Posts mit dem Label infrastructure werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label infrastructure werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

16. Januar 2025

Hamburg: "Desolate Bilanz" oder Rekord beim Radverkehrsanlagenbau?

 

 Aktualisiert um 16.06 Uhr

Louise-Schroeder-Straße / Friedhof: Echter Radweg - © Stefan Warda

 

"Desolate Bilanz"?

Noch im September 2024 titelte das Abendblatt einen Bericht zum Radverkehrsanlagenbau in Hamburg mit ""Desolate Bilanz" - Hamburg baut weniger Radverkehrsanlagen als versprochen" [€] und setzte dem Artikel voran: "Eigentlich sollen im Jahr 60 Kilometer Radwege gebaut werden, doch Verkehrssenator Tjarks verfehlt die eigenen Ziele wohl erneut." Das Abendblatt stellte ausführlich eine Kritik des CDU-Abgeordneten Seelmaecker am Radwegebau dar: Gemessen an den eigenen Zielen würde der erneute Einbruch beim Ausbau der Radwege für den Verkehrssenator zu einer desolaten Bilanz führen.

"Verkehrssenator Tjarks will Hamburg bekanntermaßen zur Fahrradstadt umbauen. Trotz im Jahr 2024 erneut gesunkener Nutzungszahlen, hält er stur an seinem falschen Kurs fest. [...] Jetzt kommt jedoch heraus: Wie auch schon im Vorjahr versagt der grüne Verkehrssenator bei seinem Prestigeprojekt, dem Ausbau der Fahrradinfrastruktur. [...] Für uns als CDU ist klar: Der Ausbau der Fahrradinfrastruktur muss bedarfsorientiert erfolgen und darf nicht durch Ideologie unterfüttert sein."

Vor zwei Tagen titelte das Abendblatt einen aktuelleren Bericht mit "Rekord beim Radwegebau in Hamburg: Das sind die neuen Strecken" [€]. 

 

"Noch nicht dagewesene Bestmarke"

Laut Mobilitätswendebehörde (BVM) seien im Jahr 2024 65 Kilometer Radverkehrsanlagen neu gebaut oder saniert worden. Das sei "eine bislang noch nicht dagewesene Bestmarke". 

Neben der reinen Zahl an sanierten und gebauten Radverkehrsanlagen-Kilometern sei für die BVM ein weiteres wichtiges Kriterium die Qualität der Radwege: Breite, Konnektivität und möglichst eine bauliche Trennung vom Fuß- und Kfz-Verkehr durch Protektionen. 2024 seien 73 Prozent der neu gebauten oder sanierten Radverkehrsanlagen vom Autoverkehr getrennte Radverkehrsinfrastruktur, die für alle Radfahrenden unabhängig von Alter oder Reisegeschwindigkeit qualitativ deutlich besser sei. Vor dem Hintergrund des Radentscheids Hamburg seien zudem viele alte Planungen (etwa Radfahrstreifen in Mittellage) nachträglich geändert und den neuen Regelwerken angepasst (Breite, Komfort) worden.

Insgesamt seien in dieser Legislatur knapp 300 Kilometer Radverkehrsanlagen neu gebaut oder saniert worden – erheblich mehr als in den vorangegangenen Legislaturperioden. Die Ausbauleistung habe sich im Vergleich zur Legislaturperiode 2011 – 2015 verdreifacht. Von 2011 – 2014 seien im Schnitt 19,5 Kilometer pro Jahr gebaut, von 2015 – 2019 im Schnitt 35,3 Kilometer pro Jahr und von 2020 – 2024 im Schnitt 58,6 Kilometer pro Jahr. Mobilitätswendesenator Anjes Tjarks möchte mit der neuen und sanierten Infrastruktur "eine deutliche Veränderung im Modal Split erreichen".

