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22. Januar 2023

Wedel: Wird der Tinsdaler Weg nach niederländischem Vorbild umgebaut?

 

 Aktualisiert um 21.16 Uhr

Fahrradstraße mit Buslinienverkehr in Nijmegen: Mögliches Vorbild für den Tinsdaler Weg in Wedel? - © Stefan Warda

 

 

Der Tinsdaler Weg in Wedel soll umgebaut werden. Zunächst soll der Abschnitt zwischen Doppeleiche und Galgenberg ein neues Gesicht erhalten. In dem Abschnitt gibt es keine Radverkehrsanlagen. Es gilt überwiegend Tempo 50, abgesehen von einem Abschnitt im Bereich einer Schule mit Tempo 30. Die Fahrbahnbreite beträgt sieben Meter. Laut Wedeler Mobilitätskonzept ist der Tinsdaler Weg ein wichtiger Teil des Radwegenetzes - bislang allerdings ohne bzw. ohne geeignete Radverkehrsanlagen.

 


Wedel, Tinsdaler Weg - © Stefan Warda

Wedel, Tinsdaler Weg - © Stefan Warda

Wedel, Tinsdaler Weg - © Stefan Warda

Wedel, Tinsdaler Weg - © Stefan Warda

Wedel, Tinsdaler Weg - © Stefan Warda

 

Letztes Jahr waren Anwohnende aufgerufen, ihre Meinung zum geplanten Straßenumbau beizutragen. Die von Anwohnenden vorgeschlagene Einbahnstraßenvariante wie auch die von der Verwaltung vorgesehene Planungsvariante konnte beim örtlichen ADFC nicht überzeugen. Vom ADFC wurde nun eine Variante nach niederländischem Vorbild vorgebracht, bei der es auch weiterhin Mischverkehr geben soll. Könnte sich die vom ADFC vorgeschlagene Variante durchsetzen, wäre es möglicherweise die erste Wohn- und Durchgangsstraße, die im Norden nach niederländischem Vorbild umgestaltet würde. Im Gegensatz zur ADFC-Variante benutzen die Niederlande meist jedoch keine Verschwenkungen zur Temporeduzierung, sondern "Drempel".


Wedel, Tinsdaler Weg: Vision des ADFC Wedel - © ADFC Wedel


 

Beispiel Laauwikstraat in Nijmegen

 

Nijmegen, Laauwikstraat: Fietsstraat - © Stefan Warda

Nijmegen, Laauwikstraat: Fietsstraat - © Stefan Warda

Nijmegen, Laauwikstraat: Fietsstraat - © Stefan Warda

Nijmegen, Laauwikstraat: Fietsstraat - © Stefan Warda

Nijmegen, Laauwikstraat: Fietsstraat - © Stefan Warda

Nijmegen, Laauwikstraat: Fietsstraat - © Stefan Warda

Nijmegen, Laauwikstraat: Fietsstraat - © Stefan Warda

 

 

Beispiel  Hulkesteinseweg / Klingelbeeksweg in Arnhem


Arnhem: Fietsstraat - © Stefan Warda

Arnhem: Fietsstraat - © Stefan Warda

Arnhem: Fietsstraat - © Stefan Warda

Arnhem: Fietsstraat - © Stefan Warda


Beispiel Platolaan in Utrecht

 

Utrecht, Platolaan: Fietsstraat - © Stefan Warda

Utrecht, Platolaan: Fietsstraat - © Stefan Warda

Utrecht, Platolaan: Fietsstraat - © Stefan Warda

 

 

 

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7. Januar 2023

Diskussion um Fahrtüchtigkeit von Älteren: "Denn das Fahrrad ist für Alte zu gefährlich"

 

 

Waitzstraße - © Stefan Warda

 

 

Die Hamburger Waitzstraße ist mittlerweile bundesweit bekannt für eine Serie von Unfällen, bei denen überforderte vor allem ältere Autofahrende in Geschäfte hineinfuhren - einige davon sogar mehrfach.





Die Unfallhäufigkeit in der Waitzstraße hat in Hamburg mittlerweile eine Diskussion um die Fahrtüchtigkeit von älteren Autofahrenden ausgelöst. Stefanie von Berg, Bezirksamtsleiterin von Altona, brachte die aktuelle Diskussion ins Rollen. Sie schlug Fahreignungstests für Ältere vor. Unterstützung bekam Frau von Berg vom Rechtsmediziner Prof. Klaus Püschel. Gegen solche Tests sprachen sich Vertreter des Sozailverbands SoVD und des ADAC aus. 

Die taz-Redakteurin Kaija Kutter behauptet in ihrem heutigen Kommentar zur Fahrtüchtigkeitsdiskussion, dass Radfahren für Alte zu gefährlich sein.

