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3. Januar 2022

Dänemark: Seit Jahresbeginn Helmpflicht auf E-Scootern

 Denmark: Helmets required on electric scooters

 


 

In Dänemark gilt seit Jahresbeginn Helmpflicht auf E-Scootern. Studien hätten ein siebenfach höheres Unfallrisiko auf E-Scootern im Vergleich zu Fahrrädern ergeben.

Auch für Wildfahrende gibt es eine Regeländerung: Der Einstiegspreis für Geschwindigkeitsüberschreitungen liegt laut CPH Post bei mindestens 1.200 Kronen (ca. 160 €). Der neue deutsche Bußgeldkatalog ist mit Wildfahrenden dagegen weiterhin nachsichtig. In der Autonation werden lediglich moderate 60 € Minimum für Rasendendelikte  fällig.

 

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25. Mai 2021

Chaos auf Geh- und Radwegen in Berlin: Gelten E-Scooter bald als Sondernutzungen?

Berlin planning to get rid of wild parked e-scooters

 

Hamburg: Regelwidrig auf dem Radweg abgelegter E-Scooter - © Stefan Warda

 

Nach großem Unmut über wild abgesellte E-Scooter hat die Stadt Kopenhagen seit Anfang des Jahres die Abstellen von E-Scootern in der inneren Stadt verboten. Zusätzlich hat das dänische Verkehrsministerium eine generelle landesweite Helmpflicht für E-Scooter-Nutzende zum nächsten Jahreswechsel beschlossen. Damit dürfte es den Anbietern deutlich unattraktiver werden, in Dänemark auf dem Markt zu bleiben.

 

Kopenhagen: Regelwidrig abgestellte E-Scooter blockieren Rikschaparkplätze - © Stefan Warda

 

In Hamburg-Altona gelten aufgrund des Unmuts unter Anwohnenden seit März Einschränkungen für Leihtretrollersysteme. Die Spaßmobile sollen im Schanzenviertel nicht mehr abgestellt werden. Rund um das Schanzenviertel wurden vier Parkflächen für E-Scooter ausgewiesen. Von dort aus soll es nur noch zu Fuß ins Schanzenviertel gehen. Ob diese Regelung sich bislang bewährt hat und welche Auswirkungen weitere Reidesharingsysteme von JUMP (Pedelecs), BOND (E-Bikes) oder Emmy (E-Roller), Tier (E-Roller) und Felyx (E-Roller) auf die Verkehrsflächen für Gehende und Radfahrende im Schanzenviertel haben, ist bislang noch nicht bekannt. Die Elektroroller dürfen ohnehin nicht auf Geh- oder gar Radwegen abgestellt werden. Felyx plant laut Abendblatt den Aufbau einer Flotte von 800 -1000 Fahrzeugen, die jedoch nur auf ausgewiesenen Stellflächen abgestellt werden dürfen.


Schanzenstraße: E-Scooter-Reservat - © Stefan Warda

Zukünftige Velorouten 5 und 6, An der Alster: Regelwidrig und äußerst verkehrsgefährdend abgestellter E-Scooter hinter einer schlecht einsehbaren S-Kurve auf dem Zweirichtungsradweg - © Stefan Warda

Pedelecs von Jump (Lime) in Hamburg - © Stefan Warda

E-Bikes von JUMP in Hamburg - © Stefan Warda

 

Auch in Berlin gibt es Unzufriedenheit über wild abgestellte E-Scooter und Leihräder auf Geh- und Radwegen. Eine Koalition von Verbänden (ABSV, FUSS, Landesseniorenbeirat, SvD) fordert feste Stellflächen für die Leihsysteme. Laut Tagesspiegel gebe es bislang für ca. 26.000 E-Scooter (weitere seien angekündigt) nur fünfzehn Stellflächen in der inneren Stadt, die auf freiwilliger Basis genutzt werden können. Die Verbände fordern dagegen feste Stellflächen stadtweit für Leihräder und Leihtretroller und verweisen als positives Beispiel auf Paris. Doch ohne eine Änderung des Berliner Straßengesetzes wäre eine Zuweisung auf feste Stellflächen nicht möglich. Der Berliner Senat strebe allerdings eine Änderung des Straßengesetzes an, um gewerbliche Angebote wie E-Scooter, E-Roller oder Leihräder als Sondernutzungen zu bestimmen. Dadurch könne der Senat mehr Einfluß auf das bisherige Chaos ausüben.

