02 September, 2015

Hamburg: Stresemannstraße soll schöner werden

Hamburg: Cycling along Stresemannstraße should be nicer


© hamburgize.com / Stefan Warda


Ab nächsten Montag soll erneut an der östlichen Stresemannstraße gebaut werden. Zwischen Max-Brauer-Allee und Neuer Pferdemarkt sollen neben der Fahrbahnerneuerung "die Radwege in weiten Teilen verbreitert und mit neuen Oberflächen versehen" werden. In weiten Teilen gibt es in dem Straßenabschnitt gar keine Radwege. Dort bestehen Gehwegbenutzungspflichten. Ob die Gehwege nun breiter und schöner werden?


© hamburgize.com / Stefan Warda
Derzeit endet der Radweg noch an der Stresemannstraße 9. Ab dort müssen Radler auf die Fahrbahn, ab der Lerchenstraße gilt der bekannte Radwegzwang. Etwas weiter aber endet der Radweg, Radler sollen dann den schmalen Gehweg befahren, damit der Autoverkehr besser fließt

© hamburgize.com / Stefan Warda
Gehwegbenutzungspflicht ab der Lippmannstraße Richtung Sternbrücke

© hamburgize.com / Stefan Warda
Baustelle Strese 100

© hamburgize.com / Stefan Warda
Baustelle Strese 100

© hamburgize.com / Stefan Warda
Baustelle Strese

© hamburgize.com / Stefan Warda
Baustelle Strese

© hamburgize.com / Stefan Warda
Baustelle Strese: Hier soll die neue Metrobuslinienhaltestelle Bernstorffstraße entstehen





Mehr . . . / More . . . :
.

01 September, 2015

Hamburgs ausgezeichnetes Grünradwegenetz schrumpft: Ein letzter naturbelassener Radweg an der Fuhle

Last organic cycle track along Fuhlsbütteler Straße
Aktualisiert am 02.09.2015

© hamburgize.com / Stefan Warda


Hamburg vermarktet sich gern als grüne Metropole. Doch nach und nach verschwinden Hamburgs berühmte Grünradwege. Zwar konnte die Hansestadt für die Bewerbung um den Titel "Europäische Umwelthauptstadt" noch mit einem zusammenhängenden Netz von Grünradwegen punkten, doch durch umfangreiche Straßensanierungen während der letzten Jahre - z.B. wegen der Busbeschleunigung - sind zahlreiche Grünradwegkilometer verloren gegangen. Derzeit werden besonders wertvolle Grünradwege im Verlauf der Alten Landstraße und am Neuen Pferdemarkt vernichtet. Auch entlang der Fuhlsbütteler Straße gingen Grünradwegabschnitte verloren. Besonders schmerzhaft war die Vernichtung des Grünradwegs in Ohlsdorf am ehemaligen Straßenbahndepot (stadteinwärts zwischen Wellingsbütteler Landstraße und Im Grünen Grunde).


© hamburgize.com / Stefan Warda


Der letzte noch naturbelassene Radwegabschnitt in der Fuhle befindet sich zwischen Justus-Strandes-Weg und der Kreuzung mit der Wellingsbütteler Landstraße. Alle weiteren Radwegabschnitte wurden im Rahmen des Umbaus der Fuhle unwiederbringlich beseitigt. Immerhin ist dieser letzte Teil eines vormals stadtumspannenden Netzwerkes mit dem blauen Umweltprüfsiegel ausgezeichnet. Wird ihn das vor einer möglichen Vernichtung retten? Noch aber sind am Brombeerweg und dem Maienweg besonders ansehnliche naturbelassene Radwege vorhanden, die eine Besichtigung lohnen. Hamburger lieben ihre grünen Radwege.


© hamburgize.com / Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda



Mehr . . . / More . . . :
.

Stehzeuge über alles - PK33: Poller gegen Kampfparker "nicht zielführend"

Hamburg: Police rejects bollards to protect mandatory cycle track against car parking

Aktualisiert am 02.09.2015
© hamburgize.com / Stefan Warda

Poller zum Schutz gegen Kampfparker seien nicht zielführend

Das PK33 lehnt Poller gegen Kampfparker auf dem benutzungspflichtigem Radweg entlang der Barmbeker Straße zwischen Jarrestraße und Semperstraße ab. Der seit Erneuerung des Radwegs unter CDU-Senator Dr. Michael Freytag dauerhaft zugeparkte Radweg bleibt bislang überwiegend unbenutzbar. Auf Beschwerden von Radfahrern lehnte das zuständige PK33 als Straßenverkehrsbehörde das Aufstellen von Pollern ab. Der "Einbau von Sperrelementen ist nicht zielführend".

