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27. Juni 2019

Vision Zero: Beifahrerpflicht für Lkw in StVO verankern

Vision zero: Second driver on trucks

Ghostbike nach tödlichem Verkehrsunfall mit LKW-Beteiligung - © Stefan Warda


Fortlaufende oftmals tödlich ausgehende Unfälle mit Radfahrenden, die von LKW-Fahrern "übersehen" werden, schreien nach Abhilfe. Die von Verkehrsminsiter Andreas Scheuer bisher eingeleiteten Maßnahmen greifen bislang leider nicht. Dem Bundesverkehrsministerium liegt nun ein Vorschlag zur Änderung der StVO vor, der demnächst Abhilfe schaffen könnte: LKWs sollten innerorts nur noch mit Beifahrern unterwegs sein, die den sog. "toten Winkel" einsehen. Damit würden auch ältere und ausländische Fahrzeuge einbezogen, die vorläufig (noch) nicht mit Fahrerassistenzsystemen ausgerüstet werden. Der Vorschlag ist eine ernsthafte Antwort auf das Ziel Vision Zero.


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7. November 2017

Berufsgenossenschaft: Es gibt keinen "toten Winkel"

No "blindspots" any more 
 
© Stefan Warda


Und es gibt doch keinen "toten Winkel". Das ergibt sich aus einem Bericht des NDR, der aufzeigt, wie Abbiegeunfälle mit Lkw vermieden werden können. Darin erklärt ein Experte der Berufsgenossenschaft Verkehr, wie mit Hilfe einer Plane alle vorgeschriebenen Fahrzeugspiegel eingestellt werden müssen. "Den toten Winkel gibt es dann tatsächlich nicht mehr", meint der Berufsgenossenschaftsexperte. Auf jeden Fall müsse aber jeweils zum richtigen Zeitpunkt in den richtigen Spiegel geschaut werden.


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6. August 2017

Hamburg: Mehr Tempo 50 in den Vier- und Marschlanden

Hamburg: Lower speed for more safety


Hofschläger Weg noch mit Tempo 60 - © Stefan Warda


Auf etwa fünfzig Kilometern Straße wurde in den Vier- und Marschlanden das Tempo reduziert. Schilder, die bislang Tempo 60 und mehr erlaubten, wurden an zahleichen Landstraßen entfernt. Die Maßnahme soll laut Bergedorfer Zeitung der Verkehrssicherheit dienen.



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2. Dezember 2016

Kopenhagen will Lkw-Verkehr sicherer machen

Copenhagen want to reduce accidents caused by trucks


© Stefan Warda


Leider werden auch in Kopenhagen Verkehrsopfer im Zusammenhang mit dem Lkw-Verkehr beklagt. 2016 waren Lkw an vier tödlichen Unfällen in Kopenhagen beteiligt.

Deswegen arbeitet die Stadt Kopenhagen derzeit mit den Städten London, Amsterdam, Wien und Berlin zusammen an einer Strategie zur Verbesserung der Verkehrssicherheit von Lkw, um die Unfälle mit Fußgängern und Radfahrern in der EU zu reduzieren.


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25. Mai 2016

Aus Verkehrssicherheitsgründen: Schleswig ordnet weitgehend Tempo 30 an

Due to safety reasons: Schleswig slows down speed


Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraße ohne Radverkehrsanlagen - © Stefan Warda


Die Schleswiger Nachrichten berichteten vom Ausgang des Schleswiger Verkehrskonzepts. Der Bauausschuss soll demnach der Planung der städtischen Verkehrsbehörde zugestimmt haben, die vorsieht, auf allen Straßen ohne gesonderte Radverkehrsanlagen aus Verkehrssicherheitsgründen Tempo 30 anzuordnen. Dies ist ein sehr konsequenter Schritt und zu begrüßen.

Überall dort, wo es nicht möglich ist, auf beiden Seiten der Straße ausreichend breite Radwege zu bauen und die Radfahrer mithin auf der Straße fahren müssen, sei es zwingend erforderlich, die Geschwindigkeit für Autofahrer zu beschränken.

Auf Hamburg übertragen würde dies bedeuten, dass z.B. auf Krausestraße, Elbchaussee, Reeperbahn, aber auch Hallerstraße, Beim Schlump oder Bei den Mühren Tempo 30 zum Schutze der Radfahrer angeordnet würde. Generell müsste nach dem Schleswiger Modell auch überall dort Tempo 30 angeordnet werden, wo immer noch unbenutzbare Fakeradwege vorgehalten werden, wie z.B. in der Heimfelder Straße, der Walddörferstraße oder dem Maienweg. Hoffentlich kann sich Schleswig mit dem neuen Verkehrskonzet durchsetzen und findet zahlreiche Nachahmer.


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2. März 2016

Behringstraße: Uneinsichtiger Wildparker über Poller verärgert

Behringstraße: Car drivers upset because of bollards
Aktualisiert um 9:50 Uhr

© hamburgize.com / Stefan Warda
Behringstraße vor und nach dem Einbau von Absperrelementen


Wie schon mehrfach berichtet hatte die Klage eines Radfahrers gegen die Stadt Hamburg dazu geführt, dass das legalisierte Parken unmittelbar am Rand des nur ein Meter breiten benutzungspflichtigen Radwegs in der Behringstraße aufgehoben wurde. Radfahrer konnten keinen ausreichenden Sicherheitsabstand im Lichtraumprofil des Radwegs zu den Stehzeugen einhalten. Die Situation hatte sich zudem verschärft durch viele Stehzeuge, die zum Teil sogar auf dem Radweg standen. Ende letzten Jahren begann der Bezirk den Bereich zwischen Radweg und Fahrbahn mittels Pollern und Bügeln gegen Wildparken zu schützen.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Behringstraße vor Einbau der Absperrelemente mit Transporter


Erstmals haben die Medien sich der Thematik angenommen. Anwohner Heiko Hollander im Ottenser Wochenblatt:

Ich habe einen kleinen Transporter, der dort immer super hingepasst hat. [] Selbst wenn ein Auto dastand, war immer noch reichlich Platz zum Radweg hin!

