27. November 2025

Hamburg-Harburg: ADFC beklagt benutzungspflichtige Fakeradwege der Buxtehuder Straße und fordert "sofortige Sanierung und Neuplanung"

 

Aktualisiert um 18.36 Uhr 

Buxtehuder Straße: Unbenutzbarer Fakeradweg im Dooringbereich mit Radwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda

 

 

Benutzungspflichtige unbenutzbare Fakeradwege in der Buxtehuder Straße

In der Buxtehuder Straße sind Radfahrende gezwungen, die Fahrbahn zu benutzen. Denn trotz einer angeordneten Radwegbenutzungspflicht können die baulich vorhandenen "Radwege" nicht benutzt werden, da diese im Dooringbereich angrenzender Stehzeuge platziert sind. Das Einhalten eines Sicherheitsabstands von einem Meter zu den Stehzeugen zur Vermeidung der Dooringgefahr ist beim Befahren der Fakeradwege unmöglich. 

 

Buxtehuder Straße: Unbenutzbarer Fakeradweg im Dooringbereich mit Radwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda

Buxtehuder Straße: Unbenutzbarer Fakeradweg im Dooringbereich mit Radwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda

 

 

Hochbordradwege im Dooringbereich eine jahrzehntelange Hamburger Tradition

Eigentlich müsste dieser Umstand Interesse bei der CDU Hamburg finden. Diese stellte nach den tödlichen Unfällen durch Dooring am Bahrenfelder Kirchenweg und An der Verbindungsbahn eine kleine Anfrage an den Senat (Drucksache 23/1821 - Betreff: Fahrradunfälle Fahrzeugtür - wie viele "Dooring"-Unfälle gab es in den letzten Jahren?) bezüglich Dooringgefahr für Radfahrende. Die kleine Anfrage läßt vermuten, dass die CDU eine Dooringgefahr nur im Zusammenhang mit Radfahr- und Schutzstreifen sieht. Doch auch Hochbordradwege, wie sie gerade die CDU präferiert, können im Dooringbereich verlaufen. Viele der älteren Hamburger Hochbordradwege verliefen im Dooringbereich (z.B. Alsterdorfer Straße, Alsterkrugchaussee, Bebelallee, Behringstraße, Beim Schlump, Bellevue, Borgweg, Bundesstraße, Erdkampsweg, Eulenkamp, Fuhlsbütteler Straße, Harvestehuder Weg, Hofweg, Jungiusstraße, Landwehr, Langenhorner Chaussee, LeinpfadMaienweg, Mundsburger Damm, Osterstraße, St. Benedictstraße, Stormarner Straße). Die meisten Radfahrenden nutzten allerdings regelwidrig neben den unbenutzbaren Fakeradwegen angrenzende Gehwege und gerieten in Konflikt mit Gehenden. Viele der schmalen Fakeradwege neben Stehzeugen wurden mittlerweile durch andere Radverkehrsführungen ersetzt, je nach Situation in Abhängigkeit von Straßenbäumen, Straßenbreite, Autoverkehrsmenge und Stehzeugen z.B. durch Schutzstreifen, Radfahrstreifen, Protected Bike Lanes oder Fahrradstraßen, in der Langenhorner Chaussee allerdings durch gemeinsame Geh-/Radwege unter Fortbestand der Dooringgefahr. Einige der älteren Hochbordradwege sind allerdings noch vorhanden, wie z.B. an Buxtehuder Straße, Carl-Cohn-Straße, Rathenaustraße, RodigalleeSierichstraße. oder Walddörferstraße.

 

Bundesstraße / ETV: Fakeradweg im Dooringbereich (historischer Zustand) - © Stefan Warda

Bundesstraße / Kaifugymnasium: Fakeradweg im Dooringbereich (historischer Zustand) - © Stefan Warda

Bundesstraße / Kaifugymnasium: Fakeradweg im Dooringbereich (historischer Zustand) - © Stefan Warda

Alsterdorfer Straße: Fakeradweg im Dooringbereich (historischer Zustand) - © Stefan Warda

St. Benedictstraße: Ehemaliger Fakeradweg im Dooringbereich (historischer Zustand) - © Stefan Warda

 

 

 

Der ADFC fordert nun "die sofortige Sanierung und Neuplanung der Radverkehrsanlagen entlang der B73". 

