9. August 2012

Intellektuelle Herausforderungen

Intellectual challenges

hamburgize.com / Stefan Warda
Radfahren verboten oder was? Schon wieder "Kampfradler", oder was?


Radfahrer verstoßen regelmäßig gegen Verkehrsregeln. So zumindest dürfen wir es immer wieder nahezu täglich in den Medien lesen. Daher werden sie auch gern als "Rüpelradler", "Kampfradler" oder ähnlich betitelt und entsprechend in den Medien gebrandmarkt. Der Sprachgebrauch für Autofahrer, die Regelverstöße verüben, ist allgemein weniger persönlich gehalten. Da heißt es dann ggf. "Raser", "Falschparker" oder "Sünder", z.B. "Rotlichtsünder". Das hört sich gar nicht so schlimm an, denn sündigen wir nicht alle gelegentlich? Falschparken klingt eher nach einem Versehen, aber auf jeden Fall anders als "Kampfparker". Die Radler sind aber was ganz besonders Schlimmes, daher sollen sie schließlich zur Räson gebracht werden mit Kennzeichenpflicht, strengeren Kontrollen, höheren Bußgeldern und einer Helmpflicht. Das hilft aber wohl kaum bei den Herausforderungen, die immer wieder an Radfahrer gestellt werden.

hamburgize.com / Stefan Warda
Gemeinsamer Geh- und Radweg? Ist der nicht ein wenig schmal??

hamburgize.com / Stefan Warda
Wieder ein "Kampfradler"?

hamburgize.com / Stefan Warda
Ist der nicht ein wenig schmal, der gemeinsame Geh- und Radweg?

hamburgize.com / Stefan Warda
Rechts dir Fußgänger und links die Radfahrer? Okay, dann bitte alle Autos raus aus der Straße . . .

hamburgize.com / Stefan Warda
Baustelle innerhalb einer Tempo 30-Zone "intelligent" gelöst

hamburgize.com / Stefan Warda
Gegen Langeweile im Straßeverkehr: Fußgänger bitte links auf dem Radweg gehen, Radfahrer rechts auf dem Gehweg fahren - und immer schön lächeln . . .

hamburgize.com / Stefan Warda
Ein benutzungspflichtiger Radweg mit "Vorrang für Fußgänger" - wie geht das denn?

hamburgize.com / Stefan Warda
Huningue: Übrigens ist dies ein einseitiger benutzungspflichtiger Zweirichtungsradweg. Der Gehweg ist auf der linken Straßenseite - natürlich ohne "Vorrang für Radfahrer".


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8. August 2012

Verkehrswacht Brandenburg hat den Anschluß verloren

Road Safety Brandenburg lost in middle ages

hamburgize.com / Stefan Warda
Absoluter Unsinn und rechtlich nicht zulässig: Benutzungszwang in einer Tempo 30-Zone. Solche Regeleungen sind 2012 in Deutschland immer noch nazutreffen und müssen beseitigt werden


Die Landesverkehrswacht Brandenburg hat den Bezug zur Realität vollkommen verloren. Deren Präsident Jürgen Maresch lehnt eine Lockerung der Radwegbenutzungspflicht im Bundesland Brandenburg kategorisch ab. Die Berliner Zeitung zitiert Maresch: "Es sei nicht zu erkennen, dass es für Radfahrer sicherer sei, auf der Straße zu fahren. Er habe Angst, „dass lediglich aus Sparzwängen Radwege aufgegeben werden“." Hintergrund der vorgesehen Lockerung ist die Aufforderung des Brandenburischen Infrastrukturministeriums erneut die Radwegbenutzungspflichten auf deren zwingende Notwendigkeit zu überprüfen. Bekannterweise gibt es deutschlandweit immer noch massenweise  Benutzungspflichtanordnungen an Radwegen und gemeinsamen Geh- und Radwegen, die vor den Verwaltungsgerichten keinen Bestand hätten. Diese lassen sich nicht mit den erforderlichen Sicherheitsaspekten aus der Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung begründen, sondern wurden in vielen Fällen aus Unwissenheit oder Unsicherheit der verantwortichen Behörden aufgestellt. Ein Urteil zur widerrechtlichen Radwegbenutzungspflicht in Regensburg hatte 2011 erneut die Diskussion um falsche Radwegbenutzungsplfichten in Deutschland entfacht.

"Es sei nicht zu erkennen, dass es für Radfahrer sicherer sei, auf der Straße zu fahren."

hamburgize.com / Stefan Warda


Ein weiteres Missgeschick ist dem Herrn der Brandenburgischen Landesverkehrswacht wenige Tage später unterlaufen. Maresch forderte eine generelle Helmpflicht für Radfahrer. 