Offenbar hat dieser Anwohner kein Verständnis für die Belange und die Sicherheit der Radfahrer. Für Radfahrer auf dem Radweg hatte es leider nicht gereicht, wenn der Seitenstreifen oder gar der Radwege von Stehzeugen genutzt wurde. Radfahrer sollen zu parkenden Autos einen Abstand von wenigstens einem Meter einhalten wegen der Dooringgefahr. Würde der Seitenstreifen zwischen Radweg und Kantstein durch Stehzeuge genutzt, wäre der Radweg unbrauchbar. Er könnte nur als Sicherheitsraum fungieren, falls Radfahrer illegal auf dem Gehweg radeln würden. Da der Gehweg aber zu schmal ist, kann dieser nicht auch noch zum Wohle des Autoverkehr den Radverkehr aufnehmen.

Ganz sicherlich tragen Hamburgs Behörden eine erhebliche Mitschuld an diesem Unverständnis bei den Autobesitzern. Schließlich wurde jahrzehntelang Autofahrern gegönnt ihre Stehzeuge unmittelbar an oder gar auf "Radwegen" abzustellen. Besonders deutlich wird diese Praxis am Beispiel der Heimfelder Straße. Der Platz für Stehzeuge zwischen Radweg und Fahrbahn war bzw. ist schnaler als handelsübliche europäische Autos. Dennoch wurde der unbenutzbare "Radweg" erneuert, der zur Hälfte als Parkplatz diente. Erst als der "Radweg" zurückgebaut wurde gab es Protest von radwegliebendenen Anwohnern. Allerdings war keiner von diesen zuvor auf dem "Radweg" geradelt, sondern immer nur neben diesem auf dem schmalen Gehweg. Zu einem Erhalt und Ausbau zu einem benutzbaren Radweg statt des blockierten "Radwegs" kam es im Fall der Heimfelder Straße aber nicht mehr.



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29. Februar 2016

Realer Irrsinn: Keine Radwege auf der Oberbaumbrücke

Madness: No cycle tracks on Oberbaumbrücke
Aktualisiert um 23:05 Uhr

© hamburgize.com / Stefan Warda
Oberbaumbrücke 2004: "Radfahrer absteigen" / "ungenügende Brüstungshöhe"


Gefährliche Brückengeländer

Beim Ausbau des Straßennetzes für die Hamburger Hafencity sollte es vor rund fünfzehn Jahren entlang aller großen Hauptverkehrsstraßen benutzungspflichtige Radwege geben. Auch für die Hauptstraßenachse vom Deichtorplatz über Oberbaumbrücke und Brooktorkai Richtung St. Annen sollten Radler auf Radwegen fahren. Vom Deichtorplatz aus wurden Richtung Hafencity die in Hamburg allgemein üblichen roten Radwege angelegt. Später erfolgten aus Richtung Hafencity bis zur Oberbaumbrücke die in der Hafencity üblichen grauen Radwege. Das Hafencity-Radverkehrskonzept zeigt immer noch an, dass für die Oberbaumbrücke gemeinsame Geh- und Radwege vorgesehen seien. Doch schon seit mehr als zehn Jahren ist das Radfahren auf den Gehwegen der Oberbaumbrücke verboten. Zwar führen aus beiden Richtungen bis an den Rand der Brücke Radwege heran, doch müssen Radler auf der Brücke die Fahrbahn benutzen. Der Grund für die unterbrochene Radwegeführungen ist die zu niedrige Geländerhöhe. Bei Führung des Radverkehrs auf dem Gehweg müsste die Brückengeländer 1,3 Meter hoch sein. Die jetzigen Geländer sind zu niedrig.


 Oberbaumbrücke: Fahrbahn benutzen oder schieben

© hamburgize.com / Stefan Warda
Oberbaumbrücke aus Richtung Deichtorplatz: Radwegwende

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Oberbaumbrücke aus Richtung Deichtorplatz 2016: Radwegende

© hamburgize.com / Stefan Warda
Oberbaumbrücke aus Richtung Hafencity: Radwegende


Wie Ernst das Problem mit den Geländerhöhen ist, zeigte der Anbau einens provisorischen Holzgeländers auf der Dag-Hammarskjöld-Brücke während der Baustelle am Dammtordamm, als der Radverkehr vor fünf Jahren über die Fußgängerbrücke umgeleitet wurde.


Geländererhöhung an der Dag-Hammarskjöld-Brücke

© hamburgize.com / Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda



Doch noch immer sind viele Hamburger Brücken, auf denen das Radfahren erlaubt ist, nicht verkehrssicher. Beispielsweise haben die Brücken entlang der ausgewiesenen Radwanderroute entlang des Wandsewanderweges meist nur Geländerhöhen von einem Meter. Das Radfahren müsste dort logischerweise umgehend verboten werden, solange die Brückengeländer nicht den Sicherheitsnormen entsprechen.


