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29. Dezember 2025

Hamburg: Umgestaltung der Billstedter Hauptstraße (zukünftige Radroute 8)

 

Aktualisiert am 05.01.2026 

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße 60: Zustand seit letztem Umbau - © Stefan Warda

 

Letzten Monat wurde im Stadtteil Billstedt der Abschluss des Umbaus eines Teilstücks der Billstedter Hauptstraße gefeiert. Der fertiggestellte Bauabschnitt erstreckt sich von Am Alten Zoll bis zum Hertelstieg. Die Maßnahme wurde aus Mitteln des Rahmenprogramms „Integrierte Stadtteilentwicklung“ (RISE) sowie über das Bündnis für den Radverkehr gefördert. Dieser Straßenabschnitt soll zukünftig Teil der noch geplanten Radroute 8 von Barmbek Nord nach Bergedorf werden. Vormals sollte dieser Abschnitt Teil der ehemals geplanten Veloroute 8 vom Rathausmarkt über Hamm, Horn und Billstedt nach Bergedorf werden. Von dieser Veloroute exisitieren noch ausgewiesene Abschnitte zwischen St. Georg und Horn (Beim Strohhause / Berliner Tor - Horner Rennbahn / Washingtonallee sowie Bergedorfer Straße / Schleemer Bach - Lohbrügge - Bergedorf. In der Billstedter Hauptstraße gab es bislang keine Wegweisung.

 

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße 60: Zustand nach Umbau 2012 - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße / Möllner Landstraße: Zustand seit letztem Umbau - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße / Möllner Landstraße: Zustand nach Umbau 2012 - © Stefan Warda

 

Der dieses Jahr abgeschlossene Umbau knüpft an den 2012 erfolgten Umbau des gleichen Straßenabschnitts der Billstedter Hauptstraße an. Der bis dahin noch vierspurige Fahrbahnausbau wurde auf je eine Fahrspur je Richtung reduziert. Stattdessen wurden Radfahrstreifen angelegt. Die zuvor vorhandenen schmalen Fakeradwege wurden teilweise Stehzeugen überlassen. Der Umbau von 2012 wurde mit einer Online-Umfrage begleitet. Im Rahmen der Befragung sprach sich damals eine Mehrheit für den durchgeführten Umbau aus.   

 

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße 60: Zustand seit letztem Umbau - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße 60: Zustand nach Umbau 2012 - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße 60: Zustand vor Umbau 2012 - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße / Möllner Landstraße: Zustand seit letztem Umbau - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße / Möllner Landstraße: Zustand nach Umbau 2012 - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße / Möllner Landstraße: Zustand vor Umbau 2012 - © Stefan Warda

 

Mit dem jetzigen Umbau wurde der 2012 durchgeführte Umbau verstetigt: Die noch vorhandenen Fakeradwegreste wurden beseitigt. Die Gehwege wurden verbreitert, ebenso die 2012 angelegten Radfahrstreifen. Ziel der durch das Bezirksamt Hamburg-Mitte durchgeführten Baumaßnahme sei die Aufwertung des öffentlichen Raumes im Billstedter Zentrum gewesen. Zu den Maßnahmen gehörten auch neue und sichere Querungshilfen für Gehende, eine zusätzliche Begrünung und ein neuer Straßenbelag. Zudem wurden die Radverkehrsführungen verbessert. 

 

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße 52: Zustand seit letztem Umbau - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße 52: Zustand vor letztem Umbau - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße / Geesthang: Zustand seit letztem Umbau - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße / Geesthang: Zustand vor letztem Umbau - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße / Geesthang: Zustand seit letztem Umbau - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße / Geesthang: Zustand vor letztem Umbau (rechts der ehemalige Hochbordradweg erkennbar) - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße 76: Zustand seit letztem Umbau - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße 76: Zustand vor letztem Umbau - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße 82: Zustand seit letztem Umbau - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße 82: Zustand vor letztem Umbau (rechts der frühere Hochbordradweg) - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße 86: Zustand seit letztem Umbau - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße 86: Zustand vor letztem Umbau - Ende des Radfahstreifen mit Aufleitung auf Hochbordradweg und Kampfparken - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße 94: Zustand seit letztem Umbau - weiterhin mit Dooringgefahr - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße 94: Zustand seit letztem Umbau - weiterhin mit Dooringgefahr - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße 94: Zustand vor letztem Umbau mit Dooringgefahr - © Stefan Warda

 

Die Umgestaltung der Billstedter Hauptstraße wurde neben RISE über das Bündnis für den Radverkehr gefördert. Die Gesamtkosten des Projekts sollen sich auf rund 4,75 Millionen Euro betragen haben. Davon sollen 1,53 Millionen Euro (RISE-Mittel) auf die qualitative Verbesserung der Aufenthaltsqualität entlang der Billstedter Hauptstraße und 3,22 Millionen Euro (Bündnis für den Radverkehr) auf den Umbau des Fahrbahnbereichs entfallen sein.

