12. September 2018

Hamburg: Ampel für den LOOP an der Dratelnstraße geplant

Hamburg: Finally traffic lights for LOOP at Dratelnstraße


Veloroute 11 und LOOP, Gert-Schwämmle-Weg / Dratelnstraße - © Stefan Warda


Die Dratelnstraße im Stadtteil Wilhelmsburg soll umgebaut werden. Erfreulicher Nebeneffekt ist die geplante Einrichtung einer Ampel an der Kreuzung mit dem Gert-Schwämmle-Weg. Auf dem Gert-Schwämmle-Weg verlaufen sowohl die Veloroute 11, als auch der LOOP. Bislang ist es je nach Autoverkehrsaufkommen auf der Dratelnstraße recht schwierig, im Verlauf des Gert-Schwämmle-Wegs die Dratelnstraße zu queren. Eine gesicherte Querungsmöglichkeit wäre daher eine deutliche Verbesserung für die Sicherheit der Radfahrenden im Verlauf der Radrouten. Vor allem für Kinder stellt die Querung der Dratelnstraße eine sehr große Herausforderung dar. Direkt neben dem Gert-Schwämmle-Weg gibt es auch noch die Zufahrt zu einem Gewerbehof mit Getränkemarkt und Drive-Inn-Restaurant. Die dort ein- und ausfahrenden Autos machen das Queren der Dratelnstraße für Radfahrer umso schwieriger. Trotz dieses Mankos wurde die Stadt Hamburg für die Anlage des LOOP 2014 mit dem "Deutschen Fahrradpreis" ausgezeichnet.


Veloroute 11 und LOOP, Gert-Schwämmle-Weg / Dratelnstraße - © Stefan Warda

Veloroute 11 und LOOP, Gert-Schwämmle-Weg / Dratelnstraße - © Stefan Warda


Die Bauarbeiten für die Dratelnstraße stehen im Zusammenhang mit der Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße neben die Bahngleise. Die Anschlussstelle Wilhelmsburg soll an die Rotenhäuser Straße verlegt werden. Dadurch wird das Verkehrsaukommen in der Dratelnstraße zwischen Rotenhäuser Straße und Neuenfelder Straße / Mengestraße zunehmen.


Dratelnstraße / Gert-Schwämmle-Weg - © Stefan Warda


Die Planung des LSBG sieht vor, die Dratelnstraße südlich der Thielenstraße als eine Allee mit Mittelinsel und einem Fahrstreifen pro Richtung auszubauen. Bäume sollen sowohl die Seitenstreifen als auch die Mittelinsel säumen. Der Radverkehr soll künftig auf Radfahrstreifen auf der Fahrbahn geführt werden. Die Gehwege sollen barrierefrei gestaltet werden. Die bisherigen eher schmalen Radwege werden dadurch entfallen. Auf Höhe des Gert-Schwämmle-Wegs soll eine Fuß- und Radverkehrsampel eingerichtet werden. Die Einmündungen in das Wilhelmsburger Rathausviertel sollen Ampeln bekommen.

Während der Bauarbeiten soll es angeblich mal wieder freie Fahrt für Radfahrer im betroffenen Straßenabschnitt geben. Ob das diesmal klappt angesichts der zahlreichen nicht eingelösten Versprechen bei bisherigen Baustellen (u.a. Veloroute 2 Weidenallee, Lessingtunnel, Schulweg / Im Gehölz, Stresemannstraße)?

Radfahrerinnen und Radfahrern wird jederzeit die Befahrbarkeit der Dratelnstraße in beide Richtungen ermöglicht.

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10. September 2018

Rekord für Kopenhagen: Neuer Radweg auf Dybbølsbro soll zehn Meter breit werden

Copenhagen: Cycle track on Dybbølsbro to be the widest in the city in 2019


Kopenhagen, Dybbølsbro: Zweirichtungsradverkehr auf einem der beiden Radwege wegen Bauarbeiten im Jahr 2014 - © Stefan Warda


Demnächst breitester Radweg Kopenhagens

Die Radweg- und Gehwege auf der Dybbølsbro in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen sind an Leistungsgrenzen gestossen. Die Brücke, die Teil einer Radverkehrsverbindung zwischen den Stadttteilen Vesterbro und Islands Brygge darstellt, wird an Werktagen von rund rund 22.000 Radfahrenden genutzt. Über die Brücke werden auch die Bahnsteige der gleichnamigen S-Bahnstation erreicht. Da der Radverkehr noch weiter zunehmen wird, sollen heute Bauarbeiten für eine Brückenverbreiterung starten. Etwa im Dezember nächsten Jahres soll dann ein zehn Meter breiter Zweirichtungsradweg fertiggestellt sein - dann der breiteste Radweg in Kopenhagen. Bislang gibt es auf beiden Seiten der Brücke für Hamburger Verhältnisse sehr breite Radwege, je Fahrtrichtung breiter als zwei Meter. Die neuen Gehwege sollen fünf und drei Meter breit werden.


