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20. März 2025

St. Pauli Hafenstraße / St. Pauli Fischmarkt: Bessere Bedingungen für Radfahrende geplant

 

Aktualisiert um 22.20 Uhr

Ehemals geplante Veloroute 12, Elberadweg, NSCR an St. Pauli Hafenstraße: Dauerwildparken auf rechter Fahrspur, rechts der mehrmals unterbrochene Fakeradweg - © Stefan Warda
 

 

Für die ehemals geplante Veloroute 12 sollen St. Pauli Fischmarkt und St. Pauli Hafenstraße radverkehrsgerechter umgebaut werden. Der Abschnitt ist Teil des Elberadwegs sowie des Nordseeküstenradwegs (NSCR). Bislang gibt es zusammenhanglose Reste alter Fakeradwegteile.

Laut Abendblatt sollen im Spätsommer von zwei Seiten aus erste Bauarbeiten zur Umgestaltung von St. Pauli Fischmarkt und St. Pauli Hafenstraße beginnen. Auf der Nordseite soll ein Radfahrstreifen eingerichtet werden, wo bislang dauerhaft wild geparkt wird. Laut NDR sollen mit dem Umbau insbesondere auch Konflikte zwischen Gehenden (Tourismus) und Radfahrenden vermieden werden. 

 

Ehemals geplante Veloroute 12, Elberadweg, NSCR an St. Pauli Fischmarkt: Dauerwildparken auf rechter Fahrspur - © Stefan Warda

 

Stadtauswärts gibt es zusammenhanglose Reste eines alten Fakeradwegs, die mehrfach unterbrochen sind. Die Lücken im Fakeradwegverlauf liegen u.a. an der ehemaligen Busbucht bei der Hafentreppe sowie an einem Fischrestaurant mit schmalem Gehwegabschnitt. Radfahrende sind dort verpflichtet auf die Fahrbahn auszuweichen. Das war auch schon der Fall, als die Fakeradwegabschnitte benutzungspflichtig waren. Die Lücken im Verlauf des Fakeradwegs waren damals von einer Benutzungspflicht ausgenommen. Allerdings führten und führt auch weiterhin der lückenhafte Zustand zu Fehlverhalten: Nicht jeder Radfahrende weicht an den Stellen ohne Radweg auf die Fahrbahn aus. Schlechte Infratruktur rächst sich.

Der Umbau soll im August 2025 beginnen.

 

Veloroute 12, St. Pauli Hafenstraße / Helgoländer Allee: Ehemalige Wegweisung am Beginn des desolaten Straßenabschnitts - damals noch mit Fakeradwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda

Ehemals geplante Veloroute 12 / Elberadweg / NSCR, St. Pauli Hafenstraße / Willi-Bartels-Treppe: Fakeradweg - © Stefan Warda

Ehemals geplante Veloroute 12 / Elberadweg / NSCR, St. Pauli Hafenstraße / Davidstraße: Fakeradweg (dort auf dem Abschnitt ohne Gehweg Konflikte mit Wildgehenden) - © Stefan Warda

Ehemals geplante Veloroute 12 / Elberadweg / NSCR, St. Pauli Hafenstraße / Davidtreppe: Fakeradweg (viele Konflikte mit Wildgehenden) - © Stefan Warda

Ehemals geplante Veloroute 12 / Elberadweg / NSCR, St. Pauli Fischmarkt bei den Kasematten: Fakeradwegende vor der ehemaligen Busbucht - © Stefan Warda

Ehemals geplante Veloroute 12 / Elberadweg / NSCR, St. Pauli Fischmarkt bei den Kasematten: Beim Fakeradwegende vor der ehemaligen Busbucht müssen Radfahrende auf die Fahrbahn wechseln - © Stefan Warda

Ehemals geplante Veloroute 12 / Elberadweg / NSCR, St. Pauli Fischmarkt bei den Kasematten: Beim Fakeradwegende vor der ehemaligen Busbucht müssen Radfahrende auf die Fahrbahn wechseln (Zustand 1997 mit Radwegbenutzungspflicht) - © Stefan Warda