 

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße 79: Überleitung vom Hochbordradweg auf Radfahrstreifen - Zustand seit letztem Umbau - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße 79: Überleitung vom Hochbordradweg auf Radfahrstreifen - Zustand mach Umbau 2012 - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße / Hertelstieg: Radfahrstreifen - Zustand seit letztem Umbau - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße / Hertelstieg: Radfahrstreifen - Zustand nach Umbau 2012 - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße / Hertelstieg: Fakeradweg - Zustand vor Umbau 2012 mit Radwegbenutzungszwang - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße 59: Radfahrstreifen - Zustand seit letztem Umbau - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße 59: Radfahrstreifen - Zustand Umbau 2012 - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße 59: Hochbordradweg - Zustand vor Umbau 2012 - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße / Am Alten Zoll: Radfahrstreifen - Zustand seit letztem Umbau - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße / Am Alten Zoll: Radfahrstreifen - Zustand nach Umbau 2012 - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße 51: Radfahrstreifenende, Aufleitung auf unbenutzbaren benutzungspflichtigen Fakeradweg - Zustand seit letztem Umbau - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße 51: Radfahrstreifenende, Aufleitung auf unbenutzbaren benutzungspflichtigen Fakeradweg - Zustand nach Umbau 2012 - © Stefan Warda

 

Leider der besonders konfliktträchtige Abschnitt der Billstedter Hauptstraße zwischen Am Alten Zoll und Schiffbeker Straße weiterhin ausgespart. Der dort verlaufende schmale kaum benutzbare Fakeradweg weist erhebliche Konflikte mit Gehenden auf. Der benutzungspflichte "Radweg"-Abschnitt wird dort von mehr Wildgehenden als Radfahrenden genutzt. Die geplante Einrichtung einer Radroute 8 erfordert dort ganz besonders eine konfliktfreie Lösung.

 

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße 51-49: Unbenutzbarer benutzungspflichtiger Fakeradweg - Zustand seit letztem Umbau - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 8, Billstedter Hauptstraße 51-49: Unbenutzbarer benutzungspflichtiger Fakeradweg - Zustand nach Umbau 2012 - © Stefan Warda

 

Während des Aufenthalts von etwa 25 Minuten für die aktuellen Aufnahmen für diesen Beitrag befuhren keine Radfahrende den betrachteten Streckenabschnitt. Gleichwohl gab es zahlreichende Wildparkende auf den neuen Radfahrstreifen. Billstedt scheint vom Auto dominiert zu werden. Der Radverkehr spielt bislang wohl nur eine geringe Rolle. 

 

 

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15. Juli 2025

Hamburg-Mitte: Sanierung des Recha-Lübke-Damms (vormals Högerdamm) abgeschlossen

  


Recha-Lübke-Damm: Radwegzustand nach dem Umbau - © Stefan Warda

 

 

Die Mobilitätswendebehörde meldete Ende des letzten Monats den Abschluss der Sanierung des Recha-Lübke-Damms (ehemals Högerdamm). Statt des sehr schmalen Fakeradwegs neben einem sehr schmalen Gehweg gibt es nun für Gehende und Radfahrende mehr Platz. 

Die bis zu einem Meter breiten benutzungspflichtigen Fakeradwege des früheren Högerdamms sind Geschichte. Der während der Baumaßnahme in Recha-Lübke-Damm umbenannte Straßenzug weist nun teils einen Radweg angelehnt an Kopenhagener Vorbilder sowie einen bis zu 3,25 Meter breiten Radfahrstreifen auf, der allerdings durch Bushaltestellen unterbrochen ist. 

 

Amsinckstraße / Recha-Lübke-Damm: Zustand nach Umbau - © Stefan Warda

Amsinckstraße / Högerdamm: Zustand vor Umbau - © Stefan Warda

Amsinckstraße / Recha-Lübke-Damm: Zustand nach Umbau - © Stefan Warda

Amsinckstraße / Högerdamm: Zustand vor Umbau - © Stefan Warda

 

Der sanierte Abschnitt des Radwegs beginnt stadtauswärts in der Amsinckstraße hinter den Bahnbrücken. Der Radweg verschwenkt im weiteren Verlauf an den Fahrbahnrand. Der neue Radweg hat eine Breite von 2,5 Metern, ist im Gegensatz zu einem Kopenhagener Radweg jedoch nicht mit Asphalt befestigt, sondern wie in Hamburg fast immer noch üblich mit roten Betonsteinsteinen (Format 25x25 Zentimeter). Zuvor gab es im Bereich des "Kopenhagener Radwegs" einen 1,1 Meter breiten Radweg, der von der Fahrbahn durch einen ein Meter breiten Sicherheitsstreifen abgesetzt war. Im Sicherheitsstreifen waren u.a. Ampelmasten, Laternenmasten und Schilderpfosten untergebracht. Der neue Radweg geht im Recha-Lübke-Damm im Bereich der früheren Bushaltestelle hinter dem Stellwerk der Deutschen Bahn in einen Radfahrstreifen über.  

