12. Februar 2026

"Kein Recht auf günstigen Verkehrsfluss" - Eilantrag von "Rettet die Rodigallee" beim Verwaltungsgericht erfolglos

 

 

Rodigallee: Fakeradweg mit Benutzungspflicht - © Stefan Warda

 

 

Das Verwaltungsgericht Hamburg hat den Eilantrag der Aktivistinnen von "Rettet die Rodigallee" abgelehnt. Die Gruppe "Rettet die Rodigallee" wehrt sich gegen den geplanten Umbau von Rodigallee und Jüthornstraße und fordert auch in Zukunft einen maximal autogerechten Zuschnitt des Straßenraums. Die Aktivistinnen lehnen Verbesserungen für den Radverkehr ab und fordern u.a. das Beibehalten von vier Fahrspuren exklusiv für den MIV sowie von Stehzeugeplätzen auf dem Hochbord, welches Radfahrende und Gehende benachteiligt und gefährdet. 

U.a. sieht das Verwaltungsgericht für die Antragsteller, die eine erschwerte Erreichbarkeit ihrer Betriebe aufgrund des geplanten Umbaus befürchten, keine Verletzung subjektiver Rechte.



"Soweit für einige der Antragsteller geltend gemacht wird, die Erreichbarkeit ihres jeweiligen
Betriebs bzw. der Arztpraxis sei aufgrund des zu erwartenden höheren Stauaufkommens
erschwert, kann in Ansehung der dargelegten engen, in ständiger Rechtsprechung
angewandten Maßstäbe – die insbesondere gegenüber dem Straßenbau kein Recht auf
günstigen Verkehrsfluss hergeben – eine Verletzung potentiell einschlägiger subjektiver
Rechte ebenfalls nicht festgestellt werden."

 

Laut Abendblatt [€] wollen die Aktivistinnen nicht aufgeben und die nächsthöhere Instanz anrufen. 

 

Rodigallee: Fakeradweg mit Benutzungspflicht - © Stefan Warda

 

 

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8. Februar 2026

Hamburg-Altona: B+R am S-Bahnhof Bahrenfeld

 

 

Hegarstraße: Fahrradstellplätze - © Stefan Warda

 

Die Hegarstraße am S-Bahnhof Bahrenfeld bleibt seit dem Umbau zwischen Zöllnerstraße und Bahrenfelder Kirchenweg dem Rad- und Fußverkehr vorbehalten. Die kopfsteinpflasterfahrbahn wurde durch einen 3,50 Meter breiten Radweg mit Asphaltdecke ersetzt. 

Pendlern stehen nun neben Anlehnbügeln auch gesicherte Fahrradstellplätze zur Verfühung. Als weiteren Service soll es zukünftig eine Luftstation sowie Schließfächer geben. 

 

Hegarstraße / Bahrenfelder Kirchenweg: Fahrradstellplätze - © Stefan Warda

Hegarstraße: Fahrradstellplätze - © Stefan Warda

 

Die Kooperationsmaßnahme des Bezirksamts Altona und der P+R-Betriebsgesellschaft wurde im Rahmen des Förderprogramms „Klimaschutz durch Radverkehr“ durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit mit gut einer Million Euro gefördert. 

 

 

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Kein Winterdienst: Die mit dem "Deutschen Fahrradpreis" ausgezeichneten Radwege bis gestern unbenutzbar

  

 

Louise-Schroeder-Straße: Radweg gestern wegen Schnee und Eis immer noch unbenutzbar - © Stefan Warda

 

Mit "Deutschem Fahrradpreis" ausgezeichnete Radwege bei Schnee und Eis nicht benutzbar 

Die mit dem "Deutschen Fahrradpreis" ausgezeichneten Radweg entlang der Louise-Schroeder-Straße waren gestern aufgrund von Schnee und Eis immer noch nicht benutzbar. Ein Winterdienst ist auf diesen Radwegen nicht vorgesehen. 

 

Louise-Schroeder-Straße: Radweg gestern wegen Schnee und Eis immer noch unbenutzbar - © Stefan Warda

Louise-Schroeder-Straße / Walter-Möller-Park: Radweg gestern wegen Schnee und Eis immer noch unbenutzbar - © Stefan Warda

Louise-Schroeder-Straße / Nobistor: Radweg gestern wegen Schnee und Eis immer noch unbenutzbar - © Stefan Warda

 

 

Beim Fahren auf der einspurigen Fahbahn in Richtung Altona werden Radfahrende von Kampffahrenden in Autos - trotz Führerscheinpflicht - angehupt und bedrängt, z.B. durch rythmisches dichtes Auffahren. Die Situation entspricht so keineswegs einer "Fahrradstadt".

