Pilot project: Hamburg going to test turning assistance in lorries
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| Holstenkamp / Große Bahnstraße - © Stefan Warda |
Letzten Freitag stellten die Senatoren Andy Grote und Michael Westhagemann städtische und private LKW vor, die mit verschiedenen Abbiegeassistenzsystemen ausgerüstet sind. Im Rahmen eines sechsmonatigem Pilotprojekts sollen drei verschiedene Abbiegeassistenzsysteme verschiedener Hersteller auf ihre Tauglichkeit getestet werden.
Dabei handelt es sich um Geräte der Hersteller
Brigade Elektronik GmbH, Luis Technologie GmbH und Wüllhorst
Fahrzeugbau. Alle drei Hersteller erfüllen die Empfehlungen des
Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Luis hat übrigens als erster Hersteller für das angebotete Assistenzsystem vom BMVI eine Allgemeine Betriebserlaubnis erhalten. Mit dieser sind Unternehmer berechtigt, Zuschüsse für den Einbau zu erhalten.
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| Ampelschaltung in Wilhelmsburg - © Stefan Warda |
An
dem behördenübergreifenden Pilotverfahren des Landesbetriebs Verkehr
(LBV) sind insgesamt achtzehn Fahrzeuge unterschiedlicher Fahrzeugtypen von
Hamburger Behörden, öffentlichen Unternehmen und Firmen aus der
Privatwirtschaft beteiligt. Berücksichtigt wurden dabei ausgewählte
Nutzfahrzeuge ab dem Baujahr 2010 mit einer zulässigen Gesamtmasse von
mehr als 3,5 Tonnen, die monatlich mindestens 500 Kilometer im Hamburger
Stadtverkehr unterwegs sind. Für die Teilnahme erhalten die
öffentlichen sowie die privaten Unternehmen einen Zuschuss von 1.000
Euro. Die Kernverwaltung erhält die Kosten in voller Höhe erstattet. Die
Gesamtkosten der Pilotierung von rund 30.000 Euro für Beschaffung und
Einbau trägt der LBV.
Die Dauer des Pilotprojektes ist auf sechs
Monate angelegt. Nach jeweils zwei Monaten werden auf Basis einer
Befragung Zwischenergebnisse ermittelt. Das Statistikamt Nord übernimmt
die Auswertung und übermittelt die Ergebnisse anschließend dem LBV. Die
gewonnenen Erkenntnisse dienen im Anschluss als Entscheidungsgrundlage
für die weitere Umrüstung städtischer Nutzfahrzeuge. Alle großen städtischen Nutzfahrzeuge sollen später mit Fahrerassistenzsystemen ausgerüstet werden. Zudem sollen auch
für die Privatwirtschaft Anreize geschaffen werden, Fahrzeuge
entsprechend umzurüsten.
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| Holstenkamp / Große Bahnstraße - © Stefan Warda |
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| Holstenkamp / Große Bahnstraße - © Stefan Warda |
Letzten Dienstag wurde ein 48-jähriger Radfahrer bei einem
Abbiegeunfall mit einem LKW getötet. An der Kreuzung Holstenkamp / Grosse Bahnstraße wollte der Radfahrer auf dem nicht benutzungspflichtigem Radweg des Holstenkamp Richtung Eimsbütteler Marktplatz fahren und wurde von einem abbiegenden LKW eines Entsorgungsunternehmens überrollt. Fahrerassistenzsysteme könnten solche Unfälle vermeiden helfen. Die Unfallforschung der Versicherer (
GDV) ermittelte schon 2013 einen drastischen Rückgang an Unfällen und Todesfällen bei Verwendung von Abbiegeassistenten. Von einer
Vision Zero, dem Ziel, die Zahl der Getöteten im Straßeverkehr drastisch zu senken, ist Hamburg bislang noch weit erntfernt. 2018 waren in Hamburg
29 Verkehrstote zu beklagen.
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