 

 

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24. November 2025

Hamburg: Stadtreinigung hält weiterhin am Fakewinterdienst fest

Shameful: Hamburg keeps going on with fake snow clearing 

  Aktualisiert am 25.11.2025

Gorch-Fock-Wall / Jungiusstraße: Wegen Fakewinterdienst unbenutzbarer benutzungspflichtiger Radweg, sowie ein Falschradler (24.11.2025 zwischen 15 und 16 Uhr) - © Stefan Warda

 

Erster Winterdiensteinsatz der Saison 2025 / 2026: Stadtreinigung zeigt sich weiterhin unfähig, Radwege von Schnee und Eis zu befreien 

Jedes Jahr das gleiche Muster an immer den gleichen Stellen: Hamburgs Stadtreinigung schiebt seit Jahrzehnten geräumten Schnee auf benutzungspflichtige Radwege. Dadurch bleiben die Radwege, für die der "Winterdienst" eigentlich organisiert und bezahlt wird, jedoch unbenutzbar - und zwar insgesamt ganz besonders lange. Denn während Fahrbahnen und Gehwege längst wieder frei sind, liegen auf Radwegen noch lange Schneehaufen. Leider übt die Stadtreinigung an diesem Versagen keine Selbstkritik. 

 

Gorch-Fock-Wall / Jungiusstraße: Mangels Winterdienst unbenutzbarer benutzungspflichtiger Radweg (24.11.2025 etwa 5.30 Uhr) - © Stefan Warda

 

Benutzungspflichtiger Radweg am Gorch-Fock-Wall während früherer Schnee- und Eisereignisse

Gorch-Fock-Wall / Jungiusstraße: Mangels Winterdienst unbenutzbarer benutzungspflichtiger Radweg (21.01.2024) - © Stefan Warda

Gorch-Fock-Wall / Jungiusstraße: Mangels Winterdienst unbenutzbarer benutzungspflichtiger Radweg (19.01.2024) - © Stefan Warda

Gorch-Fock-Wall / Jungiusstraße: Mangels Winterdienst unbenutzbarer benutzungspflichtiger Radweg (12.01.2024) - © Stefan Warda

Gorch-Fock-Wall / Jungiusstraße: Mangels Winterdienst unbenutzbarer benutzungspflichtiger Radweg (09.01.2024) - © Stefan Warda

Gorch-Fock-Wall / Jungiusstraße: Mangels Winterdienst unbenutzbarer benutzungspflichtiger Radweg (07.01.2024) - © Stefan Warda

Gorch-Fock-Wall / Jungiusstraße: Mangels Winterdienst unbenutzbarer benutzungspflichtiger Radweg (06.01.2024) - © Stefan Warda

Gorch-Fock-Wall / Jungiusstraße: Mangels Winterdienst unbenutzbarer benutzungspflichtiger Radweg (05.01.2024) - © Stefan Warda

Gorch-Fock-Wall / Jungiusstraße: Mangels Winterdienst unbenutzbarer benutzungspflichtiger Radweg (07.12.2023) - © Stefan Warda

Gorch-Fock-Wall / Jungiusstraße: Mangels Winterdienst unbenutzbarer benutzungspflichtiger Radweg (06.12.2023) - © Stefan Warda

Gorch-Fock-Wall / Jungiusstraße: Mangels Winterdienst unbenutzbarer benutzungspflichtiger Radweg (05.12.2023) - © Stefan Warda

 

 

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17. November 2025

Kampfparken auf Gehwegen: VCD-Aktion will für stehzeugefreie Gehwege sorgen

 

 

Oderfelder Straße: Kampfparken auf dem Gehweg, Restgehwegbreite noch etwa 1,25 Meter - © Stefan Warda

 

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) möchte im Rahmen einer Aktion Kommunen auf Gehwegabschnitte hinweisen, auf denen regelmäßig die Nettogehwegbreite durch Stehzeuge weniger als 1,80 Meter beträgt. Dadurch sind Begegnungen unter Gehenden erheblich eingeschränkt, insbesondere bei Kinderwagen, Traglasten, Rollstühlen, usw. 

