21. November 2021

Hamburg: "Elberadweg" zwischen Teufelsbrück und der Schiebestrecke Övelgönne wieder befahrbar

Hamburg: Reopening of North Sea Cycle Route near Teufelsbrück

 

"Elberadweg" / "Nordseeküstenradweg" / Freizeitroute 8, Hans-Leip-Ufer: Seit dieser Woche wieder befahrbar - © Stefan Warda

 

Das Hans-Leip-Ufer im Verlauf von "Elberadweg", "Nordseeküstenradweg" und Freizeitroute 8 ist seit dieser Woche wieder befahrbar. Nach etwa sieben Monaten Sperrung des Weges, die eine Instandsetzung der Uferwand an der Yachthafeneinfahrt in Teufelsbrück erforderlich machte, erfreuten sich an diesem Wochenende zahlreiche Radfahrende und Fußgängerinnen der langersehnten Wiedereröffnung des beliebten Wegs am Elbufer. Das Hans-Leip-Ufer verbindet Teufelsbrück mit der bekannten Schiebestrecke des "Elberadwegs" in Övelgönne.

 

"Elberadweg" / "Nordseeküstenradweg" / Freizeitroute 8, Hans-Leip-Ufer: Seit dieser Woche wieder befahrbar - © Stefan Warda

 

 

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20. November 2021

Hamburg: Der Winter naht

Hamburg: Winter is close

 

Stresemannstraße: Benutzungspflichtiger Radweg unweit der örtlich zuständigen Straßenverkehrsbehörde - © Stefan Warda

 

Der Winter naht: Feine Laubhaufen mit viel Liebe sorgfältig auf Hamburgs Radwegen arrangiert deuten darauf hin, dass nun die eher farbenarme Jahrenszeit bevorsteht. Die Wetterprognosen kündigten schon erste Schneefälle für nächste Woche an, doch mittlerweile scheint der erste Schneefall zunächst aufgeschoben worden zu sein. Die Stadtreinigung verspricht uns Radfahrenden einen besseren Job als bislang.


"Erst wird die Fahrbahn geräumt, dann vielleicht irgendwann der Radweg - so war es bisher meistens in Hamburg. Doch das soll sich nun ändern, sagt der Chef der Stadtreinigung, Rüdiger Siechau."

Ob dies tatsächlich eingelöst werden wird?

 

Stresemannstraße: Benutzungspflichtiger Radweg unweit der örtlich zuständigen Straßenverkehrsbehörde - © Stefan Warda

Stresemannstraße: Benutzungspflichtiger Radweg unweit der örtlich zuständigen Straßenverkehrsbehörde - © Stefan Warda

Stresemannstraße: Benutzungspflichtiger Radweg unweit der örtlich zuständigen Straßenverkehrsbehörde - © Stefan Warda

 

 

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15. November 2021

Stockholm will E-Scooter-Plage eindämmen

Stockholm going to halve the number of e-scooters in circulation

 

© Stefan Warda

 

Stockholm will laut The Local zum 1. Januar die Zahl der E-Scooter-Verleihe auf drei Anbieter und die Zahl der zugelassenen E-Scooter auf 12.000 Fahrzeuge begrenzen. Damit folgt die Stadt dem Beispiel von Kopenhagen (und auch Oslo), wo es nach Behinderungen, Beschwerden und häufigen Unfällen zu deutlichen Einschränkungen kam.  


© Stefan Warda

 

 

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Open Bike Sensor im Einsatz in Hamburg: ADFC macht Walddörferstraße als besonderen Ort für Wildfahrende aus

Hamburg: ADFC testing open bike sensor

Aktualisiert um 14:55 Uhr

Walddörferstraße: Wildfahren ohne ausreichenden Seitenabstand - © Stefan Warda
 

 

Unterlassener Seitenabstand: Viele Wildfahrende in der Walddörferstraße

Die Mopo berichtete über den Einsatz des Open Bike Sensors in Hamburg: Seit acht Monaten würden zwei Mitglieder des Hamburger ADFC den Seitenabstandsmesser nutzen. Die beiden seien vor allem in Hamburgs Osten damit unterwegs gewesen. Dabei seien etwa 5000 Messergebnisse angefallen. Eine Straße, bei der es zu Auffälligkeiten komme, sei die Walddörferstraße. Der notwendige Seitenabstand beim Überholen würde von Autofahrenden dort häufig nicht eingehalten.