Ehemals geplante Veloroute 12 / Elberadweg / NSCR, St. Pauli Fischmarkt bei den Kasematten: Beim Fakeradwegende vor der ehemaligen Busbucht müssen Radfahrende auf die Fahrbahn wechseln, gelingt kaum bei Stehzeugen an der Bordsteinabsekung - © Stefan Warda

Ehemals geplante Veloroute 12 / Elberadweg / NSCR, St. Pauli Fischmarkt bei den Kasematten: Illegales Gehwegradeln - © Stefan Warda

Ehemals geplante Veloroute 12, Elberadweg, NSCR am St. Pauli Fischmarkt: Radwegbeginn mit Benutzungszwang, Radfahrende sollten an der Sporthalle unter dem Altonipark wieder von der Fahrbahn auf den Radweg wecheln - ohne geeignete Aufleitung (Zustand vor 20 Jahren) - © Stefan Warda

Ehemals geplante Veloroute 12, Elberadweg, NSCR am St. Pauli Fischmarkt 14: Radwegende vor dem Fischrestaurant, Radfahrende müssen wieder auf die Fahrbahn ausweichen - © Stefan Warda

Ehemals geplante Veloroute 12, Elberadweg, NSCR am St. Pauli Fischmarkt 14: Radwegende vor dem Fischrestaurant, Radfahrende müssen wieder auf die Fahrbahn ausweichen - © Stefan Warda

Ehemals geplante Veloroute 12, Elberadweg, NSCR am St. Pauli Fischmarkt 14: Radwegbeginn hinter dem Fischrestaurant, Radfahrende mussten wieder von der Fahrbahn auf den Radweg wechseln - © Stefan Warda

 

Für den bislang geplanten Abschnitt der Veloroute 12 zwischen Landungsbrücken / Alter Elbtunnel und Altona soll es keinen Ersatz als Radroute geben. Durch die zur Fahrradstraße umgebaute Kirchenstraße soll zukünftig keine Velo- oder Radroute verlaufen. Altona soll zukünftig mit den Radrouten 1 und 7 an die Innenstadt angebunden werden (Radroute 1 über Ludwig-Erhard-Straße, Reeperbahn und Königstraße, Radroute 7 über Valentinskamp, Feldstraße, Thadenstraße, Chemnitzstraße). 

 

Ehemals geplante Veloroute 12, Elberadweg, NSCR am St. Pauli Fischmarkt / Große Elbstraße: Radwegrampe auf die Flutschutzanlage, auf der es jedoch keine getrennten Bereiche zwischen Rad- und Gewhweg gibt - © Stefan Warda

Ehemals geplante Veloroute 12, Elberadweg, NSCR am St. Pauli Fischmarkt / Große Elbstraße: Benutzungspflichtige Radwegrampe auf die Flutschutzanlage mit Wildgehenden - © Stefan Warda

Ehemals geplante Veloroute 12, Elberadweg, NSCR am St. Pauli Fischmarkt / Große Elbstraße: Die Ausweisung der Radwegrampe wechselte mehrfach je nach Kompetenz und Fähigkeiten der Mitarbeitenden der örtlich zuständigen Straßenverkehrsbehörde (hier als Gehweg mit Freigabe für Radfahrende bei Schritttempo) - © Stefan Warda

Ehemals geplante Veloroute 12, Elberadweg, NSCR am St. Pauli Fischmarkt / Große Elbstraße: Die Ausweisung der Radwegrampe wechselte mehrfach je nach Kompetenz und Fähigkeiten der örtlich zuständigen Straßenverkehrsbehörde (hier ohne eine Ausweisung - somit ein Gehweg?) - © Stefan Warda

