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9. Juni 2022

Metronom schließt Fahrradmitnahme auf einigen Linien weiterhin aus

 

 

Im Fahrradwagen des Metronom - © Stefan Warda

 

Die Fahrradmitnahme in den gelb-blauen Zügen des Unternehmens Metronom bleibt weiterhin eingeschränkt. Auf den Linien RE3 (Hamburg - Uelzen) und RB31 (Hamburg - Lüneburg) sollen ab morgen 15 Uhr bis auf Weiteres keine Fahrräder mehr befördert werden. 

Auf der Linie RE2 (Uelzen - Hannover - Göttingen) und den Linien RE4 / RB41 (Hamburg - Bremen) soll die Fahrradmitnahme bis auf Weiteres an Wochenenden ausgeschlossen (freitags ab15 Uhr - sonntags 22 Uhr) bleiben.

 

 

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4. April 2022

Bremen will Anschaffung von Cargobikes mit insgesamt 500.000 Euro fördern

 

© Stefan Warda

 

Laut einem Bericht von Radio Bremen will Bremen die Anschaffung von Lastenfahrrädern und Anhängern für Privatpersonen, Vereine und Unternehmen in der Stadt Bremen fördern. Für das Projekt stünden 500.000 Euro aus einem Klimaschutzfonds zur Verfügung. Pro Rad würden bis zu 1.250 Euro bereitgestellt. Anträge könnten ab dem 20. April beim Bremer Verkehrsressort gestellt werden.

 

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16. September 2019

Ausstellung "Fahr Rad! die Rückeroberung der Stadt" in Bremen

Exhibition "Ride a bike! Reclaim the city" in Bremen


Frankfurt, Deutsches Architekturmuseum - © Stefan Warda


In der Bremer Sparkasse am Brill gastiert die Ausstellung "Fahr Rad! Die Rückeroberung der Stadt". Bis 25. Oktober werden beipielgebende Radverkehrsprojekte, wie z.B. Brücken oder Parkhäuser, gezeigt. Die Ausstellung wurde erstmals 2018 im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt vorgestellt.


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30. Dezember 2014

"Fahrradstraße" Harvestehuder Weg: Gut gemeint war nicht gut gemacht

Critic to new "cycle street" along Harvestehuder Weg - Cycle track should remain
Aktualisiert
© hamburgize.com / Stefan Warda
"Fahrradstraße" am Harvestehuder Weg

Die Kritik an der neuen Fahrradstraße entlang Harvestehuder Weg nimmt offenbar zu. Einige Radler fordern den Erhalt des noch vorhandenen Radwegs durch das Alstervorland.

Wird nun die Parkallee in Bremen Vorbild für die Veloroute 4 am Harvestehuder Weg? Im Verlauf einer Radroute zum nördlich gelegenen Universitätsstandort wurde die Bremer Parkallee zur Fahrradstraße deklariert. Der Radweg wurde abgesperrt, denn Radler sollten nur noch die Fahrbahn der Fahrradstraße benutzen. Auf Bürgerproteste ruderte die verantwortliche Verkehrsbehörde zurück und gab den abgesperrten Radweg wieder frei. In der Parkallee haben Radler seitdem Wahlfreiheit zwischen Fahrbahn der Fahrradstraße und dem Radweg hinter den Stehzeugen. Im nächsten Jahr soll über die weitere Zukunft der Radverkehrsführung in der Bremer Parkallee entschieden werden.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Veloroute 4: Beliebter, aber unzumutbarer Radweg nebem dem Harvestehuder Weg mit Kampfradler auf dem Gehweg

Wie werden die Hamburger Behörden nach dem heutigen Abendblattartikel entscheiden? Kommt der Radweg in den nächsten Tagen wie geplant weg? Werden die Stehzeuge wieder auf den Gehweg verlagert, wo sie vor dem Umbau platziert waren? Die Fahrradstraße am Harvestehuder Weg sollte Modellcharakter für die weiteren geplanten Fahrradstraßen rund um die Außenalster besitzen. Bei all der Kritik an der Fahrradstraße verdrängen die Radwegbefürworter, dass sie oftmals neben dem Radweg auf dem Gehweg als Kampfradler unterwegs sind. Denn der Radweg ist für den vorgesehenen Zweirichtungsverkehr nicht ausreichend breit. Und im Bereich zwischen Haus-Nr. 44 und der Krugkoppel wird im gefährlichen Dooringbereich der Stehzeuge geradelt. Auch dort weichen viele Radler regelwidrig auf den Gehweg aus. Für eine Zunahme des Radverkehrs ist der Radweg selbst auf den langen geraden Strecken nicht geeignet, da das Überholen langsamer Radler bei Gegenverkehr unmöglich ist. Wer sich mit diesen Mankos begnügt und es nicht eilig hat, dem mag der Radweg genügen.
  