Versagen der Verkehrspolitik

Die Walddörferstraße sollte als bezirkliche Veloroute zu einer Fahrradstraße umgestaltet werden, wobei der Durchgangsverkehr für Autofahrende unterbunden werden sollte. Dagegen gab es Widerstand von Gewerbetreibenden, der Hochbahn und der CDU. Letztere forderte indirekt, den Radverkehr auf Freizeitzwecke zu begrenzen. Die CDU wollte die bezirkliche Veloroute über den Wandsewanderweg legen, obwohl die Grünanlagen entlang der Wandse nicht für den schnellen Alltgasradverkehr geeignet sind. Zudem versagte die Innenbehörde die Einrichtung einer Fahrradstraße. Radfahrenden bleibt somit weiterhin nur die Möglichkeit, die Fahrbahn der Walddörferstraße zu nutzen und dabei oftmals zu eng überholt zu werden oder Umwege über andere Straßen (z.B. die schlechte Radinfrastruktur am Friedrich-Ebert-Damm) oder entlang des Wandsewanderwegs inklusive Konflikten mit Gehenden zu wählen. Die noch vorhandenen "Radwege" der Walddörferstraße sind unbenutzbar, weil Wildparkende diese seit Jahrzehnten guduldet blockieren, legalisierte Stehzeugeplätze unmittelbar am "Radweg" Dooringgefahr verursachen, die "Radwege" ansonsten wegen unterlassener Instandhaltung kaum noch nutzbar sind. Zudem wurden andere Radwegabschnitte mittlerweile in Stehzeugeplätze umgewandelt - Autostadt statt Fahrradstadt.

 

"Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer geht vor"

Dennis Thering (CDU) fordert laut Abendblatt vom Senat gerade neue Maßnahmen für den Radverkehr, "denn die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer geht vor". Wenn dem so sei, müsste die CDU entweder der Entfernung nahezu aller Stehzeugeplätze an der Walddörferstraße zustimmen, damit die den heutigen Regelwerken nicht entsprechenden Fakeradwege halbwegs benutzbar wären oder andere alternative Maßnahmen auf den Weg bringen.

 

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8. November 2021

Hamburg: Optimierter Winterdienst auf Radverkehrsanlagen angekündigt - umweltfreundliche Tausalze in Erprobung

Hamburg: Improved snow clearance promised 

Aktualisiert am 09.11.2021

Kennedybrücke: "Winterdienst" - © Stefan Warda

 

Gemeinsam mit der Umwelt- und der Mobilitätswendebehörde wurde das Konzept des Winterdienstes der Hamburger Stadtreinigung optimiert mit einem besonderen Fokus auf das Radverkehrsanlagennetz und dem testweisen Einsatz von umweltfreundlichen Taumitteln erstmals auf öffentlichen Wegen.

Bisherige "Winterdienst"-Maßnahmen waren bislang überwiegend enttäuschend

Bislang versprachen Umwelt- und Verkehrsbehörde den Radfahrenden weitaus mehr, als in der Realität eingelöst wurde. Viele Radwegstrecken sollten geräumt worden sein, wurden tatsächlich aber nie angegangen. Meistens wurden bislang nicht Radwege, sondern Gehwege unmittelbar neben den Radwegen behandelt. Der "Winterdienst" war zudem überwiegend nutzlos, weil nur abstumpfende Mittel verwendet wurden, die eine Eisbildung nach den Einsätzen nicht verhinderten. In der Regel waren bislang Gehwege und Fahrbahnen nach den Schnee- und eisperioden schon Wochen wieder schnee- und eisfrei, die Radverkehrsanlagen jedoch unbenutzbar - beispielsweise durch festgefrorene Eisplacken. Nun soll der Winterdienst neu aufgestellt werden.

 

Stadtreinigung räumte bislang oftmals nicht wie angekündigt Radwege, sondern angrenzende Gehwege

Winterdienstlüge am Doormannsweg (Ring 2): Nicht der Radweg, sondern der Gehweg behandelt - © Stefan Warda
 

Winterdienstlüge an Im Gehölz (Ring 2): Nicht der Radweg, sondern der Gehweg behandelt - © Stefan Warda

Winterdienstlüge an der Lenhartzstraße: Nicht der Radweg, sondern der Gehweg behandelt - © Stefan Warda


Winterdienstlüge an der Hudtwalckerstraße (Winterhuder Brücke, Ring 2): Nicht der Radweg, sondern der Gehweg behandelt - © Stefan Warda

Winterdienstlüge am Gorch-Fock-Wall (Ring 1): Nicht der Radweg, sondern der Gehweg behandelt - © Stefan Warda



 

 


Neues Winterdienst-Konzept

Die Stadtreinigung Hamburg soll dabei die verkehrswichtigen Straßen, anliegerfreien Gehwege, ausgewählte Radwege sowie Bushaltestellen und Fußgängerüberwege noch spezifischer im Blick haben, um bei einem Wintereinbruch direkt die nötigen Maßnahmen gegen Glätte und Schnee einleiten zu können. Dabei sollen erstmals Neuerungen im Ablauf und Optimierungen im Bearbeitungsnetz zum Einsatz kommen, die zu noch mehr Sicherheit auf Wegen, Straßen und Radwegen führen.

