7. September 2015

Gefährdungsstreifen für die geplante Veloroute 4

Hamburrg: Hazard stripes along future cycle route


© hamburgize.com / Stefan Warda


Die derzeit noch an der Krugkoppelbrücke endende Veloroute 4 soll demnächst über Leinpfad, Hudtwalckerstraße und Bebelallee verlängert werden. Derzeit wird dazu die Bebelallee zwischen Hudtwalckerstraße und Meenkwiese umgegraben. Weiter nördlich hat die Bebelallee im Vorgriff auf die zukünftige Veloroute neue Gefährdungsstreifen erhalten. Sie ersetzen die vormaligen Fakeradwege im Dooringbereich der Stehzeuge. Die neuen Streifen haben inklusive der Strichmarkierung eine Breite von nur 1,4 Metern. Da radelt es sich tatsächlich sicherer links neben den Gefährdungsstreifen, um nicht von unachtsam geöffneten Türen umgestoßen zu werden. Leider haben viele Autofahrer dafür kein Verständnis, doch die Auto-Stadt Hamburg fördert mit dem Bau solch unbrauchbarer Radvderkehrsanlagen die Aggressivität im Straßenverkehr.


© hamburgize.com / Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda


Im Vergleich zum vorherigen Zustand sind Radler durch den neuen Gefährdungsstreifen etwas weniger gefährdet als vor dem Umbau. Denn damals wurde von beiden Seiten des Fakeradwegs geparkt. Aber fortschrittlich sind die Engstellen im Verlaug der Gefährdungsstreifen nicht, wenn die großzügige Breite des Straßenraums berücksichtigt wird. Eigentlich hatte sich die Stadt Hamburg im Rahmen ihrer Radverkehrsstrategie verpflichtet Qualität vor Quantität zu bauen, bzw. sich beim Bau von Radverkehrsanlagen an die gültigen Regelwerke zu halten. Diese neuen Gefährdungsstreifen dienen nicht dem Radvderkehr, wohl aber der Statistik in den regelmäßigen Propagandaberichten zur Radverkehrsstrategie.


Bebelallee: Fakeradwege vor dem Umbau

© hamburgize.com / Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda




Mehr . . . / More . . . :
.

Berlin steigert Radverkehr gegenüber 2001 um fünfzig Prozent

Number of cyclists in Berlin increased by fifty percent since 2001


Die Zahl der Radfahrer an den Berliner Zählstellen soll laut der Berliner Zeitung gegenüber dem Jahr 2001 um 50,5 Prozent zugenommen haben.

© hamburgize.com / Stefan Warda


Der absolute Tiefpunkt der Fahrradnutzung wurde in Berlin 1973 registriert. Damals wurden nur 16% Radler verglichen mit dem Bezugsjahr 2001gezählt. Den Höhepunkt
regisitrierte West-Berlin im Jahr 1954. Damals wurde die doppelte Anzahl Radler registriert verglichen mit dem Bezugsjahr 2001.


Mehr . . . / More . . . :
.

2. September 2015

Hamburg: Stresemannstraße soll schöner werden

Hamburg: Cycling along Stresemannstraße should be nicer


© hamburgize.com / Stefan Warda
© Stefan Warda


Ab nächsten Montag soll erneut an der östlichen Stresemannstraße gebaut werden. Zwischen Max-Brauer-Allee und Neuer Pferdemarkt sollen neben der Fahrbahnerneuerung "die Radwege in weiten Teilen verbreitert und mit neuen Oberflächen versehen" werden. In weiten Teilen gibt es in dem Straßenabschnitt gar keine Radwege. Dort bestehen Gehwegbenutzungspflichten. Ob die Gehwege nun breiter und schöner werden?


© hamburgize.com / Stefan Warda
Derzeit endet der Radweg noch an der Stresemannstraße 9. Ab dort müssen Radler auf die Fahrbahn, ab der Lerchenstraße gilt der bekannte Radwegzwang. Etwas weiter aber endet der Radweg, Radler sollen dann den schmalen Gehweg befahren, damit der Autoverkehr besser fließt - © Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda
Gehwegbenutzungspflicht ab der Lippmannstraße Richtung Sternbrücke - © Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda
Baustelle Strese 100 - © Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda
Baustelle Strese 100 - © Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda
Baustelle Strese - © Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda
Baustelle Strese - © Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda
Baustelle Strese: Hier soll die neue Metrobuslinienhaltestelle Bernstorffstraße entstehen - © Stefan Warda




Mehr . . . / More . . . :
.