"Denn das Fahrrad ist für Alte zu gefährlich"

Für Ältere sollten dagegen andere Mobilitätsangebote geschaffen werden - mit Ausnahme des Radfahrens. Folgende Beispiele aus den Niederlanden widerlegen allerdings Kaija Kutters steile These:







 

 

 


 


  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mehr . . . / More . . . :

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24. Oktober 2022

Nach Vorbild von Wuppertal? Grün in alle Richtungen für Gehende an Kreuzung in Hamburg-Eimsbüttel?

 

 Aktualisiert um 22.24 Uhr

Wuppertal, Loher Straße / Wartburgstrasse: Diagonale Furten - © Stefan Warda

 

 

In der Bezirksversammlung Eimsbüttel soll laut Abendblatt [€] am Donnerstag über einen Antrag der SPD entschieden werden, der für Gehende Grün in alle Richtungen an der Kreuzung Osterstraße / Heußweg vorsieht.  

 

 

 

 

Allerdings wird die Kreuzung nicht wie vom Abendblatt visualisiert diagonale Fußgängerüberwege ("Zebrastreifen") erhalten. Die StVO lässt in Deutschland "Zebrastreifen" nicht an beampelten Kreuzungen zu. Möglich wäre die in Wuppertal-Barmen bestehende Lösung. An der dortigen vierarmigen Kreuzung gibt es neben den üblichen Furten rund um die Kreuzung zusätzlich auch diagonale Furten für den Fußverkehr quer über die Kreuzung. Grün für die letztgenannten Furten gibt es in Wuppertal jedoch nur auf Anforderung (Bettelampel). Allerdings sind zusätzliche diagonale Furten an der bestehenden Kreuzung kaum vorstellbar angesichts der zahlreichen vorhandenen Markierungen - u.a. auch für den Radverkehr.

 

Wuppertal, Loher Straße / Wartburgstrasse: Diagonale Furten - © Stefan Warda

Wuppertal, Loher Straße / Wartburgstrasse: Diagonale Furten - © Stefan Warda

Wuppertal, Loher Straße / Wartburgstrasse: Diagonale Furten - © Stefan Warda

 

 

In den Niederlanden ist gleichzeitiges Grün an Kreuzungen nicht ungewöhnlich. 

 


Groningen: "Gleichzeitiges Grün" - © Stefan Warda


 

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28. Januar 2018

Echte Fahrradstädte: Houten und Nimwegen lohnenswerte Ziele in den Niederlanden

Real cities for cyclists: Houten and Nijmegen worth to visit in the Netherlands this year
Aktualisiert am 29.01.2018

Nijmegen, Stationsplein: "Fietsstad 2016" - © Stefan Warda


Wem "fahrradfreundliche Städte" oder "Radlhauptstädte" am Heimatort auf den Leim gehen, dem sei ein Besuch im Land der echten Fahrradstädte empfohlen. Für Freunde des Radfahrens sind die Niederlande immer ein lohnenswertes Ziel. Mit zwei besonderen Ereignissen warten die Niederlande dieses Jahr auf radaffine Besucher: Nimwegen übernimmt die Rolle der Europäischen Umwelthauptstadt (European Green Capital) von der Vorgängerstadt Essen. Damit bietet Nimwegen drei Jahre in Folge ein besonderes Ereignis zum Thema Radverkehr. Nachdem die 175.000 Einwohner große Universitätsstadt nahe der Grenze zu Deutschland im Jahr 2016 als "Fietsstad" (Fahrradstadt) durch den niederländischen Radfahrerverband "Fietsersbond"ausgezeichnet worden war, bewirtete Nijmegen letztes Jahr die internationale Fachkonferenz "Velo-city". 2018 kann Nimwegen als Umwelthauptstadt zeigen, was es in Essen im letzten Jahr noch nicht zu sehen gab: echte, vollendete Radschnellwege und insgesamt eine gute Radverkehrsinfrastruktur.


Nimwegen, Ziekerstraat: Große Teile der Innenstadt sind autofrei und mit einem Pollersystem gegen Wildfahrer gesichert - © Stefan Warda

In der weitgehend autofreien Innenstadt Nimwegens ist mit wenigen Ausnahmen das Fahrradfahren erlaubt. Insbesondere am Bahnhof gibt es ausreichend Unterbringungsmöglichkeiten für das Fahrrad. Neben bewachtem Fahrradparken gibt es mehrere weitere unbewachte Fahrradabstellanlagen, die an Ausmaß in großes Staunen versetzen angesichts der Einwohnerzahl Nimwegens.


