11. November 2019

Hamburg-Harburg: Umbau der Veloroute 11

Hamburg: Redesign of cycle route in Harburg


Veloroute 11, Hannoversche Straße: Der Radweg auf der Ostseite (Bahnlinie) soll durch einen Radfahrstreifen ersetzt werden. Dieser soll mit einem Kantstein zur Fahrbahn geschützt werden - © Stefan Warda


Protected Bike Lane auf der Hannoverschen Straße

Die im Bezirk Harburg vor dem Regierungswechsel 2001 geplante und 2002 fertiggestellte Veloroute 11 soll ab kommender Woche erneuert werden. Die Bauarbeiten sollen die Hannoversche Straße im Abschnitt Seevestraße - Neuländer Straße betreffen und bis Juni 2020 andauern. Die vor rund zwanzig Jahren angelegten bzw. erneuerten Radwege sollen entfallen und durch mehr als zwei Meter breite Radfahrstreifen ersetzt werden. Als Besonderheit soll der Radfahrstreifen auf der Ostseite neben der Bahnlinie durch Kanststeine von der Fahrbahn getrennt werden. Somit wird es eine Protected Bike Lane geben, auf der das Nebeneinanderradeln möglich ist.


Auf der Westseite soll es keine Protected Bike Lane geben, weil der Radfahrstreifen überfahrbar bleibe soll. Es soll Stehzeugplätze rechts vom Radfahrstreifen geben.


Veloroute 11, Hannoversche Straße: Radweg auf der Westseite (HHA-Betriebshof) soll durch Radfahrstreifen ersetzt werden. Tempo 60 war nach 2001 von Innensenator Schill eingeführt worden - © Stefan Warda

Veloroute 11, Hannoversche Straße: Hinweise zur Baustelle an der Hannoverschen Brücke - © Stefan Warda


Die weitere Planung sieht auch den Umbau des nördlch anschließenden Teilstücks der Hannoverschen Straße bis zur Kreuzung mit der Nartenstraße vor. Auch dort sollen die bestehenden Radwege entfallen und durch Radfahrstreifen ersetzt werden. Die Kreuzung am Übergang zur Alten Harburger Elbbrücke soll zu einem Kreisverkehr umgestaltet werden (fünfarmige Kreuzung Nartenstraße / Hannoversche Straße / Neuländer Hauptdeich / Brücke des 17. Juni / Alte Harburger Elbbrücke).


Veloroute 11, Hannoversche Straße: Im Abschnitt bei Marschwinkel sorgt ein Gebrauchtwagenhändler für Konflikte - © Stefan Warda

Veloroute 11, Hannoversche Straße zwischen Nartenstraße und Neuländer Straße: Die Betonsteinoberfläche wurde durch Baumwurzeln beschädigt - © Stefan Warda

Veloroute 11, Hannoversche Straße / Nartenstraße: An dieser Kreuzung ist ein Kreisverkehr geplant - © Stefan Warda


Die Veloroute 11 war vor zwanzig Jahren hochmodern und hatte für die damalige Zeit mehrere Besonderheiten aufzuweisen. Es gab an der Kreuzung mit der Neuländer Straße eigene Lichtsignale für den Radverkehr, vorgezogene Haltelinien und einen Schutzstreifen in der Linksabbiegespur vor der Kreuzung mit der Nartenstraße. Die nun zur Anwendung kommende Lösung mit von der Fahrbahn durch Kantsteine abgetrennte Radfahrstreifen gab es schon in den 1990er Jahren in Paris - damals allerdings mit noch sehr schmalen Radspuren.


Paris, Quai de Jemmapes: Protected Bike Lane, 1999 - © Stefan Warda

Paris, Quai de Jemmapes: Protected Bike Lane, 2007 - © Stefan Warda

Paris, Boulevard de la Chapelle: Protected Bike Lane, 2014 - © Stefan Warda


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Hamburg: Pläne zur Umgestaltung der Eppendorfer Landstraße

Hamburg: Eppendorfer Landstraße to have a redesign


Eppendorfer Landstraße, Fakeradweg - © Stefan Warda


Die Eppendorfer Landstraße soll möglicherweise umgestaltet werden. Laut NDR beauftragte das Bezirksamt Nord mehrere Planer, verschiedene Planvarianten für den Abschnitt Gornestraße / Kümmellstraße - Martinistraße / Eppendorfer Marktplatz zu erstellen. Die Bezirksversammlung könnte im nächsten Jahr über eine mögliche Umgestaltung abstimmen.


Eppendorfer Landstraße, Fakeradweg - © Stefan Warda

Trotz einer Straßenraumbreite von etwa fünfzig Metern weist die Eppendorfer Landstraße im gennanten Straßenabschnitt äußerst wenig Platz für Rad- und Fußverkehr aus. Der Abschnitt beinhaltet trotz "Fahrradstadt" immer noch besonders unbenutzbare Fakeradwege. Die "Radwege" werden u.a. missbräuchlich als Fahrradstellplatz oder als Baumstandorte genutzt.