Ehemals geplante Veloroute 12, Elberadweg, NSCR am St. Pauli Fischmarkt / Hafentreppe: Es gibt keine Trennung zwischen Rad- und Fußverkehr auf der Flutzschutzanlage - © Stefan Warda

Ehemals geplante Veloroute 12, Elberadweg, NSCR am St. Pauli Fischmarkt / Hafentreppe: Es gibt keine Trennung zwischen Rad- und Fußverkehr auf der Flutzschutzanlage - © Stefan Warda

Ehemals geplante Veloroute 12, Elberadweg, NSCR am St. Pauli Fischmarkt / Flutschutzanlage: Sonntags Stehzeuge wegen Fischmarkt erlaubt - © Stefan Warda

 

 

Die bislang existierende Veloroute 12 verbindet das Hamburger Rathaus mit dem Alten Elbtunnel und wurde bis 2001 eingerichtet - damals noch mit einer Führung über die Straße Herrlichkeit am Alsterfleet. Später wurde der Verlauf geändert auf eine Führung über Rödingsmarkt statt Herrlichkeit. Bevor der restliche Verlauf der geplanten Veloroute 12 verworfen wurde, war dessen Planung auch geändert worden. Ursprünglich sollte über Breite Straße und Palmaille die Max-Brauer-Allee erreicht werden, später dann über Kirchenstraße sowie Königstraße / Ehrenbergstraße / Mörkenstraße.

 

Veloroute 12 und Elberadweg an den St. Pauli Landungsbrücken: Wegweisung vor 20 Jahren - © Stefan Warda

Veloroute 12, Elberadweg, NSCR an den St. Pauli Landungsbrücken: Wegweisung vor fünf Jahren. Zwar wurde für die Veloroute 12 das Ziel Altona angezeigt, im weiteren Verlauf gab es jedoch keine weiteren Wegweiser. Radfahrende wären so auf der Elbchaussee gelandet - © Stefan Warda

 

 

Mehr . . . / More . . . :

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6. November 2024

Hamburg-Eimsbüttel: Bundesstraße soll zur Bezirksroute ausgebaut werden

 

 Aktualisiert um 14.22 Uhr

Bundesstraße / Koopstraße: Rechts Fakeradweg im Dooringbereich unmittelbar neben Stehzeugen - © Stefan Warda

 

 

Fakeradwege in der Bundesstraße sollen durch breite Radfahrstreifen ersetzt werden

Noch in diesem Jahr sollen Bauarbeiten für die Umgestaltung der Bundesstraße zwischen Rentzelstraße und Kippingstraße beginnen. Geplant ist die Entfernung noch vorhandener Fakeradwege auf dem Hochbord, die Verbreiterung der sehr schmalen Gehwege und die Anlage von je zwei Meter breiten Radfahrstreifen. Der Raum für Stehzeuge soll neu organisiert werden. 


Bundesstraße / Beim Schlump: Rechts Fakeradweg im Dooringbereich unmittelbar neben Stehzeugen - © Stefan Warda

Bundesstraße / Beim Schlump: Mittlerweile geänderte Radverkehrsführung im Kreuzungsbereich ohne verschwenkte Furten - © Stefan Warda


Bundesstraße / Beim Schlump: Ehemalige Radverkehrsführung im Kreuzungsbereich mit verschwenkten Furten führte zu regelwidrigem Gehwegradeln - trotz Radwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda

Bundesstraße / Beim Schlump: Ehemalige Radverkehrsführung im Kreuzungsbereich mit verschwenkten Furten führte zu regelwidrigem Gehwegradeln - trotz Radwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda

 

Die bislang vorhandenen ein Meter schmalen Fakeradwege verlaufen z.T. unmittelbar im Dooringbereich der Stehzeuge und dürfen somit garnicht benutzt werden, um den erforderlichen Seitenabstand von wenigstens einem Meter zu Stehzeugen einzuhalten.

Die Bundesstraße soll Teil der Bezirksroute B werden. Im Umfeld der Baumaßnahme befinden sich zwei Grundschulen, sieben weiterführende Schulen sowie die Universität.