 

Louise-Schroeder-Straße / Walter-Möller-Park: Fahrbahnbenutzung neben unbenutzbarem Radweg führt zu agggressivem Verhalten bei Autofahrenden - trotz Führerscheinpflicht - © Stefan Warda

 

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27. Januar 2026

Hamburg: Neuer Schneefall, neue Winterdienstchancen - Radwege am Goch-Fock-Wall werden aber nicht geräumt

 

 

Gorch-Fock-Wall / Jungiusstraße: Ungeräumter benutzungspflichtiger Radweg unter der Schneedecke - © Stefan Warda

 

Nach erneutem Schneefall in Hamburg ist der Winterdienst der Stadtreinigung wieder im Einsatz gewesen. Der versprochene "Winterdienst auf Radwegen" am Sievekingplatz und auf dem Gorch-Fock-Wall ist wie immer ausgblieben. Wie üblich gab es dort einen Winterdiensteinsatz - jedoch neben den teilweise auch benutzungspflichtigen Radwegen auf den Gehwegflächen. Die Stadtreinigung weigert sich oder sieht sich nicht in der Lage die in Auftrag gegebene Winterdienstleistung auf den jeweiligen Radwegen auszuführen.

 

Radrouten7, Sievekingplatz / Glacischaussee: Ungeräumter Radweg unter der Schneedecke - © Stefan Warda

 

 

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26. Januar 2026

Hamburg-Eimsbüttel: Bezirksversammlung uneins über zukünftige Gestaltung der Frohmestraße

 

 

Frohmestraße, Fakeradweg an Bushaltestelle: Illegale Sondernutzungen engen den Gehweg auf weniger als ein Meter Breite ein, wodurch Gehende regelwidrig auf den "Radweg" ausweichen -  © Stefan Warda

 

 

Veraltete Fakeradwege im Schnelsener Geschäftszentrum warten auf Veränderung 

Verkehrsberuhigter Geschäftsbereich mit Tempo 20, Tempo 30 und Schutzstreifen oder Einbahnstraße? Bislang konnten sich die Mitglieder der Bezirksversammlung nicht auf eine Variante für die Frohmestraße einigen. Die Geschäftsstraße im Zentrum des Stadtteils Schnelsen weist immer noch schmale und kaum benutzbare Fakeradwege auf. Insbesondere im Bereich der Bushaltestellen werden die Fakeradwege durch den Fußverkehr blockiert, weil u.a. der Gehweg als Wartebereich für Busfahrgäste blockiert ist. Der Fußverkehr weicht deswegen regelwidrig auf die Fakeradwege aus, wodurch der Radverkehr behindert wird.
 

 

Frohmestraße, Fakeradweg an Bushaltestelle: Das Straßenmobiliar behindert den Fußverkehr, der dadurch regelwidrig auf den "Radweg" ausweicht - © Stefan Warda

Frohmestraße, Fakeradweg an Bushaltestelle: Auch wenn kein Bus an der Haltebucht steht, halten sich Gehende oder Wartende auf dem "Radweg" auf - © Stefan Warda

Frohmestraße, Fakeradweg: Bedienen sich Kunden an den Geschäftsauslagen, weichen Gehenden regelwidirg auf den Radweg aus, wodurch Radfahrende behindert werden - © Stefan Warda

 

Radfahrende, die die Fahrbahn benutzen, sind leider oftmals viel zu eng überholenden HVV-Bussen ausgeliefert. Laut NDR nutzen sieben Buslinien die Frohmestraße. Bislang fehlt es an einer Lösung, bei der der Radverkehr angemessen berücksichtigt wird. 