Mehr Bilder zum unzumutbaren Radweg.


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10. Juli 2014

Radfahren auf der Fahrbahn ist meistens erlaubt

Vehicular Cycling very often Allowed

http://www.senatspressestelle.bremen.de/sixcms/media.php/13/20140707_SUBV_Plakat_A1_Screen_210514.pdf


Bremens Verkehrssenator Dr. Joachim Lohse startete am Montag eine Aufklärungskampagne zum schwierigen Thema Radwegbenutzungspflicht. Seit 1998 müssen nur noch solche Radwege oder Gehwege benutzt werden, die mit den bekannten runden blauen Verkehrszeichen mit weißen Fahrradpiktogrammen gekennzeichnet sind. In allen anderen Fällen dürfen Radfahrer auf der Fahrbahn fahren. Leider ist diese Regelung zu vielen Autofahrern nicht bekannt. Andere sind der Meinung, dass Radfahrer trotz nicht vorhandener Radwegbenutzungspflicht besser auf Radwegen aufgehoben wären, weil sie selbst sich in ihrer Fortbewegung gestört fühlen. Oft kommt es daher zu aggressivem und gefährlichem Verhalten seitens der Autofahrer. Die Kampagne will dem entgegenwirken.

In einem Zeitraum von zwei Wochen weisen Plakate auf ein Miteinander von Radlern und Autofahrern auf der Fahrbahn hin.

Zur Förderung des allgemeinen Radverkehrs in Deutschland wurde 1997 das Verkehrsrecht geändert, sodass die Fahrbahnnutzungsmöglichkeit für Fahrräder mehr und mehr zum Regelfall wird. Radwege sind nur noch dann benutzungspflichtig, wenn die Verkehrsführung auf der Fahrbahn eine Gefahr für Radfahrerinnen und Radfahrer oder andere Verkehrsteilnehmer darstellt.
Es steht den Radfahrerinnen und Radfahrern also in aller Regel frei, ob sie den Radweg oder die Fahrbahn wählen. Verkehrsuntersuchungen belegen, dass das Radfahren auf der Fahrbahn meistens sicherer ist als auf dem Radweg. Denn Autofahrer und Radfahrer sehen sich auf der gemeinsamen Fahrbahn erheblich besser, das erhöht die Sicherheit. Außerdem ist das Radfahren auf der Fahrbahn oft schneller. Durch die Aufhebung der generellen Radwegebenutzungspflicht wird der Radverkehr attraktiver- allein schon durch die Wahlmöglichkeit.
ADFC-Landesvorsitzender Tobias Wolf sagte: "Zusammen geht was – zügig, sicher und komfortabel Radfahren geht gut auf den Straßen, auf denen alle rücksichtsvoll und mit angepasster, stadtverträglicher Geschwindigkeit unterwegs sind. Das führt zu weniger Unfällen, es gibt mehr Fehlertoleranz durch sehen und gesehen werden. Wenn weniger Autos fahren, dann sind viele Straßen mindestens genauso gute oder bessere ‚Radwege‘, gerade für die kurzen Wege in der Stadt Bremen. Der ADFC begrüßt die Wahlfreiheit zwischen Radweg und Fahrbahn auf dem größten Teil des Bremer Straßennetzes."
Der Radverkehr nimmt zu und braucht mehr Platz. Auf zentralen Wegstrecken kann es eng für die Radfahrenden werden. Die weitgehende Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht kann verbunden mit anderen Maßnahmen hier Entlastung bringen. Sie trägt zusätzlich zur Entflechtung des Radverkehrs bei, in dem schnellere Radfahrende eher die Fahrbahn benutzen und langsamere Fahrerinnen und Fahrer eher auf den Radwegen bleiben. Das erhöht auch für Fußgänger die Verkehrssicherheit. „Es muss sich nur jeder an den Paragrafen 1 der Straßenverkehrsordnung halten: gegenseitige Rücksichtnahme“, sagte Nils Linge, Pressesprecher des ADAC Weser-Ems zum Start der Fairnesskampagne, die gleichwohl die Autofahrenden wie Radfahrenden anspricht und weist darauf hin, dass „die Straßenverkehrsordnung für alle gilt, egal ob sie mit Motor fahren oder ohne.“
„Wir möchten die Gemeinschaft im öffentlichen Verkehrsraum fördern und die gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer stärken“, ergänzte Marcus Häußler, Abschnittsleiter Verkehrssicherheit der Polizei Bremen. "Unfälle passieren nicht, sie werden verursacht! Die Verkehrswacht Bremen bekämpft die Hauptunfallursachen im Straßenverkehr. Dabei helfen klare Regeln für alle Mobilitätsbeteiligte“, so Axel Behme, Vorsitzender der Verkehrswacht Bremen.
In Bremen liegt der Anteil des Radverkehrs bei 25 Prozent aller zurückgelegten Wege. Das ist der höchste Anteil unter den Großstädten über 500.000 Einwohner. In kaum einer anderen Stadt in Deutschland gibt es so viele Menschen, die sich für das Fahrrad entscheiden, obwohl ihnen auch ein Auto zur Verfügung stünde. Das liegt nicht zuletzt an der kontinuierlichen Förderung des Radverkehrs in Bremen und an einem attraktiven geschlossenen Wegenetz für den Radverkehr. Es gibt in Bremen rund 700 Kilometer Radwege und Radfahrstreifen. In Bremen wurde die Fahrradstraße erfunden und Bremen war die erste Stadt in Deutschland, die die Einbahnstraßen für gegenläufigen Radverkehr geöffnet hat. Die Bremer Straßenverkehrsbehörde hat bereits die meisten straßenbegleitenden Radwege von der Benutzungspflicht entbunden. Zurzeit werden noch weitere Radwege überprüft.