 

 

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12. März 2023

Hamburg-Hafencity: Heute soll die Verstetigung der Pop-up-Spuren zwischen Oberbaumbrücke und Niederbaumbrücke beginnen

 

 Aktualisiert an 13.03.2023

Am Sandtorkai / Kehrwiedersteg: Pop-up-Radspur - © Stefan Warda

 

 

Laut der Mobilitätswendebehörde soll ab heute mit Baustellen zwischen Oberbaumbrücke und Niederbaumbrücke entlang Brooktorkai, Am Sandtorkai und Kehrwiederspitze zu rechnen sein. Die vor zwei Jahren dort eingerichteten Pop-up-Spuren für Radfahrende und z.T. auch für Busverkehre sollen bis zum 24. März verstetigt werden.  

Im März 2021 wurde im Rahmen eines Verkehrsversuchs in der Hafencity Pop-up-Radspuren bzw Pop-up-Busspuren mit Freigabe für den Radverkehr angelegt. Die Maßnahme sollte die Bedingungen für Radfahrende auf der Achse Niederbaumbrücke - Kehrwiederspitze - Am Sandtorkai - Brooktorkai - Oberbaumbrücke verbessern. Auf dieser Achse gab es zuvor keine durchgehenden Radverkehrsanlagen. 

 

Oberbaumbrücke: Übergang vom bisherigen Radweg auf den Pop-up-Radfahrstreifen - © Stefan Warda

Am Sandtorkai: Pop-up-Radfahrstreifen auf der Nordseite - © Stefan Warda

Niederbaumbrücke: Übergang vom Pop-up-Radfahrstreifen auf zuvor bestehenden Radfahrstreifen - © Stefan Warda

Am Sandtorkai: Halten von Bussen zum Ein- und Aussteigen auf Pop-up-Radfahrstreifen erlaubt - © Stefan Warda

 

Die Pop-up-Radspur wurde auf der Nordseite des Straßenzuges in Fahrtrichtung Westen angelegt, beginnt an der Oberbaumbrücke und endet an der Niederbaumbrücke. Diese Pop-up-Radspur verknüpft bestehende Radverkehrsanlagen und stellt somit tatsächlich einen Lückenschluss dar - abgesehen von den Bushaltestellen und Buswarteplätzen auf dieser Pop-up-Radspur.

Auf der Südseite gibt es mit den bisherigen Pop-up-Spuren weiterhin keine durchgehenden Radverkehrsanlagen zwischen Niederbaumbrücke und Oberbaumbrücke: Denn in Fahrtrichtung Deichtorplatz müssen Radfahrende auf der Oberbaumbrücke weiterhin wegen eines zu niedrigen Brückengeländers auf der Fahrbahn fahren. Dazu müssen sie kurz vor der Brücke einen bestehenden Radweg verlassen und hinter der Brücke anschließend auf einen benutzungspflichtigen Radweg Richtung Deichtorplatz wechseln. 

Laut Mobilitätswendebehörde habe der Verkehrsversuch gezeigt, dass ohne die Leistungsfähigkeit des Kfz-Verkehrs zu beeinträchtigen, nicht nur der Komfort für die Radfahrenden verbessert, sondern auch die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden erhöht wurde. Durch die Einrichtung der Pop-Up-Spuren habe es deutlich weniger Konflikte zwischen Fuß,- Auto und den Radfahrenden gegeben. Die Verstetigung könne also erfolgen.

Laut dem Erläuterungsbericht zu der nun beginnenden Baumaßnahme soll trotz des zu niedrigen Brückengeländers der Gehweg für den Radverkehr freigegeben werden. Ab Niederbaumbrücke soll es zukünftig eine Radspur geben, die Am Sandtorkai beim Kehrwiedersteg auf den bestehenden Design-Radweg anschließt. Radfahrende haben ab Kehrwiedersteg Richtung Deichtorplatz Wahlfreiheit zwischen Benutzung der Fahrbahn und des Radwegs. Der Radweg endet unmittelbar vor der Oberbaumbrücke über dem Oberhafen. Im Anschluss sollen Radfahrende den Gehweg der Brücke befahren dürfen.

