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3. September 2021

Wegen Bahnstreik: DB Call a Bike bietet bei Ausleihe 30 Freiminuten an

 


© Stefan Warda

 

Bei DB Call a Bike sind ab sofort bis zum Ende des GDL-Streiks die ersten dreißig Minuten frei. Dies gilt jedoch nur für registrierte Nutzer von Call a Bike oder RegioRadStuttgart.



© Stefan Warda



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1. Dezember 2020

OVG Münster: Mieträder dürfen ohne Sondernutzungsgenehmigung nicht im öffentlichen Raum stehen

Düsseldorf: Bike rental system Call-a-Bike to reduce service

 

Düsseldorf Hauptbahnhof, Call-a-Bike-Station - © Stefan Warda

 

Düsseldorf: Deutsche Bahn beschränkt seit heute Call-a-Bike-Leihradsystem auf nur noch eine Station 

Die Deutsche Bahn schränkt ab heute ihr Leihräderangebot in Düsseldorf auf nur noch eine feste Ausleihstation am Hauptbahnhof ein. Grund für den Rückzug des Leihradsystems ist ein Rechtsstreit mit der Stadt Düsseldorf, bei dem die Deutsche Bahn als Betreiber von Call-a-Bike eine Niederlage beim OVG Münster erlitt.

"Die “Call a Bike“-Mietfahrräder der Deutschen Bahn dürfen in Düsseldorf nicht weiter im öffentlichen Straßenraum, etwa auf Gehwegen, abgestellt werden. Dies hat das Oberverwaltungsgericht heute im Eilverfahren entschieden und den vorausgehenden Beschluss des Verwaltungsgerichts Düsseldorf geändert.
Die Stadt Düsseldorf hatte der Antragstellerin, der Deutsche Bahn Connect GmbH, per Ordnungsverfügung aufgegeben, die “komplette Leihfahrräderflotte“ aus dem öffentlichen Straßenraum zu entfernen und das Abstellen der Fahrräder auch in Zukunft zu unterlassen, weil die dafür erforderliche Sondernutzungserlaubnis fehle. Auf Antrag des Unternehmens hatte das Verwaltungsgericht Düsseldorf mit Eilbeschluss vom 15. September 2020 die Nutzung des öffentlichen Straßenraums vorläufig weiter zugelassen, weil das Aufstellen und Anbieten der Mietfahrräder keine Sondernutzung sei. Die dagegen gerichtete Beschwerde der Stadt Düsseldorf hatte Erfolg.
Zur Begründung seines Eilbeschlusses hat das Oberverwaltungsgericht ausgeführt: Die Ordnungsverfügung sei voraussichtlich rechtmäßig. Das stationsunabhängige Aufstellen der Fahrräder im öffentlichen Straßenraum zwecks Vermietung sei eine Sondernutzung, wofür die Antragstellerin nicht die erforderliche Erlaubnis habe. Die Nutzung des öffentlichen Straßenraums durch das Abstellen der Fahrräder sei kein Gemeingebrauch.Denn die Straße werde hier nicht vorwiegend zum Verkehr genutzt; insbesondere seien die Mieträder nicht nur zum Parken abgestellt. Nach dem Geschäftsmodell der Antragstellerin (“Call a Bike“) stünden sie zwar auch zwecks späterer Wiederinbetriebnahme im Straßenraum. Im Vordergrund stehe aber der gewerbliche Zweck, mit Hilfe des abgestellten Fahrrads den Abschluss eines Mietvertrags zu bewirken. Die Nutzung der Straße unterscheide sich insofern nicht von sonstigem Straßenhandel, der regelmäßig als Sondernutzung zu qualifizieren sei. Die deshalb erforderliche Sondernutzungserlaubnis liege nicht vor, die Antragstellerin habe eine solche auch nicht beantragt.
Der Beschluss ist unanfechtbar."
 

Das Ergebnis des Rechtsstreits dürfte übertragbar sein auf andere Leihsysteme, wie z.B. E-Scooter.


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13. Mai 2020

Norderstedt modernisiert Leihradsystem

Norderstedt improves bike rental system


© Stadt Norderstedt


Das Leihradsystem der Stadt Norderstedt wird grundlegend modernisiert. Bis Anfang Mai wurde die Fahrzeugflotte ausgetauscht - mit Ausnahme der E- und Cargobikes. Auch der Ausbau und die Modernisierung der 14 Leihstationen sei weitestgehend abgeschlossen. Neben festen Stationen soll es künftig auch Zonen zur flexiblen Rückgabe der Leihräder geben. Die Buchung der Fahrräder ist per App oder telefonisch möglich. Konstant geblieben sei der Preis für die Ausleihe: Die erste halbe Stunde am Tag sei weiterhin kostenlos, jede weitere halbe Stunde kostet ein Euro. Der Höchstpreis pro 24 Stunden sind neun Euro.
 
"Ein neues Radleihsystem ist nötig geworden, weil sich die Technik seit der Einführung des Radleihsystems vor neun Jahren weiterentwickelt hat. Außerdem konnten wir die Erfahrungen der vergangenen Jahre nutzen, um das Angebot noch besser an die Bedürfnisse der Norderstedterinnen und Norderstedter anzupassen.“ 

Laut Norderstedts Radverkehrsplanerin Christine Haß sei die Modernisierung eine logische Folge des technischen fortschritts. Norderstedt arbeitet nach einer europaweiten Ausschreibung weiterhin mit Nextbike zusammen. Die neuen Räder sollen leichter und sportlicher sein und über ein Rahmenschloss verfügen, welches sich bei der Ausleihe automatisch öffnet. Zusätzlich enthält es einen GPS-Sender, der den Abruf des Standortes in Echtzeit ermöglicht.