 

Die Mobilitätswendebehörde nennt folgende Beispiele der neuen und erneuerten Infrastruktur aus den Hamburger Bezirken:

Hamburg-Mitte

  • Ludwig-Erhard-Straße vom Holstenwall bis zum Rödingsmarkt (1.250 Meter)
  • Veloroute 11: Fahrradstraße Hauland von Am Inselpark bis zur Unterführung unter der Peutebahn (3.730 Meter)

 

Ludwig-Erhard-Straße / Zeughausmarkt: Sanierter konventioneller Radweg - © Stefan Warda

Ludwig-Erhard-Straße / Englische Planke: Sanierter konventioneller Radweg mit Querverkehr bei stark eingeschränkter Sicht - © Stefan Warda

Ludwig-Erhard-Straße 7: Sanierter konventioneller Radweg - Überholvorgänge bei Gefälle nicht möglich - © Stefan Warda

Ludwig-Erhard-Straße 7: Sanierter konventioneller Radweg - trotz Sanierung leider nur 1,25 Meter schmal! - © Stefan Warda

Ludwig-Erhard-Straße / Herrengraben: Sanierter konventioneller Radweg - © Stefan Warda

 

 

Altona 

 

Louise-Schroeder-Straße / Walter-Möller-Park: Echter Radweg - © Stefan Warda

Louise-Schroeder-Straße / Walter-Möller-Park: Echter Radweg - © Stefan Warda

Louise-Schroeder-Straße / Unzerstraße: Echter Radweg - © Stefan Warda

Louise-Schroeder-Straße: Echter Radweg - © Stefan Warda

Louise-Schroeder-Straße / Walter-Möller-Park: Echter Radweg - © Stefan Warda

Louise-Schroeder-Straße / Nobistor: Echte Radwege - © Stefan Warda

Louise-Schroeder-Straße / Endoklinik: Echter Radweg - © Stefan Warda

Zukünftige Veloroute 12, Königstraße: Protected Bike Lane - © Stefan Warda

Zukünftige Veloroute 12, Königstraße / Behnstraße: Protected Bike Lane - © Stefan Warda

Zukünftige Veloroute 12, Königstraße: Protected Bike Lane - © Stefan Warda

Jessenstraße: Protected Bike Lane - © Stefan Warda

Ehrenbergstraße: Radweg / Protected Bike Lane - © Stefan Warda

 

 

Eimsbüttel  

  • Lenhartzstraße vom Eppendorfer Baum bis Schottmüllerstraße (800 Meter)
  • Weg auf dem A7-Deckel Stellingen von der Güterumgehungsbahn zur Kieler Straße (1.800 Meter)

Hamburg-Nord

  • Veloroute 13: Wagnerstraße vom Holsteinischen Kamp bis zum Eilbekkanal (920 Meter)
  • Barmbeker Straße von der Maria-Louisen-Straße zur Bushaltestelle Maria-Louisen-Straße Nord (400 Meter)

Wandsbek

  • Farmsener Weg / Karlshöhe von der Saseler Chaussee bis zum Carsten-Reimers-Ring (2.060 Meter) 
  • Am Neumarkt von der Efftingestraße bis zur Luetkensallee (1.800 Meter)

Bergedorf

  • Veloroute 9: Oberer Landweg von der Kurt-A.-Körber-Chausse bis zum Nettelnburger Landweg (1.500 Meter)
  • Fersenweg vom Kirchwerder Landweg zum Kirchenheerweg (6.550 Meter)

Harburg

  • Georg-Heyken-Straße von der Waltershofer Straße zur AS Hausbruch (1.450 Meter)
  • Veloroute 11: Denickestraße von der Weusthoffstraße zur Triftstraße (1.700 Meter)

 

 

Mehr . . . / More . . . :

.

13. Januar 2021

Radverkehr in Hamburg - Planungen für das Jahr 2021

Hamburg: First steps for future fast cycle routes in 2021

 

Oberer Landweg: Im Sommer sollen unter den Bahngleisen Fahrspuren zugunsten des geplanten Radschnellwegs Richtung Geesthacht entfallen - © Stefan Warda

 

Laut einer Artikelserie des Abendblatts sind in Hamburgs Bezirken dieses Jahr u.a. folgende Radverkehrsmaßnahmen geplant: 


Velorouten

Veloroute 1: 

Veloroute 2: 

  • Högenstraße: Abschluss des Umbaus zur Fahrradstraße
  • Wördemanns Weg: Schutzstreifen statt Zweirichtungsradweg;

Veloroute 3: 

