20. April 2019

Neue Gefährdungsstreifen in Hamburg: Wildparker lassen sich vom Umbau der Rothenbaumchaussee nicht beeindrucken

Hamburg: New cycle lanes on Rothenbaumchaussee do not stop aggressive illegal car parking


Rothenbaumchaussee: Radfahreifen und Wildparker - © Stefan Warda


Die Rothenbaumchaussee hat im nördlichen Abschnitt Radfahrstreifen erhalten. Für Radfahrende ergeben sich dadurch nicht unbedingt Vorteile.

Der Umbau der Rothenbaumchaussee zwischen Hallerstraße und Klosterstern ist nunmehr abgeschlossen. Der nördliche Teil der wichtigen Hauptverbindung zwischen Innenstadt und Eppendorf hat nun beidseitig Radspuren erhalten. Auf nahezu ganzer Länge wurden Radfahrstreifen abmarkiert. Vor dem Umbau war Radfahrenden auf nahezu gesamter Länge erlaubt die äußerst schmalen Gehwege bei Schritttempo zu befahren. Mit den neuen Radspuren wurde das Gehwegradeln aufgehoben.


Rothenbaumchaussee: Radfahreifen und Wildparker - © Stefan Warda

Rothenbaumchaussee: Radfahreifen und Wildparker - © Stefan Warda

Rothenbaumchaussee: Radfahreifen und Wildparker - © Stefan Warda

Rothenbaumchaussee: Radfahreifen und Wildparker - © Stefan Warda

Rothenbaumchaussee: Radfahreifen und Wildparker - © Stefan Warda

Rothenbaumchaussee: Radfahreifen und Wildparker - © Stefan Warda

Rothenbaumchaussee: Radfahreifen und Wildparker - © Stefan Warda

Rothenbaumchaussee: Radfahreifen und Wildparker - © Stefan Warda

Rothenbaumchaussee: Radfahreifen und Wildparker - © Stefan Warda

Rothenbaumchaussee: Radfahreifen und Wildparker - © Stefan Warda


Straßenumbau verhindert nicht das Wildparken

Bedingt durch den Erhalt der alten Straßenbäume hat sich der Straßenquerschnitt durch den Umbau nicht sonderlich geändert. Im wesentlichen wurden lediglich Radspuren auf der Fahrbahn markiert. Das angeordnete Parken in Längsaufstellung im Baumbereich zwischen Bordkante und Gehweg ist geblieben. Für Radfahrende ergeben sich durch die Radspuren Vor- und Nachteile: Vor dem Umbau wurde im Bereich der jetzt vorhandenen Radspuren an vielen Stellen neben den Baumscheiben oder aber gar in zweiter Reihe geparkt. Radfahrende mussten vor dem Umbau daher mehr oder weniger in Schlangenlinien zwischen Fahrbahnrand und Fahrbahnmitte hin- und herpendeln. Seit dem Umbau können Radfahrende mehr oder weniger geradlinig auf den Radspuren radeln. Doch das Radeln wird weiterhin erheblich durch Wildparker auf den Nebenflächen beeinträchtigt. Viele Stehzeuge sind nicht wie seit Jahrzehnten vorgesehen in Längsaufstellung parkiert, sondern schräg oder quer - wie auch schon vor dem Umbau. Dadurch ragen sie teilweise sogar auf den Radstreifen. Zum anderen werden Radfahrende gefährdet durch das rückwärtige Ausparken der Schräg- bzw. Querparker. Für Radfahrende könnte das zur Falle werden. Daher empfiehlt es sich nur mit äußerster Vorsicht entlang der Wildparker zu radeln und möglichst weit links. Dazu gehört viel Mut, denn der überholende MIV versucht seinerseits Radfahrende auf die Radspuren zu drängen. Zudem überholt ohnehin die Mehrheit der Kraftfahrzeuglenkenden ohne ausreichenden Sicherheitsabstand, wie zwei unabhängige Studien vom Tagesspiegel und der UDV ergeben haben.


Rothenbaumchaussee vor dem Umbau mit Wildparkern - © Stefan Warda

Rothenbaumchaussee vor dem Umbau mit Wildparkern - © Stefan Warda

Rothenbaumchaussee vor dem Umbau mit Wildparkern - © Stefan Warda

Rothenbaumchaussee vor dem Umbau mit Wildparkern - © Stefan Warda

Rothenbaumchaussee vor dem Umbau mit Wildparkern - © Stefan Warda

Rothenbaumchaussee vor dem Umbau mit Wildparkern - © Stefan Warda

Rothenbaumchaussee vor dem Umbau mit Wildparkern - © Stefan Warda

Rothenbaumchaussee vor dem Umbau mit Wildparkern - © Stefan Warda


Radspuren wirken als Gefährdungsstreifen - Gehwege stark beeinträchtigt

Auch Flaneure auf den Gehwegen sind durch das Stehzeugechaos betroffen. Die Gehwegbreite bleibt erheblich eingeschränkt. Ohne ein konsequentes Parkraummanagement hat der Umbau den Gehenden keinerlei Vorteil gebracht, den Radfahrenden nur eingeschränkt. Die Radspuren bieten Radfahrenden nicht den Schutz, der eigentlich vorgesehen ist. Vielmehr wirken sie als Gefährdungsstreifen.


Rothenbaumchaussee: Wildparker beeinträchtigen die Gehwege - © Stefan Warda

Rothenbaumchaussee: Wildparker vor dem Umbau auf dem Gehweg - © Stefan Warda



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