 

© VCD

 

 

 

 

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16. November 2025

Klein Offenseth-Sparrieshoop: Tempo 30 auf der L113 wegen Radverkehr auf der Fahrbahn

 

 

Klein Offenseth-Sparrieshoop, Rosenstraße 7 a-b: Tempo 30 wegen Radverkehr auf der Fahrbahn (November 2025) - © Frank Bokelmann / Stefan Warda

 

Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein gibt bekannt, dass aus Gründen der Verkehrssicherheit bis auf weiteres ein Tempolimit auf der L113 in Klein Offenseth-Sparrieshoop gilt. Die Freigabe des Gehweges für den Radverkehr sei wegen des schlechten baulichen Zustands des Gehwegs nicht mehr vertretbar. Deswegen gilt jetzt zwischen Rosenstraße 7 und dem Bahnübergang bei der AKN-Strecke Tempo 30 auf der Fahrbahn statt bislang Tempo 50. Radfahrende müssen bis auf weiteres die Fahrbahn benutzen. Der Abschnitt soll ein wichtiger Schulweg sein. 

 

"Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) muss aus Gründen der Verkehrssicherheit die Freigabe des Gehwegs für den Radverkehr an der Landesstraße 113 („Rosenstraße“) in Klein Offenseth-Sparrieshoop aktuell aufheben. Grund für die Einschränkungen ist der derzeitige Zustand der wassergebundenen Oberfläche des Wegs. Bei einer Überprüfung wurde festgestellt, dass dieser stellenweise aufgeweicht und somit die Gefahr von Stürzen mit dem Fahrrad erhöht ist. Der LBV.SH arbeitet an einer Lösung zur Wiederherstellung des Wegs. 

Um Rad-Stürze zu verhindern, wird daher die Nutzung für Radfahrende aktuell aufgehoben, bis eine Instandsetzung erfolgt ist; die entsprechenden Schilder „Radverkehr frei“ unterhalb der blauen Gehweg-Schilder werden entfernt. Radfahrende nutzen bitte bis auf Weiteres die Fahrbahn oder schieben ihr Rad auf dem Gehweg. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit für den motorisierten Verkehr wird zum Schutz des Radverkehrs auf 30 Stundenkilometer reduziert und durch Warnschilder „Radverkehr“ ergänzt."

 

Klein Offenseth-Sparrieshoop, Rosenstraße 7 c-d: Gehwegzustand im Juni 2023 - © Frank Bokelmann / Stefan Warda

Klein Offenseth-Sparrieshoop, Rosenstraße 7 c-d: Gehwegzustand im März 2023 - © Frank Bokelmann / Stefan Warda

Klein Offenseth-Sparrieshoop, Rosenstraße: Gehwegzustand im März 2023 - © Frank Bokelmann / Stefan Warda

Klein Offenseth-Sparrieshoop, Rosenstraße 7: Gehwegzustand im Juni 2023 am Ausbauende der Asphaltdecke - © Frank Bokelmann / Stefan Warda

Klein Offenseth-Sparrieshoop, Rosenstraße 7: Fahrbahn im November 2025 - © Frank Bokelmann / Stefan Warda

 

 Das Abendblatt [€] berichtete zuvor über die misslungenen Instandhaltungsversuche am Gehweg. Anwohner Frank Bokelmann erläutert gegenüber dem Abendblatt die Fehlplanung der Instandhaltung mit einer für einen Geh-/Radweg ungeeigenten Decksicht bei angrenzenden Straßenbäumen.

