Posts für Suchanfrage alsterfahrradachsen werden nach Relevanz sortiert angezeigt. Nach Datum sortieren Alle Posts anzeigen
Posts für Suchanfrage alsterfahrradachsen werden nach Relevanz sortiert angezeigt. Nach Datum sortieren Alle Posts anzeigen

13. Juli 2017

Hamburg: Planung zur Fortführung der Alsterfahrradachsen soll heute vorgestellt werden

Hamburg: Cycle routes arond Alster lakes to be continued


Veloroute 4, Krugkoppelbrücke - © Stefan Warda


Die Pläne für die Fortführung der Alsterfahrradachsen sollen heute vorgestellt werden. Es handelt sich um den Abschnitt von der Kreuzung Krugkoppel / Harvestehuder Weg über Krugkoppel, Fernsicht, Bellevue, Sierichstraße, Langenzugbrücke, Herbert-Weichmann-Straße, Fährhausstraße, Schöne aussicht bis Eduard-Rhein-Ufer.

Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) plant den nächsten Abschnitt der Alsterfahrradachsen auf der Ostseite der Alster. Im Vorfeld haben sich Nutzer und Anwohner in einem mehrstufigen Beteiligungsverfahren engagiert. Ihre Hinweise seien in die Planung eingeflossen. Heute wollen der LSBG und die Radverkehrskoordinatorin Kirsten Pfaue die Ergebnisse vor stellen.


Veloroute 4, Krugkoppelbrücke - © Stefan Warda

Der dritte Abschnitt der Alsterfahrradachsen (1. Abschnitt: Harvestehuder Weg, 2. Abschnitt: Alsterufer) verbindet die Fahrradstraße Harvestehuder Weg mit der Ostseite der Alster. Er verläuft über die Straßen Krugkoppel, Fernsicht und Bellevue sowie Fährhausstraße, Schöne Aussicht, Eduard-Rhein-Ufer bis zum Schwanenwik. In den Straßen Bellevue, Fährhausstraße, Schöne Aussicht und Eduard-Rhein-Ufer sollen Fahrradstraßen mit einer Gesamtlänge von zwei Kilometern entstehen. Im Bereich Krugkoppel und Fernsicht sollen auf eine Länge von 500 Metern Radfahrstreifen eingerichtet werden. Die Kreuzung Harvestehuder Weg / Krugkoppel soll zu einem Kreisverkehr umgebaut werden, um ein sicheres Abbiegen für alle zu gewährleisten.


Veloroute 4, Krugkoppelbrücke - © Stefan Warda

Im Zuge des Projekts Alsterfahrradachsen sollen nicht nur neue Radverkehrsanlagen geschaffen werden. Die Straßen für den motorisierten Verkehr, die ohnehin repariert werden müssen, sollen  saniert werden: Fahrbahnoberflächen sollen erneuert werden, Flickstellen und Schlaglöcher ausgeglichen werden. Die neuen Asphaltoberflächen sollen lärmreduzierend sein, so dass die Straßen für die Anwohner ruhiger werden. Auch für Fußgänger soll mehr Platz geschaffen werden: Gerade in der Straße Bellevue, wo sich Radfahrer und Fußgänger bzw. Jogger heute auf engem Raum die Fläche teilen, sollen künftig durch die Verlagerung des Radverkehrs auf die Fahrbahn Konflikte vermieden werden. Außerdem sollen Fußgängerquerungen barrierefrei ausgestattet werden.


Veloroute 4, Krugkoppelbrücke - © Stefan Warda

 „Die Alster Fahrradachsen sind eine Win-Win-Situation für Alle. Wie der zweite Abschnitt auf der östlichen Alsterseite zeigt, kommen die Umbaumaßnahmen nicht allein den Radfahrern zugute. Autofahrer profitieren von den dann sanierten Straßen, Fußgänger haben mehr Platz für sich, die Anwohner werden dank modernen Asphalts weniger Straßenlärm in ihrer Nachbarschaft haben“, sagt Staatsrat Andreas Rieckhof. „Und Hamburgs Radfahrer können sich auf weitere Premiumradwege in der Hansestadt freuen. Entlang der Alster Fahrradachsen kommen sie schnell, sicher und komfortabel in die City und zurück“, so Rieckhof weiter.


