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26. September 2021

Hamburg-Eimsbüttel: Kleine Mobilitätswende an der Fruchtallee

Hamburg-Eimsbüttel: Cycle parking instead of car parking

Aktualisiert am 27.09.2021

Fruchtallee, aktueller Zustand: benutzungspflichtiger Radweg - © Stefan Warda

 

Nicht mehr ganz neu, dennoch bemerkenswert: die kleine Mobilitätswende in Eimsbüttel. Statt verkehrsgefährdender Stehzeuge am und auf dem "Radweg" bietet die Fruchtallee nunmer zahlreiche Fahrradbügel und einen benutzbareren Radweg.  


Fruchtallee, aktueller Zustand: benutzungspflichtiger Radweg - © Stefan Warda

Fruchtallee, vorheriger Zustand: benutzungspflichtiger Radweg beinträchtigt durch Wildparkende und wildfahrende Autos auf dem Radweg - © Stefan Warda

Fruchtallee, vorheriger Zustand: benutzungspflichtiger Radweg beinträchtigt durch Wildparkende am Radweg und Wildfahrende auf dem Radweg - jahrzehntelang behördlich geduldet - © Stefan Warda

 

Jahrzehntelang wurde das Wildparken rechts neben dem Radweg geduldet. Die Wildparkenden im südlichen Abschnitt konnten ihre Stehzeugeplätze nur durch das illegale Befahren des benutzungspflichtigen Radwegs erreichen. Im nördlichen abschnitt waren Radfahrende extrem durch rückwärts ausparkende Autos gefährdet, wodurch sie drohten, auf die Fahrbahn gestoßen zu werden.


Fruchtallee, aktueller Zustand - © Stefan Warda

Fruchtallee, vorheriger Zustand - © Stefan Warda

Fruchtallee, aktueller Zustand - © Stefan Warda

Fruchtallee, vorheriger Zustand - © Stefan Warda

Fruchtallee, aktueller Zustand - © Stefan Warda

Fruchtallee, vorheriger Zustand - © Stefan Warda


 

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5. November 2019

Befremdlich in der "Fahrradstadt" Hamburg: Erneuerter Radweg in der Fruchtallee

Strange in "Fahrradstadt" Hamburg: Renewed cycle track at Fruchtallee

Fruchtallee, Christuskirche: Eine der Engstellen am erneuerten benutzungspflichtigen Radweg - © Stefan Warda


Der benutzungspflichtige Radweg entlang der Fruchtallee wurde erneuert. Im Abschnitt bei der Christuskirche ist die Umgestaltung jedoch vollkommen misslungen. Auch zukünftig werden Radfahrende dort nicht zweispurig fahren können, weil zwei Laternenmasten in kurzer Folge im Weg stehen. Während dem Autoverkehr daneben drei Fahrspuren stadtauswärts zur Verfügung stehen, werden Radfahrende durch die Hindernisse zum Kolonnenfahren hintereinander gezwungen. Ein Überholen langsamer Radfahrender ist leider kaum möglich. Zudem ist damit zu rechnen, dass die Bäume nach Ende der Baumaßnahme austreiben werden und das Lichtraumprofil des neuen Radwegs - wie in Hamburg seit Jahrzehnten generell üblich - beeinträchtigen werden.


Fruchtallee, Christuskirche: Eine der Engstellen am erneuerten benutzungspflichtigen Radweg - © Stefan Warda

Fruchtallee, Christuskirche: Eine der Engstellen vor Umbau des benutzungspflichtigen Radwegs - © Stefan Warda
Fruchtallee, Christuskirche: Eine der Engstellen vor Umbau des benutzungspflichtigen Radwegs - © Stefan Warda


Umbau bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück

Es bleibt weiterhin ein weiter Weg zur sogenannten "Fahrradstadt". Denn mit dem jetzigen Ausbau des Radwegs bleibt die Raderkehrsmenge begrenzt. Eine deutliche Zunahme des Radverkehrs bleibt zukünftig - entgegen dem "Bündnis für den Radverkehr" - zumindest auf der Fruchtallee ausgeschlossen.

Weiterhin erforderliche Radwege sollen saniert, d.h. baulich instandgesetzt und in Bezug auf Linienführung, Breite und Oberfläche an die aktuellen Anforderungen angepasst werden.


