6. September 2020

Einjähriger Verkehrsversuch in Hamburg: Pop-up-Radspuren Beim Schlump

Hamburg: New pop-up bike lanes at Schlump

Aktualisiert um 17:53 Uhr
Beim Schlump: Pop-up-Radspuren im Bau - © Stefan Warda


Heute wurden auf der Straße Beim Schlump Hamburgs zweite behördlich angeordnete Pop-up-Radspuren in diesem Jahr eingerichtet. Zwischen Bogenstraße und Gustav-Falke-Straße wird es ab morgen beidseitig gelbe Radspuren geben. Die erste Pop-up-Radspur des Jahres hatte der Bezirk Mitte am Sievekingsdamm eingerichtet. Dort wurde die Pop-up-Radspur jedoch mit Baken zur restlichen Fahrbahn begrenzt.


Beim Schlump: Baustelle zur Einrichtung der Pop-up-Radspuren - © Stefan Warda

Beim Schlump: Baustelle zur Einrichtung der Pop-up-Radspuren - © Stefan Warda


Bislang mussten Radfahrende in der Straße Beim Schlump fast ausschließlich auf der Fahrbahn fahren. Z.T. war sogar das Parken am Fahrbahnrand erlaubt bzw. geduldet, wo Radfahrende sich deswegen mit dem MIV die einzig zur Verfügung stehende Spur auf der Fahrbahn teilen mussten. Für die Einrichtung des neuen Verkehrsraums für Radfahrende wurde das bislang geduldete bzw. erlaubte Parken am Fahrbahnrand aufgehoben.


Beim Schlump: Pop-up-Radspur im Bau - © Stefan Warda

Beim Schlump: Pop-up-Radspur im Bau - © Stefan Warda


Laut NDR sollen die neuen gelb markierten Radspuren als Verkehrsversuch zunächst ein Jahr bestehen bleiben. Die dabei gewonnenen Erfahrungen sollen anschließend in eine mögliche dauerhafte Umgestaltung der Straße einfließen. Der Senat hatte angekündigt noch im Herbst auch entlang des Straßenzugs Am Sandtorkai und Brooktorkai eine Pop-up-Radspur einzurichten. Weitere Pop-up-Radspuren sollen es laut NDR noch dieses Jahr in der Max-Brauer-Allee zwischen Holstenstraße und Stresemannstraße geben.


Beim Schlump: Ohne Pop-up-Radspur - © Stefan Warda

Beim Schlump: Mit Pop-up-Radspur - © Stefan Warda

Beim Schlump: Ohne Pop-up-Radspur - © Stefan Warda

Beim Schlump: Mit Pop-up-Radspur - © Stefan Warda


Dem nun andauernden Verkehrsversuch in der Straße Beim Schlump waren mehrere kurzzeitig eingerichtete Pop-up-Radspuren vorausgegangen, die von ADFC, Greenpeace oder anderen als Demonstrationen angemeldet waren. Zudem gilt Berlin als Vorbild in Deutschland bei der Einrichtung von Pop-up-Radspuren.


An der Alster: Temporäre Pop-up-Radspur des ADFC Anfang Mai 2020 - © Stefan Warda


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Kommentare:

  1. Der Zeitpunkt ist wohl schlecht gewählt (einn halbes Jahr zu spät).

    Dazu frisch reingekommen:

    https://www.zeit.de/politik/deutschland/2020-09/temporaere-radwege-berlin-pop-up-rechtmaessigkeit-coronavirus

    https://www.tagesspiegel.de/berlin/verwaltungsgericht-entscheidet-afd-feiert-pop-up-radwege-in-berlin-sind-rechtswidrig/26164102.html

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