Fisketorvet Einkaufszentrum an der Dybbølsbro - © Stefan Warda


Die Dybbølsbro erschließt neben der S-Bahnstation das Einkaufszentrum Fisketorvet und stellt die Verbindung zur mittlerweile weltbekanntem Fahrradbrücke Cyckelslangen her. Zudem wird demnächst eine IKEA-Filiale unmittelbar an der Dybbølsbro eröffnen.


Kopenhagen, Cykelslangen - © Stefan Warda

Kopenhagen, Cykelslangen - © Stefan Warda

Während der Bauarbeiten wird es zeitweise wieder weniger Platz auf der Brücke geben - ähnlich wie bei den Bauarbeiten vor vier Jahren.


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5. September 2018

Hamburg: Letzte Fakeradwege in der Maria-Louisen-Straße sollen 2020 beseitigt werden

Hamburg: Last fake cycle tracks along Maria-Louisen-Straße to be eliminated in 2020
Aktualisiert am 06.09.2018

Maria-Louisen-Straße / Sierichstraße: 2020 soll hier die Veloroute 13 verlaufen - © Stefan Warda

Schutzstreifen statt Fakeradwege

Die Maria-Louisen-Straße soll demnächst auch die letzten noch vorhandenen althergebrachten Fakeradwege verlieren. Dazu soll der Abschnitt zwischen Sierichstraße und Dorotheenstraße im Jahr 2020 für die Veloroute 13 umgebaut werden. Die schon bestehenden Radspuren im südlichen und nördlichen Teil sollen dann mittels Schutzstreifen miteinander verknüpft werden. Für die bislang auf den schmalen Fakeradwegen parkenden Fahrrädern soll es neue regelkonforme Fahrradstellplätze geben, die nicht zur Beeinträchtigung des Radverkehrs führen. Die derzeitige Planungsvariante ist noch nicht verbindlich.



Maria-Louisen-Straße / Sierichstraße, Fakeradweg - © Stefan Warda

Maria-Louisen-Straße: "Radweg" als Fahrradparkplatz genutzt, Gehweg nur 1,25 Meter breit, Konflikte mit Fußgängern zwangsläufig - © Stefan Warda

Maria-Louisen-Straße: Fakeradwegeangebot führt zu regelwidrigem Gehwegradeln - © Stefan Warda

Maria-Louisen-Straße 59: 70 Zentimeter schmaler Fakeradweg im Dooringbereich neben 1,5 Meter schmalem Gehweg - © Stefan Warda

Maria-Louisen-Straße 59: 70 Zentimeter schmaler Fakeradweg im Dooringbereich neben 1,5 Meter schmalem Gehweg - © Stefan Warda



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Sonderbares Radfahrverbot auf der Stresemannstraße: Umleitung wird nicht angenommen

Cycling forbidden along Stresemannstraße: Detour not accepted by cyclists
Aktualisiert um 22:57 Uhr

Stresemannstraße / Kieler Straße, Baustelle - © Stefan Warda


Bauarbeiten an der Stresemannstraße führen zu Radfahrverbot und Umleitung für Radfahrende

Auf der Stresemannstraße wurde ein umstrittenes Radfahrverbot im Bereich der Kreuzung mit der Kieler Straße eingerichtet. Die Baumaßnahme auf dem ehemaligen BMW-Händler-Gelände zwischen der Kieler Straße und dem Kaltenkirchner Platz schränkt den Radverkehr stadtauswärts weiterhin massiv ein. Anfangs wurde der gemeinsame Geh- und Radweg mangels Breite in einen reinen Radweg umgewandelt. Mittlerweile wurde auch dieser gesperrt. Mitten auf der Kreuzung Stresemannstraße / Kieler Straße wurde ein Radfahrverbot eingerichtet, das allerdings nur für Radfahrende im Verlauf der Stresemannstraße stadtauswärts gilt. Radfahrende, die aus der Kieler Straße kommen und rechts in die Stresemannstraße abbiegen, dürfen dort die Fahrbahn benutzen. Das Radfahrverbot gilt nicht für diese Wegebeziehung. Somit ist das Radfahrverbot auf der Kreuzung strittig.