 

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1. Januar 2021

Dänemark: Helmpflicht auf E-Scootern ab Januar 2022

 Denmark: From 2022 helmets will be mandatory on e-scooters

 Aktualisiert um 13:17 Uhr

Kopenhagen, Amagerbro Torv - © Stefan Warda

 

Freunde von E-Scootern müssen sich in Dänemark in einem Jahr umstellen. Das dänische  Verkehrsministerium schreibt ab 1. Januar 2022 das Tragen von Helmen für E-Scooter-Fahrende vor. Das Unfallrisiko auf E-Scootern sei deutlich höher als auf Fahrrädern. Für die großen Betreiber der Leihtretrollersysteme könnte dies u.U. das Aus der bisherigen Angebote in Dänemark bedeuten. Zumindest aber müssen von den Verleihern mit den E-Scootern Helme vorgehalten werden - wie es beispielsweise der E-Bike-Anbieter BOND macht.

 

Kopenhagen, Vesterbrogade - © Stefan Warda

 

Seit dem neuen Jahr gibt es für Leihtretrolleranbieter deutliche Einschränkungen für die Verleihe im Kopenhagener Stadtgebiet. E-Scooter dürfen in der inneren Stadt nicht mehr abgestellt werden.

 

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5. Februar 2020

Bei Tempo 200 drohen in Dänemark zwanzig Tage Knast und drei Jahre Führerscheinentzug

Denmark: Government keen on cracking down speeding

Aktualisiert um 16:54 Uhr
© Stefan Warda


Angesichts zahlreicher tödlicher Unfälle mit Autofahrenden, die die Regierung im Zusammenhang mit unangepasster Geschwindigkeit sieht, will die Regierung laut CPH POST zu schnelles Fahren strenger bestrafen:
  • Ab Tempo 200 auf Autobahnen soll Autofahrenden zwanzig Tage Haft und Führerscheinentzug von drei Jahren drohen.
  • Ab Tempo 160 auf Landstraßen soll die gleiche Strafe gelten.
  • Die gleiche Strafe soll bei Geschwindigeitsüberschreitungen von 100 km/h innerorts gelten.

Dänemark positioniert sich somit deutlich anders als Verfechter von "freier Fahrt für freie Bürger", die kein Tempolimit auf deutschen Autobahnen haben wollen. Derzeit läuft eine Kampagne der CSU gegen ein Tempolimit auf Autobahnen. Der CSU-Umweltexperte Josef Göppel kritisiert seine Partei für diese Kampagne scharf.

"In der Kampagne der CSU-Führung äußert sich eine Ideologie der Rücksichtslosigkeit. Man kann nicht seine Freiheit ausleben, auf Kosten anderer. Das geht in einem dicht besiedeltem Land nicht."








© Stefan Warda

© Stefan Warda

© Stefan Warda


In Dänemark gelten folgende Tempolimits:
  • Innerorts max. Tempo 50
  • Außerorts (Landstraßen / Schnellstraßen) max. Tempo 80
  • Autobahnen max. Tempo 130


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30. August 2017

Verkehrspolitik: Dänemark will Autokauf fördern

Transport policy: Denmarks to push car riding




Nach einem Artikel der Copenhagen Post will Dänemark den Kauf von Autos erleichtern. Die Steuern, die beim Kauf von Autos erhoben werden, sollen deutlich gesenkt werden. Ob sich diese Strategie mit den Klimazielen der Ballungszentren, wie Kopenhagen, verträgt, bleibt fraglich. Kopenhagen möchte 2025 klimaneutral sein.