Nimwegen, Tweede Walstraat: Fahrradstellplätze - © Stefan Warda


Folgende Orte sind zur Besichtigung empfohlen:
  • Nationales Fahrradmuseum Velorama (Waalkade 107) 
  • Fahrradparkhaus Marienburg (Bewachtes Fahrradparken gratis)
  • Fahrradparkhäuser am Bahnhof (Fietstransferium Stieltjesstraat, bewachte Fahrradstation unter dem Stationsplein, Abstellanlage auf dem Stationsplein)
  • Campusbaan - Radschnellweg Richtung Universität
  • Snelbinder - Brücke über die Waal zwischen Stieltjesstraat und Bahnhof Nijmegen-Lent
  • RijnWaalPad - Radschnellweg Nijmegen - Arnhem

Nimwegen, Waalkade 107: Velorama - © Stefan Warda

Nimwegen, Velorama - © Stefan Warda

Nimwegen, Fahrradparkhaus Marienburg - © Stefan Warda

Zugang zur bewachten Fahrradstation unter dem Stationsplein - © Stefan Warda

Zugang zur bewachten Fahrradstation unter dem Stationsplein - © Stefan Warda

Nimwegen, Stieltjesstraat: Fietstransferium - © Stefan Warda

Nimwegen, Campusbaan: Radschnellweg zwischen Bahnhof und Universität - © Stefan Warda

Nimwegen, reger Verkehr an der Universität - © Stefan Warda

Nimwegen, Snelbinder: Teil des Radschnellwegs "Rijnwaalpad" (F1 / F325) zwischen Nimwegen und Arnheim - © Stefan Warda

Nimwegen, Radschnellweg "Rijnwaalpad": Eisenhowertunnel - © Stefan Warda

Overbetuwe, Radschnellweg "Rijnwaalpad" - © Stefan Warda

Nimwegen, Radschnellweg "Rijnwaalpad": Wegweisung - © Stefan Warda


Für die Anreise aus Deutschland mit Bahn und Rad gibt es mehrere Möglichkeiten:
Aus dem Rhein-Ruhr-Metropolgebiet mit dem Regionalexpress bis Kleve (z.B. ab Düsseldorf). Von dort mit dem Rad bis Nijmegen auf den Spuren zukünftiger oder schon vorhandener Bahntrassenradwege über Kranenburg und Groesbeek.
Aus dem Rhein-Ruhr-Metropolgebiet mit dem Regionalexpress bis Arnhem (Zustiege z.B. in Düsseldorf, Duisburg), von dort mit Umstieg weiter nach Nijmegen oder per Rad auf dem Radschnellweg Rijnwalpad.
Aus dem Rhein-Ruhr-Metropolgebiet mit dem Regionalexpress nach Venlo (Zustiege z.B. in Hamm, Hagen, Wuppertal, Düsseldorf, Mönchengladbach), von dort mit der Regionalbahn weiter nach Nijmegen.
Aus Norddeutschland reisen Radfahrer mit der Fernbahn über Osnabrück / Deventer oder Duisburg / Arnhem an.



Houten, Onderdoor: Bahnhof - © Stefan Warda


Die zweite Stadt, die dieses Jahr im Rampenlicht des Radverkehrs steht, ist die 50.000 Einwohner große Stadt Houten nahe der alten Universitätsstadt Utrecht. Houten erhielt für 2018 die Auszeichnung als "Fietsstad". Houten ist sehenswert wegen des besonderen verkehrs- bzw- städteplanerischen Konzepts. Die basierend auf kleinen Dorfkernen erst ab den 1970er Jahren entwickelte Stadt hat einen sehr hohen Radverkehrsanteil. Die Wege für Radfahrer und Autofahrer sind weitgehend getrennt. Die sternförmig ins Stadtzentrum führenden Radwege sind gegenüber querenden Straßen bevorrechtigt. Für Autofahrer gibt es eine Ringstraße um die Stadt. Von einem Stadtteil zu einem anderen müssen Autofahrer immer über die äußere Ringstraße fahren. Somit ist das Stadtzentrum autofrei.


Houten, Stadtzentrum - © Stefan Warda

Houten - © Stefan Warda

Houten, Onderdoor: Wirtschaftsverkehr - © Stefan Warda

Houten, Fietstransferium - © Stefan Warda

Houten, Fietstransferium - © Stefan Warda

Houten, Fietstransferium: Direkter Zugang zu den Bahnsteigen - © Stefan Warda

Houten, Fietstransferium - © Stefan Warda

Houten: Vorfahrt für den Radverkehr - © Stefan Warda

Houten: Vorfahrt für den Radverkehr - © Stefan Warda


Houten ist über Radschnellwege mit der Nachbarstadt Utrecht verbunden (Richtung Bahnhof und Richtung Universität).


© Stefan Warda

© Stefan Warda

© Stefan Warda

© Stefan Warda


Folgende Orte sind zur Besichtigung empfohlen:
  • Fietstransferium (Fahrradparkhaus am Bahnhof)
  • Bahnunterführung Fortweg (im Verlauf des Radschnellwegs Richtung Utrecht Universität)



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