25 Januar, 2015

Endlich wieder Winterradeln

Winter cycling fun in Hamburg

© hamburgize.com / Stefan Warda


Der erste echte Wintertag in dieser Saison bescherte Hamburgs Radlern wieder viel Spaß. Auf den meisten Straßen dürfen Radler mal wieder ganz legal und beanstandungslos auf der Fahrbahn radeln. Denn gestern wurden ganz traditionell auf fast allen Straßen mit Radwegen der Schnee vom Gehweg auf die Radwege geschoben, auch wenn dies nach dem Hamburger Wegegesetz verboten ist. Naja, ohnehin steht im Hamburger Wegegesetz so einiges drin, was den Hamburger nicht interessiert. Manche Radler ärgern sich über Schneehaufen an den Radwegen und radeln auf Gehwegen, doch das ist verboten. Die anderen freut es, denn auf den Fahrbahnen geht es viel schneller voran als auf den huckeligen Radwegen. Zudem werden Radler auf der Fahrbahn besser wahrgenommen, als auf den Radwegen versteckt hinter Stehzeugen und Bäumen. Und da wo gar nicht geräumt war, war großes Rätselraten. Ein Verkehrszeichen 237 war zwar vorhanden, aber wo unter der geschlossenen Schneedecke zwischen Stehzeugen und Hauswand war der dazu gehörige "Radweg"? Oder ist bei Schnee die gesamte Nebenfläche ausschließlich Radweg? Fußgänger ab auf die Fahrbahn? Im Zweifel als Radler lieber auf die Fahrbahn als illegal auf dem Gehweg. Viel Spaß beim Winterradeln, solange es den Winter noch gibt.


Gelegentlich freie Fahrt auf Radfahr- und Schutzstreifen

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Positiv: Radfahrstreifen in der Alsterkrugchaussee war gestern benutzbar

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Positiv: Schutzstreifen im Erdkampsweg war benutzbar - abgesehen hier vom Stehzeug

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Negativ: Der historische "Radweg" im oberen Teil des Erdkampswegs war natürlich nicht benutzbar - kein Winterdienst. Der Gehweg rechts wurde geräumt


Ratespiel: Such den Radweg! - In der Regel kein Winterdienst auf Hamburger Radwegen

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Lanenhorner Chaussee: Trotz Radwegbenutzungspflicht mussten Radler gestern die Fahrbahn benutzen

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Langenhorner Chaussee: Der benutzungspflichtige Radweg versteckte sich gestern unter einer geschlossen Schneedecke

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Langenhorner Chaussee: Such den Radweg!

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Langenhorner Chaussee: Such den Radweg!

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Langenhorner Chaussee: Selbst bei gemeinsamen Geh- und Radwegen kein Winterdienst, obwohl dies für die Anlieger absolut verpflichtend ist

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Langenhorner Chaussee: Der ortskundige ortet den "Radweg" unter der Schneedecke, genau eingepasst zwischen den Stehzeugfeldern und dem geräumten Gehweg

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Langenhorner Chaussee: Für Radler bleibt alternativlos die Fahrbahn - trotz diverser Blaubleche

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Krohnstieg: Wo ist der Radweg?

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Krohnstieg / Langenhorn Markt: Wo ist der Radweg? (VZ237 / ZZ1000-30)

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Tangstedter Landstraße / Langenhorn Markt: Wo ist der Radweg? (VZ237 / ZZ1000-31)

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Tangstedter Landstraße / Langenhorn Markt: Such den Radweg!

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Gehlengraben: Such den Radweg! (VZ237)

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Gehlengraben: Such den Radweg! (VZ237)

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Gehlengraben: Such den Radweg (VZ237)

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Gehlengraben: Such den "Radweg"!

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Gehlengraben: Winterdienst ja, aber nicht für Radfahrer

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Poppenbütteler Weg: Soll das Rote etwa ein Radweg sein?

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Poppenbütteler Weg: Ein halber Meter freigeräumt auf dem "Radweg" (VZ237)

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Poppenbütteler Weg: Such den Radweg! (VZ237)

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Poppenbütteler Weg: Such den "Radweg" (VZ237)

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Poppenbütteler Weg: Such den Radweg! (VZ237)

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Poppenbütteler Weg: Gehweg geräumt - Schnee auf dem "Radweg" deponiert VZ237)

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Poppenbütteler Weg: Der Schnee traditionell hanseatisch auf den "Radweg" geschoben - das Hamburger Wegegesetz lässt grüssen (VZ237)



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23 Januar, 2015

Weniger Radwegbenutzungspflicht




Im Bezirk Wandsbek wurde die Radwegbenutzungspflicht für Saseler Markt und ein Teilstück der Stadtbahnstraße aufgehoben.

