5. März 2014

Deutsche Post in Hamburg testet Christianiabike

German Post Is Testing a Christianiabike in Hamburg
Aktualisiert

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Seit längerem testet die Deutsche Post in Hamburg den Einsatz eines Christianiabikes. Das dänische Lastenrad ist ein Einzelstück in der Fahrradflotte der Hamburger Post und wird nur zur Entleerung der Briefkästen und für Einsätze zu Geschäftskunden eingesetzt.

Christianiabikes waren viele Jahre lang treue Begleiter der Briefzusteller der dänischen Post. Vor wenigen Jahren begann Post Danmark ihre Flotte auf E-Bikes des dänischen Herstellers Nihola umzustellen. Für das neue Cargo-Bike-Modell errang die Dänische Post sogar eine Auszeichnung.

Termin: Für Lastenradfreunde hat es das International Cargo Bike Festival am 12. und 13. April in Nijmegen.


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4. März 2014

Umweltorganisation Green City fordert radikale Reduktion von Kfz-Stellplätzen innerhalb des Mittleren Rings

NGO Green City Calls for Radical Reduction of Car-Parking in Munich


© Green City e.V.


Green City hat ausgerechnet, dass 100.000 Kfz-Stellplätze in München eine Gesamtfläche von 120 Hektar Fläche in bester Stadtlage verbrauchen. Die Umweltorganisation fordert die radikale Reduktion dieser Stellplätze sowie die Nutzung des dadurch entstehenden Raums für nachhaltige Mobilitätsformen.


Die Stadt München bereitet sich auf einen Bevölkerungswachstum von 200.000 Neubürgern in den nächsten Jahren vor. Durch den Zuzug steigt der Bedarf an neuen Wohn- und Verkehrsflächen. Während für den Wohnungsbau am Stadtrand große Entwicklungsgebiete wie Freiham, die Bayernkaserne oder die Prinz-Eugen-Kaserne erschlossen werden, fehlt es im Innenstadtbereich an Flächenreserven. Der Platzdruck in der am dichtesten besiedelten Großstadt Deutschlands verschärft sich weiter.


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München, Balanstraße: Dieser "Radweg" soll Stadträten von CSU, FDP und SPD als Ersatz für den verworfenen Radfahrstreifen in der Rosenheimer Straße dienen

Dabei verfügt München im Innenstadtbereich über 120 Hektar öffentlichen Raum, der durch KFZ-Stellplätze verloren geht. Green City hat berechnet, dass 100.000 oberirdisch abgestellte Autos eine Fläche in der Größe von 170 Fußballfeldern belegen. Öffentlicher Raum in bester Lage, der allen Münchnernn zur Verfügung stehen sollte, wird damit von Autos besetzt, die im Durchschnitt 23,5 Stunden pro Tag parken.


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München, Orleansstraße: Parken ohne Ende. Dieser nur 1,8 Meter breite Parkstreifen entspricht nicht der Breite heutiger Fahrzeuge. Ein Schutzstreifen von nur 1,5 Meter Breite inklusive des Schutzstreifens als Abstand bis zum Kantstein hätte niemals markiert werden dürfen - ein Verstoß gegen die gültigen Regelwerke. Der Radfahrer müsste hier unmittelbar im tödlichen Dooringbereich radeln.

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München, Orleansstraße: Der Schutzstreifen ist inklusive des Abstands zum nur 1,8 Meter breiten Stellplatzstreifen nur 1,5 Meter breit - ein klarer Verstoß gegen die gültigen Regelwerke, eine auf jeden Fall eine Gefährdung der Radfahrer.


Andreas Schuster von Green City e.V. fordert deshalb eine konsequente Reduktion der KFZ-Stellplätze um fünf Prozent pro Jahr. Damit verbunden werden soll der Ausbau von Mobilitätsstationen im öffentlichen Raum, an denen CarSharing und BikePooling angeboten wird. Der Großteil der so gewonnen Fläche soll zum Ausbau des Fuß- und Radwegenetzes genutzt und der kreativen Nutzung zugeführt werden. Ein kleiner Teil kann zu Kurzparkzonen umgewandelt werden, um die Versorgung sicher zu stellen. Langfristig soll Parken nur noch auf privaten Flächen möglich sein und der Erwerb eines Kraftfahrzeugs an den Nachweis eines Stellplatzes gekoppelt werden. Der Mobilitätsexperte könnte sich für die Landeshauptstadt auch ein Modell wie in Tokio vorstellen: „Wer hier ein Auto zulassen möchte, muss erst einen Parkplatz nachweisen.“ Und das ist im Vergleich zu München hoher Luxus. „In Tokio kosten KFZ-Stellplätze rund 400 Euro pro Monat, in München kostet eine Anwohnerlizenz für das Parkraummanagement nur 30 Euro pro Monat," weiß Schuster. Zudem würde in Tokio Falschparken nicht geduldet „Hier wird sofort abgeschleppt.“


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Ausgezeichneter "LOOP"

Award for the "LOOP"
Aktualisiert

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Die Freie und Hansestadt Hamburg, Dezernat Wirtschaft Bauen Umwelt, wurde für den "LOOP" auf der Elbinsel Wilhelmsburg im letzten Monat mit dem Deutschen Fahrradpreis in der Kategorie "Alltagsmobilität" ausgezeichnet. Im letzten Jahr ging diese Auszeichnung an die Stadt Soest für den Schutzstreifen in der Jakobistraße.