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5. Dezember 2013

Sand oder Salz? - Winterdienst auf Radwegen

Sand or Salt? - Snow Clearing on Cycle Paths


© hamburgize.com / Stefan Warda
Malmö im März 2013 bei eisigem Wind: Die Radwege sind befahrbar und werden genutzt Dank Salzeinsatz

Immer mehr Menschen fahren in Deutschland im Winter mit dem Rad. Noch haben sich viele Kommunen nicht darauf eingestellt. Welche Lösungen gibt es für optimale Radverkehrsbedingungen bei Schnee und Eis? Beispiele aus dem In- und Ausland zeigen Möglichkeiten.
More and more Germans cycle during winter. Still many cities are not adjusted to cycling in winter. Which solutions are known for optimal cycling with snow and ice? Here some best practice examples.


In Bremen gibt es unterschiedliche Auffassungen über den sichersten Winterdienst auf Radwegen. Die Stadt vertritt die Position auf Salz nahezu überall zu verzichten, einige ausführende Räumdienste vertreten eine andere Position. Jürgen Falldorf vom Umwelt und Verkehrssenator erklärte in der taz die Ausnahmemöglichkeiten.

Salz dürfe nur in besonderen Fällen verwendet werden, bei Steigungen oder Brücken beispielsweise.

© hamburgize.com / Stefan Warda
Norderstedt: Salzablagerungen auf dem Radweg Ulzburger Straße im Februar 2013


In Norderstedt soll auch im kommenden Winter auf vielen Radwegen ein Winterdienst erfolgen. Trotz Kritk soll wie im vergangenen Winter Salz angewendet werden, um die Radwege bei Schnee und Eis befahrbar zu halten. Laut ADFC Norderstedt erfolgte während des letzten Winters erstmalig ein Winterdienst auf Radwegen entlang von 89 Straßen.


© Rolf Jungbluth
Norderstedt: Ohechaussee im Dezember 2012



Winterdienst-Test in Kopenhagen und Malmö im März 2013


© hamburgize.com / Stefan Warda
Das Testradl mit Winterbereifung morgens früh in Kopenhagen


In Kopenhagen, wo an Winterwettertagen immerhin noch 80% der Schönwetterradler unterwegs sind, wird grundsätzlich auf Salz gesetzt. Der Winterdienst auf Radwegen geniesst allerhöchste Prioritätsstufe. Dadurch sind die Radwege schnell und dauerhaft einsatzbereit. Der dreistufige Winterdienst auf Radwegen besteht aus Räumen, Bürsten und Salzen. Damit Bäume keinen Schaden nehmen hat es in Kopenhagen besondere Baumschutzeinrichtungen. Im winterlichen März 2013 waren Kopenhagens Radwege benutzbar.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Kopenhagen: Fahrradwetter im März 2013

