18 Oktober, 2017

Hamburg: Neue Kreisverkehre in Eimsbüttel

Hamburg: New rondabouts in Eimsbüttel


Kreisverkehr Heußweg / Stellinger Weg - © Stefan Warda


Der Bezirk Eimsbüttel hat gleich zwei neue Kreisverkehre erhalten. Zudem wurde der Kreisverkehr am Klosterstern vollständig umgebaut.

Im Zentrum von Eimsbüttel gibt es zwei neue kleine Kreisverkehre. Im Rahmen der Umgestaltung der Osterstraße wurde am nördlichen Ende der Geschäftsstraße ein kleiner Kreisverkehr eingerichtet. Ein zweiter Kreisverkehr verknüpft den Heußweg mit dem Stellinger Weg. Durch den Kreisverkehr an der vierarmigen Kreuzung Osterstraße / Methfesselstraße / Müggenkampstraße konnte auf die dortige Ampelanlage verzichtet werden. Radfahrer fahren im Kreisverkehr auf der Fahrbahn. Für Fußgänger wurden rundum Fußgängerüberwege eingerichtet.


Kreisverkehr Osterstraße / Methfesselstraße / Müggenkampstraße - © Stefan Warda

Kreisverkehr Methfesselstraße / Osterstraße - © Stefan Warda


Radfahrer, die in der Müggenkampstraße den schmalen Fakeradweg benutzen, werden kurz vor dem Kreisverkehr auf einen Schutzstreifen übergeleitet.


Müggenkampstraße 7-5, Fakeradwegende und Wildparker - © Stefan Warda

Kreisverkehr Müggenkampstraße / Methfesselstraße - © Stefan Warda

Methfesselstraße 7, Fakeradweg vor Einrichtung des Kreisverkehrs - © Stefan Warda

Müggenkampstraße 4-6 nach Aufgabe des Fakeradwegs - © Stefan Warda

Müggenkampstraße 2, mittlerweile eliminierter Fakeradweg - © Stefan Warda

Müggenkampstraße 4, mittlerweile eliminierter Fakeradweg - © Stefan Warda
 

Auch in der Methfesselstraße werden Radfahrer ab Luruper Weg auf einem Schutzstreifen an den Kreisverkehr herangeführt. Wenn die obligatorischen Wildparker die neuen Schutzstreifen nicht blockieren würden, wären sie sogar nutzbar. In der Methfesselstraße wurde vom Kreisverkehr wegführend eine Piktogrammkette aufgetragen. In der Müggenkampstraße fahren Radfahrer einfach auf der Fahrbahn. Der frühere, schmale Fakeradweg wurde vom Kreisverkehr wegführend beseitigt. Doch auch der mittlerweile beseitigte Fakeradweg war Wildparkern ausgesetzt.


Methfesselstraße, Richtung Stellinger Weg mit neuer Piktogrammkette - © Stefan Warda

Methfesselstraße, Schutzstreifen in Richtung Kreisverkehr - © Stefan Warda

Methfesselstraße / Luruper Weg, Schutzstreifen garniert mit Wildparkern - © Stefan Warda


Das gleiche Verkehrsregime gilt an der dreiarmigen Kreuzung Heußweg / Stellinger Weg. Vor allem der Fußgängerverkehr profitiert dort von den deutlich verbesserten Wegebeziehungen rund um die Straßenkreuzung.


Kreisverkehr Heußweg / Stellinger Weg - © Stefan Warda

Kreisverkehr Heußweg / Stellinger Weg - © Stefan Warda

Kreisverkehr Heußweg / Stellinger Weg - © Stefan Warda

Kreisverkehr Stellinger Weg / Heußweg - © Stefan Warda


Der bekannte große Kreisverkehr am Klosterstern wurde mittlerweile für den Verkehr freigegeben. Radfahrer fahren dort auf von der Fahrbahn minimal erhöhten Radwegen, die wie Radfahrstreifen wirken. Die Fahrbahn ist nur noch einspurig befahrbar. Die vormaligen schmalen, stark verschwenkten Radwege wurden entfernt. Nun wird sich zeigen, ob sich die neue Verkehrsführung bewähren wird.