Neu seien die sogenannten „Flexzonen“. In diesen „Flexzonen“ soll - zusätzlich zu den bisherigen Abstellmöglichkeiten an den festen Stationen - die Rückgabe der Räder am Straßenrand oder an herkömmlichen Fahrradständern möglich sein. Die „Flexzonen“ befinden sich u.a. an der Horst-Embacher-Allee sowie an der Ulzburger Straße. Das Leihen und Zurückbringen der Fahrräder werde somit für Nutzende noch flexibler. Die Stadt Norderstedt bittet alle Ausleihende, bei der Rückgabe der Leihräder in den „Flexzonen“ immer die gesetzlichen Vorgaben, beispielsweise zur vorgeschriebenen Mindestdurchfahrtsbreite, zu beachten.

Neue feste Stationen sollen am Feuerwehrmuseum und an der Kreuzung Tannenallee / Kiefernweg installiert werden. Die beiden Stationen am Gutenbergring sowie die Station am Buchenweg sollen dagegen mangels Nachfrage entfallen.

Die Stadt Norderstedt bietet seit der Landesgartenschau 2011 ein Leihradsystem für das Stadtgebiet an. In den vergangenen Jahren erfolgte ein schrittweiser Ausbau von Stationen. 2016 wurde die Fahrradflotte um 24 Cargobikes erweitert, seit 2019 können auch fünfzehn E-Cargobikes ausgeliehen werden.


© Stefan Warda


Die Leihstationen in Norderstedt:
  • Norderstedt Mitte
  • Herold Center
  • Glashütte Markt
  • Harksheide Markt
  • Quickborner Straße
  • Freizeitbad Arriba
  • Ulzburger Straße in Höhe REWE
  • Schmuggelstieg
  • Richtweg
  • Ochsenzoller Straße / Hogenfelde
  • Segeberger Chaussee 137
  • Ulzburger Straße / Bahnhofstraße
  • Tannenallee / Kiefernweg
  • Feuerwehrmuseum


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9. März 2020

Hamburg: StadtRAD-Ausleihe bald nur noch für registrierte StadtRAD-Kunden möglich

StadtRAD Hamburg: New conditions for bike rental

Aktualisiert um 12:48 Uhr
StadtRAD-Station - © Stefan Warda


Die Deutsche Bahn will die Ausleihbedingungen für das Leihradsystem StadtRAD ändern. Ab dem 17. März soll die Ausleihe nur noch für StadtRAD-Hamburg-Kunden und über eine Mobiltelefon-App möglich sein. Die Ausleihmöglochkeit mit EC-Karte an den Terminals wurde schon vor einiger Zeit aufgehoben. Die Ausleihmöglichkeit per Telefonanruf soll laut DB Call a Bike allerdings nicht entfallen.

Ab dem 17. März kannst du die roten Räder in Hamburg nur noch als StadtRAD-Kunde und mit der neuen StadtRAD-App ausleihen. 


StadtRAD-Lenker - © Stefan Warda




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13. Dezember 2019

StadtRAD Hamburg: Aus für Cargobikes?

StadtRAD Hamburg: No more cargobikes?


StadtRAD-Cargobike - © Stefan Warda


Die Hamburger Mopo berichtet von einer Rückholaktion für die Lastenräder des Leihradsystems StadtRAD. Alle noch zur Verfügung stehenden E-Cargobikes von StadtRAD stünden demnach in der Werkstatt. Eines sei durch Diebstahl als Verlust zu verbuchen. Die gefälligen E-Cargobikes standen den Hamburger an festen Ausleihstandorten seit April zur Verfügung. Als vorläufige Alternative bieten sich die Cargobikes von Nextbike in Norderstedt bzw. die Klara-Lastenräder des ADFC an.





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11. Juni 2019

Überlastet

Overloaded

Ottenser Hauptstraße / Bahrenfelder Straße - © Stefan Warda


Ein offenbar überlastetes E-Lastenrad von StadtRAD ist in der Ottenser Hauptstaße bei der Bahrenfelder Straße liegengeblieben: Der Gepäckträger ist verbogen, das Hinterrad platt. Bis zur nächsten Stromtankstelle ist es noch etwas weit. Ob nach dem Platten eine Servicegühr für das Umsetzen des Cargobikes erforderlich wird?


Ottenser Hauptstraße / Bahrenfelder Straße - © Stefan Warda

StadtRAD-Station am Paul-Nevermann-Platz - © Stefan Warda


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8. April 2019

Hamburg: StadtRAD bietet seit Samstag Cargobikes an

Hamburg: StadtRAD offers cargobikes to rent
Aktualisiert um 12:09 Uhr

StadtRAD-Cargobike - © Stefan Warda


Das Hamburger Leihradsystem StadtRAD bietet seit Samstag nun auch Cargobikes zum Ausleihen an. Zunächst stehen zwanzig zweirädrige Lastenpedelecs an zwanzig Standorten bereit. Auch für die Cargobikes sind die ersten dreißig Ausleihminuten kostenfrei. Ab der 31. Minute beträgt die Ausleihgebühr im Normatarif zehn Cent je Minute. Anders als bei den bisherigen StadtRÄDERN sind die Cargobikes standortgebunden. Sie müssen zum jeweiligen Ausleihort zurückgebracht werden.