Veloroute 4, Krugkoppelbrücke - © Stefan Warda

Die Alsterfahrradachsen seien Teil des Veloroutenkonzepts der Stadt Hamburg. Die zwölf sternförmig vom Rathausmarkt in die äußeren Stadtteile verlaufenden Routen sollen die Innenstadt mit den wichtigsten Zentren der Bezirke verbinden, zwei Ringverbindungen die Wohngebiete der inneren und äußeren Stadt erschließen. Die Velorouten sollen weitgehend abseits der Hauptverkehrsstraßen verlaufen, wo Radfahrer auf der Fahrbahn mitfahren können, durch Tempo-30-Zonen und auf Fahrradstraßen. Auf vielen Abschnitten seien die Velorouten bereits heute gut befahrbar. Bis 2020 sollen sie mit einer Gesamtlänge von etwa 280 Kilometern kontinuierlich ausgebaut und beschildert werden, so dass sie modernen Standards entsprechen und sicher und komfortabel zu befahren sind.





Kurzentschlossene sollen heute ab 16 Uhr an einem Rundgang mit dem LSBG teilnehmen und den geplanten Abschnitt besichtigen können. Treffpunkt ist an der Krugkoppel (Westseite, Ecke Harvestehuder Weg). Außerdem können sie um 17.30 Uhr im Literaturhauscafé am Schwanenwik zur Ergebnispräsentation mit Radverkehrskoordinatorin Kirsten Pfaue kommen.
Bei der Präsentation soll insbesondere auf die Auswertung der vielen Hinweise und Anregungen aus dem Beteiligungsverfahren eingegangen werden. Im Anschluss sollen alle Teilnehmer und Besucher die Möglichkeit haben, mit den anwesenden Planern ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen.



Mehr . . . / More . . . :
.

24. März 2019

Hamburg: Projekt Alsterfahrradachsen wird fortgesetzt

Hamburg: New cycle lanes for cycling around the Alster lake


Veloroute 4, Krugkoppelbrücke - © Stefan Warda


Morgen sollen die Bauvorbereitungen für die Verlängerung der Alsterfahrradachsen beginnen.

Die Verlängerung des Projekts Alsterfahrradachsen steht bevor. Mit den morgen beginnenden Baustelleneinrichtungen soll der radverkehrsfreundlichere Umbau von Harvestehuder Weg, Krugkoppel und Fernsicht eingeläutet werden. Die Bauarbeiten sollen im November mit Vollendung des letzten Bauabschnitts an der Kreuzung Bellevue / Fernsicht / Gellertstraße abgeschlossen werden.


Veloroute 4, Krugkoppelbrücke: Der Versatz im Kantstein zeigt die geplanten Radfahrstreifen an - © Stefan Warda

Veloroute 4, Harvestehuder Weg: Der bisherige Zweirichtungsradweg verläuft unmittelbar durch die gefährliche Dooringzone der angrenzenden Stehzeuge (legalisiert mit VZ 315). In Ländern wie Dänemark oder den Niederlanden wäre ein solcher Radweg wegen unzureichender Breite niemals für den Zweirichtungsverkehr zugelassen - © Stefan Warda

Harvestehuder Weg, historischer Fakeradweg im Dooringbereich - © Stefan Warda

Harvestehuder Weg, historischer Fakeradweg im Dooringbereich - © Stefan Warda

Harvestehuder Weg, historischer Fakeradweg im Dooringbereich - © Stefan Warda

Harvestehuder Weg, historischer Fakeradweg im Dooringbereich - © Stefan Warda


An der Kreuzung Harvestehuder Weg / Krugkoppel ist ein Kreisverkehr geplant. Für den Straßenzug Krugkoppel - Fernsicht sind beidseitig Radfahrstreifen vorgesehen. Dadurch soll Radfahrenden im Verlauf der Veloroute 4 das Abbiegen in den Leinpfad erleichtert werden. Die noch vorhandenen Radwege sollen beseitigt werden. Somit werden Radfahrende zukünftig nicht mehr im Dooringbereich von Stehzeugen entlanggeführt, wie derzeit leider immer noch am Harvestehuder Weg.