 

Recha-Lübke-Damm 1: Zustand nach Umbau - © Stefan Warda

Högerdamm 1: Zustand vor Umbau - © Stefan Warda

Recha-Lübke-Damm 1: Zustand nach Umbau - © Stefan Warda

Högerdamm 1: Zustand vor Umbau - © Stefan Warda

Recha-Lübke-Damm 1: Zustand nach Umbau - © Stefan Warda

Högerdamm 1: Zustand vor Umbau - © Stefan Warda

 

Vor dem Umbau gab es für Radfahrende, die weiter der Amsinckstraße Richtung Nordkanalstraße folgen wollten, keine Aufstellfläche an der Ampel zwischen Stellwerk und Hostel. Wartende Radfahrende blockierten somit den schmelen "Radweg" für andere Radfahrende auf dem ehemaligen Högerdamm. Seit dem Umbau gibt es nun eine Abbiegespur für Radfahrende, damit nachfolgende Radfahrende nicht mehr behindert werden. 

 

Recha-Lübke-Damm 1: Radwegzustand nach Umbau - © Stefan Warda

Högerdamm 1: Radwegzustand vor Umbau - © Stefan Warda

Recha-Lübke-Damm, Bushaltestelle: Zustand nach Umbau mit Radfahrstreifen - © Stefan Warda

Högerdamm, Bushaltestelle: Zustand vor Umbau mit benutzungspflichtigem Fakeradweg sowie massive Einschränkung durch Kampfparken - © Stefan Warda

Recha-Lübke-Damm: Zustand nach Umbau - © Stefan Warda

Högerdamm 1: Zustand vor Umbau mit benutzungspflichtigem Fakeradweg - © Stefan Warda

Recha-Lübke-Damm: Zustand nach Umbau - © Stefan Warda

Högerdamm 1: Zustand vor Umbau mit benutzungspflichtigem Fakeradweg - © Stefan Warda

Recha-Lübke-Damm: Zustand nach Umbau - © Stefan Warda

Högerdamm 1: Zustand vor Umbau mit benutzungspflichtigem Fakeradweg sowie Gehwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda

 

Gäste des Hostels an der Ecke Amsinckstraße / Recha-Lübke-Damm greifen offenbar gerne auf E-Scooter und E-Roller von Sharinganbietern zurück. Leider werden auch nach dem Umbau der Straße diese nicht mehr benötigten Fahrzeuge kreuz und quer auf dem Gehweg vor der Kreuzung (jede Minute kostet!) abgestellt, so dass der Gehweg gegenüber dem Hostel oftmals unbenutzbar bleibt.  

 

 

Recha-Lübke-Damm 1: Zustand nach Umbau - © Stefan Warda

Högerdamm 1: Zustand vor Umbau - © Stefan Warda

Högerdamm 1: Zustand vor Umbau - © Stefan Warda

Högerdamm 1: Zustand vor Umbau - © Stefan Warda

 

 

Der Recha-Lübke-Damm soll nach der Sanierung zur sogenannten blau-grünen Infrastruktur gehören, die das Stadtklima verbessert, die Aufenthaltsqualität erhöht und die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmenden berücksichtigt und somit der Hamburgischen Klimaanpassungsstrategie entsprechen soll. Die Baumaßnahme wurde durch das Projekt BlueGreenStreets der HafenCity Universität Hamburg (HCU) wissenschaftlich begleitet. 

Um den städtischen Wärmeinseleffekt zu mindern und das Mikroklima nachhaltig zu verbessern, wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt:

  • 56 hydrologisch optimierte Straßenbäume sorgen künftig für deutlich mehr Verschattung und Verdunstung im Straßenraum. Besonders an heißen Tagen verbessert sich dadurch das Mikroklima spürbar. Die Maßnahme setzt die Ziele der Hamburgischen Klimaanpassungsstrategie direkt um.
  • Grüninseln, Retentionsflächen und begrünte Mulden erhöhen die Verdunstung, fördern die Grundwasserneubildung und tragen zur Abkühlung der Umgebung bei. Gleichzeitig wird das Sielsystem bei Starkregen entlastet.
  • Grünstreifen zwischen Fahrbahn, Rad- und Gehweg verbessern die Aufenthaltsqualität und unterstützen das lokale Mikroklima.
  • Regenwasserbewirtschaftung mit System:
    • Unbelastetes Regenwasser von Geh- und Radwegen wird gezielt den Mulden zugeführt und dient deren natürlicher Bewässerung.
    • Oberflächenwasser der Fahrbahn, das potenziell belastet ist (z. B. durch Reifenabrieb), wird weiterhin über die Kanalisation abgeleitet und vorgereinigt.
    • Das in die Mulden geleitete Oberflächenwasser wird zudem über belebte Bodenzonen gereinigt und zur Versickerung gebracht.
  • Flächenentsiegelung und wasserdurchlässige Beläge fördern die natürliche Versickerung und verbessern die Bodenfunktionen.
  • Neu geschaffene Retentionsräume erhöhen die Wasserspeicherkapazität im Straßenraum und tragen aktiv zum Überflutungsschutz bei. Sie stärken gleichzeitig die Vitalität des Straßenbegleitgrüns.

Abschließende Begrünungsarbeiten sollen im Herbst 2025 erfolgen. 

 

 

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