Stresemannstraße: Radfahrende im Baustellenabschnitt - teils auf dem abgesperrtem Gehweg, teils auf der Fahrbahn - © Stefan Warda


Für Radfahrende wurde Richtung stadtauswärts eine Umleitungstrecke über Kieler Straße, Augustenburger Straße und Kaltenkirchener Straße bis Kaltenkircher Platz eingerichtet. Trotz der Umleitung fahren weiterhin mehr Radfahrende über die Stresemannstraße als über die Kieler Straße. Die Umleitung wird also nicht angenommen. Einige Radfahrende erzwingen sich gar die Weiterfahrt über die Stresemannstraße gegenüber dem Autoverkehr. Das könnte auch mal daneben gehen.

Das strikte Radfahrverbot ist allerdings absolut unverständlich, da beispielsweise ab Kaltenkircher Platz stadtauswärts bis Plöner Straße für den vorhandenen Radweg keine Radwegbenutzungspflicht angeordnet ist und für den folgenden Abschnitt bis zur langen Unterführung unter den Bahngleisen keine Radverkehrsanlagen vorhanden sind. Radfahrer müssen zwischen Plöner Straße und DB-Unterführung seit mehreren Jahren auf der Fahrbahn fahren. Das Fahrbahnradeln an der Baustelle bei der Kieler Straße verbieten zu wollen ist daher höchst fraglich.


Stresemannstraße / Plöner Straße mit Wildradlerin: Im Anschluß an das Radwegende gilt seit Jahren schon Fahrbahnbenutzungspflicht bis zur folgenden langen Bahnunterführung - © Stefan Warda

Stresemannstraße / Plöner Straße: Im Anschluß an das Radwegende gilt seit Jahren schon Fahrbahnbenutzungspflicht bis zur folgenden langen Bahnunterführung - © Stefan Warda


Eine andere Variante wäre die Aufgabe einer Autofahrspur zugunsten des Radverkehrs statt Umleitung und Radfahrverbot. Diese Option wurde im Laufe des Jahres bei einer Stresemannstraßenbaustelle zwischen Plöner Straße und der Bahnunterführung genutzt.


Stresemannstraße 269: Velegung des Radverkehrs auf die Fahrbahn - © Stefan Warda

Selbst die fehlende Aufleitung in den Mischverkehr auf der Fahrbahn dürfte kein Grund für das Radfahrverbot in der Stresemannstraße sein, denn an der gleichen Kreuzung ist diese Konstruktion seit langem Praxis: Radfahrer, die aus der Kieler Straße kommend die Stresemannstraße zur Holstenstraße queren, müssen am Ende der Furt auf die rechte Fahrspur wechseln. In der Holstenstraße gilt ab der Stresemannstraße seit einigen Jahren schon Fahrbahnbenutzungszwang, auch wenn es nicht gerade radverkehrsgerecht ist. Das Befahren des Gehwegs unter der Bahnlinie hindurch ist nicht mehr erlaubt.


Holstenstraße / Stresemannstraße: Radfahrende aus Richtung Kieler Straße müssen am Ende der Radfurt auf die rechte Fahrspur wechseln - © Stefan Warda


All diese widersprüchlichen Beispiele belegen, wie inkonsequent der Radverkehr in der "Fahrradstadt" Hamburg berücksichtigt wird.



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4. September 2018

"Fahrradstadt" Hamburg: Benutzungspflichtiger Fakeradweg in der Harkortstraße

Hamburg: Fake cycle track at Harkortstraße
Aktualisiert um 22:36

Harkortstraße, benutzungspflichtiger Fakeradweg - © Stefan Warda


In manchen Hamburger Stadtteilen fallen Verkehrszeichen nicht unmittelbar auf, weil sie beispielsweise "künstlerisch" umgestaltet werden. Wer sich dennoch auf die Suche nach radverkehrsrelevanten Verkehrszeichen macht, kann Überraschungen erleben. So in der Harkortstraße, wo Richtung Norden vor der Bahnunterführung ein benutzungspflichtiger "Radweg" beginnt und zur Kreuzung mit der Stresemannstraße führt. Gehende können eigentlich relativ zufrieden sein, denn für sie wird eine Gehwegbreite von mehr als zwei Metern vorgehalten. Der vom Gehweg getrennte "Radweg" ist dagegen nur einen halben Meter breit und daher zum Radfahren ungeeignet.


Harkortstraße, benutzungspflichtiger Fakeradweg und Wildradler - © Stefan Warda

Harkortstraße, benutzungspflichtiger Fakeradweg und Wildradler - © Stefan Warda


Das Verkehrszeichen ist somit vollkommen überflüssig. Radfahrende nutzen entweder den Gehweg oder die Fahrbahn, aber nicht den Fakeradweg.



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