Mehr . . . / More . . . :
.


8. August 2020

Alsterfahrradachsen in Hamburg: Baubeginn für nächsten Bauabschnitt steht bevor

Hamburg: Alster lake circle to be completed


Freizeitroute 2, Schöne Aussicht - © Stefan Warda

Der Bauabeginn eines weiteren Abschnitts der Alsterfahrradachsen steht bevor. Ab 17. August bis voraussichtlich Herbst 2021 sollen Eduard-Rhein-Ufer, Schöne Aussicht und Fährhausstraße in Fahrradstraßen umgewandelt werden. Der Umbau soll den gesamten Straßenabschnitt zwischen Schwanenwik und Herbert-Weichmann-Straße betreffen.

Für den MIV soll mit Vollsperrungen zu rechnen sein. Für den Radverkehr soll eine Umleitung ausgeschildert werden. Teilweise soll es neben den Baufeldern auch je nach Baufortschritt drei Meter breite Zweirichtungsradwege geben.


Mehr . . .  / More . . . :
.

2. März 2017

"Alsterfahrradachsen" in Hamburg: Neue Planungen stimmen zuversichtlich

Better cycling arond Alster lake in Hamburg: New plans are optimistic


© Stefan Warda


Der Ausbau der "Alsterfahrradachsen" soll fortgeführt werden. Nach Einrichtung der Fahrradstraße am Harvestehuder Weg und der Vorstellung der Pläne für den Abschnitt entlang der Straße Alsterufer informierte der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) heute abend über Planungen zum dritten Abschnitt entlang Krugkoppel, Fernsicht, Bellevue, Sierichstraße, Langenzugbrücke, Herbert-Weichmann-Straße, Fährhausstraße, Schöne Aussicht und Eduard-Rhein-Ufer. Die Veranstaltung verlief zivilisiert und wenig emotionsgeladen - verglichen mit ähnlichen Veranstaltungen zu den Planungen am Westufer der Außenalster. Details zu den Planungen sollen in den kommenden Tagen hier verraten werden.


© Stefan Warda


Mehr . . . / More . . . :
.

16. September 2016

Hamburg: Passantenbefragung zu weiteren "Alsterfahrradachsen"

Hamburg: Passersby survey for cycle route around Alster lake


Bellevue: Zwischen Scheffelstraße und Fernsicht ist der Radweg unterbrochen. auf die Fahrbahn darf nicht ausgewichen werden, auch nicht auf den Gehweg. Bellevue ist eine nicht freigegebene Einbahnstraße  - © Stefan Warda


Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) plant die Fortsetzung des "Alsterfahrradachsen"-Konzepts durchzuführen. Als nächstes seien die Straßen Bellevue und Schöne Aussicht vorgesehen. 
Das Ziel ist, auch am Ostufer der Außenalster eine durchgängige, schnelle und komfortable Radverkehrsverbindung herzustellen.  
Um möglichst viele Meinungen, Anregungen, Erfahrungen und Ideen für die Planung einzuholen, soll nächste Woche an insgesamt fünf Standorten an der Alster eine Passantenbefragung stattfinden. Dabei soll auch ein Infomobil vor Ort sein, an dem über das Projekt insgesamt informiert werden soll.

Derzeit ist das Radfahren in der Straße Bellevue zwischen Scheffelstraße und Fernsicht in Richtung Norden wegen einer Baustelle nicht erlaubt - sicherlich ein passender Hinweis an die Vertreter von LSBG und BWVI am Infomobil.
 
Termine und Standorte
Dienstag, 20. September, 12 - 17 Uhr: Schöne Aussicht/Schwanenwik
Mittwoch, 21. September, 14 - 18 Uhr: Schöne Aussicht/Fährhausstraße
Donnerstag, 22. September, 10 - 15 Uhr: Bellevue/Sierichstraße
Freitag, 23. September, 8 - 13 Uhr: Bellevue/Scheffelstraße
Samstag, 24. September, 9 - 14 Uhr: Krugkoppel/Harvestehuder Weg



Mehr . . . / More . . . :
.

