9. Januar 2019

Hamburg: Weiterhin Gehwegradelzwang in der Schanzenstraße

Hamburg: Cyclists still to use narrow sidewalk at Schanzenstraße


Schanzenstraße / Kampstraße: Regelwidrige Gehwegbenutzungspflicht besteht weiterhin - © Stefan Warda


Radfahrende müssen in der Schanzenstraße weiterhin den schmalen Gehweg zwischen Kampstraße und Lagerstraße befahren. Die regelwidrig angeordnete Gehwegbenutzungpflicht wurde trotz Hinweis an die örtlich zuständige Straßenverkehrsbörde immer noch nicht eliminiert.

Für den Ausbau der Veloroute 2 war im letzten Jahr die Kreuzung Schanzenstraße / Lagerstraße gesperrt worden, um dort einen Kreisverkehr einzurichten. Zur Aufrechterhaltung des Radverkehrs wurde das Befahren des Gehwegs vorgeschrieben. Nach Freigabe der Fahrbahn für den regulären Betrieb ist die Verpflichtung des Radverkehrs auf den schmalen Gehweg unsinnig. Ende November ging ein Hinweis an die Straßenverkehrsbehörde. Am 28.11.2018 bestätigte die Straßenverkehrsbehörde die Veranlassung der Entfernung des regelwidrigen Verkehrszeichens.

... das Schild gehört dort nicht mehr hin und sollte eigentlich auch schon weg sein.
Die Entfernung wurde von uns veranlasst.

Dieses wurde leider immer noch nicht entfernt . . .


Schanzenstraße / Kampstraße, Baustelle mit Falschradler - © Stefan Warda

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4. Januar 2019

Hamburg: Abendblatt kritisiert geplante Radverkehrskampagne

Hamburg: Abendblatt criticizes campaign to promote cycling
Aktualisiert um 20:51 Uhr

Radlust auf der Velo-City in München - © Stefan Warda


Das Hamburger Abendblatt kritisierte zum Jahreswechsel die vom Senat geplante Radverkehrskampagne. Laut Landespolitikressortleiter Peter Ulrich Meyer würde sich der Verdacht aufdrängen, "dass der Senat mit den Mitteln der Werbung eine politisch aufgeheizte Debatte beeinflussen will." Dazu seien Steuermittel jedoch nicht vorgesehen.

Eine solche Kommunikations- und Imagekampagne war Teil der Radverkehrsstrategie für Hamburg, die der Senat unter CDU-Führung beschlossen hatte und 2008 von Senator Axel Gedaschko vorgestellt wurde.

Es wird eine professionell konzipierte Kommunikations- und Imagekampagne angeregt, die ein positives Bild vom Radfahren vermittelt und den Stellenwert und die Akzeptanz des Radverkehrs im Verkehrssystem verbessert. Die Kampagne soll hamburgspezifische Merkmale aufweisen und auch die Nahmobilität in den Stadtteilen berücksichtigen. Die BSU wird die Anforderungen und die Vorgehensweise zur Durchführung einer solchen Kampagne konkretisieren. Eine Möglichkeit ist das Einbeziehen von Hochschulen im Rahmen von Ideenwettbewerben.
• Die Kampagne soll Lust auf das Radfahren machen.
• Auch die Autofahrerinnen und Autofahrer sollen über die Vorzüge des Radfahrens informiert und zum Umsteigen motiviert werden.
• Zur Verzahnung mit den Verkehrssicherheitsaktivitäten soll die Botschaft transportiert werden: „Fahrt mehr Rad, aber sicher.“
• Radfahrende Spitzenpolitikerinnen und -politiker sowie sonstige Prominente sollen als Vorbilder integriert werden.
• Auch die vielen ehrenamtlich Tätigen (in den Verbänden) sollen einbezogen werden. 
• Durchführung von Wettbewerben, z.B. zum „Fahrradfreundlichsten Stadtteil“.
• Integration des Themas „Diebstahl-Prävention“ durch Einbeziehen der Spezialdienststelle „Kriminalprävention“ des Landeskriminalamtes (LKA).