Fruchtallee, Christuskirche: Eine der Engstellen am erneuerten benutzungspflichtigen Radweg - © Stefan Warda

Fruchtallee, Christuskirche: Eine der Engstellen vor Umbau des benutzungspflichtigen Radwegs - © Stefan Warda



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16. Oktober 2018

"Fahrradstadt" Hamburg: Aktuelle Baustellenschikanen für Radfahrende

Hamburg: Chikanes for cyclists at construction sites



Friedhof Ohlsdorf, Talstraße / Cordesallee: Baustelle mit Benutzungszwang in Tempo-30-Zone - © Stefan Warda

Friedhof Ohlsdorf

Auf dem Friedhof Ohlsdorf, dem größten Parkfriedhof Deutschlands, geht es eher ruhig zu. Zwar leidet die Friedhofsstille durch Durchgangsverkehr zwischen Bramfeld und Ohlsdorf, aber das Friedhofsstraßennetz ist eine große Tempo-30-Zone. Trotz dieses Verkehrsregimes werden Radfahrende an einer Baustelle entgegen der Straßenverkehrsordnung auf irgendwelche "Rad"- oder "Gehwege" verpflichtet.


Friedhof Ohlsdorf, Talstraße / Cordesallee: Baustelle mit Benutzungszwang in Tempo-30-Zone - © Stefan Warda

Friedhof Ohlsdorf, Talstraße: Baustelle mit Benutzungszwang in Tempo-30-Zone - © Stefan Warda


Fruchtallee

Entlang der Fruchtallee gibt es u. a. zwischen Eimsbütteler Marktplatz und Doormannsweg Straßenbauarbeiten. Stadteinwärts wurde eine Fahrspur für Gehende und Radfahrende abgetrennt, stadtauswärts verhält es dagegen für den nicht motorisierten Verkehretwas beschwerlicher. Zwischen Heußweg und Emilienstraße wurde der Radgegenverkehr angeordnet. Davon betroffen ist ein stellwenweise nur eta 75 Zentimeter schmaler vom Gehweg abmarkierter "Radweg", der dem Begegnungsverkehr eindeutig nicht gewachsen ist. Auch im weiteren Verlauf auf dem nicht von der Baustelle betroffenen Radweg darf entgegen der üblichen Fahrtrichtung geradelt werden. So gibt es dadurch am U-Bahnhof Emilienstraße unschöne Begegnungen im kurvigen Verlauf des Radwegs um das Bahnhofsgebäude herum.


Fruchtallee 128, Baustelle: Getrennter Geh- und Radweg bis zum Heussweg - © Stefan Warda

Fruchtallee 134, Baustelle: Engstelle für getrenntem Rad- und Gehweg - © Stefan Warda

Fruchtallee / Heussweg, Baustelle: Getrennter Geh- und Radweg? - © Stefan Warda

Fruchtallee / Heussweg, Baustelle: Erst beim Blick nach links kann das Verkehrszeichen für getrennten Geh- und Radweg erfasst werden - © Stefan Warda

Fruchtallee 134, Baustelle: "Zweirichtungsradweg" - © Stefan Warda

Fruchtallee 130, Baustelle: Zweirichtungsradverkehr - © Stefan Warda

Fruchtallee / U-Bahnhof Emilienstraße: Mit Gegenverkehr muss derzeit gerechnet werden - © Stefan Warda


Rödingsmarkt, Velouten 11 und 12 

Seit der Totalsperrung des Rödingsmarkts und Graskellerbrücke werden Radfahrende am Rödingsmarkt ab Willy-Brandt-Straße bis Groer burstah auf den schmalen Gehweg verpflichtet, obwohl die Totalsperrung längst aufgehoben worden ist und das Fahrbahnradeln eigentlich wieder erlaubt sein müsste.


Velorouten 11 und 12, Rödingsmarkt 11: Gehwegbenutzungspflicht während der Fahrbahnsperrung - © Stefan Warda

Velorouten 11 und 12, Rödingsmarkt 11: Fahrbahnbenutzungspflicht vor der Fahrbahnsperrung - © Stefan Warda

Velorouten 11 und 12, Rödingsmarkt 11: Weiterhin Gehwegbenutzungspflicht nach Aufhebung der Fahrbahnsperrung - © Stefan Warda

Velorouten 11 und 12, Rödingsmarkt 11: Weiterhin Gehwegbenutzungspflicht nach Aufhebung der Fahrbahnsperrung - © Stefan Warda



All diese unschönen Radverkehrsführungen an Hamburger Baustellen ermuntern Radfahrende zu regelwidrigem Verkehrsverhalten. Verkehrsanordnungen ohne Sinn und Verstand werden nicht ernst genommen und führen ganz allgemein zu weniger Regeltreue. Die "Kampfradler" erzieht sich die "Fahrradstadt" Hamburg selbst.