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19. Januar 2016

Vorgezogene Radaufstellstreifen für Dänemark

Bike boxes for Denmark


© hamburgize.com / Stefan Warda
Kopenhagen: Gasværksvej / Vesterbrogade mit Aufstellstreifen


Die Copenhagen Post berichtet von der Absicht in Dänemark 57 vorgezogene Aufstellstreifen einzurichten. Die nationale Straßenbehörde (Vejdirektoratet) möchte mit vorgezogenen Aufstellstreifen an beampelten Kreuzungen Unfällen mit rechtsabbiegenden Autos und Lastwagen vorbeugen. Radfahrer, die geradeaus oder nach rechts fahren wollen, sollen sich vor den wartenden Autos aufstellen dürfen, damit wartende Autofahrer, die nach rechts abbiegen wollen, Radfahrer besser im Blick haben können. Anders als in Deutschland dürfen Radfahrer in Dänemark aber nicht direkt links abbiegen. Der Aufstellstreifen soll keine Hilfe sein sich zum Abbiegen nach links vor den wartenden Autos aufzustellen. In Dänemark müssen Radfahrer, die nach links abbiegen wollen, immer indirekt in zwei Schritten abbiegen.





Schon 2014 gab es in Kopenhagen an der Kreuzung Gasværksvej mit Vesterbrogade einen solchen Auftellstreifen. Bei der ersten hamburgize-Testfahrt auf dieser Kreuzung nach Ummarkierung gab es einen Unfall, bei dem glücklicherweise nur Schrammen am beteiligten Auto blieben. Das Risiko bei allen vorgezogenen Aufstellstreifen, ob in Dänemark oder Deutschland: Fährt ein Radfahrer gerade in dem Moment rechts am wartenden Auto vorbei, um dann nach links zu schwenken und sich vor das wartende Auto zu setzen, indem die Ampel auf Gelb und Grün umspringt, kann es zu einer Kollision zwischen Fahrrad / Radfahrer und Auto kommen. So geschehen vor zwei Jahren in Kopenhagen. Der dänische Radfahrerverband (DCF) unterstützt die Einrichtung der Aufstellstreifen, als Kritiker hat sich Dänemarks Fahrradbotschafter Mikael Colville-Andersen geoutet.

Auch in Hamburg gibt es Aufstellstreifen, z.B. an der Kreuzung Valentinskamp / Gänsemarkt / Dammtorstraße. Wer sich auf die vorgezogene Fläche an den wartenden Autos vorbei vortastet, sollte immer auf die Lichtzeichenphase achten und nicht unmittelbar vor Beginn der nächsten Grünphase sich vor die Autos setzen.

In vorherigen Jahren experimentierte Kopenhagen mit großen Markierungen, die Radfahrer vor dem sogenannten "toten Winkel" warnen sollten, nicht jedoch Autofahrer um mehr Sorgfalt beim Abbiegen.


© hamburgize.com / Stefan Warda



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4. Mai 2015

Dänischer Fahrradrekord - Breitere Radwege - Leihradsystem floppt

Danish cycling record - Widening cycle tracks - Bike share system failed
Aktualisiert am 05.05.2015

© hamburgize.com / Stefan Warda
Kopenhagen am 27.10.2014, 17.07 Uhr: 47.356 Radler hatten die Dronning Louises Bro bereits befahren - © Stefan Warda

Die Dänen sollen letztes Jahr einen Fahrradrekord aufgestellt haben. Gegenüber 2013 soll die zurückgelegte Strecke per Fahrrad um sieben Prozent zugenommen haben. Dies sei ein Rekord innerhalb der vergangenen zwanzig Jahre.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Kopenhagen, Cykelslangen - © Stefan Warda


Nicht nur landesweit gibt es Rekorde in Dänemark zu vermelden. Die Kopenhagener kommen ihrem Ziel, die Hälfte aller Wege zur Arbeit oder Ausbildung mit dem Fahrrad zurückzulegen, näher. Waren es 2012 noch 36 Prozent, wuchs der Anteil in den folgenden Jahren deutlich. 2013 stieg der Anteil auf 41 Prozent, 2014 auf 45 Prozent. Bis 2015 will Kopenhagen die 50 Prozent-Marke erreicht haben.






Laut dem kürzlich veröffentlichten Bicycle Account 2014 sehen 94 Prozent der Radfahrer Kopenhagen als fahrradfreundliche Stadt, 80 Prozent sind mit dem Umfang des Radwegenetzes zufrieden, 60 Prozent sind mit der Kombination von Fahrrad und ÖV zufrieden, 63 Prozent mit der Oberflächenbeschaffenheit der Radwege, doch nur 53 Prozent sind mit der Breite der Radwege zufrieden. Immerhin fühlen sich 74% der Radler sicher im Kopenhagener Verkehr.