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Wandskanalbrücke am Nordmarkteich im Verlauf des Wandsewanderweges:
Eigentlich müsste das Radfahren hier sofort verboten werden

© hamburgize.com / Stefan Warda



Ein Prominentes Beispiel für die Problematik um Geländerhöhen ist die Albertbrücke in Dresden. Weil Radfahrer seit Sanierung der Brücke auf der Nebenfläche fahren sollen, musste zu deren Sicherheit das Geländer erhöht werden. Um das niedrige historische Geländer zu erhalten, wurde ein zweites zusätzliches höheres Schutzgeländer angebracht. NDR extra 3 hatte sich letzte Woche dieser Thematik angenommen.

Risiko Oberbaumbrücke

Dass die Lücke im Verlauf der Radwege entlang der Hamburger Oberbaumbrücke nun schon seit weit mehr als zehn Jahren besteht, ist skandolös. Die jetzige Regelung führt zu regelwidrigem Verhalten. Die meisten Radler werden auf den Gehwegen über die Brücke radeln, andere u.U. ohne ausreichende Sorgfalt auf die Fahrbahn ausweichen - bis irgendwann ein Unfall passiert. Dann muss die Stadt endgültig handeln . . .



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25. Februar 2016

Verkehrsopfer in Deutschland

Traffic unsafety in Germany


© hamburgize.com / Stefan Warda


Laut einem Bericht des Spiegel wurden in Hamburg im letzten Jahr zwanzig Personen im Straßenverkehr getötet. Je eine Million Einwohner waren somit elf Verkehrstote zu beklagen. Mit diesem Wert liegt Hmburg am günstigen unter allen Bundesländern, auch im Vergleich mit den anderen Stadtstaaten. In Berlin waren vierzehn Verkehrstote je eine Million Einwohner zu beklagen, in Bremen 26.

Unter den Flächenländern gab es die wenigsten Verkehrstoten in Nordrhein-Westfalen (30 Tote / 1 Million Einwohner, die meisten in Brandenburg (73 Tote / 1 Million Einwohner). Deutschlandweit verstarben im Straßenverkehr 43 Personen je eine Million Einwohner.

Fahrradstraßen, Radfahr- und Schutzstreifen dürften sich demnach wohl nicht negativ auf die Anzahl der Verkehrstoten in Hamburg ausgewirkt haben, wie es ein Abgeordneter der Autofahrerpartei glauben machen will.


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8. Februar 2016

Hamburg: CDU-Abgeordneter sieht Zusammenhang zwischen Verkehrsunfallzunahme und mehr Radfahrstreifen

Hamburg: CDU politician sees link between increase of traffic accidents and more bicycle lanes
Aktualisiert um 15:16 Uhr

© hamburgize.com / Stefan Warda
Ferdinandstor / Lombardsbrücke nach Umbau


Laut einem Bericht des Abendblatts soll die Zahl der Verkehrsunfälle im letzten Jahr gegenüber dem Vorjahr zugenommen haben. Bis Ende November 2015 soll die Zahl der Unfälle um 2,43 Prozent im Vergleich zum gesamten Vorjahr gestiegen sein.

Der CDU-Abgeordnete Dennis Thering fordert daher keine weiteren Radfahr- und Schutzstreifen anzulegen.

Die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer muss endlich wieder oberste Priorität der Verkehrspolitik in Hamburg haben. Fragwürdige, ideologiegeleitete Verkehrsexperimente wie die Verlegung von Fahrradwegen auf Hauptverkehrsstraßen müssen sofort gestoppt werden.

Bislang hat Thering aber keinen Beweis erbracht, dass die Zunahme der Unfälle tatsächlich im Zusammenhang mit der Verlegung des Radverkehrs von in der Regel unbenutzbaren Fakeradwegen an Hauptverkehrsstraßen auf Radfahrstreifen oder Schutzstreifen steht. Will Thering ganz im Sinne des Populismus mit der Angst der Bürger Stimmen gewinnen? Denn tatsächlich soll die Anzahl der verletzten Radfahrer 2015 gegenüber dem Vorjahr abgenommen haben - trotz Zunahme des Radverkehrs. Stellen Radfahrstreifen also letztendlich eine besondere Gefahr für Fußgänger und Autofahrer dar? Das genaue Ergebnis wird der Verkehrsunfallbericht der Polizei präsentieren.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Ferdinandstor / Lombardbrücke vor Umbau



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12. Dezember 2015

Nach tödlichem Unfall: Tempo 30 auf der Bundesstraße

Speed limit along Bundesstraße due to speeder accident


© hamburgize.com / Stefan Warda
Bundesstraße / Kaiser-Friedrich-Ufer: Hier geschah der tödlich ausgegangene Unfall - © Stefan Warda


Vor elf Monaten überfuhr ein Kampffahrer eine Fußgängerin auf der Bundesstraße. Die Ampel am Kaiser-Friedrich-Ufer zeigte Grün für die Fußgängerin. Doch der rücksichtslose Fahrer ließ der Frau keine Chance: Er missachtete das Rotlicht und beendete damit ihr Leben. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Fahrer bei Rotlicht gefahren war und ausreichend Zeit hatte, rechtzeitig anzuhalten. Der Kampffahrer wurde wegen fahrlässiger Tötung zu sechs Monaten auf Bewährung verklagt - trotzdem er ein Menschenleben ausgelöscht hatte. Sehr milde wirkt dieses Urteil im Vergleich zum Fall einer Frau, die in Eppendorf zehn Stehzeuge zerkratzt haben sollte und 1996 deswegen zunächst zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt wurde.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Bundesstraße / Isebekkanal - © Stefan Warda


Eine Bürgerinitiative, die sich rasch nach dem tödlichen Unfall in der Bundesstraße formierte, konnte erreichen, dass nun schon seit einigen Monaten Tempo 30 in der Bundesstraße zwischen Hohe Weide und Isebekkanal angeordnet ist.