Das Fahrradforum, welches an der Ausarbeitung der Radverkehrsstrategie beteiligt war, stand unter dem Eindruck der Kampagne "Radlust", die Studenten der Universität Trier am Lehrstuhl von Prof. Heiner Monheim entwickelt und 2007 auf der Velo-City in München präsentiert hatten. Zudem standen die Mitglieder des Hamburger Fahrradforums vor zwölf Jahren unter den Eindrücken eines weit geringeren Radverkehrsanteils, weitaus schlechterer Radinfrastrukturverhältnisse einem schlechterem Verkehrsklima als heute.

Die Radverkehrsstrategie von 2008 war für den Zeitraum bis zum Jahr 2015 geplant. Die Kommunikatiosnkampagne war als Maßnahme hoher Priorität vorgesehen, wurde bislang jedoch nie umgesetzt. 2016 stellten Bürgerschaftsabgeordnete von SPD und Grünen dem Senat einen Antrag, die bis dahin versäumte Kampagne umzusetzen. Ähnliche Kampagnen oder Aktionen gab es in München ("Radlhauptstadt"), aber auch in Amsterdam, Utrecht oder Kopenhagen ("city of cyclists").


"Radlhauptstadt" München - © Stefan Warda

"Radlhauptstadt" München - © Stefan Warda

Dennoch: Es erscheint nun befremdlich, dass laut Abendblatt der Senat eine angeblich "aufgeheizte Debatte beeinflussen will". Bleibt die Frage, wer die Debatte negativ aufgeheizt haben soll. Und was, wenn die Kampagne unter einem CDU-Senat umgesetzt worden wäre? Hätte ein CDU-Senat die Kampagne ebenfalls zur Durchsetzung seiner Politik nutzen wollen - wie nun dem jetzigen Senat vorgeworfen?

Neben der bislang nicht umgesetzen Kommunikationskampagne sollte laut Radverkehrsstrategie von 2008 das gesamte Veloroutennetz bis zum Jahr 2015 vollständig verwirklicht worden sein. Dieses versucht der jetzige Senat nachzuholen. Es ist aber absehbar, dass bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode nicht alle Velorouten wie angekündigt nutzbar sein werden.



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3. Januar 2019

Hamburg: Verlängerung der Betriebszeiten der großen Fahrkörbe im Alten Elbtunnel

Hamburg: More capacity for cyclist through Alter Elbtunnel


Veloroute 11, Alter Elbtunnel - © Stefan Warda


Seit gestern profitieren Radfahrende von verlängerten Betriebszeiten der großen Fahrkörbe im Alten Elbtunnel. Die Hamburg Port Authority hat auf die steigende Nutzungszahl von Radfahrenden im Verlauf der Veloroute 11 zwischen St. Pauli und Wilhelmsburg reagiert.

Radfahrende sollen die Lastenaufzüge auf beiden Tunnelseiten seit gestern durchgehend von 06.00 bis 20.00 Uhr nutzen können. An Wochenenden sollen die großen Aufzüge Radfahrenden zwischen 10.00 und 18.00 Uhr zur Verfügung stehen. Die kleineren gläsernen Personenaufzüge, die ebenfalls von Radfahrenden genutzt werden dürfen, stehen weiterhin rund um die Uhr zur Verfügung. Autos und Motorräder sollen den Tunnel unverändert ausschließlich montags bis freitags von 08.00 bis 18.00 Uhr befahren können.


Veloroute 11, Alter Elbtunnel - © Stefan Warda



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27. Dezember 2018

Feuerwehr Hamburg ermahnt Stehzeugeverantwortliche: Platz für Retter!

Fire department Hamburg: Keep streets clear


© Stefan Warda


Die Feuerwehr Hamburg appelliert an alle Stehzeugeverantwortlichen in Hamburg Platz für Rettungsfahrzeuge zu berücksichtigen. Wildparken kann tödlich werden, wenn die Retter der Feuerwehr nicht zum Retten kommen können - wenn Wildparker die Wege blockieren.


© Stefan Warda



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