Als Hauptgrund für Unsicherheiten im Radverkehr nannten Kopenhagens Radler die nicht ausreichende Breite zahlreicher Radwege. Dies erklärt sich mit der grundsätzlichen Trennung von Rad- und Kfz-Verkehr. Denn in Dänemark gilt eine allgemeine Radwegbenutzungspflicht. Selbst in Straßen mit weniger als 10.000 Kfz / Tag werden in Kopenhagen Radwege angelegt, jedoch mit anderen Qualitätsstandards. Zwar sind die Radwege generell für den zweispurigen Verkehr ausgelegt, doch bei hohen Verkehrsbelastungen kommt es auf manchen Abschnitten zu langen Pulks und geringen Sicherheitsabständen bei zweipurigem Verkehr. Da die Radwege in Kopenhagen mit einer Bordkante von den Gehwegen getrennt sind, weichen Radler in Kopenhagen nicht auf Gehwege aus.
Hamburger Radfahrer beklagen dagegen Konflikte mit dem Autoverkehr als wesentliches Unsicherheitsgefühl. Dagegen weichen Hamburgs Radler alltäglich bei verstopften Radwegen zum Überholen auf Gehwege aus, aber auch im Falle der zahlreichen Fakeradwege. Bei Überlastung bzw. Unbrauchbarkeit der Hamburger Radwege wird der Druck schon vollkommen selbstverständlich auf Fußgänger verlagert, während in Kopenhagen die Radler versuchen mit der zur Verfügung stehenden Breite des Radweges zurecht zu kommen und eher im Stau stehen.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Kopenhagen, Knippelsbro: 2014 querten täglich 41.200 Radler die Brücke.
Das ist die vierfache Radverkehrsbelastung wie bei An der Alster in Hamburg - © Stefan Warda

Zwar sind Kopenhagens Radwege deutlich breiter als Hamburger Radwege - die Standardbreite beträgt 2,2 Meter (in Hamburg derzeit bei Neubau 1,6 Meter), doch erfordern die hohen Radfahrerfrequenzen deutlich breitere Radwege als sich Hamburger Radfahrer vorstellen können. Radwege mit Breiten von drei bis vier Metern sind schon vorhanden. 2014 hatte es an Werktagen auf der Nørrebrogade 42.600 Radler, auf der Knippelsbro 41.400 Radler, auf der Langebro 33.500 Radler, auf der Gyldenløvsgade 31.800 Radler und dem H. C. Andersen Boulevard 31.100 Radler.


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Kopenhagen, Torvegade / Strandgade: Sehr hohe Radfahrerfrequenz - © Stefan Warda

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Torvegade: Bislang nur für zweispurigen Radverkehr ausgelegt - © Stefan Warda

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Kopenhagen, Torvegade: Engpaß am Christianshavns Torv - © Stefan Warda

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Kopenhagen, Torvegade / Strandgade: Rechts warten die Linksabbieger zur Strandgade - © Stefan Warda

Mit dem wachsenden Anteil der Radler am Verkehr muss Kopenhagen Engpässe im Radwegenetz beseitigen, um Staus auf Radwegen vorzubeugen. In diesem Jahr will die Stadt Kopenhagen über den Ausbau hochfrequentierter Radwege entscheiden. Der Ausbau der Nørrebrogade geht in die zweite Etappe. Die Verlängerung des bislang erfolgten Umbaus mit breiten Radwegen soll dieses Jahr in Richtung Norden beginnen. Schon vorab während der dieser Wochen wird eine Leistungssteigerung für den Knoten Torvegade / Strandgade umgesetzt. Die langen Rückstaus für die Linksabbiegebeziehung sollen reduziert werden.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Kopenhagen, Nørrebrogade, PLUS-Netz-Radweg für dreispurigen Verkehr - © Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda
Kopenhagen, Nørrebrogade: Radwege nördlich Jagtvej zur Verbreiterung ab 2015 für dreispurigen Verkehr vorgesehen - © Stefan Warda