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6. Juli 2015

Hamburg - Geisterradeln wegen schlechter Bedingungen für Radfahrer oder eine Frage der Mentalität?

Hamburg - Cycling on the wrong side of the street due to bad conditions for cyclists or to mentalitiy?


 © hamburgize / Stefan Warda
Wenn schon auf der falschen Seite, warum radelt diese Person nicht oberhalb des Radwegs auf dem viel breiteren Gehweg auf der falschen Straßenseite? Dort würde sie sich und entgegenkommende Radler nicht derartig in Gefahr bringen wie auf diesem schmalen Radweg. Liegt es am schlechten Radweg, der fahrradunfreundlichen Stadt Hamburg, an der Bequemlichkeit und / oder Rücksichtslosigkeit dieser Person?


Geisterradeln ist in Hamburg sehr populär. Die Fahrradstaffel kontrollierte heute am Neuen Pferdemarkt innerhalb einer Stunde allein fünfzig Geisterradler. Laut NDR soll es 2014 wegen "Falschfahrens" 81 Verletzte gegeben haben. Für Radler, die sicher und regelkonform unterwegs sein wollen, sind Geisterradler extrem nervig und ein Sicherheitsrisiko. Für Ulf Schröder, Leiter der Verkehrsdirektion, ist Bequemlichkeit die Ursache für das Geisterradeln. Im Interview des NDR schiebt ADFC-Sprecher Dirk Lau das Phänomen dagegen auf allgemein schlechte Bedingungen zum Radfahren in Hamburg.

Wir bewerten das als ein typisches Symptom einer fahrradunfreundlichen Stadt, einer fahrradfeindlichen Stadt, denn wo gute Radverkehrsbedingungen sind, da werden auch keine Geisterfahrer unterwegs sein. Deswegen hoffen wir natürlich, dass durch den Ausbau Hamburgs zur Fahrradstadt auch dieses Phänomen zur Vergangenheit gehört.

Doch liegt die Ursache allein an schlechten Radwegen oder allgemein schlechten Bedingungen zum Radlen? Selbst auf den vom ADFC befürworteten neuen Radfahrstreifen und der Busspur entlang der Veloroute 1 auf der Feldstraße und dem Neuer Kamp gibt es Geisterradler. Sogar auf den Radstreifen an den Landungsbrücken. Fahren Geisterradler selbst auf engsten Radwegen entgegen der Fahrtrichtung, nur weil Hamburg eine fahrradunfreundliche Stadt ist? Darf ein Radler allein deswegen rücksichtslos gegenüber anderen Radlern und Fußgängern sein, weil er unzufrieden mit der Stadt Hamburg ist? Vielleicht ist die These von Dirk Lau richtig: In Kopenhagen gibt es so gut wie keine Geisterradler. Aber liegt es allein an den Bedingungen für Radler oder doch auch an der Mentalität der Bewohner?


Geisterradeln auf der erneuerten Veloroute 1 - Ausdruck einer fahrradfeindlichen Stadt?

 © hamburgize / Stefan Warda
Geisterradler im Gegenverkehr auf der kombinierten Bus- / Radspur in der Feldstraße. Wie reagiert er, wenn ein Radler und ein überholender Bus entgegenkommen werden?

 © hamburgize / Stefan Warda

 © hamburgize / Stefan Warda

 © hamburgize / Stefan Warda
Der Radfahrstreifen am Neuen Kamp - eigentlich nicht einmal Platz zum Überholen oder nebeneinander Radeln

 © hamburgize / Stefan Warda

 © hamburgize / Stefan Warda
Auch hier gibt es Geisterradler. Wie sollen regeltreue Radler hier bei Gegenverkehr reagieren, wenn auch noch beide Fahrspuren belegt sind?


Geisterradler auf den neuen Radfahrstreifen an den St. Pauli Landungsbrücken - wegen schlechter Bedingungen für Radfahrer?

 © hamburgize / Stefan Warda
Geisterradler auf dem neuen Radfahrstreifen an den Landungsbrücken: Bequemlichkeit / Rücksichtslosigkeit oder Symptom einer fahrradfeindlichen Stadt?

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Geisterradler auf dem neuen Radfahrstreifen an den Landungsbrücken



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29. Juni 2015

Forsa-Umfrage: Radfahren in Deutschland ungefährlich

Survey: Cycling in Germany not dangerous


© hamburgize.com / Stefan Warda



Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag von CosmosDirekt, die das Abendblatt zitiert, ist Radfahren in Deutschland nicht sonderlich gefährlich. Bei Fahrradunfällen mit Verletzungen erlitten Radler zu 77% lediglich leichte Verletungen wie blaue Flecken oder Schürfwunden. Fünfzehn Prozent erlitten Verletzungen wie Knochenbrüche. Nur acht Prozent trugen schwere Verletzungen, wie Kopfverletzungen oder bleibende Schäden davon. Diese Zahlen stehen vollkommen diametral zu Aussagen von selbsternannten Sicherheitsexperten, wie z.B. Karl-Heinz Webels, Vorsitzender der Essener Verkehrswacht: "80 Prozent der Verletzungen bei Fahrradunfällen sind Kopfverletzungen." Schürfwunden und blaue Flecken gibt es wohl nicht ausschließlich am Kopf, Schürfwunden wohl eher an den Händen, blaue Flecken eher am Gesäß oder dem Becken. Mit dem Ergebnis der Forsa-Befragung wird endlich der Panikmache um Kopfverletzungen entgegengetreten. Der Kopf ist beim Radfahren also relativ sicher, ähnlich wie in den Niederlanden, wo es beim Alltagsradverkehr keine Helme braucht.