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26. April 2018

Hamburg: Drei Epochen Radwegebaukunst in der Fruchtallee zu besichtigen

Hamburg: Three decades of cycle track design at Fruchtallee


Fruchtallee, neue "Protected Bike Lane" nur ein temporärer gemeinsamer Geh- und Radweg - © Stefan Warda


Die Hamburger CDU jammert als Oppositionspartei penetrant um jeden legalen und sogar illegalen Parkplatz, der für die Verbesserung des Radverkehrs geopfert wird. Doch welche Lobbygruppe kann sich Gehör verschaffen, wenn es um die Rückeroberung von Radverkehrsflächen geht, die für Parkplätze geopfert wurden?


Fruchtallee / Sandweg, Baustelle: Gemeinsamer Geh- und Radweg - © Stefan Warda

Derzeit sind in der Fruchtallee Radverkehrsanlagendesigns aus verschiedenen Epochen zu besichtigen. Auf dem Abschnitt zwischen Sandweg und Doormannsweg sind stadteinwärts drei typische Formen der Radwegebaukunst als Studienobjekte aneinandergereiht.


Fruchtallee: Radverkehrsanlagendesignausstellung: Mittig der ca. 60 Jahre alte Radweg (heute Parkplatz), rechts der 19 Jahre alte autoverkehrsgerechte Radweg, links die "Protcted Bike Lane" nach Berliner Vorbild - © Stefan Warda


In der Mitte der nebeneinandergereihten Objekte liegt das älteste Modell aus der Zeit des Wiederaufbaus nach dem letzen Weltkrieg: der radverkehrsgerechtere Radweg. Mit der Verbreiterung der Fruchtallee vor rund sechzig Jahren wurden 1,5 Meter breite Radwege angelegt. Dieser hatte das in Hamburg seltene Betonsteinplattenformat von 30 x 30 Zentimetern. Rechts davon liegt der autoverkehrsgerechte Radweg. Dieser wurde vor neunzehn Jahren als Nachfolgemodell vom damaligen Gehweg abgetrennt, um auf dem bis dahin zur Verfügung stehenden radverkehrsgerechteren Radweg Platz für Stehzeuge einzurichten. Der damals entstandene autoverkehrsgerechte Radweg hat auf einem längeren Abschnitt nur eine Breite von einem Meter neben einem Gehweg von 1,5 Meter Breite - und das unmittelbar an einer frequentierten Straßenkreuzung und neben dem Eingang eines Supermarktes. Links außen liegt das neueste Modell, welches "Protected Bike Lane" oder geschützte Radspur genannt wird. Dieses Modell soll zukünftig an Hauptverkehrsstraßen in Berlin zur Anwendung kommen. Es bietet ausreichend Platz für das Nebeneinanderradeln oder das Überholen von langsameren Radfahrern. Die "Protected Bike Lane" ist von der Fahrbahn mittels einer Leitplanke abgetennt, um so das in Hamburg extrem verbreitete Wildparken zu unterbinden. Auf der Fruchtallee handelt es sich tatsächlich jedoch nicht um eine echte "Protected Bike Lane", sondern nur um einen gemeinsamen Geh- und Radweg, der befristet im Rahmen einer Baumaßnahme auf der Nebenfläche eingerichtet wurde. Leider soll später nach Abschluss der Bauarbeiten der autoverkehrsgerechte Radweg wieder benutzungspflichtig werden.


Fruchtallee / Sandweg: 1999 wurde der heute noch in Betrieb befindliche schmale Radweg angelegt (vom Gehweg abgetrennt) - © Stefan Warda

Fruchtallee / Sandweg: Der breitere Radweg links wurde anschließend in einen Parkstreifen umgewandelt - © Stefan Warda




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10. Februar 2020

Bauarbeiten am Doormannsweg in Hamburg geplant: Radfahrstreifen sollen Radwege ersetzen

Road works in Hamburg: Cycle lanes should replace cycle tracks at Doormannsweg
Aktualisiert um 16:08 Uhr

Doormannsweg / Fruchtallee - © Stefan Warda


Der Doormannsweg soll zwischen Fruchtallee und Tornquiststraße umgestaltet werden. Die Bauarbeiten sollen am 3. März beginnen vorraussichtlich bis September andauern.


Der LSBG plant den Umbau der Kreuzung Doormannsweg / Fruchtallee und die Sanierung und Grundinstandsetzung des Doormannsweg im weiteren Verlauf bis zur Kreuzung mit der Tornquiststraße (Veloroute 2). Die vorhandenen Radwege sollen entfernt werden. Radfahrende sollen zukünftig auf Radfahrstreifen radeln. Während der Baumaßnahme sollen der Fuß- und Radverkehr angeblich stets aufrechterhalten und sicher um oder durch das jeweilige Baufeld geführt werden.


