05 Dezember, 2016

Hamburg: Veloroute 4 wegen Bauarbeiten am Leinpfad unterbrochen

Hamburg: Cycle route no. 4 interrupted due to road works


Veloroute 4, Leinpfad / Hudtwalckerstraße: Gesperrt - © Stefan Warda


Derzeit ist die Veloroute 4 wegen Bauarbeiten am Leinpfad unterbrochen. Der Abschnitt zwischen Hudtwalckerstraße und Goernebrücke muss umfahren werden. Eine Umleitung ist entgegen den Regelwerken, die auch für Hamburg gelten, nicht ausgeschildert. Wieder ein Beleg, dass Hamburg immer noch keine Fahrradstadt ist.


Veloroute 4, Leinpfad / Hudtwalckerstraße: Die Wegweisung leitet Radfahrer in eine gesperrte Straße. Eine Umleitung ist entgegen der gültigen Regelwerke nicht ausgewiesen. Entweder verzichtet Hamburg auf die Wegweisung für Velorouten und schafft damit generell die Velorouten ab, denn dann brauchen keine Umleitungen ausgeschildert werden. Sind aber Wegweiser vorhanden, muss bei Streckensperrung zwingend eine Umleitung ausgewiesen werden - © Stefan Warda

Veloroute 4, Leinpfad / Klärchenstraße: Frei bis Baustelle. Eine Umleitung ist entgegen gültiger Regelwerke nicht ausgewiesen - © Stefan Warda



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04 Dezember, 2016

Hamburg-Eimsbüttel: Radweg am Kaiser-Friedrich-Ufer soll wegen Sanierung gesperrt werden

Hamburg-Eimsbüttel: Cycle track along Kaiser-Friedrich-Ufer to be renewed


Kaiser-Friedrich-Ufer / Weidenstieg - © Stefan Warda


Die in Aussicht gestellte Sanierung der Wege am Kaiser-Friedrich-Ufer rückt näher. Das Bezirksamt Eimsbüttel hat nun angekündigt mit dem stark verwilderten Abschnitt am Schwimmbad zwischen Weidenstieg und Bundesstraße beginnen zu wollen. Ab Januar soll der Weg dazu zweieinhalb Monate lang komplett gesperrt werden.


Kaiser-Friedrich-Ufer - © Stefan Warda

Kaiser-Friedrich-Ufer - © Stefan Warda

Kaiser-Friedrich-Ufer / Bundesstraße - © Stefan Warda


Wünschenswert wäre, wenn der schmale Zweirichtungsradweg, der sehr stark genutzt wird, zukünftig breiter würde und regelmäßiger gepflegt würde, damit der Zweirichtungsbetrieb reibungslos funktionieren könnte. 


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02 Dezember, 2016

Kopenhagen will Lkw-Verkehr sicherer machen

Copenhagen want to reduce accidents caused by trucks


© Stefan Warda


Leider werden auch in Kopenhagen Verkehrsopfer im Zusammenhang mit dem Lkw-Verkehr beklagt. 2016 waren Lkw an vier tödlichen Unfällen in Kopenhagen beteiligt.

Deswegen arbeitet die Stadt Kopenhagen derzeit mit den Städten London, Amsterdam, Wien und Berlin zusammen an einer Strategie zur Verbesserung der Verkehrssicherheit von Lkw, um die Unfälle mit Fußgängern und Radfahrern in der EU zu reduzieren.


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Hamburg: Neue Radverkehrsführung am Grindelberg ist ein Reinfall

Hamburg: New design for cycle track at Grindelberg under elevated subway failed


Grindelberg / Isestraße: Neue Radverkehrsführung - © Stefan Warda


Seit wenigen Tagen ist die Radverkehrsführung am Grindelberg unter dem Hochbahnviadukt verändert. Stadtauswärts mussten Radfahrer vor dem Umbau im Slalom um den mächtigen Pfeiler kurven. Neuerdings gibt es statt der verschwenkten Führung eine gerade Führung. Zwar sind die Bauarbeiten noch nicht vollständig abgeschlossen, doch es ist schon erkennbar, dass auch die neue Führung ihre Tücken hat.