Im März hatte die Stadt ein Gutachten in Auftrag gegeben, das sechs hochbelastete Straßenkorridore auf Verbesserungen für den Radverkehr untersuchen soll. Im August soll der Bericht vorliegen. Gegenstand der Untersuchung sind die Korridore Tagensvej / Knippelsbro (44.400 Radfahrer), H. C. Andersen Boulevard / Jarmersplads (24.700 Radfahrer), Jagtvejkorridor (21.200 Radfahrer), Korridor Tagensvej / Fredensbro (20.100 Radfahrer), Vesterbrogade (15.700 Radfahrer) und Nørregade (12.300 Radfahrer). Vor allem entlang Torvegade kann es in der Hauptverkehrszeit zu langen Radlerpulks kommen. Zum Vergleich: Hamburgs Zählstelle an der Außenalster passieren bis zu 11.000 Radler, am Harvestehuder Weg sind es 4.400, auf der Krugkoppelbrücke 6.800 Radler.


© Københavns Kommune

Für den Ausbau hochfrequentierter Verbindungen sieht Kopenhagen das PLUS-Netz vor. Radwege des Plus-Netzes sollen das dreispurige Radfahren ermöglichen. 2014 betrug der PLUS-Netz-Anteil 19%, bis 2025 sollen 80% der Radwege PLUS-Netz-Standard haben. Zum Vergleich: Auf Hamburger Radwegen wird in der Regel einspurig geradelt, wenn sie überhaupt benutzbar sind.
Während in Kopenhagen das Radwegenetz ausgebaut wird, werden in Hamburg dagegen unbrauchbare "Radwege" ersatzlos aufgelassen oder zurückgebaut.


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Kopenhagen, Vesterbrogade / Stenosgade: 2014 nach Umbau für dreispurigen Radverkehr - © Stefan Warda

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Kopenhagen, Vesterbrogade / Stenosgade vor dem Umbau noch mit Standardradwegen - © Stefan Warda

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Kopenhagen, Vesterbrogade / Stenosgade, 2004 - © Stefan Warda

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Kopenhagen, Vesterbrogade / Stenosgade vor dem Umbau 2014 noch mit Standardradwegen - © Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda
Kopenhagen, Vesterbrogade: Für diesen Teil der Straße ist eine Verbreiterung der Radwege vorgesehen - © Stefan Warda

Der Ausbau des Super-Radwegenetzes, quasi das Radschnellwegenetz für die Hauptstadtregion, scheint ein sinnvolles Projekt zu werden. Im Vergleich mit Zählungen vor Eröffnung der Farumroute hat der Radverkehr auf der Verbindung Kopenhagen - Farum um 52 Prozent zugenommen.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Supercykelstier Farumroute - © Stefan Warda

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Sonntagsverkehr auf Supercykelstier Farumroute - © Stefan Warda

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Schnellradweg Farumroute an der Stadtgrenze Kopenhagen / Gladsaxe - © Stefan Warda


Wenig Erfolg haben die Städte Kopenhagen und Frederiksberg dagegen mit ihrem neuen Leihradsystem. Die Luxusleihräder, die jeweils rund 6.600 Euro inklusive Wartung kosten, werden scheinbar nicht angenommen. Einerseits ist die Auslieferung der Räder arg in Verzug, da der deutsche Hersteller MIFA in Schwierigkeiten geraten war. Von 1860 Rädern waren bis Februar erst 426 ausgeliefert. Nur 27 der geplanten 105 Stationen des Leihradsystems waren bis Februar in Betrieb, überwiegend auf dem Gebiet der Stadt Frederiksberg. Andererseits scheint das System nicht den Bedürfnissen potentieller Nutzer zu entspechen. Die Leihgebühr beträgt 25 Kronen je Stunde (etwa 3,50 Euro). Die erste halbe Stunde ist nicht kostenfrei, wie in Hamburg oder Paris. Eine Registrierung im Internet ist vor erstmaliger Ausleihe notwendig. Verantwortliche der Stadt Kopenhagen wollten sich mit einem "weltbesten" Leihradsystem ein Denkmal setzen. Nun scheinen die mit Tablet-PC ausgerüsteten Go-Bikes, von denen einige motorunterstützt sind, in Kopenhagen ein weltbester Flop zu werden.