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Hamburg: Autofahrer sind Hauptverursacher von Radverkehrsunfällen mit Personenschäden

Hamburg: Car driver cause most accidents with injured cyclists




Elf getötete und 2409 verletzte Radler 2014 in Hamburg

In Hamburg verursachen Autofahrer den größten Anteil der Unfälle mit Radverkehrsbeteiligung, bei denen Radfahrer zu Schaden kommen. Dies brachte eine kleine Anfrage des Bürgerschaftsabgeordneten Martin Bill ans Licht. 53% aller Unfälle bei denen Radfahrer verletzt werden, wurden 2014 von Autofahrern verursacht. Alle MIV-Führer (Pkw, Lkw, Bus, Motos) zusammen verursachten 62% der Unfälle, bei denen Radfahrer verletzt wurden. 33% der Unfälle wurden von Radlern selbst verursacht, 5% von Fußgängern.

2014 regisrtierte die Polizei 3274 Unfälle mit Radverkehrsbeteiligung. Dabei wurden 2409 Radfahrer verletzt und elf getötet.

Radverkehrsstrategie für Hamburg wollte bis 2015 Unfallzahlen deutlich gesenkt haben

Die Radverkehrsstrategie für Hamburg, zu der vor wenigen Tagen der "Zwischenbericht 2015" erschienen ist, wollte eigentlich das Ziel verfolgen, "die Zahl der Radverkehrsunfälle, insbesondere mit schweren Personenschäden, auch im Kontext mit der angestrebten weiteren Zunahme des Radverkehrs zu reduzieren." Als Bezugsjahr nahm die Radverkehrsstrategie, die im Jahr 2007 entwickelt und 2008 veröffentlicht wurde, das Jahr 2006. Damals wurden rund 2400 Radler verletzt und fünf Radler getötet. Die verantwortlichen Behörden, die an der Radverkehrsstrategie beteiligt waren, haben ihr Ziel eindeutig verfehlt. Eine Reduktion der Zahl der verletzten und getöteten Radler ist in Hamburg nicht eingetreten. Es sind offenbar ganz andere und drastischere Maßnahmen erforderlich als bislang verfolgt.

Offenbar muss viel intensiver bei den Hauptversachern (MIV-Führenden) angsetzt werden: Unterlassen des Schulterblicks beim Abbiegen, Unaufmerksamkeit durch Multitasking (Mobiltelefone), zu hohe Geschwindigkeiten im Straßenverkehr müssen wesentlich stärker bekämpft werden als bislang, wenn edle Ziele wie in der Radverkehrsstrategie für Hamburg formuliert nicht bloß Propagande und fadenscheinige Lippenbekenntnisse bleiben sollen.

Auch die schlechte Infrastruktur muss erneut auf den Prüfstand. Regelwidrige, kriminelle Radverkehrsführungen in Dooringzonen oder fehlende Sichtbereiche an Kreuzungen und Querungen gibt es in Hamburg landesweit in allen Stadtteilen. Nur weil Politiker die Hosen voll haben gefährliche Situationen mit Stehzeugen zu beseitigen, bleibt es in Hamburg beim Status Quo mit den Fakeradwegen.


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28. Juni 2015

Wird in Altona der MIV aus Verkehrssicherheitsgründen bald verboten?

Is car traffic going to be banned in Hamburg-Altona for safety reasons?
Aktualisiert um 14:20


© hamburgize.com / Stefan Warda


Die Straßenverkehrsbehörde beim PK21 in Hamburg-Altona möchte den Straßenverkehr sicherer machen. In einer Mitteilung an die Bezirksversammlung begründet die Straßenverkehrsbehörde die Absicht, den Radverkehr in der Fußgängerzone der Ottenser Hauptstraße zu verbieten, mit einer erhöhten Unfalllage. Für die Bestimmung von Unfallhäufungen gelte der Schwellenwert von vier Verkehrsunfällen innerhalb von 36 Monaten. In den Jahren 2012-2014 wurden dem PK21 sogar fünf Unfälle mit Personenschäden genannt, davon dreimal Fußgänger / Radfahrer und zweimal Radfahrer / Radfahrer. Bei zwei Unfällen soll es Kopfverletzungen bei Fußgängern gegeben haben. Die Ottenser Hauptstraße sei damit Unfallhäfungslinie im Sinne der örtlichen Unfalluntersuchung.


© hamburgize.com / Stefan Warda


Aufgrund dieser Tatsachen seien "zwingend" Maßnahmen erforderlich, welche die Unfalllage reduzieren würden. Da Radfahrer hier die Verursacher sind, solle entsprechend die Freigabe für den Radverkehr (Entfernung der Zusatzzeichen 1022-10, Radfahrer frei) aufgehoben werden.