11. Juni 2022

Neue Fahrradstraße in Hamburg: Umbau Bellevue gelungen

 

Aktualisiert am 11.06.2022

Bellevue: Fahrradstraße - © Stefan Warda

 

Hamburg hat eine weitere Fahrradstraße erhalten: Der Fahrradstraßenabschnitt der Bellevue zwischen Sierichstraße und Gellertstraße / Fernsicht ist ein weiteres Teilstück der geplanten Alsterfahrradachsen.

Vor dem Umbau war die Bellevue eine Einbahnstraße, auf deren Fahrbahn der Radgegenverkehr nicht erlaubt war. Radfahrende entgegen der Einbahnrichtung mussten auf einem extrem schmalen Fakeradweg mit Radgegenverkehr fahren. Groteskerweise hatte dieser "Radweg" nicht die erforderliche Breite für das Begegnen von Radfahrenden. 

Seit dem Umbau gilt der Abschnitt der Bellevue als Fahrradstraße, in der der Autoverkehr in eine Fahrtrichtung zugelassen ist.



Bellevue / Sierichstraße: Fahrradstraße - © Stefan Warda

Bellevue: Fahrradstraße - © Stefan Warda
 

Bellevue / Gellertstraße: Fahrradstraße - © Stefan Warda

Bellevue / Gellertstraße: Fahrradstraßenende - © Stefan Warda

Bellevue: Fahrradstraße - © Stefan Warda

Bellevue / Sierichstraße: Fahrradstraßenende - © Stefan Warda

Sierichstraße / Bellevue: Einfädelung in die neue Fahrradstraße - © Stefan Warda

 

Mehr . . . / More . . . :

.

19. November 2019

Veloroute 4: Ab Freitag sollen wieder Autos über die Krugkoppelbrücke rollen

Cycle route at Krugkoppelbrücke: Opening for car traffic after road works

Veloroute 4, Krugkoppelbrücke: Neue Radspuren im Bereich der Baustelle - © Stefan Warda


Laut Abendblatt soll die Krugkoppelbrücke im Verlauf der Veloroute 4 ab Freitag wieder dem Autoverkehr zur Verfügung stehen. Wegen Instandsetzungsarbeiten der denkmalgeschützten Brücke und Umgestaltung der Verkehrsflächen auf der Krugkoppel war die Brücke für mehrere Monate für den Autoverkehr gesperrt. Radfahrende und Passanten durften jedoch die Baustelle passieren.


Veloroute 4, Krugkoppelbrücke: Zweirichtungsradweg vor dem Umbau - © Stefan Warda


Vor dem Umbau wies die Brücke auf beiden Seiten Radwege auf. Der Radweg auf der Südseite dürfte in beide Richtungen befahren werden. Auf diesem kam es vor allem im weiteren Verlauf im Abschnitt zwischen Krugkoppel und Bellevue zu Konflikten mit Passanten sowie im Rahmen des gegenläufigem Radverkehrs. Der Radweg im Verlauf Fernsicht war nicht breit genug für die vorhandene Verkehrsmenge bei gleichzeitigem Gegenverkehr. Langsame Radfahrende konnten bei Gegenverkehr nicht überholt werden. Es kam zu waghalsigen Überholmanövern bzw. zu zähfließendem Radverkehr. Auf der Nordseite der Straße Fernsicht gab es keinen durchlaufenden Radweg.


Fernsichtbrücke / Bellevue vor dem Umbau: Zweirichtungsradverkehr auf der Südseite - © Stefan Warda

Fernsicht vor dem Umbau: Zweirichtungsradweg - © Stefan Warda

Fernsicht vor dem Umbau: Beengte Verhältnisse auf dem Zweirichtungsradweg - © Stefan Warda

Veloroute 4, Krugkoppel / Fernsicht / Leinpfad vor dem Umbau: Fehlende Aufstellfläche auf dem Zweirichtungsradweg für nach links abbiegende Radfahrende im Verlauf der Veloroute - © Stefan Warda


