

 

 Die Stadt Krefeld wurde von Radfahrenden im Rahmen des Fahrradklima-Tests 2022 für ihre "fahrradfreundliche" Gestaltung mit der Note 4,5 ausgezeichnet - ausreichend -- (siehe WDR-Beitrag). Damit belegt die Stadt Krefeld in der entsprechenden Ortsgrößenklasse den 26. von 26 Plätzen. Wie konnte das nur geschehen? Krefeld nennt sich doch seit Jahrzehnten "fahrradfreundliche Stadt" - aufgrund der Mitgliedschaft in der AGFS (Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte NRW). Krefeld ist seit 1993 Mitglied in diesem Club, zählt zu den Gründungsmitgliedern und hat es nach dreißig Jahren Mitgliedschaft nicht fertiggebracht, Radfahrende von dieser "Fahrradfreundlichkeit" zu überzeugen. 

 

Bernd Müllener ging für die taz der Frage nach, wie es dazu kommen konnte, dass die Stadt Krefeld sich immer noch ohne Scham "fahrradfreundliche Stadt" nennt:

"Dass die Aufnahmekriterien in die AFGS derart lax sind und sich sogar Krefeld radfreundlich nennen darf, macht das nicht die Arbeitsgemeinschaft überflüssig?"


Eine Krefelderin über die autogerechte Stadt Krefeld: 

"Aber Krefeld hat vor dem Parkdruck kapituliert. Parkmarkierungen reichen bis in Kreuzungsbereiche, sodass ich auch als Fußgängerin den Verkehr nur dann überblicken kann, wenn ich schon halb auf der Straße stehe." (taz)


 

Wegweisung in Essen - © Stefan Warda
 

 

Auch die Stadt Essen, seit 1995 offiziell "fahrradfreundlich", wurde von Radfahrenden für ihre "Fahrradfreundlichkeit" ausgezeichnet: Essen eroberte beim Fahrradklima-Test mit der Note 4,3 den 14. Platz von 14 Plätzen in der Ortsgrößenklasse mit mehr als 500.000 Einwohnenden. Grenzt das nicht an Verhöhung der Radfahrenden? 



"Radwege" in Essen (Frankenstraße) - © Stefan Warda


 

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26. April 2023

Fahrradklima-Test 2022: Deutschland bleibt Autonation

 

 

 

Der ADFC veröffentlichte vorgestern die Ergebnisse des bundesweiten Fahrradklima-Tests. Mit der bundesweiten Durchschnittsnote 4 ist Deutschland weiterhin kein Fahrradland. Hamburg belegt mit der Note 4 einen Durchschnittsplatz.

 

Die Bewertung für Hamburg hat sich mittlerweile der bundesweiten Durchschnittsnote angenähert. Noch nie hatte Hamburg eine bessere Note als 2022 erreicht. 2012 lag Hamburg noch bei der Note 4,4. Dennoch: Hamburg ist mit der Note 4 im Bundesvergleich weder besonders schlecht, noch besonders gut, aber eben auch keine Fahrradstadt.

Die besten Einzelnoten erhielt Hamburg für das Leihradsystem StadtRAD (2), die Öffnung von Einbahnstraßen (2,3) und die Erreichbarkeit des Stadtzentrums (2,8). Schlecht schneidet Hamburg ab beim (geduldeten) Wildparken auf Radverkehrsanlagen, dem Fahrraddiebstahl sowie der (unzureichenden) Breite von Radverkehrsanlagen (jeweils 4,9). Gegenüber dem Jahr 2020 hat Hamburg sich verbessert bei der jüngsten Förderung des Radverkehrs (3,2 statt zuvor 3,6) sowie der Breite der Radverkehrsanlagen (4,9 statt 5,2)

Im Vergleich mit den Umlandkommunen schneidet Hamburg (Note 4) derzeit nicht auffallend schlecht ab: Wedel (4,3), Pinneberg (4,4), Schenefeld (4,2), Halstenbek (4,2), Rellingen (3,9), Norderstedt (3,6), Ahrensburg (4,2), Barsbüttel (4,1), Oststeinbek (4,2), Glinde (3,9), Reinbek (4,6), Wentorf (4,2), Geesthacht (3,5), Winsen (Luhe) (4), Seevetal (4,3), Neu Wulmstorf (4,3).

Im Vergleich mit vergleichbaren Metropolen mit mehr als einer Million Einwohnenden schneidet Hamburg durchschnittlich "gut" ab: Berlin (4,1), Köln (4,2), München (3,9).

Die besten Noten unter den Städten mit mehr als 200.000 Einwohnenden erhielten Münster (3), Karlsruhe (3,1), Freiburg (3,1), Kiel (3,4), Bremen (3,6), Frankfurt (Main) (3,6), Hannover (3,6), Braunschweig (3,8), Bonn (3,8), Leipzig (3,8), München (3,9), Bielefeld (3,9), Wiesbaden (4), Rostock (4), Hamburg (4).

Die schlechtesten Noten unter den Städten mit mehr als 200.000 Einwohnenden erhielten Krefeld (4,5), Duisburg (4,5), Magdeburg (4,4), Mönchengladbach (4,4), Gelsenkirchen (4,3), Halle (Saale) (4,3), Bochum (4,3), Wuppertal (4,3), Essen (4,3), Dortmund (4,3), Oberhausen (4,3), Lübeck (4,3), Köln (4,2), Stuttgart (4,2), Nürnberg (4,2).

Die beste Note unter allen teilnehmenden Kommunen erzielte Wettringen (2), die schlechteste Lüdenscheid (5,2).