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10. November 2019

Hamburg: Bauarbeiten für die Veloroute 7 auf dem Steindamm

Hamburg: Redesign of Steindamm for cycle route

Aktuailisert um 13:08 Uhr
Veloroute 7, Steindamm / Pulverteich - © Stefan Warda


Mitte Oktober starteten die Bauarbeiten auf dem Steindamm für eine bessere Veloroute 7. Die Veloroute 7 soll in Zukunft die Innenstadt mit Wandsbek bzw. Rahlstedt verbinden. Vom Rathausmarkt führt sie über Mönckebergstraße, Steintordamm, Andenauerallee, Kreuzweg, Steindamm, Lübeckertordamm zur Bezirksgrenze mit dem Bezirk Nord. Bei der Lübecker Straße wechelt die Veloroute 7 auf ruhigere Nebenstraßen. Es geht entlang der Angerstraße am Marienkrankenhaus vorbei, anschließend über die Hasselbrookstraße Richtung Wandsbek Zentrum.


"Könnt' ja gut werden": Bauarbeiten für die Veloroute 7 auf dem Steindamm: Zwischen Lohmühlenpark und Liindenstraße gibt es während des Umbaus einen wilden Kampfparkerstreifen anstelle des benutzungspflichtigen Radwegs - © Stefan Warda


Im Bereich Steindamm, der täglich von rund 25.000 Autos genutzt wird, wurde bislang zwar die Wegweisung für die Veloroute angebracht, der Straßenzug aber nicht für die Bedürnisse der Radfahrenden eingerichtet. Stadtauswärts dominiert der Autoverkehr den Straßenraum. Gesonderte Radverkehrsanlagen sind Mangelware. Der Radverkehr wird überwiegend über kopfsteingepflasterte Nebenfahrbahnen geführt, die vom Parksuchverkehr blockiert sind. Komfortables oder zügiges Radfahren sind dort nicht möglich.


Veloroute 7, Steindamm: Stadtauswärts mündet der benutzungspflichtige Stummelradweg in die blockierte gepflasterte Nebenfahrbahn - © Stefan Warda


Stadteinwärts gibt es zwar einen einigermaßen breiten - überwiegend benutzungspflichtigen - Radweg. Wegen der extrem ausufernden gewerblichen Sondernutzungen auf dem relativ breitem Gehweg ist der Radverkehr auf dem dortigen Radweg jedoch stark beeinträchtigt. Die mangelhafte Genehmigung und Überwachung der Sondernutzungen durch das Bezirksamt hat zu einem Wildwuchs geführt. Selbst der Radweg wird in die Sondernutzungen der Gewerbebetriebe einbezogen. Zudem weicht der Fußverkehr generell auf den Radweg aus. Der am schlimmsten betroffene Radwegabschnitt zwischen Danziger Straße und Stralsunder Straße von der Benutzungspflicht usgenommen - nur ein kleiner Trost. Denn der Gewerbeverkehr blockiert dort tagsüber regelmäßig die rechte Fahrspur.


Veloroute 7, Steindamm: Konflikte mit Passanten auf dem "Radweg" - © Stefan Warda

Veloroute 7, Steindamm: Konflikte mit Passanten auf dem "Radweg" - © Stefan Warda

Veloroute 7, Steindamm: Konflikte mit Passanten auf dem "Radweg" - © Stefan Warda

Veloroute 7, Steindamm: Trotz des angenehm breiten Gehwegs fühlt sich die Mehrzahl der Passanten auf dem "Radweg" wohl - © Stefan Warda

Veloroute 7, Steindamm: Konflikte mit Gewerbe - © Stefan Warda

Veloroute 7, Steindamm: Zwischen Danziger Straße und Stralsunder Straße, dem Abschnitt mit den meisten Passanten- und Gewerbekonflikten, ohne Benutzungspflicht - © Stefan Warda


Die bis November 2020 andauernden Bauarbeiten sehen eine völlige Umgestaltung des Straßenraums vor. Die Nebenfahrbahnen sollen entfallen. Für den Radverkehr soll es auf beiden Straßenseiten durchgängige Radfahrstreifen geben. Zwar werden damit die derzeitigen Konflikte mit den Sondernutzungen und vor allem dem Fußverkehr begegnet, jedoch sollen stadtauswärts zwischen Lindenstraße und Berliner Tor Schrägparkplätze nebem der Radspur eingerichtet werden. Die Breite der Radfahrstreifen soll zwei Meter betragen, ein kleiner Fortschritt gegenüber der Planung von 2014 für die Velorouten 1 und 2 im Verlauf Feldstraße und Neuer Kamp. Damals gab es nur 1,6 Meter schmale Radspuren, die dem heutigen Radverkehr und dem zukünftig geplanten erst recht nicht gewachsen sind. Um dem starken Lieferverkehr zu begegnen, der bislang teils auch die rechte Fahrspur oder die Nebenfahrbahnen blockierte, sind zwischen Radfahrstreifen und Stehzeugplätzen Lieferzonen vorgesehen. Doch selbst die geplanten Radfahrstreifen werden nicht die Sicherheitsbedürfnisse aller (potentiellen) Radfahrenden entsprechenden. Nicht jeder radelt gern zwischen dahinbrausendem Schwerlastverkehr und parkendem Lieferverkehr.