Nach dem Umbau wird es beiderseits breite Radspuren im Fahrbahnbereich geben. Dadurch wird eine bessere Trennung zwischen Rad- und Fußverkehr erreicht. In Anbetracht von Baumschutz, Fußverkehr, Veloroutenverlauf, dem neuen Kreisverkehr am Harvestehuder Weg und vorhanderer Straßenbreite wurde die Radspurversion gewählt. Die Kreuzung Krugkoppel / Harvestehuder Weg wurde zu einem Kreisverkehr umgebaut. Dies erleichtert Radfahrenden im Verlauf der Veloroute das Queren der Kreuzung.


Veloroute 4, Krugkoppel / Harvestehuder Weg - © Stefan Warda

Fernsicht: Neue Radspuren - © Stefan Warda

Fernsicht: Neue Radspuren - © Stefan Warda


In unmittelbarer Nähe zur Veloroute 4 wird derzeit die fünfarmige Kreuzung Harvestehuder Weg / Mittelweg / Hagedornstraße / Frauenthal zu einem Kreisverkehr umgebaut. Beim letzten Umbau dieser Kreuzung schien ein damals schon angedachter Kreisverkehr aus Leistungsgründen nicht möglich. Die Bauarbeiten sollen im Mai 2020 abgeschlossen werden.


Mittelweg / Harvestehuder Weg, Baustelle - © Stefan Warda

Geplanter Kreisverkehr Harvestehuder Weg / Mittelweg - © Stefan Warda


Mehr . . . / More . . . :
.

15. Oktober 2017

Hamburg: Zwischenbilanz zum Veloroutenausbau

Hamburg: Cycle route network nearly to be completed in 2020


Veloroutenwegweiser an der Mönckebergstraße - © Stefan Warda


Vor drei Tagen stellte die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation ihre Zwischenbilanz zum Veloroutenbau vor. Zur Halbzeit der Legislaturperiode des rot-grünen Senats sei über ein Drittel des Netzes ausgebaut. Das ursprünglich Ziel, alle geplanten Velorouten bis zum Ende der Regierungszeit auszubauen, werde jedoch nicht erreicht. Vielmehr soll das 280 Kilometer umfassende Veloroutennetz bis 2020 nur fast vollständig fertiggestellt werden.

Laut Abendblatt sollen im nächsten Jahr folgende Teilabschnitte fertiggestellt werden:
  • Veloroute 1: Chemnitzstraße
  • Velorouten 1 / 2: Stadthausbrücke / Kaiser-Wilhelm-Straße 
  • Veloroute 2: Högenstraße
  • Veloroute 4: Hudtwalckerstraße
  • Veloroute 5: Pergolenviertel / Sengelmannstraße / Steilshooper Straße
  • Veloroute 6: Kreuzung Immenhof / Lerchenfeld / Uferstraße
  • Veloroute 7: Rahlstedter Straße
  • Veloroute 11: Eißendorfer Straße / Denickestraße

Im Jahr 2019 sei der Ausbau folgender Teilstrecken vorgesehen:
  • Veloroute 2: Schanzenstraße / Weidenallee
  • Veloroute 3: Stresemannallee
  • Velorouten 3 / 4: Neuer Jungfernstieg
  • Velorouten 5 / 6: Ballindamm
  • Veloroute 7: Steindamm
  • Veloroute 10: Versmannstraße

Ursprünglich sollte das in den 1990er Jahren unter einem rot-grünen Senat entwickelte Veloroutennetz schon längst fertiggestellt sein. Mit dem Regierungswechsel im Jahr 2001 (CDU-FDP-Partei rechtsstaatlicher Offensive) wurde die gesamte Radverkehrsförderung Hamburgs gestoppt. Laut der im Jahr 2008 von einem CDU-Senat beschlossenen "Radverkehrsstrategie für Hamburg" sollte das gesamte Veloroutennetz schließlich im Jahr 2015 vollständig fertiggestellt worden sein. Mit etwas Glück wird der nächste Senat den Veloroutennetzausbau abschließen.