Aus oben genannten Gründen sind zwingend Maßnahmen erforderlich, welche die existente Unfalllage reduzieren, bzw. im günstigsten Fall auflösen.
Das PK 212, als zuständige Straßenverkehrsbehörde, hat gemäß der Verwaltungsvorschrift zum § 44 StVO (sachliche Zuständigkeit) zur Bekämpfung von Verkehrsunfällen eng mit der Straßenbaubehörde zusammenzuarbeiten. Wo sich Unfälle häufen, ist zu ermitteln worauf diese zurückzuführen sind und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die unfallbegünstigenden Besonderheiten zu beseitigen.Im vorliegenden Sachverhalt sind jeweils Radfahrer Verursacher. 

Nun steht eine Reduzierung der Unfalllage oder Auflösung zur Debatte. Die Auflösung durch ein Radelverbot, oder die Reduzierung ggf. durch bauliche Veränderungen, z.B. Entrümpelung der Fußgängerzone und die Einrichtung einer Fahrgasse. Dies würde allerdings längere Zeit brauchen bis zur Umsetzung.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Radfahren in der Ottenser Hauptstraße bald nur nch auf dem Kinderkarussel wie hier während des Weihnachtsmarktes erlaubt?

Wird der Radverkehr in der Ottenser Hauptstraße, die zum Radroutennetz des Bezirks Altona zählt, aus Verkehrssicherheitsgründen ausgeklammert, dann wird das PK21 wohl als weiteres überall dort im Bezirk, wo Radfahrer und Fußgänger durch den MIV gehäuft zu Schaden kommen, den Autoverkehr ausschließen. Der Unfallschwerpunkt Kreuzung Stresemannstraße / Kieler Straße / Holstenstraße, dessen Aufnahme in das Sofort-Sicherheits-Programm des Senats beauftragt wurde, könnte schnell entschärft werden, wenn die Hauptunfallverursacher dort ausgeklammert würden. Weitere Unfallschwerpunkte im Gebiet des PK21 warten ebenfalls auf klare Lösungen.



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28. Mai 2015

Gedanken zur Verkehrssicherheit in der Europäischen Union

Transport safety in European Union


© hamburgize.com / Stefan Warda


Jährlich sterben in Deutschland Tausende als Opfer des Straßenverkehrs. Unfälle, die durch unachtsame Lkw-Fahrer verursacht werden, werden der bösen "toter-Winkel"-Macht angelastet, gegen die die Menschheit machtlos zu sein scheint. Miniradwege im Dooringbereich, die allesamt eigentlich sofort verboten werden müssten, "müssen" in Deutschland schließlich sein, weil ansonsten der "Verkehr" behindert würde, bzw. Deutschlands Straßen enger seien als in Amsterdam, Utrecht oder Kopenhagen und daher eine bundesweite Ausnahmeregelung zu gelten habe. Mit Verkehr ist fast immer nur der Autoverkehr gemeint, den Radfahrer auf der Fahrbahn und auch sonst im Straßenraum nicht behindern sollen. Wo sollen denn all die Stehzeuge hin, die neben Fakeradwegen stehen? Schließlich will kein Politiker den Deutschen das Auto wegnehmen. Lieber ein paar Radfahrer totfahren als mehr Sicherheit beim Radverkehr. Dafür hat die Staatssekretärin im Verkehrsministerin die lächerliche Darth-Vader-Helmkamapgne ersonnen, denn mit Helm sind Radfahrer wiederum bestens auf allen noch so gefährlichen Radwegen geschützt. Keine Autotür erreicht einen Radler im Dooringbreich, sobald der Ministeriumshelm auf dem Kopf sitzt. Kein Autofahrer vergisst den Schulterblick, sobald der Helm aufgesetzt ist. Tolle Idee. Und kein Autofahrer benutzt das Mobiltelefon beim Lenken, sobald ein behelmter Radler in der Nähe ist. Schön wär´s. 


© hamburgize.com / Stefan Warda


Ab 1. Juni wird Deutschland wieder einen Schritt sicherer. Dann tritt eine Verordnung in Kraft, die den Benutzerkreis von Paternostern wie in den Grindelhochhäusern oder der Finanzbehörde erheblich einschränken wird. Nur noch besonders eingewiesene Mitarbeiter der Behörden oder Beschäftigte dürfen die beliebten Umlaufaufzüge benutzen. Wer also im Bezirksamt Eimsbüttel in eine der oberen zwölf Etagen zu einem Behördenbesuch oder zur Bezirksversammlung möchte, der braucht zukünftig viel Zeit, denn es gibt nur einen einzigen Aufzug neben dem Paternoster - oder das Treppenhaus. Angeblich soll es einige Unfälle in Deutschland mit den seit 1886 in Hamburg bekannten Paternostern gegeben haben. Deswegen braucht es strenge Sicherheitsauflagen für die letzten noch in Betrieb befindlichen Paternoster.