Nach eingehender Prüfung hat die Polizei die Radwegebenutzungspflicht für den Straßenzug Stadtbahnstraße/Saseler Markt zwischen Saseler Chaussee und Waldweg aufgehoben. Radfahrer dürfen dort ab sofort die Fahrbahn nutzen.
Um die Verkehrsteilnehmer über die Aufhebung zu informieren, stellt das Bezirksamt auf Höhe des Saseler Marktes für sechs Wochen Tafeln mit dem Hinweis „Radfahrer auf der Fahrbahn erlaubt – Radwegebenutzungspflicht aufgehoben“ auf.
Mit der Änderung dürfen Radfahrer nur noch jeweils den in Fahrtrichtung rechten Radweg nutzen. Die bisherige Nutzung der nördlichen Radwege in beide Fahrtrichtungen ist nicht mehr erlaubt.

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19 Januar, 2015

Todesfalle Fuhlsbütteler Straße

Dangerous Fuhlsbütteler Straße
Aktualisiert am 20.01.2015
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Fuhlsbütteler straßw 539: Der schöne Radfahrstreifen endet, Radler werden nach rechts auf einen benutzungspflichtigen Radweg geleitet. An gleicher Stelle kommen von rechts verdeckt Autos aus der Nebenfahrbahn unter ungünstigen Sichtverhältnissen.

Gerade werden die Radspuren und Radwege entlang der neuen Fuhlsbütteler Straße fertiggestellt. Sichtbar bleiben nun einige ganz besonders kritische Stellen, bei denen Radfahrer spielend leicht in tödliche Unfälle verwickelt werden können. Da stellt sich gleich die Frage, wieso denn bei einer Neuplanung gleich Gefahrenstellen mit einprogrammiert werden? Überwacht niemend die Planung? Hat es kein Sicherheitsaudit gegeben? Bevor nun erst spekuliert wird, um welche Gefahren es sich handelt, hier die gefährlichste Stelle: Die schöne neue Radspur aus Richtung Ohlsdorf nach Süden endet bei Haus-Nr. 539. Es beginnt ein erbärmlicher, benutzungspflichtiger Radweg, der Radler zur Krezung mit der Heberandstraße leitet. Die besondere Gefahr stellt die Verschwenkung der Radspur nach rechts auf den Radweg dar, genau dort, wo die Nebenfahrbahn für den Anliegerverkehr endet und nach links zur Hauptfahrbahn verschwenkt. Radler kommen wegen des Gefälles mit hohem Tempo den Radfahrstreifen entlang, werden von den Autofahrer kaum gesehen, weil zwischen Nebenfahrbahn und Radspur zunächst Parkplätze und Bäume sind, dann auf den letzten Metern Fahrradbügel und ein Blumenkübel. Zwar werden Autofahrer per Verkehrszeichen auf kreuzende Radler aufmerksam gemacht, doch wie leicht wird dieses Zeichen übersehen?
 

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Hätte der Bezirk Nord, wie es mal beschlossen war, für die Fuhle ein Sicherheitsaudit begleitend zum Planungsprozess durchgeführt, wäre Radfahrern dieses Todesfalle erspart geblieben. Bleibt zu hoffen, dass hier kein Ralder zu schaden kommt und die Gefahrenstelle beseitigt wird. Jeder vernüftige Bürger wird sich fragen, warum denn die Radspuren nicht über die Kreuzung mit der Hebebrandstraße durchgezogen wurden. Kenner der Hamburger Verkehrspoltik wissen, dass an Kreuzungen Radler gerne benachteiligt werden, um dem Autoverkehr per maximaler Räumzeiten den größtmöglichen Vorteil zu verschaffen. Die Verkehrsbehörde scheut also immer noch wie auch an der vor Gericht gerügten Kreuzung Hoheluftchaussee / Gärtnerstraße / Breitenfelder Straße sichere Radspuren über große Kreuzungen anzulegen. Doch bei solch einer Konstellation wie hier an der Fuhle werden Radler Opfer der Autovorrangpoltik.


Im weiteren Verlauf des Radwegs nach Queren der Hebebrandstraße stehen immer noch Stehzeuge unmittelbar am Radweg, der hier nur 1,25 Meter breit ist. Damit Sollen Radler hier voll in der Dooringzone fahren. Eine weitere Gefahrenstelle, die beseitigt werden muss.


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18 Januar, 2015

Neues Radeln auf der Fuhle

New cycling along Fuhlsbütteler Straße
Aktualisiert am 19.01.2015

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Radeln auf der neuen Fuhle: Radfahrern wurde abschnittsweise nur wenig Platz zugedacht


Der Umbau der Fuhlsbütteler Straße nähert sich dem Ende. Bis auf die Abschnitte zwischen Justus-Strandes-Weg / Wellingsbütteler Landstraße und Bahnhof Ohlsdorf sowie Wiesendamm und Bramfelder Straße wurden auch die Radverkehrsführungen geändert. Auf weiten Teilen fahren Radler nun auf Radspuren. Abschnitte mit unbenutzbaren Fakeradwegen wurden überwiegend durch Radspuren ersetzt, nur wenige Radwegabschnitte sind geblieben. Radwegzwang gibt es auf der neuen Fuhle derzeit noch ab Nordheimstraße nördlich bis Beisserstraße und gegenüber ab Haus-Nr. 539 stadteinwärts bis Hebebrandstraße. Kurioserweise gibt es auch noch ein VZ237 bei Langenfort - ohne einen dazu passenden Radweg.