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14. September 2014

Projekt "Radeln ohne Alter" soll jetzt in Hamburg starten

Project "Cycling Without Age" is going to start in Hamburg

Aktualisiert am 15.09.2014
 © hamburgize.com / Stefan Warda


Zwanzig liebenswerte Botschafter des Projekts "Radeln ohne Alter" verbrachten heute ihren zweiten Tag in Hamburg. Nach der Ankunft gestern in Hamburg und der Übergabe des Staffelstabs an Hamburg unternahmen die Damen und Herren im Alter von 70 bis 89 Jahren heute eine Stadtbesichtigung in den komfortablen Christiania-Rikschas vom Hotel in Stellingen zum Jungfernstieg. Leider ging es für die Gäste aus Odense und Kopenhagen nach einem Imbiss zurück nach Dänemark - diesmal ausnahmsweise per Reisebus. Für eine der Teilnehmerinnen sei es der schönste Urlaub gewesen, den sie verbracht hatte.


Rikscha-Konvoi durch Hamburg war aufsehenerregend

Viele Passanten zeigten sich bei der Stadttour sehr interessiert an dem ungewöhnlichen Konvoi von zehn Cargobikes samt Begleitfahrrädern. Die Rikscha-Parade am Jungernstieg erregte viel Aufsehen bei und wurde zum begehrten Fotomotiv.


Hamburg bestens geeignet für das großartige Projekt "Radfahren ohne Alter" - Mitwirkende und Freunde gesucht

Die lächelnden Gesichter der liebenswerten Botschafter aus Dänemark auf der Radtour durch die Stadt haben gezeigt, dass das großartige Projekt "Radeln ohne Alter" perfekt zu Hamburg passt. Die dreihundert Kilometer lange Radtour von Odense nach Hamburg soll nach dem Willen der Botschafter Früchte tragen. "Radeln ohne Alter" braucht begeisterte Freiwillige und generöse Wohltäter, die das Projekt in Hamburg unterstützen wollen. Als erste Stadt in Deutschland hat Hamburg nun eine Anlaufstelle für "Radeln ohne Alter" - Kontakt postmaster [at] hamburgize.com (Stefan Warda)



Großartige Projektidee

Die Initiative "Radeln ohne Alter" (Cycling Without Age) wurde vor zwei Jahren in Dänemark gestartet. Ole Kassow hatte die Idee ältere Menschen wieder auf Fahrräder zu bringen, aber er musste eine an die eingeschränkte Mobilität angepasste Lösung finden. Die Antwort war die Fahrradrikscha und Ole begann kostenlose Rikschafahrten den lokalen Altenheimbewohner anzubieten. Später lernte er Dorthe Pedersen, Sozialberaterin der Stadt Kopenhagen, kennen, die von der Projektidee fasziniert war. Zusammen schafften sie fünf Christiania-Rikschas an und gründeten somit "Cycling Without Age".

Das Projekt bringt freiwillige Radler und Bewohner von Pflege- und Altenheimen zusammen. Zusammen unternehmen sie Ausfahrten in die Stadt, um abseits vom Pflegeheimalltag schöne Erlebnisse zu haben, sich Geschichten zu erzählen, ihren alten Wohnort oder Straßen und Plätze mit besonderen Erinnerungen nochmals aufzusuchen oder einfach nur den Wind in den Haaren auf dem Fahrrad zu spüren. Mittlerweile hat sich ein Netzwerk mit 500 Freiwilligen in zwanzig Städten in Dänemark ausgebreitet, welches über einhundert Christiania-Rikschas verfügt. Auch in Norwegen hat die Idee Freunde gefunden, und viel Aufmerksamt in aller Welt bis nach Japan. Mit der Tour nach Hamburg wollen die Initiatoren, unter ihnen auch Ole, Gründer von "Cycling Without Age", ihre Idee auch in Deutschland bekannt machen und zunächst in Hamburg weitere Freunde für das Projekt gewinnen.


"Radfahren ohne Alter" - Hamburgtour

 © hamburgize.com / Stefan Warda

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Tak for touren Ole, Søren, Elisa, Dorthe og alle andre.


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