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14. Juni 2022

Kopenhagen: Pandemie führt zu deutlich geringerem Radverkehrsanteil

Copenhagen: Corona causes fewer trips by cycles

 

Kopenhagen, Cykelslangen - © Stefan Warda

 

 

Die Corona-Pandemie verursacht in Kopenhagen einen deutlichen Rückgang des Radverkehrsanteils. 

Der aktuelle Mobilitätsbericht der Stadt Kopenhagen verzeichnet einen Rückgang des Radverkehrsanteils von 28 Prozent im Jahr 2019 auf 21 Prozent im Jahr 2021. Der ÖV-Anteil sank von 22 Prozent auf 14 Prozent. Der Anteil des Fußverkehrs sei um fünf Prozentpunkte auf 35 Prozent gestiegen. Auf den MIV entfielen somit weiterhin unverändert 30 Prozent.  

Technik- und Umweltbürgermeisterin Line Barfod gesteht ein, dass das angestrebte Ziel, 50 Prozent aller Wege zur Arbeit und zur Ausbildung mit dem Rad zurückzulegen, nicht erreicht worden sei. Im Vergleich mit Städten wie Amsterdam müsse Kopenhagen nun noch größere Anstrengungen unternehmen, um weiterhin weltbeste Fahrradstadt zu sein. Dazu nannte sie u.a. den Ausbau der Fahrradstellplätze an Bahnhöfen, mehr Vorrang für den Radverkehr im Straßenraum und den Ausbau der Radschnellwege.

 

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8. Oktober 2020

Kopenhagen beschleunigt Radverkehr

 Copenhagen reached goals to reduce travelling times for cyclists


Kopenhagen, Amagerbrogade: Breitere Radwege seit dem jüngsten Umbau - © Stefan Warda


Die Fahrradstadt Kopenhagen ist ihrem Ziel näher gekommen, die auf Wegen mit dem Fahrrad zurückgelegten Reisezeiten innerhalb der Stadt zu reduzieren. Die durchschnittliche Fahrzeit mit dem Rad auf allen untersuchten Strecken ist von 15,7 Minuten im Jahr 2011 auf 14,1 Minuten im Jahr 2019 gesunken. Auf der Verbindung zwischen dem südlichen Stadtteil Amager und dem Stadtzentrum wurde die Fahrzeit sogar um 3,5 Minuten verkürzt. Der Erfolg auf dieser Strecke (zwischen Sundbyvester Plads und Kongens Nytorv) hängt mit der Einrichtung einer grünen Welle für Radfahrende und dem Umbau der Amagerbrogade zusammen, auf der die Radwege zuletzt deutlich verbreitert wurden. Dadurch können höhere Verkehrsmengen auf den Radwegen bewältigt und Konflikte zwischen langsameren und schnelleren Radfahrenden weitgehend vermieden werden.

 

Kopenhagen, Amagerbrogade: Breitere Radwege seit dem jüngsten Umbau - © Stefan Warda

Kopenhagen, Amagerbrogade: Breitere Radwege seit dem jüngsten Umbau - © Stefan Warda

 

2014 hatte die Stadt Kopenhagen sich das Ziel gesetzt, die Reisezeiten innerhalb der Stadt per Rad, Bus oder Auto zu reduzieren.


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23. Oktober 2017

Bicycle Account 2016: Aktuelle Fakten zur Fahrradstadt Kopenhagen

Bicycle account 2016: Facts and targets of city of cyclists of Copenhagen
Aktualisiert um 16:31 Uhr

Kopenhagen, Søtorvet - © Stefan Warda


Was der Fortschrittsbericht zur Radverkehrsstrategie in Hamburg ist, das ist in etwa der alle zwei Jahre erscheinende Bicycle Account der Stadt Kopenhagen. Der Bicycle Account berichtet wie gewohnt seit 2004 über die Zielsetzungen der Kopenhagener Radverkehrspolitik und die jeweils erreichten Erfolge oder ggf. auch Misserfolge.

Vor wenigen Tagen wurde die neueste Ausgabe in englischer Übersetzung veröffentlicht. Der Bicycle Account 2016 sei in allen Städten, die sich "fahrradfreundlich", "Fahrradstadt", "Radlhauptstadt" oder ähnlich nennen, zur Lektüre empfohlen.

Dass die Fahrradstadt Kopenhagen noch lange nicht am Ziel ist, sagt die Kopenhagener Planerin Marie Kåstrup zur FR: "Wir sind niemals fertig." Wie eine historisch gewachsene Stadt zu einer Fahrradstadt wird, weiß die Planerin: "Man muss den zur Verfügung stehenden Platz gewichten. Und den Platz den Autofahrern wegnehmen.“ Das "Radverkehrskonzept" der CDU Hamburg ist demnach vollkommen ungeeignet, Hamburg näher an Kopenhagener Verhältnisse anzugleichen. Die CDU möchte schließlich den bisherigen Bestand des Stehzeugeraums festschreiben ("Bestandsschutz für Pkw-Parkplätze") - ganz anders als die Praxis in Kopenhagen. Ohnehin sei für die CDU Hamburg nicht mit einer Fahrradstadt Kopenhagen vergleichbar. Lieber möchte die CDU Hamburg mit Paris verglichen haben statt mit Kopenhagen. Wenn der CDU bewusst wäre, dass für das Pariser Leihradsystem "Vélib`" mehrere Tausende Parkplätze wegfielen, käme dieser gewünschte Bezug bestimmt auch nicht mehr in Frage.


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