 

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1. September 2022

ADFC ruft zur Teilnahme am Fahrradklima-Test 2022 auf

 

 

© ADFC

 

 

Der ADFC ruft zur Teilnahme am bundesweiten Fahrradklima-Test auf. Ab heute bis 30. November können die Teilnehmenden die Bedingungen für Radfahrende in ihren Städten und Gemeinden bewerten. Die Aktion wird gefördert vom Bundesministerium für Digitalisierung und Verkehr. Zur Umfrage . . .

 

 

 

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16. März 2021

Fahrradklima-Test-Ergebnis: Hamburg immer noch nicht Fahrradstadt

 

Aktualisiert um 12:44 Uhr

Radfahrende in Hamburg - © Stefan Warda

 

Heute wurde das Ergebnis des bundesweiten Fahrradklima-Tests vorgestellt. Mit der jetzigen Note 4,1 hat Hamburg immer noch nicht das Prädikat "Fahrradstadt" verdient. Hamburg liegt in der Gruppe der Städte mit mehr als 500.000 Einwohner knapp unter dem Durchschnitt von 4,02. Vor zwei Jahren wurde Hamburg mit der Note 4,2 bewertet - nun also eine hauchzarte Verbesserung für die Hansestadt. Für das Senatsziel Fahrradstadt müssen jedenfalls weitaus umfangreichere und tiefgreifendere Maßnahmen getroffen werden. Nach den bisherigen Bewertungsfortschritten beim Fahrradklima-Test wird Hamburg das Ziel "Fahrradstadt" in etwa zwanzig Jahren erreicht haben.



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31. August 2018

Morgen startet der Fahrradklima-Test 2018

Tomorrow Fahrradklima-Test 2018 starts
Aktualisiert um 22:37 Uhr

© ADFC

Morgen startet die Umfrage zum Fahrradklima-Test 2018. Der ADFC ruft gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium Radfahrende wieder dazu auf, die Radverkehrsfreundlichkeit von Städten und Gemeinden zu bewerten. Die bundesweite Umfrage soll helfen, Stärken und Schwächen der Radverkehrsförderung zu erkennen. In diesem Jahr ist Familienfreundlichkeit des Radverkehrs das Schwerpunktthema.

Wie ist Radfahren in Deiner Stadt?
Bei der Online-Umfrage werden 32 Fragen zur Radverkehrsfreundlichkeit gestellt - beispielsweise, ob das Radfahren Spaß oder Stress bedeutet, ob Radverkehrsanlagen von Wildparkern blockiert werden und ob sich das Radfahren auch für Familien mit Kindern sicher anfühlt. 2016 hatten mehr als 120.000 Bürgerinnen und Bürger mitgemacht und die Situation in 539 Städten und Gemeinden beurteilt. Das Ergebnis ist allerdings nicht repräsentativ, die Bewertungen der Städte untereinander kaum vergleichbar. Städte mit geringem Radverkehrsanteil, die wirklich schlechte Bedingungen für Radfahrende bieten und wo tendentiell der Freizeitradverkehr dominiert, wurden in der Regel besser bewertet, als Städte mit höherem Radverkehrsanteil, wo es aber schon eine längere Alltagsradverkehrstradition gibt. 

Bekommt Hamburg 2018 eine bessere Bewertung als in den Vorjahren?
Hamburgs Radverkehranteil liegt nach der Auswertung von Mobilität in Deutschland bei mittlerweile 15 Prozent, eine Verbesserung um drei Prozentpunkte gegenüber der vorherigen Statistik. 2008 lag der Hamburger Radverkehrsanteil noch bei 12 Prozent. Die Bedingungen für Radfahrende müssen sich demnach gebessert haben. Der Senat hat die Ausgaben für den Radverkehr erhöht. Unter dem Beust-Senat lagen die Ausgaben für den Radverkehr pro Einwohner und Jahr nur bei Centbeträgen. 2017 soll dagegen laut der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation pro Einwohner ein Betrag von 6,29 Euro in den Radverkehr geflossen sein. Im Vergleich zu vielen anderen Städten in Deutschland ist das viel, im Vergleich echten Fahrradstädten im Ausland eher wenig. Laut Nationalem Radverkehrsplan sollen Städte, die die Radverkehrsinfrastruktur verbessern wollen, mindestens acht Euro je Einwohner und Jahr ausgeben. Städte, die den Radverkehrsanteil erhöhen wollen, sollen mindestens dreizehn Euro je Einwohner jährlich für Radverkehrsmaßnahmen ausgeben. Städte, die sich zu einer Vorreiterrolle bekennen ("Fahrradhauptstadt", "Fahrradstadt", "Radlhauptstadt"), müssen mindestens achtzehn Euro je Einwohner und Jahr in den Radverkehr investieren. Laut Greenpeace gibt Kopenhagen mehr als 30 Euro pro Einwohner und Jahr für Radverkehrsmaßnahmen aus, Oslo 70 Euro und Utrecht sogar über 130 Euro.


Wovon deutsche Radfahrende träumen

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Was deutsche Radfahrende fürchten

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Bis 30. November bewerten
Die Umfrage findet zwischen dem 1. September und dem 30. November 2018 über die Internetseite www.fahrradklima-test.de statt. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2019 präsentiert. Ausgezeichnet werden die radverkehrsfreundlichsten Städte und Gemeinden nach sechs Einwohner-Größenklassen sowie diejenigen Städte, die seit der letzten Befragung am stärksten aufgeholt haben.

Förderung durch Bundesverkehrsministerium
Der Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und findet in diesem Jahr zum achten Mal statt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert den Fahrradklima-Test 2018 aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP) mit rund 195.000 Euro.



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