30. Juli 2018

Hamburg: Gefährdungsstreifen statt Fakeradwege in der Maria-Louisen-Straße

Hamburg: Fake cycle lanes replace former fake cycle tracks at Maria-Louisen-Straße


Maria-Louisen-Straße 106 nach Umbau mit Schutzstreifen - © Stefan Warda


Seit wenigen Tagen ist die Maria-Louisen-Straße wieder für den allgemeinen Verkehr freigegeben worden. Im nördlichen Abschnitt zwischen Dorotheenstraße und Barmbeker Straße ersetzen nun Schutzstreifen oder Gefährdungsstreifen die früheren unbenutzbaren Fakeradwege. Vor allem Gehende profitieren von dem Umbau. Sie haben mehr Platz bekommen und müssen nicht mehr mit Radfahrenden auf den Gehwegen rechnen. Radfahrende sollen nun überwiegend Schutzstreifen nutzen. Dort sind sie einerseits Engüberholern ausgeliefert, andererseits mutieren die Schutzstreifen neben Stehzeugen teilweise zu Gefährdungsstreifen. Immerhin gilt auf den Schutzstreifen absolutes Halteverbot. Entsprechende Verkehrszeichen sind dort angebracht, wo nicht auf dem Hochbord geparkt werden darf.


Maria-Louisen-Straße 106 vor Umbau auf der Fahrbahn - © Stefan Warda

Maria-Louisen-Straße 108 vor Umbau: der Fakeradweg im Dooringbereich und über Baumscheiben - © Stefan Warda

Ein ausführlicher Post zum Umbau der Maria-Louisen-Straße soll hier demnächst folgen.



Maria-Louisen-Straße über Hochbahn nach Umbau: Neuer Gefärdungsstreifen ist 1,36 Meter breit - © Stefan Warda

Maria-Louisen-Straße über Hochbahn nach Umbau: Neuer Gefärdungsstreifen ist 1,36 Meter breit, Stehzeuge sollen halb auf dem Schutzstreifen und halb auf dem Gehweg parken - © Stefan Warda

Maria-Louisen-Straße über Hochbahn nach Umbau: Neuer Gefärdungsstreifen ist 1,36 Meter breit - © Stefan Warda

Maria-Louisen-Straße über der Hochbahn vor Umbau: Fakeradweg mit Dauerkampfparken - © Stefan Warda

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Kommentare:

  1. Interessant wäre ja mal die Breite des Streifens. Wir haben in Kaltenkirchen auch so einen Streifen erhalten. Dieser ist an der engsten Stelle max. 50cm breit. Entspricht also keiner Vorschrift. Wir sind da gespannt auf das überarbeitete Radverkehrskonzept.
    Warum ich aber eigentlich hier schreibe: Ich bin der Meinung, dass ein Schutzstreifen nur ein absolutes Parkverbot beinhaltet. Halten zum Be- und Entladen ist, innerhalb der 3 Minutenfrist, eigentlich erlaubt.

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    1. Wenn nicht entsprechende Verkehrszeichen aufgestellt sind, die auch das Halten verbieten - wie in der Maria-Louisen-Straße. Und das ist gut so.

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  2. Oh ja,
    diese Mist-Streifen.
    Eigenlich eignen sie sich ja nur als Sicherheitsabstand zu parkenden Fahrzeugen.

    Für jemanden, der schon immer zügig auf der Straße fährt sind diese Streifen eine extreme Veschlechterung der Situation:
    - Sie sind meist verdreckt, weil der Schmutz von der Straße auf ihnen landet.
    Ohne die Streifen fährt man mit dem Fahrrad in etwa da, wo die rechten Reifen der PKW fahren. Dort ist die Straße i.d.R. frei von Sand, Steinen, Glassplittern, Laub, etc.
    - Sie sind zu schmal. Man kann kaum den nötigen Seitenabstand zu parkenden Autos einhalten. Erst recht nicht, wenn nachlässig oder quer (Smart) geparkt wird.
    - Durch den Streifen denken Autofahrer, sie können beliebig nah überholen.
    Eigentlich ist die Überholmoral der Hamburger PKW-Fahrer auf normalen Straßen bis auf sehr wenige Ausnahmen sehr gut, aber sobald so ein Streifen da ist, sind Überholabstände von deutlich unter ein Meter sehr häufig.

    Ich verstehe nicht, was diese Streifen sollen.
    Sie behindern den Kfz-Verkehr, weil sich kaum einer der Fahrer traut, darauf zu fahren wenn sie frei sind und sie behindern und gefährden den Radverkehr aus o.g. Gründen...


    PS: Ich habe ein schönes Fake-Radwegbild, wie kann ich es Dir zukommen lassen?

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