Außerdem sollen Planungsfehler aus der Zeit der autogerechten Hafencityplanung beseitigt werden. Der ursprünglich als einseitiger Zweirichtungsradweg vorgesehene Radweg auf der Südseite von Am Sandtorkai und Brooktorkai hatte Auswirkungen auf die Radwege anschließender Straße verursacht. So können Radfahrende, die den Radweg der Shanghaiallee Richtung Brooktorkai benutzen, nur nach rechts Richtung Deichtorplatz abbiegen, nicht jedoch nach links Richtung Am Sandtorkai. 

 

Shanghaiallee / Brooktorkai - © Stefan Warda

Shanghaiallee / Brooktorkai - © Stefan Warda

Shanghaiallee / Brooktorkai - © Stefan Warda

Shanghaiallee / Brooktorkai: Geisterradlerin - © Stefan Warda

 

Gleiches gilt für Radfahrende in der Straße Am Sandtorpark, die auf die Kreuzung mit Am Sandtorkai treffen. Vom Radweg aus kann nur nach rechts abgebogen werden. Linksabbiegen ist nicht vorgesehen. In beiden Fällen dürfen Radfahrende allerdings zum Linksabbiegen auf der Fahrbahn fahren. Diese Kreuzungskonflikte verursachen jedoch Geisterradeln. Auf dem südlichen Radweg von Brooktorkai und am Sandtorkai gibt es einen nicht unerheblichen Anteil Geisterradelnder.

 

Am Sandtorpark / Am Sandtorkai - © Stefan Warda

Am Sandtorpark / Am Sandtorkai - © Stefan Warda

Am Sandtorpark / Am Sandtorkai - © Stefan Warda

 

 

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16. Oktober 2022

Nach schwerem Unfall in Düsseldorf: Auch in Hamburg zahlreiche Brücken mit zu niedrigem Geländer

 

 Aktualisiert um 20.01 Uhr

Oberbaumbrücke: Vor einigen Jahren noch wurden Radfahrende explixit vor der ungenügenden Brüstungshöhe gewarnt - © Stefan Warda

 

An der Düsseldorfer Theodor-Heuss-Brücke ereignete sich letzte Woche ein schwerer Verkehrsunfall. Letzte Woche Freitag stürzte ein Radfahrer sieben Meter in die Tiefe. Das Geländer der Brücke hat nicht die erforderliche Höhe von 1,3 Metern, die für Radfahrende notwendig ist.  

 

 

Bekannt sind einigen auch noch die Stürze von der Holtenauer Hochbrücke in Kiel im Jahr 2010 und und vier Jahre zuvor, die allerdings tödlich endeten (siehe HA).

Auch in Hamburg genügen zahlreiche Brückengeländer nicht der vorgeschriebenen Geländerhöhe von 1,3 Metern. So dürfen Radfahrende auf der Oberbaumbrücke nur auf der Fahrbahn fahren. Das Radfahren auf den Gehwegen ist wegen "ungenügender Brüstungshöhe" nicht erlaubt. Die Brückengeländer haben eine Höhe von nur knapp einem Meter.

 

Oberbaumbrücke: Brückengeländer zu niedrig - © Stefan Warda

Oberbaumbrücke: Brückengeländer zu niedrig - © Stefan Warda

Oberbaumbrücke: Brückengeländer erreicht nicht einmal einen Meter Höhe - © Stefan Warda

 

Der Radweg vom Deichtorplatz Richtung Hafencity wird vor der Brücke auf die Fahrbahn geleitet. Im Anschluss setzt sich der Pop-up-Radfahrstreifen Richtung Kehrwieder fort. So wird vermieden, dass Radfahrende den Gehweg befahren und dort wegen der zu niedrigen Geländerhöhe von der Brücke ins Wasser des Oberhafens stürzen könnten. Vor Jahren noch warnten Schilder vor der ungenügenden Brüstungshöhe. Zudem waren Verkehrszeichen für Gehweg aufgestellt.