StadtRAD-Cargobike - © Stefan Warda

StadtRAD-Cargobike - © Stefan Warda


Die neuen StadtRAD-Modelle fallen durch die Beschriftung auf den Transportkisten auf: Jedes Fahrzeug ist nach einem Hamburger Stadtteil benannt. Das Design passt mit der blauen Farbgebung bestens zu Hamburg. Eine Werbung auf den Leihrädern - wie es die CDU fordert - würde da wirklich nur stören.



StadtRAD-Cargobike - © Stefan Warda

StadtRAD-Cargobike - © Stefan Warda

StadtRAD-Cargobike - © Stefan Warda


Bei einer ersten kurzen Probefahrt zeigte sich das Cargobike-Modell von StadtRAD trotz der Länge als wendig und für den gut Stadtverkehr geeignet. Vielleicht fehlt noch ein wenig mehr E-Unterstützung, vor allem, wenn das Rad voll beladen und eine Steigung zu bewältigen ist. Es bleibt zu wünschen, dass die Hamburger ihre neuen Cargobikes pfleglich behandeln und wertschätzen.



StadtRAD-Cargobike - © Stefan Warda

StadtRAD-Cargobike - © Stefan Warda

StadtRAD-Cargobike - © Stefan Warda


Spätestens mit der Einführung öffentlicher Cargobikes muss die Stadt Hamburg ihre letzten zu schmalen Fakeradwege durch ausreichend breite Radverkehrsanlagen, die den Ansprüchen des heutigen und zukünftigen modernen Radverkehrs genügen, ersetzen.



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8. März 2019

Hamburg: StadtRAD-Lastenräder sollen ab April bereitstehen

Hamburg: StadtRAD cargobikes in April on the streets
 Aktualisiert um 19:04 Uhr

© Stefan Warda


StadtRAD wird ab April erstmals Cargobikes zur Ausleihe bereitstellen. Damit wird deutschlandweit erstmals ein öffentliches Leihradsystem im größeren Umfang Lastenräder zur Ausleihe anbieten.

Getränkekisten mit dem StadtRAD transportieren oder gar Sondermüll wie Farbreste oder leichten Sperrmüll zum Recyclinghof fahren? Ab April will StadtRAD an zunächst zwanzig festen Standorten die Möglichkeit anbieten mit e-unterstützten Cargobikes Transporte in Hamburg durchzuführen. Für die Ausleihe soll eine zusätzliche Reservierungsgebühr anfallen. Die Cargobikes müssen zudem nach Ausleihe wieder an den ursprünglichen Ausleihstandort zurückgebracht werden.

Die ersten 20 StadtRAD-Cargobikes sollen an folgenden 20 Stationen bereit stehen:

Hamburg-Mitte
  • Lange Reihe / Lohmühlenpark
  • U Überseequartier / Grasbrookpark
  • Großneumarkt / Thielbek
  • U Feldstraße / Marktstraße
  • Veringstraße / Mannesallee

Hamburg Altona
  • S Königstraße / Struenseestraße
  • Bahnhof Altona / Ottenser Hauptstraße 
  • Bleickenallee / Fischers Allee
  • Hohenzollernring / Friedensallee

Hamburg Eimsbüttel
  • Lappenbergsallee / Bei der Apostelkirche
  • U Osterstraße / Heußweg
  • U Christuskirche
  • Eppendorfer Weg / Hoheluftchaussee
  • U Hoheluftbrücke

Hamburg-Nord
  • Goldbekplatz / Semperstraße
  • Fuhlsbüttler Straße / Hartzloh
  • Fuhlsbüttler Straße / Piazzetta-Ralph-Giordano 
  • U Mundsburg
  • Lortzingstraße / Friedrichsberger Straße

Hamburg Wandsbek
  • U Ritterstraße

Zunächst sei eine mehrmonatige Pilotphase für den Lastenradbetrieb vorgesehen, für die besonders verdichtete Stadtteile ausgesucht wurden. In der soll das Nutzungsverhalten der Lasten-Pedelecs analysiert und ausgewertet werden. Bei positiven Ergebnissen sei eine Ausdehnung des Einsatzgebiets der StadtRAD-Cargobikes auf alle Bezirke vorgesehen.

Kunden sollten sich vor Ausleihe der Cargobikes bzw. Pedelecs zunächst mit den zum 8. April geänderten Geschäfts- und Nutzungsbedingungen von StadtRAD vertraut machen. Das Mindestalter für die Ausleihe von Pedelcs beträgt 16 Jahre. Nutzer von Pedelecs und Cargobikes müssen sich vor der ersten Fahrt mit den jeweiligen Bedienungsanleitungen vertraut machen (www.callabike.de/bedienungsanleitung).


TINK-Cargobike aus Norderstedt - © Stefan Warda


Bislang werden schon in Norderstedt und Konstanz im Rahmen des vom BMVI geförderten Modellprojekts TINK Lastenräder zur Ausleihe angeboten. In Norderstedt können 24 Cargobikes und 15 e-unterstützte Cargobikes an den Nextbike-Stationen ausgelieen werden. In Konstanz werden an 13 TINK-Stationen insgesamt 26 Lastenräder angeboten.


StadtRAD - © Stefan Warda


StadtRAD soll darüber hinaus im Jahr 2019 bis zu 25 weitere Stationen erhalten, die Fahrradflotte soll um 325 weitere Leihräder aufgestockt werden. Damit wird es der zusätzlichen Nachfrage gerecht und erleichert weiteren Hamburgern die Nutzung der roten Räder. 2018 verzeichnete StadtRAD fast drei Millionen Ausleihvorgänge und 58.563 Neukunden. Ende 2018 waren bei StadtRAD 473.237 Kunden registriert.