1. September 2015

Hamburgs ausgezeichnetes Grünradwegenetz schrumpft: Ein letzter naturbelassener Radweg an der Fuhle

Last organic cycle track along Fuhlsbütteler Straße
Aktualisiert am 02.09.2015

© hamburgize.com / Stefan Warda


Hamburg vermarktet sich gern als grüne Metropole. Doch nach und nach verschwinden Hamburgs berühmte Grünradwege. Zwar konnte die Hansestadt für die Bewerbung um den Titel "Europäische Umwelthauptstadt" noch mit einem zusammenhängenden Netz von Grünradwegen punkten, doch durch umfangreiche Straßensanierungen während der letzten Jahre - z.B. wegen der Busbeschleunigung - sind zahlreiche Grünradwegkilometer verloren gegangen. Derzeit werden besonders wertvolle Grünradwege im Verlauf der Alten Landstraße und am Neuen Pferdemarkt vernichtet. Auch entlang der Fuhlsbütteler Straße gingen Grünradwegabschnitte verloren. Besonders schmerzhaft war die Vernichtung des Grünradwegs in Ohlsdorf am ehemaligen Straßenbahndepot (stadteinwärts zwischen Wellingsbütteler Landstraße und Im Grünen Grunde).


© hamburgize.com / Stefan Warda


Der letzte noch naturbelassene Radwegabschnitt in der Fuhle befindet sich zwischen Justus-Strandes-Weg und der Kreuzung mit der Wellingsbütteler Landstraße. Alle weiteren Radwegabschnitte wurden im Rahmen des Umbaus der Fuhle unwiederbringlich beseitigt. Immerhin ist dieser letzte Teil eines vormals stadtumspannenden Netzwerkes mit dem blauen Umweltprüfsiegel ausgezeichnet. Wird ihn das vor einer möglichen Vernichtung retten? Noch aber sind am Brombeerweg und dem Maienweg besonders ansehnliche naturbelassene Radwege vorhanden, die eine Besichtigung lohnen. Hamburger lieben ihre grünen Radwege.


© hamburgize.com / Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda



Mehr . . . / More . . . :
.

Stehzeuge über alles - PK33: Poller gegen Kampfparker "nicht zielführend"

Hamburg: Police rejects bollards to protect mandatory cycle track against car parking

Aktualisiert am 02.09.2015
© hamburgize.com / Stefan Warda

Poller zum Schutz gegen Kampfparker seien nicht zielführend

Das PK33 lehnt Poller gegen Kampfparker auf dem benutzungspflichtigem Radweg entlang der Barmbeker Straße zwischen Jarrestraße und Semperstraße ab. Der seit Erneuerung des Radwegs unter CDU-Senator Dr. Michael Freytag dauerhaft zugeparkte Radweg bleibt bislang überwiegend unbenutzbar. Auf Beschwerden von Radfahrern lehnte das zuständige PK33 als Straßenverkehrsbehörde das Aufstellen von Pollern ab. Der "Einbau von Sperrelementen ist nicht zielführend".

Einbau von Sperrelementen ist nicht zielführend [PK33]

Zur Erinnerung: Unter Verkehrssenator Dr. Michael Freytag wurden erstmalig in Hamburg entlang ganzer Hauptstraßenzüge unbenutzbare benutzungspflichtige Radwege instandgesetzt, damit sie den Kriterien der StVO (VwV-StVO) bezüglich den Anforderungen an die Radwegbenutzungspflicht genügen sollten. Auch die Radwege entlang des Straßenzuges Barmbeker Straße, Herderstaße, Winterhuder Weg, Lerchenfeld und Wartenau wurden 2007 ausgebessert. Für den Abschnitt in der Barmbeker Straße war ursprünglich vorgesehen zwischen Radweg und Parkständen Bordkanten einzubauen.