 

Oberbaumbrücke: Richtung Hafencity wird der Radweg vor der Brücke auf die Fahrbahn geleitet - © Stefan Warda

Oberbaumbrücke: Richtung Hafencity beginnt im Anschluss an den Schutzstreifen auf der Brücke ein Pop-up-Radfahrstreifen - © Stefan Warda

Oberbaumbrücke: Richtung Hafencity endete vormals der Radweg an der Brückenkante, auf der Brücke gab es keine Radverkehrsanlage (damals noch mit dem Warnhinweis!) - © Stefan Warda

Oberbaumbrücke: Richtung Hafencity endete vormals der Radweg an der Brückenkante, Radfahrende mussten die Fahrbahn benutzen (der Warnhinweis fehlt schon) - © Stefan Warda

Oberbaumbrücke: Richtung Hafencity endete vormals der Radweg an der Brückenkante, 2016 wurde noch auf den "Gehweg" hingewiesen - © Stefan Warda

 

In Gegenrichtung aus Hafencity kommend in Richtung Deichtorplatz gibt es keine Radverkehrsanlage auf der Brücke - weder auf der Fahrbahn noch auf der sog. Nebenfläche. Der bauliche Radweg endet unmittelbar vor der Brücke. Im Anschluss gibt es lediglich einen Gehweg. Hinter der Brücke beginnt wieder ein Radweg. Eine Aufleitung vom Radweg auf die Fahrbahn kurz vor der Brücke wurde bedauerlicherweise nicht einmal im Rahmen der Umbauten für die angepriesenen Pop-up-Radfahrstreifen zwischen Niederbaumbrücke und Oberbaumbrücke eingerichtet. Es fehlt dort definitiv eine Radverkehrsführung. 

 

Oberbaumbrücke, Radweglücke: Aus Richtung Hafencity endet der Radweg an der Brückenkante - © Stefan Warda

Oberbaumbrücke, Radweglücke: Aus Richtung Hafencity endet der Radweg an der Brückenkante - © Stefan Warda

Oberbaumbrücke: Aus Richtung Hafencity müssen Radfahrende spätestens an dieser Absenkung den Radweg verlassen - © Stefan Warda

Oberbaumbrücke, Radweglücke: In Richtung Deichtorplatz müssen Radfahrende die Fahrbahn nutzen - © Stefan Warda

 

Nahezu alle Radfahrenden und Nutzende von E-Scootern nutzen dort regelwidrig den Gehweg, das mit dem zu niedrigen Geländer keinen ausreichenden Schutz für Radfahrende bietet. Besonders brisant ist die Lage auf der Brückenseite wegen der zahlreichenden Gehenden sowie der äußerst zahlreichen Geisterradelnden. Dies könnte jederzeit zu einer Unfallsituation führen. Das Radfahren auf dem Gehweg scheint mittlerweile trotz unzureichender Geländerhöhe zumindest geduldet zu werden. Alle Verkehrszeichen für Gehweg und die Warnschilder ("unzureichende Brüstungshöhe" und "Radfahrer absteigen") sind mittlerweile sogar verschwunden. Die Straßenverkehrsbehörde wird sich nach einem Unfall aus der Verantwortung heruaswinden, denn es handelt sich weiterhin um einen Gehweg, den Radfahrende und E-Scooter-Nutzende regelwidirg befahren. In diesem Herbst sollen übrigens die Pop-up-Radfahrstreifen verstetigt werden (siehe HA): Wird die Radweglücke dann beseitigt werden?


