Distorted Perception: "Cycle Track" Heimfelder Straße
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| Heimfelder Straße: Bushaltestellenunterstand auf dem Gehweg - Gefahr für den Radverkehr? |
Das
Hamburger Abendblatt berichtet heute über ein Bushaltestellenhäuschen in der Heimfelder Straße, welches mitsamt der gläsernen Werbevitrine des örtlichen Stadtmöblierers den Geh- und Radverkehr behindere. Michael Dose, Fachsprecher für Verkehr der
SPD in der Bezirksversammlung Harburg, sehe mit dem Unterstand eine "Gefahr für den Radverkehr".
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Heimfelder Straße: Ist das ein Radweg?
Fake-"Radweg" direkt im Anschluß an die Bushaltestelle |
Die Heimfelder Straße ist in Hambug berühmt geworden für das Scheitern der Radverkehrspolitik schlechthin. Mit dem Rückbau des "Radwegs" auf der Nordseite der Straße begann ein langanhaltender Bürger-Protest, der die Politiker und die Verwaltung in Verlegenheit brachte. Der ehemalige "Radweg" war allerdings unbenutzbar und wie viele andere Hamburger "Radwege" gut für die Radwegstatistik der Stadt, um die je nach Zählweise 1400 oder 1700 Kilometer "Radwege" in Hamburg zu erfüllen. Der abgebaute "Radweg" war nur 0,8 bis 1 Meter breit, jedoch durfte zwischen Radweg und Kantstein auf einer Fläche, die schmaler als durchschnittliche Autos sind, geparkt werden. Somit wurde überwiegend halb auf dem "Radweg" geparkt werden. Radfahrer sind jedoch angehalten einen Sicherheitsabstand zu parkeden Autos von mindestens einem Meter einzuhalten, um nicht im Dooringbereich zu verunfallen. Das Befahren des Gehwegs neben unbenutzbaren Radwegen ist jedoch nicht erlaubt. Die Befahrbarkeit des "Radwegs" hätte also mit Aufheben der "Parkplätze" einigermaßen ermöglicht werden können, ohne das Radfahrer auf den Gehweg hätten ausweichen müssen. Mit nur 4000 Kraftfahrzeugen am Tag ist die Verkehrsbelastung in der Heimfelder Straße ausgesprochen gering, eine besondere Gefahrensituation auf der Fahrbahn ist für Radler nicht gegeben.
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| Heimfelder Straße: Vorhandener Fake-"Radweg" auf der Südseite der Straße |
Vollkommen skandalös war die Erneurerung des "Radwegs" auf der Südseite der Heimfelder Straße vor nur wenigen Jahren mit Mitteln des Bezirks Harburg, dem die Lokalpolitiker zugestimmt hatten. Damals wurde der unbenutzbare "Radweg" mit neuen roten Radwegsteinchen versehen. Das Parken blieb bis heute weiterhin erlaubt, der erneuerte "Radweg" weiterhin unbenutzbar. Nach Aufflammen des Protests der radfahrenden Anwohner wurde der geplante Rückbau des "Radwegs" auf der Südseite aufgeschoben. Bis heute liegen die roten Radwegsteinchen teils unter den Autos, alle Radfahrer fahren neben den Autos auf dem Gehweg, trotz eindeutigem Regelverstoß.
Nach den Worten von Dose steht die Entscheidung, den kombinierten Geh-
und Radweg auf der Südseite der Heimfelder Straße, stadteinwärts,
vorerst nicht zurückzubauen. Somit müsse der Verkehrsraum freigehalten
werden von Wartehäusern mit derart ausladenden Werbetafeln. 50 Jahre
lang sei in Hamburg wenig für Radfahrverkehr getan worden. Das habe sich
inzwischen glücklicherweise geändert.
Jetzt sieht der örtliche Verkehrsexperte der SPD eine Gefahr für Radfahrer durch einen Bushaltestellenunterstand. Das Problem in der Straße ist jedoch nicht die Bushaltestelle, sondern das Parken auf dem "Radweg". Es ist absolut erstaunlich wie ein "Verkehrsexperte" dieses Problem verdrängt. Laut Abendblatt bezeichnet Dose den "Radweg" als kombinierten Geh- und Radweg. Tatsächlich gibt es aber eine Trennung zwischen Rad- und Fußgängerverkehr. Die Radwegbenutzungspflicht ist schon seit vielen Jahren aufgehoben. Der "Radweg", der am Eißendorfer Pferdeweg beginnt, endet jedoch vor der Bushaltestelle und wird erst nach der Bushaltestelle fortgeführt. Im Bereich der Bushaltestelle handelt es sich um einen reinen Gehweg, der nicht für den Radverkehr freigegeben ist. Anschließend beginnt ein schmaler roter Betonsteinpflasterstreifen halb unter parkeden Autos, der für den Radverkehr nicht geeignet ist. Alle Radfahrer fahren hier auf dem Gehweg. Für Michael Dose ist offenbar das regelwidrige Befahren von Gehwegen faktisch gängige Praxis. Nicht nur er, sondern auch seine Kollegen aller Parteien wie auch Mitarbeiter der Straßenverkehrsbehörden und der Polizei schauen weg, wenn Radfahrer in Hamburg neben Schein-"Radwegen" auf den Gehwegen fahren. Doch wehe ein Radler fährt auf einem Gehweg in einer Straße ohne Radweg . . .
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| Heimfelder Straße: Vorhandener Fake-"Radweg" auf der Südseite der Straße |
Die Heimfelder Straße steht für das Scheitern der Radverkehrspolitik in Hamburg. Der Stellenwert des Radverkehrs in Hamburg wie auch die gängige individuelle Auslegung der Verkehrsregeln sind beispielhaft ablesbar am Fallbeispiel Heimfelder Straße. Das Problem Heimfelder Straße hat es u.a. auch in der
Langenhorner Chaussee, der
Habichtstraße, der Fuhle, der
Hammer Straße, dem
Harvestehuder Weg und anderswo. Überall in Hamburg hat es unbenutzbare Fake-"Radwege" neben oder unter parkenden Autos, die zum Teil immer noch benutzungspflchtig sind, weil Politiker die Aufgabe des Vorrangs des Autoverkehrsin diesen Straßenzügen nicht aufzugeben bereit sind.
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| "Radweg"-Rückbau auf der Nordseite der Heimfelder Straße |
"Radweg"-Abschnitt bei der Bushaltestelle
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| Heimfelder Straße / Eißendorfer Pferdeweg: Typischer roter "Radweg" ohne B-Zwang |
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| Heimfelder Straße: Typisches Geisterradeln |
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| Heimfelder Straße: Fake-"Radweg" kurz vor der Bushaltestelle |
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| Heimfelder Straße: "Radweg"-Ende vor der Bushaltestelle. Radfahrer dürfen hier schieben oder auf der Fahrbahn radeln |
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| Heimfelder Straße: "Radweg"-Ende an der Bushaltestelle |
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