15. März 2026

Kreis Pinneberg: Geplanter Radschnellweg Hamburg-Elmshorn soll möglicherweise nur bis Pinneberg führen

 

 

Radschnellweg - © Stefan Warda

 

Laut SHZ soll der bisher geplante Radschnellweg zwischen Hamburg und Elmshorn möglichweise nur noch zwischen Hamburg und Pinneberg verwirklicht werden. Die SHZ beruft sich dabei auf eine Mitteilung des Fachdienstes Straßenbau und Verkehrssicherheit des Kreises Pinneberg. Derzeit würde ein Planungsbüro eine Routenführung zwischen Landesgrenze Hamburg / Schleswig-Holstein und Pinneberg über Halstenbek untersuchen.  

 

Radschnellweg - © Stefan Warda

Radschnellweg - © Stefan Warda

 

Bislang setzte die Routenplanung auf eine Führung an der Bahntrasse Hamburg - Elmshorn. Da die Deutsche Bahn jedoch keine Flächen abgeben wolle, würden nun alternative Routenführungen untersucht. Möglicherweise will die Deutsche Bahn sich die Möglichkeit offen halten, die Bahnstrecke mit zusätzlichen Gleisen auszustatten. Aus Sicht des Verkehrsverbundes Nah.SH gelte zumindest die Bahnstrecke Pinneberg - Elmshorn als Nadelöhr und sei überlastet. 

"Nach den Worten von NAH.SH-Chef Dr. Arne Beck sei der Streckenabschnitt ein Nadelöhr im Bahnnetz und seit Jahren Gegenstand vieler Betriebsstörungen mit Auswirkungen auf große Teile Schleswig-Holsteins." 

 

 

 

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6. März 2026

Hamburg-Moorfleet: Lkw-Fahrer missachtet Vorfahrt und tötet Radfahrer

 


 

Andreas-Stubbe-Straße 10: Unfallstelle - © Stefan Warda

Gestern frühmorgens verließ ein Lkw-Fahrer ein Firmengelände in der Andreas-Stubbe-Straße in Hamburg-Moorfleet und überquerte dabei ohne auf querenden Radverkehr zu achten einen gemeinsamen Geh- und Radweg. Der Lkw-Fahrer tötete dabei einen Radfahrer. 

 

Andreas-Stubbe-Straße 10: Gemeinsamer Geh-/Radweg - © Stefan Warda

Andreas-Stubbe-Straße 10: Gemeinsamer Geh-/Radweg - © Stefan Warda

Andreas-Stubbe-Straße 10: Unfallstelle - © Stefan Warda

Andreas-Stubbe-Straße 10: Unfallstelle - © Stefan Warda

 

Über die großzügig bemessene Firmeneinfahrt gab es ehemals eine Furtmarkierung. Nur ein Zusatzzeichen unter dem Verkehrszeichen "Vorfahrt achten" weist an der Firmenausfahrt auf querenden Radverkehr hin. 

Der ADFC ruft am 8.3.26 gegen 14 Uhr zu einer Mahnwache an der Unfallstelle auf.

 

Andreas-Stubbe-Straße 10: Gemeinsamer Geh-/Radweg - © Stefan Warda

Andreas-Stubbe-Straße 10: Aufruf zur Mahnwache - © Stefan Warda

 

 

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28. Februar 2026

Hamburg: Reeperbahn soll dauerhaft Rad-/Busspuren erhalten - Baubeginn am Montag

 

 

Reeperbahn: Verkehrsversuch mit Pop-up-Radspur im Verlauf der jetzigen Radroute 1 - © Stefan Warda

 

Die Verkehrsversuche mit Radfahrstreifen auf der Reeperbahn seien laut Mobilitätswendebehörde bsialng erfolgreich verlaufen. Montag sollen die Bauarbeiten für eine Verstetigung der Spuren beginnen. 

 

2023 wurde auf der Reeperbahn ein Radfahrstreifen (mit Freigabe für HVV-Busse) stadteinwärts und im Jahr 2024 ein Radfahrstreifen (ohne Freigabe für HVV-Busse) stadtauswärts eingerichtet. Ziel der Verkehrsversuche sei gewesen, die Sicherheit und Attraktivität des Radverkehrs deutlich zu erhöhen und zugleich die Verkehrsabläufe auf der vielbefahrenen Hauptverkehrsstraße zu prüfen.