Oberbaumbrücke, Radweglücke: In Richtung Deichtorplatz nutzen viele Gehende den Gehweg - © Stefan Warda

Oberbaumbrücke, Radweglücke: In Richtung Deichtorplatz nutzen nahezu alle Radfahrenden regelwidrig den Gehweg - © Stefan Warda

Oberbaumbrücke, Radweglücke: In Richtung Deichtorplatz nutzen nahezu alle Radfahrenden regelwidrig den Gehweg - © Stefan Warda

Oberbaumbrücke, Radweglücke: In Richtung Deichtorplatz nutzen nahezu alle Radfahrenden regelwidrig den Gehweg - © Stefan Warda

Oberbaumbrücke, Radweglücke: In Richtung Deichtorplatz nutzen nahezu alle Personen auf E-Scootern regelwidrig den Gehweg - © Stefan Warda


Eine weitere Problemstelle betrifft die Binnenhafenbrücke im Verlauf des Elberadwegs. Radfahrende werden Richtung Landunsgbrücken kurz vor der Brücke noch im Fahrbahnbereich geführt. Dort haben sie die Wahl weiter auf der Fahrbahn die Brücke zu befahren oder auf einen Radwegstummel zur Brücke zu radeln. Der Radwegstummel endet allerdings ebenso wie an der Oberbaumbrücke unmittelbar an der Brückenkante. Im Anschluss an die Brücke bei der Kreuzung mit Steinhöft beginnt wieder ein Radwegstummel. 

 

"Elberadweg" und Freizeitroute 5, Radweglücke Binnenhafenbrücke: Der Radweg endet diskret vor der Brücke und beginnt erneut hinter der Brücke - © Stefan Warda

"Elberadweg" und Freizeitroute 5, Radweglücke Binnenhafenbrücke: Die Höhe des Brückengeländers links zur Fahrbahnseite beträgt knapp 1,1 Meter - © Stefan Warda

"Elberadweg" und Freizeitroute 5, Radweglücke Binnenhafenbrücke: Die Höhe des Brückengeländers rechs zur Wasserseite beträgt knapp 1,2 Meter - © Stefan Warda

 

 

Die gegenüberliegende Otto-Sill-Brücke ("Elberadweg", Freizeitroute 5) hat ebenfalls keine ausreichenden Geländerhöhen. Dort werden Radfahrende trotzdem per "Radweg" über die Brücke - dicht am zu niedrigem Geländer entlang - geführt.


"Elberadweg" und Freizeitroute 5, Otto-Sill-Brücke: Trotz zu niedriger Brückengeländer ist ein Radweg vorhanden - © Stefan Warda

"Elberadweg" und Freizeitroute 5, Otto-Sill-Brücke: Die Höhe des Brückengeländers links zur Fahrbahnseite beträgt knapp 1,2 Meter - © Stefan Warda

"Elberadweg" und Freizeitroute 5, Otto-Sill-Brücke: Die Höhe des Brückengeländers rechts zur Wasserseite beträgt einen Meter - © Stefan Warda

"Elberadweg" und Freizeitroute 5, Otto-Sill-Brücke: Konfliktpotential auf der Brücke mit "Radweg" ausreichend vorhanden - © Stefan Warda

"Elberadweg" und Freizeitroute 5, Otto-Sill-Brücke: Konfliktpotential auf der Brücke mit "Radweg" ausreichend vorhanden - gerne auch Geisterradelnde und Geisterfahrende auf E-Scootern - © Stefan Warda

"Elberadweg" und Freizeitroute 5, Otto-Sill-Brücke: Konfliktpotential auf der Brücke mit "Radweg" ausreichend vorhanden - © Stefan Warda

"Elberadweg" und Freizeitroute 5, Otto-Sill-Brücke: Konfliktpotential auf der Brücke mit "Radweg" ausreichend vorhanden - © Stefan Warda

 

Radweglücken gibt es in Hamburg also nicht nur an Bushaltestellen, sondern auch an Brücken aufgrund unzureichender Geländerhöhen.

 

 

 

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