Doormannsweg / Fruchtallee - © Stefan Warda


Manche Radfahrende werden über die neue Verkehrsführung nicht erfreut sein. Laut der Planung aus dem Jahr 2017, die vornehmlich der "Busbeschleunigung" dienen soll, sollen zumindest teilweise Radwege durch Radfahrstreifen ersetz werden. Radfahrende werden allerdings an den beiden Bushaltestellen zwischen Schwerlastverkehr und haltenden Bussen radeln müssen. Andere werden darüber erfreut sein, dass die auch von Radfahrenden stark befahrene Kreuzung Fruchtallee / Doormannsweg umgestaltet werden soll: Bislang blockieren Radfahrende sich dort gegenseitig. Bei Rot wartende Radfahrende versperren dem querenden Radverkehr den Weg. Laut Planungsunterlage dürfte diese Problematik zukünftig zumindest an einer Seite der Kreuzung durch die Anlage von Radfahrstreifen entfallen.


Doormannsweg / Fruchtallee - © Stefan Warda

Doormannsweg / Fruchtallee - © Stefan Warda

Doormannsweg / Fruchtallee - © Stefan Warda

Der Doormannsweg wurde im Bereich Alsenplatz schon mit Radfahrstreifen ausgestattet. Im weiteren Verlauf des Ring 2 Richtung Stresemannstraße / Holstenplatz wurden schon für die geplante Veloroute 13 Radwege durch Radfahrstreifen ersetzt. Es besteht zu befürchten, dass überholende Fahrzeuge neben den Radfahrstreifen keinen ausreichenden Seitenabstand einhalten werden.


Doormannsweg / Alsenplatz - © Stefan Warda

Zukünftige Veloroute 13, Alsenstraße: Neue Radfahrstreifen und Stehzeuge - © Stefan Warda

Zukünftige Veloroute 13, Alsenstraße: Neue Radfahrstreifen und Stehzeuge - © Stefan Warda

Wie das gegenseitige Blockieren der Kreuzung beim Radverkehr auf Radwegen (zumindest teilweise) vermieden werden kann, zeigt ein Blick in die Niederlande. Dort werden die Flächen im Kreuzungsbereich der Radwege, die freigehalten werden müssen, markiert. Zudem werden größere Aufstellflächen für wartende Radfahrende vorgesehen.


Amsterdam, Amstelveenseweg / Vondelpark - © Stefan Warda

Amsterdam, Amstelveenseweg / Vondelpark - © Stefan Warda

Amsterdam, Amstelveenseweg / Vondelpark - © Stefan Warda


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30. Juni 2016

Hamburg: Mit Betonschweinen gegen Wildparker in der Fruchtallee

Hamburg: Obstacles against wild parking at Fruchtallee
Aktualisiert um 23:42 Uhr

Fruchtallee mit Betonschweinen - © Stefan Warda


Schon 2003 prangerten engagierte Radfahrer im Rahmen einer Aktion "Radweg oder Parkplatz" das Parken am bzw. auf dem benutzungspflichtigem Radweg in der Fruchtallee an. Mehrfach wurde dieser Missstand anschließend wiederholt angeprangertund Verbesserungen von der Straßenverkehrsbehörde eingefordert. Seit wenigen Tagen verhindern nun Betonschweine das Wildparken auf einem Teilstück des Gehwegs neben dem Radweg entlang der stark frequentierten Hauptverkehrsader. Liegt die Maßnahme an einem Sinneswandel bei der verantwortlichen Straßenverkehrsbehörde oder nur an den Fassadenarbeiten an den angrenzenden Wohnhäusern? Es wäre wünschenswert, wenn das den Radverkehr gefährdende und behindernde Wildparken dauerhaft unterbunden bliebe.


Fruchtallee zuvor ohne Betonschweine - © Stefan Warda

Fruchtallee zuvor ohne Betonschweine - © Stefan Warda


Südlich des mit Betonschweinen ausgestatteten Abschnitts der Fruchtallee werden Radfahrer jedoch weiterhin mit Stehzeugen rechts vom benutzungspflichtigem Radweg konfrontiert.  Ebenso mit dem illegalen Rangier- und Parksuchverkehr auf dem benutzungspfichtigem Radweg. Dieser Abschnitt ist nicht von Fassadenarbeiten betroffen.


Fruchtallee, Wildparker: Die Stehzeuge rechts vom Radweg werden über den benutzungspflchtigen Radweg zur Fahrbahn rangiert und behindern dabei den Radverkehr . . .  - © Stefan Warda


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