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14. Februar 2019

Sicherheitswarnung: Obikes nicht benutzen

Warning: Do not use obikes


Obike in Hamburg - © Stefan Warda


Die eidgenössische Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) warnt vor dem Gebrauch von Obikes. Darauf weist das eidgenössische Büro für Konsumentenfragen (BFK) hin. Aufgrund ungenügender Bremskraft bestehe ein erhöhtes Unfallrisiko. Sicherheitstechnische Prüfungen hätten ergeben, dass die Bremskraft der Obikes ungenügend sei und auch bei korrekt eingestellten Bremsen nicht den Vorschriften entspreche. Benutzern wird geraten, Obikes nicht mehr zu verwenden.


In Schleswig-Holstein ist der Verkauf verboten: Obike in Hamburg - © Stefan Warda


Schon im letzten Jahr hatten das schleswig-holsteinische Verbraucherschutzministerium und die hamburgische Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Warnungen ausgesprochen bzw. den Verkauf verboten.


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7. August 2018

Deutsche Bahn: Neue Nutzungsbedingungen für Call-a-Bike-Familie

Deutsche Bahn: New conditions of use for call-a-bike-family


Call a Bike-Station in Frankfurt - © Stefan Warda


Die Deutsche Bahn ändert zum 1. September die Nutzungsbestimmungen für hre Leihradsysteme. Ob Call a Bike, StadtRAD, Lidl-Bike, FordPass Bike oder RegioRadStuttgart, für alle Leihradmarken gelten ab nächsten Monat neue Bestimmungen für das Abstellen der Räder. Vor allem dürfen die Räder der DB-Leihradsysteme nicht mehr an Fahrradbügeln oder anderen Abstellanlagen, die nicht zu den Leihradsystemen gehören, abgestellt werden.


Call a Bike-Station in Frankfurt - © Stefan Warda


§ 7 Untersagte Abstellorte

1. Das Fahrrad darf insbesondere nicht geparkt oder abgestellt werden:
- an Bäumen,
- in Grünflächen (insbesondere Privatgrund und halböffentliche Flächen, wie Parkanlagen, Grünanlagen, Dauerkleingärten, Sport-, Spiel-, Zelt- und Badeplätze, Friedhöfe)
- an Denkmälern,
- in Innen- und Hinterhöfen,
- an Verkehrsamplen,
- an Parkuhren, Parkscheinautomaten, Briefkästen, oberirdischen Verteilerkästen, Telefonzellen und Bushaltestellen,
- auf Gehwegen, wenn dadurch eine Durchgangsbreite von 1,60 Meter unterschritten wird,
- vor, an und auf Feuerwehr- und Rettungsdienstanfahrtszonen,
- in Bereichen von Zebrastreifen und Mittelinseln,
- vor Zugängen oder Ein- und ausgängen von Gebäuden, vor U- und S-Bahneingängen einschließlich der Aufzüge, wenn diese dadurch versperrt oder der Zugang erheblich erschwert oder in seiner Funktion wesentlich gestört wird,
- an Wegen für Rollstuhl-Fahrende oder auf Leitsystemen für Blinde und sehbehinderte Menschen, wenn diese dadurch versperrt werden oder der Zugang erheblich erschwert oder in seiner Funltion wesentlich gestört wird,
- an Fahrradabstellanlagen (bspw. Anlehnbügel, Vorderradhalter, Fahrradboxen, überdachte Fahrradständer),
- im Abstand kleiner 30 Meter zu Flussufern und sonstigen Gewässern.




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30. Juni 2018

Hamburg: Leihradsystem StadtRAD soll ausgebaut werden

Hamburg: Bike rental system StadtRAD gets new bikes


Leihräder von StadtRAD - © Stefan Warda


Nach Neuausschreibeung des Leihradsystems wird das StadtRAD weiterhin von der Deutschen Bahn betrieben. Es soll jedoch einige Änderungen geben.

Deutschlands wohl erfolgreichstes Leihradsystem StadtRAD soll vollkommen erneuert werden. Mit der Neuauschreibeung will die Deutsche Bahn im nächsten alle Räder austauschen. Zudem soll die Flotte auf 4.500 Räder aufgestockt werden. Die Zahl der Ausleihstationen soll auf 350 erhöht werden. Unter den Leihrädern soll es 70 e-unterstützte Cargobikes geben. Für alle Leihräder soll der Ausleihvorgang vereinfacht werden. Die Freischaltung soll nicht mehr am Hinterrad erfolgen, sondern am Lenker der Räder. Die Ausleihe soll auch über das e-Ticket des HVV möglich sein. Auch zukünftig sollen die ersten dreißig Ausleihminuten kostenlos bleiben.


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21. Dezember 2017

Hamburg: Leihradsystem "StadtRAD" soll ausgebaut werden

Hamburg: Bike rental system "StadtRAD" to be expanded


Paulinenplatz, Leihradstation - © Stefan Warda


Das Leihradsystem "StadtRAD" soll ab 2019 weiter ausgebaut werden. Ab sofort sind alle Bürger aufgerufen, sich mit Vorschlägen für neue Stationen zu beteiligen.