Einbau von Sperrelementen ist nicht zielführend [PK33]

Zur Erinnerung: Unter Verkehrssenator Dr. Michael Freytag wurden erstmalig in Hamburg entlang ganzer Hauptstraßenzüge unbenutzbare benutzungspflichtige Radwege instandgesetzt, damit sie den Kriterien der StVO (VwV-StVO) bezüglich den Anforderungen an die Radwegbenutzungspflicht genügen sollten. Auch die Radwege entlang des Straßenzuges Barmbeker Straße, Herderstaße, Winterhuder Weg, Lerchenfeld und Wartenau wurden 2007 ausgebessert. Für den Abschnitt in der Barmbeker Straße war ursprünglich vorgesehen zwischen Radweg und Parkständen Bordkanten einzubauen.

Senator-Dr.-Michael-Freytag-Radwegeausbauprogramm
Der im Propagandabericht zur Hamburger Radverkehrsstrategie erwähnte "Ausbau der Radwege, Verbreiterung und Verbesserung der Linienführung" in der Barmbeker Straße. Links vor dem "Ausbau", rechts nach dem "Ausbau". Trotz des "Umbaus" im Jahre 2007 gibt es dadurch seitdem keinen Mehrwert für den Radverkehr, der Fakeradweg genügt immer noch nicht den Anforderungen an eine Radwegbenutzungspflicht, auch wenn dies das Ziel des Umbau gewesen war


Aus ungenannten Gründen wurde später bei der Bauausführung von Bordkanten abgesehen. Schließlich sollten möglichst viele Kilometer Radwege möglichst billig - also primitiv - hergerichtet werden. Quantität statt Qualität war der Maßstab für das Hauptstraßenradwegebauprogramm, weshalb später in der Radverkehrsstrategie für Hamburg (2007/2008) eingefordert wurde, Qualität vor Quantität zu stellen.


© hamburgize.com / Stefan Warda


Trotz des Umbaus blieben die weiterhin benutzungspflichtgen Radwege entlang der Barmbeker Straße bis heute in mehren Abschnitten unbenutzbar. Das Ausweichen auf Gehwege ist aber auch bei benutzungspflichtigen Radwegen verboten - sogar wegen Dauerkampfparkens.


© hamburgize.com / Stefan Warda


PK33 im Einsatz für "Quartiersbelange"

Als Alternative bestünde immer noch die Möglichkeit die Kampfparker vom Radweg abzuschleppen, wenn schon auf Poller verzichtet werden soll. Aber auch davon dürfen die Hamburger nur träumen. Was bleibt aus Sicht des PK33 zielführend? Vermutlich wurden mit der Anlage der Radwege vor mehreren Jahrzehnten die "Quartiersbelange" der Jarrestadt bzw. der Barmbeker Straße nicht ausreichend berücksichtigt, wie am Wiesendamm. Da mit erhöhtem Radverkehrsauskommen auf der Fahrbahn wegen dauerhaft unbenutzbarer Fakeradwege zu rechnen ist, wird das PK33 vielleicht in Kürze ein neues Verkehrskonzept für die Barmbeker Straße vorlegen: Tempo 30-Zone mit versetzten Parkständen auf dem Radweg.


© hamburgize.com / Stefan Warda


Der Verzicht auf Poller zur Erhaltung der Benutzungbarkeit der benutzungspflichtigen Radwege zeigt eindeutig, dass Hamburg noch lange keine "Fahrradtstadt" werden wird. Der Stellenwert des Autoverkehrs bleibt weiterhin weitaus höher als der des Radverkehrs, vor allem wegen Behördenvertreter, die sich nicht an behördliche Weisungen halten.

PK33 widersetzt sich der Radverkehrsstrategie für Hamburg

Mit der Weigerung den unbenutzbaren Radweg mittels Pollern benutzbar zu machen, weigert sich das PK33 die Radverkehrsstrategie für Hamburg umzusetzen. Die Radverkehrsstrategie für Hamburg war 2008 für alle beteiligten Behörden in Hamburg eingeführt worden. Unter Maßnahme 1-12 sollten kritische Fälle legalen Parkens an Radverkehrsanlagen überprüft und ggf. geändert werden.