Veloroute 4, Leinpfad / Maria-Louisen-Straße - © Stefan Warda

Neben den Velorouten will dieser Senat auch die "Alster-Fahrradachsen" rund um Binnen- und Außenalster fertigstellen. Abgesehen von Strecken der Velorouten 3,4,5 und 6 zählen dazu Abschnitte von Fernsicht, Bellevue, Sierichstraße, Langenzugbrücke, Herbert-Weichmann-Straße, Fährhausstraße, Schöne Aussicht, Eduard-Rhein-Ufer, Schwanenwik und Kennedybrücke.



Mehr . . . / More . . . :
.

10. Dezember 2014

Neue "Alsterachse" am Harvestehuder Weg ein Flop

New cycle street along Harvestehuder Weg flopped

Aktualisiert am 11.12.2014
© hamburgize.com / Stefan Warda


Die ausgebremste Veloroute

Zum Abschluß der Legislaturperiode bescherte der SPD-Senat den Hamburger noch ein besonderes Geschenk: Das erste Teilstück des groß angekündigten Alsterfahrradachsen"-Projektes am Harvestehuder Weg zwischen Alte Rabenstraße und Krugkoppel ist nahezu fertiggestellt und wurde heute offiziell eingeweiht. Mit dem Ausbau wollte der Senat den überlasteten Zweirichtungsradweg im Alstervorland entlasten und Kapazitätserweiterungen für den Radverkehr schaffen. Der Radweg soll noch im Dezember für den Radverkehr gesperrt werden.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Fahrräder dürfen theoretisch zar nebeneinader fahren, ist wegen des Gegenverkehrs neben den -stehzeugen gar nicht möglich

Der Umbau des Harvestehuder Wegs zur Fahrradstraße kostete 1,5 Millionen Euro. Dafür gibt es nun eine Fahrbahn mit einer durchgehend glatten Oberfläche, die durchgehend beleuchtet ist, und entlang der es eine gewisse soziale Kontrolle gibt. Auch ist gewährleistet, dass ein Winterdienst stattfinden kann. Denn der Radweg im Alstervorland wurde aus Rücksicht der alten Parkbäume in den letzten Jahren nur eingeschränkt von Schnee und Eis befreit, obwohl er im "Winterdienstprogramm" der Umweltbehörde aufgenommen war. Das Ergebnis war nicht alltagstauglich und entsprach nicht den angekündigten Erwartungen für eine Veloroute. Der Radweg blieb trotz zaghafter Versuche unbenutzbar bei Schnee und Eis.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Fakewinterdienst auf der Veloroute 4 im Alstervorland. Rechts der Harvestehuder Weg - uneingeschränkt befahrbar

© hamburgize.com / Stefan Warda
Fakewinterdienst - rechts befahrbare Fahrbahn


Die neue Fahrradstraße ist für den motorisierten Verkehr freigegeben. Damit unterscheidet sie sich zu einer Tempo 30-Zone nur duch den besonderen Vorrang der Radfahrer.Sie dürfen hier explizit nebeneinander fahren. Autofahrer sind Gäste und müssen ggf. hinterherschauen und das Tempo anpassen. Negativ auf den Verkehrsfluss wirken sich die abmarkierten Felder für Stehzeuge auf der Fahrbahn aus. Die Parkfelder sind allesamt auf der bebauten Seite, also der Westseite markiert. Dadurch wird der Verkehr im Vergleich zu vorher deutlich ausgebremst. Bei zwei Testfahrten je Fahrtrichtung heute nachmittag kam es insbesondere in Fahrtrichtung Innenstadt zu erheblichen Behinderungen. Bei beiden Fahrten musste in Fahrzeugkonvois jeweils vor den Parkfeldern der Gegenverkehr abgewartet werden. Bei einer Fahrt kamen zehn Fahrzeuge entgegengeschlichen, bei der nächsten sieben. Zum anderen haben die Automobilisten, die im Harvestehuder nunmehr nur Gäste in der Fahrradstraße sind, offenbar noch nicht gelernt, wie Radfahrer verkehrssicher überholt werden. Ein Automobilist drängelte sich äußerst knapp beim Überholen der Stehzeuge am Fahrbahnrand gefährdend durch. Und selbst in Richtung Norden musste vor den entgegenkommenden Kolonnen, die die Engpässse an den Stehzeugen auf der anderen Straßenseite passierten, leicht abgebremst werden.