  • Schlüterstraße: Umbau zur Fahrradstraße
  • Bogenstraße / Mansteinbrücke: neue Linienführung bis zur Kreuzung mit der Bismarckstraße
  • Bismarckstraße: neue Führung anstelle durch den Isebekpark (Kaiser-Friedrich-Ufer)
  • Stresemannallee: Schutzstreifen als Ersatz für Radweg
  • Niendorfer Straße (Umbau)
  • Paul-Sorge-Straße (Schutzstreifen anstelle von Radwegen)

Veloroute 4: 

  • Alsterglacis: Umbau
  • Fuhlsbüttler Damm: Abschluss der laufenden Umbauten (Fakeradwegeentfernung)
  • Kleekamp: Abschluss der laufenden Umbauten
  • Höpen: Umbau 
  • Am Ohlmoorgraben: Umbau
  • Tangstedter Landstraße: Abschluss der laufenden Umbauten
  • Fibingerstraße: Abschluss der laufenden Umbauten

Velorouten 5 und 6: 

  • Hohenfelder Bucht / Schwanenwik: Fortsetzung der umfangreichen Baumaßnahmen

Veloroute 6: 

Veloroute 8: 

  • Lohbrügger Markt: Umbau der Kreuzung

Veloroute 9: 

  • Steintorwall: Bauliche Vorleistungen
  • Klosterwall: Bauliche Vorleistungen

Veloroute 10: 

Veloroute 11:

 

Bezirk Altona:


Bezirk Eimsbüttel:

  • Halstenbeker Straße: Umbau zwischen Kalvslohtwiete und AKN
  • Methfesselstraße: Umbau zwischen Luruper und Eidelstedter Weg
  • U Lutterothstraße: Bike+Ride-Station

 

Bezirk Nord:


Bezirk Mitte:

 

Bezirk Wandsbek:

  • Haldesdorfer Straße: Radspuren anstelle von Radwegen
  • Volksdorf: Verkehrsversuch autoarmes Volksdorf 


Bezirk Bergedorf:

  • Alte Holstenstraße: möglicherweise Umbau zur "Fahrradstraße" (bislang Fußgängerzone mit Kopfsteinpflaster)
  • Oberer Landweg: Start von Bauvorleistungen für den geplanten Radschnellweg nach Geesthacht
  • Sander Damm: Umbau zwischen Bergedorfer Straße und Lohbrügger Markt

 

Mehr . . . / More . . . :

 .

9. Januar 2018

Radverkehr in Hamburg - Pläne für das Jahr 2018

Cycling in Hamburg: New projects for 2018
Aktualisiert am 10.01.2018

Konventioneller Radwegebau in Hambueg - © Stefan Warda


Das angebrochene Jahr verspricht einige neue Projekte für Hamburgs Radfahrer. Neben dem kontinuierlichem Ausbau des Veloroutennetzes sollen auch weitere Radverkehrsanlagen erneuert werden. Im Rahmen von Straßengrundinstandsetzungen werden sich Radverkehrsführungen ändern. Darüber hinaus werden u.a. neue Maßnahmen des Lärmaktionsplans wirksam.


Veloroutenprogramm
  • Veloroute 2: Weidenstieg - Tornquiststraße (Eimsbüttel - bislang Kopfsteinpflaster in Tempo-30-Zonen)
  • Veloroute 2: Högenstraße (Eimsbüttel - bislang gemeinsamer Geh- und Radweg sowie Tempo-30-Zone, geplant ist eine Fahrradstraße)
  • Veloroute 2: Reichsbahnstraße (Eimsbüttel - bislang keine Radverkehrsanlagen)
  • Veloroute 3: Schlüterstraße (Eimsbüttel)
  • Veloroute 3: Bogenstraße - Bismarckstraße zwischen Isebekpark und Goebenstraße (Eimsbüttel - Verlegung der Veloroute weg von Isebekpark und Goebenbrücke)
  • Veloroute 3: Stresemannallee (Eimsbüttel - bislang einseitiger Einrichtungs- oder Zweirichtungsradweg, zukünftig Schutzstreifen oder Mischverkehr)
  • Veloroute 4: Krugkoppelbrücke (Eimsbüttel, Nord - Radfahrenstreifenplanung)
  • Veloroute 4: Hudtwalckerstraße (Nord - Baubeginn im Sommer)
  • Velorouten 3 und 4: Neuer Jungfernstieg (Mitte - Grundsanierung mit Radfahrstreifen als Ersatz für den einseitigen Radweg)
  • Veloroute 5N: Abschnitt zwischen Sengelmannstraße und Saarlandstraße durch das Pergolenviertel (Nord - Baubeginn im Sommer)
  • Veloroute 5: Abschnitt Steilshooper Straße - Steilshooper Allee - Gustav-Seitz-Weg - Gründgensstraße - Leeschenblick - Fabriciusstraße  (Wandsbek - die Radfahrstreifen entlang der Steilshooper Straße sollen bis Februar fertiggestellt sein)
  • Velorouten 5 und 6: Ballindamm (Mitte - Ersatz der Radwege durch Radfahrstreifen)
  • Veloroute 8: Horner Weg (Mitte - noch laufend bis zum Frühjahr der Umbau zur Fahrradstraße statt Tempo-30-Zone mit Fakeradwegrudimenten)
  • Velorouten 10 und 11: Hannoversche Brücke (Harburg - Abriss und Neubau der Brücke, Radfahrstreifen als Ersatz für Radwege, seit Januar bis 2019)

