16. Februar 2016

Hamburg: Radweg Alsterufer entfernt

Hamburg: Cycle track along Alsterufer eliminated


© hamburgize.com / Stefan Warda


Der Radweg am Alsterufer zwischen Harvestehuder Weg und US-Konsulat wird diese Woche entfernt. Radler im Verlauf der stark frequentierten Veloroute 4 erhalten eine Aufleitung auf die Fahrbahn, die in eine Tempo 30-Zone umgewandelt wurde.

Ohnehin weist dieser Straßenabschnitt ein sehr geringes Autoverkehrsaufkommen auf. Der südliche Ast ist zudem eine Sackgasse für den Autoverkehr.


Der ursprünglich mal in einer Breite von zwei Metern angelegte Radweg, der dem Zweirichtungsverkehr diente, war an einigen Abschnitten durch jahrzehntelang unterlassene Instandhaltung nur noch 1,5 Meter breit.


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Laut der im Eppendorfer Wochenblatt zitierten Behördernsprecherin Susanne Meinecke sei heutezutage eine Radwegbreite von vier Metern erforderlich - statt nur 1,5 Metern!

Die Situation war durch Konflikte zwischen Radfahrern untereinander - in Begegnungs- und Überholsituationen - gekennzeichnet.

Der Radweg hatte schon seit vielen Jahren nicht mehr den Bedürfnissen der Radfahrer genügt - auch wenn einige Romantiker den Radweg als besonders attraktiv verklären. Nur bei geringem Verkehrsaufkommen außerhalb der Hauptverkehrszeiten war der Radweg stressfrei und halbwegs sicher zu befahren.


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Kommentare:

  1. Hallo Zusammen, es wundert mich,das es hier so wenig protestiert wird. Ich gebe zu als taeglicher Pendler fahre ich an der Stelle auch auf der Straße jedoch nicht wenn ich mit meinen Kindern unterwegs bin. Da ich diese nicht auf dem Fußweg begleiten darf, radeln diese jetzt stadteinwärts an der Auβenalster lang und ich soll nach Gesetz rechts auf der Fahrbahn fahren. Was für ein Wahnsinn, wo es einen vernünftigen Radweg gab und der jetzt auch noch kosteninttensiv entfernt wird. Das ist Fahrradstadt Hamburg, bloss nicht an alle und vorrangig an Autofahrer denken ...

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    1. Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr durften den Radweg jedoch nie benutzen - gemäß Bundesregelung im "Fahrradland Deutschland".

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    2. Nur das der Radweg kein benutzungspflichtiger Weg mehr war und damit dort wohl auch Kinder fahren dürften. Eigentlich gab es dort bis jetzt eine super Entflechtung: Schnelle Radler auf der Straße, langsame und Genussradler auf dem Radweg und Fußgänger in ihrem Bereich. Jetzt wird es aus meiner Sicht mehr Konflikte geben: Fußgänger mit Radfahrern auf dem unbefestigten Fußweg (auch wenn die Radler da nichts zu suchen haben) und zwischen Autofahren und Radfahrern in der Fahrradstraße bzw. im Bereich Alsterufer.

      Möchte mal wissen was passiert wenn das US-Konsulat umzieht. Sollte das Alsterufer dann für den Kfz-Verkehr freigegeben werden, wird es einen großen Verlierer geben: Die Radfahrer (egal ob mit oder ohne Fahrradstraße)

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    3. Es ist richtig, dass der Radweg nicht mehr benutzungspflichtig war, Auf diesem nicht benutzungspflichtigem Radweg war das Radfahren für Kinder über dem vollendetem achtem Lebensjahr erlaubt. Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr dürfen weder Fahrbahnen, noch irgendwelche Radwege oder Radfahrstreifen benutzen - vollkommen unabhängig von der Benutzungspflicht. Gemeinsame Geh- und Radwege wären allerdings für Kinder jeglichen Alters erlaubt, weil ja vornehmlich Gehwege.

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