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Eigentlich ist der "LOOP" ein Rundkurs für den Freizeitverkehr (Skater, Radler, Fußgänger) mit einem abgehenden Ast Richtung Norden zur Veddel. Daher wäre die Auszeichnung in der Kategorie "Freizeit/Tourismus" passender gewesen. Die besonderen Merkmale des "LOOP": Auf Teilstücken des "LOOP" ist das Radfahren verboten (VZ250). Zwischen Reiherstieg Hauptdeich und Schluisgrove hat es eine 850 Meter lange Schiebestrecke. Außerdem hat es an der Dratelnstraße keine angemessene Querungsmöglichkeit im Verlauf des "LOOP". Und auf manchen Abschnitten des "LOOP" ist die Geschwindigkeit auf Schritttempo begrenzt. Zusammengenommen ist der "LOOP" damit für den Alltagsverkehr vollkommen ungeeignet. Diese besonderen Merkmale wurden weder in der Bewerbung um die hochkarätige Auszeichnung erwähnt noch scheint dies der Jury aufgefallen zu sein.

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Radfahrerklage: Weiterer Erfolg im Fall Behringstraße

Lawsuit of Cyclist: New Success in Case of Behringstraße


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Gestern abend in der Behringstraße: Die beklagten VZ315 sind entfernt worden.


Im Fall Behringstraße wurde neulich eine zweite Hürde übersprungen. Nachdem auf Klage eines Radfahrers die Straßenverkehrsbehörde einwilligte die unrechtmäßigen Verkehrszeichen 315 neben dem benutzungspflichtigen "Radweg" in der Behringstraße entfernen zu lassen sind diese kürzlich tatsächlich zehn Jahre nach umstrittener Anbringung entfernt worden. Damit hatte die Straßenverkehrsbehörde eingestanden, dass das Parken im Gehwegbereich unmittelbar neben oder gar auf einem schmalen Radweg nicht vereinbar mit der Anlage eines Radwegs ist. Zwar parkten gestern die Autos weiterhin wie gewohnt an gleicher Stelle - als Kampfparker, doch die Straßenverkehrsbehörde kündigte schon an den Radweg ggf. auch mit Pollern freizuhalten. Im Verkehrsausschuss Altona erläuterte Herr Heitmann, der straßenverkehrsbehördliche Leiter vom PK 25, dass die angrenzende Wiese zwischen Gehweg und den Großsiedlungsbauten am Friedrich-Ebert-Hof und den anderen Wohnblöcken unter Milieu- und Denkmalschutz stehe und nicht genutzt werden könne.

Die meisten Autos seien breiter als zwei Meter und würden auf dem Radweg parken. Das PK 25 müsse jedoch gewährleisten, dass ausreichend Platz für Fußgänger und Radfahrer zur Verfügung stehe. Dafür sei die Behringstraße zu schmal.
Kürzlich habe es im Germerring [nördlich angrenzend an Behringstraße] ein Feuer gegeben, zu dem die Feuerwehr von zwei Seiten nicht durchgekommen sei. Die intensive Überwachung verstärke den Parkdruck. Wenn der Radweg aufgegeben werden solle, müsse dieser zurückgebaut werden. Die Radfahrer würden dann auf der Straße fahren [müssen]. Auch den Schutz der Bäume gelte es zu berücksichtigen.

Nun müssen auch und werden wohl Konsequenzen folgen, die bewirken, dass zukünftig das Kampfparken am und auf dem Radweg in der Behringstraße beendet wird. Die Entscheidung der Straßenverkehrsbehörde blieb jedoch nicht unumstritten.


Kampfparken gestern abends in der Behringstraße

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Interessant war der Vorschlag des CDU-Politikers Tim Schmuckall auf den Radweg zu verzichten, damit das Parken auf dem Radweg weiterhin Bestand haben kann. Schmuckall ist mit diesem Vorschlag vollkommen auf Linie der Hamburger Tradition Radwege Schritt für Schritt in Parkplätze umzuwandeln. Diese Art der Verkehrsplanung widerspricht jedoch vollkommen der Radverkehrsstrategie für Hamburg von 2008, nach der Hamburg den Radverkehrsanteil verdoppeln wollte. Mit der Eliminierung von Radwegen und der Vertreibung der Radfahrer auf Fahrbahnen verkehrsreicher Hauptstraßen macht man bisherigen Autofahrern jedoch kein schmackhaftes Angebot ihr Auto stehenzulassen und sich stattdessen auf den Fahrradsattel zu schwingen.  