Das "StadtRAD"-System wird seit 2009 im Auftrag der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) von der Deutsche Bahn Connect GmbH betrieben. Da der Betreibervertrag am 31.12.2018 endet, werden zur Zeit der Betrieb und die Weiterentwicklung des Systems neu ausgeschrieben. Ziel der Neuausschreibung sei es, die Erfolgsgeschichte mit einer hohen Qualität fortzusetzen, gleichzeitig das System auszubauen und um neue Funktionen zu ergänzen. Insbesondere sollen das Bedienungsgebiet auf bis zu 350 Stationen ausgedehnt, die Flotte vollständig erneuert sowie von 2.450 auf ca. 4.500 Räder vergrößert werden. In einer Pilotphase ab Frühjahr 2019 soll ein Angebot von zwanzig E-Cargobikes bereitgestellt und – bei Erfolg – auf bis zu 70 Leih-Cargobikes erweitert werden.

Das Leihradsystem "StadtRAD" soll zur Zeit 212 Stationen und 2.450 Fahrzeuge umfassen. "StadtRAD"-Stationen gibt es mittlerweile nicht nur in der inneren Stadt, sondern auch in vielen äußeren Stadtteilen in allen Bezirken wie zum Beispiel Billstedt, Klein Flottbek, Stellingen, Langenhorn, Farmsen, Bergedorf und Harburg. "StadtRAD" soll, gemessen an der Anzahl der Ausleihvorgänge sowie der registrierten Kunden, vom ersten Tag an das erfolgreichste Leihradsystem Deutschlands sein. Allein 2016 wurden die Leihräder über drei Millionen mal genutzt.
 

Glockengießerwall, Leihradstation - © Stefan Warda


Befragung nach Wunschstandorten und ausleihbaren E-Lastenrädern


Gefragt wird nach Wunschstandorten für weitere Stationen ebenso wie nach Vorschlägen zur Bereitstellung der neuen elektrisch unterstützten Lastenräder. Im Internet unter www.hamburg.de/bwvi/stadtrad/ soll jede interessierte Person auf einer interaktiven Karte neue Stationen im Stadtgebiet vorschlagen und auch andere Vorschläge bewerten können. Darüber hinaus sollen in einer Umfrage Angaben zur Nutzung und zur Zufriedenheit mit dem "StadtRAD"-System ermittelt werden, um mehr über die Bedarfe und die Motivation der "StadtRAD"-Kunden zu erfahren. Die Stationsvorschläge sollen gesammelt, ausgewertet und den künftigen Ausbauplanungen zu Grunde gelegt werden.

Die Online-Befragung soll bis 28.01.2018 andauern und ist unter folgender Adresse zu erreichen:
www.hamburg.de/bwvi/stadtrad/ 



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19. Oktober 2017

Hamburg: Leihradsystem "StadtRAD" soll auf das gesamte Landesgebiet ausgedehnt werden

Hamburg: Bike rental system "StadtRAD" to be extended to the city limits


© Stefan Warda


Nach einer Meldung des Abendblatts soll der Aktionsradius des Leihradsystems "StadtRAD" zukünftig auf das gesamte Hamburger Landesgebiet ausgedehnt werden. Dies hat eine Anfrage an den Senat ergeben. Hintergrund ist der Ablauf des Betreibervertrags mit der Deutschen Bahn zum Ende des nächsten Jahres.

Zukünftig soll die Zahl der Ausleihstationen von derzeit 205 auf 350 ergänzt werden. Vorgesehen sei eine Erweiterurung des Bedienungsgebiets mit dem Ziel, das gesamte Gebiet der FHH vollständig abzudecken - basierend auf der zu erwartenden Nachfrage in den Stadtteilen.

Eine weitere Modifikation soll das versuchsweise Angebot von zunächst zwanzig e-unterstützten Cargobikes ab dem Frühjahr 2019 sein. Auch zukünftig sollen die ersten dreißig Ausleihminuten kostenlos bleiben.


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25. August 2017

Hamburg: Eingeschränkter Betrieb bei "StadtRAD"

Hamburg: Problems with rental bike system


© Stefan Warda


Das Leihradsystem "StadtRAD" hat den Betrieb stark eingeschränkt. Von insgesamt 2400 Leihrädern sollen derzeit nur noch 700 zur Ausleihe bereit stehen. Die Deutsche Bahn als Betreiber will Schäden an den Rädern festgestellt und daher einen großen Teil der Flotte aus dem laufenden Verkehr genommen haben.


© Stefan Warda


Bei einem Teil der "StadtRÄDER" seien technische Probleme an den Tretlagern aufgetreten. Im Sinne der Sicherheit der Kunden habe sich die Deutsche Bahn daher kurzfristig dazu entschlossen, diese Räder für die freie Nutzung zu sperren. Damit würden Kunden derzeit im Stadtgebiet Räder vorfinden, die nicht buchbar seien. Gemeinsam mit einem deutschen Hersteller arbeite die Deutsche Bahn derzeit mit Hochdruck daran, das Problem schnellstmöglich zu beheben. Da nicht auszuschließen sei, dass das fehlerhafte Tretlager nur in der Produktionslinie aus dem Jahr 2016 eingebaut wurde, habe sich die Deutsche Bahn im Interesse der Kunden dazu entschieden, sämtliche "StadtRÄDER" zu überprüfen und die Räder, in denen das betroffene Tretlager verbaut ist, für die Nutzung zu sperren. Derzeit seien noch rund 700 Räder für die Kunden buchbar. Voraussichtlich werde der Tausch der Tretlager einige Wochen in Anspruch nehmen.