Von Grundinstandsetzungen sollen u.a. folgende Straßen betroffen sein:
  • Alter Teichweg (Nord - noch laufend, Ersatz von Fakeradwegen durch Radfahrstreifen)
  • Ehestorfer Heuweg (Harburg - ab Frühjahr)
  • Halenreihe zwischen Kreisverkehr und Buckhorn (Wandsbek)
  • Kupferdamm (Wandsbek - vorraussichtlich ab Juni)
  • Maienweg zwischen Am Hasenberge und Ratsmühlendamm (Nord - noch laufend, Ersatz von Fakeradwegen durch Radfahrstreifen) 
  • Maria-Louisen-Straße zwischen Barmbeker Straße und Dorotheenstraße (Nord - bis Juni, Ersatz von Fakeradwegen durch Schutzstreifen)
  • Martinistraße zwischen Hoheluftchaussee und Falkenried (Nord - Schutzstreifenplanung, bislang ohne Radverkehrsanlagen)
  • Meiendorfer Straße (B75) zwischen Saseler Straße und Höltigbaum (Wandsbek)
  • Rugenbarg zwischen Rugenfeld und Böttcherkamp (Altona - Radfahrstreifenplanung) 
  • Sonnenweg (Wandsbek - vorraussichtlich ab Juni)

Weitere Radverkehrsmaßnahmen:
  • Friedensallee zwischen Von-Sauer-Straße und Friesenweg (Altona - Radfahrstreifen als Ersatz für "Radwege")
  • Heußweg (Eimsbüttel)
  • Schlankreye (Eimsbüttel)
  • Troplowitzstraße (Eimsbüttel)

Bike & Ride
  • Hauptbahnhof  / Hachmannplatz / Heidi-Kabel-Platz, soll neue Fahrradstellplätze erhalten
  • U-Bahnhof Oldenfelde soll 240 neue Fahrradstellplätze erhalten
  • S-Bahnhof Rissen soll 330 neue Fahrradstellplätze erhalten

Lärmaktionsplan
  • Am Brink - Tempo 30 nachts (Bergedorf - ab Januar)
  • Bergedorfer Straße - Tempo 30 nachts zwischen Vierlandenstraße und Mohnhof / Am Brink (Bergedorf - ab Januar)
  • Braamkamp - Tempo 30 nachts zwischen Alsterdorfer Straße und Jahnring (Nord)
  • Bramfelder Chaussee - Tempo 30 nachts zwischen Fabriciusstraße und Hellbrookkamp (Wandsbek)
  • Eiffestraße - Tempo 30 nachts zwischen Luisenweg und Schurzallee-Nord (Mitte - seit Januar) 
  • Holstenstraße - Tempo 30 nachts zwischen Gählerstraße und Max-Brauer-Allee (Altona - noch geplant)
  • Holtenklinker Straße - Tempo 30 nachts zwischen Am Brink und Justus-Brinckmann-Straße (Bergedorf - ab Januar)
  • Horner Rampe - Tempo 30 nachts zwischen Rennbahnstraße und Bergedorfer Straße (Mitte) 
  • Kuhmühle - Tempo 30 nachts zwischen Armgartstraße und Mühlendamm (Nord)
  • Mühlendamm - Tempo 30 nachts (Nord)
  • Rennbahnstraße - Tempo 30 nachts zwischen Washingtonallee und Horner Rampe (Mitte)
  • Tarpenbekstraße - Tempo 30 nachts zwischen Martinistraße und Lokstedter Weg (Nord)
  • Vogt-Wells-Straße - Tempo 30 nachts zwischen Julius-Vosseler-Straße und Osterfeldstraße / Siemersplatz (Eimsbüttel - noch geplant)