 

Frohemstraße / A7, "Schutzstreifen": Der Linienbus überholt nicht mit dem erforderlichem Mindestanstand - © Stefan Warda

Bei der angestrebten Planungsvariante mit diesen Gefährdungsstreifen wären Radfahrende dauerhaft zu eng überholenden Bussen ausgeliefert - © Stefan Warda

 

   

 

 

 

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25. Januar 2026

Hamburg-St. Pauli: Radfahrstreifen auf Reeperbahn sollen im März verstetigt werden

 

  

Radroute 1, Reeperbahn / Spielbudenplatz: Rad-/Busspur - © Stefan Warda



Verkehrsversch erfolgreich - Radspuren sollen bleiben 

Im März 2026 sollen Bauarbeiten für die Radroute 1 auf der Reeperbahn anstehen. Die temporären Radfahrstreifen stadtauswärts Richtung Altona sollen für den HVV-Buslinienverkehr freigegeben und verstetigt werden. Die Pop-up-Radspuren stadteinwärts Richtung Osten sollen ebenfalls verstetigt. Die bislang gelben Markierungen im Rahmen des Verkehrsversuchs sollen durch weiße Markierungen ersetzt werden.

 

Reeperbahn vor Einrichtung der Radspuren - © Stefan Warda

Reeperbahn vor Einrichtung der Radspuren - © Stefan Warda

Reeperbahn / Detlev-Bremer-Straße vor Einrichtung der Radspuren - © Stefan Warda

Reeperbahn / Detlev-Bremer-Straße nach Einrichtung der Radspuren - © Stefan Warda

Reeperbahn / Hamburger Berg vor Einrichtung der Radspuren - © Stefan Warda

Reeperbahn / Hamburger Berg nach Einrichtung der Radspuren - © Stefan Warda

 

Hintergrund ist die Auswertung der Verkehrsversuche. Der Radfahrstreifen stadtauswärts sei "sehr gut" von Radfahrernden angenommen worden, stadteinwärts seien die Radverkehrsmengen überproportional angestiegen.

 

Reeperbahn / Talstraße nach Einrichtung der Radspuren - © Stefan Warda

 

Der vorhandene Hochbordradweg im Bereich Millerntorplatz bis Kleine Seilerstraße soll auf zwei Meter verbreitert werden. Ohne eine bauliche Trennung zum Gehweg werden Konflikte mit Gehenden jedoch weiterhin bestehen bleiben. 

 

Radroute 1, Reeperbahn 5-1: Hochbordradweg mit Konflikten mit Gehenden - © Stefan Warda

Radroute 1, Reeperbahn 1-5: Hochbordradweg mit Konflikten mit Gehenden - © Stefan Warda

 

Verbesserungen für die Kreuzung mit Zirkusweg / Helgoländer Allee / Millerntorplatz sind leider nicht geplant. Slalomführungen und Konflikte mit Gehenden werden somit bestehen bleiben.

 

Radroute 1, Reeperbahn / Zirkusweg: Hochbordradweg mit Konflikten mit Gehenden - © Stefan Warda

Radroute 1, Reeperbahn / Helgoländer Allee: Slalomradweg Richtung Millerntordamm mit Konflikten mit Gehenden - © Stefan Warda

 

 

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22. Januar 2026

Hamburg: Ausblick auf neue Radverkehrsprojekte im Jahr 2026

 

 

Radrouten 2 und 3, Theodor-Heuss-Platz - © Stefan Warda

 

Die Mobilitätswendebehörde gibt einen Ausblick auf neue Radverkehrsprojekte für das Jahr 2026 

Folgende Projekte sollen u.a. geplant oder bereits schon im Bau sein:



Zukünftige Radroute 2, Glockengießerwall / Kunsthalle: Vorgesehen für Nachrüstung mit Protektionselementen - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 16, Alsenstraße: Vorgesehen für Nachrüstung mit Protektionselementen - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 9, Karl-Heinz-Rissmann-Weg: Trennung von Rad- und Fußverkehr vorgesehen - © Stefan Warda

Mehr Protected Bike Lanes in Planung (im Bild: Radroute 14, Max-Brauer-Allee) - © Stefan Warda

Mehr Radrouten in Planung (im Bild: Radroute 1, Ludwig-Erhard-Straße) - © Stefan Warda

Mehr Radrouten in Planung (im Bild: Radroute 7, Neuer Pferdemarkt) - © Stefan Warda

Mehr Radrouten in Planung (im Bild: Radroute 15, Neuer Pferdemarkt) - © Stefan Warda

Mehr Radrouten in Planung (im Bild: Radroute 7, Sievekingplatz) - © Stefan Warda

Verkehrsversuch mit Fußgängerüberwegen an Radwegen (im Bild: Radroute 1 / Veloroute 8, Hammer Landstraße) - © Stefan Warda

 

 

 

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20. Januar 2026

Hamburg: Mobilitätswendebehörde zieht Bilanz für 2025

 

 

Radroute 15, Max-Brauer-Allee: Neuer Radweg nach Kopenhagener Vorbild - © Stefan Warda

 

 

Hamburgs Mobilitätswendebehörde blickt zum Jahresanfang zurück: Seit 2020 sollen 343 Kilometer Radverkehrsanlagen gebaut oder saniert worden sein. Im Jahr 2025 seien rund 50 Kilometer Radverkehrsanlagen neu gebaut oder saniert worden. Insgesamt sollen 66 Prozent der Radverkehrsanlagen als geschützte Radverkehrsinfrastruktur gebaut worden sein. Die Stadt setze gezielt auf sichere, komfortable und zukunftsfähige Radverkehrsanlagen.

