20. Januar 2016

Erdkampsweg: Letzte Fakeradwege sollen beseitigt werden

Erdkampsweg: Worth seeing remaining fake cycle tracks should be eradicated soon
Aktualisiert um 21:35 Uhr

Erdkampsweg: Dieser wunderbar erhaltene Fakeradweg ist auf der Roten Liste vom Aussterben bedrohter "Radwege" - © Stefan Warda


Nachdem im Erdkampsweg zwischen Wacholderweg und Ratsmühlendamm neue Radverkehrsführungen als Ersatz für aufgebene Fakeradwege eingerichtet wurden, sollen auch auf den verbliebenen siebenhundert Metern zwischen Langenhoner Chaussee und Wacholderweg / Etzestraße die letzten Fakeradwege abgeschafft werden. Eine Mehrheit im Bezirk Nord möchte die sehenswerten unbenutzbaren Fakeradwege durch Schutzstreifen oder Radfahrstreifen ersetzen. Bislang benutzt die Mehrzahl der Radfahrer regelwidrig die Gehwege neben den unbenutzbaren Fakeradwege. Nur wenige Radler haben die Fahrbahn als Verkehrsraum gewählt.


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Erdkampsweg, Kampfparker und Kampfradler: Dieser bemerkenswerte Fakeradweg ist vom Aussterben bedroht - © Stefan Warda

Am Erdkampsweg straßenverkehrsbehördlich geduldet: Kampfparker und Kampfradler - © Stefan Warda
 
Die örtlich zuständige Straßenverkehrsbehörde hatte leider als Anwalt der Autofahrer jahrzehntelang das Kampfparken auf den Rad- und Gehwegen geduldet, wodurch die "Radwege" endgültig dauerhaft unbenutzbar wurden. Aber auch Laternenmasten auf den "Radwegen" verhinderten eine sichere Benutzung.


Erdkampsweg / Etzestraße: Wechsel vom Fakeradweg auf die neue Radspur - © Stefan Warda

Erdkampsweg, Radspur - © Stefan Warda



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Veloroute 2: "Fahrradstadt" Hamburg kann immer noch keine Baustellen

Cycle route no. 2: Hamburg still cannot handle cycle traffic at road works


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Schanzenstraße / Lagerstraße

Baustellen im Bereich von Radverkehrsanlagen oder Radverkehrsführungen bleiben in Hamburg weiterhin eine Katastrophe. Von "Fahrradstadt" ist da nicht ein einziger Hauch zu spüren. Trotz Hinweise zu einer misslungenen Radverkehrsführung im Verlauf der Veloroute 2 in der Schanzenstraße ist die "Nachbesserung" teilweise immer noch erfolglos geblieben, weil überflüssig und unsinnig.


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Schanzenstraße / Lagerstraße

Zwar wurde die Sperrung der Veloroute 2 in der Schanzenstraße stadtauswärts zwischen Sternschanze und Kleiner Schäferkamp aufgehoben, die unglückliche Verkehrsführung zwischen Suannenstraße und Sternschanze ist trotz "Nachbesserung" geblieben. Der Radweg in der Schanzenstraße ist im Abschnitt zwischen Treppe zur "Bullerei" gegenüber der Susannenstraße weiterhin gesperrt. Radfahrer aus richtung Susannenstraße, die nach links in die Schanzenstraße abbiegen, müssen deswegen weiterhin entgegen einer Einbahnstraße auf der Fahrbahn fahren.


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Schanzenstraße / Susannenstraße: Radfahrer aus Richtung Susannenstraße, die in die Schanzenstraße Richtung Norden abbiegen, dürfen ausschließlich die Fahrbahn benutzen

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Schanzenstraße / Susannenstraße: Radfahrer aus Richtung Lagerstraße in Richtung Norden müssen ab Susannenstraße auf die Fahrbahn wechseln. Es fehlt ein Verkehrszechen 240, welches die Weiterfahrt auf dem Gehweg an dieser -Stelle erlauben würde

Als Nachbesserung wurde an der Kreuzung Schanzenstraße / Lagerstraße ein Verkehrszeichen 240 aufgestellt. Das war an der Stelle unnötig, da dort Radweg und Gehweg in voller Breite vorhanden sind. Erst ab der Kreuzung Susannenstraße / Schanzenstraße ist der Radweg Richtung Norden gesperrt. Dort wäre ein Verkehrszeichen 240 sinnvoll gewesen, um das Befahren des Gehwegs zu ermöglichen - was bislang immer noch verboten ist.


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Schanzenstraße / Susannenstraße: Radfahrer, die von links aus der Susannenstraße abbiegen, müssen hier eindeutig den Autos entgegenfahren. Der Gehweg auf der rechten Straßenseite darf nicht benutzt werden. Der linke Radweg ist kein Zweirichtungsradweg und für den Zweirichtungsradverkehr auch gar nicht geeignet angesichts des enormen Fußgängergedränges

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19. Januar 2016

Vorgezogene Radaufstellstreifen für Dänemark

Bike boxes for Denmark


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Kopenhagen: Gasværksvej / Vesterbrogade mit Aufstellstreifen


Die Copenhagen Post berichtet von der Absicht in Dänemark 57 vorgezogene Aufstellstreifen einzurichten. Die nationale Straßenbehörde (Vejdirektoratet) möchte mit vorgezogenen Aufstellstreifen an beampelten Kreuzungen Unfällen mit rechtsabbiegenden Autos und Lastwagen vorbeugen. Radfahrer, die geradeaus oder nach rechts fahren wollen, sollen sich vor den wartenden Autos aufstellen dürfen, damit wartende Autofahrer, die nach rechts abbiegen wollen, Radfahrer besser im Blick haben können. Anders als in Deutschland dürfen Radfahrer in Dänemark aber nicht direkt links abbiegen. Der Aufstellstreifen soll keine Hilfe sein sich zum Abbiegen nach links vor den wartenden Autos aufzustellen. In Dänemark müssen Radfahrer, die nach links abbiegen wollen, immer indirekt in zwei Schritten abbiegen.