 

Radroute 1, Reeperbahn: Radfahrstreifen mit Freigabe für HVV-Fahrzeuge - © Stefan Warda

Radroute 1, Reeperbahn: Radfahrstreifen mit Freigabe für HVV-Fahrzeuge - © Stefan Warda

Radroute 1, Reeperbahn: Radfahrstreifen mit Freigabe für HVV-Fahrzeuge - © Stefan Warda

 

Beobachtungen, Fahrzeitmessungen, Unfallanalysen sowie eine Online-Befragung hätten gezeigt, dass sich die neue Radverkehrsführung bewährt habe und der Verkehrsfluss für Kraftfahrzeuge nicht gravierend gestört wurde. Die Zahl der Radfahrenden sei überproportional gestiegen, Konflikte zwischen Verkehrsteilnehmenden blieben seien selten und meist geringfügig geblieben. Die neue Radverkehrsführung habe sich daher bewährt und soll dauerhaft eingerichtet werden. Mit der Verstetigung soll zusätzlich der Radfahrstreifen für den Busverkehr in Fahrtrichtung stadtauswärts freigegeben werden.  

In den ersten Märzhälfte soll in Fahrtrichtung stadteinwärts umgebaut werden, ab der zweiten Märzhäfte bis Ende März soll die nördliche Straßenseite stadtauswärts umgebaut werden.

 

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20. Februar 2026

Wegen Dooringgefahr: Umbau von Lerchenfeld und Wartenau in Hamburg-Nord steht bevor

 

 

Wartenau 15: Fakeradweg im Dooringbereich - © Stefan Warda

 

Schmale Fakeradwege unmittelbar im Dooringbereich angrenzender Stehzeuge kennzeichnen das bisherige Angebot für Radfahrende entlang der Bundesstraße 5 am Lerchenfeld und der Wartenau. Anfang März sollen die Bauarbeiten für den Umbau von Lerchenfeld und Wartenau beginnen.  

Die Bundesstraße 5 soll im Bezirk Nord umgebaut werden. Betroffen ist aktuell der Abschnitt entlang Lerchenfeld und Wartenau zwischen Schürbeker Bogen und Wandsbeker Chaussee / Lübecker Straße. Für den Radverkehr wurden Hochbordradwege angelegt, die jedoch überwiegend unmittelbar im Dooringbereich angrenzender Stehzeuge verlaufen. Radfahrende können bei Nutzung der Fakeradwege keinen notwendigen Sicherheitsabstand zu Stehzeugen einhalten und würden bei sich plötzlich öffnenden Autotüren getroffen. Die Breite der Fakeradwege unmittelbar neben den Stehzeugen beträgt u.a. nur 1,25 Meter. Aufgrund eines Widerspruchsverfahren gegen die Radwegbenutzungspflicht ist diese derzeit nur noch im Lerchenfeld zwischen Uferstraße und Mundsburg angeordnet. 

 

Mit dem bevorstehenden Umbau sollen folgende Ziele verfolgt werden: 

  • Erhalt aller vier Fahrspuren (die Leistungsfähigkeit der Straße soll erhalten bleiben)
  • Radwege mit überwiegend 1,75 m Breite zzgl. Sicherheitsabstand
  • Stehzeugflächen nur dort, wo Sicherheitsabstände möglich sind
  • Erhalt aller Straßenbäume und drei zusätzliche Neupflanzungen
  • Entsiegelung und Schaffung neuer Grünflächen und Blühwiesen
  • Zwei neue Ladezonen, die nachts als Stehzeugflächen genutzt werden können 

Ein Teil der Stehzeugplätze soll entfallen, damit die vorgeschriebene Radinfrastruktur und ausreichend breite Gehwege hergestellt werden können. Zwischen neuen Radwegen und Stehzeugflächen soll ein Sicherheitsabstand von 0,75 m eingerichtet werden, um Dooring-Unfälle zu vermeiden. Von derzeit 58 Stehzeugplätzen sollen 20 wiederhergestellt werden. Zusätzlich sollen zwei Ladezonen entstehen, die zwischen 18 und 7 Uhr auch als reguläre Stehzeugplätze genutzt werden können. 

Die Bauarbeiten sollen nächsten Monat beginnen und bis ende April 2027 andauern. 

 

 

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