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16. Mai 2017

Vélib´: Paris will Leihradflotte zum Jahresanfang 2018 komplett umstellen

Paris to change it´s bike share fleet in 2018
Aktualisiert am 17.05.2017

© Stefan Warda


Nach einem Bericht von THE LOCAL will die Stadt Paris den Anbieter für das bekannte Leihradsytem "Vélib´" wechseln. Zehn Jahre nach Einführung des "Vélib´" hat die Stadt Paris neue Pläne. Anfang 2018 sollen die 20.000 Räder von JCDecaux und deren 1.200 Leihstationen entfernt werden. Gleichzeitig soll der neue Betreiber Smoove sein System aufbauen.



Paris, Vélib´-Einführung - © Stefan Warda

© Stefan Warda

Für die etwa 300.000 Abonnements-Kunden werden mit dem Systemwechsel zusätzliche Neuerungen eintreten. Vermutlich wird das Preissystem geändert, da zukünftig 30 Prozent der neuen Flotte elektrisch unterstützt fahren sollen. Am Leihradsystem werden möglicherweise weitere Umlandgemeinden partizipieren. Und mit dem neuen Vélib´-Modell soll die Vandalismusrate von derzeit 70 Prozent auf 15 Prozent gesenkt werden.


© Stefan Warda

Paris: Zerstörtes "Vélib´" - © Stefan Warda

Das "Vélib´" war Vorbild für das wenige Jahre später eingeführte stationsgebundene Hamburger Leihradsystem "StadtRAD". Der bevorstehende Betreiberwechsel in Paris dürfte auch für die Hamburger interessant sein. Denn der Vertrag der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation mit der Deutschen Bahn für das "StadtRAD" läuft demnächst aus und soll neu ausgeschrieben werden. Ähnlich wie in Berlin könnte es auch in Hamburg zu einem Wechsel vom gewohnten Leihradsystembetreiber zu einem neuen anbieter kommen. Für regelmäßige Nutzer könnte es mit dem Anbieterwechsel zu vorübergehenden oder dauerhaften Einschränkungen kommen. Zukünftig sollen in Hamburg ähnlich wie in Norderstedt auch Cargobikes in die Leihradflotte aufgenommen werden. Für alle, die ein Lastenrad an ihrem Wohnort nicht sicher unterstellen können und bislang auf den Kauf eines Lastenrades verzichten, wäre ein weiteres Leihangebot sehr sinnvoll.


Ausleihbares Lastenrad aus Norderstedt - © Stefan Warda



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25. Dezember 2016

Hamburg: "StadtRAD" verzeichnet 2016 über drei Millionen Ausleihen

Hamburg: More than 3 million times "StadtRAD" bikes had been used in 2016


Kanalplatz, "StadtRAD"-Station - © Stefan Warda


Hamburgs Leihradsystem "StadtRAD" verzeichnete am 23. Dezember die dreimillionste Fahrt innerhalb des laufenden Kalenderjahres.

Seit dem Start im Juli 2009 gab es nunmehr rund 13 Millionen Fahrten. Das "StadtRAD" wird von rund 395.000 Kunden genutzt und zählt Dank der Unterstützung des Senats vom ersten Tag an zum erfolgreichsten Fahrradverleihsystem Deutschlands. Das "StadtRAD" umfasst 206 Leihstationen und 2.450 Fahrräder.


Zukünftige Velorouten 5 und 6, An der Alster: "StadtRÄDER" im Winsatz - © Stefan Warda

Glockengießerwall / Hauptbahnhof, "StadtRAD"-Station und Logistik - © Stefan Warda




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4. November 2016

Berlin: Deutsche Bahn und Lidl wollen bei Leihradsystem kooperieren

Berlin: Deutsche Bahn and Lidl as partner for rental bike system


Berlin, "LIDL-BIKE" (Bildquelle: DB Rent)


Die Bahntochter "DB Rent" und die Discounterkette "Lidl" wollen ab nächstem Jahr als Leihradsystemanbieter in Berlin kooperieren. Der bisherige Vertrag zwischen zwischen der Berliner Senatsverwaltung und der Bahntochter für das noch laufende "Call a Bike"-Angebot endet zum Jahresende. Berlin hat sich ab 2017 für den Anbieter "Nextbike" entschieden, der zukünftig mit 5000 Rädern an 700 festen Stationen Nachfolgemodell des jetzigen Systems werden soll.

Die Deutsche Bahn möchte jedoch weiterhin in Berlin am Leihradsystemmarkt teilhaben. Mit dem Start des "LIDL-BIKE" im Frühjahr 2017 sollen 3.500 Fahrräder zur Verfügung stehen, die die Kunden innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings - ohne feste Stationen - flexibel ausleihen und zurückgeben können sollen.

Alle Kunden von "Call a Bike" sowie der Fahrradverleihsysteme mit weiteren Kooperationspartnern der DB sollen auf „LIDL-BIKE“ ohne gesonderte Anmeldung zugreifen können. Genauso soll dann auch "LIDL-BIKE"-Kunden die gesamte Call a Bike-Familie deutschlandweit ohne weitere Registrierung zur Verfügung.

Beim neuen Angebot soll DB Rent weiterhin die Rolle des Systembetreibers übernehmen und die Kunden betreuen. Lidl soll der Namensgeber des neuen Fahrradverleihsystems sein und die Farbgestaltung der vollständig neuen Radflotte prägen.


München, "MVG Rad" - © Stefan Warda


Auch in München hat die Deutsche Bahn Konkurrenz bekommen. Neben den "Call a Bikes" und "Nextbikes" stehen in München auch "MVG Räder" zur Verfügung. In München gab es jedoch bislang keine Kooperation von DB Rent mit der Kommune.