Schon 2014 gab es in Kopenhagen an der Kreuzung Gasværksvej mit Vesterbrogade einen solchen Auftellstreifen. Bei der ersten hamburgize-Testfahrt auf dieser Kreuzung nach Ummarkierung gab es einen Unfall, bei dem glücklicherweise nur Schrammen am beteiligten Auto blieben. Das Risiko bei allen vorgezogenen Aufstellstreifen, ob in Dänemark oder Deutschland: Fährt ein Radfahrer gerade in dem Moment rechts am wartenden Auto vorbei, um dann nach links zu schwenken und sich vor das wartende Auto zu setzen, indem die Ampel auf Gelb und Grün umspringt, kann es zu einer Kollision zwischen Fahrrad / Radfahrer und Auto kommen. So geschehen vor zwei Jahren in Kopenhagen. Der dänische Radfahrerverband (DCF) unterstützt die Einrichtung der Aufstellstreifen, als Kritiker hat sich Dänemarks Fahrradbotschafter Mikael Colville-Andersen geoutet.

Auch in Hamburg gibt es Aufstellstreifen, z.B. an der Kreuzung Valentinskamp / Gänsemarkt / Dammtorstraße. Wer sich auf die vorgezogene Fläche an den wartenden Autos vorbei vortastet, sollte immer auf die Lichtzeichenphase achten und nicht unmittelbar vor Beginn der nächsten Grünphase sich vor die Autos setzen.

In vorherigen Jahren experimentierte Kopenhagen mit großen Markierungen, die Radfahrer vor dem sogenannten "toten Winkel" warnen sollten, nicht jedoch Autofahrer um mehr Sorgfalt beim Abbiegen.


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18. Januar 2016

Autofahrerpartei will Radverkehr in Frankfurt erheblich einschränken

Party of car drivers want to reduce cycle traffic in Frankfurt


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Radwege in Frankfurt mit unzulässiger Benutzungspflicht


Die große Autofahrerpartei will nach einem Bericht der Frankfurter Rundschau den Frankfurter Radverkehr erheblich einschränken. Die Freigabe der Fußgängerzone Zeil soll nur noch auf Zeiten außerhalb der Ladenöffnungszeiten beschränkt werden. Das Beradeln des Mainufers soll ebenfalls zeitlich eingeschränkt werden. In "gefährlichen" Einbahnstraßen solle Radverkehr verboten werden. Zudem solle wieder eine generelle Radwegbenutzungspflicht eingeführt werden. Sind Radwege vorhanden, solle die Verpflichtung gelten diese zu benutzen. Auf der Berliner Straße und Mainzer Landstraße sollte das Radfahren verboten werden. Scheinbar ist diese Partei nicht für das Regieren einer Großstadt geeignet.


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17. Januar 2016

Falsche "Fahrradstadt": Wollen die Berliner ein Fahrrad-Gesetz?

Do Berliner want a bicycle-law?





Die Berliner Senate haben bezüglich Radverkehr gern viel versprochen, aber wenig gehalten. Zu viele der Ziele der Berliner Radverkehrsstrategie blieben bislang unerfüllt, bereitgestellte Gelder für den Radverkehr wurden gar nicht abgerufen. Vieles liegt im argen mit Berlins Radverkehr. Das hat einige Aktivisten dazu bewegt nun Nägeln mit Köpfen zu machen. Mit einem Volksentscheid sollen die Berliner die Möglichkeit erhalten über ihren Radverkehr selbst abzustimmen. Die Aktivisten hoffen, dass die Mehrheit der Berliner einen besseren Radverkehr haben wollen, als der Berliner Senat ihnen bislang bietet. Dazu haben Aktivisten und Experten heute den Entwurf eines Berliner Fahrrad-Gesetzes geschrieben.

Auch der ADFC hat sich am Gestzentwurf beteiligt. Der ADFC-Landesverband kritisiert, dass die vereinbarten Ziele (Radverkehrsstrategie) nur schleppend umgesetzt werden. Vorstand Bernd Zanke hofft, dass schon allein die Debatte um den Volksentscheid den Senat zum Handeln bewegen könnte.
Die durch den geplanten Volksentscheid ausgelöste öffentliche Debatte erhöht den Druck auf den Berliner Senat weiter. Unser gemeinsames Ziel ist: Ein fahrradfreundlicheres Berlin.

Den Ausgang des Experiments Volksentscheid Fahrrad erwarten wir mit Spannung. Schafft es die Initiative Volksentscheid Fahrrad die Berliner zu überzeugen, dass es einen Volksentscheid braucht für eine andere Verkehrspolitik? Schafft es die Initiative die Berliner für mehr Radverkehr abstimmen zu lassen?



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