© hamburgize.com / Stefan Warda


Ob demnächst auch Sicherheitseinweisungen für Fahrgäste bei den Europäischen Bahnen erforderlich sind, bevor sie einen Zug besteigen? Schließlich wird derzeit beim Amtsgericht in Hamburg-St. Georg über den Unfall einer Frau verhandelt, die versuchte, nach Abfertigung eines abfahrbereiten Zuges noch beim Anrollen einzusteigen. Die Frau erlitt leichte Verletzungen, u.a. Hämatome und eine Handverletzung. Um solche Unfälle zukünftig zu vermeiden wäre es doch zunächst sinnvoll alle Fahrgäste über die Gefahren beim Einstieg zu belehren. Kein Mensch ohne Belehrung sollte in Europa in einen Zug einsteigen - mal abgesehen von den erfahrenen Mitarbeitern der Bahnen. Am einfachsten wäre es wohl mit dem Ausdruck einer Sicherheitsbelehrung, die beim Kauf einer Fahrkarte mitgeliefert wird und vor Reiseantritt gelesen und durch Unterschrift bestätigt werden müsste. Für E-Tickets müssten natürlich Sonderregelungen gelten. Wahrscheinlich würde sich das kaum ein Mensch durchlesen, da in der Aufregung beim Zustieg in einen Zug auf die allerletzte Sekunde ohnehin oftmals die notwendige Sorgfalt außer Acht gelassen wird. Und wer sich darauf verlässt sein Ticket im Zug nachzulösen? Dann helfen nur noch Bahnsteigsperren, die es bis in die 1970er Jahre in Deutschland gab. Vor Betreten des Bahnsteiges ließe sich jeder Fahrgast zuvor Einweisen über den sicheren Zustieg in einen europäischen Zug. Sicher ist sicher, auf eine Betriebssicherheitsverordnung für den europäischen Bahnverkehr.


Quelle: Bundesarchiv, B 145 Bild-F008588-0006 / Wegmann, Ludwig / CC-BY-SA


Alles soll sicher sein, nur dem Straßenverkehr, dem darf weiterhin großzügig geopfert werden. Vision Zero ist eine schöne Vision, nur Verkehrstöte scheinen immer noch eine Schicksalsangelegenheit zu sein. Anleihen bei der Schweiz mit Via Sicura könnten in Resteuropa weiterhelfen Kampfrasern und Fahrern mit "sportlichem" Fahrstil Einhalt zu gebieten und die Zahl der Verkehrsopfer zu reduzieren. Dann wären z.B. bei Fahrerwettrennen unschuldig getötete Radfahrer oder Fußgänger seltener eine Frage des Schicksals.




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20. Mai 2015

Minister Dobrindt will "Darth Vader"-Helme verschenken

Minister Dobrindt gives away "Darth Vader" helmets to kids


 © hamburgize.com / Stefan Warda


Im Rahmen der Verunsicherungskampagne "Runter vom Gas" will das Dobrindt-Ministerium eintausend Spiel-Helme an Kinder und Jugendliche verschenken. Werbefigur der Kampagne ist der Filmbösewicht "Darth Vader", an dessen Kopfbedeckung sich das Ministerium orientiert. Wer Interesse an diesen Spielhelmen hat, der fotografiere sich oder seine Freunde mit einem der Kampagnen-Plakate und twittere das Bild mit #dankhelm (Einsendeschluß: 31.05.2015).


 © hamburgize.com / Stefan Warda


Sicherheitshinweis: Beim Klettern (z.B. auf dem Abenteuerspielplatz) sollten die Helme nicht getragen werden, da dies zu tragischen Unfällen führen könnte.


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13. Mai 2015

Ride of Silence

Ride of Silence


© hamburgize.com / Stefan Warda



Rund 3.400 Menschen starben letztes Jahr auf Deutschlands Straßen. 1991-2014 wurden in Deutschland 130.000 Menschenleben für den vornehmlich autogerechten Straßenverkehr geopfert.
Mit dem Ride of Silence soll der Opfer im Straßenverkehr gedacht werden. In Berlin und mehr als 300 Städten weltweit, in 26 Ländern, auf sieben Kontinenten und zum zwölften Mal radeln am Mittwoch, 20. Mai um 19 Uhr, Radfahrer durch ihre Stadt: in weißer Kleidung, schweigend, dem Anlass entsprechend.  

Zur ersten Teilnahme Berlins am Ride of Silence ruft die Initiative Clevere Städte zusammen mit Vertretern von Bündnis90/Die Grünen und Piraten, autofrei leben! e.V., Autofreies Kreuzberg und der Berliner Fahrradschau auf. Vom Brandenburger Tor geht es in besinnlichem Tempo zu den Orten der letzten tödlichen Radverkehrsunfälle. Damit wollen sie der Getöteten und ihrer Familien gedenken und ein Zeichen für mehr Aufmerksamkeit an die Stärkeren senden.

Der Ride of Silence ist eine jährliche Radfahrt und findet jeweils am dritten Mittwoch im Mai statt. Der erste Ride of Silence wurde in Dallas, Texas/USA, im Jahr 2003 erstmals von Chris Phelan organisiert. Ursprünglich einmalig in Andenken an einen Freund angedacht, der durch einen Seitenspiegel eines unachtsamen Busfahrers starb, stieg die Zahl weltweit rasch auf 315 teilnehmende Städte zehn Jahre später: Von den Fitnessräumen in der Antarktis bis zu den Straßenschluchten New Yorks, von Hongkong bis zu den Niagara-Fällen. In Deutschland sollen neben Berlin auch Rides in Stuttgart, Wiesbaden, Hannover, Hamburg, Oldenburg, Freiburg und Osnabrück stattfinden.



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10. Mai 2015

Fehlplanung Kreisverkehr Ochsenzoll gilt als offizieller Unfallschwerpunkt

Bad planning in Norderstedt: Roundabout unsafe

© hamburgize.com / Stefan Warda


Der vor wenigen Tagen vorgestellte Verkehrsbericht 2014 der Stadt Norderstedt bescheinigt der Stadt weiterhin wenig Geschick mit dem vermurksten "Knoten Ochsenzoll". Mit vierzig Unfällen gilt die Kreuzung nun als Unfallschwerpunkt. Zwei Radfahrer wurden letztes Jahr von Autofahrern auf den Fußgängerüberwegen umgefahren und leicht verletzt.