Kreisverkehr Klosterstern - © Stefan Warda

Kreisverkehr Klosterstern - © Stefan Warda

Kreisverkehr Klosterstern - © Stefan Warda

Kreisverkehr Klosterstern - © Stefan Warda

Kreisverkehr Klosterstern - © Stefan Warda


Ein weiterer Kreisverkehr soll in Eimsbüttel demnächst an der Kreuzung Harvestehuder Weg / Krugkoppel entstehen. Dieses Projekt hängt mit dem Ausbau der Veloroute 4 zusammen.



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Hamburg: Neues vom Gefährdungsstreifen auf der Esplanade

Hamburg: News from fake cycle lane at Esplanade
Aktualisiert um 18:17 Uhr

Esplanade / Neuer Jungfernstieg: Verlängerte Radspur - © Stefan Warda



Die im Sommer eingrichtete, sonderbare Radspur entlang der Esplanade wurde mittlerweile wieder ein kleines Schrittchen weiterentwickelt. Die bislang isoliert gelegene Radspur hat nun einen Anschluss an die Kreuzung am Neuen Jungfernstieg erhalten. Nun können Radfahrer im Verlauf des Wallrings ohne einen kurzen Wechsel auf die Fahrbahn die Radspur erreichen. Weiterhin ungelöst ist das Problem mit den Wildparkern, die schräg auf bzw. neben der spur stehen, sowie das ungelöste urplötzliche Ende der Spur. Die Radspur führt weiterhin auf den Gehweg, der jedoch ncht zum Radfahren freigegeben ist.


Esplanade / Neuer Jungfernstieg: Zuvor isolierte gelegene Radspur - © Stefan Warda

Die Aufstellfläche für Fußgänger, die die Esplanade am Neuen Jungfernstieg queren wollen, wurde deutlich zurückversetzt. Vermutlich werden an der Kreuzung wartende Fußgänger auf der nunmehr verlängerten Radspur stehen.


Esplanade, Gefährdungsspur - © Stefan Warda



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17 Oktober, 2017

Verkehrsunsicherheit in Hamburg: Tempo 30 auf Altmannbrücke und Kurt-Schumacher-Allee

Hamburg: 30 km/h on Altmannbrücke and Kurt-Schumacher-Allee


Altmannbrücke / Münzstraße - © Stefan Warda


Die Hamburger Unfallkommission hat beschlossen, auf der Altmannbrücke und der Kurt-Schumacher-Allee auf dem Streckenabschnitt zwischen Münzstraße und Kreuzweg ab morgen vorerst Tempo 30 einzurichten.

Die Hamburger Unfallkommission will damit auf die unvermindert hohe Zahl an Verkehrsunfällen mit Schwerverletzten zwischen Fußgängern und Kraftfahrzeugen an dem Fußgängerüberweg Kurt-Schumacher-Allee in Höhe Brockesstraße reagieren. Andere, bereits getroffene Maßnahmen hätten sich bislang nicht positiv auf die Verbesserung der Verkehrssicherheit an diesem Punkt ausgewirkt. Die Unfallentwicklung auf dieser neuen Tempo 30 km/h-Strecke soll von der Hamburger Unfallkommission zunächst für drei Jahre begleitet werden.


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16 Oktober, 2017

Anerkennung durch "Deutschen Verkehrsplanungspreis": Umbau der Osterstraße in Hamburg nahezu abgeschlossen

Hamburg: Redesign of Osterstraße nearly completed
Aktualisiert um 11:29 Uhr

Neue Osterstraße: Piktogrammkette auf der Fahrbahn als Ersatz für aufgegebenen Fakeradweg - © Stefan Warda

Der vor zwei Jahren begonnene Umbau der Osterstraße, der Geschäftsstraße im Herzen von Hamburg-Eimsbüttel, ist mittlerweile nahezu abgeschlossen. Der Umbau erfolgte in drei Teilabschnitten. Mit der Fertigstellung des letzten Teilabschnitts zwischen Schwenckestraße und Müggenkampstraße gibt es Radwegreste nur noch zwischen Schulweg und Isebekkanal Richtung Bundesstraße. In den neugestalteten Straßenteilen werden Radfahrer auf Schutzstreifen geführt oder sollen unmittelbar auf der Fahrbahn fahren.