© hamburgize.com / Stefan Warda


Im Vergleich zum vorherigen Zustand ergibt sich mit der neuen Fahrradstraße keine Verbesserung, das angestrebt Ziel ist also vollkommen verfehlt. Der alte Radweg war überwiegend nur 2,3 Meter breit, an einigen unübersichtlichen Engstellen sogar deutlich schmaler. Zudem war der Zweirichtungsradweg durch Kampfparker an den Häusern zwischen Krugkoppel und dem Alsterclubhaus beeinträchtigt, wodurch ein sicherer Gegenverkehr nicht möglich war. Im Verlauf der zahlreichen Kruven und Windungen um Bäume konnten in der Hauptverkehrszeit langsame Radler nicht überholt werden. Langsamradler waren also Pulkführer, erst bei ausreichendem Überblick auf gerader Strecke konnte überholt werden. Zum Stillstand wie jetzt auf der Fahrradstraße kam es jedoch nie. Die Fahrzeit entlang der neuen Route dürfte derzeit u.U. länger sein als vor dem Umbau.

Die Plakate zu Beginn der Fahrradstraße preisen das Nebeneinanderfahren an, doch das entlarvt sich als Etikettenschwindel. Das Nebeneinanderfahren ist nur möglich, wenn kein Gegenverkehr kommt. Denn neben den Stehzeugflächen bleibt kein Platz für Gegenverkehr bei zwei Radlern nebeneinander. Auch für zwei sich begegnende Radlerpärchen bleibt neben den Stehzeugen kein Platz. Damit bleibt die neue Veloroute eine Mogelpackung, ein schlechter Marketing-Gag.


© hamburgize.com / Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda


Welche Alternativen gäbe es für eine wirkliche Verbesserung für den zunehmenden Radverkehr entlang der Veloroute 4? Der Radweg im Alstervorland hätte deutlich verbreitert werden müssen, womit eine weitere Versiegelung innerhalb der Grünfläche notwendig gewesen wäre. Vor allem bei dem Engpass bei der S-Kurve zwischen den alten Bäumen hindurch hätten entweder einigen Bäume gefällt werden müssen oder um die Bäume herum eine zweite Radwegbahn für den Gegenverkehr gebaut werden müssen, damit auch angesichts des zunehmenden Radverkehrs Überholvorgänge und Gegenverkehr gewährleistet wären. Zudem hätte eine Beleuchtung angebracht werden müssen.


Verkehrsberuhigung durch Stehzeuge auf der "Fahrradstraße"

© hamburgize.com / Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda


Die andere Alternative wäre der Verzicht der Stehzeugefelder auf der Fahrradstraße, sodass Radler nicht durch wartende Motorfahrzeuge vor dem Gegenverkehr im Stau stecken würden. Stehzeuge hätten besser wie vorher auch im aufgeweiteten Bereich im nördlichen Teil und bei den Bäumen untergebracht werden sollen.


Autostau auf der "Fahrradstraße"

© hamburgize.com / Stefan Warda
Autostau auf der "Fahrradstraße"

© hamburgize.com / Stefan Warda
Autostau auf der "Fahrradstraße"


Warum ist das Projekt gefloppt? Sicherlich ist den Machern keine böse Absicht zu unterstellen. Die Fahrradstraße Havestehuder Weg kann unter der Rubrik "gut gemeint - aber nicht gut gemacht" verbucht werden. Doch wem ist der Fehler unterlaufen innerhalb der Verkehrsbehörde, dem dortigen Referat "Nichtmotorisierter Verkehr" und dem Bezirksamt Eimsbüttel? Lag es daran, dass der Planungsvorlauf zu kurz war, um noch schnell vor der Wahl ein Ergebnis zu erzielen?


© hamburgize.com / Stefan Warda
Harvestehuder Weg / Krugkoppel: Der Radweg ist nunmehr irgendwie als Gehweg deklariert



Mehr . . .:
.