Besonderheiten im Jahr 2025 waren die Ablösung des Veloroutennetzkonzeptes durch das neue Radroutennetzkonzept, die Einführung der neuen Wegweisung sowie die bundesweit einzigartige Entwicklung eines standardisierten Vorgehens zur Nachrüstung von Protektionselementen an Radfahrstreifen.



 

Radroute 4, Neuer Jungfernstieg: Neue Wegweiser für das neue Radroutenkonzept - © Stefan Warda

 

Als besondere Einzelprojekte hebt die Mobilitätswendebehörde den Bau der Radbrücke Halskestraße sowie die Vergabe des Deutschen Fahrradpreises für die Radwege in der Louise-Schroeder-Straße hervor.

 

Louise-Schroeder-Straße: Ausgezeichneter Radweg (Deutscher Fahrradpreis 2025) - © Stefan Warda

 

 

Als weitere Projekte führt die Mobilitätswendebehörde u.a. auf:

  • Radroute 4, Neuer Jungfernstieg: Verkehrsberuhigter Geschäftsbereich mit deutlicher Attraktivitätssteigerung des Straßenraums auch für Radfahrende (breite Gehwege, Bepflanzung)
  • Rund um die Hohenfelder Bucht: 4 m breite Zweirichtungsradwege einschl. einer eigenen Fuß- und Radverkehrsbrücke (geplante Radrouten 6 und 9), attraktive Gestaltung durch Einbettung in die Umgebung (Alster, Alsterpark, Hohenfelder Bucht, besondere Komfort durch rot gefärbten Asphalt)
  • Zukünftige Radroute 3, Bei St. Annen: Schaffung einer besseren Nord-Süd-Verbindung durch die Speicherstadt Richtung Hafencity durch neue eigene Radfahrstreifen und geglättetes Kopfsteinpflaster (häufig geäußerter Bürgerwunsch)
  • Halskestraße: Zweirichtungsradweg als Teil der künftigen Radroute Plus nach Geesthacht
  • Radroute 14, Max-Brauer-Allee: Radwege nach Kopenhagener Bauart
  • Bundesstraße: Ersatz der desolaten Radwege durch Radfahrstreifen
  • Wagnerstraße – Ritterstraße: Neuordnung der Radverkehrsführung und Beseitigung einer unsicheren Stelle, die immer wieder in der Kritik standen
  • Berner Straße – Fasanenweg: Protected Bikelanes im Rahmen der Grundinstandsetzung der Straße
  • Instandsetzung vorhandener Radwege auf wichtigen Achsen, insbesondere Budapester Straße (Radroute 15), Willy-Brandt-Straße, Schierenberg
  • Zahlreiche selbstständig geführte Wege in den Bezirken Bergedorf und Harburg, z. B. Weg am Neuländer See (Teil der Freizeitroute 2. Grüner Ring)

 

Radroute 4, Neuer Jungfernstieg: Tempo-20-Zone - © Stefan Warda

Zukünftige Radrouten 6 und 9, Freizeitrouten 2 und 3, Hohenfelder Brücke: Neue Fuß- und Radwegbrücke - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 3, Bei St. Annen: Neuer Radfahrstreifen - © Stefan Warda

Radroute 14, Max-Brauer-Allee / Bei der Friedenseiche: Neuer Radweg nach Kopenhagener Vorbild - © Stefan Warda

Bundesstraße / Kippingstraße: Neuer Radfahrstreifen - © Stefan Warda

Zukünftige Radroute 17, Ritterstraße / Wagnerstraße: Erneuerte Radfahrstreifen - © Stefan Warda

Radroute 15, Budapester Straße: Erneuerter Radweg - © Stefan Warda

Willy-Brandt-Straße, Brandstwiete: Erneuerter Radweg - © Stefan Warda

 
 

 

 

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