Fußgänger sind Gewinner des Umbaus

Eimsbüttels Osterstraße ist nach dem Umbau kaum wiederzuerkennen. Die Straße wirkt viel aufgeräumter. Auf insgesamt breiten Gehwegen genießen Anwohner und Besucher die Abendsonne auf den Außenterrassen der Cafés und Restaurants. Nur vereinzelt versperrt eine Wand von aneinandergereihten Stehzeugen den Blick über den Straßenraum. Ohne Gedränge lässt es sich entspannt entlang der Schaufenster flanieren. Die Baumscheiben wurden vergrößert und hübsch bepflanzt. Radfahrer haben auf den Gehwegen nichts verloren. Mehrere Sprunginseln erleichtern das Queren der Fahrbahn. Für Fußgänger ist der Umbau eindeutig ein Gewinn.


Osterstraße nach Umbau - © Stefan Warda

Osterstraße vor Umbau mit Fakeradweg - © Stefan Warda

Osterstraße nach Umbau - © Stefan Warda

Osterstraße vor Umbau mit Fakeradweg - © Stefan Warda

Osterstraße nach Umbau - © Stefan Warda

Osterstraße vor Umbau mit Fakeradweg - © Stefan Warda

Osterstraße nach Umbau - © Stefan Warda

Osterstraße vor Umbau mit Fakeradweg - © Stefan Warda

Osterstraße nach Umbau - © Stefan Warda

Osterstraße vor Umbau mit Fakeradweg und regelwidriger Sondernutzung - © Stefan Warda

Osterstraße nach Umbau: Fußgängersprunginsel - © Stefan Warda


Wildparker behindern und gefährden Fußgänger und Radfahrer

Besucher der Osterstraße, die mit dem Pkw anreisen, finden deutlich weniger Stellmöglichkeiten am Straßenrand. Das erste Mittel der Wahl sollte nun die Fahrt in eines der Parkhäuser sein. Doch viele Autofahrer missachten die Verkehrsregeln, parken auf Schutzstreifen oder regelwidrig quer auf Gehweg und Parkbucht. Somit wird der Raum für Fußgänger und Radfahrer eingeschränkt, Radfahrer werden gefährdet.


Wildparker auf der umgebauten Osterstraße - © Stefan Warda

Wildparker auf der umgebauten Osterstraße - © Stefan Warda



Radfahrer sind Verlierer des Umbaus

Radfahrer müssen sich deutlich umstellen. Wurden in den ersten beiden Teilabschnitten immerhin noch beidseitig durchgängig Schutzstreifen als Ersatz für die entfernten Fakeradwege geschaffen, sind im zuletzt fertiggestellten Abschnitt zwischen Schwenckestraße und dem Kreisverkehr mit Müggenkamostraße und Methfesselstraße nicht einmal mehr beidseitig durchgängig Schutzstreifen verohanden. In beide Fahrtrichtungen wechseln sich Abschnitte mit und ohne Schutzstreifen ab. Sind keine Schutzstreifen vorhanden, weisen Fahrradpiktogramme auf der Fahrbahn Radfahrern den Weg. Autofahrer müssen in den Abschnitten hinter den Radfahrern hinterherfahren und ihr Tempo an das Radfahrertempo anpassen, wenn der Gegenverkehr ein Überholen nicht zulässt. Durch den fehlenden eigenen Verkehrsraum erleben alle Radfahrer die Auswirkungen aggressiver Überholfahrten ungeduldiger Autofahrer. Radfahrer zählen somit eindeutig zu den Verlierern des Umbaus der Osterstraße, wenn von den neu geschaffenen Abstellmöglichkeiten abgesehen wird. Zusätzlich machen Wildparker am Fahrbahnrand und auf den Schutzstreifen das Radfahren unsicher.


