9. August 2017

Hamburg-Mitte: Wildparkerplage verstärkt bekämpfen

Hamburg-Mitte: Fight tolerance of wild car parking

Aktualisiert 19.08.2017
Billstraße, benutzungspflichtiger Radweg und Wildparker im Jahr 2017 - © Stefan Warda


Die Grünen im Bezirk Mitte wollen die Wildparkerplage verstärkt eindämmen. Nach einer Meldung des NDR würde eine große Mehrheit der Bezirksversammlung die Forderung der Grünen nach mehr Kontrollen unterstützen.


Billstraße, benutzungspflichtiger Radweg - © Stefan Warda


Besonders prekär ist die Situation in der Billstraße. Die dortigen Radwege sind sogar benutzungspflichtig, aber tagtäglich zugeparkt. Trotz Beschwerden bei der örtlich zuständigen Straßenverkehrsbehörde schon vor rund zwanzig Jahren hat sich am illegalen Verhalten bzw. der schlechten Benutzbarkeit der Radwege nichts geändert. Die damaligen Beschwerden wurden vom Bezirksamt Mitte aufgegriffen, um den Radweg im Frühjahr 2003 zu erneuern. Doch auch der erneuerte Radweg blieb bis heute unverändert dauerhaft mit Stehzeugen zugestellt - trotz bis heute gültiger Radwegbenutzungspflicht. Mehr war für die Billstraße in der Auto- und Wildparkerstadt Hamburg bislang nicht zu erreichen.


Billstraße, benutzungspflichtiger Radweg und Wildparker - © Stefan Warda


Billstraße, benutzungspflichtiger Radweg und Wildparker - © Stefan Warda


Billstraße, benutzungspflichtiger Radweg und Wildparker - © Stefan Warda



Der Vorstoß, intensiver gegen das Wildparken vorzugehen, ist daher mehr als zu begrüßen - und das nicht nur im Bezirk Mitte.


Rückblende: Dauerwildparken in der Billstraße

Billstraße, benutzungspflichtiger Radweg vor zwanzig Jahren: Statt die Benutzbarkeit des Radwegs zu gewährleisten, haben die Behörden bislang lediglich den Austausch der Betonsteinchen veranlasst - © Stefan Warda

Billstraße, benutzungspflichtiger Radweg vor erneuerung im Jahr 2002 - © Stefan Warda

Billstraße, benutzungspflichtiger Radweg vor Erneuerung im Jahr 2002 - © Stefan Warda

Billstraße, benutzungspflichtiger Radweg vor Erneuerung im Jahr 2002 - © Stefan Warda

Billstraße, benutzungspflichtiger Radweg vor Erneuerung im Jahr 2002 - © Stefan Warda

Billstraße, benutzungspflichtiger Radweg nach Eneuerung im Jahr 2003 - © Stefan Warda

Billstraße, benutzungspflichtiger Radweg nach Eneuerung im Jahr 2006 - © Stefan Warda

Billstraße, benutzungspflichtiger Radweg nach Eneuerung im Jahr 2010 - © Stefan Warda



Besonders beliebt bei Dauerwildparkern sind u.a. folgende Straßen:

Hamburg-Mitte
  • Billstraße (benuzungspflichtige Radwege)

Altona

Eimsbüttel

Hamburg Nord

Wandsbek

Bergedorf




Mehr . . . / More . . . :
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Kommentare:

  1. man hat den Radweg saniert und ist nicht auf die Idee gekommen da diese Bügel zwischen Parkplatz und Radweg zu bauen?! Super clever

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  2. Vielleicht löst sich das Problem bald durch eine saftige Erhöhung der Verwarnungs- und Bußgelder. Jedenfalls sieht ein dem Bundesrat seit dem 7. November 2019 vorliegende Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften dies vor (BR-Drs. 591/19).

    Aus dem Vorblatt:

    „Des Weiteren werden unter Ausschöpfung der Verwarnungsgeldobergrenze von 55 Euro die Geldbußen für unberechtigtes Parken auf einem Schwerbehinderten-Parkplatz sowie für Parkverstöße in Zusammenhang mit der Behinderung von Rettungskräften vor oder in Feuerwehzufahrten erhöht. Darüber hinaus werden zum Schutz des Radverkehrs für dasHalten von Kraftfahrzeugen auf Schutzstreifen und in zweiter Reihe sowie für verbotswidriges Parken auf Geh- und Radwegen unter Ausschöpfung der Verwarnungsgeldobergrenze von 55 Euro die Grundtatbestände erhöht. Die Tatbestände der Behinderung werden mit einem Regelsatz von 70 Euro neu im Bußgeldbereich verankert.“.

    Und das kommt so in die lfd. Nrn. 144 und 144.1 usw. Wir dürfen davon ausgehen, dass die Länder das nicht mehr verhindern wollen, weil sie es via VMK selbst so bestellt haben. Und der Zeitgeist ist inzwischen auch verändert. Man hat gemerkt, dass man mit der Methode „Mit Wattebällchen bewerfen, bis die Dosentreiber weinen.“, nicht weit kommt (ist ja auch keine Neuigkeit).

    Da man so wie auf den Bildern gezeigt immer mit Behinderung parkt, wenn man da länger als 2 Minuten steht, wird’s echt teuer. Und ggf. können Radfahrer der Polizei beim Abkassieren helfen. Dann wird das schon.

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