Mehr . . . / More . . . :
.

17. Februar 2017

Hamburg: Verkehrsbehörde kündigt Rückbau der neuen Radverkehrsführung an der Kreuzung Grindelberg / Isestraße an

Hamburg: New cycle lane at crossing Grindelberg giong to be removed
Aktualisiert um 18:40 Uhr

Grindelberg / Isestraße - © Stefan Warda


Verkehrsbehörde gesteht Fehlplanung ein

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) kündigte heute den beabsichtigten Rückbau der neuen Radverkehrsführung an der Kreuzung Grindelberg / Isestraße an. Die neue Radverkehrsführung führt regelmäßig zu Konflikten zwischen Radfahrern im Verlauf des Grindelbergs stadtauswärts und Fahrzeugen, die aus der Isestraße Richtung Hoheluftbrücke abbiegen wollen.
Bis Ende 2016 hat der LSBG bereits den Bauabschnitt zwischen Isestraße und Schlankreye/Oberstraße auf beiden Seiten fertiggestellt. Hierbei wurde auch die Radwegführung im Bereich der Isestraße umgebaut. Ziel der Umplanung war eine geradlinige und komfortable Radwegführung.  Zur Vermeidung von Umwegen für Radfahrende, sollte die Erreichbarkeit des von dem Grindelberg weg führenden Armes der Isestraße über die an der Haltestelle Hoheluftbrücke befindliche Fußgänger- und  Radfahrerquerung ermöglicht werden. Der Radweg wurde deshalb im Zweirichtungsverkehr vor den Säulen des Hochbahnviaduktes angelegt. Die Furten über die Isestraße wurden mittels roter Markierung hervorgehoben. Nach dem Umbau zeigte sich jedoch, dass diese technisch und rechtlich einwandfreie Verkehrsführung von den Verkehrsteilnehmern nicht so angenommen wird wie beabsichtigt. Insbesondere der nach rechts in den Grindelberg einbiegende KFZ-Verkehr führt hierbei in Kombination mit dem Zweirichtungsradverkehr zu Problemen. Aufgrund des starken Fokus auf den Verkehr im Grindelberg zur Findung einer Einfahrtslücke, ziehen Autofahrer häufig auf den freizuhaltenden Radfahrstreifen vor und übersehen von rechts ankommende Radfahrer.
Nach Analyse der Situation haben der LSBG und die zuständigen Behörden beschlossen, die neue Radwegführung zurückzubauen und die Radfurt in den Bereich der vorhandenen Zebrastreifen zurückzulegen. Die Arbeiten beginnen ab dem 22. Februar 2017 und dauern voraussichtlich zwei Wochen.    Für die Arbeiten muss die Ein- und Ausfahrt der Isestraße gesperrt werden. Die Isestraße ist über Lehmweg und Klosterallee zu erreichen. Außerdem ist im Grindelberg stadtauswärts der rechte Fahrstreifen gesperrt. Der LSBG bittet alle von dieser notwendigen Maßnahme Betroffenen für die zu erwartenden Beeinträchtigungen um VerständnisDa die Arbeiten witterungsabhängig sind, kann es zu Verschiebungen kommen.

Der Rückbau der Radverkehrsführung entspricht dem Eingeständnis der dortigen Fehlplanung. Die Radverkehrsführung soll demnächst wieder auf die Lage vor dem Umbau zurückverlegt werden. Statt der heutigen Konflikte mit abbiegenden Fahrzeugen aus der Isestraße werden Radfahrer zukünftig wieder vermehrt Konflikte mit Fußgängern auf dem Radweg haben wegen der dann wieder stark verschwenkten Radverkehrsführung unter dem Hochbahnviadukt.