Steindamm / Pulverteich: 2003 war der Fakeradweg auf der Südseite aufgegeben worden. Damals war eine Aufleitung auf die Nebenfahrbahn eingerichtet worden. Jahre später mit Umgestaltung des Kreuzwegs entfiel der Stummelradweg vollständig (siehe Bild ganz oben) - © Stefan Warda

Steindamm / Pulverteich: Bis 2003 gab es noch einen schmalen benutzungspflichtigen Fakeradweg, der nach Protest von Radfahrenden bseitigt wurde - © Stefan Warda

Steindamm / Kleiner Pulverteich: Der benutzungspflichtige Fakeradweg hatte eine äußerst abenteuerliche Führtung - © Stefan Warda




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9. November 2019

Hamburg: Kleine Nachbesserung an der "Fahrradstraße" Chemnitzstraße

Hamburg: Little improvement for "cycle street" Chemnitzstaße in Altona


Zukünftige Veloroute 1, Chemnitzstraße / Hospitalstraße: Diagonalsperre mit Findling - © Stefan Warda


Seit der symbolischen Eröffnung der "Fahrradstraße" Chemnitzstraße in Altona hat es eine kleine Nachbesserung gegeben. An der umgebauten Diagonalsperre bei der Hospitalstraße wurde ein Findling gegen Wildfahrer abgelegt. Dadurch wird zumindet auf einer Seite der Diagonalsperre die Durchfahrt für Autos verhindert. Auf der anderen Seite ist die Durchfahrt für Kampffahrer weiterhin möglich.


Zukünftige Veloroute 1, Chemnitzstraße / Hospitalstraße: Diagonalsperre ermöglicht Durchfahrt von Kampffahrern - © Stefan Warda

Zukünftige Veloroute 1, Chemnitzstraße / Hospitalstraße: Diagonalsperre ermöglicht weiterhin Durchfahrt von Kampffahrern - © Stefan Warda


Bei der Chemnitzstraße, die einmal Teil der Veloroute 1 werden soll, handelt es sich weiterhin nur stadteinwärts um eine Fahrradstraße. Stadtauswärts Richtung Altona handelt es sich weiterhin um eine Tempo-30-Zone.


Zukünftige Veloroute 1, Chemnitzstraße / Holstenstraße: Ggf. auf fünf Metern Fahrradstraße, anschließend bis Max-Brauer-Allee weiterhin Tempo-30-Zone. Radfahrende aus der Holstenstraße, die den Radweg benutzen und rechts abbiegen, können das VZ244 überhaupt nicht wahrnehmen - © Stefan Warda



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8. November 2019

Lille Langebro in Kopenhagen: Neue Hafenbrücke wird gut angenommen

Lille Langebro in Copenhagen: More than 10,000 cyclists passing new bridge

Aktualisiert um 21:57 Uhr
Kopenhagen, Lille Langebro - © Stefan Warda


Die im Juli diesen Jahres in Kopenhagen für den Fuß- und Radverkehr eröffnete Brücke scheint gut angenommen zu werden. Täglich wurden schon bis zu mehr als 10.000 Radfahrende und bis zu 2.500 Passanten auf der neuen Brücke gezählt. Seit der Eröffnung am 1. Juli wurden bislang nahezu 1,5 Millionen Radfahrende und Passanten auf der Brücke registriert.


Kopenhagen, Lille Langebro - © Stefan Warda


Die Lille Langebro überspannt den Kopenhagener Innenhafen nahe der breiten Langebro. Durch die neue Brücke haben sich die Verkehrsströme rundherum verändert. Ca. ein Drittel der Radfahrenden von der parallel verlaufenden Langebro radelt nun über die Lille Langebro. Der Vorteil: Auf der Lille Langebro müssen sie nicht neben dem Autoverkehr radeln. 2014 nutzten an Werktagen 33.500 Radfahrende die Langebro.


Kopenhagen, Lille Langebro - © Stefan Warda


Eine Befragung von 500 Radfahrenden ergab, dass 57 Prozent die Lille Langebro nutzen, um möglichst schnell von A nach B zu gelangen. Rund ein Drittel meint, dass es besonders angenehm sei, auf der neuen Brücke zu radeln. Viele Radfahrende weisen darauf hin, dass sie auf der Lille Langebro weder Lärm noch Abgasen ausgesetzt sind.


Kopenhagen, Lille Langebro / Langebrogade - © Stefan Warda

Bis zum Jahreswechsel will die Verwaltung noch Anpassungen an der Kreuzung mit der Langebrogade vornehmen.


Kopenhagen, Langebro: 2014 wurden an Werktagen 33.500 Radfahrende gezählt. Mittlerweile ist ein Drittel davon auf die Lille Langebro ausgewichen - © Stefan Warda



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