1-12 Bei der Planung von Radverkehrsanlagen (Neubau und Grundinstandsetzung) ist verstärkt darauf zu achten, dass Gefährdungen und Beeinträchtigungen des Radverkehrs durch zu schmale Kfz-Parkstreifen oder fehlende Sicherheitsräume zwischen parkenden Fahrzeugen und Radverkehrsanlage vermieden werden. Ggf. muss das Parken neben dem Radweg durch straßenbauliche Maßnahmen unterbunden werden, oder es ist eine andere Art der Radverkehrsführung vorzusehen. 
 Die Verkehrsdirektion wird kritische Fälle legalen Parkens neben Radwegen überprüfen und – in Abstimmung mit der BSU – nach geeigneten Lösungen suchen. Zur Entschärfung der Parkproblematik sollen insbesondere in dichten Wohngebieten verstärkt auch Möglichkeiten für kostenpflichtige Stellplätze außerhalb des Straßenraumes geprüft werden.


© hamburgize.com / Stefan Warda


Mehr . . . / More . . . :
 .

31 August, 2015

Hamburg: Eine gefährliche Ecke

Hamburg: A dangerous spot


© hamburgize.com / Stefan Warda
Konfusion an Krugkoppelbrücke und Leinpfad


Gefahrengebiet PK33: Entlang der geplanten Veloroute 4 in Richtung Winterhude können Radler eine böse Überraschung erleben. 


Bislang noch endet die Veloroute 4, die vom Rathausmarkt Richtung Langenhorn führen soll, vor der Krugkoppelbrücke. Der weitere Ausbau in der Bebelallee ist in vollem Gange, die Wegweisung für die Route wird vermutlich nach Abschluß der Bauarbeiten nachgerüstet. Zwischen Krugkoppel und Bebelallee soll die Veloroute 4 entlang Leinpfad und Hudtwalckerstraße verlaufen.


© hamburgize.com / Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda


Im Verlauf des Leinpfads Richtung Norden müssen Radler auf der Fahrbahn radeln. Der Leinpfad ist dort Teil einer Tempo 30-Zone. Von Fernsicht bis Mövenstraße gilt regelärer Gegenverkehr, ab Mövenstraße bis Maria-Louisen-Straße wird Radlern aber suggeriert entgegen der Einbahnrichtung radeln zu dürfen. Korrekt für eine echte Einbahnstraßenfreigabe wäre unter dem "Spardosenschild" (Verbot der Einfahrt, VZ 267) das Zusatzzeichen "Radfahrer frei" (ZZ 1022-10), angebracht wurde jedoch das Zusatzzeichen für Radgegenverkehr (ZZ 1000-33). Radler Richtung Norden könnten also davon ausgehen, dass entgegenkommende Fahrzeuge mit ihnen rechnen müssten. Die nächste Kreuzung folgt an der Maria-Louisen-Straße. Radler, die dort auf die querende Hauptstraße gelangen, müssen davon ausgehen, dass dort die Rechts-vor-links-Regelung gilt. Keine Haltelinie, keine Aufplasterung, kein Vorfahrt-achten-Schild, kein Stopp-Schild, kein Ende der Tempo 30-Zone halten Radler an der Maria-Louisen-Straße auf. Die Ausgestaltung der Kreuzung lässt sie im Glauben, dass der Querverkehr von der Streekbrücke ihnen gegenüber Vorfahrt gewähren müsste.


© hamburgize.com / Stefan Warda


Für den dort querenden Straßenverkehr entlang der Maria-Louisen-Straße gilt Tempo 50. In dichter Taktfolge fahren sogar Gelenklinienbusse auf der Maria-Louisen-Straße. Zwar hat es in der Maria-Louisen-Straße kein Vorfahrtstraßenschild (VZ 306) vor dem Leinpfad, doch ist unter dem Einbahnstraßenschild (VZ 220) für den Leinpfad kein Zusatzzeichen für den Radgegenverkehr (ZZ 1000-32) angebracht. Somit müssen Fahrzeugführer im Verlauf der Maria-Louisen-Straße stadtauswärts davon ausgehen, dass aus dem Leinpfad keine Fahrzeuge auf die Maria-Louisen-Straße abbiegen dürfen.