Grindelberg / Isestraße - © Stefan Warda


Mehr . . . / More . . . :
.

14. April 2016

Hamburg: Nach Grindelallee soll auch Grindelberg neue Radverkehrsanlagen bekommen

Hamburg: Cycle tracks along Grindelberg to be renewed
Aktualisiert um 21:44 Uhr

Grindelberg / Bezirksamt - © Stefan Warda


Nach Abschluss der Bauarbeiten in der Grindelallee soll ab August am Grindelberg mit dem Umbau der Radverkehrsanlagen begonnen werden. Der LSBG plant, die vorhandenen Radverkehrsanlagen sowie Gehwege von Grindelhochhäusern bis Hoheluftchaussee unter den Gesichtspunkten Verkehrssicherheit, Komfort, Durchgängigkeit und Befahrbarkeit zu verbessern und neu zu gestalten. Im Vordergrund stehe dabei, eine möglichst geradlinige Befahrbarkeit herzustellen und dem Radverkehr eigene, ausreichend breite Bewegungsräume zur Verfügung zu stellen. 


Grindelberg - © Stefan Warda

Grindelberg - © Stefan Warda


Die wohl schwierigste Aufgabe, die Verbesserung der Radverkehrsanlagen entlang der Hoheluftchaussee, steht bislang immer noch aus. Ausgerechnet dort, wo Hamburgs Symbolfigur für die Radfahrer, die "Postliesl", steht, sind die Bedingungen für Radfahrer erbärmlich.



Hoheluftchaussee - © Stefan Warda


Hoheluftchaussee - © Stefan Warda



Mehr . . . / More . . . :
 .

7. Januar 2015

"Fertigstellung" der Kreuzung Kieler Straße / Sportplatzring

"Renewal" of crossroads

© hamburgize.com / Stefan Warda


Die Verkehrsbehörde meldete vor einem Monat die "Fertigstellung" der Kreuzung Kieler Straße / Sportplatzring. Anlaß des Umbaus war die Erhöhung der Leistungsfähigkeit für den MIV. Laut der Verkehrsbehörde sei die Kreuzung nun für die Verkehrsprognosen bis 2025 ausgelegt.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Vor dem Umbau: Gefährlicher Hamburger Standardslalom bei freiem Rechtsabbieger

© hamburgize.com / Stefan Warda
Nach dem Umbau


Vom Umbau war auch der Radverkehr betroffen. Die Radverkehrsführungen wurden im Kreuzungsbereich begradigt. Überwiegend wechseln Radler von den herkömmlichen Radwegen auf Radspuren im Fahrbahnbereich. Die Wegelängen im Kreuzungsbereich wurden durch fahrbahnnahe Furten deutlich verkürzt. Die neuen Führungen erweisen sich vor allem bei den freien Rechtsabbiegern als Fortschritt. Vor dem Umbau mit den altbekannten Radwegen ging es für Radler im wilden Slalom über die freien Rechtsabbieger. Für Autofahrer war nicht unbedingt zu erkennen, ob die vorfahrtberechtigten Radfahrer dabei geradeaus oder nach rechts fahren wollten - dank der autoverkehrsoptimierten Kreuzung.


Kieler Straße Richtung Norden: Geradeaus über die Kreuzung

© hamburgize.com / Stefan Warda
Der benutzungspflichtige unbenutzbare "Radweg" in der Dooringzone vor der Kreuzung blieb unberührt bestehen.

© hamburgize.com / Stefan Warda
Vom Radweg auf die Radspur

© hamburgize.com / Stefan Warda
Gerade Führung über die Kreuzung

© hamburgize.com / Stefan Warda


Kieler Straße Richtung Süden: Geradeaus über die Kreuzung

© hamburgize.com / Stefan Warda
Vor der Volksparkstraße wechseln Radler vom Radweg auf die Radspur

© hamburgize.com / Stefan Warda
Radler queren die Volksparkstraße relativ gerade

© hamburgize.com / Stefan Warda
Nach Queren der Volksparkstraße müssen Radler einen leichten Slalom schlagen