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Bei einer Probefahrt zeigten sich viele Verbesserungen, aber auch einige Planungsfehler mit dringendem Nachbesserungsbedarf. Da die Bauarbeiten vor allem in den Nebenflächen noch nicht abgeschlossen sind, gibt es hoffentlich nur vorrübergehend Konflikte mit Stehzeugen neben den neuen Radspuren. In einigen Abschnitten stehen derzeit die geparkten Autos zu dicht an den markierten Radspuren. Bei Herstellung der neuen Stehzeugflächen werden vermutlich noch Sicherheitsabstände zu den Radspuren berücksichtigt werden. In anderen Abschnitten, vor allem im Bereich des Geschäftsviertels, wird derzeit vollkommen wild kreuz und quer geparkt. Dies ändert sich hoffentlich mit Abschluß der Bauarbeiten. Und außerdem fehlt noch der Lückenschluss: Für die nicht vorhandenen Radverkehrsanlagen im nördlichen Abschnitt der Fuhle fehlt noch eine Planung. Dort müssen Radler immer noch auf der Fahrbahn radeln. Fast ausnahmslos alle Radler nutzen dort regelwidrig den Gehweg. Auch der nicht regelkonform gebeaute Radwegabschnitt in der Dooringzone ab Alsterdorfer Straße stadteinwärts muss nachgebessert werden, auch wenn neuerdings der Radwegzwang dort aufgehoben ist. Unsichere Radler, die sich den Stau in der Hauptverkehrszeit und Stress mit Autos auf der Fahrbahn nicht antun wollen, werden durch die Stehzeuge am Radweg gefährdet, oder gefährden Fußgänger auf dem Gehweg. Zudem wurde in dem Abschnitt auch nicht an die Belange der Fußgänger gedacht. Der Gehweg ist so eng, dass Gegenverkehr kaum möglich ist und Fußgänger beim Nebeneinandergehen den Radweg missbräuchlich mitbenutzen.


Viele Radspuren statt Radwege

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Insgesamt steht der Umbau der Fuhle für einen grundsätzlichen Wandel in Hamburgs Radverkehrsphilosophie: Weg vom alten schmalen Hochbordradweg versteckt hinter Stehzeugen und Bäumen, hin zum Radeln im Blickfeld der anderen Verkehrsteilnehmer. Fußgänger werden erfreut sein, dass sie sich die Nebenfläche nun nicht mehr mit Radfahrern teilen müssen, bzw. Radler weniger häufig auf die Gehwege neben unbenutzbaren Fakeradwegen ausweichen werden. Radler müssen nun kaum mehr in der Dooringzone radeln. Auch wird es auf den Radspuren keine Wurzelaufbrüche oder tiefe Grandkuhlen neben den Bäumen geben, noch werden die Radspuren komplett zugewuchert sein vom nicht gepflegten Straßenbegleitgrün. Außerdem wäre ein Winterdienst auf den Radspuren relativ einfach möglich - falls es denn gewollt wäre.

Was in anderen Städten schon vor mehr als zehn Jahren Standard war holt Hamburg nun endlich nach. Einen leicht faden Beigeschmack hat der Umbau dennoch: Die Planer gehen nur von einer geringen Radverkehrsmenge aus. Trotz Radverkehrsstrategie für Hamburg und beabsichtigter Verdoppelung des Radverkehrsanteils sollen nur ab und an vereinzelt einige wenige Radler die Fuhle nutzen, denn nebeneinader Radeln oder das Überholen langsamer Radler ist auf den neuen Radspuren überwiegend nicht vorgesehen. Unter diesem Aspekt hinkt der Umbau der Fuhle dem Radverkehr in den Niederlanden bzw. Kopenhagen noch weit hinterher. Und Hamburgs Planer und Politiker können hierbei nicht argumentieren, dass der Straßenraum der Fuhle zu schmal sei, was die Standardausrede für vermurkste Radverkehrsanlagen ist. In Kopenhagen gibt es selbst noch in engen Straßenräumen beidseitig brauchbare Radwege - es liegt einzig am Willen.


Neue Radwegabschnitte nun ohne Radwegzwang

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Vermurkster Radweg Fuhle / Alsterdorfer Straße im Oktober noch mit Radwegzwang

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Fuhle ab Alsterdorfer Straße stadteinwärts jetzt ohne Radwegzwang. Dennoch: Der Radweg bleibt weiterhin voll im Dooringbereich und damit unbenutzbar. Der Gehweg ist weiterhin zu schmal. In der Hauptverkehrszeit ist dieser gefährliche Fakeradwege keine sinnvolle Alternative zum Stau und Stress auf der Fahrbahn


Mehr . . . :

Beispiele zu Radwegen in engen Straßenräumen:
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