Bislang hatte sich Baudezernent Bosse geweigert wie nach den Regelwerken vorgesehen Radfurten anlegen zu lassen. Ein Sicherheitsaudit hatte dem Kreuzungsbauwerk gravierende Mängel bescheinigt. Lediglich die Benutzungspflicht für Gehwegabschnitte im Kreisverkehr wurde seitdem aufgehoben.


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4. Mai 2015

Sicherheit beim Radverkehr: ADAC verdreht Tatsachen

Safety of cycling: ADAC misrepresents facts

Entwicklung des Fahrradverkehrs an den Hamburger Fahrradpegeln
(Quelle: BWVI)

Der ADAC will im Mai eine Kampagne für sicheres Radfahren starten. Ziel der Aktion mit dem Titel "2015 - ja sicher!" soll sein, "das Verantwortungsbewusstsein jedes einzelnen Verkehrsteilnehmers zu stärken und somit die Verkehrssicherheit in Deutschland zu stärken". So weit, so gut. Vorab verunsichert der ADAC jedoch Deutschlands Radfahrer deutlich. In einer Pressemeldung heißt es:
Allerdings hat mit Zunahme des Radverkehrs die Sicherheit stark gelitten.

Rote Karte für den ADAC

Dies versucht der ADAC mit Unfallzahlen zu belegen. Zwischen 1979 und 2013 soll die Zahl verunglückter Radfahrer von etwa 52.000 um 37% auf 71.000 gestiegen sein. Gleichzeitig hat aber der Radverkehr deutlich zugenommen. Wenn sich der Anteil der Radler von 1979 bis 2013 verdoppelt hat, parallel dazu die Unfälle mit Radlern nur um 37 % gestiegen sind, dann ist das Radfahren insgesamt doch eindeutig sicherer geworden. Das Risiko eines einzelnen Radlers zu verunfallen war demnach 1979 höher als 2013.

Zumindest die Entwicklung des Fahrradverkehrs an den Hamburger Fahrradpegeln belegt, dass sich der Radverkehr in Hamburg von 1979 bis 2013 verdoppelt hat. Ähnlich wird sich der Radverkehr in den meisten Städten Deutschlands entwickelt haben, mit wenigen Ausnahmen. Für die Verunsicherung der Radfahrer verdient der ADAC eine Rote Karte.


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27. März 2015

Helm auf oder Fakeradwege weg?

Wear a helmet or eliminate fake cycle tracks?
Aktualisiert am 28.03.2015
 
© hamburgize.com / Stefan Warda


Die Radsaison beginnt für viele Sommerradler. Rechtzeitig tauchen im Stadtbild Botschaften an uns Radler auf. „Hut ab. Helm auf.“ So präsentiert sich die Kampagne „Runter vom Gas“ des Bundesverkehrsministeriums in Kooperation mit dem DVR (Deutscher Verkehrssicherheitsrat). Bei dem einen oder anderen Unfall hätte ein Helm gegebenenfalls vor Kopfverletzungen geschützt. Doch ist es nicht zynisch das Helmtragen zu empfehlen, solange Radler mit unzulänglichen Fakeradwegen konfrontiert werden, deren Benutzung kaum möglich oder mit erheblicher Gefährdung verbunden ist? In Hamburg gibt es viele Kilometer schmale Fakeradwege, neben denen die eigentlich für die Verkehrssicherheit verantwortlichen Straßenverkehrsbehörden das Parken erlauben oder dauerhaft dulden. Radfahrer müssen einen Sicherheitsabstand von wenigstens einem Meter zu parkenden Autos einhalten, auch auf Radwegen, Radfahrstreifen und Schutzstreifen. Ein Dooringunfall kann mit Fahrradhelm nicht vermieden werden, die Beseitigung von Parkständen neben Radverkehrsanlagen oder aber die Beseitigung nicht regelkonformer Radverkehrsanlagen verhindert aber Dooringunfälle und schützt damit vor Kopfverletzungen. Deshalb weg mit Fakeradwegen, bitte jetzt! 


© hamburgize.com / Stefan Warda

 

Verkehrssicherheitsarbeit von vorgestern

Ein Fahrradhelm bekämpft nicht die Ursachen von Verletzungen, sondern behandelt höchstens die Folgen. Wie rückwärtsgewandt diese sogenannte Verkehrssicherheitskampagne des DVR ist, zeigt der Vergleich mit dem Fahrradland Nummer Eins, den Niederlanden. Kaum ein Alltagsradler benutzt dort einen Fahrradhelm. Fahrradhelme werden dort hauptsächlich in Verbindung gebracht mit touristischen Radlern, die aus dem benachbarten Deutschland kommen. Auch ohne Fahrradhelmen ist das Radfahren in den Niederlanden sicher. Niemand muss Angst haben vor dem Radfahren, weil keine Behörde und kein Ministerium den Radlern einen Helm vorschreibt. Vielleicht auch gerade deswegen fahren nahezu alle Niederländer fiets. Radler in Deutschland haben eineseits mit äußerst schlechter und unsicherer Infrastruktur zu kämpfen und sollen andererseits deshalb zusätzlich auch noch Helme tragen. Sollen Deutschlands Radler etwa doppelt bestraft werden im Vergleich zu unseren Nachbarn?


© hamburgize.com / Stefan Warda
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Fakeradweg in Dooringzone


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