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20. September 2016

Hamburg: "StadtRAD" hat letzte Ausbaustufe erreicht

Hamburg: Last expansion for bike rental system "StadtRAD"


© Stefan Warda


Das in Hamburg beliebte Leihradsytem "StadtRAD" soll mittlerweile die letzte Ausbaustufe erreicht haben. Bis zum Ende des Vertrags mit der Deutschen Bahn zum 31.12.2018 werde es keine weiteren Erweiterungen mehr geben. "StadtRAD" wurde 2009 eingeführt und ist bis heute das in Deutschland erfolgreichste Leihradsystem. Senator Horch sieht es als einen von vielen Bausteinen zur Lärmreduzierung und Luftreinhaltung.

Das rote StadtRad ist aus Hamburg nicht mehr wegzudenken. Mit den 209 Stationen, die es Ende 2017 sein werden, reicht das Verbreitungsgebiet von Klein Flottbek bis Bergedorf, von Langenhorn bis Harburg. Ich freue mich, dass es gelungen ist, ein Stationsnetz zu entwickeln, das das Mobilitätsbedürfnis der Bürgerinnen und Bürger und auch der Touristen bedienen kann. Über 13 Mio. Fahrten seit Einführung von StadtRAD Hamburg sprechen für sich.

Mittlerweile sollen 2450 rote Räder für "StadtRAD" unterwegs sein. Gestartet wurde anfangs mit 800 Rädern. "StadtRAD" ist für die ersten dreißig Ausleihminuten kostenfrei, für jede weitere Minute werden Gebühren fällig. Die durchschnittliche Ausleihdauer soll laut Hamburgs Radverkehrskoordinatorin Kirsten Pfaue 28 Minuten betragen.


© Stefan Warda


Die Opposition forderte einen weiteren Ausbau des "StadtRAD"-Systems über das bisherige Bedienungsgebiet hinaus. Dafür würden jedoch höhere Zuschüsse anfallen, die die BWVI an den Betreiber zahlen müsste. Für mehr Stationen würden mehr Wartungs- und Serviceaufwand, für mehr Räder mehr Reparaturleistungen anfallen. Im Gespräch war, einen anderen Anbieter auszuwählen, der die gleichen Leistungen für weniger Entgelt durchführen würde, oder aber die Leihräder mit Werbung zu versehen, um mit Werbeeinnahmen die laufenden Kosten reduzieren zu können. Ob der Wechsel zu einem anderen Betreiber mit den Kundendaten, den festen Stationen, den Rädern usw. möglich ist?


© Stefan Warda



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19. September 2016

Zürich: Neues Leih-E-Bike-System im Pilotbetrieb

Zürich: New e-bike rental service
Aktualisiert um 23:41 Uhr

In Zürich geht es häufig bergauf - © Stefan Warda


Zürich will den Radverkehrsanteil innerhalb von zehn Jahren verdoppeln. Ein neues Leih-E-Bike-System befindet sich in der Testphase.

Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur

Auch in der bergigen Schweizer Metropole Zürich soll die Infrastruktur für den Radverkehr nach und nach ausgebaut werden. Aufgrund der besonderen Lage der Agglomeration entlang verschiedener Talachsen rund um den Zürichsee ergeben sich zum Teil sehr steile Strecken bis hinein ins Stadtzentrum, die auch als Velorouten dienen. Angesichts der enormen topographischen Herausforderungen ist der bisherige Radverkehrsanteil verständlich. Nach Veröffentlichungen der Stadt Zürich wurden 2015 vier Prozent der Wege mit dem Velo zurückgelegt, bei wachsendem Trend. Im Vergleich mit Stuttgart (5%) oder Wuppertal (1,5%) liegt Zürich etwa gleichauf. Bis 2025 will Zürich den bisherigen Radverkehrsanteil vedoppelt haben. Für den Ausbau der Infrastruktur steht ein Velorahmenkredit in Höhe von 120 Millionen Franken zur Verfügung.


Radfahrer in Zürich sind vergleichsweise sehr steigungsfreudig - © Stefan Warda

Bergan im Verlauf einer Veloroute - © Stefan Warda


Trotz des relativ niedrigen Radverkehrsanteils sind Velofahrende im Stadtbild der Quartiere rund den Hauptbahnhof jedoch allgegenwärtig. Die Zahl der rund um den Hauptbahnhof abgestellten Velos ist angesichts des niedrigen Radverkehrsanteuls erstaunlich. Geplant ist daher ein unterirdisches Fahrradparkhaus mit 1.100 Stellplätzen und eine Unterführung für den Veloverkehr unter dem Hauptbahnhof mit Anschluss an das Veloparking.


Zürich, Velos am Hauptbahnhof - © Stefan Warda

Zürich, Velos am Hauptbahnhof - © Stefan Warda


In der inneren Stadt verläuft in nahezu jeder wichtigen Hauptstraße eine Straßenbahnlinie. Velofahrer müssen in Zürich daher gut geübt sein im Umgang mit Tramschienen. Die Radverkehrsinfrastruktur im Straßenbahn besteht zumeist aus den in der Schweiz üblichen schmalen "Radstreifen". Ansonsten hat es auch viele ungewöhnliche "Radverkehrsführungen" mit Piktogrammen auf Gehwegen, die zu Konflikten mit Fußgängern führen.


Zürich, Limmatquai - © Stefan Warda

Auf der Quaibrücke wurde mit dem Umbau der Brücke für eine verbesserte Trennung zwischen Gehweg und Velobereich gesorgt. Nach deutschen Vorstellungen war die vorherige Radverkehrsführung sehr befremdlich, da die zunächst angedeuteten Radspuren auf dem Gehwegbereich benutzungspflichtig waren, sich jedoch mitten auf der Brücke quasi in Luft auflösten.