Unfertig "fertiggestellte" Kreuzung

Bei einer Besichtigung im Dezember nach verkündeter "Fertigstellung" schien die Kreuzung dennoch nicht fertiggestellt zu sein. So stand ein Ampelmast auf dem Radweg. Zudem dient diese Ampel den Fußgängern als Querung der Kieler Straße. Da das Grünlicht mit einem Taster angefordert werden muss, bleiben Fußgänger gewöhnlicherweise direkt an der Ampel vor dem Taster auf dem benutzungspflichtigen Radweg stehen, wodurch der "Radweg" bei Fußgängerquerverkehr unbenutztbar ist.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Ampelmast auf dem Radweg - Wo werden in Hamburg Ampelmasten auf der Fahrbahn aufgestellt?

© hamburgize.com / Stefan Warda
Krieg auf dem Radweg Kieler Straße: Wartende Fußgänger versperren den benutzungspflichtigen Radweg


Kampfgänger auf Radweg

An anderer Stelle fehlte zum Zeitpunkt der Besichtigung ein Gehweg. Fußgänger nutzen entgegen der StVO den benutzungspflichtigen Radweg. Für den Radverkehr geradeaus über die Kreuzung in Richtung Westen (vom Sportplatzring zur Volksparstraße) wäre eine Tafel mit der geänderten Verkehrsführung hilfreich. Obwohl Radler geradeaus über die Kreuzung wollen, müssen sie vor der Kreuzung nach links abbiegen und sich dann zwischen MIV-Rechtsabbieger und MIV-Geradeausverkehr aufstellen. Von der Volksparkstraße kommend werden Radfahrer leider rechts von MIV-Rechtsabbiegerspur geführt - eine gefährliche Kombination


© hamburgize.com / Stefan Warda
Kampfgeher auf dem benutzungspflichtigen Radweg

© hamburgize.com / Stefan Warda
Kieler Straße / Sportplatzring ohne Gehweg - eine Umleitung für Fußgänger ist nicht ausgewiesen

© hamburgize.com / Stefan Warda


Bauphase ohne Radverkehrsführungen

Während der Bauphase gab es die in Hamburg üblichen Verkehrsschikanen für Radfahrer. Während der MIV freie Bahn hatte, lösten sich benutzungspflichtige Radwege im Baustlelenbereich in Luft auf. Radler mussten am Ende der Radwege versuchen auf die Fahrbahn zu gelangen, da keine andere Radverkehrsführung für sie vorgesehen war.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Während der Bauphase an der Kieler Straße 400 Richtung Norden: Vor der Kreuzung löst sich der benutzungspflichtige Radweg in Luft auf. Mangels Radverkehrsführung mussten Radler auf die Fahrbahn wechseln

© hamburgize.com / Stefan Warda
Deutlich hinter dem Ende des Radwegs war auf dem Gehweg ein Hinweis für Fußgänger in Richtung Volksparkstraße aufgestellt. Für die Richtung Kieler Straße (geradeaus nach Norden) fehlte jeglicher Hinweis und jegliche Führung


 
Volksparkstraße Richtung Sportplatzring

© hamburgize.com / Stefan Warda
Gefahrenstelle Volksparkstraße / Kieler Straße: Radfahrer werden leider rechts von den MIV-Rechtsabbigern geführt

© hamburgize.com / Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda
Radler müssen an der Bushaltestelle nicht mehr kreuz und quer durch wartende Fußgänger radeln


Sportplatzring Richtung Volksparkstraße

© hamburgize.com / Stefan Warda
Sportplatzring / Kieler Straße: Die Führung geradeaus über die Kreuzung ist gewöhnungsbedürftig. Rechts herum geht es zur Kieler Straße Richtung Norden, der Zickzack-Kurs mit der Fahrradampel nach links ist für den Geradeausverkehr mit einer zweiten Ampel mitten auf der Kreuzung

© hamburgize.com / Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda
Am rechten Fahrbahnrand gibt es gegen die Erwartungen keine Querungsmöglickeit über die Kieler Straße für Fußgänger und Radler

© hamburgize.com / Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda
Kampfsteherin auf dem Radweg

© hamburgize.com / Stefan Warda
Volksparstraße / Kieler Straße: Radler werden an der Bushaltestelle vorbeigeleitet




Mehr . . . :
.