Offensichtlich fährt der Herr von der Landesverkehrswacht in der Regel nicht Rad und kennt sich kaum in der Straßenverkehrs-Ordnung und der dazugehörigen Verwaltungsvorschrift aus. Anderenfalls wären ihm die Probleme des Alltagsradverkehrs in seinem Bundesland bekannt. Der ADFC Brandenburg bemängelte jüngst das marode Radverkehrsnetz des Bundeslandes. Vor allem innerorts und insbesondere an Kreuzungen seien Radwege gefährlich und kaum benutzbar. Deswegen gleich eine Helmpflicht einzufordern entspricht nicht dem Stand der Wissenschaft. Statt Gefahrenstellen zu beseitigen sollen lediglich Radfahrer aufrüsten - Unfälle werden so aber nicht vermieden. Der Herr von der Verkehrswacht sollte sich lieber erstmal ein wenig belesen, bevor er unsinnige Forderungen an die Presse weiterleitet und damit seine Stammtischansichten aus der Zeit der autogerechten Stadt der Nachkriegsphase preisgibt.


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5. August 2012

Chaosbaustelle nach Wochen nachgebessert

Chaotic construction site improved after weeks

hamburgize.com / Stefan Warda
Baustelle Ludwig-Erhard-Straße: Nunmehr mit durchgängiger regelkonformer Radverkehrsführung


Wochenlang führte der benutzungspflichtige Radweg auf der Ludwig-Erhard-Straße beim Michel Radfahrer in die Irre. Denn der Radweg war durch eine Baustelle unterbrochen und ein eigentlich in Hamburg verbotenes Schild forderte Radfahrer zum absteigen auf. Am Unterbruch gab es jedoch nicht mehr die Möglichkeit auf die Fahrbahn auszuweichen.  Kein Wunder, dass ausnahmslos alle Radfahrer fahrend die Baustelle passierten. Letztendlich war die Baustelle unzulässig eingerichtet gewesen. Der Radweg hätte nicht unterbrochen werden dürfen. Ortskundige Radfahrer durften daher gemäß der Rechtssprechung legal über die Fahrbahn die Baustelle umfahren.

hamburgize.com / Stefan Warda
Baustelle Ludwig-Erhard-Straße: Gleiche Stelle wie oben, vorheriger Zustand über mehrere Wochen lang


Mittlerweile gibt es an dieser Baustelle eine durchgehende Radverkehrsführung. Schade nur, dass Baustellen an Radverkehrsanlagen in Hamburg grundsätzlich erstmal gar nicht funktionieren, und gegebenenfalls nachgebessert wird, wenn Beschwerden vorliegen.

hamburgize.com / Stefan Warda
Baustelle Ludwig-Erhard-Straße: Neue nachgebesserte Radverkehrsführung

hamburgize.com / Stefan Warda
Baustelle Ludwig-Erhard-Straße: Neue nachgebesserte Radverkehrsführung

hamburgize.com / Stefan Warda
Baustelle Ludwig-Erhard-Straße: Vor der Nachbesserung mussten Radfahrer auf die Fahrbahn ausweichen oder aber auf dem Gehweg schieben


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2. August 2012

Ciclovia Bogota - Paris Plages

Ciclovia Bogota - Paris Plages

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Rad fahren in der 8 Millionen-Metropole Bogota? 344 km Radrouten erleichtern zwar Radfahrern den Weg durch die Stadt. Aber das Angebot ist kein Vergleich zu dem, was sich jeden Sonntag in Bogota abspielt: Ciclovia. 120 km Straßen werden dann gesperrt und freigegeben für Fußgänger, Skater und Radfahrer. - Ein Vorbild für Hamburg? Wie wäre es, wenn die so beliebte Hafenkante am nördlichen Elbufer zwischen Neumühlen und Messberg  jeden Sonntag gesperrt würde als Flaniermeile für Fußgänger, Skater und Radfahrer? Paris macht dies seit einigen Jahren vor mit der Aktion "Paris Plages". Dieses Jahr sind die Schnellstraßen am Seineufer vom 20. Juli bis 19. August durchgehend gesperrt, sowie in der übrigen Zeit jeweils an den Sonntagen. Paris Respire . . .

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Paris: Urlaub am Seineufer

hamburgize.com / Stefan Warda
Paris: Die Uferschnellstraße an der Seine verwandelt sich jeden Sommer in eine Flaniermeile
hamburgize.com / Stefan Warda
Paris: Die Uferschnellstraße an Werktagen

hamburgize.com / Stefan Warda
Paris Respire . . .

hamburgize.com / Stefan Warda
Paris: Die Uferschnellstraße am Sonntag



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Radverkehr in Berlin: Eine Aktivistin erzählt

Cycling in Berlin: Interview with an activist

DWTV


Deutsche Welle TV begleitet eine ADFC-Aktivistin mit dem Rad durch den Großstadtverkehr: Berlin, die boomende Fahrradstadt, aber noch weit entfernt vom Radlerparadies.



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