Zehn Jahre Kampf um benutzbare Radwege in der Behringstraße

Der Kampf um benutzbare Radwege in der Behringstraße begann 2003. Damals war das Parken am und auf dem Radweg noch nicht erlaubt, wohl aber am Fahrbahnrand. Da jedoch Autofahrer intuitiv darum bemüht sind den Verkehr beim Parken nicht zu behindern (aus Sicht der Autofahrer handelt es sich beim Verkehr nur um Autoverkehr) wurde auf und am Radweg geparkt. Der später klagende Radfahrer begann im Rahmen einer Aktion "Radweg oder Parkplatz" in der ersten Stufe die Fahrzeughalter auf das Fehlverhalten hinzuweisen. Nachdem Stufe 1 ergebnislos blieb wurden die Fahrzeughalter in Stufe 2 angezeigt. Daraufhin gab es zahlreiche Proteste der Kampfparker bei den Behörden und in den politischen Gremien. Die damalige Straßenverkehrsbehörde entschied dann das Kampfparken am und auf dem Radweg zu legalisieren. Die Verkehrszeichen 315 wurden 2004 aufgestellt. Nach erfolgloser Klage gegen die Verkehrszeichen 237 (Radwegbenutzungszwang) klagte ein Radfahrer gegen die neu angebrachten Verkehrszeichen 315, die das vormalige Kampfparken erlaubten. Jetzt 2014 wurde wieder der Ausgangzustand des Streits um benutzbare Radwege wie im Jahr 2003/2004 erreicht. Der Radwegzwang ist unverändert angeordnet, Parken am und auf dem Radweg ist verboten.
 

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Behringstraße / Windhukstraße im Januar 2014 mit VZ315

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Behringstraße / Windhukstraße gestern abends ohne VZ315


Sprengkraft des Urteils

Das errungene Urteil und die nun erreichten Maßnahmen haben eine enorme Sprengkraft für viele andere unsinnige "Radverkehrsführungen" in Hamburg. Bislang galt nämlich immer möglichst freie Fahrt für Autofahrer an Hauptverkehrsstraßen. Für Radfahrer gab und gibt es an zahlreichen Straßen immer noch keine benutzbaren Radwege, doch diese "sollen" benutzt werden, damit Radfahrer den Autoverkehrsfluß nicht stören. In erster Linie werden benutzungspflichtige "Radwege" durch legalisiertes Parken am oder auf dem "Radweg" beeinträchtigt. Behördenvertreter, Politiker und ganz allgemein alle Hamburger haben bislang geduldet, dass Radfahrer in solchen Straßen neben den benutzungspflichtigen - aber unbenutzbaren - Fake-Radwegen auf den angrenzenden Gehwegen regelwidrig gefahren sind. So konnte zusätzlich zum nicht beeinträchtigten Autoverkehrsfluß gleichzeitig auch noch virtueller Parkraum geschaffen werden - auf den Radwegen. Die "Radwege" hatten bislang eine Mehrfachfunktion: Parkraumvorsorge, Anzeige des Fahrbahnverbots für Radfahrer, maximaler Autoverkehrsfluß auf der Fahrbahn, Ausbremsen des Radverkehrs auf ein für die autogerechte Stadt zu verschmerzendes Minimum. Die Straßenverkehrsbehörden in anderen Stadtteilen Hamburgs müssen sich nun auf Gegenwind gegen die althergebrachte Verkehrspolitik einstellen. Auch in der Langenhorner Chaussee, der Fuhlsbüttler Straße oder dem Poppenbütteler Weg müssen Konsequenzen folgen. Unbenutzbare Fake-Radwege wegen Parken auf dem "Radweg" zwingt laut der Straßenverkehrs-Ordnung zum Fahrbahnradeln. Die Mehrfachnutzung der Radwege muss ein Ende haben: Entweder fallen die Verkehrszeichen 237 und die "Radwege"-Rudimente werden zurückgebaut, oder die Verkehrszeichen 315 werden entfernt inklusive Sicherung der Radwege gegen Kampfparken. Dem Parken ohne Ende wurde in der Behringstraße vorerst ein Riegel vorgeschoben.


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3. März 2014

TOP 50 German Bike Blogs 2013

http://fahrradjournal.de/top-50-german-bike-blogs/top-50-german-bike-blogs-2013/

Fahrradjournal testete erneut zahlreiche deutschsprachige Fahrradblogs. Aus 200 Blogs wurden nun die TOP 50 German Bike Blogs 2013 vorgestellt.