Um den wachsenden Radverkehr im Winterdienst adäquat mit zu berücksichtigen, soll auch das Winternetz für den Radverkehr entsprechend mitwachsen und weiter optimiert werden. Ziel sei es, Lücken im Winternetz zu schließen und zusammenhängende Strecken zu schaffen. Fortan soll sich der Winterdienst für Radfahrende nicht mehr primär an Kfz-Hauptverkehrsstraßen orientieren, sondern sowohl an Velorouten als auch an wichtigen Hauptverkehrsstraßen mit nachweislich hohem Radverkehrsaufkommen. Statt wie bislang einmal sollen ab der kommenden Wintersaison 2021/22 alle Radstrecken grundsätzlich zweimal bearbeitet werden, da hierdurch signifikant bessere Ergebnisse erzielt werden. Alle Teile des Netzes sollen gleichzeitig und nicht nach Prioritätsstufen hintereinander bearbeitet werden, da alle Räumfahrzeuge bei Einsatz des Schneefalls gleichzeitig losfahren. Dadurch würde sich das bearbeitete Streckennetz von 280 auf 312 Kilometer (beidseitig gerechnet, reine Straßenlänge beträgt 156 km) und das Streunetz von 400 auf 625 Kilometer (zweimalige Bearbeitung) erhöhen. Das entspricht einer Erhöhung der Streustrecke für das Radwegenetz um 123 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die wichtigen Radialachsen für Pendelnde aus den Bezirken Harburg und Bergedorf in die innere Stadt sollen bei dem optimierten Konzept mitberücksichtigt werden. Auf 34 Kilometer Radwegen in Harburg und Bergedorf soll die SRH weiterhin Blähton als umweltverträglichen Streustoff testen, denn auf Geh- und Radwegen abseits der Fahrbahnen ist nach dem Hamburgischen Wegegesetz der Gebrauch von Tausalz oder tausalzhaltigen Mitteln untersagt. Der Einsatz von Tausalz ist nur auf Fahrbahnen einschließlich Radfahrstreifen erlaubt.

Stadtreinigung und Umweltbehörde erproben umweltfreundliche Taumittel für den Einsatz auf Radwegen

Laut Abendblatt will die Stadtreinigung in der kommenden Wintersaison ein umweltfreundliches Tausalz auf den Radwegen der Karolinenstraße im Bezirk Mitte testen. Frühestens in drei Jahren würde dieses Mittel dann flächendeckend auf Radwegen zum Einsatz kommen. 


Umweltfreundliche Tausalze sollen die kommende Wintersaison auf der Karolinenstraße erprobt werden - © Stefan Warda

 

Einen Winterdienst auf den Fahrbahnen in Nebenstraßen würde die SRH im Regelfall nicht leisten. Nur in Ausnahmefällen und nur auf Meldung von Polizei, Feuerwehr und Verkehrsunternehmen soll eine Task Force der SRH zur Gefahrenabwehr auch hier streuen. Ähnlich wie in anderen Großstädten wie Berlin soll sich die SRH bei der Sicherung von Fahrbahnen auf Hauptverkehrsstraßen und wichtige Verbindungsstraßen konzentrieren. Grund dafür seien die hohen Kosten und die fehlenden überzeugenden technischen Lösungen für einen Einsatz in den oft engen Nebenstraßen.

Informationen zum Winterdienst, ein Wetterradar sowie die Einsatzplanung des Winterdienstes stehen online unter der Adresse: http://www.stadtreinigung.hamburg. Dort gibt es auch das Verzeichnis aller Fahrbahnen von Straßen, die der Winterdienst der Stadtreinigung Hamburg bei Bedarf streut, zum Download. Aktuelle Informationen zu Einsatzbereitschaft und laufenden Streueinsätzen veröffentlicht die SRH auch über Twitter unter #WinterdienstHH und @SRHnews.

 

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