Vor dem Umbau wurden Radfahrer unter dem Hochbahnviadukt rechts vom Pfeiler auf der Seite der Marktfläche hindurchgeführt. Diese Führung förderte Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern im Kurvenverlauf und im Bereich des Isemarkt, aber auch zu Konflikten mit Abbiegern vom Grindelberg in den Isemarkt, die Radfahrer gern "übersahen", sowie zu Konflikten mit Abbiegern von der Isestraße Richtung Hoheluftbrücke.


Grindelberg / Isestraße: Alte Radverkehrsführung - © Stefan Warda

Grindelberg / Isestraße: Alte Radverkehrsführung - © Stefan Warda


Die neue Führung sorgt für ganz andere Konflikte. Die Situation mit den Fußgängern hat sich zwar entspannt, aber Radfahrer, die stadtauswärts fahren, sind von Abbiegern aus der Isestraße Richtung Hoheluftbrücke wegen des Betonpfeilers schwer zu sehen. Zudem wird nun regelmäßig die Furt von wartenden Autos blockiert. Die gerade Führung verleitet Radfahrer zwar zu einer zügigen Fahrweise, wegen der schwierigen Sichtbeziehungen empfiehlt es sich jedoch, sehr achtsam und defensiv zu fahren.


Grindelberg / Isestraße: Neue Radverkehrsführung - © Stefan Warda

Grindelberg / Isestraße: Neue Radverkehrsführung - © Stefan Warda

Grindelberg / Isestraße: Neue Radverkehrsführung - © Stefan Warda

Grindelberg / Isestraße: Neue Radverkehrsführung - © Stefan Warda



Gut gemeint, aber nicht gut gemacht

Das neue Kreuzungsdesign wird sicherlich nicht folgenlos bleiben. Konflikte bis hin zu Unfällen zwischen Radfahrern und Autofahrern kann sich jeder leicht ausmalen. Die neue Radverkehrsführung war vielleicht gut gemeint, aber das Ergebnis überzeugt nicht. Eine Nachbesserung muss folgen.



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30 November, 2016

"Radmobil in der Stadt": Hat Osnabrück tatsächlich den Mut fahrradfreundlich zu werden?

Does Osnabrück have the braveness to become cycle-friendly?


Osnabrück, Goethering: Wer fährt gerne auf diesem Gefährdungsstreifen? - © Stefan Warda

"Wir müssen Autofahrern den Raum wegnehmen"

Auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachen / Bremen (AGFK) wurde gestern über Mobilität in Osnabrück diskutiert. Mit dabei waren u.a. Osnabrücks Stadtbaurat Frank Otte und der Bundesgeschäftsführer des ADFC, Burkhard Stork.


Osnabrück, Goethering: Gefährdungsstreifen - © Stefan Warda

Bislang war Osnabrück nicht als Fahrradstadt aufgefallen, doch die Stadt hat offenbar noch Großes vor. Der Masterplan Mobilität von 2010 sieht vor den Radverkehrsanteil von damals durchschnittlichen zwölf Prozent auf siebzehn Prozent im Jahr 2025 anzuheben. Laut NOZ ist die Stadt Osnabrück mittlerweile sogar noch ehrgeiziger geworden und will bis zum Jahr 2030 einen Radverkehrsanteil von dreißig Prozent erreichen. Dementsprechend müssen alsbald Taten folgen. Stadtbaurat Frank Otte machte gestern deutlich, wie sich die Stadt verändern muss:
Wir müssen Autofahrern den Raum wegnehmen.

Vergleich zu Utrecht: Osnabrück muss klotzen statt kleckern

Mit einem Radwege-Etat von 250.000 Euro für das laufende Jahr 2016 will Osnabrück aber nur rund 1,50 Euro je Einwohner für den Radverkehr ausgeben, eine sehr bescheidene Summe im Vergleich zu fahrradfreundlichen Städten. Die Stadt Utrecht will in den nächsten vier Jahren 180 Millionen Euro für den Ausbau des Radverkehrs ausgeben. Das entspricht etwa 132 Euro je Einwohner und Jahr. Dabei liegt Utrecht heute schon sehr deutlich vor Osnabrück. Derzeit werden in Utrecht 35 Prozent aller Wege mit dem Rad bewältigt. Falls Osnabrück jemals an Utrecht aufschließen will, muss die Stadt jetzt klotzen statt kleckern.


Utrecht, Vredenburg: Echter Radweg - © Stefan Warda


Weiter geht es in Osnabrück mit einem Mobilitätsforum am 1. Dezember, zu dem u.a. Prof. Dr. Heiner Monheim erwartet wird.


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