 

Klein Offenseth-Sparrieshoop, Rosenstraße 9: Im November 2025 müssen Radfahrende die Fahrbahn nutzen (reiner Gehweg) - © Frank Bokelmann / Stefan Warda

Klein Offenseth-Sparrieshoop, Rosenstraße 9: Im Juni 2023 durften Radfahrende die Fahrbahn nutzen, aber bei Schritttempo auch den beschädigten Gehweg ("Radwegschäden") - © Frank Bokelmann / Stefan Warda

Klein Offenseth-Sparrieshoop, Rosenstraße / Rostock-Koppel: Im November 2025 müssen Radfahrende die Fahrbahn nutzen (reiner Gehweg) - © Frank Bokelmann / Stefan Warda

Klein Offenseth-Sparrieshoop, Rosenstraße / Rostock-Koppel: Im September 2025 durften Radfahrende die Fahrbahn nutzen, aber auch den beschädigten Gehweg bei Schritttempo (als Gehende) - © Frank Bokelmann / Stefan Warda

Klein Offenseth-Sparrieshoop, Rosenstraße / Rostock-Koppel: Im Juni 2023 durften Radfahrende die Fahrbahn nutzen, aber auch den beschädigten Gehweg bei Schritttempo - © Frank Bokelmann / Stefan Warda

 

 

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15. November 2025

Hamburger Dom: Wieder Zeit für gefährliche Verkehrsschikanen

 

 

Glacischaussee / Heiligengeistfeld beim Millerntor: Gehwegradelzwang und Radfahrstreifen als Gehweg - © Stefan Warda

 

Der Winterdom auf dem Heiligengeistfeld auf St. Pauli hat neben Spaß und Vergnügen auch unangenehme Begleiterscheinungen im Angebot. Wie immer während der mehrwöchigen Domzeiten gibt es makabre Verkehrsanordnungen in der Glacischaussee, die an wenigen Tagen der Woche zu bestimmten Tageszeiten als Parkplatz für Dombesuchende mit Autos eingerichtet wird. Auch wenn die Parkplatznutzung nicht kontinuierlich während der gesamten Domsaison anhält, gilt für Radfahrende jedoch während der gesamten Domphase eine besondere Verkehrsschikane: Radfahrende sollen gemäß Verkehrszeichen 241 (getrennter Rad- und Gehweg) den Gehweg der Glacischaussee neben dem Heiligengeistfeld jeweils in beide Fahrtrichtungen nutzen, Gehende sollen dagegen den Radfahrstreifen im Fahrbahnbereich nutzen. An diese sinnlose Regelung hält sich so gut wie kaum jemand. 

 

Glacischaussee / Heiligengeistfeld beim Millerntor: Gehwegradelzwang und Radfahrstreifen als Gehweg mit wildlaufendem Fußgänger auf dem Zweirichtungsradweg - © Stefan Warda

Glacischaussee / Heiligengeistfeld beim Millerntor: Obwohl kein Parkplatz auf der Fahrbahn eingerichtet ist, der Autoverkehr auf der Fahrbahn rollt und die beiden Radfahrstreifen uneingeschränkt nutzbar wären, bleibt die Verkehrsschikane bestehen - © Stefan Warda

Glacischaussee / Heiligengeistfeld beim Millerntor: Die Radfahrstreifen dürfen nicht benutzt werden. Radfahrende müssen in Blickrichtung den linksseitigen Gehweg als Zweirichtungsradweg benutzen - © Stefan Warda

 

Während der Zeiten, zu denen während der Domsaison kein Parkplatz auf der Glacischaussee eingerichtet ist, darf der MIV die Glacischaussee uneingeschränkt wie auch zur restlichen Jahreszeit nutzen. Die Verkehrsschikanen für den Radverkehr hingegen bestehen dann dennoch.  

 

Glacischaussee / Feldstraße: Gehwegradelzwang und Radfahrstreifen als Gehweg - © Stefan Warda

Glacischaussee / Feldstraße: Gehwegradelzwang und Radfahrstreifen als Gehweg sowie ein Falschgeher auf dem "Radweg" - © Stefan Warda

 

 

 

 

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