Umgebaute Osterstraße: Eine Piktogrammkette soll es richten - © Stefan Warda

Umgebaute Osterstraße: Nicht überall kommen Schutzstreifen zum Einsatz - © Stefan Warda

Umgebaute Osterstraße: Auf Du und Du mit dem Gelenkbus - © Stefan Warda

Ein Trostpflaster: Neue Fahrradbügel in der neuen Osterstraße - © Stefan Warda




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15 Oktober, 2017

Hamburg: Zwischenbilanz zum Veloroutenausbau

Hamburg: Cycle route network nearly to be completed in 2020


Veloroutenwegweiser an der Mönckebergstraße - © Stefan Warda


Vor drei Tagen stellte die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation ihre Zwischenbilanz zum Veloroutenbau vor. Zur Halbzeit der Legislaturperiode des rot-grünen Senats sei über ein Drittel des Netzes ausgebaut. Das ursprünglich Ziel, alle geplanten Velorouten bis zum Ende der Regierungszeit auszubauen, werde jedoch nicht erreicht. Vielmehr das 280 Kilometer umfassende Veloroutennetz bis 2020 nur fast vollständig fertiggestellt werden.

Laut Abendblatt sollen im nächsten Jahr folgende Teilabschnitte fertiggestellt werden:
  • Veloroute 1: Chemnitzstraße
  • Velorouten 1 / 2: Stadthausbrücke / Kaiser-Wilhelm-Straße 
  • Veloroute 2: Högenstraße
  • Veloroute 4: Hudtwalckerstraße
  • Veloroute 5: Pergolenviertel / Sengelmannstraße / Steilshooper Straße
  • Veloroute 6: Kreuzung Immenhof / Lerchenfeld / Uferstraße
  • Veloroute 7: Rahlstedter Straße
  • Veloroute 11: Eißendorfer Straße / Denickestraße

Im Jahr 2019 sei der Ausbau folgender Teilstrecken vorgesehen:
  • Veloroute 2: Schanzenstraße / Weidenallee
  • Veloroute 3: Stresemannallee
  • Velorouten 3 / 4: Neuer Jungfernstieg
  • Velorouten 5 / 6: Ballindamm
  • Veloroute 7: Steindamm
  • Veloroute 10: Versmannstraße

Ursprünglich sollte das in den 1990er Jahren unter einem rot-grünen Senat entwickelte Veloroutennetz schon längst fertiggestellt sein. Mit dem Regierungswechsel im Jahr 2001 (CDU-FDP-Partei rechtsstaatlicher Offensive) wurde die gesamte Radverkehrsförderung Hamburgs gestoppt. Laut der im Jahr 2008 von einem CDU-Senat beschlossenen "Radverkehrsstrategie für Hamburg" sollte das gesamte Veloroutennetz schließlich im Jahr 2015 vollständig fertiggestellt worden sein. Mit etwas Glück wird der nächste Senat den Veloroutennetzausbau abschließen.


Veloroute 4, Leinpfad / Maria-Louisen-Straße - © Stefan Warda

Neben den Velorouten will dieser Senat auch die "Alster-Fahrradachsen" rund um Binnen- und Außenalster fertigstellen. Abgesehen von Strecken der Velorouten 3,4,5 und 6 zählen dazu Abschnitte von Fernsicht, Bellevue, Sierichstraße, Langenzugbrücke, Herbert-Weichmann-Straße, Fährhausstraße, Schöne Aussicht, Eduard-Rhein-Ufer, Schwanenwik und Kennedybrücke.



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10 Oktober, 2017

Hamburg: Neue Schutzstreifen am Eppendorfer Baum wirken wenig überzeugend

Hamburg: New protection lines at Eppendorfer Baum not convincing


Eppendorfer Baum: "Schutzstreifen" mit Wildparkern - © Stefan Warda


Wildparker entern neue Schutzstreifen am Eppendorfer Baum
Die neuen Schutzstreifen am Eppendorfer Baum zwischen Hochallee und Klosterstern scheinen nach bisherigen Ergebnissen ein Reinfall zu werden. Wildparker fassen die Spuren, die Radfahrern als Ersatz für die entfernten viel zu schmalen "Radwege" dienen sollen, offensichtlich als zusätzlichen Parkraum auf. Ohne regelmäßige und wirksame und Kontrollen werden Radfahrer von den Schutzstreifen sicherlich nichts haben. Die Polizei muss nun eingreifen, bevor sich das beliebte Wildparkern endgültig verfestigt.


Eppendorfer Baum: "Schutzstreifen" mit Wildparkern - © Stefan Warda


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