Unbenuttzbarer Fakeradweg am Leinpfad

© hamburgize.com / Stefan Warda


© hamburgize.com / Stefan Warda


Laut zuständiger Straßenverkehrsbehörde (PK33) soll diese Kreuzung jedoch kein Unfallschwerpunkt sein. Ob deshalb keine klare Vorfahrtregelung zur Sicherheit der Radler nötig ist? Bleibt zu hoffen, dass allerspätestens im Zuge des geplanten Ausbaus der Veloroute 4 entlang des Leinpfads alle Kreuzungen auf den Prüfstand kommen. Denn auch die vermeintliche Einbahnstraßenfreigabe, die die zuständige Straßenverkehrsbehörde ausführte, entspricht nicht den gültigen Regelwerken.

Der Leinpfad sollte ursprünglich zur Fahrradstraße umgestaltet werden.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Leinpfad / Mövenstraße: Radler müssen zunächst rechts abbiegen, um weiter geradeaus zu fahren

© hamburgize.com / Stefan Warda
Leinpfad / Mövenstraße: Eine nicht ganz legale Einbahnstraßenfreigabe. Nur mit dem Zusatzzeichen "Radfahrer frei" dürfen Radler das Verbot der Einfahrt umgehen

© hamburgize.com / Stefan Warda
Mövenstraße / Leinpfad: Radler durfen hier sowohl links als auch rechts abbiegen. Mit einem Schlenker über die Mövenstraße wäre also die Fahrt entlang des Leinpfads Richtung Norden zulässig

© hamburgize.com / Stefan Warda
Leinpfad / Maria-Louisen-Straße: Das Vorfahrt-achten-Schild am linken Rad betrifft den Fakeradweg. Auf der Fahrbahn weist kein Schild auf den Vorrang des Autoverkehrs entlang der querenden Hauptstraße

© hamburgize.com / Stefan Warda
Maria-Louisen-Straße / Leinpfad: Für den Fahrzeugverkehr ist nicht erkennbar, dass Radler möglicherweise von rechts aus dem Leinpfad fahren dürften

© hamburgize.com / Stefan Warda
Leinpfad / Maria-Louisen-Straße aus Richtung Norden




Mehr . . . / More . . . :
.

27 August, 2015

Kein Herz für Fußgänger: Weniger Gehweg in der Fuhle

Scandalously: Less space for pedestrians along Fuhlsbütteler Straße


© hamburgize.com / Stefan Warda
Fuhle: Erneuerter Radweg gegenüber dem Ohlsdorfer Friedhof

Drive-in-Blumenmarkt für Radfahrer oder Bonsai-Gehweg?

Nach zahlreichen Bauarbeiten auf der Fuhle wurde mittlerweile wurde auch der Radwegabschnitt zwischen Im Grünen Grunde und dem Bahnhof Ohlsdorf gegenüber dem Friedhof erneuert. Dort haben die verantwortlichen Behörden aber einen groben Fehler gemacht. Für den Fußgöngerverkehr bleibt seit dem Umbau so gut wie kein Platz mehr. Der Radweg wurde einseitig ausschließlich zum Nachteil des Fußgängerverkehrs verbreitert. Der ansässige Pflanzenverkauf auf dem Gehweg, der eigentlich in der jetzigen Art gar nicht genehmigungsfähig ist, müsste nun sofort unterbunden werden, damit Fußgänger den Gehweg überhaupt noch sicher nutzen könnten.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Vor Umbau

© hamburgize.com / Stefan Warda
Vor Umbau

Der erneuerte Radweg ist weiterhin benutzungspflichtig. Demnach muss laut der VwV-StVO eine ausreichende Fläche für den Fußgängerverkehr vorgehalten werden - oder die Benutzungspflicht muss fallen.

Benutzungspflichtige Radwege dürfen nur angeordnet werden, wenn ausreichende Flächen für den Fußgängerverkehr zur Verfügung stehen. [VwV-StVO]


© hamburgize.com / Stefan Warda


© hamburgize.com / Stefan Warda


© hamburgize.com / Stefan Warda


© hamburgize.com / Stefan Warda
Vor Umbau

© hamburgize.com / Stefan Warda
Vor Umbau


Mehr . . . / More . . . :
.