Senator-Dr.-Michael-Freytag-Radwegeausbauprogramm
Der im Propagandabericht zur Hamburger Radverkehrsstrategie erwähnte "Ausbau der Radwege, Verbreiterung und Verbesserung der Linienführung" in der Barmbeker Straße. Links vor dem "Ausbau", rechts nach dem "Ausbau". Trotz des "Umbaus" im Jahre 2007 gibt es dadurch seitdem keinen Mehrwert für den Radverkehr, der Fakeradweg genügt immer noch nicht den Anforderungen an eine Radwegbenutzungspflicht, auch wenn dies das Ziel des Umbau gewesen war


Aus ungenannten Gründen wurde später bei der Bauausführung von Bordkanten abgesehen. Schließlich sollten möglichst viele Kilometer Radwege möglichst billig - also primitiv - hergerichtet werden. Quantität statt Qualität war der Maßstab für das Hauptstraßenradwegebauprogramm, weshalb später in der Radverkehrsstrategie für Hamburg (2007/2008) eingefordert wurde, Qualität vor Quantität zu stellen.


© hamburgize.com / Stefan Warda


Trotz des Umbaus blieben die weiterhin benutzungspflichtgen Radwege entlang der Barmbeker Straße bis heute in mehren Abschnitten unbenutzbar. Das Ausweichen auf Gehwege ist aber auch bei benutzungspflichtigen Radwegen verboten - sogar wegen Dauerkampfparkens.


© hamburgize.com / Stefan Warda


PK33 im Einsatz für "Quartiersbelange"

Als Alternative bestünde immer noch die Möglichkeit die Kampfparker vom Radweg abzuschleppen, wenn schon auf Poller verzichtet werden soll. Aber auch davon dürfen die Hamburger nur träumen. Was bleibt aus Sicht des PK33 zielführend? Vermutlich wurden mit der Anlage der Radwege vor mehreren Jahrzehnten die "Quartiersbelange" der Jarrestadt bzw. der Barmbeker Straße nicht ausreichend berücksichtigt, wie am Wiesendamm. Da mit erhöhtem Radverkehrsauskommen auf der Fahrbahn wegen dauerhaft unbenutzbarer Fakeradwege zu rechnen ist, wird das PK33 vielleicht in Kürze ein neues Verkehrskonzept für die Barmbeker Straße vorlegen: Tempo 30-Zone mit versetzten Parkständen auf dem Radweg.


© hamburgize.com / Stefan Warda


Der Verzicht auf Poller zur Erhaltung der Benutzungbarkeit der benutzungspflichtigen Radwege zeigt eindeutig, dass Hamburg noch lange keine "Fahrradtstadt" werden wird. Der Stellenwert des Autoverkehrs bleibt weiterhin weitaus höher als der des Radverkehrs, vor allem wegen Behördenvertreter, die sich nicht an behördliche Weisungen halten.

PK33 widersetzt sich der Radverkehrsstrategie für Hamburg

Mit der Weigerung den unbenutzbaren Radweg mittels Pollern benutzbar zu machen, weigert sich das PK33 die Radverkehrsstrategie für Hamburg umzusetzen. Die Radverkehrsstrategie für Hamburg war 2008 für alle beteiligten Behörden in Hamburg eingeführt worden. Unter Maßnahme 1-12 sollten kritische Fälle legalen Parkens an Radverkehrsanlagen überprüft und ggf. geändert werden.

1-12 Bei der Planung von Radverkehrsanlagen (Neubau und Grundinstandsetzung) ist verstärkt darauf zu achten, dass Gefährdungen und Beeinträchtigungen des Radverkehrs durch zu schmale Kfz-Parkstreifen oder fehlende Sicherheitsräume zwischen parkenden Fahrzeugen und Radverkehrsanlage vermieden werden. Ggf. muss das Parken neben dem Radweg durch straßenbauliche Maßnahmen unterbunden werden, oder es ist eine andere Art der Radverkehrsführung vorzusehen. 
 Die Verkehrsdirektion wird kritische Fälle legalen Parkens neben Radwegen überprüfen und – in Abstimmung mit der BSU – nach geeigneten Lösungen suchen. Zur Entschärfung der Parkproblematik sollen insbesondere in dichten Wohngebieten verstärkt auch Möglichkeiten für kostenpflichtige Stellplätze außerhalb des Straßenraumes geprüft werden.


© hamburgize.com / Stefan Warda


Mehr . . . / More . . . :
 .