© hamburgize.com / Stefan Warda
Kopenhagen: Frühmorgens nach leichtem Schneefall

© hamburgize.com / Stefan Warda
Kopenhagen, frühmorgens nach leichtem Schneefall

© hamburgize.com / Stefan Warda
Kopenhagen, frühmorgens nach leichtem Schneefall

© hamburgize.com / Stefan Warda
Kopenhagen vor dem Hauptbahnhof

© hamburgize.com / Stefan Warda
Kopenhagen, Pendlerverkehr

© hamburgize.com / Stefan Warda
Kopenhagen, grüne Veloroute

© hamburgize.com / Stefan Warda
Kopenhagen, grüne Veloroute

© hamburgize.com / Stefan Warda
Kopenhagen, Winterdienst auf Veloroute

© hamburgize.com / Stefan Warda
Kopenhagen: Baumschutz gegen Salz

http://kbhkort.kk.dk/
Winterdienstkarte für Kopenhagens Radwegenetz [www.kk.dk]





In Malmö soll es auf einem Netz von rund 600 Radwegkilometern Winterdienst geben. Unterteilt in Prioritätsstufen 1 und 2 sollen allein 384 Kilometer Radwege vordringlich behandelt werden. Im Vergleich zu Hamburg hat Malmö lediglich 300.000 Einwohner. Bei gleichem Verhältnis zwischen Radwegwinterdienst und Einwohnerzahl müsste der Winterdienst in Hamburg auf 3.600 Radwegekilometern erfolgen. Anders ausgedrückt ist Hamburgs angekündigte Winterdienstbemühung um den Faktor 24 schlechter als in Malmö. Malmö gilt als radfahrerfreundlichste Stadt Schwedens. Zu Frühlingsbeginn im März 2013 waren bei Windböen und leichtem Schneetreiben mehr Radfahrer im Stadtbild präsent als bei vergleichbarem Wetter in der früheren "Umwelthauptstadt" Hamburg. Malmös Radwege waren fast ausnahmslos befahrbar.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Malmö: Mittags in der Innenstadt

© hamburgize.com / Stefan Warda
Malmö:Radweg entlang einer Ausfallstraße

© hamburgize.com / Stefan Warda
Malmö:

© hamburgize.com / Stefan Warda
Malmö, grüne Veloroute

© hamburgize.com / Stefan Warda
Malmö, frei geräumte Kreuzungsflächen

© hamburgize.com / Stefan Warda
Malmö, frei geräumte Straßenkreuzung

© hamburgize.com / Stefan Warda
Malmö, Salz auf Radweg


In Hamburg sind an Schnee- und Eistagen nur noch gefühlte 5% der Schönwetterradler unterwegs. Das Problem: Schnee wird auf die Radwege geschoben, bei einsetzendem Tauwetter schmilzt der Schneehaufen leicht an, sackt zusammen und gefriert über Nacht zu Eis. Am nächsten Tag geht die Prozedur weiter, sodass die Radler in der Hansestadt von den Winterwettereinflüssen am längsten betroffen sind, selbst wenn schon auf Wiesen kein Schnee mehr zu finden ist. Schnee und Eis halten sich auf "Radwegen" am längsten, und das hält Schönwetterradler besonders lange vom Radeln ab. Im Gegensatz zu Norderstedt, Kopenhagen oder Malmö gibt es Salz prinzipiell nur für Autos.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Hamburg: Vereister Radweg aus dem Hamburger Radwegwinterdienstprogramm ein Tag nach dem Aufenthalt in Kopenhagen / Malmö