Züriich, Quaibrücke: Vor dem Umbau - © Stefan Warda

Zürich, Quaibrücke: Nach dem Umbau - © Stefan Warda


Ein besonderes Nadelöhr bildet die Langstraße, die zwei Stadtquartiere diesseits und jenseits der weitläufigen Bahnanlagen nahe des Hauptbahnhofs verbindet. Im dicht bebauten Quartier südlich der Bahnanlagen ist die belebte Wohn- und Geschäftsstraße in eine Einbahnstraße umgewandelt worden. Eine der beiden Fahrspuren dient für den Fahrzeugverkehr, die andere Fahrspur für den dicht getakten Oberleitungsbusverkehr, der die Busspur in beide Fahrtrichtungen befährt. Gesonderte Radverkehrsanlagen sind nicht vorhanden. Um nicht auf Umwege über andere Straßen des Quartiers auszuweichen oder auf der Langstraße im alltäglichen Autostau festzustehen, weichen viele Radfahrer auf die Busspur aus - wohlwissend, dass dort gegenläufiger Busbetrieb stattfindet. Kommt ein Linienbus, weichen Radfahrer blitzschnell - oder im letzten Moment - auf den Gehweg oder den Gegenverkehr der Einbahnstraße aus - ein ungewöhnlicher Anblick. Die Langstraße zeigt aber deutlich, dass der Straßenraum den Verkehrsansprüchen nicht mehr gewachsen ist und eine Lösung für den Radverkehr gefunden werden muss.



Zürich, Langstraße: Zu jeder Jahreszeit sind viele Radfahrer auf der Langstraße unterwegs - © Stefan Warda

Zürich, Langstraße: Die linke Spur wird im Einrichtungsverkehr befahren, die rechte Spur ist eine Busspur, auf der Linienbusbetrieb signalgeschützt im Gegenverkehr abgewickelt wird. Radfahrer nutzen die Lücken im Buslinienverkehr, um auf den Stau auf der Fahrspur zu umgehen oder entgegen der Einbahnrichtung zu radeln  - © Stefan Warda

Zürich, Langstraße: Radfahrerin im Gegenverkehr auf der Busspur - © Stefan Warda

Zürich, Langstraße: Radfahrerin gegen Bus - © Stefan Warda

Zürich, Langstraße: Radfahrer gegen Bus - © Stefan Warda

Zürich, Langstraße: Radfahrer weicht auf den Gehweg aus - © Stefan Warda


Mit "smide" per E-Bike die Zürcher Steigungen erklimmen

Relativ neu ist das free floating E-Bike-System "smide". "smide" ist ein Pilotprojekt der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG. Zur Flotte des Leihsystems zählen zweihundert E-Bikes, die ähnlich dem deutschen Call-a-Bike-System in München oder Köln mehr oder weniger an jeder Straßenecke in einem definierten Gebiet abgestellt werden dürfen. Die allerersten zwanzig Minuten sind gratis, danach kostet jede Minute 25 Rappen. Für die Nutzung müssen vorab per Kreditkarte Guthaben geladen werden. Die Benutzung erfordert das Tragen eines Helms sowie den Besitz eines entsprechenden Führerscheins. Die E-Bikes fahren bis zu Tempo 45. Mit einer App lässt sich das nächste freie E-Bike in der Nähe finden.


© Stefan Warda


Ein Handicap bei "smide" ist die Helmpflicht. Alle Räder sollen eigentlich mit einem Helm, der für alle Kopfgrößen passend sein soll, ausgerüstet sein. An dem vorgefundenen E-Bike am Limmatplatz war kein Helm vorhanden. Folglich durfte das E-Bike nur mit einem mitgebrachten Helm gefahren werden. Ob sich ein solches System wegen der Helmpflicht bewähren wird? Vielleicht hätten es auch Pedelecs getan, für die keine Helme obligatorisch sind. Unklar scheint auch, wie die Akkus der Räder geladen werden, da keine festen Leihstationen installiert sind.


© Stefan Warda


Vorerst soll "smide" bis Ende Oktober in Betrieb bleiben, als Pilotprojekt.

Wir gehen davon aus, dass du smide auf jeden Fall bis Ende Oktober nutzen kannst, vielleicht sogar etwas länger.

Gratis-Veloverleih

Die Stadt Zürich betreibt den Veloverleih "Züri rollt". Am Hauptbahnhof können ganzjährig täglich im Zeitraum 8 bis 21.30 Uhr verschiedene Fahrradtypen gegen Vorlage eines Ausweises und Kaution von zwanzig Franken für einen Tag gratis entliehen werden. Die Rückgabe muss am Ausleihort erfolgen. Saisonal gibt es noch sechs weitere Ausleihstandorte.


Gratisleihräder "Züri rollt" - © Stefan Warda

Gratisleihräder "Züri rollt" - © Stefan Warda

Zürich, Gratisleihräder "Züri rollt" - © Stefan Warda

Zürich, Velostation Nord - © Stefan Warda


Neben dem Gratisverleih hält die Stadt Zürich auch andere kleine Aufmerksamkeiten, wie Luftpumpstationen, bereit.


Zürich, Limmatquai: Luftpumpstation - © Stefan Warda


Für bessere Radverkehrsbedingungen wollen Zürcher am 22. September im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche zu einer "Velodemo" gemeinsam auf die Straßen gehen.



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