Der "Winterdienst" auf Hamburgs Radwegen begann im Winter 2010/2011. Damals betrug die Länge des Netzes noch 180 Kilometer. Als Streumittel war ausschließlich feinkörniger Kies vorgesehen, falls denn überhaupt geräumt wurde. Mittlerweile soll das Netz für den Radwegewinterdienst nur noch 150 Kilometer betragen. Abweichend von der strengen Lehre konnte im Winter 2012/2013 auf einigen Radwegen die Verwendung von Salz festgestellt werden. Auf den übrigen Radwegen wird bis auf eine Restschneehöhe von etwa 3-5 cm geräumt und feinkörniges abstumpfendes Material auf die Restschneefläche gestreut. Die Streckenkarten für das Radweg-Winterdienstprogramm wurde allerdings nicht nach Wegfall von 30 km Radwege angepasst. Welche 30 km Radwege nun nicht mehr versorgt werden ist nicht nachvollziehbar. Ohnehin waren viele der genannten Radwege nicht geräumt worden, sondern der Schnee wurde von anderen Straßenteilen auf die zu räumenden Radwege geräumt. Fragwürdig ist auch der angegebene Winterdienst entlang der Velorouten auf Straßen im Tempo 30-Zonen-Netz. Dort hatte es grundsätzlich keinen Winterdienst gegeben, die Karten zeigen aber Winterdiensteinsätze für Radfahrer an.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Hamburg: Veloroute 1 am Sievekingsplatz - ein Radweg aus dem Hamburger Radwegewinterdienstprogramm einen Tag nach Aufnahem der Bilder in Malmö und Kopenhagen


Nach drei Wintern mit Radwege-"Winterdienst" fällt die Bilanz nüchtern aus. Das System ist höchst unzuverlässig. Die veröffentlichen Winterdienst-Karten versprechen Leistungen, die nicht vollbracht werden. Die Mehrzahl der angegebenen Radwege wird gar nicht bedient. Die von der Verkehrsbehörde an die Stadtreinigung vergebenen Leistungen werden offenbar nicht auf Einhaltung überprüft. Zudem ist der Einsatz von Feinkies auf Radwegen - falls der Winterdienst tatsächlich tätig war - nicht besonders wirksam. Herr Huber, Amtsleiter für Verkehr in der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, schien im Januar diesen Jahres immer noch nicht gewusst zu haben, dass der versprochene Winterdienst auf Hamburgs Radwegen nicht funktioniert. Auf der Veranstaltung "Warum kann Hamburg nicht Fahrrad?" bei der Patriotischen Gesellschaft äußerte er sich vollen Lobes für den angeblichen Winterdienst auf Hamburgs Radwegen. Seine Beantwortung einer Publikumsfrage bestätigte, dass der Amtsleiter zwar vom beabsichtigten Winterdienstprogramm auf Radwegen unterrichtet war, aber weder auf Hamburger Radwegen bei winterlichen Verhältnissen geradelt, noch über die nicht erbrachten Leistungen der Stadtreinigung unterrichtet war. Bleibt folgende Frage offen: Warum will Hamburg nicht Winterdienst für Radfahrer?

Für heute abend ist der erste Schneefall für den neuen Winter angesagt. Müssen Radfahrer wie üblich auf Fahrbahnen ausweichen oder sind die Radwege im Winterdienstprogramm befahrbar?



Mehr . . . / More . . . :

Mehr zum Aufenthalt in Kopenhagen im März 2013:
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21. Januar 2013

Mehr Radverkehr in Bremen?

More cycling in Bremen?


Bremen, Am Markt


Fahrradschnellrouten, Umwidmung von Auto- in Radspuren, und mehr Fahrradstraßen? Das enstpricht den Vorstellungen der Grünen in Bremen. Noch werden allerdings Rüttelstrecken mit Kopfsteinpflaster in der Innenstadt, unfallträchtige Radrouten und fehlende Abstellmöglichkeiten beklagt. Mit einem "Masterplan Fahrradverkehr" wollen die Grünen den Radverkehr in der "Fahrradstadt Bremen" voran bringen.

Fast niemand spricht, wenn er über die Attraktivität der City redet, über die katastrophale Gestaltung der Radverkehrswege dort. (taz)

Das Ziel des Masterplans ist die schnellstmögliche Erhöhung des Radverkehrsanteils von derzeit immerhin schon 26% auf über 30% und langfristig auf 50% - da wollen sich die Grünen am Ziel der Stadt Kopenhagen orientieren.


Mehr . . . / More . . . :
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29. Februar 2012

Fahrradstadt Bremen?

Bremen - city for cyclists?



Sind deutsche Städte fahrradfreundlich? Schmale Radwege, mangelnder Unterhalt, unstete Linienführung oder illegale Radwegbenutzungspflichten sind landesweit die gleichen Probleme - auch in Bremen. Anspruch und Wirklichkeit in der "Fahrradstadt Bremen": Radio Bremen informiert.


Mehr:
Bremen baut Radfahrschilder ab (Radio Bremen 20.02.2012, Video)
Bremen baut Verkehrsschilder für Radfahrer ab (Radio Bremen 20.02.2012, Audio)